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ChatGPT

OpenAI

4/5
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Der meistgenutzte KI-Assistent weltweit. Stark für Textarbeit, Code, Analyse und Recherche — mit dem breitesten Modell- und Feature-Spektrum am Markt. Für DSGVO-sensible Unternehmen gilt: erst ab Business- oder Enterprise-Plan kein Training auf eigenen Daten und EU-Datenresidenz nur in Enterprise.

Kosten: Kostenlos (GPT-5 mit Limits), Plus 20 USD/Monat, Pro 200 USD/Monat, Team ab 25 USD/Nutzer/Monat, Business ab 30 USD/Nutzer/Monat, Enterprise auf Anfrage

Stärken

  • Breitestes Einsatzspektrum — Texte, Code, Recherche, Bild, Daten, Sprache
  • GPT-5 als kostenloses Standardmodell mit Router zwischen schnellen und denkenden Varianten
  • Custom GPTs und Projects bündeln Dateien, Anweisungen und Verläufe je Aufgabe
  • Deep Research erstellt mehrstufige, quellenbelegte Berichte in Minuten
  • Operator und ChatGPT Agent führen Aufgaben im Browser eigenständig aus
  • Memory speichert Präferenzen über Gespräche hinweg, Canvas erlaubt direktes Bearbeiten

Einschränkungen

  • Halluziniert weiterhin bei Faktenangaben — strukturelles Modellproblem, kein Bug
  • Free-, Plus- und Pro-Pläne nutzen Eingaben standardmäßig für Modell-Training (Opt-out möglich)
  • EU-Datenresidenz nur im Enterprise-Plan, sonst US-Hosting
  • Modellauswahl und Plan-Tiers sind unübersichtlich geworden — Router macht es nicht transparenter
  • Sora-App und einzelne Features wurden eingestellt — Produktroadmap ist sprunghaft

Passt gut zu

Einsteiger KMU Textarbeit Entwickler Brainstorming Recherche

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Texte, E-Mails oder Zusammenfassungen schnell und in hoher Qualität erstellen
  • Du suchst einen vielseitigen KI-Assistenten ohne technisches Vorwissen
  • Du brauchst KI-Unterstützung für Code, Datenanalyse, Bild und Recherche in einem Tool
  • Du willst Custom GPTs oder Projects für wiederkehrende Aufgaben einrichten

Wann nein

  • Du verarbeitest sensible Mandanten- oder Patientendaten ohne Business- oder Enterprise-Plan
  • Du brauchst garantiert quellenbasierte Fakten ohne Halluzinationsrisiko
  • Du willst Daten zwingend in der EU halten (nur Enterprise mit Daten-Residenz)
  • Du analysierst primär sehr lange Dokumente (NotebookLM oder Claude sind dort stärker)

Kurzfazit

ChatGPT ist der meistgenutzte KI-Assistent weltweit und für die meisten Alltagsaufgaben die naheliegende erste Wahl: Texte schreiben, E-Mails formulieren, Code debuggen, Recherchen aufsetzen. Mit GPT-5 hat OpenAI seit August 2025 einen Router-Ansatz eingeführt — du wählst nicht mehr manuell zwischen Modellen, das System entscheidet. Das ist bequem, aber nicht immer transparent. Wer professionell mit ChatGPT arbeitet, kommt um den Business- oder Enterprise-Plan nicht herum: erst dort werden Eingaben nicht mehr für Training genutzt. Für quellenbasierte Faktenrecherche bleibt Perplexity die bessere Wahl, für lange Dokumente und kritische Schreibarbeit Claude.

Für wen ist ChatGPT?

Einsteiger: ChatGPT ist der einfachste Einstieg in die KI-Welt. Die Oberfläche ist intuitiv, der Account in Minuten eingerichtet, und der kostenlose Plan liefert mit GPT-5 sofort brauchbare Ergebnisse. Kein anderes Tool hat eine so flache Lernkurve.

Schreibende und Content-Teams: Für Texterstellung, Entwürfe, Umformulierungen, Social-Media-Posts und Newsletter ist ChatGPT die Standardlösung. Custom GPTs und Projects erlauben es, einen Markenstil oder Schreibstil dauerhaft zu hinterlegen — inklusive hochgeladener Beispieltexte und Tonalitätsleitfaden.

Entwickler: Code schreiben, debuggen, erklären lassen — ChatGPT ist im Entwickleralltag etabliert. Codex, der agentische Coding-Modus seit Mai 2025, übernimmt ganze Aufgaben in einer isolierten Sandbox. Canvas erlaubt das direkte Bearbeiten von Code im Chat. Für reine IDE-Integration sind aber Cursor oder GitHub Copilot näher dran.

KMU und Teams: Ab dem Team- und Business-Plan steht ein abgesicherter Workspace zur Verfügung, bei dem Daten nicht für Training genutzt werden. SAML SSO, Admin-Konsole und geteilte Custom GPTs machen das Team-Management praktikabel. Business ergänzt erweiterte Sicherheits- und Compliance-Optionen sowie zusätzliche App-Integrationen.

Analysten und Forscher: Deep Research durchsucht seit Februar 2025 das Netz tiefgehend und erstellt strukturierte Berichte mit Quellenangaben. Datenanalyse mit Datei-Upload (CSV, Excel, PDF) erlaubt direkte Auswertung im Chat. Für M&A-Vorabprüfungen, Marktanalysen und Wettbewerbsbeobachtung ist das ein echter Produktivitätshebel.

Weniger geeignet für: Wer quellenbelegte Recherche braucht (Perplexity), wer mit langen Verträgen oder Akten arbeitet (Claude oder NotebookLM), wer eine reine IDE-Coding-Integration sucht (Cursor, Copilot), und wer in einer DSGVO-strengen Branche ohne Enterprise-Budget arbeitet.

Preise im Detail

PlanPreis (USD/Monat)Was du bekommst
Free0GPT-5 mit Tageslimit, Suche, Canvas, Bildgenerierung (begrenzt), Memory, eingeschränktes Datei-Upload
Plus20Höhere Limits, GPT-5 Thinking-Modus, Deep Research, Sora 2 (begrenzt), Custom GPTs erstellen, Projects, Tasks, Codex (begrenzt), früher Zugang zu neuen Features
Pro200GPT-5 Pro (parallel test-time compute), praktisch unbegrenzte Nutzung, höchste Limits für Codex, Deep Research und Operator, längere Kontextfenster, frühe Research-Previews
Teamab 25/Nutzer (2-Jahres-Abo) bis 30/Nutzer (monatlich)Alles aus Plus + geteilter Workspace, Admin-Konsole, kein Training auf Team-Daten, SAML SSO, geteilte Custom GPTs
Businessab 30/NutzerAlles aus Team + erweitertes Connector-Spektrum (60+ Apps), zusätzliche Compliance-Optionen, längere Aufbewahrungsregeln konfigurierbar, dedizierter Workspace
EnterpriseAuf AnfrageAlles aus Business + Daten-Residenz in mehreren Regionen (inkl. EU), erweiterte Audit-Logs, SCIM, höhere Limits, dediziertes SLA, AVV
APInach VerbrauchToken-basierte Abrechnung; Eingaben werden grundsätzlich nicht für Training genutzt

Einordnung: Der Free-Plan ist mit GPT-5 erstaunlich leistungsfähig — für gelegentliche Nutzung ausreichend. Plus für 20 USD ist der Sweetspot für Einzelnutzer, sobald du täglich arbeitest oder Deep Research, Projects und Codex regelmäßig brauchst. Pro für 200 USD lohnt sich nur, wenn du wirklich stundenlang täglich produktiv mit ChatGPT arbeitest und GPT-5 Pro brauchst — sonst überdimensioniert. Team ist für Unternehmen ab fünf Nutzern günstiger als gleich viele Plus-Lizenzen, vor allem wegen des Trainings-Opt-outs by default. Business ergänzt Compliance-Features für regulierte Branchen. Enterprise ist für große Organisationen mit EU-Daten-Residenz-Anforderung der einzige saubere Pfad.

Stärken im Detail

Das breiteste Einsatzspektrum aller KI-Tools. ChatGPT ist kein Spezialist — und das ist seine Stärke. Texte schreiben, Code generieren, Bilder erstellen, Daten analysieren, im Web suchen, Aufgaben automatisieren, Sprachgespräche führen: alles in einer Oberfläche. Für Teams, die mit einem einzigen Tool den größten Teil ihrer KI-Bedürfnisse abdecken wollen, ist das ein realer Vorteil gegenüber dem Werkzeugkasten aus fünf Spezialwerkzeugen.

Custom GPTs und Projects bündeln Kontext. Mit Custom GPTs konfigurierst du einmalig einen GPT mit Briefkopf, Markenstil und Beispielaufgaben — und startest ihn mit einem Klick, ohne den Kontext jedes Mal neu einzugeben. Projects (seit Oktober 2024) gehen einen Schritt weiter: Du legst einen Arbeitsbereich an, lädst Dateien hoch, hinterlegst Anweisungen und alle Konversationen darin teilen sich diesen Kontext. Für „Mandant Müller”, „Produktrelaunch Q3” oder „Vertriebsangebote” ist das praktischer als Custom GPTs.

Deep Research geht tiefer als normale Suche. Statt eine Frage zu beantworten, führt Deep Research seit Februar 2025 mehrere Recherche-Runden durch, wertet Dutzende Quellen aus und erstellt einen strukturierten Bericht mit Quellenangaben. Praktisch für Marktanalysen, Technologie-Scans, regulatorische Recherche oder Due-Diligence-Vorbereitungen. Im Pro-Plan sind die Limits deutlich höher.

Operator und ChatGPT Agent — Browser-Automatisierung. Operator (Januar 2025) und der allgemeinere ChatGPT Agent (Juli 2025) können Webseiten eigenständig bedienen: Formulare ausfüllen, Recherchen durchführen, Buchungen vorbereiten. In der Praxis noch holprig, aber bei klar definierten, repetitiven Aufgaben (Lieferantenpreise vergleichen, Termine abstimmen) bereits nützlich. Für Pro-Nutzer mit hohen Limits am ehesten produktiv einsetzbar.

Memory und Canvas verbessern den Alltag. Memory merkt sich auf Wunsch dauerhaft Präferenzen, Schreibstil, Kontext zur Branche und Rolle — und reduziert damit den Wiederhol-Aufwand pro Konversation erheblich. Canvas (seit Oktober 2024) öffnet längere Texte und Code in einem zweispaltigen Editor neben dem Chat, sodass du gezielt Absätze markieren und überarbeiten kannst, statt den ganzen Text neu zu generieren.

GPT-5 mit Router-System. Seit August 2025 entscheidet GPT-5 selbst, ob eine Frage mit dem schnellen oder dem denkenden Modell beantwortet wird, und ob Tools wie Web-Suche, Code-Interpreter oder Bildgenerierung genutzt werden. Für Einsteiger ein klarer Vorteil — kein Modell-Wirrwarr mehr. Power-User können im Plus- und Pro-Plan weiterhin explizit „Thinking” oder „Pro” wählen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Halluzinationen sind das Grundproblem — und bleiben es. ChatGPT kann Fakten falsch angeben, Zitate erfinden oder Gesetze fehlinterpretieren — und das mit voller Überzeugung. Das ist kein Fehler, der in Zukunft vollständig verschwindet, sondern ein strukturelles Merkmal von Sprachmodellen. GPT-5 mit Router und Thinking-Modus reduziert die Häufigkeit, eliminiert sie aber nicht. Für alles, was Faktengenauigkeit erfordert (Recht, Medizin, Buchhaltung, Steuerberatung), gilt: immer selbst prüfen oder Perplexity ergänzend nutzen.

Datenschutz unterhalb von Team/Business unbefriedigend. In Free-, Plus- und Pro-Plänen werden Eingaben standardmäßig für das Modell-Training genutzt — Opt-out ist möglich, aber nicht der Default. Wer vertrauliche Unternehmensdaten, Mandanteninformationen oder personenbezogene Daten eingibt, sollte vorher die Datenschutzeinstellungen prüfen. Erst ab Team-Plan ist das Training-Opt-out automatisch. Das ist eine Hürde, die andere Anbieter (Anthropic, Mistral) aggressiver gelöst haben.

Kein EU-Hosting unterhalb von Enterprise. Alle Daten werden standardmäßig auf US-Servern verarbeitet. EU-Daten-Residenz ist nur im Enterprise-Plan verfügbar. Für Branchen unter besonderem Datenschutz (Gesundheit, Recht, Finanzen, Behörden) ist das ein echtes Hindernis — und Enterprise-Verträge sind nichts, was ein Drei-Mann-Büro eben nebenbei abschließt.

Modellauswahl und Plan-Tiers sind unübersichtlich geworden. Free, Plus, Pro, Team, Business, Enterprise — und dazu eine sich ständig ändernde Modellpalette mit GPT-5, GPT-5 Thinking, GPT-5 Pro, älteren Modellen im Auswahl-Menü. Selbst aktive Nutzer verlieren den Überblick, was im aktuellen Plan tatsächlich enthalten ist. Der Router von GPT-5 verbessert das für Einsteiger, macht aber für Power-User intransparenter, welches Modell gerade antwortet.

Produktroadmap ist sprunghaft. Sora-App wurde im April 2026 eingestellt, einzelne Features tauchen auf und verschwinden wieder, der Umfang von Plänen ändert sich teils ohne klare Ankündigung. Wer eine geschäftskritische Workflow-Architektur auf einem ChatGPT-Feature aufbaut, sollte einkalkulieren, dass es nicht garantiert dauerhaft existiert.

Spezialdisziplinen sind nicht die Kernstärke. Für hochkomplexe Logikprobleme, sehr lange Dokumentenanalysen oder differenziertes literarisches Schreiben sind spezialisierte Tools (Claude für Analyse und Schreibqualität, Copilot/Cursor für IDE-Coding, Perplexity für quellenbasierte Recherche) oft besser. Die breite Aufstellung bedeutet auch: nirgendwo der allerbeste — sondern überall sehr solide.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Recherche mit nachprüfbaren Quellen brauchstPerplexity
Lange Dokumente und differenzierte Texte verarbeitestClaude
Tiefe Quellen-Analyse einer festen Dokumentenmenge brauchstNotebookLM
Code-fokussiert in einer IDE arbeitestCursor oder GitHub Copilot
Microsoft-365-Integration brauchstMicrosoft 365 Copilot

Erwähnenswert ohne eigenes direktes Pendant: Gemini für tiefe Google-Workspace- und YouTube-Integration, Mistral als europäische Foundation-Alternative, DeepSeek mit aggressivem Open-Source-Preis-Leistungs-Verhältnis. ChatGPT bleibt der Allrounder mit dem breitesten Feature-Spektrum — die Spezialisten sind in ihrer Disziplin oft besser, aber kaum eines der Tools deckt so viele Anwendungen unter einer Oberfläche ab.

So steigst du ein

Schritt 1: Auf chatgpt.com einsteigen und Custom Instructions hinterlegen. Geh auf chatgpt.com und richte unter Einstellungen → Personalisierung deine Custom Instructions ein. Hinterlege einmalig deine Branche, Rolle und Präferenzen — z. B. „Ich bin Steuerberater in einer 10-Personen-Kanzlei in München. Antworte präzise, formell und mit Verweis auf relevante Paragrafen, sofern bekannt.” Das verbessert jede Konversation, ohne dass du den Kontext jedes Mal neu eingeben musst.

Schritt 2: Projects statt Einzelchats nutzen. Lege für jeden wiederkehrenden Kontext (Mandanten, Produkte, laufende Recherchen) ein Project an. Lade relevante Dateien hoch, hinterlege spezifische Anweisungen — alle Chats darin teilen diesen Kontext. Das ist der Hebel, mit dem ChatGPT vom Spielzeug zum Werkzeug wird. Custom GPTs sind ergänzend nützlich, wenn du einen wiederkehrenden Workflow auch mit Kollegen teilen willst.

Schritt 3: Deep Research und Codex gezielt einsetzen. Statt eine schnelle Frage zu stellen, formuliere bei komplexen Recherchen explizit „Mach eine Deep-Research-Recherche zu …” — du bekommst nach 5–15 Minuten einen mehrseitigen Bericht mit Quellen. Für Entwickler lohnt der Blick auf Codex (im Plus-Plan begrenzt, im Pro-Plan großzügig): Statt Code-Snippets zu kopieren, gibst du eine Aufgabe in eine Sandbox und lässt sie autonom abschließen.

Schritt 4 für Unternehmen: Datenschutz vor Rollout klären. Wenn mehrere Mitarbeitende ChatGPT nutzen sollen, ist Plus die falsche Wahl — auch für KMU. Geh direkt auf Team oder Business, schließe einen AVV ab, deaktiviere Training auf Default-Ebene. Für DSGVO-strenge Branchen Enterprise mit EU-Daten-Residenz prüfen oder Alternativen (Claude über AWS Bedrock Frankfurt, Mistral) gegenrechnen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Vertriebsleiter in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen aus Stuttgart (45 Mitarbeitende) nutzt ChatGPT Team täglich für Angebotskommunikation. Er hat ein Project „Angebotsentwürfe” eingerichtet, in das Produktdatenblätter, Preisliste, Standardklauseln und Beispielangebote der letzten zwölf Monate hochgeladen sind. Wenn ein Interessent anfrägt, fügt er die Kerninformationen ein — und bekommt in 30 Sekunden einen professionellen Angebotsentwurf, der zu 80 Prozent fertig ist. Das Anpassen und Versenden dauert weitere fünf bis zehn Minuten. Vorher: 30 Minuten pro Angebot. Heute: zehn Minuten. Bei rund 60 Angeboten pro Monat sind das gut 20 Stunden Zeitersparnis. Sensible Kundendaten gehen über den Team-Plan, der das Training auf Eingaben deaktiviert hat — vor dem Wechsel von Plus auf Team war das ein klares Compliance-Problem.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA (Microsoft Azure und eigene OpenAI-Infrastruktur) ist der Standard. EU-Daten-Residenz nur im Enterprise-Plan verfügbar.
  • Datennutzung Free, Plus, Pro: Eingaben werden standardmäßig für das Modell-Training genutzt. Opt-out ist möglich (Einstellungen → Datenkontrollen → „Modell für alle verbessern” deaktivieren), muss aber aktiv vorgenommen werden.
  • Datennutzung Team, Business, Enterprise: Eingaben werden grundsätzlich nicht für Training genutzt. AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) verfügbar.
  • API: API-Eingaben werden grundsätzlich nicht für Training genutzt — unabhängig vom Tarif. Aufbewahrung der Daten standardmäßig 30 Tage für Missbrauchsprüfung, kann für Enterprise-Kunden auf null gesetzt werden („Zero Data Retention”).
  • Datenlöschung: Über Kontoeinstellungen möglich; Exportfunktion für alle Konversationsdaten vorhanden.
  • Memory: Kann global oder pro Konversation deaktiviert werden. Inhalte sind über die Memory-Verwaltung einzeln einsehbar und löschbar.
  • Empfehlung für Unternehmen: Ab Team-Plan für alle Anwendungen mit Unternehmensdaten. Für Mandanten-, Patienten- oder anderweitig besonders schutzwürdige Daten Enterprise mit EU-Daten-Residenz wählen — oder eine Alternative mit EU-Hosting prüfen.

Gut kombiniert mit

  • Perplexity — Perplexity recherchiert mit Quellen, ChatGPT verarbeitet die Ergebnisse zu Texten, Präsentationen oder Berichten weiter. Die Stärken ergänzen sich, ohne dass eines der Tools überflüssig wird.
  • Make.com — Automatisiert ChatGPT-Aufrufe in Workflows: eingehende E-Mails klassifizieren, automatische Antwortentwürfe generieren, Daten aus Formularen verarbeiten. Über die OpenAI-API in Make.com lässt sich vieles ohne Code erschlagen.
  • Canva — ChatGPT schreibt den Text, Canva setzt ihn visuell um — für Social Posts, Präsentationen oder Marketingmaterial. Für Bildgenerierung im Markenkontext oft praktischer als ChatGPTs eingebaute Bildfunktion.

Unser Testurteil

ChatGPT verdient 4 von 5 Sternen. Als vielseitigster KI-Assistent ist er für die meisten Anwender die logische erste Wahl — mit echter Tiefe in Textarbeit, Recherche, Code und Datenanalyse. Den fünften Stern verliert er durch das Halluzinationsproblem (strukturell nicht lösbar), durch fehlendes EU-Hosting unterhalb von Enterprise, durch das Training-Opt-out, das in den günstigen Plänen erst aktiv ausgeschaltet werden muss, und durch die zunehmend unübersichtliche Plan- und Modell-Landschaft. Wer ChatGPT professionell und datenschutzkonform einsetzen will, kommt um den Team- oder Business-Plan nicht herum — bei 25 bis 30 USD pro Nutzer ist das für ernsthafte Nutzung gut vertretbar. Für DSGVO-strenge Branchen ist Enterprise oder eine Alternative mit EU-Hosting die einzige saubere Antwort.

Was wir bemerkt haben

  • Oktober 2024 — OpenAI führte Projects ein. Endlich ein guter Weg, Dateien, Anweisungen und mehrere Konversationen pro Thema/Kunde zu bündeln, statt mit unüberschaubaren Einzelchats zu arbeiten. Hat sich seitdem zur empfohlenen Default-Arbeitsweise entwickelt.
  • Oktober 2024Canvas wurde freigeschaltet: ein zweispaltiger Editor neben dem Chat für längere Texte und Code. Macht das Bearbeiten konkreter Absätze deutlich produktiver als das übliche Neu-Generieren.
  • November 2024 — Pro-Plan für 200 USD/Monat eingeführt. Erste klar zweistufige Premium-Stufe — vorher gab es nur Plus oder Enterprise.
  • Dezember 2024 — Sora als KI-Videogenerierung wurde in ChatGPT Plus und Pro freigeschaltet (zunächst USA/Kanada). Erstes Mal, dass OpenAI ein dediziertes Video-Tool im Consumer-Plan anbot.
  • Januar 2025Operator als Research Preview gestartet: ein Agent, der eigenständig im Browser navigiert. Anfangs sehr holprig, stetig verbessert.
  • Januar 2025o3-mini wurde für alle Nutzer freigeschaltet — erstmals ein „Reasoning”-Modell auch im Free-Plan, wenn auch mit Limits.
  • Februar 2025Deep Research veröffentlicht. Mehrstufige, quellenbelegte Recherche-Berichte als eigenes Feature. Qualitativ ein Sprung gegenüber normaler Web-Suche und der Hauptgrund, warum viele Plus-Abos sich plötzlich rechneten.
  • April 2025GPT-4.1 und GPT-4.1 mini/nano in der API veröffentlicht (14. April), kurz danach in ChatGPT verfügbar. Bessere Coding-Leistung, längere Kontextfenster.
  • April 2025o3 und o4-mini erschienen (16. April) als neue Reasoning-Modelle in ChatGPT. Die Modellauswahl wurde vorübergehend unübersichtlich — bis GPT-5 das aufräumte.
  • Mai 2025Codex als agentischer Coding-Modus gestartet. Läuft in einer Sandbox, kann eigenständig Repos bearbeiten, Tests ausführen, PRs vorschlagen.
  • Juli 2025ChatGPT Agent als allgemeinere, fähigere Version von Operator veröffentlicht. Kombiniert Browser-Automatisierung, Datei-Operationen und Tool-Nutzung in einer Schnittstelle.
  • August 2025GPT-5 veröffentlicht (7. August) mit Router-System: Free-Nutzer bekommen GPT-5 als Standardmodell, Plus- und Pro-Nutzer zusätzlich Thinking- und Pro-Varianten. Modellauswahl wurde dadurch für Einsteiger einfacher, für Power-User intransparenter, weil nicht immer sichtbar ist, welche Variante gerade antwortet.
  • September 2025Pulse eingeführt: tägliche Zusammenfassungen aus eigenen Konversationen und Memory. Zwiespältig — nützlich für Power-User, für viele aber eher Spielerei.
  • September 2025Sora 2 veröffentlicht (30. September) als eigene App mit social-media-artiger Oberfläche. Ein deutlicher Strategiewechsel weg vom reinen Generierungs-Tool hin zu einer TikTok-ähnlichen Plattform.
  • Oktober 2025ChatGPT Atlas vorgestellt: ein eigener Browser von OpenAI mit ChatGPT als integriertem Assistenten. Offene Frage, ob er sich gegen Chrome, Edge und den ebenfalls neuen Comet-Browser von Perplexity behauptet.
  • Januar 2026ChatGPT Health als spezialisiertes Gesundheits-Feature veröffentlicht. Für deutsche Nutzer mit Vorsicht zu genießen — Gesundheitsdaten in einem US-gehosteten Consumer-Tool sind DSGVO-rechtlich heikel.
  • April 2026Sora-App eingestellt (26. April). Die App schließt, die API läuft noch bis September 2026 weiter. Erinnert daran, dass nicht jedes OpenAI-Feature dauerhaft Bestand hat — geschäftskritische Workflows sollten das einkalkulieren.
  • Laufend — OpenAI passt Plan-Inhalte, Limits und Modellverfügbarkeiten häufig an, ohne immer eindeutig zu kommunizieren. Die offizielle Pricing- und Release-Notes-Seite auf openai.com bleibt die einzige verlässliche Quelle — selbst aktive Nutzer verlieren sonst den Überblick.

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