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Freemium Low-Code ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: 3. Oktober 2026

Make.com

Celonis (ehemals Integromat)

4/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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Make.com im Team einführen? KI-Training anfragen

Make.com ist ein visueller No-Code-Automatisierungsbuilder, der über 3.000 Apps per Drag-and-drop in Szenarien verbindet, mit mehr als 350 KI-Apps. Dazu kommen Make AI Agents in allen Plänen, deren neue Version seit Februar 2026 als offene Beta läuft.

Kosten: Free 0 USD (1.000 Credits/Monat). Core 9 USD, Pro 16 USD, Teams 29 USD pro Monat bei jährlicher Zahlung, bei monatlicher Zahlung 10,59 USD, 18,82 USD und 34,12 USD, jeweils für 10.000 Credits. Enterprise auf Anfrage. Make weist die Preise auch bei Aufruf aus Deutschland ausschließlich in US-Dollar aus, eine Euro-Preisliste gibt es nicht; ob der Checkout in Euro abrechnet, haben wir nicht geprüft. Netto oder brutto nennt die Preisseite nicht. Abrechnungseinheit sind Credits, die meisten Aktionen kosten 1 Credit, manche KI-Funktionen über Makes KI-Anbieter mehr. Preise Stand 18. September 2026, Credit-Regeln Stand 3. Oktober 2026.

Kategorien

Stärken

  • Visueller Canvas-Editor zeigt Workflows als Diagramm, übersichtlicher als die Listenansicht von Zapier
  • 3.000+ Standard-Apps und laut Make mehr als 350 KI-Apps (OpenAI, Claude, Gemini, Mistral, Azure OpenAI, Vertex AI)
  • Make AI Agents in allen Plänen nutzbar, adaptive Agenten direkt im Builder ohne Code (neue Version seit Februar 2026 in offener Beta)
  • EU-Rechenzentrumsregion wählbar (US ist aber Standard, EU muss beim Setup aktiv gewählt werden), DSGVO-konformer Betrieb dann möglich (AWS-Infrastruktur)
  • Günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis: ab 9 USD/Monat für 10.000 Credits bei jährlicher Zahlung
  • Leistungsfähige Fehlerbehandlung mit Retry-Logik und Error-Routes, ohne Code

Einschränkungen

  • Oberfläche ausschließlich auf Englisch, kein deutschsprachiges UI, kein deutschsprachiger Support
  • Komplexe Szenarien mit 20+ Modulen werden auf dem Canvas schnell unübersichtlich
  • Kein Echtzeit-Trigger im Free-Plan, Szenarien laufen dort nur geplant (mindestens 15-Minuten-Intervalle)
  • Credit-Modell ist im Voraus schwer zu kalkulieren: die meisten Aktionen kosten 1 Credit, KI-Funktionen über Makes KI-Anbieter teils mehr
  • Make AI Agents laufen als offene Beta, Funktionen und Preise können sich laut Make noch ändern
  • Dokumentation und Community kleiner als bei Zapier; manche Konnektoren weniger tief integriert

Passt gut zu

KMU ohne Entwicklerressourcen E-Mail-Automatisierung CRM-Workflows KI-Integration Günstige Zapier-Alternative

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst ohne Code Apps und Tools miteinander verbinden
  • Du automatisierst wiederkehrende Prozesse mit mittlerem bis hohem Volumen
  • Du baust KI-Workflows mit ChatGPT, Claude oder Gemini als Verarbeitungsschritt
  • Du suchst eine günstigere Alternative zu Zapier mit visuellem Editor und wählbarem EU-Hosting (US ist Standard, EU aktiv umstellen)

Wann nein

  • Du brauchst Echtzeit-Trigger ohne Verzögerung im kostenlosen Plan
  • Du verarbeitest hochsensible Daten und benötigst eine On-Premises-Lösung
  • Du bevorzugst deutschsprachige Benutzeroberflächen und Tutorials
  • Du suchst eine Open-Source-Lösung, die du selbst hosten kannst (dann eher n8n)

Kurzfazit

Make.com ist die beste Wahl für alle, die visuelle Automatisierungsworkflows mit KI-Schritten ohne Code bauen und dabei mehr Kontrolle wollen als bei Zapier. Der Canvas-Editor zeigt Workflows als Diagramm, über 3.000 Apps und mehr als 350 KI-Apps sind angebunden, Core kostet 9 USD im Monat für 10.000 Credits bei jährlicher Zahlung. Schwächen: englische Oberfläche, unübersichtliche Großszenarien, schwer kalkulierbare Credits, und die Make AI Agents stecken noch in der offenen Beta.

Für wen ist Make.com?

Kleinunternehmen und KMU ohne IT: Der ideale Anwendungsfall. E-Mails automatisch klassifizieren, Formulareinsendungen ins CRM übertragen, Rechnungen verarbeiten, all das ohne eine Zeile Code. Der Free-Plan reicht für erste Experimente, der Core-Plan ab 9 USD/Monat für professionelle Prozesse.

Marketing-Teams: E-Mail-Workflows, Lead-Nurturing-Sequenzen, Social-Media-Automatisierungen. Make.com verbindet Mailchimp, HubSpot, Brevo und Dutzende andere Marketing-Tools mit wenigen Klicks, und reichert sie über native KI-Module um Klassifikation, Übersetzung oder Textgenerierung an.

Operationsmanager und Process Owner: Wer abteilungsübergreifende Prozesse automatisieren will (z. B. neue Bestellung → Lager informieren → Rechnung erstellen → Buchhaltung updaten), braucht die Verzweigungs- und Fehlerbehandlungslogik, die Make.com besser beherrscht als einfachere Tools. Die seit 2024 hinzugekommene Visualisierungsoberfläche „Make Grid” hilft, das Gesamtportfolio im Blick zu behalten.

KI-Workflow-Baumeister: Make.com bindet laut eigener Angabe mehr als 350 KI-Apps an, darunter OpenAI (ChatGPT, Whisper), Anthropic Claude, Google Vertex AI (Gemini), Azure OpenAI und Mistral. Mit den Make AI Agents lassen sich zudem adaptive Agenten direkt im Builder konfigurieren, die ihre Schritte selbst entscheiden statt einem starren Pfad zu folgen. Die aktuelle Agenten-Version ist allerdings noch eine offene Beta.

Weniger geeignet für: Entwickler (direktere API-Integrationen via Code sind flexibler), Nutzer, die ausschließlich auf Deutsch arbeiten wollen, Unternehmen mit On-Premises-Anforderungen sowie Teams, die ein Open-Source-Tool zur Selbsthosting bevorzugen, dafür ist n8n die naheliegende Wahl.

Preise im Detail

PlanJährliche ZahlungMonatliche ZahlungCredits/MonatHighlights
Free0 USD0 USD1.000Visueller Builder, 3.000+ Apps, max. 2 aktive Szenarien, geplante Ausführung (Min. 15 Min.), Make AI Agents
Core9 USD/Monat10,59 USD/Monatab 10.000Unlimitierte aktive Szenarien, geplante Ausführung im Minutentakt, Make-API-Zugang
Pro16 USD/Monat18,82 USD/Monatab 10.000Prioritätsausführung, Custom Variables, vollständige Execution-Log-Suche
Teams29 USD/Monat34,12 USD/Monatab 10.000Team-Rollen, geteilte Szenario-Templates, Teamverwaltung
EnterpriseAuf AnfrageAuf AnfrageIndividuellCustom Functions, Enterprise-App-Integrationen, 24/7-Support, erweiterte Compliance, längere Log-Aufbewahrung

Die Beträge gelten für 10.000 Credits im Monat, abgerufen am 18. September 2026 von der offiziellen Preisseite. Make weist sie ausschließlich in US-Dollar aus, auch bei Aufruf aus Deutschland mit deutscher Browsersprache; eine deutsche Preisseite gibt es nicht. Ob Umsatzsteuer hinzukommt, sagt die Preisseite nicht. Euro-Preise für Make haben deshalb keine Grundlage auf der Preisseite, meist ist es der Dollarbetrag bei Jahreszahlung mit falscher Währung. Was ein deutsches Konto am Ende in Euro zahlt, zeigt erst die Rechnung. Bei jährlicher Zahlung sparst du laut Make „15 % oder mehr“. Abgerechnet wird laut Preisseite in Credits, die die frühere Einheit „Operationen” abgelöst haben: Die meisten Aktionen in einem Szenario verbrauchen einen Credit, manche fortgeschrittenen Funktionen über Makes eigenen KI-Anbieter mehr. Höhere Stufen mit mehr Credits lassen sich innerhalb jedes Plans dazu buchen.

Einordnung: Der Free-Plan reicht für erste Workflows mit wenig Volumen, und ist auch deshalb interessant, weil Make AI Agents in allen Plänen nutzbar sind, also auch zum Testen. Im Free-Plan läuft das über Makes eigenen KI-Anbieter, eigene Verbindungen zu OpenAI oder Anthropic gibt es erst in den bezahlten Plänen. Wer professionell automatisiert (täglich Szenarien mit 10+ Schritten), braucht mindestens Core. Pro lohnt sich, wenn Prioritätsausführung und ausführliches Logging wichtig sind. Der Teams-Plan macht erst ab 3+ Personen Sinn, die gemeinsam an Szenarien arbeiten. Enterprise wird Pflicht, sobald AVV mit individuellen SLAs, längere Log-Aufbewahrung oder dedizierte Sicherheits-Reviews gefragt sind.

Stärken im Detail

Der Canvas-Editor ist Make.coms wichtigstes Alleinstellungsmerkmal. Jeder Workflow wird als visuelles Diagramm angezeigt: Module als Kreise, Verbindungen als Linien, Verzweigungen als sichtbare Pfade. Was in Zapier eine unsichtbare Listenstruktur ist, sieht man bei Make.com auf einen Blick. Das macht das Debugging von Fehlern deutlich einfacher und das Verstehen fremder Workflows intuitiver, auch ein neuer Mitarbeiter erkennt in Sekunden, was ein Szenario tut.

Über 3.000 Standard-Apps und mehr als 350 KI-Apps. Make.com war früher als Zapier mit dedizierten OpenAI-, Claude- und Gemini-Modulen ausgestattet. Inzwischen reicht die Palette von ChatGPT und Whisper über Anthropic Claude, Google Vertex AI (Gemini), Azure OpenAI bis Mistral. Das bedeutet: Keine Umwege über HTTP-Requests, sondern fertig konfigurierbare Bausteine. KI-gestützte Automatisierungen, eingehende E-Mails klassifizieren, Tickets priorisieren, Zusammenfassungen erstellen, Bilder analysieren, sind in Minuten aufgebaut.

Make AI Agents als adaptive Bausteine im Workflow. Die Make AI Agents sind in allen Plänen nutzbar, mit Make als KI-Anbieter; eigene KI-Anbieter-Verbindungen gibt es in den bezahlten Plänen. Im Unterschied zu klassischen Szenarien folgen sie keinem starren Pfad, sondern entscheiden anhand von Zielen und Daten selbst, welcher der konfigurierten Tools sie als Nächstes nutzen. Make liefert dazu ein „step-by-step logging”, mit dem sich nachvollziehen lässt, warum der Agent sich für welchen Schritt entschieden hat, wichtig für die Praxis, in der nichts hassenswerter ist als eine Black-Box-Automatisierung. Mit dem Make MCP Server lassen sich externe Agenten zudem standardisiert an Make-Workflows andocken.

EU-Datenhosting ist wählbar (aber nicht Standard). Make.com läuft auf AWS-Infrastruktur in privaten VPCs und bietet eine EU-Region für die Datenverarbeitung. Wichtig: Die US-Region ist der Standard, die EU-Region muss beim Account-Setup aktiv gewählt werden, sonst landen die Daten in den USA. Deshalb führen wir das Hosting als global (nicht eu). Wer die EU-Region aktiv setzt, hat einen DSGVO-Vorteil gegenüber Zapier, das standardmäßig US-basiert arbeitet. ISO-27001-Zertifizierung und SOC-2-Type-II-Berichte sind verfügbar.

Fehlerbehandlung ist durchdacht. Jedes Modul kann mit Error-Handler-Routen versehen werden: Was passiert, wenn ein API-Aufruf fehlschlägt? Make.com erlaubt Retry-Logik, alternative Pfade oder Benachrichtigungen, ohne Code. Das ist für produktive Geschäftsprozesse entscheidend. Mit der seit 2024 ausgebauten Oberfläche „Make Grid” lässt sich zudem das gesamte Automatisierungs-Portfolio einer Organisation überwachen, wer welche Szenarien wann betreibt, wo es Fehler oder Engpässe gibt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Nur auf Englisch. Die gesamte Oberfläche, die Dokumentation, der Support, alles auf Englisch. Wer kein technisches Englisch liest, wird hier öfter stolpern. Deutschsprachige Tutorials gibt es vereinzelt von Drittanbietern, aber keine offizielle Lokalisierung. Auch die seit 2025 verstärkt vermarkteten KI-Agenten-Features sind ausschließlich auf Englisch dokumentiert.

Komplexe Szenarien werden unübersichtlich. Der Canvas-Editor ist eine Stärke, bis ein Szenario 25+ Module hat. Dann wird die Zeichenfläche zur Herausforderung. Verschachtelte Schleifen, mehrere Fehlerrouten, parallele Äste: Das kann selbst erfahrene Nutzer überfordern. Modulare Struktur mit Unter-Szenarien und der Make Grid helfen, erfordern aber eine bewusste Architekturentscheidung im Vorfeld.

Free-Plan läuft nicht in Echtzeit und ist eng begrenzt. Szenarien im kostenlosen Plan werden nur geplant ausgeführt, der kürzeste Intervall ist 15 Minuten. Zudem sind im Free-Plan nur zwei aktive Szenarien gleichzeitig erlaubt. Wer sofortige Reaktionen braucht (neue Lead-Eintragung → sofort E-Mail) oder mehr als zwei produktive Workflows betreibt, muss mindestens auf Core upgraden. Das ist kein Make-spezifisches Problem (Zapier hat ähnliche Beschränkungen), aber für Einsteiger eine häufige Stolperfalle.

Das Credit-Modell ist tückisch. Credits klingen einfach, sind in der Praxis aber schwer vorherzusagen: Die meisten Aktionen kosten einen Credit, KI-Funktionen über Makes eigenen KI-Anbieter teils mehr. Bei einem 5-Schritt-Szenario, das 100-mal täglich läuft, verbraucht man rund 15.000 Credits im Monat, also schon mehr, als Core inklusive hat. Das im Voraus zu kalkulieren erfordert Erfahrung; und wer KI-Agenten nutzt, deren Schrittanzahl variabel ist, kann die Kosten erst recht schwer prognostizieren.

Die AI Agents sind noch Beta. Die aktuelle Version der Make AI Agents erschien am 2. Februar 2026 und läuft laut Help Center als offene Beta, „Funktionsumfang und Preise können sich ändern”. Für Pilotprojekte ist das in Ordnung, für geschäftskritische Prozesse solltest du einplanen, dass sich Verhalten und Credit-Verbrauch noch verschieben.

Manche Konnektoren sind shallower als bei Zapier. Make hat 3.000+ Apps, aber nicht jede Integration ist gleich tief. Bei spezialisierten Marketing- oder HR-Tools fehlen manchmal Felder oder Trigger, die Zapier abdeckt. Wer eine seltene Nischen-App anbinden will, sollte vor der Entscheidung kurz prüfen, ob alle benötigten Aktionen verfügbar sind.

Kundensupport mit gemischten Bewertungen. Im Free- und Core-Plan ist der Support ausschließlich per Ticket und auf Englisch. Antwortzeiten sind unter 24 Stunden okay, aber bei komplexen Szenario-Problemen oft oberflächlich. Wer kritische Workflows betreibt, sollte mindestens Pro nutzen, oder bei Enterprise auf 24/7-Support setzen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Einfachste 2-3-Schritt-Automationen ohne Lernkurve willstZapier
Eine in Microsoft 365 integrierte Lösung brauchstMicrosoft 365 Copilot
Eine Open-Source-Alternative selbst hosten willstn8n (nicht auf unserer Seite)
Direkte LLM-Programmierung mit Code statt Builder bevorzugstOpenAI oder Claude per API

Make.com vs. Zapier: Make ist günstiger pro Aktion, visueller im Editor und stärker bei mehrstufigen Logikflüssen. Zapier hat etwas mehr Integrationen, ist im Onboarding einsteigerfreundlicher und bietet ausgereiftere App-Konnektoren bei Marketing-Tools. Make.com vs. n8n: Make ist gehostet und gemanagt mit polierterer UI; n8n ist Open Source, selbst hostbar und entwicklerfreundlicher. Make.com ist der Sweet Spot zwischen Einfachheit und Leistung, leistungsfähiger als Zapier, zugänglicher als Code. Für KMU mit wachsenden Automatisierungsanforderungen ist es die erste Wahl.

So steigst du ein

Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account auf make.com, keine Kreditkarte nötig. Lege beim Setup die Datenspeicherregion auf EU fest, falls dir DSGVO-konforme Verarbeitung wichtig ist. Der Free-Plan mit 1.000 Credits im Monat reicht für erste Szenarien.

Schritt 2: Starte mit einem 2-Modul-Szenario: z. B. „Wenn ein neues Kontaktformular ausgefüllt wird → sende eine E-Mail.” Ziehe die zwei App-Blöcke auf die Canvas, verbinde sie per Linie, konfiguriere die Felder per Klick. Erster Lauf in unter 20 Minuten möglich.

Schritt 3: Ergänze einen KI-Baustein zwischen Trigger und Aktion. Make.com hat native OpenAI-, Claude- und Gemini-Module: Eingehender E-Mail-Text → GPT klassifiziert das Anliegen (Buchungsanfrage / Reklamation / allgemeine Info) → je nach Kategorie läuft ein anderer Workflow. Wer einen Schritt weiter gehen will, ersetzt die starre Klassifikations-Kette durch einen Make AI Agent, der selbst entscheidet, welches Tool er als Nächstes nutzt. Das ist der Moment, wo Make.com seinen vollen Nutzen entfaltet.

Ein konkretes Beispiel

Ein Hotelbetrieb in der Pfalz erhält täglich 30–50 Anfrage-E-Mails über verschiedene Kanäle. Mit Make.com läuft jetzt ein dreistufiger Workflow: Neue E-Mail kommt rein → Make sendet den Text an die OpenAI-API → GPT klassifiziert (Buchungsanfrage / Reklamation / allgemeine Info) und schlägt eine Antwort vor → der Antwortvorschlag landet als Entwurf im Postfach. Das Empfangspersonal prüft und sendet mit einem Klick. Die manuelle Bearbeitungszeit pro E-Mail sank von 8 auf 2 Minuten, bei gleichbleibender Antwortqualität. Monatliche Kosten für Make.com: 16 USD (Pro-Plan), die OpenAI-Kosten kommen mit ca. 4 USD obendrauf. Für 2026 plant der Betrieb, das Klassifikations-Modul durch einen Make AI Agent zu ersetzen, der bei einfachen Buchungsanfragen direkt den Verfügbarkeits-Check und die Bestätigung selbst übernimmt, Pilot läuft im Free-Plan-Test.

Nicht sicher, ob Make.com zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

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DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Region beim Account-Setup wählbar, Daten bleiben in europäischen AWS-Rechenzentren (private VPCs). US-Region ist Standard, wenn nicht aktiv umgestellt
  • Datenverarbeitung: Make.com verarbeitet alle Daten, die durch Szenarien fließen. Bei sensiblen Inhalten (Kundendaten, Zahlungsinformationen) muss das in der Datenschutz-Folgenabschätzung bedacht werden, gerade wenn KI-Module Daten an OpenAI, Anthropic oder Google weiterreichen
  • Auftragsverarbeitung: AVV (Data Processing Agreement) ist verfügbar, für Enterprise-Kunden standardmäßig, für kleinere Pläne auf Anfrage über den Support
  • Zertifizierungen: SOC 2 Type II, SOC 3 (öffentlich verfügbar), ISO 27001
  • Datenlöschung: Execution-Logs werden nach 30 Tagen automatisch gelöscht; im Enterprise-Plan länger konfigurierbar
  • Empfehlung für Unternehmen: EU-Region beim Account-Setup aktivieren, AVV abschließen, keine unnötigen Kundendaten durch Szenarien leiten. Für DSGVO-kritische Prozesse (Gesundheitsdaten, Finanzdaten) rechtliche Beratung einholen, und beachten, dass die nachgeschalteten KI-Module (OpenAI, Claude, Gemini) eigene Datenschutz-Bedingungen haben

Gut kombiniert mit

  • ChatGPT / Claude, als KI-Gehirn im Workflow: Make.com übernimmt die Datenlogistik, die KI die inhaltliche Verarbeitung von Texten, E-Mails und Formularen
  • HubSpot, neue CRM-Kontakte automatisch anlegen, E-Mails zuordnen, Follow-up-Tasks erstellen und Lead-Scores aktualisieren
  • Brevo, Newsletter-Anmeldungen aus Formularen direkt in Brevo-Listen übertragen und Double-Opt-in-Prozesse auslösen

Häufige Fragen zu Make.com

Was kostet Make.com?

Bei jährlicher Zahlung kostet Core 9 USD, Pro 16 USD und Teams 29 USD im Monat, bei monatlicher Zahlung 10,59 USD, 18,82 USD und 34,12 USD, jeweils für 10.000 Credits. Enterprise gibt es auf Anfrage. Make weist die Preise auch aus Deutschland nur in US-Dollar aus, eine Euro-Preisliste gibt es nicht, und ob Umsatzsteuer hinzukommt, sagt die Preisseite nicht.

Was sind Credits bei Make.com?

Credits sind seit dem 27. August die Abrechnungseinheit. Die meisten Aktionen in einem Szenario verbrauchen einen Credit, manche KI-Funktionen über Makes eigenen KI-Anbieter mehr. Ein Szenario mit fünf Schritten, das 100-mal am Tag läuft, kommt auf rund 15.000 Credits im Monat und damit schon über das Kontingent von Core.

Kann ich Make.com kostenlos nutzen?

Ja, der Free-Plan enthält 1.000 Credits im Monat, ohne Kreditkarte. Er erlaubt aber nur zwei aktive Szenarien, die geplant im Abstand von mindestens 15 Minuten laufen, nicht in Echtzeit. Make AI Agents kannst du auch hier testen, allerdings nur über Makes eigenen KI-Anbieter.

Ist Make.com DSGVO-konform?

Ja, wenn du es richtig einrichtest. Make bietet eine EU-Region auf AWS, Standard ist aber die US-Region, du musst die EU beim Account-Setup aktiv wählen. Make ist nach ISO 27001 zertifiziert und hat SOC-2-Type-II-Berichte, einen AVV gibt es für Enterprise standardmäßig und für kleinere Pläne auf Anfrage beim Support. Daten, die deine KI-Module an OpenAI, Anthropic oder Google schicken, unterliegen zusätzlich deren Bedingungen.

Make.com oder Zapier, was ist besser?

Make ist günstiger pro Aktion, visueller im Editor und stärker bei mehrstufiger Logik mit Verzweigungen und Fehlerbehandlung. Zapier hat mehr Integrationen und ist im Onboarding einsteigerfreundlicher. Für KMU mit wachsenden Automatisierungsanforderungen ist Make in den meisten Fällen die bessere Wahl, für Self-Hosting n8n.

Unser Fazit

Make.com verdient 4 von 5 Sternen. Der visuelle Canvas-Editor, das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis, die in allen Plänen nutzbaren AI Agents und die EU-Hosting-Option sind echte Stärken, die es Zapier vorziehen lassen. Den fünften Stern kosten die englischsprachige Oberfläche, das manchmal unübersichtliche Canvas bei komplexen Workflows, der teils gemischte Support, das Credit-Preismodell, das für Einsteiger schwer zu kalkulieren ist, und der Beta-Status der Agenten. Für KMU, die mehr wollen als simple 2-Schritt-Automationen, und die bereit sind, sich auf eine englische Oberfläche einzulassen, ist Make.com 2026 die richtige Wahl.

Was wir bemerkt haben

  • 2020, Celonis hat Integromat (das spätere Make.com) übernommen, nicht erst 2022. Die häufige Verwechslung kommt daher, dass die Marken-Umbenennung von Integromat zu Make.com im Februar 2022 erfolgte. Die Übernahme selbst lag knapp zwei Jahre früher.
  • Februar 2022, Integromat wurde zu Make.com umbenannt. Wer nach „Integromat” sucht, landet heute auf Make.com, die Plattform ist identisch, nur der Name hat sich geändert. Einige ältere Tutorials und Anleitungen beziehen sich noch auf den alten Namen.
  • 2024, Make hat den Schritt von einzelnen Szenarien zur unternehmensweiten Workflow-Übersicht gemacht: Mit „Make Grid” kam eine Visualisierungsoberfläche, die das gesamte Automatisierungs-Portfolio einer Organisation in Echtzeit anzeigt, Agenten, Apps, Workflows mit Live-Analytics. Für mittelständische und größere Kunden ist das ein zentrales Argument geworden.
  • 2025, Make AI Agents wurden eingeführt, und zwar in allen Plänen, auch im Free-Tier. Damit positioniert sich Make.com nicht mehr nur als „Workflow-Automatisierung”, sondern explizit als Agenten-Plattform. Gleichzeitig wurde der Make MCP Server eingeführt, mit dem externe Agenten standardisiert auf Make-Workflows zugreifen können, Make adoptiert hier den von Anthropic etablierten MCP-Standard.
  • Februar 2026, „Next generation”-Update für die AI Agents angekündigt, unter anderem mit tieferer Slack-Integration. Die Roadmap deutet darauf hin, dass Make stärker in Richtung agentenbasiertes Process Mining geht, was zur Mutter Celonis passt. Eine sichtbare Verschmelzung mit Celonis-Produkten gibt es aber weiterhin nicht; Make bleibt eigenständige Marke.
  • Mai 2026, Die Preise sind seit Jahren stabil bei 9 / 16 / 29 USD für Core / Pro / Teams (Basis 10.000 Operationen). Auffällig: Make rechnet weiterhin in USD ab, auch für EU-Kunden, eine native EUR-Abrechnung gibt es nicht. Wer Pricing-Volatilität fürchtet, sollte das im Hinterkopf behalten.
  • Juni 2026, Quellenprüfung gegen die offizielle Preis-, Security- und AI-Agents-Seite bestätigt: Free 0 USD / Core 9 USD / Pro 16 USD / Teams 29 USD (je 10.000 Credits), 15 % Rabatt bei Jahreszahlung. Der Free-Plan ist auf zwei aktive Szenarien gedeckelt, ein Detail, das auf der Preisseite leicht überlesen wird. KI-Funktionen und Make AI Agents sind laut Anbieter in allen Plänen enthalten. Sicherheit: AWS-VPC-Betrieb, ISO 27001, SOC 2 Type II, SOC 3, AES-256, 30 Tage Log-Aufbewahrung.
  • Juli 2026, Hosting-Badge von „EU” auf „global” korrigiert. Make bietet zwar eine EU-Region, aber laut eigener Angabe ist die US-Region der Standard und die EU-Region muss beim Account-Setup aktiv gewählt werden. Ein pauschales eu-Badge überzeichnet damit die Standard-Aufstellung (ohne aktive Umstellung liegen die Daten in den USA), und die Muttergesellschaft Celonis ist zudem stark US-präsent (Doppel-Hauptsitz München/New York). Der EU-Vorteil bleibt real, muss aber aktiv gesetzt und im AVV fixiert werden.
  • Oktober 2026, Zwei Korrekturen. Die Make AI Agents sind nicht generell verfügbar, wie wir geschrieben hatten: Die Preisseite führt sie als „Make AI Agents (beta)”, und die neue Version vom 2. Februar 2026 läuft laut Help Center als offene Beta, Funktionen und Preise können sich noch ändern. Und Make spricht von mehr als 350 KI-Apps, nicht von 400+. Außerdem nennt die Preisseite Credits ausdrücklich als Abrechnungseinheit „seit dem 27. August”: Die meisten Aktionen kosten einen Credit, manche KI-Funktionen mehr.
  • September 2026, Preisprüfung aus Deutschland: Auch mit deutscher IP und deutscher Browsersprache zeigt die offizielle Preisseite nur US-Dollar, eine deutsche Fassung gibt es nicht. Die bekannten 9 / 16 / 29 USD gelten bei jährlicher Zahlung, monatlich sind es 10,59 / 18,82 / 34,12 USD. Europreise für Make, wie sie in deutschsprachigen Vergleichen kursieren, lassen sich auf der Herstellerseite nicht belegen.

Quellen

  1. Make – Preisübersicht. https://www.make.com/en/pricing (abgerufen am 2026-09-18). Abgerufen aus Deutschland (deutsche IP, deutsche Browsersprache), die Seite zeigt trotzdem nur US-Dollar und keinen Währungsumschalter; make.com/de/pricing liefert 404. Bei „Pay annually“: „Free $ 0 /mo“ mit „Up to 1,000 credits/mo“, „Core $ 9 /mo“, „Pro $ 16 /mo“, „Teams $ 29 /mo“, jeweils „Price for 10k credits/mo“. Bei „Pay monthly“: Core $10.59, Pro $18.82, Teams $34.12 pro Monat. Enterprise „Custom pricing“. „Save 15% or more“ bei jährlicher Zahlung. Free mit „15-minute minimum interval between runs“ und höchstens 2 aktiven Szenarien; Make AI Agents mit Make-KI-Anbieter in allen Plänen („all plans“). Kein Hinweis auf Mehrwertsteuer..
  2. Make – Preisübersicht (Credits und KI). https://www.make.com/en/pricing (abgerufen am 2026-10-03). „As of August 27, credits are the billing unit in Make. Each action your scenario performs consumes a certain number of credits - most actions consume 1 credit, while some advanced features leveraging Make's AI Provider may use more.“ „Connect 350+ AI apps in Make's ecosystem“. „Make AI Agents (beta)“. „3,000+ standard apps“..
  3. Make Help Center – Introduction to Make AI Agent (New). https://help.make.com/introduction-to-make-ai-agents-new (abgerufen am 2026-10-03). Neue Version der Make AI Agent (New) App „released on February 2nd, 2026“, „available in open beta, so product functionality and pricing may change“; „available on all plans using Make's AI Provider, with the option to use custom AI provider connections on paid plans“.
  4. Make Help Center – Change your subscription. https://help.make.com/change-your-subscription (abgerufen am 2026-09-18). Beim Upgrade rechnet Make ungenutzte Credits „into a discount in dollars“ um, auch die Rechenbeispiele der Hilfeseite laufen in Dollar..
  5. Make – Security & Compliance. https://www.make.com/en/security (abgerufen am 2026-06-13). AWS-EC2-Private-Instances (Amazon VPC), ISO 27001, SOC 2 Type II, SOC 3, AES-256 at rest, TLS 1.2/1.3, 30 Tage Log-Aufbewahrung (länger im Enterprise-Plan), DSGVO-Adhärenz.
  6. Make – AI Agents. https://www.make.com/en/ai-agents (abgerufen am 2026-06-13). Make AI Agents in allen Plänen verfügbar; Make MCP Server verbindet externe KI sicher mit Make-Workflows.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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