Angebotsmeister
Angebotsmeister GmbH
KI-gestützte Angebotssoftware speziell für Handwerksbetriebe im DACH-Raum. Handwerker sprechen den Auftrag per Spracheingabe ins Handy, die KI erstellt daraus in Sekunden ein vollständiges Angebot mit Positionen, Mengenangaben und fachgerechten Leistungsbeschreibungen.
Kosten: Lehrling (kostenlos): 5 KI-Angebote/Monat; Geselle: 39 €/Monat (200 Angebote, alle KI-Helfer); Meister: 49 €/Monat im Founder-Tarif (regulär 89 €/Monat)
Kategorien
Stärken
- Spracheingabe auf der Baustelle: Auftrag einsprechen → fertiges Angebot in unter 2 Minuten
- Versteht Handwerkersprache, „drei Schichten Putz auf 24 qm Außenwand“ wird korrekt zu Positionen
- Fünf KI-Helfer: Angebotsschreiber, WhatsApp-Sekretärin, Nachfasser, Tages-Check, Reputations-Manager
- ZUGFeRD-konforme E-Rechnungen und DATEV-Export, kompatibel mit deutscher Steuerberatung
- Kostenloser Einstieg mit 5 KI-Angeboten pro Monat, keine Kreditkarte nötig
- In 10 Minuten einsatzbereit, kein ERP-Projekt, keine IT-Schulung
Einschränkungen
- Keine Integration in bestehende Handwerkersoftware wie HERO oder plancraft
- Kein GAEB-Export für öffentliche Ausschreibungen
- Hersteller nennt das zugrundeliegende Sprachmodell nicht öffentlich (kein Hinweis auf GPT, Claude o. Ä.)
- Eigene Stundensätze und Materialpreise müssen einmal konfiguriert werden, sonst rechnet die KI mit Pauschalen
- Keine Zeiterfassung oder vollwertige Baustellendokumentation im Lieferumfang
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du bist Solo-Handwerker oder Kleinstbetrieb und schreibst Angebote heute noch in Word oder gar nicht
- Du willst Anfragen direkt nach der Baustellenbesichtigung per Spracheingabe in ein Angebot verwandeln
- Du brauchst ZUGFeRD-konforme E-Rechnungen und DATEV-Export ohne ERP-Projekt
- Du willst KI-Tools fürs Backoffice (WhatsApp-Anfragen, Nachfass-Erinnerung, Bewertungsanfragen) ohne separate Logins
Wann nein
- Du arbeitest schon mit HERO, plancraft oder einer anderen Handwerker-Suite
- Du bietest bei öffentlichen Ausschreibungen mit und brauchst GAEB-Export
- Du brauchst vollwertige Baustellendokumentation, Zeiterfassung und Aufmaß im selben Tool
- Du musst aus Compliance-Gründen wissen, welches KI-Modell unter der Haube läuft
Kurzfazit
Angebotsmeister ist eine der wenigen Handwerker-Anwendungen, bei der KI nicht das Marketing-Beiwerk, sondern der Kern ist. Du sprichst den Auftrag in dein Handy, die KI baut daraus ein vollständiges Angebot mit Positionen, Mengen und Leistungstexten, innerhalb von Minuten statt nach Feierabend. Für Solo-Handwerker und Kleinstbetriebe, die heute Angebote noch in Word oder gar nicht schreiben, ist das ein echter Hebel. Für etablierte Betriebe mit ERP-Anbindung, GAEB-Pflicht oder eigener Kalkulationssystematik stößt das Tool dagegen schnell an Grenzen.
Für wen ist Angebotsmeister?
Solo-Handwerker und Kleinstbetriebe: Maler, Fliesenleger, SHK-Monteure und Elektriker mit 1–5 Mitarbeitenden, die heute Angebote abends am Küchentisch tippen, oder Anfragen einfach liegenlassen, weil die Zeit fehlt. Hier liefert Angebotsmeister den größten Hebel: aus 45 Minuten Schreiben werden 2 Minuten Sprechen.
Quereinsteiger und Betriebsübernehmer: Wer einen Handwerksbetrieb übernimmt, bringt selten gleich eine teure ERP-Lösung mit. Angebotsmeister ist in 10 Minuten startklar, ohne IT-Projekt, ohne Schulung, ohne dreijährigen Vertrag.
Gewerke mit hohem Angebotsdurchsatz: Maler-, Trockenbau- und Renovierungsbetriebe, die wöchentlich fünf bis zehn Anfragen bekommen, gewinnen messbar Aufträge zurück, wenn das Angebot schon am Tag der Besichtigung beim Kunden ist.
Handwerker mit WhatsApp-Anfragen: Die KI-Sekretärin nimmt Kundenanfragen über WhatsApp 24/7 an, beantwortet Standardfragen und qualifiziert Leads vor, relevant für alle, die ihren Geschäftshandy-Posteingang nicht mehr abends abarbeiten wollen.
Weniger geeignet für: Mittelständische Handwerksbetriebe mit ERP-System (besser HERO Software oder plancraft), Betriebe mit öffentlichen Ausschreibungen (GAEB-Pflicht), Kalkulations-Profis mit eigener Stundensatz-Logik und Datenbestand, sowie Betriebe, die volle Baustellendokumentation und Zeiterfassung brauchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Lehrling | 0 € | 5 KI-Angebote/Monat, kostenloser Einstieg ohne Kreditkarte, mobile App |
| Geselle | 39 €/Monat | 200 KI-Angebote/Monat, alle fünf KI-Helfer (Angebotsschreiber, Sekretärin, Nachfasser, Tages-Check, Reputations-Manager), WhatsApp-Anbindung, ZUGFeRD-E-Rechnung, DATEV-Export |
| Meister | 49 €/Monat (Founder-Tarif, regulär 89 €) | Geselle-Funktionen + erweiterte Projektdokumentation, höhere Limits, Priorität bei Support |
Einordnung: Der kostenlose Lehrling-Plan reicht für Solo-Handwerker mit zwei bis drei Anfragen pro Monat zum echten Ausprobieren, kein Demo-Korsett. Geselle ist der Sweet Spot: 39 €/Monat amortisieren sich, wenn du dadurch nur einen einzigen zusätzlichen Auftrag pro Monat gewinnst. Meister lohnt sich nur, wenn du die erweiterte Projektdokumentation wirklich brauchst, der Founder-Aufschlag von 10 € auf Geselle ist überschaubar, der spätere Regeltarif von 89 € dagegen erklärungsbedürftig. Achte beim Abschluss darauf, ob die Konditionen für deinen Account dauerhaft eingefroren sind.
Stärken im Detail
Spracheingabe ist hier kein Gimmick, sondern der Workflow. Das Versprechen, Auftrag aufnehmen → KI baut Angebot, funktioniert in der Praxis erstaunlich gut. Das System interpretiert Mengenangaben („18 Quadratmeter Boden”, „30 laufende Meter Sockelleiste”), zerlegt sie in Positionen und ergänzt fachgerechte Leistungsbeschreibungen. Korrigieren musst du fast immer noch, aber du startest mit einem fertigen Gerüst, nicht mit einem leeren Word-Dokument.
Fünf KI-Helfer adressieren die ganze Backoffice-Kette. Neben dem Angebotsschreiber gibt es die WhatsApp-Sekretärin (24/7-Anfrageannahme), den Nachfasser (automatische Erinnerung an offene Angebote), den Tages-Check (gesprochene Tagesnotizen vom Bau) und den Reputations-Manager (automatisierte Bewertungsanfragen). Das ist mehr als ein KI-Feature, das ist ein zusammenhängendes KI-Operations-Modell für Solo-Handwerker.
Deutsche Buchhaltungs-Realität wird respektiert. ZUGFeRD-konforme E-Rechnungen sind seit 2025 für B2B Pflicht, Angebotsmeister liefert das ohne Aufpreis. Der DATEV-Export gibt deinem Steuerberater die gewohnte Schnittstelle. Das klingt banal, ist aber bei vielen jüngeren KI-Tools genau die Lücke, an der die Einführung scheitert.
Echter Freemium-Einstieg. 5 KI-Angebote pro Monat sind genug, um in einer Woche zu entscheiden, ob das Werkzeug für dich funktioniert. Keine Kreditkarte, keine 14-Tage-Falle, keine Demo-Wasserzeichen auf den PDFs.
Schwächen ehrlich betrachtet
Das KI-Modell wird nicht offengelegt. Auf der Hersteller-Website steht „KI”, aber nirgends, ob darunter GPT-4, Claude, ein Open-Source-Modell oder eine Eigenentwicklung läuft. Für Betriebe, die wissen wollen, ob ihre Kundendaten an OpenAI oder Anthropic gehen, ist das eine echte Lücke. Im Zweifel direkt beim Anbieter nachfragen, gerade vor Vertragsabschluss.
Keine Integration in bestehendes Handwerker-Ökosystem. Wer schon mit HERO Software, plancraft oder einer anderen Handwerker-Suite arbeitet, kann Angebote nicht synchronisieren, es entsteht eine Insel. Das ist für Solo-Betriebe egal, für gewachsene Betriebe ein Showstopper.
Kein GAEB-Export. Wer bei öffentlichen Ausschreibungen mitbietet (Kommunen, Landkreise, Bundesbau), braucht GAEB-Dateien, Angebotsmeister kann das nicht. Diese Zielgruppe ist hier komplett ausgeschlossen.
Kalkulation bleibt KI-Schätzung. Die KI kennt deine echten Stundenverrechnungssätze, Materialpreise und Aufschläge nur, wenn du sie pflegst. Vorher rechnet sie mit Pauschalen, die je nach Region und Gewerk ungenau sein können. Wer eine harte Nachkalkulation braucht, sollte die Vorlagen sehr sorgfältig einmalig konfigurieren, und Angebote vor dem Versand prüfen.
Junges Produkt mit kleinem Hersteller. Angebotsmeister ist ein vergleichsweise junges Angebot. Roadmap-Prioritäten, langfristige Preispolitik und Wartungsstabilität sind weniger berechenbar als bei etablierten Herstellern wie HERO oder plancraft.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine vollwertige Handwerker-ERP-Lösung mit Aufmaß, Lager und Zeiterfassung brauchst | HERO Software |
| Mobile-first arbeitest und Bauleitung, Pläne und Angebote in einem Tool willst | plancraft |
| Vor allem Rechnungen schreibst und nur gelegentlich Angebote brauchst | sevDesk |
| Dein Steuerberater die Buchhaltung führt und du eine reine DATEV-Anbindung brauchst | DATEV |
Angebotsmeister belegt eine eigene Nische: KI-first, Solo-Handwerker, Smartphone-zentriert. Wer in eine andere Größenordnung wächst (Mehrere Monteure, Bauleitung, Aufmaß), landet zwangsläufig bei einer der oben genannten Suiten. Für Soloselbstständige bleibt es jedoch das schnellste Werkzeug auf dem Markt.
So steigst du ein
Schritt 1: Auf angebots-meister.de den kostenlosen Lehrling-Account anlegen, keine Kreditkarte, sofort nutzbar. Dein Gewerk und typische Stundensätze hinterlegen (ca. 5 Minuten). Wer das überspringt, bekommt KI-Pauschalen statt eigener Kalkulation.
Schritt 2: Erste Anfrage per Spracheingabe testen. Handy-App öffnen, kurz den Auftrag einsprechen („Badezimmer neu fliesen, ca. 18 qm Boden und 30 qm Wand, inkl. Fliesenbett und Fugen”), Angebot prüfen und Positionen anpassen. Plane für die ersten Angebote 5–10 Minuten Nacharbeit ein, bis die Vorlagen sitzen.
Schritt 3: Angebot direkt aus der App als PDF an den Kunden schicken. Wenn der Workflow sitzt, die WhatsApp-Sekretärin und den Nachfasser dazuschalten, das hebt die Angebotsquote messbar, weil keine Anfrage mehr verloren geht und alte Angebote automatisch erinnert werden.
Ein konkretes Beispiel
Ein Malerbetrieb aus Hannover mit zwei Gesellen beantwortet wöchentlich vier bis sechs Anfragen. Bisher hat der Chef jedes Angebot abends am Schreibtisch erstellt, 45–60 Minuten pro Stück. Mit Angebotsmeister spricht er nach der Aufmaßnahme direkt auf der Baustelle die Eckdaten ein. Das fertige Angebot kommt noch auf dem Heimweg raus, während die Konkurrenz noch schreibt. Die Angebotsquote stieg nach eigenen Angaben von etwa 35 auf über 55 Prozent. Bei einem Geselle-Tarif von 39 €/Monat amortisiert sich das Werkzeug bereits durch einen einzigen zusätzlichen Auftrag im Quartal.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Hersteller positioniert sich als „in Deutschland entwickelt für deutsche Handwerker”, nennt die konkrete Server-Location auf der Webseite jedoch nicht öffentlich. Wir gehen vorsichtshalber von EU-Hosting aus, vor Vertragsabschluss schriftlich bestätigen lassen.
- Eingesetztes KI-Modell: Wird vom Hersteller nicht öffentlich offengelegt. Wer wissen muss, ob OpenAI, Anthropic oder ein EU-Modell hinter der Spracherkennung und Textgenerierung steht, sollte das vor dem Einsatz beim Anbieter erfragen.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Bei einer KI-gestützten Verarbeitung von Kundendaten (Adressen, Bauvorhaben, Aufmaße) zwingend nötig. Vor produktiver Nutzung explizit anfordern.
- WhatsApp-Sekretärin: Wer die WhatsApp-Anbindung nutzt, holt einen weiteren Datenverarbeiter (Meta) mit ins Boot, DSGVO-rechtlich relevant für Kundeneinwilligungen.
- Empfehlung: Für Solo-Handwerker mit Privatkundengeschäft pragmatisch nutzbar. Für Betriebe mit Großkunden, Behördenaufträgen oder besonders sensiblen Bauvorhaben (z. B. Sicherheitsbereiche) bis zur schriftlichen Klärung von Hosting und Modell zurückhaltend einsetzen.
Gut kombiniert mit
- sevDesk, wenn aus dem Angebot ein Auftrag wird, läuft die Rechnung samt USt-Voranmeldung sauber durch sevDesk; Angebotsmeister liefert ZUGFeRD-Daten, sevDesk übernimmt Buchhaltung und Mahnwesen
- DATEV, der DATEV-Export aus Angebotsmeister landet direkt beim Steuerberater; saubere Schnittstelle, kein Excel-Hin-und-Her
- ChatGPT, für individuelle Anschreiben, Reklamationsantworten und Marketingtexte rund um den Betrieb, die über das standardisierte Angebotsschreiben hinausgehen
Unser Testurteil
Angebotsmeister verdient 4 von 5 Sternen. Der KI-Workflow funktioniert genauso, wie er auf der Webseite beworben wird, und das ist in dieser Branche selten. Für Solo-Handwerker und Kleinstbetriebe gibt es derzeit kein vergleichbar schnelles Werkzeug, um aus einer Baustellenbesichtigung ein versandfertiges Angebot zu machen. Den fünften Stern verliert das Tool durch drei Punkte: das nicht offengelegte KI-Modell, fehlende Integrationen in das Handwerker-Ökosystem und die fehlende GAEB-Fähigkeit für öffentliche Ausschreibungen. Für seine Zielgruppe ist es trotzdem die klare Empfehlung, solange sie weiß, dass das Tool mit dem Betrieb mitwachsen kann, aber irgendwann durch eine größere Suite ergänzt oder abgelöst werden wird.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Aktuelle Preise auf der Webseite: Geselle 39 €/Monat (zuvor von uns mit 79 € notiert), Meister 49 €/Monat im Founder-Tarif (regulär 89 €). Wer einsteigt, sollte sich die Founder-Konditionen schriftlich bestätigen lassen, der Sprung zum Regeltarif ist erheblich.
- Mai 2026, Der kostenlose Lehrling-Plan umfasst 5 KI-Angebote/Monat (zuvor von uns mit 3 dokumentiert). Der Einstieg ist damit großzügiger, als unsere ältere Notiz suggerierte.
- Mai 2026, Hersteller benennt das eingesetzte Sprachmodell auf der öffentlichen Webseite weiterhin nicht. Für DSGVO-sensible Betriebe ist das eine offene Flanke, wir empfehlen, vor Vertragsabschluss eine schriftliche Auskunft zum Modell und zum Hosting-Standort einzuholen.
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Arthur Atlas
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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