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Versicherungen angebotserstellungtarifvergleichvertrieb

KI-gestützte Angebotserstellung und Tarifvergleich

KI liest die bestehende Police, erkennt Deckungslücken, befüllt Vergleichstabellen über mehrere Gesellschaften und entwirft den Empfehlungsbrief, Angebotsvorbereitung von 90 auf 20 Minuten.

⚡ Auf einen Blick
Problem
Versicherungsmakler verbringen 45–90 Minuten je Beratungsgespräch damit, bestehende Policen zu lesen, Tarifportale abzufragen und Angebotsunterlagen manuell zu formatieren, statt ihre Zeit ins Gespräch zu investieren.
KI-Lösung
Ein Sprachmodell (LLM) analysiert die Bestandspolice, identifiziert Lücken gegen Marktbenchmarks, befüllt automatisch Vergleichstabellen über Standardgesellschaften und entwirft den Empfehlungsbrief in der Stimme des Maklers.
Typischer Nutzen
Angebotsvorbereitung von 90 auf 15–25 Minuten; zwei- bis dreifache Angebotskapazität ohne zusätzliche Mitarbeitende; schnellere Reaktionszeit erhöht die Abschlussquote.
Setup-Zeit
8–14 Wochen bis MVP mit Tarifsystem-Anbindung
Kosteneinschätzung
Einstieg: ab 20 €/Monat; Make.com-Stufe: 1.500–3.000 € einmalig + 50–75 €/Monat laufend; Vollintegration: 5.000–20.000 € einmalig + 300–800 €/Monat
Claude/ChatGPT mit Prompt für PolicenanalyseMake.com-Workflow plus LLM und SoftfairSoftfair + BiPRO + MVP-Vollintegration
Worum geht's?

Es ist Dienstag, 8:47 Uhr. Thomas Berger, Makler in einem zehnköpfigen Büro in Würzburg, hat in zwei Stunden sein erstes Beratungsgespräch: Familie Schreiber, Anfang 40, will die Hausrat- und Haftpflichtversicherung wechseln. Der Auslöser ist ein Schreiben der Allianz über eine Prämienanpassung.

Thomas öffnet den Scanordner. Die aktuelle Police liegt als PDF vor, 14 Seiten, engbedruckt, verschiedene Klauseln unterschiedlicher Generationen. Er liest die Deckungssummen heraus, trägt sie in seine Excel-Vorlage ein. Dann öffnet er Softfair und fragt drei Gesellschaften an: AXA, HUK, Generali. Die Tarife kommen, aber nicht alle Parameter sind direkt vergleichbar, er muss nachrechnen, welcher Tarif die bessere Glasversicherung enthält, welcher die Fahrradklausel. Um 10:03 Uhr, 76 Minuten nach Beginn, ist die Vergleichstabelle fertig. Den Empfehlungsbrief tippt er schnell, aber er klingt formelhaft. Er ist nicht unzufrieden damit, aber er hat das Gefühl, dass er die Hälfte der Zeit nicht für die Beratung selbst verwendet hat.

Familie Schreiber hat keine Deckungslücke im Schmuck-Bereich bemerkt, weil Thomas keine Zeit hatte, sie systematisch gegen einen Benchmark zu prüfen. Er hätte das im Gespräch auffangen können, hatte aber Mühe, die Tabelle im Blick zu behalten.

Das ist kein Ausnahmefall. Das ist das Beratungsgeschäft, wie es täglich läuft.

Für Unternehmen

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Für Unternehmen

Das echte Ausmaß des Problems

Ein unabhängiger Versicherungsmakler in einer 5- bis 20-köpfigen Agentur führt im Schnitt zwei bis vier Beratungsgespräche täglich. Jedes Gespräch erfordert Vorbereitung: die bestehenden Verträge des Kunden lesen, Lücken identifizieren, aktuelle Tarife von mehreren Gesellschaften einholen, eine Vergleichstabelle aufbauen und eine Empfehlung formulieren. Laut einer Erhebung des US-Branchendienstleisters Patra Corporation (2025) verbringen Makler-Teams in vergleichbaren Strukturen durchschnittlich ein bis zwei Stunden je Bestandskundenprofil allein für die Datenvorbereitung, bevor das eigentliche Gespräch beginnt.

Für den deutschen Markt ist dieser Wert strukturell plausibel: Vergleichssoftware wie Softfair hat die reine Tarif­abfrage zwar stark beschleunigt, aber die drei entscheidenden Vorbereitungsschritte bleiben manuell:

  • Bestandsanalyse: Die bestehende Police des Kunden lesen, relevante Deckungsparameter herausschreiben und gegen Marktstandards einordnen
  • Lückenerkennung: Fehlende oder unzureichende Deckungen identifizieren, Fahrradklausel, Elementarschutz, Unterversicherungs­schutzklausel, Schlüsselverlust
  • Empfehlungsformulierung: Den Vergleich erklären und eine Empfehlung schreiben, die zum Kunden passt und die Beratungsdokumentation nach IDD vorbereitet

Eine Hochrechnung: Zehn Beratungsgespräche pro Woche, je 75 Minuten Vorbereitung, das sind 750 Minuten oder über 12 Stunden Vorbereitungszeit, die nicht dem Gespräch selbst zugutekommen. Für ein Maklerbüro mit drei aktiven Beratern entspricht das fast zwei Vollzeit-Arbeitstagen jede Woche, die ausschließlich für die Angebotsmaschine aufgewendet werden.

Die Folgen sind nicht nur Zeitverlust. Wenn die Vorbereitung unter Zeitdruck steht, werden Deckungslücken übersehen, der Benchmark-Abgleich entfällt, die Fahrrad­klausel bleibt ungeprüft. Gleichzeitig sinkt die Reaktionsgeschwindigkeit: Wer eine Anfrage nicht am selben Tag mit einem Vergleich beantworten kann, verliert in einem Markt, in dem Direktversicherer und Aggregatoren innerhalb von Minuten ein Ergebnis liefern.

Mit vs. ohne KI, ein ehrlicher Vergleich

KennzahlOhne KI-UnterstützungMit KI-gestützter Vorbereitung
Zeit für Angebotsvorbereitung je Gespräch60–90 Minuten15–25 Minuten
Systematische LückenerkennungErfahrungsabhängig, lückenhaftStrukturierter Benchmark-Abgleich
Vergleichstabelle über 3 Gesellschaften20–40 Minuten manuelle Eingabe5 Minuten Prüfung und Freigabe
Empfehlungsbrief15–20 Minuten Tippen + Überarbeitung5 Minuten Prüfung des KI-Entwurfs
Angebotskapazität je Berater/Woche8–12 vollständige Angebote20–30 vollständige Angebote
Reaktionszeit auf NeuanfragenOft nächster TagNoch am selben Tag, oft innerhalb einer Stunde

¹ Erfahrungswerte aus Maklerpraxis und vergleichbaren Branchenberichten (Patra Corp. 2025, eigene Praxiseinschätzungen). Individuelle Ergebnisse hängen stark von Sparte, Komplexität und bestehender Softwareinfrastruktur ab.

Wichtig: Die KI ersetzt keine Beratungszeit, sie verkürzt ausschließlich die Vorbereitungszeit. Was sie liefert, ist ein vorbereitetes Gerüst, das der Makler prüft, ergänzt und freigibt. Die Qualität des Gesprächs selbst bleibt Sache des Menschen.

Einschätzung auf einen Blick

Zeitersparnis, sehr hoch (5/5) Kein anderer Anwendungsfall in der Versicherungsbranche komprimiert so viel repetitive Vorbereitungsarbeit wie die Angebotsautomatisierung: 60–90 Minuten Recherche, Vergleich und Formulierung werden auf 15–25 Minuten reduziert. Das ist eine Einsparung von 60–75 Prozent je Gespräch, und das bei dem Schritt im Beratungsprozess, der täglich mehrfach wiederkehrt. Anders als bei der KI-Vertragsanalyse für Bestandsportfolios geht es hier nicht um gelegentliche Tiefenanalysen, sondern um die tägliche Rüstzeit jeder Beratung.

Kosteneinsparung, mittel (3/5) Die direkten Werkzeugkosten sind überschaubar (15–100 Euro/Monat für Prompt-gestützte Ansätze), aber der Nutzen entsteht als Umsatzhebel, nicht als Kostenersparnis: mehr Angebote in derselben Zeit, schnellere Reaktion auf Anfragen, höhere Abschlussquote. Direkte Kostensenkung entsteht nur, wenn durch das höhere Angebotsvolumen Personalkosten vermieden werden, das ist die Ausnahme, nicht die Regel. Keine 1 in dieser Kategorie ist vertretbar (der Nutzen ist real), aber eine 3 ist ehrlicher als eine 4.

Schnelle Umsetzung, niedrig (2/5) Ein Prompt-gestützter Ansatz ohne Systemintegration ist in einem Tag startbereit. Aber der echte Hebel liegt in der Verbindung von KI-Analyse, Softfair-Tarifdaten und dem Maklerverwaltungsprogramm über BiPRO-Schnittstellen, und das dauert realistisch 8–14 Wochen. Die meisten Makler werden irgendwo zwischen diesen beiden Extremen landen. Der Zeitplan zeigt, warum die volle Integration keine Wochenend-Aufgabe ist.

ROI-Sicherheit, hoch (4/5) Das ist einer der wenigen Anwendungsfälle in der Branche, bei dem der ROI direkt zählbar ist: Angebotsvolumen pro Woche, Abschlussquote, Reaktionszeit. Wer heute acht Angebote pro Woche schreibt und morgen zwanzig schreibt, sieht das in den Zahlen. Kein Interpretationsspielraum wie bei der Kundenzufriedenheit oder der Markenwahrnehmung.

Skalierbarkeit, hoch (4/5) Das System wächst mit dem Bestand: neue Kunden, neue Mandatsgespräche, neue Sparten. Aber es hat einen Pflegehebel, der nicht verschwindet: Tarifdaten müssen aktuell gehalten werden, und wenn eine Gesellschaft ihre Struktur ändert, muss die Prompt-Logik oder die Vergleichstabellen­vorlage angepasst werden. Kein 5, aber solide.

Richtwerte, stark abhängig von Sparte, Gesellschaftspalette, Softwareinfrastruktur und bestehendem Digitalisierungsgrad des Maklerbüros.

Was das System konkret macht

Die technische Logik ist in zwei Teile aufgeteilt, die zusammenspielen.

Teil 1: Policenanalyse durch ein Sprachmodell

Du lädst die bestehende Police des Kunden (PDF, Word oder eingescannt mit OCR) in ein KI-System wie Claude oder ChatGPT hoch. Der Prompt weist das Modell an, die relevanten Parameter herauszuziehen: Deckungssummen, Selbstbeteiligungen, enthaltene und ausgeschlossene Klauseln, Laufzeit, Prämie. Das Modell vergleicht die extrahierten Werte gegen einen von dir definierten Marktstandard und gibt eine strukturierte Lückenliste aus, zum Beispiel:

„Elementarschutz nicht enthalten (Marktstandard: enthalten). Fahrradklausel nicht aktiviert (Marktstandard: bis 1.000 €). Unterversicherungsschutzklausel fehlt.”

Das dauert, je nach Länge der Police, 2 bis 5 Minuten, statt 20 Minuten manuelles Lesen.

Teil 2: Tarifvergleich und Briefentwurf

Softfair liefert die aktuellen Tarife der abgefragten Gesellschaften. Die Ergebnisse fließen in eine vorgefertigte Tabellenvorlage, die das Modell befüllt oder die du direkt aus Softfair exportierst. Der Empfehlungsbrief wird dann von der KI auf Basis der Lückenliste und des Tarifvergleichs entworfen, in deinem Stil, mit dem Namen des Kunden, mit konkreten Zahlen. Du prüfst, korrigierst und gibst frei.

Die Verbindung zwischen Policenanalyse und Tarifvergleich kann über Make.com oder manuelle Übergabe funktionieren. Für Maklerbüros mit BiPRO-fähigem Maklerverwaltungsprogramm (MVP) wie Assfinet oder Nafi lässt sich ein Großteil der Datenvorbereitung automatisieren, das ist die aufwändigere, aber nachhaltigere Variante.

Was das nicht kann:

Das System liest die Police, es versteht nicht den Kunden. Die Frage, ob Familie Schreiber die teure Deckung wirklich braucht oder ob der Preisunterschied zum günstigen Tarif für diesen Haushalt vernachlässigbar ist, beantwortet die KI nicht. Sie liefert die Grundlage für das Gespräch, ersetzt aber nicht das Gespräch selbst.

Generative KI kann auch halluzinieren: Sie könnte aus einer schlecht gescannten Police eine Deckungssumme falsch auslesen oder eine Klausel falsch interpretieren. Jede KI-Ausgabe muss vor der Verwendung im Gespräch mit dem Kunden geprüft werden.

Die rechtliche Grenze: Was KI darf und was der Mensch verantworten muss

Das ist die Frage, die im Markt am häufigsten falsch beantwortet wird, in beide Richtungen.

Was KI-gestützte Angebotsvorbereitung ist: Eine Arbeitshilfe für den Makler. Sie beschleunigt die Recherche, strukturiert die Lückenerkennung und entwirft Dokumente. Sie ist ein Hilfsmittel, das der Makler verwendet.

Was sie nicht ist: Das gesetzlich verlangte Beratungsprotokoll. Nach §61 VVG ist der Versicherungsvermittler verpflichtet, vor Abschluss eines Versicherungsvertrags die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden zu erheben, eine Empfehlung auszusprechen und diese zu dokumentieren. Diese Dokumentation, das Beratungsprotokoll, muss vom Makler verantwortet werden. Eine KI kann einen Entwurf liefern; der Makler muss prüfen, ob dieser Entwurf die tatsächliche Beratungssituation korrekt abbildet, und ihn freigeben.

Die IDD (Insurance Distribution Directive) und §60 VVG verlangen außerdem, dass der Makler seinen Rat auf einer ausreichenden Zahl von auf dem Markt angebotenen Versicherungen stützt. Wenn die KI nur die Tarife der drei in der Vorlage hinterlegten Gesellschaften vergleicht, aber ein besseres Produkt am Markt übersieht, bleibt das Beratungsrisiko beim Makler, nicht beim Tool.

Praktische Konsequenz: Jede KI-generierte Empfehlung muss fachlich geprüft sein, bevor sie dem Kunden präsentiert wird. “Die KI hat das so vorgeschlagen” ist kein Haftungsausschluss. Wer KI-Ausgaben ungeprüft in Beratungsprotokolle überführt, erhöht sein Haftungsrisiko statt es zu senken.

Wer ein KI-System in seinem Maklerbüro einführt, das im Kundengespräch oder in der Protokollerstellung eingesetzt werden soll, sollte das mit seinem Berufshaftpflichtversicherer und dem Datenschutzbeauftragten abstimmen, und bei der IHK prüfen, ob die eingesetzte KI unter die Anforderungen des EU AI Act als Hochrisikosystem fällt. Der EU AI Act stuft KI-Systeme, die Empfehlungen für Finanzdienstleistungen generieren, potenziell als Hochrisikoanwendung ein.

Konkrete Werkzeuge, was wann passt

Es gibt drei Reife­stufen in der Umsetzung. Die richtige Wahl hängt davon ab, wie viele Angebote du täglich schreibst und welche Infrastruktur du bereits hast.

Einstieg ohne Integration: Claude oder ChatGPT direkt

Für Makler, die heute weniger als 10 Angebote pro Woche schreiben und ohne technisches Projektbudget sofort starten wollen, ist ein Prompt-gestützter Ansatz der schnellste Weg. Du gibst die Police als Dateianhang in Claude oder ChatGPT, verwendest einen definierten Prompt (siehe unten) und bekommst die Lückenliste und einen Briefentwurf zurück. Tarifvergleich läuft weiterhin über Softfair, du trägst das Ergebnis manuell in die Vorlage ein.

Zeitersparnis: 30–45 Minuten je Gespräch, sofort. Aufwand für Einrichtung: Ein Nachmittag.

Mittlere Stufe: Workflow-Automatisierung mit Make.com

Mit Make.com verbindest du die einzelnen Schritte: Policen-Upload → KI-Analyse → Vorausfüllen der Angebotsvorlage → Briefentwurf. Das ist kein Einzeiler, braucht aber keine Entwickler, ein technisch affiner Makler oder ein externer No-Code-Spezialist schafft das in einer bis zwei Wochen.

Vorteil: Die Daten­übergabe zwischen den Schritten ist automatisiert; du wirst nicht mehr zum Kopieren-Einfügen-Menschen.

Volle Integration: Softfair + MVP + BiPRO

Für Büros mit 3+ Beratern und einem bestehenden Maklerverwaltungsprogramm (Assfinet, Nafi, aB-Agenta) lohnt sich die Vollintegration. Softfair bietet BiPRO-Schnittstellen zu allen gängigen Systemen, das bedeutet: Tarifdaten fließen direkt ins MVP, doppelte Dateneingabe entfällt. Die KI-Analyse kann als Schritt in den Onboarding-Workflow integriert werden.

Aufwand: 8–14 Wochen, 5.000–20.000 Euro je nach Komplexität und Anzahl der Sparten. Softfair selbst stellt keine öffentlichen Preise bereit; Lizenzen werden individuell auf Basis der Nutzerzahl und des Spartenumfangs verhandelt.

Microsoft 365 Copilot ist eine Alternative für Büros, die M365 bereits nutzen und keine zusätzliche KI-Lizenz einführen wollen. Copilot kann in Word oder Teams eingebunden werden und auf hochgeladene Policen-PDFs zugreifen. Einschränkung: Copilot hat keine direkte Verbindung zu Tarifsystemen, der Vergleichsteil bleibt extern.

Zusammenfassung: Wann welcher Ansatz

  • Sofort starten, ohne Budget → Claude / ChatGPT direkt mit Prompt
  • 1–2 Wochen, mittleres Automatisierungsniveau → Make.com-Workflow
  • 3+ Berater, langfristige Lösung → Softfair + BiPRO + MVP-Vollintegration
  • Bestehende M365-Infrastruktur → Microsoft 365 Copilot als Ergänzung

Datenschutz und Datenhaltung

Policen und Kundendaten sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Sobald du eine Police in ein KI-System lädst, verarbeitest du personenbezogene Daten Dritter, des Kunden, auf einer externen Infrastruktur. Das hat drei konkrete Konsequenzen:

Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist Pflicht. Bevor du Policen in ChatGPT, Claude oder ein anderes Cloud-System lädst, muss ein AVV nach Art. 28 DSGVO abgeschlossen sein. Anthropic (Claude) und OpenAI (ChatGPT) stellen AVVs bereit, bei Claude über das Team- oder Enterprise-Angebot, bei ChatGPT über den ChatGPT Team/Enterprise-Plan. Die kostenlosen Consumer-Pläne beider Anbieter erlauben keinen AVV und sind damit für diese Anwendung nicht rechtskonform.

Datenhosting: Claude verarbeitet Daten bei Nutzung über claude.ai standardmäßig in den USA. Für deutsche Maklerbüros mit sensiblen Kundendaten ist der saubere Weg entweder Claude über AWS Bedrock (Frankfurt) oder der Verzicht auf Upload von echten Policen zugunsten von anonymisierten Testdaten in der Pilot­phase. ChatGPT Enterprise hat EU-Datacenter-Optionen, Details müssen beim Anbieter direkt erfragt werden. Softfair hostet ausschließlich in Deutschland und ist für den regulierten Maklerbereich konzipiert, hier besteht kein DSGVO-Problem.

Einwilligung des Kunden: Ob du für die KI-gestützte Auswertung einer Police eine explizite Einwilligung des Kunden benötigst oder ob die Verarbeitung auf Grundlage des Vertragsverhältnisses (Art. 6 Abs. 1b DSGVO) stattfinden kann, ist im Einzelfall zu klären. Die Einholung einer pauschalen Information im Beratungsprotokoll (“Zur Vorbereitung Ihrer Beratung nutzen wir KI-gestützte Analysetools”) ist in jedem Fall ratsam.

Für Makler, die auf der sicheren Seite bleiben wollen: Anonymisiere Policendaten vor dem Upload, Name, Adresse und Versicherungsnummer werden durch Platzhalter ersetzt, alle anderen Parameter bleiben erhalten. Die KI braucht keine personenbezogenen Daten, um die Deckungsanalyse durchzuführen.

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Was es kostet, realistisch gerechnet

Einstieg (Prompt-gestützter Ansatz ohne Integration)

  • Claude Pro: 20 Euro/Monat (Einzelnutzer) oder Claude Team: 25 Euro/Nutzer/Monat (ab 5 Nutzer)
  • ChatGPT Plus/Team: 20–25 Euro/Nutzer/Monat
  • Einrichtungsaufwand: 4–8 Stunden für Prompt-Entwicklung und Vorlage
  • Gesamt: Ab 20 Euro/Monat, sofort startbereit

Mittlere Stufe (Make.com-Workflow)

  • Make.com: ab 16 Euro/Monat (Core), 29 Euro/Monat (Pro) je nach Operationsvolumen
  • KI-Tool-Lizenz: 20–25 Euro/Monat
  • Einrichtungsaufwand: 1–2 Wochen, ggf. externer No-Code-Spezialist: 1.500–3.000 Euro einmalig
  • Gesamt: Ca. 50–75 Euro/Monat laufend, 1.500–3.000 Euro einmalig

Vollintegration (Softfair + BiPRO + MVP)

  • Softfair-Lizenz: Preis auf Anfrage, typisch für ein Maklerbüro mittlerer Größe im Bereich von 100–500 Euro/Monat (Branchenschätzung, keine öffentliche Preisliste)
  • Maklerverwaltungsprogramm: Je nach System 50–300 Euro/Nutzer/Monat
  • Integrationsaufwand: 5.000–20.000 Euro einmalig für Schnittstellen und Einrichtung
  • Laufend: 300–800 Euro/Monat je nach Nutzerzahl

Was du dagegenrechnen kannst

Ein Makler mit 3 Beratern, je 10 Gesprächen pro Woche und einer Einsparung von 50 Minuten Vorbereitungszeit je Gespräch spart: 30 Gespräche × 50 Minuten = 1.500 Minuten = 25 Stunden wöchentlich. Bei einem Bruttostundensatz von 40 Euro (Schätzwert angelehnt an Destatis-Verdienstdaten 2024) sind das 1.000 Euro gesparte Vorbereitungszeit pro Woche.

Realistischer: 40–60 Prozent dieser theoretischen Einsparung treten tatsächlich ein, weil nicht jedes Gespräch dieselbe Komplexität hat und weil der Einarbeitungsaufwand in den ersten Monaten die Gewinne teilweise aufzehrt. Im konservativen Szenario (40 Prozent der Einsparung) amortisiert sich der Einstieg (Make.com-Ansatz, ~3.000 Euro einmalig) innerhalb von acht Wochen.

ROI messen: Zähle wöchentlich drei Kennzahlen: Angebotsvolumen, Reaktionszeit auf Neuanfragen, Abschlussquote. Wenn sich nach drei Monaten keine Verbesserung in mindestens zwei davon zeigt, liegt das Problem nicht in der Zeitersparnis, sondern in der Angebotsqualität oder der Kundenansprache.

Typische Einstiegsfehler

1. Den Prompt zu allgemein halten. “Analysiere diese Police und empfiehl einen besseren Tarif” ist kein Arbeitsprompt. Das Ergebnis wird generisch, ungenau und nicht auf deine Gesellschaftspalette zugeschnitten. Ein guter Prompt benennt: die Sparte, die relevanten Deckungsparameter für diese Sparte, die Vergleichsgesellschaften, die Struktur des gewünschten Outputs und die Tonlage des Empfehlungsbriefs. Der Aufwand für die Prompt-Entwicklung beträgt 4–8 Stunden, aber er ist einmalig und zahlt sich bei jedem Einsatz aus.

2. KI-Ausgaben ungeprüft ins Beratungsprotokoll übernehmen. Das ist der gravierendste Fehler, weil er unsichtbar ist, bis etwas schiefgeht. Ein LLM kann eine Deckungssumme aus einem schlecht gescannten PDF falsch lesen, eine Klausel anders interpretieren als der Tarif sie meint, oder eine Gesellschaft empfehlen, die für den konkreten Fall suboptimal ist. Jeder KI-Entwurf ist ein Vorschlag, kein Ergebnis. Der Makler zeichnet das Beratungsprotokoll ab, und damit auch die Richtigkeit seines Inhalts.

3. Tarifdaten nicht regelmäßig prüfen. Versicherungstarife ändern sich, monatlich, manchmal häufiger. Wenn der Prompt-Vorlage hinterlegte Benchmark-Parameter oder Gesellschaftsvergleiche veraltet sind, liefert das System zuverlässig falsche Empfehlungen. Das ist gefährlicher als kein System, weil es nach Genauigkeit aussieht. Lösung: Einen festen Revisionsrhythmus einbauen, monatlich für alle aktiv genutzten Sparten, quartalsweise für Nebensparten. Wer keine Kapazität hat, die Vorlage zu pflegen, sollte beim manuellen Prozess bleiben.

Bonus-Fehler: Mit der teuersten Lösung starten. Die Vollintegration (BiPRO, MVP-Anbindung, 8–14 Wochen) ist der richtige Schritt für ein gewachsenes Büro mit stabiler Prozesslandschaft. Als erster Schritt in einem Büro, das noch nie KI eingesetzt hat, ist er unnötig riskant. Starte mit dem Prompt-Ansatz. Wenn der nach 60 Tagen reibungslos läuft und du weißt, was du brauchst, kann die Integration geplant werden.

Was mit der Einführung wirklich passiert, und was nicht

Die Technik ist in diesem Fall tatsächlich das Leichtere. Das Schwerere ist die Verhaltens­änderung.

“Ich weiß nicht, ob ich dem vertrauen kann.” Das ist der häufigste Widerstand, und er ist berechtigt. Ein Makler, der eine Lückenliste vom System bekommt und sich nicht sicher ist, ob die KI die Elementarschutzklausel korrekt ausgewertet hat, wird die KI-Ausgabe nicht nutzen, sondern selbst nachprüfen. Das ist gut so, aber dann dauert die Vorbereitung wieder länger als ohne KI.

Der Ausweg: Kalibrierungsphase. In den ersten vier Wochen jede KI-Ausgabe gegen die eigene manuelle Prüfung gegenprüfen, nicht um die KI zu ersetzen, sondern um zu verstehen, wo sie gut ist und wo sie Schwächen hat. Erst wenn du weißt, dass die KI in 95 Prozent der Fälle die richtigen Parameter rauszieht, kannst du die manuelle Gegenkontrolle auf Stichproben reduzieren.

Widerstand durch Erfahrung. Makler mit 20 Jahren Berufspraxis wissen oft, welche Klausel fehlt, ohne explizit nachzuschauen. Für sie ist die KI-Analyse erst dann nützlich, wenn sie Zeit in anderen Bereichen spart, etwa beim Briefentwurf oder bei der Tarifvergleichs­tabelle. Ein System, das ihnen erklärt, was sie ohnehin wissen, wird nicht angenommen. Starte die Einführung mit dem Teil, der den größten Zeitgewinn für die erfahrensten Berater bringt, das ist fast immer der Briefentwurf, nicht die Lückenerkennung.

Qualitätssteigerung ist kein schneller Effekt. Die Zeit­ersparnis zeigt sich schnell. Die Qualitäts­steigerung, dass mehr Deckungslücken systematisch erkannt werden, zeigt sich erst nach mehreren Monaten, wenn du rückblickend Gespräche vergleichst. Leg dir eine einfache Nachverfolgungs-Tabelle an: Wie viele Gesprächs­vorberei­tungen haben zu einem konkreten Zusatz­verkauf geführt? Was hätte ohne KI-Analyse möglicherweise gefehlt?

Realistischer Zeitplan mit Risikohinweisen

PhaseDauerWas passiertTypisches Risiko
Prompt-Entwicklung und TestWoche 1–2Policenanalyse-Prompt für 2–3 Kernsparten entwickeln; mit 10 echten (anonymisierten) Policen testen; Briefentwurfsvorlage bauenPrompt zu allgemein, Ausgaben brauchen zu viel Nacharbeit; sofort überarbeiten
PilotphaseWoche 3–6Alle neuen Beratungsgespräche mit KI vorbereiten; Ergebnisse gegen eigene Prüfung kalibrieren; Fehlerrate dokumentierenKI liest schlecht gescannte Policen unzuverlässig, OCR-Qualität prüfen; ggf. auf digital signierten PDF-Upload umstellen
AVV und Datenschutz klärenParallel zu Woche 1–4Richtigen Tarif beim KI-Anbieter einrichten; AVV abschließen; Verarbeitungsverzeichnis aktualisieren; Kunden­information formulierenAVV verzögert sich, bis zur Klärung nur anonymisierte Testdaten nutzen
Erweiterung auf weitere SpartenWoche 7–12Einen Prompt je Sparte entwickeln und testen; Vorlagen für Vergleichstabellen je Sparte anlegenJede Sparte hat andere Parameter, nicht alle passen in dieselbe Vorlage; Aufwand pro Sparte einplanen
Integration (optional)Ab Woche 9Make.com-Workflow aufbauen oder BiPRO-Anbindung an MVP beauftragenIntegration scheitert an fehlenden API-Zugängen beim MVP-Anbieter, frühzeitig abklären

Meilenstein: Nach 8 Wochen solltest du wissen, ob der Prompt-Ansatz für dein Büro funktioniert. Wenn nicht, entweder die Prompt-Qualität verbessern oder den Ansatz grundsätzlich überdenken, bevor du weiter investierst.

Häufige Einwände, und was dahintersteckt

„Meine Kunden schätzen die persönliche Beratung, das kann eine KI nicht.” Stimmt. Niemand schlägt vor, die Beratung zu ersetzen. Die KI verkürzt die Vorbereitungszeit, damit du mehr Zeit für das Gespräch selbst hast. Ein Makler, der 45 Minuten weniger tippt, hat 45 Minuten mehr, um wirklich zuzuhören, was der Kunde will. Wenn das Ergebnis der KI-Einführung ist, dass Beratungsgespräche intensiver und länger werden, hat das System seinen Zweck erfüllt.

„Softfair macht das doch schon. Was bringt mir KI noch dazu?” Softfair automatisiert den Tarif­vergleich. Was es nicht tut: die bestehende Police des Kunden lesen, Lücken gegen einen Benchmark identifizieren und einen Empfehlungsbrief formulieren. Das sind die drei Schritte, die vor dem Tarifvergleich stattfinden, und genau dort setzt die KI an. Wer bereits Softfair nutzt, braucht die KI-Analyse also nicht weniger, sondern hat sie als naheliegende Ergänzung im Prozess.

„Was, wenn die KI einen Fehler macht und ich hafte?” Die Haftungsfrage ist berechtigt. Die Antwort: Du haftest als Makler für deinen Rat, nicht für das Werkzeug, das du bei der Vorbereitung genutzt hast. Was das bedeutet: Jede KI-Ausgabe muss geprüft werden, bevor sie in ein Beratungsgespräch oder ein Protokoll einfließt. Wer das konsequent macht, reduziert das Haftungsrisiko gegenüber dem unkontrollierten manuellen Prozess, weil die Lückenerkennung strukturierter und nachvollziehbarer wird. Wer die KI-Ausgabe ungeprüft übernimmt, erhöht sein Risiko. Der Unterschied liegt im Prozess, nicht im Werkzeug.

„Ich habe keine Zeit für die Einführung.” Der Einstieg (Prompt-Ansatz, ohne Integration) braucht einen Nachmittag. Du entwickelst einen Prompt für deine häufigste Sparte, testest ihn mit fünf Policen und weißt danach, ob es sich lohnt. Das ist kein Projekt, das ist ein Experiment. Wer keinen Nachmittag dafür hat, hat wahrscheinlich ein tieferes Problem mit der Kapazitätsplanung.

Woran du merkst, dass das zu dir passt

  • Du führst mehr als 8–10 Beratungsgespräche pro Woche, und die Vorbereitungszeit kostet dich täglich mehr als 1,5 Stunden
  • Deine Kunden fragen häufig nach schnellen Angeboten, Reaktionszeit ist ein Wettbewerbsfaktor in deiner Kundenstruktur
  • Du berätst spartenübergreifend, die Kombination aus Hausrat, Haftpflicht und/oder Gewerbe erfordert strukturierten Vergleich, nicht nur Tarifsoftware
  • Du hast digitale Policen, Kunden haben PDFs oder du kannst Dokumente scannen; papierbasierte Akten, die nicht digitalisiert sind, schränken den Einsatz erheblich ein
  • Du nutzt bereits Softfair oder ein vergleichbares Tarifsystem, KI ergänzt den bestehenden Prozess, ersetzt ihn nicht

Wann es sich (noch) nicht lohnt, drei harte Ausschlusskriterien:

  1. Weniger als 8 Beratungsgespräche pro Woche. Bei diesem Volumen amortisiert sich der Einrichtungsaufwand erst nach langen Zeiträumen. Der manuelle Prozess ist für dieses Volumen effizienter. Wichtiger wäre in diesem Fall, mehr Mandatsgespräche zu gewinnen, KI kann dabei über eine Vertriebsunterstützung helfen.

  2. Kein Maklerverwaltungsprogramm im Einsatz. Wer Kundendaten noch in Excel oder als Papier­akte führt, kann die KI-Analyse nicht in einen strukturierten Workflow einbetten. Bevor KI sinnvoll eingesetzt werden kann, braucht es eine digitale Datenbasis. Der erste Schritt ist hier das MVP, nicht die KI.

  3. Policen liegen hauptsächlich als schlecht gescannte Papierdokumente vor. KI-Policenanalyse funktioniert nur mit lesbaren digitalen Dokumenten. Gescannte PDFs mit niedriger Auflösung, handschriftlichen Notizen oder vielen Tabellengrafiken überfordern heutige OCR- und LLM-Kombis regelmäßig. Wer seine Dokumentenbasis zuerst digitalisieren muss, verschiebt den KI-Einsatz um 3–6 Monate, und das ist die richtige Entscheidung.

Das kannst du heute noch tun

Starte heute mit einem kostenlosen Test. Öffne Claude oder ChatGPT in der kostenpflichtigen Version (Team oder Plus, wichtig wegen des AVV), lade die anonymisierte Police eines aktuellen Mandats hoch und verwende den Prompt unten. Das dauert 15 Minuten und du weißt anschließend, ob der Ansatz für deine Sparten und deine Policenqualität funktioniert, bevor du einen Cent in Integration investierst.

Wichtig: Anonymisiere vor dem Upload, Name, Adresse und Versicherungsnummer ersetzen durch Platzhalter wie [KUNDENNAME] und [ADR]. Die Deckungsparameter, auf die es ankommt, sind dann unberührt.

Policenanalyse und Empfehlungsentwurf, Basisprompt
Du bist Analysewerkzeug für einen deutschen Versicherungsmakler. Ich lade die Police eines Kunden hoch. Führe folgende Analyse durch: SCHRITT 1, DECKUNGSPARAMETER EXTRAHIEREN: Erstelle eine strukturierte Liste aller relevanten Parameter: - Sparte und Produktbezeichnung - Deckungssummen (je Position einzeln) - Selbstbeteiligung - Enthaltene Zusatzklauseln (z. B. Fahrradklausel, Elementarschutz, Unterversicherungsschutz) - Ausschlüsse (falls explizit genannt) - Laufzeit und Prämie SCHRITT 2, LÜCKENERKENNUNG GEGEN MARKTSTANDARD: Vergleiche die extrahierten Parameter mit dem aktuellen Marktstandard für [SPARTE HIER EINTRAGEN, z.B. "Hausrat Premium-Segment, Haushaltsgröße 4 Personen, 120 qm, Stadtlage"]. Benenne konkret: - Deckungen, die unter dem Marktstandard liegen (mit Begründung) - Klauseln, die häufig enthalten sein sollten, aber fehlen - Auffälligkeiten im Preis-Leistungs-Verhältnis SCHRITT 3, EMPFEHLUNGSENTWURF: Schreibe einen Empfehlungsbrief an den Kunden (3–4 Absätze). Ton: sachlich, freundlich, nicht werbend. Kein Jargon. Fasse zusammen: Was ist mit der bestehenden Police, was könnte besser sein und warum lohnt ein Gespräch darüber. HINWEIS: Alle Ausgaben sind ein Vorschlag zur Prüfung durch den Makler, keine abschließende Beratung. [HIER DIE ANONYMISIERTE POLICE ALS DATEIANHANG HOCHLADEN]
Funktioniert mit Claude (Team/Enterprise), ChatGPT (Team/Enterprise)
Beispiel-Ausgabe

Mitarbeiter:in

Hausratpolice, Baujahr 2019, Versicherungssumme 55.000 €, SB 150 €, keine Fahrradklausel, keine Elementarschadenklausel, keine Unterversicherungsschutzklausel, Jahresprämie 182 €.

KI-Assistent

DECKUNGSPARAMETER: - Sparte: Hausrat, Tarif XY (Basis-Deckung) - Versicherungssumme: 55.000 € (Zeitwert) - Selbstbeteiligung: 150 € je Schaden - Enthaltene Klauseln: Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser - Fehlend: Fahrradklausel, Elementarschadendeckung, Unterversicherungsschutzklausel - Prämie: 182 €/Jahr LÜCKENERKENNUNG: • Elementarschäden nicht gedeckt: Bei einem Haushalt in Stadtlage mit Keller ist Elementarschadendeckung (Starkregen, Rückstau) seit 2023 als Marktstandard einzustufen. Fehlen bedeutet: Wasserschäden durch Starkregen oder Überschwemmung sind vollständig ausgeschlossen. • Unterversicherungsschutzklausel fehlt: Bei einem Haushalt mit 4 Personen und 120 qm ist die aktuelle Versicherungssumme von 55.000 € möglicherweise zu niedrig. Ohne Unterversicherungsschutzklausel trägt der Versicherungsnehmer das Risiko der anteiligen Kürzung bei einem Totalschaden. • Fahrradklausel fehlt: Bei aktiver Nutzung von Fahrrädern (Wert > 500 €) ist das ein relevantes Risiko. EMPFEHLUNGSENTWURF: Sehr geehrte Frau [KUNDENNAME], Ihre bestehende Hausratversicherung bietet eine solide Grundabsicherung für Einbruch, Feuer und Leitungswasser. Bei näherer Betrachtung gibt es drei Punkte, die wir bei einem kurzen Gespräch klären sollten. Erstens: Elementarschäden durch Starkregen oder Kanalrückstau sind in Ihrem aktuellen Vertrag nicht abgedeckt. Gerade in städtischen Lagen mit Kellergeschoss ist das ein Risiko, das sich in den vergangenen Jahren als realer Schadenfall deutlich häufiger gezeigt hat als früher. Zweitens: Ihre aktuelle Versicherungssumme von 55.000 Euro stammt aus dem Jahr 2019. Durch Preissteigerungen bei Hausrat und Einrichtung kann eine Unterversicherung entstehen, ohne die entsprechende Schutzklausel im Vertrag würde das im Schadensfall zu einer anteiligen Kürzung der Leistung führen. Ich würde Ihnen gern in einem kurzen Gespräch zeigen, was ein aktuelles Angebot mit Elementardeckung und Unterversicherungsschutz für Sie kosten würde, oft ist der Aufpreis geringer als erwartet. Wäre nächste Woche ein Termin möglich? Hinweis: Dieser Entwurf wurde durch ein KI-Analysetool vorbereitet und wird vor dem Versand fachlich geprüft und freigegeben.

Quellen & Methodik

  • Patra Corporation, “How AI for Insurance Agencies Drove Efficiency in 2025” (patracorp.com, 2025): Quote comparison workflows mit 70–90 % Reduktion in Turnaround-Zeit; Policy-Checking von 1–2 Stunden je Account auf Minuten reduziert. US-amerikanischer Markt, strukturell auf deutschen Markt übertragbar mit Einschränkungen (andere Gesellschaftslandschaft, andere MVP-Infrastruktur).
  • Softfair GmbH, Produktdokumentation und Fallbeispiel (softfair.one, Stand April 2026): Beispiel Düsseldorfer Makler mit 600 Gewerbekunden, multi-Sparten-Beratung von 3 Stunden auf 45 Minuten durch Softfair-Integration. Zeitersparnis stammt hauptsächlich aus der Softfair-Plattform, nicht aus KI-Ergänzung; KI-Zusatz beschleunigt vor allem die Policenanalyse und den Briefentwurf.
  • Roots.ai, “State of AI Adoption in Insurance 2025” (roots.ai, 2025): Fragmentierte Carrier-Datenmodelle als Haupthindernis; “viele Integrationen liefern nur partiellen Wert”, Endorsements und Sonderformulare bleiben unberücksichtigt; Tool-Müdigkeit und inkonsistente Workflows in der Adoption.
  • § 60–63 VVG (Versicherungsvertragsgesetz): Beratungs- und Dokumentationspflichten des Versicherungsvermittlers; Haftung bei Pflichtverletzung.
  • IDD (EU-Richtlinie 2016/97): Anforderungen an den Beratungsprozess, Bedarfsermittlung und Dokumentation im Versicherungsvertrieb.
  • EU-KI-Verordnung (AI Act): Potenzielle Einstufung von KI-Systemen für Finanzdienstleistungsempfehlungen als Hochrisikoanwendung, Makler sollten prüfen, ob das für ihre konkrete Anwendung gilt.
  • Preisangaben Claude, ChatGPT, Make.com, Microsoft 365 Copilot: Veröffentlichte Tarife der jeweiligen Anbieter, Stand Mai 2026.
  • NAFI Kfz-Vergleichsrechner: 100 Euro/Jahr oder 15 Euro/Monat für aktive Nutzer mit mindestens 50 Kfz-Verträgen (aB-Agenta Partnerportal, Stand 2025), als Referenzwert für den Marktpreis von Spartenvergleichstools.

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Frieda Funke

Konzeptentwicklerin

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