No-Code-Automatisierungsplattform mit 9.000+ App-Konnektoren — seit 2024/2025 stark in Richtung KI-Plattform erweitert: Copilot baut Zaps in natürlicher Sprache, Agents übernehmen ganze Aufgaben autonom, Canvas plant Workflows visuell, MCP verbindet KI-Modelle mit allen integrierten Apps.
Kosten: Kostenlos bis 100 Aufgaben/Monat, Professional ab 19,99 USD/Monat (750 Aufgaben, jährlich), Team ab 69 USD/Monat, Agents-Add-on ab 33,33 USD/Monat, Enterprise auf Anfrage
Stärken
- 9.000+ App-Konnektoren — die größte Integrationsauswahl am Markt
- Zapier Copilot baut komplette Zaps aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache
- Zapier Agents (2024/2025) — autonome KI-Agenten, die Aufgaben aktiv übernehmen statt nur Trigger-Aktion abzuarbeiten
- Zapier MCP verbindet ChatGPT, Claude, Cursor direkt mit allen 9.000 Apps — ohne Code
- Canvas visualisiert mehrstufige Workflows als Diagramm — gut für Planung im Team
- Sehr große Vorlagenbibliothek und ausgereifte Dokumentation
Einschränkungen
- Teuerste Option bei höherem Volumen — Make.com bietet ein Vielfaches an Operationen für ähnliches Geld
- Aufgaben-basiertes Pricing wird intransparent: Mehrstufige Zaps verbrauchen schnell viele Tasks, MCP-Calls zählen doppelt
- Oberfläche ausschließlich auf Englisch
- Daten fließen über US-Server — EU-Datenresidenz nur in Enterprise
- Agents sind ein separater, kostenpflichtiger Add-on und in den Standardplänen nur sehr begrenzt nutzbar
- Komplexe Zaps werden bei vielen Schritten brüchig — Fehler in einem Schritt brechen den ganzen Lauf ab
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du startest zum ersten Mal mit Automatisierung und willst den einfachsten Einstieg
- Du brauchst eine der 9.000 Integrationen, die andere Tools nicht haben
- Du willst KI-Modelle (Claude, ChatGPT) per MCP an deine Geschäftsapps anbinden
- Du willst aus vorgefertigten Vorlagen schöpfen statt von null zu starten
- Du experimentierst mit autonomen KI-Agenten, ohne selbst Code zu schreiben
Wann nein
- Du automatisierst mit hohem Volumen — Make.com ist dann erheblich günstiger
- Du verarbeitest DSGVO-sensible Daten — Standardpläne laufen auf US-Servern
- Du brauchst komplexe mehrstufige Workflows mit Verzweigungen und Schleifen
- Du bevorzugst eine deutschsprachige Benutzeroberfläche
- Du willst volle Datenkontrolle und Self-Hosting (dann eher n8n)
Kurzfazit
Zapier hat sich seit 2023 vom reinen Automatisierungstool zur KI-Workflow-Plattform weiterentwickelt — und genau dort liegt heute sein eigentlicher Wert. Wer einen Zap braucht, beschreibt ihn dem Copilot in einem Satz; wer eine Aufgabe an einen autonomen Agenten delegieren will, baut sich einen Zapier Agent; wer ein KI-Modell wie Claude oder ChatGPT direkt mit Gmail, Salesforce oder HubSpot verbinden will, nutzt Zapier MCP. Das alles ist nach wie vor einsteigerfreundlich, aber das aufgaben-basierte Pricing wird mit jedem KI-Schritt teurer. Wer mehr als 1.000–2.000 Aufgaben pro Monat verarbeitet, zahlt bei Make.com deutlich weniger. Für DSGVO-sensible Daten bleiben die Standardpläne problematisch — EU-Datenresidenz gibt es nur auf Enterprise-Ebene.
Für wen ist Zapier?
Einsteiger ohne technischen Hintergrund: Zapier ist nach wie vor der einfachste Weg in die Automatisierung. Der Copilot baut Zaps aus einer kurzen Beschreibung („Wenn neue Gmail-Mail mit ‚Rechnung’ eintrifft, erstelle eine Aufgabe in ClickUp”), die Step-by-Step-Assistenten führen durch jede Verbindung, Fehlermeldungen sind klar formuliert.
Teams mit KI-Ambition, aber ohne Entwickler: Wer ChatGPT, Claude oder Gemini in echte Geschäftsprozesse einbinden will — und nicht nur im Browser-Tab nutzen — bekommt mit Zapier MCP und Agents die einfachste Brücke zwischen Chat und CRM, zwischen LLM und Lieferkette.
Marketing- und Vertriebsteams: Lead-Anreicherung, Ticket-Routing, Newsletter-Automatisierung, Social-Media-Crossposting — die typischen Marketing-Workflows sind als Vorlagen in Minuten einsatzbereit. Mit AI Fields in Zapier Tables lassen sich Datensätze automatisch klassifizieren oder zusammenfassen.
Nutzer von Nischen-Apps: Zapier hat 9.000+ Konnektoren — die breiteste Abdeckung am Markt. Für seltene Tools, die Make.com oder n8n nicht kennen, ist Zapier oft die einzige einfache Option.
Berater und Operations-Teams: Mit Canvas lässt sich ein Workflow erst visuell planen, im Team durchsprechen und dann in einen Zap überführen. Für Prozessdokumentation gleichermaßen brauchbar.
Weniger geeignet für: Unternehmen mit hohem Automatisierungsvolumen (Make.com ist dann günstiger), DSGVO-kritische Prozesse ohne Enterprise-Plan, Teams mit komplexer Verzweigungslogik (Make.com-Canvas und n8n-Logik sind dafür stärker), und alle, die Self-Hosting brauchen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Aufgaben/Monat | Highlights |
|---|---|---|---|
| Free | 0 USD | 100 | 9.000+ Konnektoren, Copilot mit Tageslimit, unbegrenzte Zaps/Tables/Forms, MCP-Zugriff, 2 Chatbots gratis |
| Professional | ab 19,99 USD/Monat (jährlich) | ab 750, skaliert in Stufen bis 10.000+ | Mehrstufige Zaps, Premium-Apps, Webhooks, Filter, Pfade, AI Fields in Tables |
| Team | ab 69 USD/Monat (jährlich) | skaliert | 25 Nutzer, geteilte Zaps, geteilte App-Verbindungen, SAML SSO, Premier-Support |
| Enterprise | Auf Anfrage | individuell | Unbegrenzte Nutzer, EU-Datenregion, VPC-Peering, Annual Tasks, Audit-Logs, Account-Manager |
Add-ons (kostenpflichtig):
| Add-on | Free | Pro |
|---|---|---|
| Agents | 400 Aktivitäten/Monat | ab 33,33 USD/Monat (jährlich), 1.500 Aktivitäten/Monat |
| Chatbots | 2 Chatbots | ab 13,33 USD/Monat (jährlich), 5 Chatbots; Advanced 66,67 USD für 20 |
Einordnung: Der Free-Plan ist ein echter Showroom — Zaps, Copilot, MCP, Tables, Forms und sogar zwei Chatbots laufen kostenlos, allerdings nur mit 100 Tasks/Monat. Das reicht für Tests, nicht für reale Geschäftsprozesse. Professional ist seit 2024 anders strukturiert: Statt einem Festpreis von 49 USD für 2.000 Tasks gibt es jetzt eine gestaffelte Skala ab 19,99 USD für 750 Tasks, die mit jeder Volumenstufe teurer wird. Das wirkt günstiger, aber sobald du KI-Schritte einbaust (jeder Aufruf ist ein Task) oder MCP nutzt (zwei Tasks pro Call), explodiert der Verbrauch schnell. Wer monatlich 10.000+ Operationen verarbeitet, ist bei Make.com mit demselben Budget weit besser bedient. Team lohnt sich erst ab fünf bis zehn Personen mit geteilten Workflows.
Stärken im Detail
9.000+ Konnektoren — die breiteste Abdeckung am Markt. Zapier integriert mehr Apps als jeder Wettbewerber. Von etablierten Tools wie HubSpot, Salesforce und Mailchimp bis zu Nischenanwendungen wie Calendly, Typeform oder branchenspezifischen Tools — fast jede App, die eine API hat, ist auf Zapier verfügbar. Für seltene Kombinationen ist Zapier oft der einzige Weg.
Zapier Copilot baut Zaps aus natürlicher Sprache. Statt Trigger und Aktionen Schritt für Schritt aus Menüs auszuwählen, beschreibst du den gewünschten Workflow in einem Satz — Copilot generiert den Zap, schlägt die richtigen Apps vor und konfiguriert die Felder. Das senkt die Einstiegshürde noch mal deutlich gegenüber dem ohnehin schon einfachen klassischen Builder. Für Anfänger ein echter Beschleuniger; erfahrene Nutzer bauen schneller manuell.
Zapier Agents — autonom statt linear. Klassische Zaps folgen einem starren Schema: Trigger → Aktion. Agents sind das Gegenmodell: Du beschreibst ein Ziel („Qualifiziere neue Leads aus dem Webformular und reagiere passend”), gibst dem Agenten Zugriff auf Apps und Wissensquellen, und der Agent entscheidet selbst, welche Schritte sinnvoll sind. Das ist eine andere Klasse von Automatisierung — agentisch statt regelbasiert. Aktivitäten werden separat gezählt; im Free-Tier reichen 400/Monat zum Erkunden.
Zapier MCP verbindet KI-Modelle direkt mit Apps. MCP (Model Context Protocol, ursprünglich von Anthropic) ist der Industriestandard, wie KI-Modelle auf externe Werkzeuge zugreifen. Zapier MCP macht alle 9.000+ Konnektoren in einem Schritt für Claude, ChatGPT oder Cursor verfügbar — ohne Code, ohne API-Schlüssel-Bastelei. Setup dauert rund fünf Minuten. Das ist die wahrscheinlich schnellste Methode, einer KI „Hände” zu geben.
Canvas visualisiert komplexe Prozesse. Statt Zaps nur als lineare Liste zu sehen, lässt sich der Gesamtfluss in Canvas als Diagramm planen — mit Verzweigungen, parallelen Pfaden und Annotationen für Stakeholder. Das ist weniger ein Ausführungstool als ein Planungs- und Dokumentationswerkzeug, hilft aber besonders Operations-Teams, einen Workflow erst gemeinsam zu durchdenken und dann zu bauen.
Riesige Vorlagenbibliothek und ausgereifte Dokumentation. Tausende vorgefertigte Zaps und ausführliche, gut strukturierte Hilfedokumente — bei kaum einem anderen Automatisierungstool findet man so schnell eine fertige Lösung für gängige Probleme.
Schwächen ehrlich betrachtet
Aufgaben-basiertes Pricing wird intransparent. Eine einzelne Zap-Ausführung mit fünf Schritten verbraucht fünf Tasks. Ein KI-Schritt zählt als Task; ein MCP-Call sogar als zwei. Wer einen scheinbar harmlosen „Wenn neue Mail, dann KI-Zusammenfassung und ins CRM”-Zap zehnmal pro Stunde laufen lässt, hat in einer Woche schnell die 750 Tasks des kleinsten Professional-Plans aufgebraucht. Bei Make.com kosten 10.000 Operationen einen Bruchteil davon. Das macht Zapier bei wachsendem Volumen schnell unwirtschaftlich.
US-Server in allen Standardplänen. Alle Daten, die durch Zaps fließen, werden auf US-Servern (AWS) verarbeitet. EU-Datenresidenz gibt es erst auf Enterprise-Ebene und nur auf explizite Anfrage. Für DSGVO-sensible Prozesse — Kundendaten, HR-Daten, Finanz- und Gesundheitsdaten — ist das in den Standardplänen ein echtes Hindernis. Make.com bietet eine EU-Region schon im Standardplan.
Komplexe Logik bleibt mühsam. Zapier denkt in linearen Schritten. Verzweigungen (Pfade) sind erst ab Professional verfügbar, parallele Ausführung gibt es praktisch nicht, Schleifen werden über Hilfskonstruktionen gebaut. Wer komplexe Entscheidungsbäume oder mehrstufige Datenverarbeitungen abbilden will, ist bei Make.com’s visuellem Canvas oder bei n8n deutlich besser bedient.
Komplexe Zaps werden brüchig. Je mehr Schritte ein Zap hat, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwo ein Feld fehlt, ein API-Call timeoutet oder eine App ihre Schnittstelle ändert. Ein einziger Fehler bricht den ganzen Lauf ab — und ohne aktive Überwachung merkst du es oft erst Tage später. Robuste Produktivworkflows brauchen explizite Fehlerbehandlung, die Zapier nur eingeschränkt anbietet.
Agents-Add-on ist separat zu zahlen. Wer Zapier Agents ernsthaft einsetzen will, braucht das Pro-Add-on (33,33 USD/Monat zusätzlich zum Plan). 400 Aktivitäten im Free-Tier reichen für Experimente, aber nicht für produktive Nutzung. Das ist transparent kommuniziert, aber gerade kleine Teams unterschätzen die Gesamtkosten gerne.
Kein Deutsch. Oberfläche, Dokumentation, Support — alles auf Englisch. Für Teams ohne technisches Englisch kann das ein echtes Hindernis sein.
Agents sind technisch noch jung. Autonome Agenten klingen mächtig, sind aber in der Praxis (auch bei Zapier) noch wackelig: unerwartete Entscheidungen, Endlosschleifen bei unklaren Zielen, höhere Kosten als geplant. Vor produktivem Einsatz immer mit klaren Leitplanken und manueller Freigabe testen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Mehr Volumen bei geringerem Preis willst | Make.com |
| Komplexe Workflows mit Verzweigungen und Schleifen brauchst | Make.com |
| DSGVO-konforme EU-Datenspeicherung ohne Enterprise brauchst | Make.com (EU-Region einstellbar) |
| Volle Datenkontrolle und Self-Hosting willst | n8n |
| KI-Modelle direkt anbinden (ohne Automatisierungsplattform) willst | Claude oder ChatGPT mit eigenen MCP-Servern |
Zapier und Make.com sind direkte Konkurrenten. Zapier gewinnt beim Einstieg, bei der App-Abdeckung und mittlerweile auch bei der KI-Integration (Copilot, Agents, MCP); Make.com gewinnt beim Preis-Leistungs-Verhältnis und bei der Workflow-Komplexität. Viele Teams starten mit Zapier und wechseln zu Make.com, sobald das Volumen wächst. n8n ist die Open-Source-Alternative für Teams, die Self-Hosting brauchen oder maximale Datenhoheit wollen.
So steigst du ein
Schritt 1: Account anlegen und Copilot ausprobieren. Geh auf zapier.com, erstelle einen kostenlosen Account (keine Kreditkarte) und nutze als erstes den Copilot: Beschreibe einen Workflow in einem Satz („Wenn jemand mein Typeform-Formular ausfüllt, erstelle einen Kontakt in HubSpot und sende mir eine Slack-Nachricht”). Copilot generiert den Zap-Vorschlag, du verbindest deine Accounts, testest live — fertig. So bekommst du in 10 Minuten dein erstes Ergebnis.
Schritt 2: Einen KI-Schritt einbauen. Erweitere einen bestehenden Zap um einen Claude- oder ChatGPT-Schritt: Eingangsdaten (z. B. der E-Mail-Text) als Prompt-Variable, Ausgabe (Klassifikation, Zusammenfassung, Antwortentwurf) als Variable für den nächsten Schritt. So entsteht KI-gestützte Verarbeitung ohne eine Zeile Code. Beachte: Jeder KI-Schritt verbraucht Tasks — bei hohem Volumen rechnen.
Schritt 3: MCP einrichten oder einen Agent bauen. Für KI-affine Nutzer: Aktiviere Zapier MCP und verbinde Claude oder ChatGPT direkt mit deinen Apps — danach kann das Modell im Chat E-Mails versenden, CRM-Einträge anlegen oder Slack-Nachrichten senden. Alternativ: Lege einen Zapier Agent an, gib ihm ein Ziel, ein paar Wissensquellen und Zugriff auf relevante Apps — und beobachte, wie er Aufgaben autonom abarbeitet. Beides solltest du erst gegen ein Test-Konto laufen lassen, bevor produktive Daten ins Spiel kommen.
Ein konkretes Beispiel
Eine Agentur in Köln (12 Mitarbeitende, Performance-Marketing) automatisiert ihren Lead-Qualifizierungsprozess mit Zapier Agents: Ein neues Anfrageformular trifft ein → der Agent prüft die Webseite des Interessenten via Web-Search, gleicht das Unternehmen mit der internen ICP-Definition ab, klassifiziert den Lead als A/B/C → erstellt einen entsprechend angereicherten Eintrag in HubSpot, hängt eine Notiz mit der Begründung an, weist A-Leads automatisch dem zuständigen Account Manager zu und sendet einen Slack-Hinweis. Was das Team früher 15–20 Minuten pro Anfrage kostete (manuelles Recherchieren und Eintragen), läuft jetzt in unter zwei Minuten ab. Bei rund 60 Anfragen pro Woche spart das knapp 14 Stunden monatlich. Kosten: Professional-Plan plus Agents Pro-Add-on, zusammen rund 70 USD/Monat. Sensible Felder werden vor jedem CRM-Schreiben nochmal manuell freigegeben.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Standardpläne laufen auf US-Servern (AWS) — alle Daten, die durch Zaps fließen, werden in den USA verarbeitet
- EU-Datenresidenz: Nur auf Enterprise-Ebene auf Anfrage verfügbar — in Standardplänen nicht wählbar
- Datennutzung: Zapier verwendet Zap-Daten nicht für Modelltraining; bei KI-Schritten gilt der Datenschutz des jeweils gewählten Modellanbieters (OpenAI, Anthropic, Google) zusätzlich
- Agents und MCP: Hier fließen Daten zusätzlich an die verbundenen LLM-Anbieter. Vor produktivem Einsatz Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen
- AVV: Datenverarbeitungsvertrag (DPA) für Standardpläne auf Anfrage, für Enterprise standardmäßig
- Empfehlung für Unternehmen: In Standardplänen keine DSGVO-sensiblen Daten (Kundendaten, HR-Daten, Gesundheitsdaten) durch Zaps leiten. Für DSGVO-kritische Prozesse Make.com mit EU-Region, n8n als Self-Hosting-Option oder Zapier Enterprise wählen. Vor dem Einsatz Datenschutzbeauftragten konsultieren
Gut kombiniert mit
- Make.com — viele Teams nutzen beides parallel: Zapier für gut dokumentierte Standardprozesse und schnelle Prototypen, Make.com für komplexe mehrstufige Workflows mit Verzweigungslogik und hohem Volumen
- Claude — über Zapier MCP direkt anbindbar; Claude bekommt damit Zugriff auf Gmail, Slack, HubSpot, Salesforce und 9.000 weitere Apps und kann Aufgaben über die reine Chat-Antwort hinaus ausführen
- HubSpot — Leads aus Formularen, E-Mails und Webseiten automatisch ins CRM übertragen, Kontakte bei Ereignissen aktualisieren, Sales-Sequenzen anstoßen — die häufigste Zapier-Kombination im B2B
Unser Testurteil
Zapier verdient 4 von 5 Sternen. Mit der Erweiterung zu Copilot, Agents, MCP und Canvas hat sich das Tool in den letzten zwei Jahren von einer reinen Trigger-Aktion-Plattform zu einer ernsthaften KI-Workflow-Schicht entwickelt — und ist damit für Nicht-Entwickler die wahrscheinlich beste Brücke zwischen Sprachmodell und Geschäfts-App. Den fünften Stern kosten der hohe Preis bei wachsendem Volumen, das mit jedem KI-Schritt schwerer kalkulierbare Task-Pricing, die fehlende EU-Datenspeicherung in Standardplänen und die immer noch begrenzte Eignung für komplexere Workflows. Zapier ist der beste Einstieg — aber wer skaliert, schaut sich Make.com oder n8n parallel an.
Was wir bemerkt haben
- 2023 — Zapier führte „Tables” (No-Code-Datenbank) und „Interfaces” (einfacher UI-Builder) ein und positioniert sich als Plattform über reine Automatisierung hinaus. Beide Features sind heute reifer und in Free- und Professional-Plänen inklusive.
- 2023–2024 — Mehrfache Preisanpassungen: Der Professional-Plan wurde von einem Festpreis (49 USD/2.000 Tasks) auf eine gestaffelte Skala ab 19,99 USD/Monat für 750 Tasks umgestellt. Wirkt günstiger im Einstieg, ist bei höherem Volumen aber nicht günstiger geworden. Gleichzeitig wurde der kostenlose Plan auf 100 Aufgaben/Monat gedeckelt — frühere Limits waren großzügiger.
- 2024 — Zapier veröffentlichte den Copilot, der Zaps aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache baut. Damit hat Zapier eine zentrale UX-Hürde der Automatisierung beseitigt und sich vor Make.com positioniert.
- 2024 — Aus dem 2023 angekündigten Zapier Central wurde Zapier Agents — autonome KI-Agenten, die Aufgaben selbstständig planen und ausführen statt nur Trigger-Aktion-Schemata abzuarbeiten. Inzwischen als eigenständiges, kostenpflichtiges Add-on positioniert (Free: 400 Aktivitäten/Monat, Pro: 33,33 USD/Monat für 1.500 Aktivitäten).
- 2025 — Zapier MCP veröffentlicht (zunächst als Beta): Ein einziger Endpunkt, mit dem Claude, ChatGPT, Cursor oder beliebige andere MCP-fähige KI-Modelle direkten Zugriff auf alle 9.000 Zapier-Konnektoren bekommen. Das ist strategisch bedeutsam — Zapier positioniert sich als „Werkzeug-Layer” für KI-Agenten, nicht nur als klassisches iPaaS. MCP-Calls verbrauchen je zwei Tasks aus dem Plan.
- 2025 — Canvas wird zum vollwertigen Planungswerkzeug: KI-gestütztes Diagramm für mehrstufige Workflows, gut für Team-Reviews und Prozessdokumentation, weniger für die direkte Ausführung gedacht.
- Mai 2026 — Die App-Anzahl ist von früher kommunizierten 7.000 auf 9.000+ Konnektoren gestiegen. Eine native EU-Datenresidenz für Standardpläne gibt es weiterhin nicht — diese Lücke ist seit Jahren unverändert und ein Grund, warum europäische DSGVO-sensible Workflows oft auf Make.com oder n8n umziehen.
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