Personio
Personio SE & Co. KG
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Personio im Team einführen? KI-Training anfragen
Personio ist HR-Software für 10 bis 10.000 Mitarbeitende mit Personalakte, Zeiterfassung, Recruiting, Payroll und KI-Assistent, gehostet in Frankfurt. Öffentlich nennt Personio nur einen Einstiegspreis ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat, das konkrete Angebot gibt es erst nach einer Demo. KI-Funktionen rechnet Personio nutzungsbasiert über KI-Credits ab, Admins können sie jederzeit abschalten.
Kosten: Öffentlich nennt Personio nur noch einen Einstiegspreis: HR-Lösungen (Core, Core Pro) ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat, das konkrete Angebot kommt nach einer Demo. Payroll und weitere Apps (Recruiting, Performance, Vergütung, Surveys, Whistleblowing, Employer of Record, DATEV-Integration) nur mit Preis im Angebot. KI-Funktionen werden nutzungsbasiert über KI-Credits abgerechnet, Extra Usage monatlich nachträglich. Einmalige Einrichtungsgebühr je nach Unternehmensgröße. Jahresabo mit 12 Monaten Mindestlaufzeit, laut AGB auch monatliche Laufzeit möglich. Laut AGB alle Beträge zuzüglich Steuern. 14 Tage kostenlos testen. Stand 3. Oktober 2026.
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Stärken
- Auf deutsches Arbeitsrecht und deutsche Lohnabrechnung ausgerichtet: vorbereitende Lohnbuchhaltung, bis zu 600 Arbeitszeitmodelle in Core Pro, Anbindung an DATEV, ADDISON und ADP AdvancedPay oder eigene Personio Payroll
- Daten in Frankfurt auf Personios AWS-Instanz, laut Anbieter verlassen sie die EU nicht; ISO 27001 mit jährlichem externem Audit
- Personio Assistant beantwortet Fragen zu Personal-, Zeit-, Vergütungs- und Recruiting-Daten in natürlicher Sprache und hält sich an die bestehenden Zugriffsrechte
- Kein Training von KI-Modellen mit Kundendaten, Inputs oder Outputs, laut AGB auch nicht bei eingesetzten Drittanbietern für KI
- Deckt den HR-Lebenszyklus ab, von Recruiting und Onboarding über Performance und Vergütung bis Offboarding, inzwischen auch Employer of Record als App
- Über 200 Integrationen (Slack, Microsoft Teams, Google, Zapier) und API-Zugriff ab Core Pro
Einschränkungen
- Wenig Preistransparenz: öffentlich nur noch ein Einstiegspreis ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat, Payroll, Apps und Einrichtungsgebühr erst im Angebot
- KI-Funktionen laufen über KI-Credits mit monatlich nachberechneter Extra Usage, den Satz veröffentlicht Personio nicht, Bonus-Credits verfallen nach 30 Tagen
- AGB erlauben bei jeder Verlängerung eine Preiserhöhung um bis zu 5 Prozent, im Jahresvertrag gilt eine Kündigungsfrist von 90 Tagen
- Implementierung bindet HR-Ressourcen, die Datenmigration ist der kritische Engpass
- Für Teams unter 10 Personen überdimensioniert, Personio nennt selbst 10 Mitarbeitende als Untergrenze
- Bei Konzernstrukturen und parallelen Tarifverträgen stößt die Konfiguration an Grenzen
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verwaltest 10 oder mehr Mitarbeitende und HR-Prozesse laufen noch über Excel und E-Mail
- Du nutzt DATEV für die Gehaltsabrechnung und willst doppelte Dateneingabe vermeiden
- Du brauchst digitales Recruiting, Onboarding und Zeiterfassung aus einem System
- Deutsches Arbeitsrecht, EU-Hosting und ein ISO-27001-zertifizierter Anbieter sind Pflichtanforderungen
Wann nein
- Dein Team hat weniger als 10 Personen, dafür ist Personio zu groß und zu teuer
- Du willst Preise vergleichen, ohne vorher eine Demo zu buchen
- Du suchst eine HR-Suite mit voller Tiefe für Mitarbeitende außerhalb des DACH-Raums
- Du willst KI-Kosten pauschal planen statt nutzungsbasiert über Credits
Kurzfazit
Personio ist für deutsche KMU die naheliegende HR-Software, weil sie konsequent auf deutsches Arbeitsrecht und die Lohnabrechnung über DATEV ausgerichtet ist. Über 16.000 Unternehmen nutzen sie laut Anbieter, geeignet ist sie für 10 bis 10.000 Mitarbeitende, der Einstieg liegt bei 7,60 € pro Kopf und Monat. Die Daten liegen in Frankfurt, KI-Funktionen rechnet Personio nutzungsbasiert über KI-Credits ab. Den vollen Preis siehst du erst nach einer Demo, und für stark internationale Konzerne sind Workday oder SAP SuccessFactors die bessere Wahl.
Für wen ist Personio?
HR-Verantwortliche in wachsenden KMU: Personio ist für den Moment gebaut, in dem Excel und E-Mail nicht mehr reichen. Urlaubsanträge, Onboarding-Checklisten, Gehaltsänderungen und Dokumente laufen über ein System mit Genehmigungsworkflows. Personio selbst unterscheidet zwischen wachsenden Unternehmen unter 200 Mitarbeitenden, dem Mittelstand mit 200 bis 1.000 und Enterprise-Kunden darüber.
Unternehmen mit DATEV-Kanzlei: Die DATEV-Integration ist als App buchbar und überträgt Zu- und Abgänge sowie Gehaltsänderungen an die Lohnbuchhaltung der Kanzlei, ohne Doppelerfassung. Wer die Abrechnung lieber im Haus behält, bekommt mit Personio Payroll eine eigene Lohnabrechnung, alternativ bindet Personio ADDISON und ADP AdvancedPay an.
Betriebe mit Schichten und flexiblen Arbeitszeiten: Handwerk, Pflege, Handel und Dienstleister profitieren von der Zeiterfassung mit Projektverfolgung und Geolokalisierung. Core Pro unterstützt laut Vergleichstabelle bis zu 600 Arbeitszeitmodelle, Core nur die üblichen.
HR-Teams, die KI kontrolliert einsetzen wollen: Personio Assistant beantwortet Fragen wie „Wie hat sich die Fluktuation im Vertrieb entwickelt?“ in natürlicher Sprache, auf Basis von Personal-, Zeit-, Vergütungs- und Recruiting-Daten. Jede Person sieht dabei nur, wofür sie ohnehin berechtigt ist, und Admins können die Funktion jederzeit abschalten.
Recruiting-Teams: Die Recruiting-App verwaltet Stellenanzeigen, Bewerbungen und Feedback in einer Oberfläche und bindet kostenpflichtige Stellenportale direkt an. Personio wirbt mit 80 Prozent Produktivitätssteigerung im Recruiting, legt die Methodik auf der Preisseite aber nicht offen.
Weniger geeignet für: Kleinstunternehmen unter 10 Personen, Konzerne mit vielen Ländergesellschaften und tiefem internationalem Payroll-Bedarf, und alle, die Preise vergleichen wollen, bevor sie mit einem Vertriebsteam sprechen.
Preise im Detail
| Plan oder Baustein | Preis laut Personio | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Core | HR-Lösungen ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat, genauer Preis nach Demo | Digitale Personalakte, Dokumente und E-Signaturen (E-Signatur-Workflows laut Tabelle „8 % der Beschäftigten“), Zeiterfassung mit üblichen Arbeitszeitmodellen, Abwesenheiten, vorbereitende Lohnbuchhaltung, Standard-Berichte, Workflow-Automatisierung, eine Gesellschaft |
| Core Pro | unter demselben Einstiegspreis „HR-Lösungen ab 7,60 €“ geführt, genauer Preis nach Demo | Alles aus Core plus Positionsmanagement, Personalplanung, 600 Arbeitszeitmodelle, unbegrenzte Dokumente, E-Signaturen und Gesellschaften, erweiterte Berichte, API-Zugriff, OAuth, Okta und Microsoft Entra ID |
| Payroll (App) | Preis im Angebot | Personio Payroll als eigene Lohnabrechnung, alternativ vorbereitende Entgeltabrechnung für DATEV, ADDISON oder ADP AdvancedPay |
| Weitere Apps | Preis im Angebot | Recruiting, Performance & Entwicklung, Vergütungsmanagement, Surveys, Whistleblowing, Employer of Record, Premium Support (zusätzliche Account Owner, Sandbox), DATEV-Integration |
| KI-Funktionen | nutzungsbasiert in KI-Credits, Satz nicht veröffentlicht | Personio Assistant und weitere KI-Funktionen; Bonus-Credits verfallen nach 30 Tagen, Prepaid Credits nach 12 Monaten oder zum Vertragsende; Extra Usage nach Admin-Zustimmung, Spend Limit einstellbar |
| Einrichtung | einmalige Gebühr, Höhe je nach Unternehmensgröße | Ersteinrichtung des Accounts |
| Testphase | 14 Tage kostenlos | ein Testzeitraum je Kunde, danach wird das Konto gesperrt |
| Non-Profit | 10 % Rabatt bei jährlicher Vorauszahlung | Lizenzmodell zählt nur aktive Nutzer:innen |
Einstiegspreis laut Personio-Preisseite, abgerufen am 3. Oktober 2026 aus Deutschland. Laut AGB verstehen sich alle Beträge zuzüglich Steuern, es sind also Nettopreise.
Einordnung: Personio zeigt weniger Preise als noch im September. Damals nannte die Seite zusätzlich Payroll ab 5 € pro Mitarbeitendem und für Unternehmen bis 49 Mitarbeitende ein HR- und Payroll-Paket ab 14 €. In der Fassung vom 3. Oktober ist davon nichts mehr zu sehen, die Zahlen stehen nur noch im Textbestand der Seite. Wer mit ihnen kalkuliert, sollte sie sich im Angebot bestätigen lassen. Die 7,60 € sind eine Untergrenze: Bei 50 Mitarbeitenden ergibt das mindestens 380 € im Monat, bevor Payroll, Apps, KI-Credits und die Einrichtungsgebühr dazukommen. Zur Laufzeit widersprechen sich die Quellen nicht, sie ergänzen sich: Die Preisseite nennt ein Jahresabo mit 12 Monaten Mindestlaufzeit, die AGB lassen auch eine monatliche Laufzeit zu. Im Jahresvertrag kündigst du 90 Tage vor der Verlängerung, und Personio darf den Preis bei jeder Verlängerung um bis zu 5 Prozent anheben.
Stärken im Detail
Deutsches Arbeitsrecht ist kein Anhang, sondern das Fundament. Urlaubsansprüche, Arbeitszeitmodelle, vorbereitende Lohnbuchhaltung und Genehmigungsworkflows sind auf deutsche Verhältnisse ausgelegt. Core Pro bildet laut Vergleichstabelle bis zu 600 Arbeitszeitmodelle ab, das reicht auch für Betriebe mit Schichten, Teilzeitvarianten und mehreren Standorten. Wer versucht, das mit einem US-HR-Tool nachzubauen, versteht den Vorteil schnell.
Die Lohnabrechnung hat mehrere Wege. Personio kann die Abrechnung über eine DATEV-Kanzlei vorbereiten, an ADDISON oder ADP AdvancedPay übergeben oder mit Personio Payroll selbst abrechnen. Personio zitiert den Kunden Outfittery, bei dem der monatliche Gehaltslauf von bis zu acht Tagen auf zwei geschrumpft sei. Das ist eine Kundenaussage, kein unabhängiger Messwert, zeigt aber, wo der Hebel liegt.
Der KI-Assistent ist datenschutzseitig sauber gebaut. Personio Assistant arbeitet mit Large Language Models, prüft aber vor jeder Antwort die Zugriffsrechte: Die Geschäftsführung sieht unternehmensweite Zahlen, eine Abteilungsleitung nur ihr Team. Die Daten liegen laut Personio in Frankfurt auf der eigenen AWS-Instanz und verlassen die EU nicht. Die AGB schließen das Training von KI-Modellen mit Kundendaten, Inputs und Outputs aus, ausdrücklich auch bei Drittanbietern für KI.
Der HR-Lebenszyklus ist wirklich vollständig. Von der Stellenausschreibung über Bewerbermanagement, digitale Vertragsunterzeichnung und Onboarding bis zu Performance-Gesprächen, Gehaltsrunden und Offboarding läuft alles in einem System. Mit Employer of Record gibt es inzwischen auch eine App, um Mitarbeitende im Ausland ohne eigene Niederlassung zu beschäftigen.
Sicherheit ist dokumentiert, nicht nur behauptet. Personio ist nach ISO 27001 zertifiziert und lässt das jährlich extern prüfen, verschlüsselt Daten bei der Übertragung und im Ruhezustand, beauftragt regelmäßig externe Penetrationstests und hat einen dokumentierten Disaster-Recovery-Plan. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die TOM findest du direkt in der Software.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die Preistransparenz ist wieder gesunken. Im September nannte Personio noch drei Einstiegspreise, im Oktober ist nur einer übrig: „HR-Lösungen ab 7,60 €“. Was Payroll, Recruiting oder KI-Credits kosten, erfährst du erst im Angebot nach einer Demo. Für einen ehrlichen Vergleich mit Wettbewerbern musst du also mehrere Vertriebsgespräche führen. Workaround: Fordere im Angebot eine Aufschlüsselung nach Plan, Apps, KI-Credits und Einrichtungsgebühr.
KI kostet nutzungsbasiert und schwer planbar. Laut AGB in der Version 08-2026 laufen KI-Funktionen über KI-Credits. Sind die Credits aufgebraucht, arbeitet die Funktion nach Zustimmung eines Admins weiter und Personio rechnet die Extra Usage im Folgemonat ab, zu einem Satz, den Personio nicht veröffentlicht. Geschenkte Bonus-Credits verfallen nach 30 Tagen, gekaufte nach 12 Monaten oder zum Vertragsende. Workaround: Setze vom ersten Tag an ein Spend Limit.
Die Vertragsbedingungen sind anbieterfreundlich. Im Jahresvertrag beträgt die Kündigungsfrist 90 Tage vor der Verlängerung, die im Angebot festgelegte Mindestnutzerzahl gilt für die gesamte Laufzeit, und Personio darf den Preis bei jeder Verlängerung um bis zu 5 Prozent erhöhen. Wer schrumpft oder wechseln will, muss die Fristen im Kalender haben.
Die Einführung ist ein Projekt. Es gibt zwar eine 14-tägige Testphase, aber der produktive Start bedeutet Datenmigration, Rechtekonzept, gegebenenfalls eine Betriebsvereinbarung und Schulung. Für Unternehmen ohne dedizierte HR-Person ist das Risiko erheblich, dass das Projekt liegenbleibt.
Bei Konzernen und internationalen Strukturen stößt Personio an Grenzen. Personio wirbt damit, auch für internationale Organisationen zu funktionieren, und bietet inzwischen Employer of Record an. Die Tiefe liegt aber im DACH-Raum: Länderspezifische Lohnabrechnung, mehrere Tarifverträge parallel und komplexe Matrixorganisationen sind nicht die Stärke. Wer überwiegend international aufgestellt ist, sollte Workday oder SAP SuccessFactors gegenprüfen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| ein kleineres Team hast und einen modularen Einstieg ab 8 € je Nutzer mit Testzugang suchst | Factorial HR |
| eine stark konfigurierbare HR-Suite aus Deutschland mit Hosting in Deutschland willst | rexx systems |
| als Konzern HR und Finanzen international in einem System führen willst | Workday |
| bereits auf SAP setzt und HR in die SAP-Landschaft integrieren musst | SAP SuccessFactors |
| nur die Lohnabrechnung digitalisieren willst, ohne vollständige HR-Suite | DATEV über deine Steuerkanzlei |
Weitere Kandidaten ohne eigene Seite bei uns sind HRworks für kleine deutsche Betriebe und BambooHR für Teams mit Schwerpunkt außerhalb Europas. Personio ist für DACH-KMU mit DATEV-Anbindung die stärkste Option, aber nicht die günstigste und nicht für jede Unternehmensgröße die richtige.
So steigst du ein
Schritt 1: Starte die 14-tägige Testphase oder buche eine Demo und plane 45 bis 60 Minuten ein. Bereite Mitarbeiterzahl, Abrechnungsweg (DATEV-Kanzlei, ADDISON, ADP oder Abrechnung im Haus) und deine drei größten HR-Baustellen vor. Lass dir im Angebot getrennt ausweisen: Plan, Payroll, jede App, KI-Credits mit Satz für Extra Usage, Einrichtungsgebühr, Laufzeit monatlich oder jährlich und die Preisanpassung bei Verlängerung.
Schritt 2: Kläre vor dem Vertrag den Datenschutz. Das Addendum zur Datenverarbeitung ist Teil der AGB, die Liste der Unterauftragsverarbeiter und die TOM findest du nach dem Login unter Einstellungen > Support > Abonnement & Rechnung > Datenschutzinformationen. Hast du einen Betriebsrat, binde ihn früh ein, denn ein HR-System mit Zeiterfassung und KI-Auswertungen ist mitbestimmungspflichtig.
Schritt 3: Starte mit einem Modul, nicht mit allem gleichzeitig. Zuerst Abwesenheiten und digitale Personalakte, das sehen alle Mitarbeitenden sofort. Recruiting und Payroll folgen im zweiten Schritt. Den KI-Assistenten schaltest du bewusst frei, legst ein Spend Limit fest und definierst, wer ihn nutzen darf.
Ein konkretes Beispiel
Eine IT-Beratung aus Hamburg mit 60 Mitarbeitenden hat HR bisher mit Google Sheets und E-Mail verwaltet: Urlaubsanträge per Mail, Verträge als PDF-Anhang, Onboarding auf Papier. Mit Personio Core Pro bekommen neue Mitarbeitende am ersten Tag automatisch ihre Checkliste, Verträge werden digital signiert, und die DATEV-Integration überträgt monatlich alle Gehaltsänderungen an die Steuerkanzlei. Laut Einstiegspreis liegen die Lizenzkosten bei mindestens 456 € im Monat (60 × 7,60 €), plus DATEV-App, Einrichtung und KI-Credits. Vor der Gehaltsrunde fragt die HR-Leiterin den Assistenten nach der Gehaltsverteilung je Team und lädt das Diagramm für die Geschäftsführung herunter, statt einen halben Tag Pivot-Tabellen zu bauen. Schätzungsweise spart sie so rund zwei Arbeitstage pro Monat an Verwaltung.
Nicht sicher, ob Personio zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Frankfurt, auf Personios AWS-Instanz in der EU. Laut Personio verlassen die Daten die EU nicht und werden nicht an Dritte weitergegeben.
- Zertifizierung und Sicherheit: ISO 27001 mit jährlichem externem Audit, Verschlüsselung bei Übertragung und im Ruhezustand, regelmäßige externe Penetrationstests, dokumentierter Disaster-Recovery-Plan.
- Auftragsverarbeitung: Personio handelt als Auftragsverarbeiter. Das Addendum zur Datenverarbeitung auf personio.de/agb ist Vertragsbestandteil und geht den AGB im Konfliktfall vor. TOM und Unterauftragsverarbeiter stehen in der Software, neue Unterauftragsverarbeiter kündigt Personio per E-Mail an, du hast 14 Tage Zeit für einen Einspruch.
- KI und Training: Personio nutzt Kundendaten, Inputs und Outputs nicht zum Training von KI-Modellen, das gilt laut AGB auch für eingesetzte Drittanbieter für KI. Welche Drittanbieter das sind, nennt Personio öffentlich nicht, das steht in der Liste im Account.
- Abschaltbarkeit: KI-Funktionen sind optional, Admins können einzelne Funktionen oder den gesamten Credit-Verbrauch jederzeit deaktivieren. Personio Assistant hält sich an die bestehenden Zugriffsrechte.
- EU AI Act: KI-Funktionen für Recruiting oder arbeitsbezogenes Screening können Hochrisiko-KI sein. Aktivierst du sie, wirst du Betreiber mit eigenen Pflichten, und KI-Ergebnisse dürfen laut AGB nie alleinige Grundlage für Entscheidungen zu Einstellung, Leistung, Vergütung oder Kündigung sein.
- Vertragsende: 30 Tage Selbstexport, danach löscht Personio die Daten, auf Anfrage mit schriftlicher Löschbestätigung.
- Empfehlung: Personio ist eine der HR-Plattformen mit dem konsequentesten EU-Datenschutzfokus. Prüfe vor dem Vertrag die Unterauftragsverarbeiter, insbesondere die KI-Drittanbieter, und regle KI-Nutzung und Auswertungen in einer Betriebsvereinbarung.
Gut kombiniert mit
- DATEV, die DATEV-Integration ist für viele deutsche KMU der wichtigste Grund für Personio: HR-Verwaltung in Personio, Lohnbuchhaltung in der DATEV-Kanzlei, Datenübergabe ohne Doppeleingabe
- Make.com, Personio-Ereignisse als Auslöser für automatisierte Abläufe: bei Vertragsabschluss automatisch ein IT-Ticket anlegen, bei Austritt Zugänge sperren, bei Jubiläum eine Gratulation versenden
- Microsoft 365 Copilot, Personio für HR-Stammdaten und Prozesse, Microsoft 365 Copilot für Kommunikation und Dokumente im HR-Team, keines ersetzt das andere
Häufige Fragen zu Personio
Was kostet Personio?
Öffentlich nennt Personio nur einen Einstiegspreis: HR-Lösungen ab 7,60 € pro Mitarbeitendem und Monat, netto. Payroll, Apps wie Recruiting und die KI-Credits kommen dazu, ihren Preis erfährst du erst im Angebot nach einer Demo. Außerdem fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, die von der Unternehmensgröße abhängt.
Kann ich Personio kostenlos testen?
Ja. Laut AGB bekommst du einen kostenlosen Testzeitraum von 14 Tagen, einmal je Kunde. Danach sperrt Personio das Konto, bis du einen kostenpflichtigen Vertrag abschließt.
Wo speichert Personio die Daten?
In Frankfurt, auf Personios AWS-Instanz in der EU. Laut Personio verlassen die Daten die EU nicht, und Personio ist nach ISO 27001 zertifiziert.
Was kann der KI-Assistent von Personio?
Personio Assistant beantwortet Fragen zu Personal-, Zeit-, Vergütungs- und Recruiting-Daten in natürlicher Sprache, als Text und Grafik. Er hält sich an die Zugriffsrechte, trainiert nicht mit deinen Daten und lässt sich jederzeit abschalten. Abgerechnet wird nutzungsbasiert über KI-Credits.
Kann ich Personio monatlich kündigen?
Laut AGB kannst du zwischen monatlicher und jährlicher Laufzeit wählen. Monatlich gilt eine Kündigungsfrist von 15 Tagen vor der Verlängerung, jährlich von 90 Tagen. Die Preisseite selbst nennt nur das Jahresabo mit 12 Monaten Mindestlaufzeit, frag also im Angebot nach.
Unser Fazit
Personio verdient 4 von 5 Sternen. Für KMU im DACH-Raum mit rund 10 bis 1.000 Mitarbeitenden und DATEV-Anbindung gibt es kaum eine stimmigere HR-Software, offiziell deckt Personio 10 bis 10.000 Mitarbeitende ab. Deutsches Arbeitsrecht, Hosting in Frankfurt, ISO 27001 und ein KI-Assistent, der Zugriffsrechte respektiert und nicht mit Kundendaten trainiert, sind ein starkes Paket. KI ist dabei ein Baustein, nicht der Kern des Produkts, deshalb ordnen wir Personio bei den KI-Features ein. Den fünften Stern kosten die schrumpfende Preistransparenz, die schwer planbaren KI-Credits, die 5-Prozent-Klausel bei Verlängerung und die Schwäche bei internationalen Konzernstrukturen.
Was wir bemerkt haben
- Oktober 2026, Die Preisseite zeigt nur noch „HR-Lösungen ab 7,60 €“ pro Mitarbeitendem und Monat. Payroll ab 5 € und das Paket für Unternehmen bis 49 Mitarbeitende ab 14 €, beide im September noch sichtbar, erscheinen in der geladenen Fassung nicht mehr. Die Bedingungen dazu („bis zu 49“, „Core Pro + Expert“) sind ganz von der Seite verschwunden. Neu in der App-Liste ist Employer of Record.
- Oktober 2026, Die AGB in der Version 08-2026 enthalten eigene Bedingungen für KI-Funktionen: Abrechnung über KI-Credits, Bonus-Credits verfallen nach 30 Tagen, Extra Usage wird monatlich nachberechnet, Admins können ein Spend Limit setzen. Gleichzeitig verpflichtet sich Personio, Kundendaten, Inputs und Outputs nicht zum Training zu nutzen, auch nicht bei Drittanbietern für KI.
- Oktober 2026, Laut AGB sind alle Preise Nettopreise, die Laufzeit ist monatlich oder jährlich wählbar, und Personio darf bei jeder Verlängerung um bis zu 5 Prozent erhöhen. Die Preisseite nennt weiterhin nur das Jahresabo.
- Oktober 2026, Korrektur: Wir hatten Factorial HR als Alternative mit offenen Preisen und sofortiger Buchung geführt. Factorial nennt ebenfalls nur einen Einstiegspreis ab 8 € je Nutzer, die genauen Preise gibt es auf Anfrage. Personio bietet laut AGB seinerseits eine 14-tägige Testphase.
- September 2026, Personio nannte auf der Preisseite Einstiegspreise: ab 50 Mitarbeitenden HR-Lösungen ab 7,60 € und Payroll ab 5 € pro Mitarbeitendem und Monat, bis 49 Mitarbeitende HR + Payroll ab 14 €. Beim Abruf erschien die Seite in zwei Fassungen, eine davon ohne jeden Preis. Die Eignung gab Personio mit 10 bis 10.000 Mitarbeitenden an.
- Juni 2026, Bei unserer Quellenprüfung listete Personio auf der Preisseite keine konkreten Preise, das Angebot kam ausschließlich nach einer Demo. Im FAQ nannte Personio damals eine Eignung für 10 bis 5.000 Mitarbeitende und bewarb erstmals ausdrücklich internationale Teams.
Quellen
- Personio – Pläne und Preise. https://www.personio.de/preise/ (abgerufen am 2026-10-03). Abgerufen aus Deutschland, gerendert im Browser. Sichtbar: „HR-Lösungen ab 7,60 € pro Monat/Mitarbeitendem“ über Core und Core Pro, beide nur mit „Demo buchen“. Vergleichstabelle: Gesellschaften-Verwaltung 1 Gesellschaft (Core) gegen unbegrenzt (Core Pro), übliche Arbeitszeitmodelle gegen 600 Arbeitszeitmodelle, E-Signatur-Workflows „8 % der Beschäftigten“ gegen unbegrenzt, Positionsmanagement, Personalplanung, OAuth, Okta- und Microsoft-Entra-ID-Integration und benutzerdefinierte Integrationen nur in Core Pro. Apps: Payroll, Recruiting, Surveys, Vergütungsmanagement, Performance & Entwicklung, Whistleblowing, Employer of Record (EOR), Premium Support (zusätzliche Account Owner und Sandbox), DATEV-Integration. Non-Profit: „Sparen Sie 10 % bei jährlicher Vorauszahlung“, Lizenzmodell „berücksichtigt nur Ihre aktiven Nutzer:innen“. „Über 16.000 Unternehmen vertrauen uns“, über 200 Integrationen, „80 % Produktivitätssteigerung im Recruiting“, Outfittery: Gehaltslauf von bis zu acht Tagen auf zwei. FAQ: Preis hängt von Beschäftigtenzahl und Apps ab, „Personio ist für Unternehmen mit 10 bis 10.000 Mitarbeitenden geeignet“, „Das Jahresabo hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten“, einmalige Einrichtungsgebühr je nach Unternehmensgröße. Die Angaben „Ab 14 € pro Monat/Mitarbeitendem“ und „Payroll-Lösungen ab 5 € pro Monat/Mitarbeitendem“ stehen nur noch im Textbestand der Seite und werden nicht angezeigt; die Bedingungen „bis zu 49“ und „Core Pro + Expert“ fehlen ganz..
- Personio – Pläne und Preise (Stand September 2026). https://www.personio.de/preise/ (abgerufen am 2026-09-18). Abgerufen aus Deutschland in mehreren Durchläufen, die Seite erschien in zwei Fassungen. Fassung mit Preisen: „HR-Lösungen ab 7,60 € pro Monat/Mitarbeitendem“ (Core und Core Pro), „Payroll-Lösungen ab 5 € pro Monat/Mitarbeitendem“, „Nur in Kombination mit Ihrem HR-Abonnement verfügbar“; für „Kleinunternehmen Bis zu 49“: „Ab 14 € pro Monat/Mitarbeitendem HR + Payroll Plattform“, gültig für „Core Pro + Expert“ bei jährlicher Zahlungsweise, exklusive einer zusätzlichen Steuerberatergebühr. Fassung ohne Preise: „Preise, die zu Ihnen passen.“, Core und Core PRO nur mit „Demo buchen“..
- Personio – KI-Assistent (Personio Assistant). https://www.personio.de/funktionen/assistant/ (abgerufen am 2026-10-03). Personio Assistant beantwortet Fragen in natürlicher Sprache mithilfe von Large Language Models, greift derzeit auf Personal-, Zeit-, Vergütungs- und Recruiting-Daten zu und befolgt dieselben Zugriffsrechte wie Personio allgemein; Diagramme zum Herunterladen mit KI-Zusammenfassung; „Daten werden in Frankfurt gespeichert und verlassen niemals die EU“; „Ihre Daten werden auf der AWS-Instanz von Personio in der EU gehostet und nicht an Dritte weitergegeben. Personio Assistant verwendet Ihre Daten nicht zum Trainieren von Modellen“; KI-Funktion jederzeit in den Einstellungen deaktivierbar..
- Personio – Datenschutz nach EU-DSGVO und Trust Center. https://www.personio.de/datenschutz/ (abgerufen am 2026-10-03). ISO 27001 zertifiziert, jährliche Prüfung durch eine unabhängige externe Prüfungsgesellschaft; Einhaltung der wesentlichen DSGVO-Anforderungen über Anwendung, Infrastruktur und Organisation; Liste aller verpflichtenden und optionalen externen Auftragsverarbeiter im Personio-Account; veröffentlichte TOM; Verschlüsselung bei Übertragung und im Ruhezustand; regelmäßige externe Penetrationstests; dokumentierter Disaster-Recovery-Plan; Grundsätze für verantwortungsvolle KI..
- Personio – AGB, Addendum zur Datenverarbeitung und Bedingungen für KI-Funktionen (Version 08-2026). https://www.personio.de/agb/ (abgerufen am 2026-10-03). 14 Tage kostenloser Testzeitraum, nur einmal je Kunde (2.1); Wahl zwischen monatlicher und jährlicher Laufzeit, monatlich mit 15 Tagen, jährlich mit 90 Tagen Kündigungsfrist vor Verlängerung (7.1 bis 7.3); 30 Tage Selbstexport nach Vertragsende, danach Löschung (7.6); Mindestnutzerzahl aus dem Angebot gilt für die Laufzeit (8.3); alle Beträge zuzüglich Steuern (8.4); KI-Overage monatlich nachträglich (8.5); Preiserhöhung bei Verlängerung um bis zu 5 Prozent, nie über Listenpreis (12.4); Personio ist Auftragsverarbeiter, das Addendum zur Datenverarbeitung ist Vertragsbestandteil und geht den AGB vor (11.1); TOM und Liste der Unterauftragsverarbeiter in der Software unter Einstellungen > Support > Abonnement & Rechnung > Datenschutzinformationen, neue Unterauftragsverarbeiter per E-Mail mit 14 Tagen Einspruchsfrist. KI-Bedingungen: KI-Funktionen optional und durch Admins abschaltbar, nutzungsbasiert in KI-Credits, Bonus-Credits verfallen nach 30 Tagen, Prepaid Credits nach 12 Monaten oder Vertragsende, Extra Usage nach Admin-Zustimmung, Spend Limit; kein Training mit Kundendaten, Inputs oder Outputs, auch nicht bei Drittanbietern für KI; Recruiting- und Screening-Funktionen können Hochrisiko-KI nach EU AI Act sein, der Kunde wird dann Betreiber; Output darf nicht alleinige Grundlage für Entscheidungen zu Einstellung, Leistung, Vergütung oder Kündigung sein..
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