SLOC Sensors (HACCP & Cold Chain)
SLOC GmbH (Graz, Österreich)
Industrial-IoT-Sensoren aus Graz für Temperatur-, Bewegungs- und Füllstandsüberwachung. Der KI-Anteil ist eng begrenzt: Nur die Füllstand-Prognose nutzt Machine Learning, die HACCP- und Cold-Chain-Sensoren liefern reine Messdaten mit Schwellwert-Alarmen. Für Betriebe, die ohnehin eine Sensor-Infrastruktur ausrollen, eine solide Hardware-Option, aber kein KI-Tool im engeren Sinn.
Kosten: Preise auf Anfrage, Sensor-Hardware typischerweise mehrere hundert Euro pro Gerät, monatliche Datengebühren je nach Vertrag. Konkrete Listenpreise veröffentlicht SLOC nicht.
Kategorien
Stärken
- Robuste Hardware: NB-IoT, IP67, Batterielaufzeiten mehrere Jahre
- Sensoren melden Temperatur, Erschütterung, Deckelöffnung, Position
- Schwellwert-Alarme per SMS oder E-Mail in Echtzeit
- Datenexport zu HACCP-Software (z. B. Flowtify) möglich
- Direkter Hersteller-Kontakt in Graz, deutschsprachiger Support
Einschränkungen
- Echter KI-Einsatz nur in der Füllstand-Prognose (Abfall-/Logistik-Use-Case)
- Keine Anomalie-Erkennung oder Predictive Maintenance bei Temperatur-Trackern
- Keine veröffentlichten Listenpreise, jede Kalkulation läuft über Vertriebsanfrage
- Datenschutzerklärung erwähnt invalidiertes Privacy-Shield und viele US-Drittdienste
- Keine eigenständige HACCP-Software, nur Datenlieferant, Auswertung extern
- Schmaler Markt: Hauptfokus ist Abfall- und Staplerlogistik, nicht Lebensmittel
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du brauchst robuste IoT-Sensoren für Cold Chain oder Lager
- Du hast bereits eine HACCP-Software und brauchst nur Datenlieferanten
- Du operierst in Österreich oder DACH und willst regionalen Support
- Du brauchst Sensoren für mehrere Jahre Laufzeit ohne Stromanschluss
Wann nein
- Du erwartest KI-gestützte Auswertung oder Anomalie-Erkennung
- Du suchst eine vollständige HACCP-Lösung aus einer Hand
- Du brauchst transparente, schnell vergleichbare Listenpreise
- Du hast strenge DSGVO-Anforderungen und brauchst klar dokumentiertes EU-Hosting
Kurzfazit
SLOC ist ein Industrial-IoT-Anbieter aus Graz, dessen Hardware in der Abfall-, Logistik- und Cold-Chain-Branche eingesetzt wird. Die Sensoren, robust, langlebig, NB-IoT-basiert, liefern verlässliche Messdaten und Schwellwert-Alarme. Was sie nicht sind: ein KI-Werkzeug. Außerhalb der Füllstand-Prognose im Abfall-Bereich, die per Machine Learning zukünftige Füllstände schätzt, arbeitet das Portfolio mit klassischen Sensorwerten und festen Grenzwerten. Wer eine HACCP-Lösung mit echter KI-Anomalieerkennung sucht, ist hier falsch. Wer eine zuverlässige Sensor-Infrastruktur braucht und die Datenauswertung in einer separaten HACCP- oder Logistik-Plattform durchführt, bekommt solide Hardware aus dem DACH-Raum.
Für wen ist SLOC?
Abfall- und Logistikbetriebe (Kernmarkt): Hier ist SLOC zu Hause. Smart-Waste-Container mit Füllstandsmessung, Stapler-Tracking, Container-Verfolgung, das Portfolio ist breit, und die Füllstand-Prognose ist das einzige Produkt, das tatsächlich mit KI arbeitet. Für Entsorgungsunternehmen, die Touren auf Basis von Prognosen optimieren wollen, ist das ein konkreter Use Case.
Cold-Chain- und Pharma-Logistik: Der STT-300 (und der erweiterte STT-300+) ist als Temperatur- und Erschütterungstracker für Pharma-Transporte, Kühlcontainer und Gefahrgutüberwachung positioniert. Wer Sendungen mit definiertem Temperaturkorridor überwacht und einen lückenlosen Audit-Trail braucht, bekommt verlässliche Geräte.
Lebensmittelbetriebe mit bestehender HACCP-Software: Wer ohnehin schon eine HACCP-Plattform wie Flowtify oder FoodNotify im Einsatz hat und nur noch automatisierte Temperaturdaten einspielen will, kann SLOC-Sensoren als reinen Datenlieferanten nutzen. Die Auswertung, Dokumentation und Eskalation bleibt aber in der HACCP-Software.
DACH-Betriebe mit Wunsch nach regionalem Support: SLOC sitzt in Graz, kommuniziert auf Deutsch und ist erreichbar. Wer keinen englischsprachigen Support aus den USA oder Asien will, bekommt einen Ansprechpartner in der gleichen Zeitzone.
Weniger geeignet für: Betriebe, die ein KI-gestütztes HACCP-System mit Anomalieerkennung erwarten (Flowtify oder Safefood 360° decken die Software-Seite ab, aber die KI-Tiefe ist auch dort begrenzt). Kleine Gastronomiebetriebe ohne IT-Infrastruktur (zu komplex und teuer). Unternehmen, die transparente Listenpreise vergleichen wollen, bevor sie ins Vertriebsgespräch gehen.
Preise im Detail
| Komponente | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Sensor-Hardware (z. B. STT-300) | Auf Anfrage | Typische Industrie-IoT-Tracker liegen je nach Funktionsumfang im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Gerät |
| STT-300+ (mit GNSS, größerer Batterie) | Auf Anfrage | Premium-Variante, typischerweise mit Aufpreis |
| Datenverarbeitung / Plattformzugang | Auf Anfrage | Monatliche Gebühren je nach Vertrag und Geräteanzahl |
| Integration in Drittsoftware | Auf Anfrage | Über API/Export, Aufwand projektabhängig |
Einordnung: SLOC veröffentlicht keine Listenpreise auf der Website. Jede Anfrage läuft über das Vertriebsteam. Das ist im Industrial-IoT-Markt nicht unüblich, macht aber Budgetkalkulationen schwierig, wer drei Anbieter vergleichen will, muss drei Verkaufsgespräche führen. Erwartbar liegt eine kleine Installation (4–10 Sensoren, Cloud-Anbindung, ein Jahr Datengebühren) im vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Damit ist SLOC keine Lösung für den Einzelbäcker oder die Pizzeria, sondern für Betriebe, die eine geplante Sensor-Infrastruktur ausrollen und ein Projekt-Budget mitbringen.
Stärken im Detail
Robuste Hardware-Auslegung. Die SLOC-Tracker sind für den Industrieeinsatz gebaut: IP67-zertifiziert, mit Lithium-Batterien (3.500–8.000 mAh), Mehrwege-Konnektivität (NB-IoT, LTE-M, 2G, Bluetooth) und Stoß-/Bewegungserkennung. Die Geräte halten Kühlraum-Temperaturen, Transport-Vibrationen und mehrjährige Einsätze ohne Stromanschluss aus, das ist genau die Auslegung, die ein Cold-Chain- oder Lager-Use-Case verlangt.
Schwellwert-Alarme funktionieren zuverlässig. Sobald ein Sensor den definierten Korridor verlässt (z. B. Kühlraum > 7 °C), gehen Benachrichtigungen per SMS oder E-Mail raus. Das ist keine KI, sondern klassische Regel-basierte Logik, aber für HACCP-Compliance ist genau das gefordert: eine sofortige, dokumentierte Reaktion auf eine CCP-Überschreitung.
Direkter Hersteller-Kontakt. SLOC ist eine überschaubare GmbH mit Sitz in Graz. Geschäftsführung und Support sind direkt erreichbar, bei Hardware-Problemen, Anpassungswünschen oder Integrationen bekommst du einen Ansprechpartner, nicht einen Ticket-Bot. Für Industrieprojekte mit individuellem Zuschnitt ist das ein realer Vorteil gegenüber großen, anonymen IoT-Plattformen.
Sinnvolle Datenformate für Drittintegrationen. Die Messdaten lassen sich über API oder Export an HACCP- und ERP-Systeme weiterreichen. Wer bereits eine Software-Landschaft betreibt, muss nicht das ganze System auf SLOC umstellen, die Sensoren fügen sich als Datenlieferant ein. Das reduziert Migrationsrisiko und Vendor-Lock-in.
Füllstand-Prognose ist ein echtes KI-Feature. Im Abfall-Segment nutzt SLOC eine ML-basierte Prognose, die Füllstände auf Basis historischer Daten und Umgebungsfaktoren vorhersagt. Damit lassen sich Touren planen, bevor ein Container überläuft, und Leerfahrten vermeiden. Das ist der einzige Bereich, in dem SLOC mit echtem AI-Mehrwert argumentiert, und für Entsorger ein konkreter Hebel.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die HACCP-Sensoren sind keine KI. Wer auf der Website “AI” oder “intelligente Sensoren” liest und daraus auf Anomalieerkennung schließt, wird enttäuscht. Die Temperatur-Tracker liefern Messwerte und schlagen bei Schwellwert-Überschreitungen Alarm, das ist solide IoT-Technik, hat aber mit Machine Learning oder Predictive Analytics nichts zu tun. Wer eine echte KI-gestützte Anomaliedetektion sucht (z. B. graduell schleichende Temperaturanstiege erkennen, bevor der Grenzwert reißt), muss eine andere Plattform suchen.
Keine vollständige HACCP-Lösung. SLOC liefert die Sensor-Daten, nicht die HACCP-Dokumentation. Du brauchst zusätzlich eine HACCP-Software (z. B. Flowtify oder DIE HACCP APP), die Prüflisten, Audit-Trails, Mitarbeiter-Workflows und Reporting übernimmt. Das ist nicht zwingend ein Nachteil, viele Betriebe wollen genau diese Trennung, aber wer “eine Lösung aus einer Hand” sucht, muss zwei Anbieter koordinieren.
Intransparente Preise. Es gibt keine Listenpreise, keine Konfigurator, keine Beispielrechnungen. Jede Information läuft über den Vertrieb. Für KMU mit klarem Budget-Rahmen ist das eine Hürde, die Vergleichbarkeit gegenüber Wettbewerbern wie SensoScientific, Testo Saveris oder Comark Bluetooth-Loggern leidet darunter erheblich.
DSGVO-Versprechen schwer überprüfbar. Die Datenschutzerklärung der SLOC-Website verweist auf das längst invalidierte “EU-US Privacy Shield” und listet zahlreiche US-Drittdienste (Google Analytics, MailChimp, LinkedIn Insight Tag, YouTube). Wo die eigentlichen Sensordaten gehostet werden, ist auf der Website nicht klar dokumentiert. Wer DSGVO-sauber arbeiten will, muss vor Vertragsabschluss explizit AVV, Serverstandort und Sub-Prozessoren schriftlich klären.
Schmaler AI-Fokus auf den Abfall-Markt. Die ML-basierte Füllstand-Prognose ist klar für Entsorgungsunternehmen gebaut. Für Lebensmittel- oder Pharma-Betriebe ist sie irrelevant. Damit fehlt SLOC im Cold-Chain- und HACCP-Segment genau das Differenzierungsmerkmal, das in einer Bewertung als “KI-Tool” eigentlich zählen würde.
Österreichische GmbH, kein DACH-Riese. Mit zwei Geschäftsführern und einer überschaubaren Mitarbeiterzahl ist SLOC ein agiler Mittelständler, kein Konzern. Das bringt persönlichen Kontakt, aber auch wirtschaftliches Klumpenrisiko: Wenn das Unternehmen mal in Turbulenzen gerät, sitzt du mit einer Sensor-Infrastruktur da, deren Cloud-Backend du nicht selbst betreibst.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine vollständige HACCP-Software inklusive Workflows brauchst | Flowtify |
| Lebensmittel-Compliance mit Rezeptur- und Allergen-Modul kombinieren willst | FoodNotify |
| Den deutschen HACCP-Workflow für Gastronomie und Hotellerie suchst | DIE HACCP APP |
| Industrielle Qualitäts- und Sicherheitsdokumentation brauchst | Safefood 360° |
| Predictive Maintenance und Anomalieerkennung in der Produktion willst | Augury |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Testo Saveris (etablierter deutscher Anbieter für Temperaturmonitoring im Labor- und Lebensmittelbereich), Comark RF500 (Bluetooth/WLAN-basierte Logger für kleinere Installationen), SensoScientific (US-Anbieter mit starkem Pharma-Fokus) und Elpro Liberty (Schweizer Spezialist für GxP-konforme Cold-Chain-Logger mit ausführlicher Qualifizierungsdokumentation). Für reine HACCP-Compliance ohne KI-Anspruch sind Testo und Comark im DACH-Markt die etablierteren Optionen. SLOC sticht dort hervor, wo Abfall- oder Logistik-Use-Cases im Vordergrund stehen, und genau dann lohnt der Blick.
So steigst du ein
Schritt 1: Use Case und Sensor-Auswahl klären. Definiere zuerst genau, was du messen willst, Temperatur in Kühlräumen, Cold Chain im Transport, Erschütterungen beim Pharma-Versand, Füllstände im Abfall, und welche Konnektivität am Standort verfügbar ist (NB-IoT-Abdeckung, WLAN, LTE-M). SLOC bietet je nach Use Case unterschiedliche Hardware-Varianten, eine pauschale „Einheitslösung” gibt es nicht.
Schritt 2: Vertriebsanfrage mit konkretem Mengengerüst. Ohne Listenpreise kommst du nicht weiter, bevor du SLOC kontaktierst. Bereite die Anfrage mit konkreten Zahlen vor: Anzahl Sensoren, gewünschte Messfrequenz, Datenhaltungsdauer, gewünschte Integrationspunkte (E-Mail-Alarm, API zu Drittsystem, Dashboard-Zugriff). Frag im selben Aufschlag nach AVV, Serverstandort und Sub-Prozessoren, bevor du in eine Mehrjahreslaufzeit eintrittst.
Schritt 3: Pilotinstallation, dann Vollbetrieb. Starte mit 2–4 Sensoren an besonders kritischen Stellen (z. B. Tiefkühlraum, Versandkühltransport). Beobachte 4–6 Wochen, ob die Alarmlogik passt, die Konnektivität stabil ist und die Daten zuverlässig in deiner HACCP-Software ankommen. Erst dann skalieren, Industrial-IoT-Rollouts ohne Pilot enden regelmäßig in teuren Hardware-Friedhöfen.
Ein konkretes Beispiel
Eine mittelständische Fleischverarbeitung in der Steiermark betreibt vier Kühlräume und vier Cold-Chain-Touren pro Tag. Sie installiert acht SLOC-Sensoren: vier stationär in den Kühlräumen, vier mobil in den Kühlfahrzeugen. Die Sensoren senden Temperaturwerte alle 15 Minuten an die SLOC-Cloud, bei Schwellwert-Überschreitung geht eine SMS direkt an den diensthabenden Betriebsleiter. Die Daten werden parallel per API in die bestehende HACCP-Software (Flowtify) eingespeist, wo sie automatisch in die Tagesdokumentation einfließen. Bei der jährlichen AMA-Auditierung sind alle Messreihen lückenlos abrufbar, kein manuelles Nachtragen, keine Diskussion über fehlende Einträge. Zeitersparnis: ca. 3 Stunden pro Woche an manuellen Temperaturkontrollen. Was die Lösung nicht liefert: eine Vorhersage, dass Kühlraum 3 in drei Tagen wegen Verdichterproblemen ausfallen wird, diese Form von Predictive Maintenance müsste separat über ein Wartungssystem kommen. SLOC liefert die Datenbasis, die Intelligenz steckt anderswo.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Auf der Website nicht klar dokumentiert. SLOC sitzt in Österreich, das Sensoren-Backend wird vermutlich in der EU betrieben, eine schriftliche Bestätigung sollte vor Vertragsabschluss eingeholt werden.
- Drittdienste: Die SLOC-Website selbst integriert mehrere US-Dienste (Google Analytics, MailChimp, LinkedIn Insight Tag). Das betrifft nicht zwangsläufig die Sensordaten, ist aber ein Indikator für die Datenschutz-Reife der Organisation.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Nicht öffentlich verlinkt. Auf Anfrage zu klären, insbesondere mit Blick auf die Verarbeitung möglicherweise personenbezogener Daten (z. B. wer hat wann auf welchen Container zugegriffen, GPS-Spuren von Fahrzeugen).
- Sub-Prozessoren: Nicht öffentlich aufgelistet. NB-IoT-Datenübertragung läuft über Mobilfunkanbieter, die je nach Land variieren, diese Kette sollte explizit dokumentiert werden.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor Vertragsabschluss schriftlich klären: Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, Sub-Prozessoren, Datenlöschfristen, Exportformate bei Vertragsende. Bei sensiblen Anwendungen (z. B. Personalbezug bei Stapler-Tracking) zusätzlich eine Datenschutz-Folgenabschätzung erwägen.
Gut kombiniert mit
- Flowtify, SLOC liefert die Sensordaten, Flowtify übernimmt die HACCP-Dokumentation, Workflows und Audit-Trails. Klassische Trennung zwischen Datenerfassung und Compliance-Management.
- DIE HACCP APP, für Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe mit deutschsprachigen Compliance-Anforderungen: HACCP-Listen und Prüfprotokolle laufen dort, SLOC ergänzt die automatisierte Temperaturerfassung. Sinnvoll vor allem für Filialketten mit mehreren Standorten.
- Augury, wenn neben Cold Chain auch Predictive Maintenance an Kühl- und Verpackungsmaschinen relevant wird, deckt Augury die KI-Anomaliedetektion ab, die SLOC fehlt. Beide Systeme arbeiten parallel auf unterschiedlichen Datenebenen.
Unser Testurteil
SLOC verdient 2 von 5 Sternen, und das ist eine bewusste Einordnung, weil wir ein KI-Tool bewerten, nicht eine Hardware-Marke. Als Industrial-IoT-Anbieter ist SLOC solide: robuste Geräte, regionaler Support, sinnvolle Konnektivität. Als KI-Werkzeug ist das Portfolio aber dünn, echtes Machine Learning steckt nur in der Füllstand-Prognose im Abfall-Segment, nicht in den HACCP- oder Cold-Chain-Sensoren, für die dieses Tool-Profil eigentlich angelegt ist. Hinzu kommen die intransparente Preisgestaltung, die schwer überprüfbare DSGVO-Lage und die Tatsache, dass SLOC keine vollständige HACCP-Lösung darstellt, sondern nur einen Datenlieferanten in einer größeren Software-Landschaft. Wer eine reine Sensor-Infrastruktur sucht und die KI woanders andockt, kann zwei oder drei Sterne vergeben, wer aber erwartet, dass „intelligent” auch wirklich intelligent ist, sollte die Schwellwert-Alarme als das einordnen, was sie sind: solide klassische IoT-Technik.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Bei genauerer Recherche fällt auf: Trotz der Vermarktung als „intelligente Sensorik” ist nur ein einziges SLOC-Produkt mit echter KI-Komponente unterwegs, die Füllstand-Prognose im Abfall-Segment. Die Cold-Chain- und HACCP-Sensoren arbeiten mit klassischen Schwellwert-Alarmen.
- Mai 2026, Die Datenschutzerklärung der SLOC-Website verweist noch immer auf das 2020 invalidierte EU-US-Privacy-Shield. Das ist ein Warnsignal, auch wenn die eigentlichen Sensordaten möglicherweise sauber EU-gehostet werden, deutet es auf eine veraltete Datenschutz-Dokumentation hin.
- 2026, Der Firmensitz ist Graz, Österreich, nicht Deutschland. Das ändert nichts an der DACH-Relevanz, sollte aber beim Vertragsschluss berücksichtigt werden (österreichisches Gesellschaftsrecht, Handelsgericht Graz).
- Keine veröffentlichten Listenpreise, Konkurrenz im Cold-Chain-Markt (Testo, Comark, Elpro) liefert oft Konfigurator oder Beispielpreise. SLOC läuft komplett über Vertrieb. Bei Wettbewerbsvergleichen ein praktisches Hindernis.
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