Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026

SLOC Sensors (HACCP & Cold Chain)

SLOC GmbH (Graz, Österreich)

2/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

Tool öffnen

Industrial-IoT-Sensoren aus Graz für Temperatur-, Bewegungs- und Füllstandsüberwachung. Der KI-Anteil ist eng begrenzt: Nur die Füllstand-Prognose nutzt Machine Learning, die HACCP- und Cold-Chain-Sensoren liefern reine Messdaten mit Schwellwert-Alarmen. Für Betriebe, die ohnehin eine Sensor-Infrastruktur ausrollen, eine solide Hardware-Option, aber kein KI-Tool im engeren Sinn.

Kosten: Preise auf Anfrage, Sensor-Hardware typischerweise mehrere hundert Euro pro Gerät, monatliche Datengebühren je nach Vertrag. Konkrete Listenpreise veröffentlicht SLOC nicht.

Kategorien

Stärken

  • Robuste IoT-Hardware (NB-IoT und 2G) mit mehrjähriger Batterielaufzeit laut Hersteller
  • Sensoren melden Temperatur, Erschütterung, Deckelöffnung, Position
  • Schwellwert-Alarme per SMS oder E-Mail in Echtzeit
  • Datenexport zu HACCP-Software (z. B. Flowtify) möglich
  • Direkter Hersteller-Kontakt in Graz, deutschsprachiger Support

Einschränkungen

  • Echter KI-Einsatz nur in der Füllstand-Prognose (Abfall-/Logistik-Use-Case)
  • Keine ML-basierte Anomalie-Erkennung oder Predictive Maintenance bei Temperatur-Trackern
  • Keine veröffentlichten Listenpreise, jede Kalkulation läuft über Vertriebsanfrage
  • Datenschutzerklärung erwähnt invalidiertes Privacy-Shield und viele US-Drittdienste
  • Keine eigenständige HACCP-Software, nur Datenlieferant, Auswertung extern
  • Schmaler Markt: Hauptfokus ist Abfall- und Staplerlogistik, nicht Lebensmittel

Passt gut zu

Lebensmittelbetriebe mit bereits etablierter HACCP-Software Pharma- und Cold-Chain-Logistik mit Bedarf an robusten Trackern Abfall- und Logistikbetriebe (Hauptmarkt von SLOC)

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du brauchst robuste IoT-Sensoren für Cold Chain oder Lager
  • Du hast bereits eine HACCP-Software und brauchst nur Datenlieferanten
  • Du operierst in Österreich oder DACH und willst regionalen Support
  • Du brauchst Sensoren für mehrere Jahre Laufzeit ohne Stromanschluss

Wann nein

  • Du erwartest KI-gestützte Auswertung oder Anomalie-Erkennung
  • Du suchst eine vollständige HACCP-Lösung aus einer Hand
  • Du brauchst transparente, schnell vergleichbare Listenpreise
  • Du hast strenge DSGVO-Anforderungen und brauchst klar dokumentiertes EU-Hosting

Kurzfazit

SLOC ist ein Industrial-IoT-Anbieter aus Graz, dessen Hardware in der Abfall-, Logistik- und Cold-Chain-Branche eingesetzt wird. Die Sensoren, robust, langlebig, NB-IoT-basiert, liefern verlässliche Messdaten und Schwellwert-Alarme. Was sie nicht sind: ein KI-Werkzeug. Außerhalb der Füllstand-Prognose im Abfall-Bereich, die per Machine Learning zukünftige Füllstände schätzt, arbeitet das Portfolio mit klassischen Sensorwerten und festen Grenzwerten. Wer eine HACCP-Lösung mit echter KI-Anomalieerkennung sucht, ist hier falsch. Wer eine zuverlässige Sensor-Infrastruktur braucht und die Datenauswertung in einer separaten HACCP- oder Logistik-Plattform durchführt, bekommt solide Hardware aus dem DACH-Raum.

Für wen ist SLOC?

Abfall- und Logistikbetriebe (Kernmarkt): Hier ist SLOC zu Hause. Smart-Waste-Container mit Füllstandsmessung, Stapler-Tracking, Container-Verfolgung, das Portfolio ist breit, und die Füllstand-Prognose ist das einzige Produkt, das tatsächlich mit KI arbeitet. Für Entsorgungsunternehmen, die Touren auf Basis von Prognosen optimieren wollen, ist das ein konkreter Use Case.

Cold-Chain- und Pharma-Logistik: Der SLOC Temperature Tracker und, für Ladungsträger, der SLC-200 (SLOC Load Carrier) sind als Temperatur- und Erschütterungstracker für Pharma-Transporte, Kühlcontainer und Gefahrgutüberwachung positioniert. Wer Sendungen mit definiertem Temperaturkorridor überwacht und einen lückenlosen Audit-Trail braucht, bekommt verlässliche Geräte.

Lebensmittelbetriebe mit bestehender HACCP-Software: Wer ohnehin schon eine HACCP-Plattform wie Flowtify oder FoodNotify im Einsatz hat und nur noch automatisierte Temperaturdaten einspielen will, kann SLOC-Sensoren als reinen Datenlieferanten nutzen. Die Auswertung, Dokumentation und Eskalation bleibt aber in der HACCP-Software.

DACH-Betriebe mit Wunsch nach regionalem Support: SLOC sitzt in Graz, kommuniziert auf Deutsch und ist erreichbar. Wer keinen englischsprachigen Support aus den USA oder Asien will, bekommt einen Ansprechpartner in der gleichen Zeitzone.

Weniger geeignet für: Betriebe, die ein KI-gestütztes HACCP-System mit Anomalieerkennung erwarten (Flowtify oder Safefood 360° decken die Software-Seite ab, aber die KI-Tiefe ist auch dort begrenzt). Kleine Gastronomiebetriebe ohne IT-Infrastruktur (zu komplex und teuer). Unternehmen, die transparente Listenpreise vergleichen wollen, bevor sie ins Vertriebsgespräch gehen.

Preise im Detail

KomponentePreisAnmerkung
Sensor-Hardware (z. B. SLOC Temperature Tracker)Auf AnfrageTypische Industrie-IoT-Tracker liegen je nach Funktionsumfang im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich pro Gerät
Erweiterte Tracker-Variante (z. B. mit GNSS, größerer Batterie)Auf AnfragePremium-Variante, typischerweise mit Aufpreis
Datenverarbeitung / PlattformzugangAuf AnfrageMonatliche Gebühren je nach Vertrag und Geräteanzahl
Integration in DrittsoftwareAuf AnfrageÜber API/Export, Aufwand projektabhängig

Einordnung: SLOC veröffentlicht keine Listenpreise auf der Website. Jede Anfrage läuft über das Vertriebsteam. Das ist im Industrial-IoT-Markt nicht unüblich, macht aber Budgetkalkulationen schwierig, wer drei Anbieter vergleichen will, muss drei Verkaufsgespräche führen. Erwartbar liegt eine kleine Installation (4–10 Sensoren, Cloud-Anbindung, ein Jahr Datengebühren) im vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Bereich. Damit ist SLOC keine Lösung für den Einzelbäcker oder die Pizzeria, sondern für Betriebe, die eine geplante Sensor-Infrastruktur ausrollen und ein Projekt-Budget mitbringen.

Stärken im Detail

Robuste Hardware-Auslegung. Die SLOC-Tracker sind laut Hersteller für den Industrieeinsatz gebaut: robuste, geschützte Bauform, mehrjährige Batterielaufzeit und Mobilfunk-Konnektivität samt Stoß- und Bewegungserkennung. Für die Cold-Chain-Geräte sind NB-IoT und 2G (über das Netz von Telekom Deutschland) belegt. Die Geräte sollen Kühlraum-Temperaturen, Transport-Vibrationen und mehrjährige Einsätze ohne Stromanschluss aushalten, das ist genau die Auslegung, die ein Cold-Chain- oder Lager-Use-Case verlangt. Konkrete Schutzklasse und Batteriekapazität variieren je nach Gerätevariante und sollten vor der Beschaffung gerätespezifisch bestätigt werden.

Schwellwert-Alarme funktionieren zuverlässig. Sobald ein Sensor den definierten Korridor verlässt (z. B. Kühlraum > 7 °C), gehen Benachrichtigungen per SMS oder E-Mail raus. Das ist keine KI, sondern klassische Regel-basierte Logik, aber für HACCP-Compliance ist genau das gefordert: eine sofortige, dokumentierte Reaktion auf eine CCP-Überschreitung.

Direkter Hersteller-Kontakt. SLOC ist eine überschaubare GmbH mit Sitz in Graz. Geschäftsführung und Support sind direkt erreichbar, bei Hardware-Problemen, Anpassungswünschen oder Integrationen bekommst du einen Ansprechpartner, nicht einen Ticket-Bot. Für Industrieprojekte mit individuellem Zuschnitt ist das ein realer Vorteil gegenüber großen, anonymen IoT-Plattformen.

Sinnvolle Datenformate für Drittintegrationen. Die Messdaten lassen sich über API oder Export an HACCP- und ERP-Systeme weiterreichen. Wer bereits eine Software-Landschaft betreibt, muss nicht das ganze System auf SLOC umstellen, die Sensoren fügen sich als Datenlieferant ein. Das reduziert Migrationsrisiko und Vendor-Lock-in.

Füllstand-Prognose ist ein echtes KI-Feature. Im Abfall-Segment nutzt SLOC eine ML-basierte Prognose, die Füllstände auf Basis historischer Daten und Umgebungsfaktoren vorhersagt. Damit lassen sich Touren planen, bevor ein Container überläuft, und Leerfahrten vermeiden. Das ist der einzige Bereich, in dem SLOC mit echtem AI-Mehrwert argumentiert, und für Entsorger ein konkreter Hebel.

Schwächen ehrlich betrachtet

Die HACCP-Sensoren sind keine KI. Wer auf der Website “AI” oder “intelligente Sensoren” liest und daraus auf Anomalieerkennung schließt, wird enttäuscht. Die Temperatur-Tracker liefern Messwerte und schlagen bei Schwellwert-Überschreitungen Alarm, das ist solide IoT-Technik, hat aber mit Machine Learning oder Predictive Analytics nichts zu tun. Wer eine echte KI-gestützte Anomaliedetektion sucht (z. B. graduell schleichende Temperaturanstiege erkennen, bevor der Grenzwert reißt), muss eine andere Plattform suchen.

Keine vollständige HACCP-Lösung. SLOC liefert die Sensor-Daten, nicht die HACCP-Dokumentation. Du brauchst zusätzlich eine HACCP-Software (z. B. Flowtify oder DIE HACCP APP), die Prüflisten, Audit-Trails, Mitarbeiter-Workflows und Reporting übernimmt. Das ist nicht zwingend ein Nachteil, viele Betriebe wollen genau diese Trennung, aber wer “eine Lösung aus einer Hand” sucht, muss zwei Anbieter koordinieren.

Intransparente Preise. Es gibt keine Listenpreise, keine Konfigurator, keine Beispielrechnungen. Jede Information läuft über den Vertrieb. Für KMU mit klarem Budget-Rahmen ist das eine Hürde, die Vergleichbarkeit gegenüber Wettbewerbern wie SensoScientific, Testo Saveris oder Comark Bluetooth-Loggern leidet darunter erheblich.

DSGVO-Versprechen schwer überprüfbar. Die Datenschutzerklärung der SLOC-Website verweist auf das längst invalidierte “EU-US Privacy Shield” und listet zahlreiche US-Drittdienste (Google Analytics, MailChimp, LinkedIn Insight Tag, YouTube). Wo die eigentlichen Sensordaten gehostet werden, ist auf der Website nicht klar dokumentiert. Wer DSGVO-sauber arbeiten will, muss vor Vertragsabschluss explizit AVV, Serverstandort und Sub-Prozessoren schriftlich klären.

Schmaler AI-Fokus auf den Abfall-Markt. Die ML-basierte Füllstand-Prognose ist klar für Entsorgungsunternehmen gebaut. Für Lebensmittel- oder Pharma-Betriebe ist sie irrelevant. Damit fehlt SLOC im Cold-Chain- und HACCP-Segment genau das Differenzierungsmerkmal, das in einer Bewertung als “KI-Tool” eigentlich zählen würde.

Österreichische GmbH, kein DACH-Riese. Mit einem im Firmenbuch eingetragenen Geschäftsführer und überschaubarer Mitarbeiterzahl ist SLOC ein agiler Mittelständler, kein Konzern. Das bringt persönlichen Kontakt, aber auch wirtschaftliches Klumpenrisiko: Wenn das Unternehmen mal in Turbulenzen gerät, sitzt du mit einer Sensor-Infrastruktur da, deren Cloud-Backend du nicht selbst betreibst.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine vollständige HACCP-Software inklusive Workflows brauchstFlowtify
Lebensmittel-Compliance mit Rezeptur- und Allergen-Modul kombinieren willstFoodNotify
Den deutschen HACCP-Workflow für Gastronomie und Hotellerie suchstDIE HACCP APP
Industrielle Qualitäts- und Sicherheitsdokumentation brauchstSafefood 360°
Predictive Maintenance und Anomalieerkennung in der Produktion willstAugury

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Testo Saveris (etablierter deutscher Anbieter für Temperaturmonitoring im Labor- und Lebensmittelbereich), Comark RF500 (Bluetooth/WLAN-basierte Logger für kleinere Installationen), SensoScientific (US-Anbieter mit starkem Pharma-Fokus) und Elpro Liberty (Schweizer Spezialist für GxP-konforme Cold-Chain-Logger mit ausführlicher Qualifizierungsdokumentation). Für reine HACCP-Compliance ohne KI-Anspruch sind Testo und Comark im DACH-Markt die etablierteren Optionen. SLOC sticht dort hervor, wo Abfall- oder Logistik-Use-Cases im Vordergrund stehen, und genau dann lohnt der Blick.

So steigst du ein

Schritt 1: Use Case und Sensor-Auswahl klären. Definiere zuerst genau, was du messen willst, Temperatur in Kühlräumen, Cold Chain im Transport, Erschütterungen beim Pharma-Versand, Füllstände im Abfall, und welche Konnektivität am Standort verfügbar ist (NB-IoT-Abdeckung, WLAN, LTE-M). SLOC bietet je nach Use Case unterschiedliche Hardware-Varianten, eine pauschale „Einheitslösung” gibt es nicht.

Schritt 2: Vertriebsanfrage mit konkretem Mengengerüst. Ohne Listenpreise kommst du nicht weiter, bevor du SLOC kontaktierst. Bereite die Anfrage mit konkreten Zahlen vor: Anzahl Sensoren, gewünschte Messfrequenz, Datenhaltungsdauer, gewünschte Integrationspunkte (E-Mail-Alarm, API zu Drittsystem, Dashboard-Zugriff). Frag im selben Aufschlag nach AVV, Serverstandort und Sub-Prozessoren, bevor du in eine Mehrjahreslaufzeit eintrittst.

Schritt 3: Pilotinstallation, dann Vollbetrieb. Starte mit 2–4 Sensoren an besonders kritischen Stellen (z. B. Tiefkühlraum, Versandkühltransport). Beobachte 4–6 Wochen, ob die Alarmlogik passt, die Konnektivität stabil ist und die Daten zuverlässig in deiner HACCP-Software ankommen. Erst dann skalieren, Industrial-IoT-Rollouts ohne Pilot enden regelmäßig in teuren Hardware-Friedhöfen.

Ein konkretes Beispiel

Eine mittelständische Fleischverarbeitung in der Steiermark betreibt vier Kühlräume und vier Cold-Chain-Touren pro Tag. Sie installiert acht SLOC-Sensoren: vier stationär in den Kühlräumen, vier mobil in den Kühlfahrzeugen. Die Sensoren senden Temperaturwerte alle 15 Minuten an die SLOC-Cloud, bei Schwellwert-Überschreitung geht eine SMS direkt an den diensthabenden Betriebsleiter. Die Daten werden parallel per API in die bestehende HACCP-Software (Flowtify) eingespeist, wo sie automatisch in die Tagesdokumentation einfließen. Bei der jährlichen AMA-Auditierung sind alle Messreihen lückenlos abrufbar, kein manuelles Nachtragen, keine Diskussion über fehlende Einträge. Zeitersparnis: ca. 3 Stunden pro Woche an manuellen Temperaturkontrollen. Was die Lösung nicht liefert: eine Vorhersage, dass Kühlraum 3 in drei Tagen wegen Verdichterproblemen ausfallen wird, diese Form von Predictive Maintenance müsste separat über ein Wartungssystem kommen. SLOC liefert die Datenbasis, die Intelligenz steckt anderswo.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Für die Sensordaten auf der Website nicht dokumentiert, ein EU-Serverstandort wird nicht benannt. SLOC sitzt in Österreich, ein EU-Backend ist plausibel, aber unbestätigt. Eine schriftliche Zusage zum Sensordaten-Standort sollte vor Vertragsabschluss eingeholt werden.
  • Drittdienste: Die SLOC-Datenschutzerklärung selbst nennt mehrere US-Dienste (unter anderem Google Analytics, Google Maps, reCAPTCHA, YouTube, MailChimp, Google AdWords/AdSense/Remarketing, Facebook, LinkedIn) und beruft sich dabei auf das seit 2020 ungültige EU-US-Privacy-Shield. Das betrifft die Website, nicht zwangsläufig die Sensordaten, ist aber ein Indikator für den Reifegrad der Datenschutz-Dokumentation.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Nicht öffentlich verlinkt. Auf Anfrage zu klären, insbesondere mit Blick auf die Verarbeitung möglicherweise personenbezogener Daten (z. B. wer hat wann auf welchen Container zugegriffen, GPS-Spuren von Fahrzeugen).
  • Sub-Prozessoren: Nicht öffentlich aufgelistet. NB-IoT-Datenübertragung läuft über Mobilfunkanbieter, die je nach Land variieren, diese Kette sollte explizit dokumentiert werden.
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Vertragsabschluss schriftlich klären: Serverstandort, AVV-Verfügbarkeit, Sub-Prozessoren, Datenlöschfristen, Exportformate bei Vertragsende. Bei sensiblen Anwendungen (z. B. Personalbezug bei Stapler-Tracking) zusätzlich eine Datenschutz-Folgenabschätzung erwägen.

Gut kombiniert mit

  • Flowtify, SLOC liefert die Sensordaten, Flowtify übernimmt die HACCP-Dokumentation, Workflows und Audit-Trails. Klassische Trennung zwischen Datenerfassung und Compliance-Management.
  • DIE HACCP APP, für Gastronomie- und Hotellerie-Betriebe mit deutschsprachigen Compliance-Anforderungen: HACCP-Listen und Prüfprotokolle laufen dort, SLOC ergänzt die automatisierte Temperaturerfassung. Sinnvoll vor allem für Filialketten mit mehreren Standorten.
  • Augury, wenn neben Cold Chain auch Predictive Maintenance an Kühl- und Verpackungsmaschinen relevant wird, deckt Augury die KI-Anomaliedetektion ab, die SLOC fehlt. Beide Systeme arbeiten parallel auf unterschiedlichen Datenebenen.

Was wir geprüft haben

Diese Seite bewertet ein reales Produkt eines realen Unternehmens. Deshalb haben wir die rating-relevanten Aussagen am 30. Juli 2026 gegen die offiziellen SLOC-Quellen geprüft und, wo nötig, korrigiert.

  • „Nur die Füllstand-Prognose nutzt KI”: Bestätigt. Die SLOC-Produktseite zur Fill Level Forecast beschreibt ausdrücklich künstliche Intelligenz zur Vorhersage künftiger Füllstände. Auf der Produktübersicht, der HACCP-Seite und der Cold-Chain-Seite wird bei keinem Temperatur- oder HACCP-Produkt KI, Machine Learning oder Anomalieerkennung genannt.
  • „Keine ML-basierte Anomalieerkennung bei Temperatur-Trackern”: Bestätigt, mit Präzisierung. Die Cold-Chain-Seite erwähnt eine temperaturprofilbasierte Erkennung des Prozessschritts und eine regelbasierte Abweichungserkennung. Das ist Logik auf Basis fester Profile und Schwellwerte, kein Machine Learning. Wir sprechen deshalb bewusst von fehlender ML-basierter Anomalieerkennung, nicht von fehlender Reaktion auf Abweichungen.
  • „Keine veröffentlichten Listenpreise”: Bestätigt. Weder die Produktübersicht noch die HACCP- oder Cold-Chain-Seite nennen Preise.
  • „Datenschutzerklärung verweist auf Privacy Shield und US-Dienste”: Bestätigt und die am besten belegte Aussage dieser Seite. Die SLOC-Datenschutzerklärung beruft sich an zwei Stellen ausdrücklich auf das seit 2020 ungültige EU-US-Privacy-Shield (für Google und für MailChimp) und listet zahlreiche US-Dienste: Google Analytics, Google Maps, reCAPTCHA, YouTube, MailChimp, Google AdWords, AdSense, Remarketing, DoubleClick sowie Facebook- und LinkedIn-Einbindungen. Ein EU-Serverstandort für die Sensordaten wird nicht dokumentiert.
  • Firmen- und Personenangaben: Korrigiert. Das Impressum nennt SLOC GmbH, Graz, Firmenbuch Graz FN 467929 g, UID ATU 72113045, und als Geschäftsführer ausschließlich Alec Essati. Eine frühere Fassung dieser Seite sprach von „zwei Geschäftsführern”, das ist durch das Impressum nicht gedeckt und wurde korrigiert.
  • Produktbezeichnungen: Korrigiert. Der Temperatur- und Cold-Chain-Sensor heißt im aktuellen Katalog SLOC Temperature Tracker, für Ladungsträger kommt der SLC-200 (SLOC Load Carrier) zum Einsatz. Modellbezeichnungen wie „STT-300” ließen sich in den öffentlichen SLOC-Quellen nicht belegen und wurden entfernt.
  • Datenhosting: Zum Prüfzeitpunkt fanden wir keine öffentliche Angabe zum Serverstandort der Sensordaten. Deshalb führen wir das Hosting nicht mehr als „EU”, sondern als nicht dokumentiert. Auch Hardware-Detailspezifikationen wie Schutzklasse und Batteriekapazität variieren je nach Gerät und sollten vor der Beschaffung gerätespezifisch bestätigt werden.

Unser Fazit

SLOC verdient 2 von 5 Sternen, und das ist eine bewusste Einordnung, weil wir ein KI-Tool bewerten, nicht eine Hardware-Marke. Als Industrial-IoT-Anbieter ist SLOC solide: robuste Geräte, regionaler Support, sinnvolle Konnektivität. Als KI-Werkzeug ist das Portfolio aber dünn, echtes Machine Learning steckt nur in der Füllstand-Prognose im Abfall-Segment, nicht in den HACCP- oder Cold-Chain-Sensoren, für die dieses Tool-Profil eigentlich angelegt ist. Hinzu kommen die intransparente Preisgestaltung, die schwer überprüfbare DSGVO-Lage und die Tatsache, dass SLOC keine vollständige HACCP-Lösung darstellt, sondern nur einen Datenlieferanten in einer größeren Software-Landschaft. Wer eine reine Sensor-Infrastruktur sucht und die KI woanders andockt, kann zwei oder drei Sterne vergeben, wer aber erwartet, dass „intelligent” auch wirklich intelligent ist, sollte die Schwellwert-Alarme als das einordnen, was sie sind: solide klassische IoT-Technik.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Bei genauerer Recherche fällt auf: Trotz der Vermarktung als „intelligente Sensorik” ist nur ein einziges SLOC-Produkt mit echter KI-Komponente unterwegs, die Füllstand-Prognose im Abfall-Segment. Die Cold-Chain- und HACCP-Sensoren arbeiten mit klassischen Schwellwert-Alarmen.
  • Juli 2026, Die Datenschutzerklärung der SLOC-Website verweist an zwei Stellen noch immer auf das 2020 invalidierte EU-US-Privacy-Shield (einmal für Google, einmal für MailChimp/The Rocket Science Group). Das ist ein Warnsignal, auch wenn die eigentlichen Sensordaten möglicherweise sauber EU-gehostet werden, deutet es auf eine veraltete Datenschutz-Dokumentation hin.
  • Juli 2026, Faktenkorrektur bei der Quellenprüfung: Das Impressum nennt nur einen Geschäftsführer (Alec Essati), eine frühere Fassung sprach fälschlich von zwei. Die Modellbezeichnung „STT-300” war in den öffentlichen SLOC-Quellen nicht auffindbar, der Temperatursensor heißt im Katalog SLOC Temperature Tracker.
  • 2026, Der Firmensitz ist Graz, Österreich, nicht Deutschland. Das ändert nichts an der DACH-Relevanz, sollte aber beim Vertragsschluss berücksichtigt werden (österreichisches Gesellschaftsrecht, Handelsgericht Graz).
  • Keine veröffentlichten Listenpreise, Konkurrenz im Cold-Chain-Markt (Testo, Comark, Elpro) liefert oft Konfigurator oder Beispielpreise. SLOC läuft komplett über Vertrieb. Bei Wettbewerbsvergleichen ein praktisches Hindernis.

Quellen

  1. SLOC – Impressum. https://www.sloc.one/en/imprint/ (abgerufen am 2026-07-30). SLOC GmbH, Waltendorfer Gürtel 2, A-8010 Graz, Österreich; Handelsgericht (Firmenbuch) Graz, FN 467929 g; UID ATU 72113045. Als Geschäftsführer ist ausschließlich Alec Essati genannt, also ein einzelner Geschäftsführer, nicht zwei. Mitglied der Wirtschaftskammer Österreich..
  2. SLOC – Datenschutzerklärung. https://www.sloc.one/en/privacy/ (abgerufen am 2026-07-30). Die Datenschutzerklärung beruft sich an zwei Stellen ausdrücklich auf das seit 2020 ungültige EU-US-Privacy-Shield (für Google sowie für MailChimp/The Rocket Science Group) und nennt zahlreiche US-Drittdienste: Google Analytics, Google Maps, reCAPTCHA, YouTube, MailChimp, Google AdWords, AdSense, Remarketing, DoubleClick sowie Facebook- und LinkedIn-Einbindungen. Daten werden dabei auf US-Server übertragen; ein konkreter Hostinganbieter oder EU-Serverstandort für die Sensordaten wird nicht genannt..
  3. SLOC – Fill Level Forecast (Füllstand-Prognose). https://www.sloc.one/en/produkt/sloc-fill-level-forecast/ (abgerufen am 2026-07-30). SLOC beschreibt die Füllstand-Prognose ausdrücklich als KI-Produkt: künstliche Intelligenz sagt künftige Füllstände auf Basis von Umgebungs- und historischen Daten voraus, um die Zahl physischer Sensoren zu reduzieren. Es ist das einzige SLOC-Produkt mit ausgewiesenem Machine-Learning-Einsatz..
  4. SLOC – Produktübersicht. https://www.sloc.one/en/produkte/ (abgerufen am 2026-07-30). Aktueller Produktkatalog: SLOC Tracker, Waste Bin, Load Carrier, Smart Wheel, Productivity, Temperature Tracker und Monitoring sowie Software (Waste Collection, Fill Level Analytics, Fill Level Forecast, Geo Analytics, Geozones, Forklift Analytics). Der Temperatur- und Cold-Chain-Sensor heißt offiziell SLOC Temperature Tracker; Modellbezeichnungen wie STT-300 tauchen im Katalog nicht auf. Nur die Fill Level Forecast nennt KI, kein Temperaturprodukt erwähnt KI, Machine Learning oder Anomalieerkennung. Schwerpunkt ist Abfall-, Container- und Staplerlogistik..
  5. SLOC – Cold Chain Monitoring. https://www.sloc.one/en/coldchainmonitoring-powered-by-sloc/ (abgerufen am 2026-07-30). Für Cold Chain wird der SLC-200 (SLOC Load Carrier) eingesetzt: Ortung, Temperatur, Erschütterung und temperaturprofilbasierte Erkennung des Prozessschritts. Datenübertragung via NB-IoT oder 2G-Netz von Telekom Deutschland europaweit. Keine Preise veröffentlicht, keine KI- oder Machine-Learning-Anomalieerkennung genannt, nur regel- und profilbasierte Abweichungserkennung..
  6. SLOC – HACCP Compliance mit IoT-Sensoren. https://www.sloc.one/en/haccp-compliance-thanks-to-sloc-sensors/ (abgerufen am 2026-07-30). SLOC-Sensoren erfassen laut dieser Seite Temperatur, Luftqualität, pH-Wert, Licht, Lärm und Feuchtigkeit als Plug-and-Play-Produkte und liefern Echtzeitdaten für bestehende HACCP-Frameworks. SLOC positioniert sich als Datenlieferant, nicht als vollständige HACCP-Software. Keine Preise, keine KI- oder Anomalieerkennung erwähnt..

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 1 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Du arbeitest bei SLOC GmbH (Graz, Österreich)?

Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.

Testzugang anbieten

Nicht sicher, ob SLOC Sensors (HACCP & Cold Chain) zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

KI-Tools und Trends

KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools

Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.

Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1 bis 4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar