Dieses Tool wird nicht mehr empfohlen
Flowtify wurde von FoodNotify übernommen. Die Domain flowtify.de ist nicht mehr aktiv (leitet auf fremde Seiten weiter); die HACCP- und IoT-Funktionen laufen heute über die FoodNotify-Plattform.
Flowtify
Flowtify GmbH (übernommen von FoodNotify)
Ehemals eigenständige Kölner Plattform zur digitalen HACCP-Dokumentation mit IoT-Temperaturüberwachung und digitaler Audit-Vorbereitung für Lebensmittelbetriebe. Flowtify wurde inzwischen von der Gastronomie-Software FoodNotify übernommen, die Marke flowtify.de ist nicht mehr aktiv, die Domain leitet auf fremde Seiten weiter. Funktional leben die HACCP- und IoT-Module in der FoodNotify-Plattform weiter.
Kosten: Eigenständige Preise nicht mehr veröffentlicht, Flowtify wurde von FoodNotify übernommen, Funktionen laufen heute über die FoodNotify-Plattform (Preise auf Anfrage)
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Stärken
- Solide digitale HACCP-Selbstdokumentation nach EU-Verordnung 852/2004
- IoT-Temperaturüberwachung mit automatischen Warnungen bei Grenzwertüberschreitung
- EU-Datenhaltung und DSGVO-konforme Archivierung (5 Jahre)
- Verkürzte Audit-Vorbereitung über mehrere Standorte hinweg
Einschränkungen
- Als eigenständiges Produkt nicht mehr verfügbar, von FoodNotify übernommen
- Domain flowtify.de leitet heute auf fremde Seiten weiter (kein gepflegter Auftritt mehr)
- Eigenständige Preisliste existiert nicht mehr, Konditionen nur über FoodNotify
- Der Begriff 'KI' war beim Kernprodukt Marketing, es handelte sich primär um digitale Checklisten plus Sensorik
Passt gut zu
Kurzfazit
Flowtify war eine solide, in Köln entwickelte Plattform für die digitale HACCP-Dokumentation in Lebensmittelbetrieben, digitale Checklisten, IoT-Temperaturüberwachung und verkürzte Audit-Vorbereitung. Als eigenständiges Produkt existiert es allerdings nicht mehr: Flowtify wurde von FoodNotify übernommen, einem Gastronomie-Software-Anbieter, und die Funktionen leben heute innerhalb der FoodNotify-Plattform weiter. Die Domain flowtify.de wird nicht mehr gepflegt und leitet inzwischen auf völlig fremde Seiten weiter. Wer heute eine HACCP-Lösung sucht, sollte direkt FoodNotify (oder einen anderen Anbieter) evaluieren, nicht mehr nach “Flowtify” suchen. Wichtig für die Einordnung: Trotz der Kategorisierung war beim Kernprodukt nie ein nennenswerter KI-Anteil im Spiel; es ging um digitale Protokolle plus Sensorik.
Für wen war Flowtify?
Gastronomie & Systemgastronomie: Betriebe, die ihre tägliche HACCP-Selbstdokumentation (Temperaturkontrollen, Reinigungspläne, Wareneingang) von Papier auf eine App umstellen wollten. Genau dieser Anwendungsfall ist heute Kern der FoodNotify-Plattform.
Lebensmitteleinzelhandel (LEH): Filialisten mit Kühltheken und Lagern, die Temperaturen rund um die Uhr automatisch überwachen lassen wollten, statt manuell mehrmals täglich zu messen und zu notieren.
Multi-Standort-Betriebe: Ketten und Kooperativen, die mehrere Standorte zentral steuern und Audits über alle Filialen hinweg vorbereiten mussten. Die Zentral-Dashboard-Funktion war hier der Hauptnutzen.
Hotellerie & Caterer: Küchenbetriebe mit Berichtspflichten gegenüber Lebensmittelüberwachung und privaten Audit-Standards.
Weniger geeignet für (damals wie heute): Sehr kleine Einzelbetriebe ohne Sensorik (der Aufwand für IoT-Hardware lohnte sich kaum), Betriebe außerhalb der Lebensmittelbranche und alle, die eine echte KI-gestützte Analyse erwarteten, das bot das Kernprodukt nicht. Heute gilt für alle Gruppen: Statt nach Flowtify zu suchen, direkt FoodNotify oder eine andere aktuelle HACCP-Lösung prüfen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Status |
|---|---|---|
| Flowtify (eigenständig) | ehemals modular, grob im Bereich mittlerer zweistelliger bis dreistelliger Euro-Betrag pro Monat je nach Standorten und Sensorik | nicht mehr buchbar |
| IoT-Sensorik | Hardware separat zu beschaffen / zu mieten | nicht mehr separat angeboten |
| Heute: FoodNotify | auf Anfrage (Preise nur nach Demo/Onboarding-Gespräch) | aktiv |
Einordnung: Eine belastbare, aktuelle Preisliste für “Flowtify” gibt es nicht mehr, die ehemalige Preisseite leitet inzwischen auf den Auftritt von FoodNotify weiter. Frühere Angaben zu konkreten Monatspreisen (etwa “50–150 €/Monat”) sind nicht mehr verifizierbar und sollten nicht als verlässlich behandelt werden. Wer die Funktionen heute nutzen will, durchläuft den FoodNotify-Vertriebsprozess, dessen Preise grundsätzlich erst nach einem Demo- bzw. Onboarding-Gespräch genannt werden. Eine Hardware-Komponente (Temperatursensoren) kommt nach wie vor zu den reinen Software-Kosten hinzu.
Stärken im Detail
Solide digitale HACCP-Selbstdokumentation. Flowtify deckte die tägliche Pflichtdokumentation nach EU-Verordnung 852/2004 sauber ab: Temperaturlisten, Reinigungs- und Hygienepläne, Wareneingangskontrollen. Statt Klemmbrett und Ordner gab es eine App, die fälschungssicher protokollierte und Lücken sichtbar machte. Dieser Kernnutzen war real und bewährt.
IoT-Temperaturüberwachung mit automatischen Warnungen. Über angebundene Sensoren wurden Kühl- und Lagertemperaturen rund um die Uhr erfasst. Bei Grenzwertüberschreitung löste das System eine Warnung an die Verantwortlichen aus und erzeugte automatisch ein Protokoll mit Zeitstempel und Messwert. Das reduzierte sowohl den manuellen Messaufwand als auch das Risiko von Warenverlusten.
Verkürzte Audit-Vorbereitung über mehrere Standorte. Weil sämtliche Nachweise digital und zentral vorlagen, ließ sich die Vorbereitung auf Behörden- und Zertifizierungs-Audits deutlich beschleunigen. Für Multi-Standort-Betriebe war das der größte Hebel: ein Dashboard statt Dutzender Ordner.
EU-Datenhaltung und DSGVO-konforme Archivierung. Daten wurden in der EU gehostet und über die gesetzlich relevanten Fristen (rund fünf Jahre) revisionssicher archiviert. Für deutsche Lebensmittelbetriebe war das ein wichtiges Vertrauensmerkmal, und ist es in der Nachfolge-Plattform weiterhin.
Schwächen ehrlich betrachtet
Das Produkt existiert nicht mehr eigenständig. Das ist die zentrale Schwäche: Wer heute “Flowtify” abonnieren will, läuft ins Leere. Die Marke wurde von FoodNotify aufgenommen, die Domain flowtify.de wird nicht mehr als Produktauftritt gepflegt und leitet sogar auf inhaltlich völlig fremde Seiten weiter (zeitweise auf eine Arztpraxis-Abrechnungssoftware). Eine eigenständige Roadmap, einen eigenen Support oder eine eigene Preisliste gibt es nicht mehr.
“KI” war beim Kernprodukt im Wesentlichen Marketing. Flowtify wurde gelegentlich im KI-Umfeld eingeordnet, doch das Kernprodukt bestand aus digitalen Checklisten, Sensordaten-Erfassung und regelbasierten Warnungen (Grenzwert überschritten → Protokoll erzeugen). Das ist sinnvolle Automatisierung, aber keine KI im Sinne von maschinellem Lernen oder generativen Modellen. Wer echte KI-Funktionen (Bedarfsprognosen, Rezeptgenerierung, Auswertungen) sucht, findet diese eher in den neueren, teils noch in Entwicklung befindlichen, KI-Modulen von FoodNotify.
Sensorik musste separat beschafft und kalibriert werden. Der IoT-Teil verlangte Hardware, Installation und eine Einrichtungsphase mit Parallelbetrieb. Für kleine Betriebe stand der Aufwand oft in keinem guten Verhältnis zum Nutzen.
Keine durchgängige ERP-Integration. In den Standardvarianten fehlte eine direkte Anbindung an Warenwirtschaft oder ERP, Daten blieben weitgehend in der HACCP-Welt. Genau diese Integration ist einer der Gründe, warum die Funktionen in einer breiteren Gastro-Plattform (FoodNotify mit Beschaffung, Warenwirtschaft, Kalkulation) heute besser aufgehoben sind.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine aktuelle, gepflegte Compliance-/Reporting-Plattform mit KI suchst | Workiva |
| Normen- und Standard-Änderungen (DIN/ISO/EN) automatisch überwachen willst | GLOBALnorm Standards |
Der wichtigste Nachfolger hat keine eigene Tool-Seite bei uns: FoodNotify ist die Plattform, in der Flowtifys HACCP- und IoT-Funktionen heute weiterleben, wer die ehemaligen Flowtify-Module sucht, geht direkt dorthin. Für reine HACCP-Digitalisierung im DACH-Raum gibt es zudem spezialisierte Anbieter wie Hygienemanager, flow&work oder branchenspezifische Lösungen lokaler Anbieter; diese haben wir bislang nicht eigenständig geprüft und verlinken sie daher nicht. Wichtig: Die oben verlinkten Tools (Workiva, GLOBALnorm) sind Compliance- und Normen-Werkzeuge, sie sind keine direkten HACCP-Ersatzlösungen, sondern nur dann relevant, wenn dein Bedarf eher Richtung Berichts- und Normen-Compliance geht. Für Lebensmittelsicherheit im engeren Sinn führt der Weg an FoodNotify oder einem dedizierten HACCP-Anbieter vorbei.
So steigst du ein
Schritt 1: Such nicht mehr nach “Flowtify”. Da das Produkt nicht mehr eigenständig existiert, beginnst du heute bei der Nachfolge-Plattform FoodNotify und prüfst dort die Module HACCP und IoT-Temperaturüberwachung. Lass dir in einer Demo zeigen, welche der früheren Flowtify-Funktionen 1:1 übernommen wurden.
Schritt 2: Erstelle vor jedem Gespräch ein Inventar deiner Critical Control Points (CCPs) und der benötigten Sensortypen (Temperatur, ggf. pH). Das ist unabhängig vom Anbieter die wichtigste Vorarbeit, und macht dich im Vertriebsgespräch verhandlungsfähig, weil du den Hardware-Bedarf kennst.
Schritt 3: Plane einen Parallelbetrieb ein. Egal welche Lösung du wählst: Lass die ersten Wochen die bestehende (Papier-)Dokumentation parallel laufen, bis Sensorik kalibriert und die digitalen Protokolle vollständig sind. Erst danach auf rein digital umstellen.
Ein konkretes Beispiel
Eine Käsereien-Kooperative mit vier Lagerhallen hatte früher Flowtify für die Lagertemperatur-Überwachung im Einsatz: Stieg die Temperatur in Halle 2 über 6 °C, benachrichtigte das System den Schichtleiter und erzeugte automatisch ein Grenzwertprotokoll mit Zeitstempel und Messwert. Bei der nächsten Inspektion lagen alle Daten digital vor, statt mehrerer Tage Audit-Vorbereitung dauerte es nur noch zwei Stunden. Genau dieser Workflow funktioniert weiterhin, heute allerdings unter dem Dach von FoodNotify statt unter der Marke Flowtify. Für einen Betrieb, der diese Lösung heute neu einführen will, ändert sich vor allem eines: Er schließt den Vertrag mit FoodNotify ab, nicht mit einem eigenständigen Anbieter “Flowtify”. Funktional bleibt die automatische Temperaturüberwachung samt Grenzwertprotokoll der gleiche, bewährte Hebel.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: EU-Region (Flowtify warb mit EU-Hosting; die Nachfolge-Plattform FoodNotify hält Daten ebenfalls in der EU).
- Archivierung: DSGVO-konforme, revisionssichere Aufbewahrung der HACCP-Nachweise über die gesetzlich relevanten Fristen (rund fünf Jahre).
- Aktueller Vertragspartner: Da Flowtify nicht mehr eigenständig firmiert, ist für Datenschutz, AVV und Hosting der heutige Plattformbetreiber (FoodNotify) maßgeblich. Bestehende AVV-Verträge auf “Flowtify GmbH” sollten geprüft und ggf. auf den neuen Anbieter umgestellt werden.
- Personenbezug: HACCP-Protokolle enthalten in der Regel Mitarbeiterkürzel/-namen (wer hat wann kontrolliert), das ist personenbezogen und muss im Verarbeitungsverzeichnis geführt werden.
- Empfehlung für Unternehmen: Wer noch einen aktiven “Flowtify”-Vertrag hat, sollte den aktuellen Stand (Vertragspartner, AVV, Hosting-Region) aktiv beim Anbieter erfragen. Für Neueinführungen den Datenschutz direkt mit FoodNotify (oder dem gewählten Alternativ-Anbieter) klären.
Gut kombiniert mit
- Workiva, für Betriebe, die über reine Lebensmittelsicherheit hinaus prüffähige Compliance- und Nachhaltigkeitsberichte (z. B. CSRD) erstellen müssen. HACCP-Daten dokumentieren den Betrieb, Workiva bündelt die übergeordnete Berichterstattung.
- GLOBALnorm Standards, hält die zugrundeliegenden Normen (z. B. IFS, ISO 22000, DIN-Bezüge) automatisch aktuell. Während die HACCP-Plattform die tägliche Praxis dokumentiert, sorgt das Normen-Monitoring dafür, dass die Vorgaben selbst nicht veralten.
- Microsoft Purview, wenn die Dokumentations- und Audit-Dateien zusätzlich klassifiziert und governance-seitig kontrolliert werden sollen, etwa in größeren Organisationen mit M365-Umgebung.
Unser Testurteil
Flowtify bekommt 3 von 5 Sternen, und dieses Urteil bezieht sich ausdrücklich auf das historische Produkt, nicht auf eine heute buchbare Lösung. Als eigenständige HACCP-Plattform war Flowtify solide: digitale Selbstdokumentation, automatische Temperaturüberwachung, EU-Hosting und eine spürbar verkürzte Audit-Vorbereitung. Das waren echte, alltagstaugliche Vorteile für Lebensmittelbetriebe. Den Sprung in die Spitzengruppe verhinderten die nötige separate Sensorik, die fehlende ERP-Integration und die Tatsache, dass die “KI”-Etikettierung beim Kernprodukt nicht durch echte KI gedeckt war. Entscheidend für heutige Leser ist aber der Statuswechsel: Das Produkt ist als Marke verschwunden und in FoodNotify aufgegangen. Wir lassen die Seite zur Einordnung und für die Historie online, raten aber klar dazu, für jede Neueinführung direkt die aktuelle Plattform zu prüfen.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Die Domain flowtify.de wird nicht mehr als Produktauftritt gepflegt. Die Startseite leitet auf eine völlig fremde Software (eine Arztpraxis-Abrechnungslösung) weiter, die ehemalige Preisseite landet auf dem Auftritt von FoodNotify. Ein klares Signal, dass die eigenständige Marke Flowtify aufgegeben wurde.
- Mai 2026, Bestätigt: Flowtifys HACCP- und IoT-Funktionen leben innerhalb der FoodNotify-Plattform weiter. FoodNotify ist eine breitere Gastronomie-Software (Beschaffung, Warenwirtschaft, Kalkulation, Analytics) mit Kunden wie L’Osteria, Ruby und a&o Hotels, Flowtify ist dort der HACCP-/Sensorik-Baustein.
- 2024/2025, FoodNotify bewirbt zunehmend echte KI-Funktionen (Bedarfsprognosen, Rezeptgenerierung, Menü-Scanning), die jedoch teils noch im “Coming soon”-/Warteliste-Status sind. Das ist eine andere Kategorie als Flowtifys regelbasierte Automatisierung, und zeigt, wohin sich die Plattform entwickelt.
- Korrektur zu früheren Annahmen, Die zuvor genannte Preisspanne (“50–150 €/Monat”) ist nicht mehr belastbar. Eigenständige Flowtify-Preise werden nicht mehr veröffentlicht; Konditionen laufen heute ausschließlich über den FoodNotify-Vertriebsprozess (Preise auf Anfrage). Ebenso überzeichnet war die Einordnung als “KI-Tool”: Das Kernprodukt war digitale Dokumentation plus Sensorik, nicht maschinelles Lernen.
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Arthur Atlas
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