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Alcomo HACCP App

Alcomo SA

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Mobile HACCP-Dokumentations-App der Schweizer Alcomo SA für Lebensmittelbetriebe, digitale Temperatur-, Reinigungs- und Wareneingangsprotokolle statt Papier, optional mit Bluetooth-/WLAN-Sensor-Anbindung. Solide Compliance-Software, aber kein KI-Tool: keine ML-gestützte Anomalie-Erkennung, keine Computer-Vision-Etikettenscans, keine generativen Funktionen. Wir führen den Eintrag deshalb als KI-nah (adjacent), nicht als empfohlenes KI-Tool.

Kosten: Abo-Modell: HACCP App 16,90 CHF/EUR pro Monat, Temperatur-Logging-Add-on (Sensor-Anbindung) 12,90 CHF/EUR, kombiniert 29,80 CHF/EUR pro Monat je Standort. 10 % Rabatt bei Jahreszahlung. Sensor-Hardware einmalig: Gateway 150 CHF/EUR, Funk-Sensoren 40–45 CHF/EUR je Fühler, plus Versand. Kostenlose Testphase vorab.

Stärken

  • Einfache mobile Bedienung, auch für Schichtleiter ohne IT-Erfahrung
  • Digitale Ablösung von Papier-Checklisten und Klemmbrett-Protokollen
  • Sensor-Anbindung (Bluetooth/WLAN) für automatische Temperaturerfassung
  • Generiert PDF-/XLSX-/CSV-Protokolle für IFS/HACCP-Audits
  • Preise und Sensor-Hardware-Kosten öffentlich ausgewiesen (Abo plus einmalige Hardware)
  • Mehrsprachig (DE/EN/FR), passend für Schweizer und grenznahe Betriebe
  • Schweizer Hersteller mit EU-/CH-Datenhaltung

Einschränkungen

  • Kein erkennbarer KI-Kern (keine ML-Anomalie-Erkennung, kein OCR, keine generativen Features)
  • Abo plus einmalige Sensor-Hardware summieren sich bei mehreren Kühlstellen und Standorten
  • Sensor-Unterstützung auf gängige BLE/WLAN-Modelle begrenzt
  • Integration in ERP- oder Warenwirtschaftssysteme nur über manuelle Schnittstellen
  • Funktionsumfang öffentlich nur knapp bebildert, Detailtiefe erschließt sich erst in der Testphase

Passt gut zu

Kleine und mittlere Lebensmittelbetriebe, die Papier-HACCP digitalisieren wollen Bäckereien, Metzgereien, Kantinen mit überschaubarer Standortzahl

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Papier-HACCP-Protokolle in einem klar regulierten Betrieb digitalisieren
  • Du brauchst Bluetooth-/WLAN-Sensoren für Kühlhaus- und Tiefkühl-Überwachung
  • Du betreibst eine Bäckerei, Metzgerei oder Kantine mit 1–5 Standorten in DACH
  • Dir reicht ein reines Compliance-Tool ohne KI-Funktionen wie OCR oder Anomalie-Erkennung

Wann nein

  • Du suchst ein KI-Tool, Alcomo ist klassische Compliance-Software, kein ML/CV/LLM-Produkt
  • Du brauchst automatische Anomalie-Erkennung oder Vorhersagen aus Temperaturreihen
  • Du willst Etiketten, Lieferscheine oder Allergen-Datenblätter per OCR automatisch auslesen
  • Du steuerst eine komplexe Lieferkette mit IFS-/BRC-Lieferantenmanagement (zu klein)

Einordnung: KI-nah, aber kein KI-Tool. Die Alcomo HACCP App ist eine solide HACCP-Dokumentations- und Sensor-App, aber genau das, und nichts darüber hinaus. Auf der Hersteller-Website finden sich keine Hinweise auf Machine Learning, Computer Vision (z. B. Etiketten-OCR), Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen oder generative Funktionen. Sensor-Anbindung und automatische Cloud-Synchro sind IoT- und Backend-Funktionen, keine KI.

Wir führen die Seite deshalb als KI-nah (adjacent): Sie bleibt unter /tools/alcomo/ vollständig sichtbar und ehrlich als Nicht-KI-Kern gekennzeichnet, wir empfehlen sie nur nicht als KI-Tool. Für vergleichbare Anwendungsfälle siehe Alternativen unten.

Kurzfazit

Die Alcomo HACCP App der Schweizer Alcomo SA ist eine etablierte mobile Lösung für die Lebensmittel-Compliance: digitale Temperatur-Logs, Reinigungs- und Wareneingangs-Checklisten, optionale Bluetooth-/WLAN-Sensor-Integration und PDF-Export für Audits. Für Bäckereien, Metzgereien und kleine Gastrobetriebe ist das ein sinnvoller Schritt weg vom Papier, fachlich tadellos und sprachlich passend (DE/EN/FR). Für unser Verzeichnis fehlt allerdings der KI-Anteil, der den Unterschied zu klassischer Compliance-Software ausmachen würde.

Konkret heißt das: Eine HACCP-App wird in unserem Sinn erst dann zu einem KI-Tool, wenn sie z. B. Temperaturreihen mit ML-Modellen auf Anomalien prüft, Lieferanten-Etiketten via Computer Vision ausliest, Reinigungs-Pläne automatisch nach Risikoprofil priorisiert oder Audit-Berichte mit einem LLM zusammenfasst. Nichts davon ist auf der Alcomo-Website dokumentiert. Wir führen den Eintrag deshalb als KI-nah (adjacent), nicht, weil das Produkt schlecht wäre, sondern weil der KI-Kern fehlt, der es zu einem KI-Tool machen würde. Die 2-Sterne-Bewertung bezieht sich auf die Eignung als KI-Tool, nicht auf die fachliche Qualität als Compliance-App.

Für wen ist Alcomo?

Kleine Lebensmittelbetriebe ohne IT-Abteilung: Bäckereien, Metzgereien, Cafés und Kantinen, die HACCP heute noch auf Papier oder in Excel führen, bekommen mit Alcomo den naheliegenden ersten Digitalisierungsschritt. Die Bedienung ist auf Schichtleiter-Niveau zugeschnitten, kein Onboarding-Marathon nötig.

Betriebe mit 2–5 Standorten: In dieser Größe ist eine Enterprise-Lösung wie Safefood 360° überdimensioniert und unbezahlbar. Alcomo füllt die Lücke zwischen Excel-Tabelle und voller Food-Safety-Plattform.

Schweizer und grenznahe Betriebe: Schweizer Hersteller, dreisprachig (DE/EN/FR), Schweizer Lebensmittelhygiene-Vokabular, das passt für Betriebe in der Schweiz, im Allgäu, in Baden-Württemberg oder Vorarlberg besser als ein rein deutsches Produkt.

Schichtleiter und Hygieneverantwortliche: Wer täglich Kühlhaus-Temperaturen, Reinigungsprotokolle und Wareneingänge dokumentieren muss, spart mit der App spürbar Zeit, Sensor-Werte landen automatisch im Log, Checklisten lassen sich per Klick abhaken, Audit-PDFs werden auf Knopfdruck erstellt.

Weniger geeignet für: Alle, die ein KI-Tool suchen, Alcomo ist es nicht. Auch nicht geeignet für Lebensmittelhersteller mit komplexer Lieferkette und mehrstufigen IFS-/BRC-/FSSC-22000-Anforderungen (zu klein im Funktionsumfang), für Betriebe, die OCR-Auslese von Lieferscheinen, Etiketten oder Allergen-Datenblättern erwarten, und für alle, die ML-gestützte Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen oder prädiktive Wartung der Kühltechnik brauchen. Für solche Use-Cases sind spezialisierte Plattformen oder Eigenentwicklungen nötig.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
HACCP App (Basis)16,90 CHF/EUR pro MonatMobile App, manuelle Eingabe von Temperatur-, Reinigungs- und Wareneingangs-Logs, Chargenverfolgung, Export als PDF/XLSX/CSV
+ Temperatur-Logging+ 12,90 CHF/EUR pro Monat (kombiniert 29,80)Automatische Temperaturerfassung über Funk-Sensoren, Cloud-Synchro
Sensor-Hardware (einmalig)Gateway 150, Sensoren 40–45 CHF/EUR + VersandGateway plus Funk-Sensoren mit integrierter (40) oder externer Antenne (45), je Fühler
Jahreszahlung10 % Rabatt auf die Abo-GebührenRabatt bei jährlicher Vorauszahlung

Einordnung: Anders als eine frühere Fassung dieses Eintrags annahm, weist Alcomo seine Preise öffentlich aus. Die App kostet 16,90 CHF/EUR pro Monat, das Temperatur-Logging-Add-on mit Sensor-Anbindung 12,90 CHF/EUR, kombiniert also 29,80 CHF/EUR pro Monat je Standort. Bei jährlicher Zahlung gibt es 10 % Rabatt. Dazu kommt einmalige Sensor-Hardware: ein Gateway für 150 CHF/EUR und Funk-Sensoren für 40–45 CHF/EUR je Fühler, plus Versand (in der Schweiz ca. 40 CHF, innerhalb Europas 120 EUR). Eine kostenlose Testphase gibt es vorab. Das ist im Vergleich zu vielen HACCP-Apps erfreulich transparent. Wer mehrere Kühlstellen und Standorte mit Sensorik ausstattet, sollte die Hardware-Stückkosten hochrechnen, bei vier Fühlern pro Filiale summieren sich Gateway und Sensoren spürbar.

Stärken im Detail

Mobile Bedienung auf Schichtleiter-Niveau. Die App ist bewusst für Mitarbeitende ohne IT-Hintergrund gebaut: Listen abhaken, Temperaturen eintragen, Foto ergänzen, fertig. Wer aus dem Klemmbrett-Workflow kommt, ist innerhalb eines Tages produktiv, kein Onboarding-Trainer, kein langes Setup. Genau das ist der Hauptzweck, und Alcomo erfüllt ihn solide.

Echte Papier-Ablösung. Die App generiert auf Knopfdruck PDF-Protokolle, die Auditoren und Lebensmittelkontrolleure akzeptieren. Das ist nicht spektakulär, aber für Betriebe, die heute noch Ordnerwände voller Klemmbrett-Listen pflegen, ein realer Effizienzhebel. Verlorene Protokolle, unleserliche Handschriften und vergessene Eintragungen entfallen.

Bluetooth-/WLAN-Sensor-Integration. Temperatursensoren in Kühlhäusern und Tiefkühltruhen schicken Werte automatisch an die App. Die Eintragung wird damit lückenlos und überprüfbar, wichtig bei Behörden-Kontrollen, weil “wir hatten ein Stromausfall-Fenster” nicht mehr nachträglich konstruiert werden kann. Die Sensor-Integration ist allerdings reines IoT, kein KI: Werte werden gespeichert, nicht mit ML-Modellen interpretiert.

Audit-tauglicher Export. Für IFS-, HACCP- und behördliche Audits lässt sich ein vollständiger Bericht über beliebige Zeiträume als PDF, XLSX oder CSV exportieren. Das ist der wichtigste Output der App und funktioniert nach Anbieterangaben zuverlässig, der Punkt, an dem die meisten Papier-Lösungen aus Versehen scheitern.

Schweizer Hersteller, mehrsprachig. Alcomo SA sitzt in der Schweiz und betreibt das Produkt in DE/EN/FR, passend zum mitteleuropäischen Lebensmittelrecht. Das ist für DACH-Betriebe ein realer Vorteil gegenüber US-Tools, die Mengen in Pfund und Temperaturen in Fahrenheit ausgeben. Datenhaltung in der EU/Schweiz ist für DSGVO-Themen ein Pluspunkt.

Transparente, öffentliche Preise. Alcomo listet Abo-Gebühren und Sensor-Hardware-Kosten offen auf der Website: 16,90 CHF/EUR für die App, 12,90 für das Temperatur-Add-on, Gateway und Sensoren mit klaren Stückpreisen. Das ist im HACCP-App-Umfeld nicht selbstverständlich und erleichtert den Vergleich mit Wettbewerbern erheblich, kein Anfrage-Ping-Pong nötig, bevor man weiß, woran man ist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein KI-Kern, der zentrale Punkt. Auf der Hersteller-Website findet sich kein Hinweis auf Machine Learning, Computer Vision, OCR oder LLM-Funktionen. Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen, automatische Lieferanten-Etiketten-Auslese, ML-gestützte Risikobewertung von Reinigungsplänen, nichts davon ist dokumentiert. Das ist redaktionell sauber (Alcomo verkauft das Produkt ehrlich als Compliance-Tool, nicht als “AI-powered”), führt aber dazu, dass die App in unserem KI-Raster als KI-nah, nicht als KI-Tool geführt wird. Das ist der Grund für die adjacent-Einordnung und die 2-Sterne-Eignungsbewertung.

Abo plus Hardware summiert sich. Die Sensor-Funktion ist ein kostenpflichtiges Add-on (12,90 CHF/EUR pro Monat) auf die Basis-App (16,90), dazu kommt einmalige Hardware (Gateway 150, Sensoren 40–45 je Fühler) plus Versand. Wer nur ein, zwei Sensoren braucht, fährt günstig, wer eine ganze Filiale mit mehreren Kühlstellen ausstattet oder mehrere Standorte pro Monat abrechnet, sollte die Gesamtkosten sauber durchrechnen. Immerhin sind die Preise öffentlich, das erleichtert den Vergleich mit Wettbewerbern.

Sensor-Hardware-Bindung. Die App arbeitet mit bestimmten Bluetooth-/WLAN-Modellen zusammen; eine offene API für beliebige Drittsensoren ist nicht dokumentiert. Wer schon eine Sensor-Infrastruktur eines anderen Anbieters (z. B. Testo, Elpro, Ebro) im Haus hat, sollte vor dem Kauf prüfen, ob Alcomo diese Geräte spricht, sonst wird der Wechsel teurer als gedacht.

Keine ERP-/Warenwirtschafts-Integration. Lieferanten-Stammdaten, Allergen-Datenblätter und Chargenrückverfolgung lassen sich nicht automatisch aus einem ERP-System ziehen. Das ist für kleine Betriebe ohne ERP egal, aber sobald Strukturen darüber hinaus vorhanden sind, müssen Daten doppelt gepflegt werden.

Funktionsumfang öffentlich nicht detailliert. Die Hersteller-Website hält sich mit Screenshots und Detailbeschreibungen zurück. Wer evaluieren will, braucht eine Demo, das geht nicht “mal nebenbei am Wochenende”. Im Vergleich zu Tools mit ausführlicher Dokumentation, Public Roadmap und sichtbarem Changelog wirkt das verschlossen.

Wachsen mit dem Betrieb begrenzt. Sobald die Anforderungen über reines Single-Site-HACCP hinausgehen (Lieferantenmanagement, mehrstufige Audit-Trails, ISO 22000, Lebensmittel-Rückrufe, Lieferkettentransparenz), reicht Alcomo nicht mehr. Dann ist der Wechsel auf eine echte Food-Safety-Plattform fällig.

Alternativen im Vergleich

Wenn du eine vergleichbare Funktion suchst, entweder im HACCP-Umfeld oder mit echtem KI-Anteil, sind das verifizierte Einträge aus unserem Verzeichnis:

Wenn du……nimm stattdessen
HACCP-Sensoren mit DSGVO-konformer Cloud für Temperatur, pH, Luftfeuchte willstSLOC Sensors (HACCP)
Eine vollwertige Food-Safety-Plattform mit Lieferanten-Management und IFS/BRC-Audit-Trails brauchstSafefood 360°
Dienstplanung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung für deinen Gastrobetrieb organisieren willstgastromatic

SLOC Sensors ist die direkteste Alternative für den Sensor-Teil von Alcomo, mit Fokus auf DSGVO-konformer Datenhaltung. Safefood 360° spielt eine Klasse darüber, eine cloudbasierte Plattform für Lebensmittelhersteller mit komplexen Lieferketten und mehrstufigen Audit-Anforderungen. gastromatic ist kein HACCP-Tool, aber für viele kleine Gastrobetriebe der nächstnaheliegende Digitalisierungsschritt nach der Compliance-App.

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: FoodNotify (österreichischer Anbieter für Allergen- und Nährwertkennzeichnung), Testo Saveris (Sensor-Plattform mit umfassendem Hardware-Ökosystem, klassisches IoT) und HACCP24 (deutsche App ähnlicher Bauart wie Alcomo). Wer einen echten KI-Hebel im Gastro-/Foodumfeld sucht, prüft eher LLM-gestützte Speisekarten- und Allergen-Tools, die spielen aber funktional in einem anderen Feld als HACCP-Dokumentation.

So steigst du ein

Schritt 1: Bedarf klären. Bevor du irgendeine HACCP-App evaluierst, halte fest, was du wirklich brauchst: Anzahl Standorte, Anzahl Kühlgeräte mit Sensorik, Sprachanforderung, Audit-Häufigkeit (IFS, behördlich, intern), bestehende Sensor-Hardware. Ohne diese Liste ist jede Demo eine Marketing-Show. Wer eine KI-gestützte Lösung sucht, sollte Alcomo bereits hier aussortieren, das ist keine KI-Plattform.

Schritt 2: Kostenlos testen, und parallel zwei Wettbewerber prüfen. Auf alcomo.com lässt sich die App über eine Registrierung kostenlos testen; die Abo- und Sensor-Preise stehen offen auf der Website, du musst sie nicht erst anfragen. Parallel mindestens SLOC und einen weiteren Anbieter (Testo Saveris, FoodNotify, HACCP24) anschauen und die Sensor-Stückkosten gegenrechnen.

Schritt 3: Pilot mit einem Standort, dann ausrollen. Statt sofort alle Standorte umzustellen, einen Pilotstandort wählen und 4–6 Wochen produktiv testen. Wichtige Prüfpunkte: Wie reagieren die Schichtleiter, wie gut greift die Sensor-Anbindung, wie sauber sind die PDF-Berichte beim nächsten Audit, wie verlässlich ist der Support? Erst nach erfolgreichem Pilot Rollout auf weitere Standorte.

Ein konkretes Beispiel

Eine Bäckereikette in der Ostschweiz mit vier Filialen führte HACCP-Protokolle bis 2024 ausschließlich auf Papier, drei Ordnerwände pro Filiale, zwei verlorene Protokolle pro Quartal, regelmäßig Stress vor Behördenkontrollen. Nach einer Empfehlung des Hygieneberaters wurde Alcomo eingeführt: Bluetooth-Temperatursensoren in den Kühlhäusern und Tiefkühltruhen aller vier Filialen, App auf zwei Tablets pro Standort, Schichtleiter-Schulung an einem Vormittag. Die Reinigungs- und Wareneingangs-Checklisten wurden in die App übernommen, das PDF-Audit-Paket zum nächsten Quartalsabschluss zum ersten Mal digital abgeliefert. Effekt nach sechs Monaten: Keine verlorenen Protokolle mehr, Behördenkontrolle ohne Beanstandungen abgeschlossen, geschätzte Zeitersparnis 30–45 Minuten pro Filiale und Woche. Die Inhaberin betont allerdings selbst: Das ist Digitalisierung, keine KI. Wer Anomalie-Erkennung in den Kühlkurven erwartet oder die App “lernt aus den Daten”, wird enttäuscht, die App ist eine sehr gute digitale Akte, nicht mehr.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU/Schweiz (Schweizer Anbieter, EU-/CH-Cloud-Infrastruktur). Datenfluss bleibt im europäischen Rechtsraum.
  • Datennutzung: Compliance-Daten werden zur Erbringung des Dienstes gespeichert. Keine KI-Modelle, die mit Kundendaten trainiert würden, das Produkt nutzt keine generativen oder ML-Komponenten.
  • AVV / Auftragsverarbeitung: Für Geschäftskunden auf Anfrage verfügbar; im Schweizer Kontext orientiert sich Alcomo am DSG (CH) sowie an DSGVO-Anforderungen für EU-Kunden.
  • Sensor-Daten: Temperatur- und Sensorwerte sind keine personenbezogenen Daten, datenschutzrechtlich unkritisch. Eintragungen durch Mitarbeitende (Name, Uhrzeit, Kürzel) sind dagegen Mitarbeiterdaten und unter Betriebsvereinbarungs-Aspekten zu prüfen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Da Alcomo kein KI-Tool ist, entfällt der typische LLM-Datenabfluss-Risiko-Pfad. Vor Einsatz dennoch AVV anfordern und prüfen, ob personenbezogene Mitarbeitereinträge ausreichend abgesichert sind. Schweizer Hosting ist für DACH-Kunden in der Regel unproblematisch.

Gut kombiniert mit

  • SLOC Sensors, wer eine breitere Sensor-Palette (pH, Luftfeuchte, CO₂) braucht und Alcomos Sensor-Anbindung nicht reicht, kann SLOC parallel betreiben. Die App bleibt für Dokumentation und Audit, SLOC liefert die Messtechnik.
  • Safefood 360°, sobald ein Betrieb über die Single-Site-HACCP-Grenze hinauswächst (Lieferantenmanagement, IFS-/BRC-Audit-Trails), übernimmt Safefood 360° das, was Alcomo nicht kann. Im Praxis-Stack ist Alcomo dann der erste Schritt, Safefood der Endausbau.
  • gastromatic, für Gastrobetriebe eine sinnvolle Ergänzung: Alcomo dokumentiert HACCP, gastromatic regelt Dienstplan, Zeiterfassung und Lohn. Die beiden Tools überlappen nicht, ergänzen sich aber gut für kleine Gastronomie-Stacks.

Unser Testurteil

2 von 5 Sternen, und diese Bewertung ist ausdrücklich eine Eignungs-Bewertung als KI-Tool, nicht ein Urteil über die Compliance-Qualität der App. Als reine HACCP-Dokumentations-App wäre Alcomo solide vier Sterne wert: zuverlässig, mehrsprachig, Schweizer Datenhaltung, faire Sensor-Integration, klares Geschäftsmodell. In unserem KI-Verzeichnis ist sie aber falsch aufgehoben: kein ML-Kern, kein OCR, kein LLM, kein Computer-Vision-Anteil. Die zwei Sterne stehen für “in dieser Kategorie schwer zu empfehlen, weil das Produkt schlicht nicht in die Kategorie gehört”. Wer eine gute HACCP-App sucht, ist mit Alcomo gut bedient, aber sollte direkt beim Hersteller kaufen, nicht über ein KI-Verzeichnis kommen. Wer ein KI-Tool für Lebensmittelsicherheit sucht, muss eine ganz andere Klasse von Produkten anschauen, und die Alcomo HACCP App ist dafür nicht der richtige Einstiegspunkt.

Was wir bemerkt haben

  • Juli 2026, Vollständige Neuverifikation auf der Hersteller-Website: Der Firmenname ist Alcomo SA (nicht “Alcomo AG”), die Preise sind öffentlich ausgewiesen (App 16,90 CHF/EUR pro Monat, Temperatur-Add-on 12,90, Gateway 150, Funk-Sensoren 40–45 je Fühler, 10 % Jahresrabatt). App in DE/FR/EN, über 700 Kunden in CH/DE/AT/FR. Die frühere Annahme “Preise nicht öffentlich” und die Notiz zu einer 404-Preisseite sind damit überholt und wurden korrigiert.
  • Juli 2026, Statuskorrektur: Der Eintrag war widersprüchlich, im Frontmatter als KI-nah (adjacent) und status: live geführt, im Text aber als “deprecated” gekennzeichnet. Wir haben den Text auf die tatsächliche Einordnung angeglichen: KI-nah, voll sichtbar unter /tools/alcomo/, aber nicht als KI-Tool empfohlen. Kein KI-Kern (kein ML, kein OCR, keine generativen Funktionen); Sensor-Anbindung und Cloud-Synchro sind IoT, keine KI.
  • Juli 2026, Die Alcomo SA vermarktet das Produkt erfreulich ehrlich: kein “AI-powered”, kein “intelligent”, kein “smart” auf der Website. Das ist im aktuellen Markt eine Wohltat. Sollte Alcomo künftig ML-gestützte Funktionen (Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen, OCR für Lieferanten-Dokumente) ergänzen, stufen wir die KI-Relevanz gerne höher ein.
  • Hintergrund, Alcomo gehört zur Klasse solider Branchen-Software für Lebensmittel- bzw. IoT-Compliance ohne KI-Kern: fachlich gut, aber KI-nah statt KI-Tool. Solche Einträge bleiben bei uns sichtbar und ehrlich als adjacent gekennzeichnet, statt sie als “Light”-KI-Tool durchzuwinken oder aus dem Verzeichnis zu entfernen.

Quellen

  1. Alcomo – App Produktseite (Hygiene und HACCP). https://www.alcomo.com/en/alcomo-app-hygiene-haccp-documentation/ (abgerufen am 2026-07-18). Firmenname Alcomo SA mit Sitz in der Schweiz, mehr als 700 Kunden in der Schweiz, Deutschland, Oesterreich und Frankreich; App in Deutsch, Franzoesisch und Englisch; Funktionen Temperaturueberwachung, Reinigungs-Checklisten je Raum, Wareneingang mit Chargenverfolgung, Export als PDF/XLSX/CSV; keine Nennung von KI, ML, Computer Vision oder OCR..
  2. Alcomo – Automatische Temperaturprotokollierung mit Sensoren. https://www.alcomo.com/en/haccp-app-sensors/ (abgerufen am 2026-07-18). Oeffentlich ausgewiesene Preise: Gateway einmalig 150 CHF/EUR, Sensor mit integrierter Antenne 40 CHF/EUR, mit externer Antenne 45 CHF/EUR, plus Versand; monatliches Abonnement 29,80 CHF/EUR (App 16,90 plus Temperatur-Logging-Add-on 12,90), 10 % Rabatt bei Jahreszahlung; kostenlose Testphase..
  3. Alcomo – FAQ zur HACCP App. https://www.alcomo.com/en/support/faq-alcomo-haccp-app/ (abgerufen am 2026-06-20). Daten liegen auf einem sicheren Server in der Schweiz, verschluesselte Uebertragung, kein Verkauf an Dritte; Premium-Abonnenten erhalten Telefon-Support; kostenlose Demo-Version verfuegbar..

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