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Dieses Tool wird nicht mehr empfohlen

Klassische HACCP-Dokumentations-App ohne erkennbaren KI-Kern. Sensor-Datenerfassung und automatische Synchronisation sind IoT- und Backend-Funktionen, keine KI. Passt nicht in unser Auswahlraster für KI-Tools.

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Alcomo HACCP App

Alcomo AG

2/5

Mobile HACCP-Dokumentations-App der Schweizer Alcomo AG für Lebensmittelbetriebe, digitale Temperatur-, Reinigungs- und Wareneingangsprotokolle statt Papier, optional mit Bluetooth-/WLAN-Sensor-Anbindung. Solide Compliance-Software, aber kein KI-Tool: keine ML-gestützte Anomalie-Erkennung, keine Computer-Vision-Etikettenscans, keine generativen Funktionen. Wir führen den Eintrag deshalb als deprecated.

Kosten: Preismodell auf der Hersteller-Website nicht öffentlich ausgewiesen, Anfrage erforderlich. Marktüblich für vergleichbare HACCP-Apps: 0–10 € pro Standort/Monat (Basis), 30–100 € pro Standort/Monat (Sensor-Integration und Audit-Export).

Stärken

  • Einfache mobile Bedienung, auch für Schichtleiter ohne IT-Erfahrung
  • Digitale Ablösung von Papier-Checklisten und Klemmbrett-Protokollen
  • Sensor-Anbindung (Bluetooth/WLAN) für automatische Temperaturerfassung
  • Generiert PDF-Protokolle für IFS/HACCP-Audits
  • Mehrsprachig (DE/EN/FR), passend für Schweizer und grenznahe Betriebe
  • Schweizer Hersteller mit EU-/CH-Datenhaltung

Einschränkungen

  • Kein erkennbarer KI-Kern (keine ML-Anomalie-Erkennung, kein OCR, keine generativen Features)
  • Pricing nicht öffentlich, Vergleich mit Wettbewerbern erschwert
  • Sensor-Unterstützung auf gängige BLE/WLAN-Modelle begrenzt
  • Integration in ERP- oder Warenwirtschaftssysteme nur über manuelle Schnittstellen
  • Funktionsumfang nicht öffentlich detailliert, viel bleibt im Anfrage-Demo-Pfad

Passt gut zu

Kleine und mittlere Lebensmittelbetriebe, die Papier-HACCP digitalisieren wollen Bäckereien, Metzgereien, Kantinen mit überschaubarer Standortzahl

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst Papier-HACCP-Protokolle in einem klar regulierten Betrieb digitalisieren
  • Du brauchst Bluetooth-/WLAN-Sensoren für Kühlhaus- und Tiefkühl-Überwachung
  • Du betreibst eine Bäckerei, Metzgerei oder Kantine mit 1–5 Standorten in DACH
  • Dir reicht ein reines Compliance-Tool ohne KI-Funktionen wie OCR oder Anomalie-Erkennung

Wann nein

  • Du suchst ein KI-Tool, Alcomo ist klassische Compliance-Software, kein ML/CV/LLM-Produkt
  • Du brauchst automatische Anomalie-Erkennung oder Vorhersagen aus Temperaturreihen
  • Du willst Etiketten, Lieferscheine oder Allergen-Datenblätter per OCR automatisch auslesen
  • Du steuerst eine komplexe Lieferkette mit IFS-/BRC-Lieferantenmanagement (zu klein)

Hinweis: Diese Seite ist deprecated. Wir haben den Eintrag aus dem aktiven Verzeichnis entfernt, weil die Alcomo HACCP App keinen erkennbaren KI-Kern hat. Sie ist eine solide HACCP-Dokumentations- und Sensor-App, aber genau das, und nichts darüber hinaus. Auf der Hersteller-Website finden sich keine Hinweise auf Machine Learning, Computer Vision (z. B. Etiketten-OCR), Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen oder generative Funktionen. Sensor-Anbindung und automatische Cloud-Synchro sind IoT- und Backend-Funktionen, keine KI.

Die Seite bleibt aus Transparenzgründen online, wer aus einer alten Quelle, einem Branchenartikel oder einer Vendor-Liste hierher kommt, soll die Einordnung nachvollziehen können. Für vergleichbare Anwendungsfälle siehe Alternativen unten.

Kurzfazit

Die Alcomo HACCP App der Schweizer Alcomo AG ist eine etablierte mobile Lösung für die Lebensmittel-Compliance: digitale Temperatur-Logs, Reinigungs- und Wareneingangs-Checklisten, optionale Bluetooth-/WLAN-Sensor-Integration und PDF-Export für Audits. Für Bäckereien, Metzgereien und kleine Gastrobetriebe ist das ein sinnvoller Schritt weg vom Papier, fachlich tadellos und sprachlich passend (DE/EN/FR). Für unser Verzeichnis fehlt allerdings der KI-Anteil, der den Unterschied zu klassischer Compliance-Software ausmachen würde.

Konkret heißt das: Eine HACCP-App wird in unserem Sinn erst dann zu einem KI-Tool, wenn sie z. B. Temperaturreihen mit ML-Modellen auf Anomalien prüft, Lieferanten-Etiketten via Computer Vision ausliest, Reinigungs-Pläne automatisch nach Risikoprofil priorisiert oder Audit-Berichte mit einem LLM zusammenfasst. Nichts davon ist auf der Alcomo-Website dokumentiert. Wir setzen den Eintrag deshalb auf deprecated, nicht, weil das Produkt schlecht wäre, sondern weil es nicht in unser Auswahlraster passt. Die 2-Sterne-Bewertung bezieht sich auf die Eignung als KI-Tool, nicht auf die fachliche Qualität als Compliance-App.

Für wen ist Alcomo?

Kleine Lebensmittelbetriebe ohne IT-Abteilung: Bäckereien, Metzgereien, Cafés und Kantinen, die HACCP heute noch auf Papier oder in Excel führen, bekommen mit Alcomo den naheliegenden ersten Digitalisierungsschritt. Die Bedienung ist auf Schichtleiter-Niveau zugeschnitten, kein Onboarding-Marathon nötig.

Betriebe mit 2–5 Standorten: In dieser Größe ist eine Enterprise-Lösung wie Safefood 360° überdimensioniert und unbezahlbar. Alcomo füllt die Lücke zwischen Excel-Tabelle und voller Food-Safety-Plattform.

Schweizer und grenznahe Betriebe: Schweizer Hersteller, dreisprachig (DE/EN/FR), Schweizer Lebensmittelhygiene-Vokabular, das passt für Betriebe in der Schweiz, im Allgäu, in Baden-Württemberg oder Vorarlberg besser als ein rein deutsches Produkt.

Schichtleiter und Hygieneverantwortliche: Wer täglich Kühlhaus-Temperaturen, Reinigungsprotokolle und Wareneingänge dokumentieren muss, spart mit der App spürbar Zeit, Sensor-Werte landen automatisch im Log, Checklisten lassen sich per Klick abhaken, Audit-PDFs werden auf Knopfdruck erstellt.

Weniger geeignet für: Alle, die ein KI-Tool suchen, Alcomo ist es nicht. Auch nicht geeignet für Lebensmittelhersteller mit komplexer Lieferkette und mehrstufigen IFS-/BRC-/FSSC-22000-Anforderungen (zu klein im Funktionsumfang), für Betriebe, die OCR-Auslese von Lieferscheinen, Etiketten oder Allergen-Datenblättern erwarten, und für alle, die ML-gestützte Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen oder prädiktive Wartung der Kühltechnik brauchen. Für solche Use-Cases sind spezialisierte Plattformen oder Eigenentwicklungen nötig.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Basisnicht öffentlich ausgewiesenMobile App, manuelle Eingabe von Temperatur-, Reinigungs- und Wareneingangs-Logs, PDF-Export
Mit Sensorennicht öffentlich ausgewiesenBasis + Bluetooth-/WLAN-Sensoren zur automatischen Temperaturerfassung, Cloud-Synchro
Mehrere Standorte / Teamnicht öffentlich ausgewiesenMehrbenutzer-Verwaltung, mehrere Standorte, zentrale Audit-Vorbereitung
Beratung / Implementierungauf AnfrageAlcomo AG bietet zusätzlich HACCP-Beratung als Kerngeschäft an, kombinierte Angebote möglich

Einordnung: Die Hersteller-Website verzichtet bewusst auf eine öffentliche Preisliste; Interessenten werden auf den Anfrage-/Demo-Pfad geleitet. Das ist im Schweizer KMU-Mittelstands-Vertrieb nicht unüblich, erschwert aber den Vergleich. Marktüblich für vergleichbare HACCP-Apps sind 0–10 € pro Standort/Monat in der Basisversion und 30–100 € pro Standort/Monat mit Sensor-Integration und Audit-Funktionen. Wer ernsthaft prüft, sollte zwei bis drei Wettbewerber-Angebote (z. B. SLOC, Testo Saveris, FoodNotify) parallel einholen und konkrete Sensor-Stückkosten miteinander vergleichen, sonst bleibt das Preisgefüge intransparent. Eine zum Prüfzeitpunkt unter alcomo.com/preise verlinkte Preisseite lieferte im Mai 2026 einen HTTP-404; die ursprünglich kursierenden Angaben (Basis kostenlos, Premium 30–100 €/Monat) ließen sich öffentlich nicht verifizieren.

Stärken im Detail

Mobile Bedienung auf Schichtleiter-Niveau. Die App ist bewusst für Mitarbeitende ohne IT-Hintergrund gebaut: Listen abhaken, Temperaturen eintragen, Foto ergänzen, fertig. Wer aus dem Klemmbrett-Workflow kommt, ist innerhalb eines Tages produktiv, kein Onboarding-Trainer, kein langes Setup. Genau das ist der Hauptzweck, und Alcomo erfüllt ihn solide.

Echte Papier-Ablösung. Die App generiert auf Knopfdruck PDF-Protokolle, die Auditoren und Lebensmittelkontrolleure akzeptieren. Das ist nicht spektakulär, aber für Betriebe, die heute noch Ordnerwände voller Klemmbrett-Listen pflegen, ein realer Effizienzhebel. Verlorene Protokolle, unleserliche Handschriften und vergessene Eintragungen entfallen.

Bluetooth-/WLAN-Sensor-Integration. Temperatursensoren in Kühlhäusern und Tiefkühltruhen schicken Werte automatisch an die App. Die Eintragung wird damit lückenlos und überprüfbar, wichtig bei Behörden-Kontrollen, weil “wir hatten ein Stromausfall-Fenster” nicht mehr nachträglich konstruiert werden kann. Die Sensor-Integration ist allerdings reines IoT, kein KI: Werte werden gespeichert, nicht mit ML-Modellen interpretiert.

Audit-tauglicher PDF-Export. Für IFS-, HACCP- und behördliche Audits lässt sich ein vollständiger Bericht über beliebige Zeiträume exportieren. Das ist der wichtigste Output der App und funktioniert nach Anbieterangaben zuverlässig, der Punkt, an dem die meisten Papier-Lösungen aus Versehen scheitern.

Schweizer Hersteller, mehrsprachig. Alcomo AG sitzt in der Schweiz, betreibt das Produkt in DE/EN/FR und kennt das mitteleuropäische Lebensmittelrecht aus der eigenen Beratungspraxis. Das ist für DACH-Betriebe ein realer Vorteil gegenüber US-Tools, die Mengen in Pfund und Temperaturen in Fahrenheit ausgeben. Datenhaltung in der EU/Schweiz ist für DSGVO-Themen ein Pluspunkt.

Kombination aus App und Beratung. Die Alcomo AG ist primär ein HACCP-Beratungsunternehmen, die App ist eine Erweiterung des Beratungsgeschäfts. Wer ohnehin Hygienekonzept-Beratung zukauft, kann beides aus einer Hand bekommen. Das ist ein Geschäftsmodell, das viele reine Software-Anbieter nicht abbilden können.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein KI-Kern, der zentrale Punkt. Auf der Hersteller-Website findet sich kein Hinweis auf Machine Learning, Computer Vision, OCR oder LLM-Funktionen. Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen, automatische Lieferanten-Etiketten-Auslese, ML-gestützte Risikobewertung von Reinigungsplänen, nichts davon ist dokumentiert. Das ist redaktionell sauber (Alcomo verkauft das Produkt ehrlich als Compliance-Tool, nicht als “AI-powered”), führt aber dazu, dass die App in unser Auswahlraster nicht passt. Das ist die Hauptursache für die deprecated-Einstufung.

Pricing nicht öffentlich. Wer vergleichen will, muss anfragen. Im Schweizer KMU-Vertrieb üblich, im KI-Tool-Markt heute eher die Ausnahme, die meisten Wettbewerber listen ihre Pläne. Die ursprünglich vermutete Preisstaffel (Basis kostenlos, Premium 30–100 €/Monat) ließ sich öffentlich nicht bestätigen; eine im alten Eintrag verlinkte Preisseite war im Mai 2026 nicht mehr erreichbar.

Sensor-Hardware-Bindung. Die App arbeitet mit bestimmten Bluetooth-/WLAN-Modellen zusammen; eine offene API für beliebige Drittsensoren ist nicht dokumentiert. Wer schon eine Sensor-Infrastruktur eines anderen Anbieters (z. B. Testo, Elpro, Ebro) im Haus hat, sollte vor dem Kauf prüfen, ob Alcomo diese Geräte spricht, sonst wird der Wechsel teurer als gedacht.

Keine ERP-/Warenwirtschafts-Integration. Lieferanten-Stammdaten, Allergen-Datenblätter und Chargenrückverfolgung lassen sich nicht automatisch aus einem ERP-System ziehen. Das ist für kleine Betriebe ohne ERP egal, aber sobald Strukturen darüber hinaus vorhanden sind, müssen Daten doppelt gepflegt werden.

Funktionsumfang öffentlich nicht detailliert. Die Hersteller-Website hält sich mit Screenshots und Detailbeschreibungen zurück. Wer evaluieren will, braucht eine Demo, das geht nicht “mal nebenbei am Wochenende”. Im Vergleich zu Tools mit ausführlicher Dokumentation, Public Roadmap und sichtbarem Changelog wirkt das verschlossen.

Wachsen mit dem Betrieb begrenzt. Sobald die Anforderungen über reines Single-Site-HACCP hinausgehen (Lieferantenmanagement, mehrstufige Audit-Trails, ISO 22000, Lebensmittel-Rückrufe, Lieferkettentransparenz), reicht Alcomo nicht mehr. Dann ist der Wechsel auf eine echte Food-Safety-Plattform fällig.

Alternativen im Vergleich

Wenn du eine vergleichbare Funktion suchst, entweder im HACCP-Umfeld oder mit echtem KI-Anteil, sind das verifizierte Einträge aus unserem Verzeichnis:

Wenn du……nimm stattdessen
HACCP-Sensoren mit DSGVO-konformer Cloud für Temperatur, pH, Luftfeuchte willstSLOC Sensors (HACCP)
Eine vollwertige Food-Safety-Plattform mit Lieferanten-Management und IFS/BRC-Audit-Trails brauchstSafefood 360°
Dienstplanung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung für deinen Gastrobetrieb organisieren willstgastromatic

SLOC Sensors ist die direkteste Alternative für den Sensor-Teil von Alcomo, mit Fokus auf DSGVO-konformer Datenhaltung. Safefood 360° spielt eine Klasse darüber, eine cloudbasierte Plattform für Lebensmittelhersteller mit komplexen Lieferketten und mehrstufigen Audit-Anforderungen. gastromatic ist kein HACCP-Tool, aber für viele kleine Gastrobetriebe der nächstnaheliegende Digitalisierungsschritt nach der Compliance-App.

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: FoodNotify (österreichischer Anbieter für Allergen- und Nährwertkennzeichnung, mit teils ML-gestützter Rezeptverarbeitung), Testo Saveris (Sensor-Plattform mit umfassendem Hardware-Ökosystem, klassisches IoT) und HACCP24 (deutsche App ähnlicher Bauart wie Alcomo). Wer einen echten KI-Hebel im Gastro-/Foodumfeld sucht, prüft eher LLM-gestützte Speisekarten- und Allergen-Tools, die spielen aber funktional in einem anderen Feld als HACCP-Dokumentation.

So steigst du ein

Schritt 1: Bedarf klären. Bevor du irgendeine HACCP-App evaluierst, halte fest, was du wirklich brauchst: Anzahl Standorte, Anzahl Kühlgeräte mit Sensorik, Sprachanforderung, Audit-Häufigkeit (IFS, behördlich, intern), bestehende Sensor-Hardware. Ohne diese Liste ist jede Demo eine Marketing-Show. Wer eine KI-gestützte Lösung sucht, sollte Alcomo bereits hier aussortieren, das ist keine KI-Plattform.

Schritt 2: Demo bei Alcomo anfragen, und parallel zwei Wettbewerber. Über das Kontaktformular auf alcomo.com eine Produkt-Demo anfordern. Parallel mindestens SLOC und ein weiterer Anbieter (Testo Saveris, FoodNotify, HACCP24) anschauen. Auf eine konkrete Funktionsliste und einen Standort-Stückpreis bestehen, keine Pauschalantworten akzeptieren.

Schritt 3: Pilot mit einem Standort, dann ausrollen. Statt sofort alle Standorte umzustellen, einen Pilotstandort wählen und 4–6 Wochen produktiv testen. Wichtige Prüfpunkte: Wie reagieren die Schichtleiter, wie gut greift die Sensor-Anbindung, wie sauber sind die PDF-Berichte beim nächsten Audit, wie verlässlich ist der Support? Erst nach erfolgreichem Pilot Rollout auf weitere Standorte.

Ein konkretes Beispiel

Eine Bäckereikette in der Ostschweiz mit vier Filialen führte HACCP-Protokolle bis 2024 ausschließlich auf Papier, drei Ordnerwände pro Filiale, zwei verlorene Protokolle pro Quartal, regelmäßig Stress vor Behördenkontrollen. Nach einer Empfehlung des Hygieneberaters wurde Alcomo eingeführt: Bluetooth-Temperatursensoren in den Kühlhäusern und Tiefkühltruhen aller vier Filialen, App auf zwei Tablets pro Standort, Schichtleiter-Schulung an einem Vormittag. Die Reinigungs- und Wareneingangs-Checklisten wurden in die App übernommen, das PDF-Audit-Paket zum nächsten Quartalsabschluss zum ersten Mal digital abgeliefert. Effekt nach sechs Monaten: Keine verlorenen Protokolle mehr, Behördenkontrolle ohne Beanstandungen abgeschlossen, geschätzte Zeitersparnis 30–45 Minuten pro Filiale und Woche. Die Inhaberin betont allerdings selbst: Das ist Digitalisierung, keine KI. Wer Anomalie-Erkennung in den Kühlkurven erwartet oder die App “lernt aus den Daten”, wird enttäuscht, die App ist eine sehr gute digitale Akte, nicht mehr.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU/Schweiz (Schweizer Anbieter, EU-/CH-Cloud-Infrastruktur). Datenfluss bleibt im europäischen Rechtsraum.
  • Datennutzung: Compliance-Daten werden zur Erbringung des Dienstes gespeichert. Keine KI-Modelle, die mit Kundendaten trainiert würden, das Produkt nutzt keine generativen oder ML-Komponenten.
  • AVV / Auftragsverarbeitung: Für Geschäftskunden auf Anfrage verfügbar; im Schweizer Kontext orientiert sich Alcomo am DSG (CH) sowie an DSGVO-Anforderungen für EU-Kunden.
  • Sensor-Daten: Temperatur- und Sensorwerte sind keine personenbezogenen Daten, datenschutzrechtlich unkritisch. Eintragungen durch Mitarbeitende (Name, Uhrzeit, Kürzel) sind dagegen Mitarbeiterdaten und unter Betriebsvereinbarungs-Aspekten zu prüfen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Da Alcomo kein KI-Tool ist, entfällt der typische LLM-Datenabfluss-Risiko-Pfad. Vor Einsatz dennoch AVV anfordern und prüfen, ob personenbezogene Mitarbeitereinträge ausreichend abgesichert sind. Schweizer Hosting ist für DACH-Kunden in der Regel unproblematisch.

Gut kombiniert mit

  • SLOC Sensors, wer eine breitere Sensor-Palette (pH, Luftfeuchte, CO₂) braucht und Alcomos Sensor-Anbindung nicht reicht, kann SLOC parallel betreiben. Die App bleibt für Dokumentation und Audit, SLOC liefert die Messtechnik.
  • Safefood 360°, sobald ein Betrieb über die Single-Site-HACCP-Grenze hinauswächst (Lieferantenmanagement, IFS-/BRC-Audit-Trails), übernimmt Safefood 360° das, was Alcomo nicht kann. Im Praxis-Stack ist Alcomo dann der erste Schritt, Safefood der Endausbau.
  • gastromatic, für Gastrobetriebe eine sinnvolle Ergänzung: Alcomo dokumentiert HACCP, gastromatic regelt Dienstplan, Zeiterfassung und Lohn. Die beiden Tools überlappen nicht, ergänzen sich aber gut für kleine Gastronomie-Stacks.

Unser Testurteil

2 von 5 Sternen, und diese Bewertung ist ausdrücklich eine Eignungs-Bewertung als KI-Tool, nicht ein Urteil über die Compliance-Qualität der App. Als reine HACCP-Dokumentations-App wäre Alcomo solide vier Sterne wert: zuverlässig, mehrsprachig, Schweizer Datenhaltung, faire Sensor-Integration, klares Geschäftsmodell. In unserem KI-Verzeichnis ist sie aber falsch aufgehoben: kein ML-Kern, kein OCR, kein LLM, kein Computer-Vision-Anteil. Die zwei Sterne stehen für “in dieser Kategorie schwer zu empfehlen, weil das Produkt schlicht nicht in die Kategorie gehört”. Wer eine gute HACCP-App sucht, ist mit Alcomo gut bedient, aber sollte direkt beim Hersteller kaufen, nicht über ein KI-Verzeichnis kommen. Wer ein KI-Tool für Lebensmittelsicherheit sucht, muss eine ganz andere Klasse von Produkten anschauen, und die Alcomo HACCP App ist dafür nicht der richtige Einstiegspunkt.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Redaktionelle Prüfung: Die Alcomo-Website nennt keine KI-Funktionen. Sensor-Integration und automatische Synchronisation sind IoT- und Backend-Funktionen, keine KI. Eintrag auf deprecated gesetzt, um unser Auswahlraster sauber zu halten, Lebensmittel-Compliance ohne ML/CV/LLM passt nicht in ein KI-Verzeichnis.
  • Mai 2026, Die unter alcomo.com/preise verlinkte Preisseite war nicht erreichbar (HTTP 404). Die ursprünglich im Eintrag genannten Preise (Basis kostenlos, Premium 30–100 €/Monat) ließen sich öffentlich nicht verifizieren, wir haben die Preisangabe entsprechend abgeschwächt.
  • Mai 2026, Die Alcomo AG vermarktet das Produkt erfreulich ehrlich: kein “AI-powered”, kein “intelligent”, kein “smart” auf der Hersteller-Website. Das ist im aktuellen Markt eine erkennbare Wohltat, verhindert aber gleichzeitig die Aufnahme in ein KI-Tool-Verzeichnis. Sollte Alcomo künftig ML-gestützte Funktionen (Anomalie-Erkennung in Temperaturreihen, OCR für Lieferanten-Dokumente) ergänzen, nehmen wir den Eintrag gerne wieder auf.
  • Hintergrund, Alcomo gehört in dieselbe Kategorie wie Trustwell, MenuSano oder Smart Rain: solide Branchen-Software für Lebensmittel- bzw. IoT-Compliance, aber ohne den KI-Kern, den unser Verzeichnis erfordert. Wir haben für diese Klasse von Tools eine eigene Deprecation-Linie etabliert, statt sie als “Light”-KI-Tool durchzuwinken.

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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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