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Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇪🇺 EU-Server Geprüft: April 2026

Pipedrive

Pipedrive OÜ

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Vertriebsfokussiertes CRM für KMU mit visueller Deal-Pipeline als Kernprinzip. Schnell eingerichtet, deutschsprachig, EU-gehostet, mit KI-Features auf allen Plänen. Die beste Wahl für B2B-Teams die ein schlankes CRM ohne Enterprise-Overhead suchen.

Kosten: Lite ab 14 EUR/Nutzer/Monat; Growth ab 39 EUR; Premium ab 59 EUR; Ultimate ab 79 EUR — alle Preise bei Jahresabrechnung

Stärken

  • Visuelle Deal-Pipeline: der stärkste intuitive Einstieg aller CRMs in dieser Klasse
  • KI-Features auf allen Plänen: E-Mails verfassen, zusammenfassen und beantworten per KI
  • EU-Datenhaltung ohne Aufpreis — DSGVO-konform per Default, AVV direkt im Konto abrufbar
  • Deutschsprachige Oberfläche, deutschsprachiger Support und DACH-freundliche Exportfunktionen
  • Schnelle Einrichtung: für ein 10-Personen-Team in einem Arbeitstag produktiv
  • 500+ Integrationen: Slack, Google Workspace, Microsoft 365, Zapier, Make.com nativ

Einschränkungen

  • Marketing-Automatisierung schwächer als HubSpot — E-Mail-Sequenzen erst ab Growth, keine Landing Pages
  • Reporting weniger tief als Salesforce — Custom-Dashboards nur ab Premium verfügbar
  • LeadBooster (Prospecting-Tool) ist ein separates Add-on mit Zusatzkosten
  • Für sehr große Teams (>100 Nutzer) werden Berechtigungskonzepte und Hierarchien schnell komplex

Passt gut zu

B2B-Vertriebsteams von 3–50 Personen die ein schlankes, vertriebsfokussiertes CRM suchen KMUs die schnell starten wollen ohne langen Implementierungsaufwand Teams die EU-Datenhaltung und deutschsprachige Bedienung als Voraussetzung haben Unternehmen die von Excel oder einem veralteten CRM migrieren wollen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Dein Vertriebsteam arbeitet mit klaren Pipeline-Stages und will den Deal-Fortschritt visuell verfolgen
  • Du suchst ein CRM das in wenigen Stunden eingerichtet ist ohne IT-Abteilung
  • DSGVO-Konformität ist wichtig — Pipedrive hostet in der EU und stellt einen Standard-AVV bereit
  • Du willst KI-gestützte Deal-Empfehlungen und automatische E-Mail-Hilfe auf allen Tarifen

Wann nein

  • Du brauchst tiefes Marketing-Automation-Tooling — HubSpot ist hier klar besser
  • Dein Team hat über 100 Vertriebler und braucht Enterprise-CRM-Features wie komplexe Berechtigungen und SLA-Tracking
  • Du willst Kundenkommunikation aus E-Mail, Chat und Social in einer Inbox — das bietet Pipedrive nicht
  • Dein Use Case ist primär B2C mit sehr vielen Kleinkunden — Pipedrive ist für B2B-Pipelines optimiert

Kurzfazit

Pipedrive ist das CRM für Teams die verkaufen wollen, nicht verwalten. Die visuelle Deal-Pipeline ist nach wie vor das stärkste Argument: Jeder Verkäufer sieht auf einen Blick wo seine Deals stehen, was der nächste Schritt ist und was kurz vor dem Abschluss liegt. Hinzu kommen KI-Features auf allen Tarifen, EU-Hosting ohne Aufpreis und eine deutschsprachige Oberfläche — das Paket ist für europäische KMU schwer zu schlagen. Die Einschränkungen sind klar: Marketing-Automatisierung und tiefes Reporting sind nicht Pipedrive’s Stärken — dafür gibt es HubSpot oder Salesforce.

Für wen ist Pipedrive?

B2B-Vertriebsteams von 3–50 Personen sind die Kernzielgruppe. Pipedrive wurde von Vertrieblern für Vertriebler gebaut — der Fokus liegt konsequent auf dem Verkaufsprozess, nicht auf Marketing oder Kundenservice. Wer ein CRM sucht das sofort intuitiv ist und keine Schulungswoche erfordert, liegt mit Pipedrive richtig.

Teams die von Excel oder Google Sheets migrieren finden den Umstieg besonders einfach: Pipedrive importiert Kontakte und Deals direkt aus Tabellenkalkulationen, und die visuelle Pipeline-Ansicht ist das digitale Äquivalent zur händischen Vertriebsliste — nur mit automatischen Erinnerungen, E-Mail-Synchronisation und KI-Unterstützung.

DACH-Unternehmen mit DSGVO-Anforderungen können Pipedrive ohne Bauchschmerzen einsetzen: EU-Hosting, DSGVO-konformes DPA direkt im Konto abrufbar, deutschsprachige Oberfläche und Support. Das estnische Unternehmen unterliegt EU-Recht — kein US-Cloud-Act-Problem.

Unternehmen in der Wachstumsphase profitieren davon dass Pipedrive mit dem Team skaliert: Lite für den ersten Vertriebsmitarbeiter, Growth für das etablierte Team mit Automationen, Premium wenn Prospecting und fortgeschrittene KI-Features dazukommen.

Weniger geeignet für Teams die starke Marketing-Automation (Lead-Nurturing, Landing Pages, Marketing-E-Mails) direkt im CRM wollen — hier ist HubSpot besser. Auch für sehr große Enterprise-Teams mit komplexen Berechtigungsstrukturen, SLA-Tracking und Custom-Reportings ist Salesforce die richtigere Wahl.

Preise im Detail

PlanEUR/Nutzer/Monat*Was du bekommst
Lite14 EURLead- und Deal-Management, 500+ Integrationen, KI-gestützte Berichte, Echtzeit-Vertriebsfeed
Growth39 EURE-Mail-Sync (Gmail/Outlook), Workflow-Automationen, E-Mail-Sequenzen, Forecasting, Meeting-Planung
Premium59 EURLeadBooster, Custom Lead Scoring, KI-E-Mail-Tools, eSignatures, erweiterte Teamverwaltung
Ultimate79 EURTelefon-Support (7–23 Uhr), Sandbox-Testkonto, Sicherheitswarnungen, erweiterter Support

*Jahresabrechnung — bei monatlicher Abrechnung ca. 42 % teurer.

Einordnung: Für die meisten KMU-Teams ist Growth (39 EUR/Nutzer/Monat) der sinnvolle Einstieg: E-Mail-Sync, Automationen und Forecasting liefern sofortigen produktiven Mehrwert. Lite reicht für sehr einfaches Deal-Tracking ohne Automationsbedarf. Premium lohnt sich wenn Prospecting (LeadBooster) und KI-E-Mail-Funktionen gebraucht werden. Die 42 % Ersparnis bei Jahresabrechnung ist erheblich — wer erst testen will, startet monatlich und wechselt dann.

Stärken im Detail

Visuelle Deal-Pipeline ist das stärkste Argument. Das Herzstück von Pipedrive: Deals werden als Karten über konfigurierbare Stage-Spalten bewegt — von “Erstkontakt” über “Angebot versendet” bis “Abschluss”. Jeder Vertriebsmitarbeiter sieht auf einen Blick seinen gesamten Funnel, jede Führungskraft sieht das Team-Portfolio. Das Prinzip ist simpel und funktioniert deshalb so gut: keine versteckten Listen, keine komplexen Ansichten, keine langen Einarbeitungen.

KI auf allen Tarifen — kein Marketing-Versprechen. Seit 2024 sind KI-Features auch im Lite-Plan verfügbar. Der KI-Vertriebs-Assistent analysiert Daten, erkennt Muster in verlorenen Deals und schlägt nächste Schritte vor. E-Mails können automatisch verfasst, zusammengefasst und beantwortet werden. In der Praxis spart die KI-E-Mail-Unterstützung 10–20 Minuten pro Arbeitstag wenn viel E-Mail-Kommunikation anfällt.

EU-Hosting ohne Kompromisse. Pipedrive ist ein estnisches Unternehmen (Pipedrive OÜ, Tallinn) das in EU-Rechenzentren hostet. Kein US-Cloud-Act-Problem, kein Datentransfer in Drittländer ohne Rechtsgrundlage. Der AVV ist standardmäßig im Konto abrufbar und entspricht DSGVO-Anforderungen — kein Nachverhandeln mit dem Vertrieb nötig. Das ist ein echter Unterschied zu Salesforce oder HubSpot, die US-amerikanisch sind.

Schnelle Einrichtung die wirklich schnell ist. Ein 10-Personen-Vertriebsteam kann Pipedrive realistisch in einem Arbeitstag produktiv einrichten: Kontaktimport, Pipeline-Konfiguration, E-Mail-Integration, Nutzer einladen. Das unterscheidet Pipedrive fundamental von Salesforce (Implementierung: Wochen bis Monate) und macht es besonders attraktiv für Teams ohne eigene IT-Abteilung.

500+ Integrationen decken den Alltag ab. Nativ integriert sind Slack, Google Workspace, Microsoft 365, Zoom und Zapier/Make.com. Die Marketplace-Integrationen decken alles von Buchhaltung (DATEV-Export möglich) über Marketing-Tools bis zu Telefonie ab. Für die meisten KMU ist kein eigenes API-Development nötig.

Schwächen ehrlich betrachtet

Marketing-Automatisierung ist nicht die Stärke. Pipedrive kann E-Mail-Sequenzen ab Growth automatisieren, aber Landing Pages, Lead-Capture-Formulare, komplexe Nurturing-Flows oder Marketing-Attribution gehören nicht zum Kernprodukt. Teams die Marketing und Vertrieb aus einem Tool steuern wollen, sollten HubSpot evaluieren — auch wenn HubSpot komplexer und teurer ist.

Reporting: ausreichend, aber nicht tief. Standard-Reports sind gut — Pipeline-Übersicht, Deal-Forecasting, Aktivitäts-Tracking. Aber Custom-Dashboards mit komplexen Filtern, mehrstufigen Drill-downs oder individuellen Sales-KPIs sind erst ab Premium verfügbar. Unternehmen mit tiefem Sales-Reporting-Bedarf stoßen schnell an Grenzen.

LeadBooster als separates Add-on kostet extra. Das Prospecting-Tool (Web-Formulare, Live Chat, Chatbot, Prospector-Datenbank für Neukontakte) ist nicht in den Basis-Plänen enthalten. Wer aktiv Leads generieren will, zahlt mehr als der Plan-Preis suggeriert. HubSpot bündelt ähnliche Features stärker in den Basispreisen.

Skalierung für große Teams wird komplex. Ab etwa 50+ Vertriebsmitarbeitern werden Berechtigungskonzepte (Wer sieht welche Deals?), Team-Hierarchien und Workflow-Management zunehmend komplex. Pipedrive hat diese Features, aber sie sind nicht so ausgereift wie bei Salesforce — für wirklich große Vertriebsorganisationen ist Pipedrive kein Langzeit-CRM.

Alternativen im Vergleich

Wenn du…Dann besser
Marketing-Automation im CRM brauchstHubSpot — stärker bei Lead-Nurturing und Landing Pages, aber teurer und komplexer
Enterprise-CRM mit tiefen Customizations brauchstSalesforce — mehr Möglichkeiten, aber deutlich höherer Implementierungsaufwand
Kundensupport und CRM kombinieren willstZendesk oder Intercom — stärker bei Service-Workflows
Outreach und Sales-Engagement automatisieren willstOutreach — fokussiert auf Sequenzen und Cadences für größere SDR-Teams
Projekte und Kundendaten flexibel kombinieren willstMonday.com — flexibler als ein klassisches CRM, aber ohne Sales-Spezifika

Pipedrive besetzt die Mitte: schlanker als Salesforce, vertriebsfokussierter als HubSpot, ausgereifter als Tabellenkalkulationen. Für B2B-Teams bis ~50 Personen ist das genau das richtige Profil.

So steigst du ein

Schritt 1: Starte mit dem 14-tägigen Testaccount auf pipedrive.com — keine Kreditkarte nötig. Importiere deine bestehenden Kontakte aus Excel oder CSV direkt. Konfiguriere deine Pipeline-Stages in der ersten Stunde so wie dein Vertriebsprozess wirklich aussieht (nicht wie ein generisches Template) — das ist die wichtigste Konfigurationsentscheidung.

Schritt 2: Verbinde dein E-Mail-Postfach (Google oder Microsoft) und aktiviere die E-Mail-Synchronisation. Ab diesem Punkt werden alle E-Mails mit Kontakten automatisch im CRM gespeichert — keine manuelle Datenpflege mehr. Richte die wichtigsten Aktivitäts-Typen ein (Anruf, Meeting, Demo, Angebot) damit das Activity-Tracking vollständig ist.

Schritt 3: Aktiviere die KI-E-Mail-Hilfe und teste sie an 5–10 echten E-Mails. Richte eine erste Automatisierung ein: z.B. “Deal gewinnt → automatisch Onboarding-Aktivität erstellen → Slack-Benachrichtigung an Account-Management senden.” Erst nach 2–3 Wochen Nutzung zeigt sich ob die Pipeline-Stages angepasst werden müssen — dann optimieren.

Ein konkretes Beispiel

Ein IT-Dienstleister aus Köln mit 8 Außendienstmitarbeitern ist von Excel auf Pipedrive Growth umgestiegen. Vorher: Deals lagen in verschiedenen Tabellen, keiner wusste welche Angebote noch ausstanden, Follow-up-Erinnerungen wurden vergessen. Nach Pipedrive: Alle 8 Mitarbeiter sehen ihre Pipeline und die Pipeline ihrer Kollegen in Echtzeit, der KI-Vertriebs-Assistent schlägt E-Mail-Antworten auf eingehende Anfragen vor (Zeitersparnis: ca. 20 Minuten/Tag), Automationen erstellen automatisch Follow-up-Aktivitäten wenn ein Deal 14 Tage ohne Aktivität bleibt. Ergebnis nach drei Monaten: Abschlussrate von 18 % auf 23 % gestiegen durch konsequenteres Follow-up. Kosten: 8 Nutzer × 39 EUR = 312 EUR/Monat bei Jahresabrechnung.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Rechenzentren (Pipedrive hostet über AWS in der EU-Region)
  • Unternehmensform: Pipedrive OÜ, Tallinn, Estland — EU-Unternehmen, unterliegt DSGVO
  • AVV/DPA: Direkt im Pipedrive-Konto abrufbar und digital unterzeichenbar — kein Vertriebskontakt nötig
  • US-Datentransfer: Standard-Setup ohne US-Transfer; Pipedrive nimmt am EU-U.S. Data Privacy Framework teil für etwaige US-Dienstleister-Verbindungen
  • Zertifizierungen: ISO 27001-zertifiziert; SOC 2-Compliance nach eigenen Angaben (Trust Center prüfen)
  • Datennutzung: Keine Nutzung von Kundendaten für KI-Training ohne Einwilligung
  • Empfehlung für Unternehmen: Pipedrive ist eine der DSGVO-freundlichsten CRM-Optionen. Beim Aktivieren der E-Mail-Synchronisation darauf achten, nur relevante Postfächer zu synchronisieren — nicht alle E-Mails aller Mitarbeiter müssen im CRM landen.

Gut kombiniert mit

  • Make.com — automatisiert komplexere Workflows: neuer Deal in Pipedrive → Aufgabe in Asana erstellen → Slack-Benachrichtigung senden → Angebot-Template in Google Docs vorbereiten
  • Trengo — Trengo für die erste Kundenkommunikation (WhatsApp, Chat), Pipedrive für die strukturierte Deal-Nachverfolgung; Verbindung via Make.com oder Zapier
  • Gong — Vertriebsgespräche werden automatisch in Pipedrive-Deals geloggt, KI-Gesprächsanalyse aus Gong bereichert das CRM mit Insights über Einwände und Kaufsignale

Unser Testurteil

4 von 5 Sternen. Pipedrive ist das beste CRM für B2B-Teams die ein schlankes, vertriebsfokussiertes Tool ohne Enterprise-Overhead suchen. Die visuelle Pipeline, KI-Features auf allen Tarifen ab 14 EUR/Monat, EU-Hosting ohne Aufpreis und eine Einrichtungszeit von einem Arbeitstag sind ein überzeugendes Paket. Der fehlende fünfte Stern geht auf die schwächere Marketing-Automatisierung und das limitierte Reporting — beides echte Einschränkungen für Teams die mehr als reines Vertriebsmanagement brauchen. Aber genau dafür ist Pipedrive nicht gemacht: für fokussiertes B2B-Selling ist es eine der besten Optionen im Markt.

Was wir bemerkt haben

  • April 2026 — Die Preise im ursprünglichen Stub waren veraltet (24/49/79/99 EUR). Die aktuellen Preise liegen deutlich niedriger: 14/39/59/79 EUR pro Nutzer/Monat (jährliche Abrechnung).

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