Clockify
Cake.com Inc.
Weitverbreitetes Zeiterfassungs-Tool mit vollständig kostenlosem Einstieg für unbegrenzte Teams. Clockify erfasst Arbeitszeiten per Timer, Kalender oder Browser-Extension, strukturiert sie nach Projekten und Kunden und erzeugt direkt abrechnungsfähige Reports — ohne KI-Abhängigkeit, aber mit starken Integrationen.
Kosten: Kostenlos (unbegrenzte Nutzer und Projekte); Basic 3,99 $/Seat/Monat; Standard 5,49 $/Seat/Monat; Pro 7,99 $/Seat/Monat; Enterprise 11,99 $/Seat/Monat (je bei Jahresabrechnung)
Stärken
- Kostenloser Plan ohne Nutzerlimit — unbegrenzte Projekte, Timer und Reports
- Browser-Extension für direkte Zeiterfassung in Jira, Asana, Trello, GitHub und 80+ weiteren Tools
- Kalender-Sync mit Google Calendar und Outlook für übersichtliche Tagesstruktur
- Flexible Abrechnungsberichte: nach Projekt, Kunde, Nutzer oder Tag — CSV/PDF-Export
- ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert — Enterprise-Security-Standard
Einschränkungen
- Keine native DATEV-Integration — Buchhaltungsexport muss manuell oder per Drittanbieter gelöst werden
- KI-Funktionen in Clockify sind minimal — keine automatische Tätigkeitserkennung oder smarte Vorschläge
- EU-Datenspeicherort nur im Pro-Plan wählbar — Free und Basic laufen standardmäßig auf US-Servern
- Erweiterte Sicherheits- und Compliance-Features (SSO, SCIM) erst im Enterprise-Plan
- Für spezialisierte Kanzlei- oder RVG-Abrechnung ungeeignet ohne manuelle Konfiguration
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst Zeiterfassung für das gesamte Team kostenlos starten ohne Nutzerlimit
- Deine Tools sind Jira, Asana, GitHub oder Trello — Clockify lässt sich direkt dort einbetten
- Du brauchst Projektberichte und Abrechnungsgrundlagen ohne kompliziertes Setup
- Du willst Zeiten für Kunden sauber nach Projekten trennen und als Report exportieren
Wann nein
- Du brauchst eine direkte DATEV-Integration — Clockify hat keine native Anbindung
- Du arbeitest nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) — die Abrechnungslogik muss manuell abgebildet werden
- KI-gestützte Tätigkeitsvorschläge sind ein Must-have — diese fehlen in Clockify derzeit
- Du willst EU-Datenspeicherung — diese ist erst ab dem Pro-Plan wählbar
Kurzfazit
Clockify ist der beste Einstieg in professionelle Zeiterfassung für Teams jeder Größe — der kostenlose Plan ist ohne Nutzerlimit und ohne versteckte Limits bei Projekten oder Reports, was in diesem Markt außergewöhnlich ist. Die Browser-Extension, die Timer direkt in Jira, Asana und GitHub einbettet, ist ein echter Produktivitätsbeschleuniger. Schwäche: Wer automatische DATEV-Anbindung oder KI-gestützte Tätigkeitsvorschläge braucht, stößt schnell an Grenzen. Für Standardfälle — Projektzeiten erfassen, nach Kunden trennen, Berichte exportieren — schlägt Clockify die meisten Konkurrenten.
Für wen ist Clockify?
Agenturen und Dienstleister: Clockify ist für diese Gruppe wie gemacht. Projekte und Kunden lassen sich sauber trennen, Stundensätze je Projekt hinterlegen, und Reports für die Abrechnung per CSV oder PDF exportieren. Die kostenlose Version reicht für Teams bis ca. 15 Personen problemlos aus — erst wenn Urlaubsverwaltung, Invoicing oder Budgetkontrolle wichtig werden, lohnt sich der Upgrade auf Standard oder Pro.
Entwicklungsteams: Die Browser-Extension, die sich direkt in Jira-Tickets, GitHub-Issues und Linear-Tasks einhängt, macht Clockify zum natürlichsten Zeiterfassungstool für Entwickler. Timer startet mit einem Klick am Ticket, stoppt beim Schließen — ohne Tab-Wechsel, ohne manuelle Eingabe.
Freelancer mit Budget-Bewusstsein: Der kostenlose Plan liefert alles, was ein Einzelselbstständiger braucht: Timer, Projektverwaltung, Kunden-Tracking und Report-Export. Wer Rechnungen direkt aus dem Tool generieren will, braucht Standard (ab 5,49 $/Monat) — das ist für den Komfort fast immer sinnvoll.
KMU ohne dediziertes HR-Tool: Ab Standard bietet Clockify Urlaubsverwaltung, Überstunden-Reports und Genehmigungsworkflows. Das reicht für viele Unternehmen unter 50 Mitarbeitenden als schlanke Ergänzung zum Lohnabrechnungssystem.
Weniger geeignet für: Kanzleien mit RVG-Abrechnung (zu viel manuelle Konfiguration nötig), Unternehmen mit zwingender DATEV-Direktintegration, sowie Teams, die KI-gestützte automatische Tätigkeitserkennung als Standard-Feature erwarten.
Preise im Detail
| Plan | Preis/Seat | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Free | 0 $ | Unbegrenzte Nutzer, Projekte, Timer, Reports, Mobile & Desktop Apps, Browser-Extension |
| Basic | 3,99 $/Monat | + Zeit für andere erfassen, Pflichtfelder, Massenbearbeitung, Zeitprüfung, Projektvorlagen |
| Standard | 5,49 $/Monat | + Urlaubsverwaltung, Rechnungserstellung, Genehmigungsworkflows, Überstunden-Reports |
| Pro | 7,99 $/Monat | + Projektplanung, Budgets, GPS-Tracking, benutzerdefinierte Felder, EU-Datenspeicherort wählbar |
| Enterprise | 11,99 $/Monat | + SSO, SCIM, benutzerdefinierte Subdomain, Audit-Log, Account-Kontrolle |
| Cake Bundle | 12,99 $/Monat | Enterprise Clockify + Plaky (PM) + Pumble (Chat) |
Alle Preise bei Jahresabrechnung; monatliche Abrechnung ca. 20–25 % teurer. Kiosk-Plätze (für Stempeluhr-Setups) ab 0,79 $/Monat gesondert buchbar.
Einordnung: Der Free-Plan ist für Freelancer und kleine Teams oft dauerhaft ausreichend — wenige andere Tools bieten so viel ohne Abo. Standard lohnt sich, sobald du Rechnungen direkt aus Clockify erstellen oder Urlaub verwalten willst. Der Sprung auf Pro macht nur Sinn, wenn du Budgetkontrolle, Prognosen oder — für DSGVO-sensible Branchen wichtig — die Wahl des EU-Datenstandorts brauchst.
Stärken im Detail
Der kostenlose Plan ohne Nutzerlimit ist einzigartig. Die meisten Konkurrenten limitieren die kostenlose Version auf 3–5 Nutzer oder wenige Projekte. Clockify nicht: unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte Projekte, vollständige Report-Funktionalität. Das macht den kostenlosen Einstieg zu einem echten Plan, nicht zu einer Demo.
Die Browser-Extension verwandelt jedes Tool in Clockify. Mit einem Klick auf den grünen Start-Button in Jira, Asana, Trello, GitHub, Linear oder Notion startet der Timer — vorausgefüllt mit Projekt und Aufgabe aus dem gerade geöffneten Ticket. Das eliminiert das Hauptproblem der Zeiterfassung: den Kontext-Wechsel. Mehr als 80 Integrationen werden unterstützt.
Berichte sind direkt abrechnungsfähig. Der Detailed-Report zeigt Zeiten nach Projekt, Kunde, Nutzer und Tag — mit hinterlegten Stundensätzen errechnet er automatisch den Rechnungsbetrag. Export als PDF für den Kunden, CSV für die Buchhaltung. Mit dem Standard-Plan kommt direktes Invoicing dazu: Rechnungen aus den Zeiterfassungsdaten generieren, versenden, bezahlte Rechnungen markieren.
Kalender-Integration macht Tagesplanung sichtbar. Google Calendar und Outlook lassen sich verbinden, sodass Termine direkt als Zeitblöcke erscheinen. Nachträgliche Zeiterfassung funktioniert per Drag & Drop im Kalender-Modus. Das hilft besonders Teams, die ihren Tag in Meeting-Terminen organisieren und Arbeit im Nachgang dokumentieren müssen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine DATEV-Direktintegration. Für viele deutsche Unternehmen ist das der entscheidende Haken. Clockify exportiert CSV, das manuell in DATEV importiert werden muss — oder über Drittanbieter wie Zapier oder Make. Wer eine direkte, fehlerfreie Lohn- und Gehaltsabrechnung aus dem Zeiterfassungstool braucht, ist mit spezialisierten deutschen Lösungen wie ZEP oder Kimai besser bedient.
KI spielt in Clockify kaum eine Rolle. Während Wettbewerber wie Timely automatisch Tätigkeiten aus Kalendereinträgen, App-Nutzung und Browser-History erkennen, ist Clockify konventionell: Du startest und stoppst den Timer selbst. Das ist für viele Teams völlig ausreichend — aber wer den Zusatznutzen von Auto-Tracking erwartet, sollte Timely oder Harvest evaluieren.
EU-Datenspeicherung kostet extra. Im Free- und Basic-Plan liegen die Daten standardmäßig in den USA. Erst ab dem Pro-Plan (7,99 $/Seat/Monat) kannst du den Datenspeicherort auf Europa umstellen. Für DSGVO-sensible Branchen (Gesundheit, Recht, öffentlicher Sektor) ist das ein versteckter Upgrade-Zwang.
SSO und Compliance-Features sind Enterprise-only. Wer Single Sign-On, SCIM-Provisioning oder Audit-Logs braucht, muss auf den teuersten Plan (11,99 $/Seat/Monat) upgraden. In Vergleich: Tools wie Harvest und Toggl Track bieten SSO zu günstigeren Preispunkten.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Automatische Tätigkeitserkennung ohne manuellen Timer willst | Timely |
| Eine DATEV-Anbindung ohne Umwege brauchst | ZEP oder Harvest |
| Zeiterfassung direkt mit Projektmanagement und Ressourcenplanung kombinieren willst | Toggl Track |
| Einen deutschen Anbieter mit DACH-Support und DATEV-Export bevorzugst | ZEP |
Clockify ist nicht die beste Lösung für alle — aber für Teams, die schlank starten wollen und keine spezialisierten Buchhaltungsintegrationen brauchen, ist es der unkomplizierte Standard.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich kostenlos auf clockify.me — keine Kreditkarte, keine Nutzerbeschränkung. Lege deine ersten Projekte und Kunden an (Einstellungen → Projekte → ”+ Neues Projekt”). Tipp: Nutze den Import-Assistenten, wenn du bereits Projektlisten in Excel oder Jira hast. Lade deine Teammitglieder per E-Mail ein — alle landen direkt im selben Workspace.
Schritt 2: Installiere die Browser-Extension für Chrome oder Firefox. Sie fügt einen “Start Timer”-Button direkt in Jira-Tickets, Asana-Aufgaben und GitHub-Issues ein. Alternativ: Trage Zeiten im Kalender-Modus ein, indem du Zeitblöcke per Drag & Drop ziehst — praktisch für nachträgliche Erfassung. Verbinde Google Calendar oder Outlook, damit Termine automatisch als Zeitblöcke erscheinen.
Schritt 3: Rufe nach der ersten Projektwoche den Report-Bereich auf (Reports → Detailed). Filtere nach Projekt oder Kunde, wähle den Zeitraum und exportiere als PDF für die Rechnung oder als CSV für die Buchhaltung. Beim Standard-Plan lassen sich Stundensätze pro Projekt hinterlegen, sodass der Report direkt den Rechnungsbetrag ausweist — Rechnungen kannst du dann direkt aus Clockify versenden.
Ein konkretes Beispiel
Eine Hamburger Webdesign-Agentur mit 12 Mitarbeitenden arbeitet für 30 aktive Kunden. Früher wurden Zeiten in Excel-Tabellen eingetragen — jeder anders, und am Monatsende stimmten die Zahlen nicht. Mit Clockify: Alle Projektzeiten laufen über die Jira-Integration, der Timer startet beim Ticketöffnen per Extension-Klick. Am letzten Werktag des Monats exportiert die Buchhalterin den Detailed-Report pro Kunde als PDF — fertige Abrechnungsgrundlage in 5 Minuten statt 3 Stunden Nacharbeit. Kosten für das gesamte 12-Personen-Team: 0 Euro pro Monat im Free Plan. Als die Agentur wächst und Urlaubsgenehmigungen digital abbilden will, wechselt sie für 5,49 $/Seat auf Standard.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Standardmäßig USA; EU-Datenspeicherort wählbar, aber erst ab dem Pro-Plan (7,99 $/Seat/Monat)
- Zertifizierungen: ISO/IEC 27001:2022 und SOC 2 Type II auditiert — industriestandard für Enterprise-Security
- DSGVO-Konformität: Cake.com Inc. beansprucht DSGVO-Compliance; kein spezifisches EU-Unternehmen, aber EU-Rechtsrahmen wird berücksichtigt
- AVV/DPA: Auftragsverarbeitungsvertrag auf Anfrage verfügbar (security@cake.com)
- Datenlöschung: Möglich über Account-Einstellungen; Enterprise-Plan bietet erweiterte Account-Kontrolle
- Empfehlung für Unternehmen: Ab Pro-Plan auf EU-Datenspeicherort umstellen; AVV vor Produktiveinsatz anfordern; für Branchen mit besonderer Datenschutzpflicht (Gesundheit, Recht) die Datenkategorien prüfen, die über Clockify erfasst werden
Gut kombiniert mit
- Asana — Clockify-Extension startet den Timer direkt aus Asana-Aufgaben; Projektzeiten und Aufgabenfortschritt laufen synchron, ohne Tab-Wechsel zwischen den Tools
- Notion AI — Clockify-Reports als Grundlage für KI-generierte Projektauswertungen und Kundenzusammenfassungen in Notion; wöchentliche Zeitberichte als Kontext für Statusupdates nutzen
- Candis — Clockify liefert die Zeitbasis für Projektrechnungen, Candis verarbeitet die eingehenden Rechnungen und Ausgaben — zusammen ein vollständiger Projektcontrolling-Loop
Unser Testurteil
Clockify verdient 4 von 5 Sternen. Der kostenlose Plan ohne Nutzerlimit ist ein echter Marktführer in seiner Kategorie — kein vergleichbares Tool bietet so viel ohne Abo. Die Browser-Extension-Integrationen und der CSV/PDF-Export machen es zur produktiven Wahl für Agenturen und Entwicklungsteams. Den fünften Stern verhindert das fehlende DATEV-Direktexport, die minimalen KI-Funktionen und der Upgrade-Zwang für EU-Datenspeicherung. Für Teams, die ohne Buchhaltungssystemzwang starten, ist Clockify die empfohlene Wahl.
Was wir bemerkt haben
- 2024 — Die Muttergesellschaft CAKE.com hat Clockify zusammen mit Plaky (Projektmanagement) und Pumble (Team-Chat) in einem gebündelten Cake Bundle-Plan für 12,99 USD/Nutzer/Monat zusammengefasst. Das verändert die Positionierung: Clockify ist nicht mehr nur ein Standalone-Zeiterfassungstool, sondern Teil eines wachsenden Software-Ökosystems.
- 2025 — Clockify bietet nun eine Kiosk-Funktion für physische Stempeluhren an, die speziell für Produktions- und Gastronomieumgebungen mit Geräten gedacht ist, an denen sich mehrere Mitarbeitende anmelden können.
- Keine wesentlichen Preisänderungen bekannt — der Free-Plan ohne Nutzerlimit besteht unverändert fort, was weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal im Markt ist.
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