Asana
Asana Inc.
Modernes Projektmanagement-Tool für Teams mit flexiblen Ansichten (Liste, Board, Timeline, Kalender) und ausgereiften Automatisierungen. Mit Asana AI, AI Studio und AI Teammates verlagert Asana 2025/26 deutlich Richtung agentischer Workflow-Plattform — die KI-Funktionen sind allerdings strikt auf Bezahlpläne beschränkt. Der kostenlose Personal-Plan wurde 2025 von 10 auf 2 Nutzer beschnitten.
Kosten: Personal kostenlos (max. 2 Nutzer), Starter 10,99 €/Nutzer/Monat (jährl.), Advanced 24,99 €/Nutzer/Monat (jährl.), Enterprise und Enterprise+ auf Anfrage
Stärken
- Intuitive Oberfläche mit flexiblen Ansichten: Liste, Board, Timeline (Gantt), Kalender, Portfolio
- Asana AI: Smart Summaries, Smart Editor, Smart Chat, Smart Fields und Smart Projects ab Starter
- AI Studio erlaubt KI-gestützte Workflows ohne Code (50.000–200.000 Credits/Monat je nach Plan)
- AI Teammates als autonome Agenten für Marketing, IT und Operations (in Vorbereitung/Rollout)
- Unbegrenzte Automatisierungen ab Starter — kein Programmieren nötig
- Ausgereifte Vorlagen für Marketing, IT, HR und Operations sofort einsatzbereit
Einschränkungen
- Personal-Plan seit 2025 nur noch für 2 Nutzer — faktisch ein Solo-Tool
- Asana AI komplett auf Bezahlpläne beschränkt (Starter und höher)
- Keine native Zeiterfassung im klassischen Sinn — Workload-Management erst ab Advanced
- Kein integrierter Dokumenten-Editor (nur Aufgabenbeschreibungen mit Rich Text)
- EU-Datenresidenz nur für Enterprise-Kunden
- Komplexe Workflows mit Abhängigkeiten und Portfolios haben spürbare Lernkurve
- AI-Studio-Credits sind verbrauchsbasiert — bei intensiver Nutzung schnell aufgebraucht
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du koordinierst Projekte zwischen mehreren Teams oder Abteilungen
- Du willst wiederkehrende Workflows automatisieren ohne Code zu schreiben
- Du brauchst Transparenz über Projektstatus und Ressourcenauslastung
- Du willst KI-gestützte Workflows (Smart Summaries, AI Studio) im Projektmanagement testen
Wann nein
- Du suchst ein einfaches To-do-Tool für Einzelpersonen oder kleinste Teams
- Dein Team arbeitet stark mit Dokumenten und Wikis (Notion kombiniert beides besser)
- Du brauchst EU-Datenhosting in Standardplänen
- Dein Budget ist begrenzt und mehr als 2 Personen müssen kostenlos zusammenarbeiten
Kurzfazit
Asana ist das ausgereifteste Projektmanagement-Tool für abteilungsübergreifende Team-Koordination — intuitive Oberfläche, flexible Ansichten und ernstzunehmende KI-Funktionen unter dem Dach von Asana AI. Der AI Studio erlaubt Workflows ohne Code, Smart Summaries fassen lange Aufgaben-Threads zusammen, und mit AI Teammates rollt Asana 2025/26 autonome Agenten aus. Schwächen: Der kostenlose Personal-Plan wurde 2025 von 10 auf 2 Nutzer beschnitten und ist damit faktisch ein Solo-Tool. Sämtliche KI-Funktionen sind auf Bezahlpläne begrenzt, und EU-Datenresidenz gibt es ausschließlich für Enterprise-Kunden. Wer kostenlos im Team arbeiten will, sollte sich Notion AI oder ClickUp ansehen — wer aber bereit ist, ab Starter zu zahlen, bekommt mit Asana eines der besten Workflow-Werkzeuge am Markt.
Für wen ist Asana?
Marketing- und Kreativteams: Kampagnenplanung, Content-Kalender, Agentur-Briefings — Asana hat für diese Zielgruppe die ausgereiftesten Templates und die mit Abstand beste Timeline-Ansicht. Wenn fünf Personen gleichzeitig an einer Produktkampagne arbeiten, verhindert Asana das E-Mail-Chaos. Smart Summaries und Smart Editor (ab Starter) helfen, Briefings zu komprimieren und Aufgabenbeschreibungen zu schärfen.
Agenturen und Dienstleister: Mehrere Kundenprojekte parallel, jeweils mit eigenem Team und Deadline — Asanas Portfolio-Ansicht (Advanced) gibt Teamleitungen den Überblick, ohne in jedem Projekt nachzufragen. Workload-Management bringt Auslastung pro Person sichtbar — relevant für Abrechnung und Kapazitätsplanung.
IT- und Produktteams: Sprint-Planung, Bug-Tracking, Roadmaps — Asana bietet solide Unterstützung, ist aber weniger auf Software-Entwicklung spezialisiert als Jira. Für gemischte Teams aus Produkt, Design und Engineering ist Asana oft die bessere Wahl, weil es weniger entwickler-zentriert ist.
Operations- und HR-Teams: Onboarding-Prozesse, Budgetgenehmigungen, Compliance-Checklisten — Asanas Formulare und Automatisierungen übernehmen Standardprozesse. Mit AI Studio lassen sich solche Workflows inzwischen ohne Programmierkenntnisse mit KI-Schritten anreichern (z. B. automatisches Klassifizieren eingehender Anfragen, Generieren von Antwortentwürfen).
Mittelständische Unternehmen mit vielen Schnittstellen: Sobald Marketing, Vertrieb, Produkt und Operations koordiniert arbeiten müssen, ist Asana das pragmatische Rückgrat. Nicht so dokumentenlastig wie Notion, nicht so entwicklerlastig wie Jira — sondern als allgemeines Workflow-Werkzeug ausgelegt.
Weniger geeignet für: Einzelpersonen und sehr kleine Teams, die nur ein leichtes To-do-Tool brauchen (Todoist oder Apple Reminders sind schneller eingerichtet). Wissensintensive Teams, die primär Dokumente, Wikis und Aufgaben in einem Tool brauchen, sind mit Notion AI besser bedient. Behörden und stark regulierte Branchen, die DSGVO-Hosting in der EU für alle Mitarbeitenden brauchen, müssen Enterprise einplanen — sonst ist Asana keine saubere Lösung.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Personal | Kostenlos | Max. 2 Nutzer, unbegrenzte Aufgaben, Liste/Board/Kalender, 100 MB Dateiupload, keine KI-Funktionen |
| Starter | 10,99 €/Nutzer/Monat (jährl.; 13,49 € monatlich) | Unbegrenzte Nutzer, Asana AI (Smart Chat, Smart Editor, Smart Fields, Smart Projects, Smart Summaries), AI Studio Basic (50.000 Credits/Monat), Timeline (Gantt), Dashboards, benutzerdefinierte Felder, Formulare, unbegrenzte Automatisierungen |
| Advanced | 24,99 €/Nutzer/Monat (jährl.; 30,49 € monatlich) | Alles aus Starter + Ziele, unbegrenzte Portfolios, Workload-Management, AI Studio Advanced (75.000 Credits/Monat), Salesforce/Tableau-Integration |
| Enterprise | Auf Anfrage | Alles aus Advanced + SAML/SSO, SCIM, AI Studio Enterprise (200.000 Credits/Monat), erweiterte Sicherheit, EU-Datenresidenz, 24/7-Support, benutzerdefiniertes Branding |
| Enterprise+ | Auf Anfrage | Alles aus Enterprise + HIPAA-Compliance, SIEM-Integration, erweiterte Audit- und Sicherheitskontrollen |
Einordnung: Der Personal-Plan ist seit 2025 nur noch für 2 Nutzer — der frühere kostenlose 10-Nutzer-Tier wurde abgeschafft. Wer mit drei oder mehr Personen kostenlos zusammenarbeiten möchte, hat keine Asana-Option mehr und muss zu Starter wechseln oder zu einem Wettbewerber. Starter für 10,99 € ist der eigentliche Einstieg in Asana — und der einzige Plan, ab dem KI-Funktionen verfügbar sind. AI Studio Basic mit 50.000 Credits pro Konto und Monat reicht für moderate Nutzung; intensive Workflows (große Datenmengen, viele Smart-Schritte) verbrauchen das Kontingent allerdings spürbar. Advanced (24,99 €) lohnt sich, sobald Portfolios, Workload-Management oder mehr AI-Studio-Credits nötig werden. Bei einem 20-Personen-Team kommen für Starter rund 220 € pro Monat zusammen — ab dieser Größe lohnt der Vergleich mit monday.com, Notion AI oder ClickUp. Enterprise ist erst dann zwingend, wenn EU-Datenresidenz, SSO oder HIPAA verlangt werden — und kostet typischerweise das Doppelte oder mehr von Advanced.
Stärken im Detail
Asana AI ist 2025/26 endlich angekommen. Was lange unter “Asana Intelligence” lief und eher Marketing-Versprechen war, ist heute eine integrierte Suite: Smart Summaries fassen lange Aufgaben-Threads in Sekunden zusammen, Smart Editor verbessert Beschreibungen, Smart Chat beantwortet Fragen zum Projektkontext (“Wer arbeitet gerade an Kampagne X?”), Smart Fields schlägt Werte für benutzerdefinierte Felder vor, und Smart Projects generiert Projektgerüste aus einer kurzen Beschreibung. Alles ab Starter verfügbar — und alles direkt im Projektkontext, ohne separates Werkzeug.
AI Studio macht KI-Workflows zugänglich. Der eigentliche Hebel: AI Studio erlaubt es, KI-gestützte Workflows ohne Code zu konfigurieren. Beispiele: Eingehende Kundenanfragen automatisch klassifizieren und routen, Aufgaben aus Meeting-Notizen ableiten, Statusberichte aus Aufgabendaten generieren. Der Workflow läuft auf Credits — 50.000/Monat im Starter-Plan, 75.000 in Advanced, 200.000 in Enterprise — und ist damit ein nutzungsbasiertes Modell, kein Pauschal-Feature. Für Teams, die heute Zapier oder Make für KI-Schritte brauchen, ist das ein echter Konsolidierungs-Hebel.
AI Teammates als Ausblick auf agentisches Arbeiten. Asana positioniert AI Teammates als autonome Agenten, die nicht nur antworten, sondern eigenständig Marketingkampagnen leiten, IT-Tickets verwalten und Operations unterstützen sollen. Der Rollout 2025/26 ist begrenzt und in Teilen noch in Beta, aber die Richtung ist klar: Asana baut sich vom Tool zur Arbeitsplattform um. Wer den Markt für agentisches Projektmanagement beobachten will, sollte das ernst nehmen — auch wenn der reale Mehrwert pro AI Teammate heute noch stark vom Use Case abhängt.
Flexible Ansichten für unterschiedliche Arbeitsweisen. Liste für strukturierte Köpfe, Kanban-Board für agile Teams, Timeline für Projektleiter, Kalender für Content-Planung, Portfolio für Multi-Projekt-Übersicht — alle Ansichten zeigen die gleichen Daten, jede Person wählt, was ihr hilft. Das reduziert “Wir-brauchen-ein-zweites-Tool”-Diskussionen im Team erheblich. Die Timeline-Ansicht (ab Starter) ist eine der besten Gantt-Implementierungen am Markt.
Automatisierungen ohne Programmierkenntnisse. Regeln mit Wenn-Dann-Logik lassen sich per Drag-and-Drop konfigurieren: Aufgaben automatisch zuweisen, Benachrichtigungen senden, Status aktualisieren. Was früher ein Zapier-Workflow war, läuft jetzt nativ in Asana — und kombiniert mit AI Studio lassen sich diese Automatisierungen mit KI-Schritten anreichern. Das spart Zeit und Drittanbieter-Kosten.
Vorlagen für fast jeden Prozess. Asana liefert ausgearbeitete Templates für Produktlaunches, Content-Kalender, Sprint-Planung, Onboarding, Budgetgenehmigungen — mit vordefinierten Feldern, Automatisierungen und teilweise schon mit AI-Studio-Schritten. Ein neues Projekt startet damit in 5 statt 30 Minuten.
Schwächen ehrlich betrachtet
Der kostenlose Plan ist 2025 dramatisch geschrumpft. Was früher als großzügiger Free-Tier mit bis zu 10 Nutzern beworben wurde, erlaubt heute maximal 2 Personen kostenlose Zusammenarbeit. Wer mit einem Vereinsvorstand, einem Marketingteam von vier Leuten oder einer kleinen Agentur kostenlos starten wollte, ist faktisch auf Starter angewiesen — bei zehn Personen sind das sofort 110 €/Monat. Für sehr kleine Teams ist der Preisdruck dadurch deutlich gestiegen.
Asana AI ist komplett auf Bezahlpläne begrenzt. Smart Summaries, Smart Chat, AI Studio — alles erfordert mindestens den Starter-Plan. Im Personal-Plan gibt es keine einzige KI-Funktion, nicht einmal als limitierte Probier-Version. Das macht Asana 2026 weniger einsteigerfreundlich als Konkurrenten wie Notion AI, die zumindest begrenzte KI-Generierungen auch im Free-Tier anbieten.
AI-Studio-Credits sind ein Verbrauchsmodell. 50.000 Credits/Monat im Starter-Plan klingen viel, sind aber bei intensiver Nutzung schnell aufgebraucht — komplexe Smart-Workflows mit großen Datenmengen können einzelne Läufe mit hunderten Credits beanspruchen. Asana publiziert keine vollständige Credit-Tabelle pro Aktion, was Kostenplanung erschwert. Wer AI Studio ernsthaft nutzt, sollte die Verbrauchsmetriken aktiv beobachten.
Kein echter Dokumenten-Editor. Aufgaben haben Beschreibungsfelder mit einfachem Rich Text, aber kein vollwertiges Wiki. Wer Briefings, Konzepte oder Handbücher direkt im Tool führen will, braucht entweder Google Docs oder Confluence daneben — oder wechselt zu Notion, das beides integriert. Smart Editor verbessert Beschreibungen, ersetzt aber kein Dokument.
EU-Datenhosting nur für Enterprise. Standardmäßig liegen alle Daten auf US-Servern (AWS). EU-Datenresidenz ist verfügbar, aber nur auf Anfrage und zu Enterprise-Konditionen. Für Behörden, Gesundheitswesen und andere DSGVO-sensitive Branchen ist das ein echtes Hindernis — selbst für Advanced-Kunden ist EU-Hosting nicht freigeschaltet.
Keine native Zeiterfassung. Asana bewirbt zwar “Workload-Management” ab Advanced, aber das ist Kapazitätsplanung, keine echte Zeiterfassung mit Stempeln pro Aufgabe. Wer Stunden für Kundenabrechnung erfassen muss, braucht zusätzliche Tools (Harvest, Toggl) oder muss zu Plattformen wechseln, die das nativ können.
Abhängigkeiten und kritische Pfade sind nicht intuitiv. In der Theorie kann man komplexe Projektabhängigkeiten in Asana abbilden. In der Praxis wird das Interface schnell unübersichtlich, und das Tool bietet keine automatische Neuplanung bei Verzögerungen (Critical-Path-Analyse). Für formales Projektmanagement (PMI/Prince2-Methodik) ist MS Project oder Projektron BCS die bessere Wahl.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Dokumente, Wikis und Aufgaben in einem Tool willst | Notion AI |
| Sehr visuelles Board-Management mit starkem Customizing brauchst | monday.com |
| Primär Software-Entwicklung mit Scrum/Agile abbildest | Jira |
| Meeting-Protokolle automatisch in Aufgaben umwandeln willst | Otter.ai |
| Aufgaben, Wiki und Dokumentation strikt trennen willst | Confluence für Doku, Asana für Tasks |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ClickUp (deutlich aggressiveres Free-Tier mit bis zu unbegrenzten Nutzern, dafür unübersichtlichere Oberfläche), Trello (deutlich einfacher, aber für Multi-Team-Koordination zu schwach), Wrike (stärker auf Enterprise-Projekte mit Ressourcenplanung) und Microsoft Planner / Microsoft Loop (sinnvoll, wenn das Team ohnehin in Microsoft 365 lebt). Asana ist die beste Wahl für gemischte Teams, die Projekte, Marketing und Operations koordinieren, ohne sich in Tool-Komplexität zu verlieren — aber seit der Personal-Plan-Beschneidung 2025 nicht mehr die naheliegende Wahl für Mini-Teams oder Solo-Selbstständige mit gelegentlicher Zusammenarbeit.
So steigst du ein
Schritt 1: Erstelle einen kostenlosen Account auf asana.com/de und lege dein erstes Projekt mit einem passenden Template an (z. B. “Kampagnenplanung” oder “Sprint-Planung”). Beachte: Im Personal-Plan kannst du nur mit einer weiteren Person zusammenarbeiten — für ein größeres Team starte direkt mit der 30-tägigen Starter-Testversion. Asana führt durch einen Setup-Assistenten — nutze ihn, er spart die erste Stunde Einrichtungsaufwand. Füge direkt 3–5 Aufgaben mit Fälligkeitsdaten und verantwortlichen Personen ein.
Schritt 2: Richte mindestens eine Regel (Automatisierung) und einen Smart-Workflow ein, bevor das Team mit dem Tool arbeitet. Klassiker: “Wenn eine Aufgabe in die Spalte Erledigt verschoben wird, sende eine Benachrichtigung an [Teamlead].” Im Starter-Plan kannst du zusätzlich AI-Studio-Workflows konfigurieren — z. B. eingehende Anfragen automatisch klassifizieren oder wöchentliche Statusberichte generieren. Das zeigt dem Team sofort den Nutzen.
Schritt 3: Verknüpfe Asana mit eurem Meeting-Tool. Die Integration mit Zoom, Google Meet oder Otter.ai ermöglicht es, Action Items aus Besprechungen direkt als Asana-Aufgaben zu erstellen. Smart Editor und Smart Summaries helfen anschließend, lange Diskussions-Threads in präzise Aufgabenbeschreibungen umzuwandeln. Damit wird Asana zur einzigen Wahrheitsquelle für Beschlüsse — statt im Protokoll-Archiv zu verschwinden.
Ein konkretes Beispiel
Das Marketingteam eines Nürnberger Mittelständlers (acht Personen, Starter-Plan, 88 €/Monat) koordiniert mit Asana den Launch-Prozess für neue Produktkampagnen. Jede Kampagne folgt demselben Template mit 28 Aufgaben — von der Briefingphase über Grafikproduktion bis zur Erfolgsmessung. Alle Beteiligten (Marketing, Design, Vertrieb) sehen in der Timeline-Ansicht sofort, was gerade blockiert ist. Als ein Lieferant das Druckmaterial um eine Woche verzögert, verschiebt die Teamleitung in der Timeline-Ansicht die betroffenen Folgeaufgaben per Drag-and-Drop — und Asana benachrichtigt automatisch alle Zuständigen. Smart Summaries fasst die wöchentlichen Statusupdates aus den Aufgaben-Threads in einem Absatz zusammen, der ins Geschäftsführer-Reporting wandert. Ein AI-Studio-Workflow klassifiziert eingehende Anfragen aus dem Kontaktformular, leitet sie an die richtige Person weiter und erstellt die zugehörige Asana-Aufgabe. Zeitersparnis: E-Mail-Übergaben sind von täglich 20–30 auf unter 5 gesunken; manuelle Statusberichte für die Geschäftsführung entfallen vollständig. Die Einführung dauerte eine Woche, der erste spürbare Zeitgewinn war nach zwei Wochen messbar.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Standardmäßig USA (Amazon Web Services). EU-Datenresidenz verfügbar nur für Enterprise- und Enterprise+-Kunden (Rechenzentren in Europa, Australien, Japan).
- Zertifizierungen: ISO/IEC 27001:2022, ISO 27018, SOC 2 Type II, EU-US Data Privacy Framework. HIPAA-Compliance ausschließlich in Enterprise+.
- DSGVO-Konformität: Asana ist DSGVO-konform; Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) auf Anfrage verfügbar.
- KI-Datennutzung: Asana AI verarbeitet Projekt- und Aufgabendaten für die Beantwortung von Anfragen. Daten werden laut Asana nicht für das Training der zugrundeliegenden Modelle genutzt. AI-Studio-Workflows können externe LLM-Anbieter (OpenAI) einbinden — entsprechende Datenflüsse sollten geprüft werden.
- Account-Löschung: Jederzeit über die Einstellungen möglich; Daten werden nach Kündigung gelöscht (Aufbewahrungsfristen siehe Privacy Statement).
- Enterprise Key Management: Enterprise-Kunden können eigene Verschlüsselungsschlüssel (BYOK) verwenden.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensitive Branchen (Gesundheit, Behörden, Recht) ausschließlich Enterprise mit EU-Datenresidenz nutzen. Standard-, Starter- und Advanced-Pläne sind für die Verarbeitung personenbezogener Kundendaten in regulierten Branchen nicht geeignet — die EU-Region ist diesen Stufen nicht zugänglich.
Gut kombiniert mit
- Otter.ai — Otter transkribiert und fasst Meetings zusammen, Action Items werden mit einem Klick als Asana-Aufgaben erstellt. Smart Editor in Asana verfeinert anschließend die Beschreibungen. Aus jeder Besprechung wird sofort umsetzbares Projektmanagement.
- Confluence — Asana für Aufgaben und Projektmanagement, Confluence für Dokumentation und Wissensbase. Das klassische Duo für Teams, die beides bewusst getrennt halten wollen — und das Asanas größte Schwäche (kein echter Dokumenten-Editor) sauber kompensiert.
- ChatGPT — ChatGPT hilft beim Strukturieren neuer Projekte, dem Erstellen von Aufgaben-Templates und dem Formulieren komplexer Briefings. Der Output lässt sich direkt als Aufgabenstruktur nach Asana übernehmen — schneller als jeder manuelle Prozess.
Unser Testurteil
Asana verdient 4 von 5 Sternen. Für Multi-Team-Koordination, Marketing-Operations und abteilungsübergreifende Projekte ist es das ausgereifteste Tool am Markt — intuitive Oberfläche, starke Automatisierungen und mit Asana AI, AI Studio und AI Teammates jetzt eine ernstzunehmende KI-Strategie. Den fünften Stern kostet die harte Beschneidung des Personal-Plans auf 2 Nutzer (2025), das fehlende EU-Datenhosting in Standardplänen, der Sprung der KI-Funktionen in den Bezahlbereich und das fehlende Dokumenten-Feature, das viele Teams zu einem zweiten Tool zwingt. Das verbrauchsbasierte AI-Studio-Credit-Modell ist transparent gerechtfertigt, macht Kostenplanung aber komplexer als bei klassischen Pro-Plänen. Wer diese Grenzen versteht und akzeptiert, bekommt mit Asana ein verlässliches Rückgrat für sein Projektmanagement — und einen der ehrgeizigsten KI-Roadmaps unter den Workflow-Plattformen.
Was wir bemerkt haben
- 2025 — Der kostenlose Personal-Plan wurde von bis zu 10 Nutzern auf maximal 2 Nutzer beschnitten. Wer mit einem kleinen Vereinsvorstand, einer Marketingrunde oder einer Mini-Agentur kostenlos zusammenarbeiten wollte, ist seither auf Starter angewiesen oder muss zu einem Wettbewerber (ClickUp, Notion AI) wechseln. Eine der spürbarsten Pricing-Änderungen im Projektmanagement-Markt der letzten Jahre.
- 2024–2025 — Asana hat die KI-Funktionen unter dem Dach Asana AI konsolidiert (zuvor “Asana Intelligence”) und mit AI Studio ein verbrauchsbasiertes Credit-Modell eingeführt: 50.000 Credits/Monat im Starter-Plan, 75.000 in Advanced, 200.000 in Enterprise. Damit ist KI bei Asana kein Pauschal-Feature mehr, sondern ein Konsumgut — typisch für 2025/26, aber für Kunden mit hoher Workflow-Last ein echter Kostenfaktor.
- 2025 — AI Teammates wurden angekündigt: autonome Agenten, die Marketingkampagnen leiten, IT-Tickets verwalten und Operations-Aufgaben übernehmen sollen. Der Rollout läuft sukzessive 2025/26. Asana positioniert sich damit explizit im Markt für agentisches Arbeiten — der reale Mehrwert pro Teammate ist heute noch stark vom Use Case abhängig.
- 2023 — Asana hat den kostenlosen Plan von “Basic” in “Personal” umbenannt und gleichzeitig Asana AI als Paid-Feature eingeführt. KI-Funktionen waren von Anfang an ausschließlich ab dem Starter-Plan verfügbar — sie fehlen im Free-Tier vollständig.
- 2023 — Mit der Enterprise+-Ebene hat Asana eine zusätzliche Preis-Stufe oberhalb von Enterprise eingeführt, die HIPAA-Compliance und SIEM-Integration enthält. Das deutet auf eine gezielte Expansion in regulierte Branchen hin — EU-Datenresidenz ist weiterhin der Enterprise-Stufe und höher vorbehalten.
- Mai 2026 — Eine native EU-Region für Standardpläne (Starter, Advanced) gibt es weiterhin nicht. Wer DSGVO-konform für mehr als zwei Nutzer arbeiten will, muss entweder Enterprise einkaufen oder mit US-Hosting + AVV leben. Diese Lücke ist seit Jahren unverändert und ein häufiger Grund, warum europäische Behörden und stark regulierte Branchen Asana nicht oder nur über Sonderverträge einsetzen.
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AB Tasty ist eine Experimentation- und Feature-Management-Plattform aus Frankreich. Sie kombiniert A/B-Tests, multivariate Tests, Feature-Flags und KI-gestützte Personalisierung — speziell für E-Commerce- und Digital-Product-Teams, die ihr Conversion-Optimierungsprogramm systematisch skalieren wollen.
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Deutsches DMS/ECM-System aus Ostfildern mit integrierter KI (ALBERT) für automatische Dokumentenklassifikation, Feldextraktion und Workflow-Steuerung. Besonders stark bei Recycling-, Entsorgungs- und Metallverarbeitungsunternehmen, die Wiegescheine, Entsorgungsnachweise und Zertifikate automatisch verarbeiten und revisionssicher archivieren müssen. Wahlweise als Open-Source-Edition, On-Premise oder Managed Cloud in Deutschland/Schweiz.
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Airtable verbindet Tabellenkalkulation mit Datenbank-Logik, visuellen Projektansichten und seit 2024/25 einer kompletten KI-Suite (Airtable AI, Cobuilder/Omni, Field Agents). Teams nutzen es für strukturierte Daten, die mehr können müssen als Excel — mit KI-Feldern, die Inhalte kategorisieren, zusammenfassen oder generieren, ohne dass man die Tabelle verlässt. Besonders beliebt als flexibles Operations-Tool in Marketing-, Produkt- und Content-Teams.
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