TripCreator ist eine Itinerary-Software für Reisebüros, DMCs und MICE-Anbieter. Die Plattform beschleunigt die Angebotserstellung durch Drag-and-drop-Reiseplanung, White-Label-Präsentation und eine mobile Kunden-App — laut Nutzern bis zu 14-mal schneller als manuelle Prozesse.
Kosten: Standard ab 69 USD/Monat (jährlich) oder 79 USD/Monat; Pro ab 119 USD/Monat (jährlich) oder 139 USD/Monat; Enterprise ab 599 USD/Monat (min. 5 User) — alle Preise pro Nutzer zzgl. MwSt.
Stärken
- Drag-and-drop Itinerary Builder — komplexe Mehrtagesreisen in wenigen Minuten strukturieren
- White-Label-Ausgabe: Angebote per E-Mail, Link, PDF oder Print in eigenem Branding versenden
- Mobile Kunden-App (iOS/Android) für digitale Reisedossiers mit Offline-Navigation
- Flexible Preisdarstellung: Gesamtpreis, Aufschlüsselung oder nur Inklusivleistungen anzeigbar
- Single-Checkout: Kunden können komplettes Itinerary oder einzelne Positionen buchen
- Integration mit Bokun für Produktzugang zu Touren und Aktivitäten
Einschränkungen
- Keine deutsche Benutzeroberfläche — gesamte Plattform auf Englisch
- Keine öffentliche Preisliste bis vor Kurzem — Preise jetzt einsehbar, aber höher als mancher Mitbewerber
- Kein eigenes Buchungssystem für einzelne Aktivitätsslots — auf externe Tools angewiesen
- Enterprise-Plan erfordert mindestens 5 Nutzer — für kleine Teams nicht flexibel
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Reisebüros und DMCs, die täglich individuelle Mehrtages-Itinerarien erstellen und versenden
- MICE-Anbieter mit Bedarf an professionellen, schnell anpassbaren Reisedossiers
- Betriebe, die Angebotserstellung um den Faktor 10 beschleunigen wollen
- Reiseveranstalter, die Angebote mit Single-Checkout direkt buchbar machen möchten
Wann nein
- Slot-basierte Tages-Buchungssysteme — dafür ist TrekkSoft oder FareHarbor besser geeignet
- Wer eine deutschsprachige Oberfläche benötigt — aktuell nur Englisch
- Sehr kleine Agenturen mit wenigen Buchungen pro Monat — ROI fraglich
- Einzelne Reiseberater ohne Team — Pro-Features erst ab mehreren Nutzern sinnvoll
Kurzfazit
TripCreator ist die stärkste Wahl für Reisebüros und DMCs, die täglich viele Itinerarien erstellen und dabei Zeit sparen wollen. Der Drag-and-drop Builder und die White-Label-Ausgabe sind ausgereift — Angebote entstehen in Minuten statt Stunden. Das Buchungsmodul (nur im Pro-Plan) macht TripCreator zum vollständigeren Werkzeug als viele Mitbewerber. Wer eine deutschsprachige Oberfläche oder günstigere Einstiegspreise erwartet, schaut sich besser nach Alternativen um.
Für wen ist TripCreator?
DMCs und Incoming-Agenturen: Das ist die Kernzielgruppe. Wer täglich 5–20 individuelle Reiseangebote für Gruppen oder Individualreisende erstellt, profitiert am stärksten vom Baukasten-Prinzip. Einmal aufgebaute Content-Bibliothek (Hotels, Aktivitäten, Transfers) wird zur Grundlage für jeden neuen Vorschlag.
MICE-Anbieter und Event-Agenturen: Incentive-Reisen und Kongresse brauchen professionelle Dossiers, die schnell angepasst werden können, wenn sich Teilnehmerzahlen oder Budgets ändern. TripCreator erlaubt flexible Preisdarstellung — das Angebot zeigt nur den Gesamtpreis oder eine detaillierte Aufschlüsselung, je nach Kundenwunsch.
Reiseveranstalter mit Direktvertrieb: Der Single-Checkout ermöglicht es Kunden, das gesamte Paket oder einzelne Positionen direkt zu buchen. Das reduziert den Rückfragebedarf und beschleunigt die Conversion.
Tour Operator mit Fokus auf Erlebnis-Reisen: Die Bokun-Integration macht TripCreator zum Bindeglied zwischen Erlebnisangebot und professioneller Präsentation. Aktivitäten aus Bokun landen direkt als buchbare Bausteine im Itinerary.
Weniger geeignet für: Einzelne Reiseberater, die nur gelegentlich Dossiers erstellen (ROI fraglich), Agenturen mit Fokus auf Pauschalreisen über GDS-Systeme, und alle, die eine deutschsprachige Oberfläche benötigen.
Preise im Detail
| Plan | Preis (jährlich) | Preis (monatlich) | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Standard | 69 USD/Monat pro Nutzer | 79 USD/Monat pro Nutzer | Itinerary Builder, White-Label, Mobile App, Export-Optionen |
| Pro | 119 USD/Monat pro Nutzer | 139 USD/Monat pro Nutzer | Alles aus Standard + Buchungssystem, Rechnungsstellung, anpassbare Preisgestaltung, Team-Features, Bokun- und Travia-Integration |
| Enterprise | Ab 599 USD/Monat | Auf Anfrage | Min. 5 Nutzer, individuelle Lösung, alle Pro-Features, dedizierter Support |
Alle Preise zzgl. MwSt. Keine Buchungsgebühren pro Transaktion.
Einordnung: Standard reicht für Agenturen, die primär ansprechende Angebote erstellen und versenden wollen. Pro ist nötig, sobald du Buchungen und Rechnungen direkt über TripCreator abwickeln willst — das ist der eigentliche Mehrwert der Plattform und rechtfertigt den Aufpreis. Enterprise lohnt sich erst für Teams ab 5 Nutzern mit spezifischen Anforderungen. Im Vergleich zu Alternativen wie Axus (35 USD/Monat) ist TripCreator deutlich teurer — der Preis spiegelt den Fokus auf professionelle DMC-Workflows wider.
Stärken im Detail
Der Drag-and-drop Builder spart nachweislich Zeit. Einmal aufgebaute Bausteine — Hotels mit Beschreibungen, Aktivitäten, Transfers, Mahlzeiten — lassen sich per Mausklick in neue Itinerarien zusammenstellen. Laut TripCreator-Nutzerdaten werden Angebote bis zu 14-mal schneller erstellt als mit manuellen Methoden (Word, PowerPoint). Besonders bei wiederkehrenden Destinationen zahlt sich das aus: Das dritte Angebot nach Bayern ist in 10 Minuten fertig.
White-Label-Ausgabe in professioneller Qualität. Das fertige Itinerary erscheint unter dem eigenen Firmenlogo und in den Unternehmensfarben — als Web-Link, PDF, Print oder per E-Mail. Der Endkunde sieht niemals das TripCreator-Branding. Das erhöht die wahrgenommene Professionalität und schützt die Kundenbeziehung.
Die mobile Kunden-App ist ein Unterscheidungsmerkmal. Während Wettbewerber statische PDFs liefern, bekommen TripCreator-Kunden eine App (iOS/Android) mit Offline-Navigation, täglichem Reiseplan und den Kontaktdaten des Reisebüros. Das verbessert das Kundenerlebnis während der Reise und reduziert Support-Anfragen.
Flexible Preisdarstellung gibt Kontrolle über Transparenz. Ob du den Gesamtpreis, eine Einzelposition-Aufschlüsselung oder nur die Inklusivleistungen zeigen willst — das entscheidest du pro Angebot. Gerade im MICE-Bereich ist das wertvoll: Manche Unternehmenskunden wollen eine klare Gesamtzahl, andere brauchen eine detaillierte Kalkulation.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein Deutsch. Die gesamte Plattform ist auf Englisch. Für deutschsprachige Teams, die nicht täglich auf Englisch arbeiten, ist das eine echte Hürde — nicht nur ein kosmetisches Problem. Schulungsaufwand, Support-Kommunikation und Onboarding neuer Mitarbeiter kosten mehr Zeit.
Preise für viele kleine Agenturen zu hoch. 69 USD pro Nutzer und Monat (bei Jahresabschluss) summiert sich schnell: Ein 3-köpfiges Team zahlt mindestens 2.484 USD/Jahr. Für eine kleine Agentur mit moderatem Angebotsvolumen ist das eine ernsthafte Investition, die erst bei regelmäßigem Einsatz rentiert.
Buchungssystem nur im Pro-Plan. Wer TripCreator wirklich als End-to-End-Plattform nutzen will (Angebot → Buchung → Rechnung), muss den teureren Pro-Plan wählen. Im Standard-Plan ist TripCreator “nur” ein Präsentations-Tool — nützlich, aber für diesen Preis keine günstige Option.
DSGVO-Situation nicht vollständig transparent. TripCreator ist in Island (Reykjavík) ansässig — Island ist zwar kein EU-Mitglied, aber EWR-Mitglied und angemessen im Sinne der DSGVO. Details zu Auftragsverarbeitungsverträgen sind nicht direkt auf der Webseite abrufbar; Interessenten sollten dies vor Vertragsschluss klären.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Günstigere Einstiegspreise und Luxus-Positionierung willst | Axus — ab 35 USD/Monat |
| Buchbare Aktivitätsslots und Touren direkt verkaufen willst | TrekkSoft — spezialisiertes Buchungssystem |
| Aktivitäten als ergänzendes Buchungssystem einbinden willst | FareHarbor — für einzelne buchbare Erlebnisse |
TripCreator ist die erste Wahl für DMCs und Agenturen mit hohem Angebotsvolumen, die Erstellungszeit radikal reduzieren wollen. Für Luxus-Reiseberater mit wenigen, aber hochkarätigen Kunden ist Axus das bessere Werkzeug.
So steigst du ein
Schritt 1: Besuche tripcreator.com und fordere eine Demo an oder starte den kostenlosen Test. Wähle basierend auf deinem Bedarf: Standard für reine Angebotserstellung, Pro wenn du Buchungen und Rechnungen integrieren willst. Plane für das Erstgespräch konkrete Zahlen ein: Wie viele Angebote pro Monat, wie viele Nutzer, welche Destinationen?
Schritt 2: Importiere oder erstelle deine Content-Bibliothek (Hotels, Aktivitäten, Transfers). Investiere hier 2–3 Stunden sorgfältig — je vollständiger deine Bibliothek, desto schneller geht die spätere Angebotserstellung. Nutze Vorlagen für deine häufigsten Destinationen: Das dritte Bayern-Incentive entsteht dann in unter 15 Minuten.
Schritt 3: Aktiviere das White-Label-Branding (Logo, Farben, Kontaktdaten) und versende dein erstes Angebot an einen echten Kunden per Web-Link. Zeige dem Kunden auch die mobile App — der Wow-Effekt, das Dossier auf dem Smartphone zu sehen, ist ein starkes Verkaufsargument und unterscheidet dich von Wettbewerbern, die noch PDFs versenden.
Ein konkretes Beispiel
Eine DMC in München bietet Incentive-Reisen nach Bayern für internationale Unternehmensgruppen an. Früher dauerte die Erstellung eines 5-Tage-Itinerars mit Hotels, Ausflügen, Transfers und Abendessen 3–4 Stunden in PowerPoint — und jede Änderungswunsch bedeutete weitere 30 Minuten Arbeit. Mit TripCreator zieht der Berater Bausteine aus der aufgebauten Bayern-Bibliothek per Drag-and-drop zusammen, passt Preise für die jeweilige Gruppengröße an und sendet das Angebot als gebrandeten Web-Link in 20 Minuten. Der Kunde öffnet es auf dem Smartphone, akzeptiert mit einem Klick und bucht einzelne Positionen direkt. Während der Reise begleitet die mobile App die Gruppe mit dem Tagesplan offline — der Reiseleiter verteilt keine Papierordner mehr. Die Agentur schätzt, dass sie 60% der Zeit für Angebotserstellung einspart und pro Woche zwei zusätzliche Angebote abgeben kann.
DSGVO & Datenschutz
- Unternehmensstandort: Reykjavík, Island — Island ist EWR-Mitglied und als DSGVO-angemessenes Drittland anerkannt
- Datenhosting: Nicht öffentlich dokumentiert; basierend auf Island-Standort vermutlich europäische Infrastruktur, aber nicht bestätigt
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV): Nicht direkt auf der Webseite verfügbar — vor Vertragsschluss beim Anbieter anfragen
- Datennutzung: Keine explizite Aussage zur Nutzung von Kundendaten für KI-Training gefunden — im Gespräch mit dem Vertrieb klären
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-konforme Nutzung einen AVV einfordern und prüfen, auf welchen Servern Kundendaten (Reisende) gespeichert werden. Keine vertraulichen personenbezogenen Datenmassen in der Plattform ablegen, bis die Hosting-Frage geklärt ist.
Gut kombiniert mit
- TrekkSoft — liefert buchbare Touren und Aktivitätsslots, die als Bausteine in TripCreator-Itinerarien eingebunden werden; Kunden können dann Erlebnisse direkt im Paket buchen
- Axus — nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung: Axus eignet sich für Luxus-Einzelreisende mit intensivem Beratungsbedarf, TripCreator für Gruppenangebote mit hohem Volumen
- FareHarbor — als ergänzendes Buchungssystem für einzelne buchbare Aktivitäten, wenn das TripCreator-Buchungsmodul nicht ausreicht oder Aktivitäten von Drittanbietern eingebunden werden sollen
Unser Testurteil
TripCreator verdient 4 von 5 Sternen. Für DMCs und MICE-Anbieter ist es das ausgereifteste Itinerary-Tool auf dem Markt — der Zeitgewinn bei der Angebotserstellung ist real und erheblich. Den fünften Stern kostet das fehlende Deutsch, die intransparente DSGVO-Situation und der vergleichsweise hohe Preis, der kleine Agenturen ausschließt. Wer täglich Reiseangebote baut und professionell präsentieren will, findet hier das richtige Werkzeug.
Was wir bemerkt haben
- April 2026 — TripCreator hat erstmals öffentliche Preise auf der Website veröffentlicht. Früher war Pricing ausschließlich auf Anfrage erhältlich. Die veröffentlichten Preise (Standard ab 69 USD/Monat jährlich) liegen deutlich über früheren inoffiziellen Schätzungen von 30–50 USD/Monat.
- 2024 — Die Bokun-Integration wurde als offizielles Feature in den Pro-Plan integriert, was TripCreator für Aktivitäten-orientierte DMCs erheblich attraktiver macht.
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