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Freemium Ohne Setup 🇺🇸 US-Server Zuletzt geprüft: 30. Juli 2026

FareHarbor

FareHarbor B.V. (Booking Holdings)

3/5

Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.

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FareHarbor ist ein weit verbreitetes All-in-one-Buchungssystem für Touren, Aktivitäten und Erlebnisanbieter. Das Modell ist gebührenfrei für Betreiber, stattdessen zahlt der Endkunde eine sichtbare Buchungsgebühr von 6 bis 8%. Gehört zu Booking Holdings und ist besonders im englischsprachigen Raum etabliert.

Kosten: Keine monatlichen Kosten für Anbieter; Endkunden zahlen eine im Checkout sichtbare Buchungsgebühr von ca. 6 bis 8% des Ticketpreises, der genaue Satz hängt von der individuellen Vereinbarung ab

Kategorien

Stärken

  • Keine Setup-Gebühr und kein Monatsabo, der Anbieter zahlt nichts, Kosten entstehen nur bei Buchungen
  • Schnelle Widget-Integration auf jede bestehende Website (WordPress, Squarespace, Wix)
  • Point of Sale (FareHarbor Dock) für Vor-Ort-Buchungen und Barzahlungen am Startpunkt
  • Breite Anbindung an OTAs wie Viator, GetYourGuide und Klook
  • Onboarding-Support durch FareHarbor-Mitarbeiter, keine Selbst-Einrichtung nötig

Einschränkungen

  • Keine deutschsprachige Betreiber-Oberfläche gefunden, Dashboard und Hilfe-Ressourcen laufen auf Englisch
  • Daten-Hosting laut Sub-Prozessorenliste auf AWS in den USA, Drittlandtransfer trotz DPA und EU-Standardvertragsklauseln
  • Buchungsgebühr für Endkunden sichtbar und kann Conversions beeinflussen
  • Keine öffentlich einsehbare Preisliste, Konditionen individuell im Onboarding-Gespräch
  • Kein Self-Service-Zugang, Einrichtung läuft ausschließlich über FareHarbor-Berater

Passt gut zu

Erlebnisanbieter, Touren- und Aktivitätsbetriebe im englischsprachigen Raum Anbieter ohne Budget für monatliche Software-Abonnements Betriebe mit Fokus auf internationale Buchungen via OTAs

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Englischsprachige Märkte oder international ausgerichtete Tourenanbieter ohne DSGVO-Pflicht
  • Kein Budget für monatliche Software-Abonnements, du willst die Kosten ausschließlich transaktionsbasiert
  • Schnell ein funktionsfähiges Buchungswidget auf der eigenen Website einbinden wollen
  • Anbindung an große Online-Reisevermittler (OTAs) wie Viator, GetYourGuide oder Klook angestrebt

Wann nein

  • Primär DACH-Markt mit deutschen Kunden, keine deutschsprachige Betreiber-Oberfläche gefunden
  • DSGVO-konforme Datenhaltung in der EU ist Pflicht, FareHarbor hostet laut Sub-Prozessorenliste auf AWS in den USA
  • Umsatzstarke Betriebe mit vielen Buchungen, bei denen 6 bis 8% Endkundengebühr die Conversion senkt
  • Du willst volle Preistransparenz für Kunden ohne sichtbare Buchungsgebühr

Kurzfazit

FareHarbor ist weltweit eines der am weitesten verbreiteten Buchungssysteme für Touren und Aktivitäten, und das liegt vor allem am Preismodell: Anbieter zahlen nichts, der Endkunde trägt die Buchungsgebühr. Das klingt verlockend, hat aber einen Haken: Die Gebühr ist für den Kunden sichtbar, was die Conversion beeinflussen kann. Für den DACH-Markt kommt hinzu, dass wir keine deutschsprachige Betreiber-Oberfläche gefunden haben und die Daten laut Sub-Prozessorenliste auf US-Servern liegen, was DSGVO-Fragen aufwirft. Für international ausgerichtete Erlebnisanbieter ohne DSGVO-Pflicht ist FareHarbor eine starke Option. Für rein deutschsprachige Betriebe gibt es besser angepasste Alternativen.

Für wen ist FareHarbor?

Internationale Erlebnisanbieter: Surf-Schulen, Jeep-Touren, Escape-Rooms und Stadtführungen, die hauptsächlich internationale Touristen bedienen, profitieren am meisten. Die Plattform ist auf Englisch optimiert, und über die integrierten OTA-Anbindungen (Viator, GetYourGuide, Klook) entsteht Sichtbarkeit auf großen Vertriebskanälen ohne Zusatzaufwand.

Budget-bewusste Startups: Wer gerade erst ein Erlebnisangebot aufbaut und keine fixen Softwarekosten tragen will, kann mit FareHarbor sofort online buchbar werden. Der Nulltarif für Betreiber bedeutet: In schlechten Monaten entstehen keine Fixkosten. Erst wenn Buchungen reinkommen, kostet das System indirekt etwas.

Vor-Ort-Betriebe mit Walk-in-Kunden: FareHarbor Dock ist das Point-of-Sale-System für Kassierer vor Ort. Wer Tickets direkt am Tresen oder am Startpunkt verkauft, kann mit demselben System arbeiten wie für Online-Buchungen. Das vermeidet doppelte Systeme.

Betriebe mit großem OTA-Anteil: FareHarbor gehört zu Booking Holdings (Booking.com, Kayak, OpenTable) und bindet zugleich unabhängige OTA-Plattformen wie Viator (Tripadvisor), GetYourGuide und Klook an. Wer einen großen Teil seines Umsatzes über Drittplattformen macht, profitiert von den fertigen Schnittstellen.

Weniger geeignet für: Deutschsprachige Betriebe, die hauptsächlich lokale DACH-Kunden bedienen, hier stört die fehlende deutschsprachige Betreiber-Oberfläche. Ebenso für Betriebe, die DSGVO-Konformität nachweisen müssen (Schulen, Behörden, Unternehmen mit Datenschutzbeauftragten). Und für Anbieter, denen Preistransparenz für Endkunden wichtig ist und die die sichtbare Buchungsgebühr vermeiden wollen.

Preise im Detail

KostenstelleBetragDetails
Monatsgebühr für Anbieter0 EURKeine Grundgebühr, keine Setup-Kosten
Buchungsgebühr (Endkunde)ca. 6 bis 8% des TicketpreisesWird dem Endkunden beim Checkout angezeigt und aufgeschlagen, genauer Satz je nach Vereinbarung
ZahlungsabwicklungStripe-Gebühren (ca. 2,9% + 0,30 USD)Über Stripe abgewickelt (USA), Satz variiert je nach Region
Optional: Direktgebühr-BypassMöglich bei bestimmten KonditionenAnbieter kann Gebühr intern übernehmen, dann senkt sie die eigene Marge

Einordnung: Das “kostenlos für Betreiber”-Versprechen ist nicht ganz vollständig. Die Buchungsgebühr bezahlt immer jemand, entweder der Endkunde (sichtbar im Checkout), oder der Anbieter übernimmt sie freiwillig und senkt damit seine eigene Marge. Bei einem 50-EUR-Ticket sind das 3 bis 4 EUR, die oben drauf kommen oder intern absorbiert werden. Für niedrigpreisige Aktivitäten (unter 20 EUR) oder Anbieter mit vielen Buchungen summiert sich das erheblich. Die fehlende öffentliche Preisliste ist ein Kritikpunkt: Genaue Konditionen erfährt man erst im Onboarding-Gespräch, der genaue Prozentsatz hängt von der individuellen Vereinbarung ab.

Stärken im Detail

Nullkosten-Einstieg senkt die Einstiegshürde auf null. Kein anderes System für Touren-Buchungen ist für Betreiber komplett gebührenfrei. Das bedeutet konkret: Wer gerade sein Angebot launcht, kann sofort online buchbar werden, ohne Monatsabo, ohne Setup-Gebühren, ohne Risiko. In der Hochsaison mit 100 Buchungen zahlt das System quasi nichts (die Gebühr trägt der Endkunde), in der Nebensaison mit null Buchungen entstehen null Kosten.

Widget-Integration in wenigen Stunden. Das FareHarbor-Buchungswidget lässt sich als HTML-Snippet in jede bestehende Website einbetten, WordPress, Squarespace, Wix, Webflow oder selbstgehostete Sites. Ein FareHarbor-Berater richtet den Code ein und hilft beim Einbinden. Der Betreiber muss kein Entwickler sein, die Umsetzung dauert typischerweise einen halben Tag.

FareHarbor Dock schließt die Lücke zwischen online und vor Ort. Das POS-System ermöglicht Buchungen und Zahlungen direkt am Startpunkt, über ein Tablet oder Smartphone. Walk-in-Kunden können sofort eingecheckt werden, Barzahlungen sind möglich, und alle Transaktionen laufen im selben System wie die Online-Buchungen. Das vermeidet Doppelführung und Überbuchungen.

Fertige OTA-Anbindungen bringen Reichweite. FareHarbor bringt fertige Schnittstellen zu großen Vertriebsplattformen wie Viator (Tripadvisor), GetYourGuide und Klook mit. Für Anbieter, die international sichtbar sein wollen, spart das den Aufwand, jede OTA einzeln anzubinden. Die Zugehörigkeit zu Booking Holdings sichert dabei die langfristige Konzernanbindung.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine deutschsprachige Betreiber-Oberfläche gefunden. Das Betreiber-Dashboard, die Hilfe-Ressourcen und der Support laufen auf Englisch. Eine durchgängige deutsche Lokalisierung der Betreiber-Oberfläche konnten wir zum Prüfzeitpunkt nicht belegen, und öffentlich angekündigte Pläne dafür fanden wir nicht. Wer ein Team hat, das kein Englisch spricht, stößt hier auf ein Usability-Problem.

US-Datenhaltung schafft einen Drittlandtransfer. Laut FareHarbors Sub-Prozessorenliste laufen Cloud-Infrastruktur, Website- und Daten-Hosting über Amazon Web Services mit Verarbeitungsregion USA, Zahlungen über Stripe (ebenfalls USA). Vertragspartner für die EU ist die FareHarbor B.V. in Amsterdam, die einen Datenverarbeitungsvertrag anbietet und Transfers auf die EU-Standardvertragsklauseln stützt. Für Betriebe mit aktivem Datenschutzbeauftragten bleibt der US-Transfer dennoch ein sensibles Thema, vor Einsatz anwaltlich prüfen lassen.

Die sichtbare Buchungsgebühr kann Conversions kosten. Wenn Kunden im Checkout sehen, dass der Preis um 6 bis 8% höher ist als angezeigt, brechen manche die Buchung ab, dasselbe Phänomen wie bei Flugtickets mit Servicegebühr. Dieser “Checkout-Schock” ist besonders bei preissensiblen lokalen Kunden spürbar. Internationale Touristen sind das Modell eher gewohnt.

Kein Self-Service-Zugang. FareHarbor bietet keine Selbst-Registrierung, der Start erfolgt immer über ein Onboarding-Gespräch mit einem Berater. Das ist einerseits hilfreich (jemand hilft beim Einrichten), aber bedeutet auch: Ausprobieren und Vergleichen ohne Vertriebsgespräch ist nicht möglich. Die mangelnde Preistransparenz (keine öffentliche Preisliste) verstärkt dieses Problem.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
DSGVO-konforme EU-Datenhaltung und deutsche Oberfläche brauchstTrekkSoft
Ein fixes, planbares Monatsabo statt transaktionsbasierter Gebühren willstTrekkSoft oder Regiondo
Mehrtages-Itinerarien und individuelle Angebotserstellung brauchstTripCreator (keine eigene Seite)
Als kleiner Anbieter lokal starten und auf OTAs verzichten willstDirekte Buchungslösung via Stripe + Calendly

FareHarbor ist die beste Wahl für internationale Erlebnisanbieter, die ohne Fixkosten starten wollen und hauptsächlich englischsprachige Märkte bedienen. Für den DACH-Markt mit deutschen Kunden und DSGVO-Anforderungen ist TrekkSoft die naheliegendere Alternative.

So steigst du ein

Schritt 1: Gehe auf fareharbor.com und fordere eine Demo über das Kontaktformular an. FareHarbor arbeitet ohne Selbst-Registrierung, ein Onboarding-Berater richtet das Konto gemeinsam mit dir ein. Bereite eine Liste deiner Aktivitäten vor: Titel, Dauer, Kapazität, Preise und Verfügbarkeiten. Das Onboarding-Gespräch dauert typischerweise 1–2 Stunden, die technische Einrichtung danach ein bis zwei Werktage.

Schritt 2: Nach dem Einrichten erhältst du ein Buchungswidget (HTML-Snippet), das du selbst oder der FareHarbor-Berater in deine Website einfügt. Das Widget passt sich optisch an dein Design an, Farben und Schriften sind konfigurierbar. Teste die Buchungsstrecke aus Kundenperspektive, bevor du sie live schaltest: Überprüfe, wie die Buchungsgebühr für Kunden angezeigt wird und ob das in deiner Kommunikation transparent ist.

Schritt 3: Verbinde deine Zahlungsabwicklung und aktiviere die gewünschten OTA-Kanäle (Viator, GetYourGuide) über das integrierte Partnernetz. Richte FareHarbor Dock ein, falls du auch Walk-in-Kunden vor Ort bedienst. Überprüfe die Datenschutzhinweise auf deiner Website und ergänze FareHarbor als Datenverarbeiter, falls du im DACH-Markt tätig bist.

Ein konkretes Beispiel

Ein Kanuverleih im Allgäu mit eigener WordPress-Website möchte online buchbar werden, hat aber kein Budget für ein monatliches SaaS-Abo. Mit FareHarbor integriert er das Buchungswidget in seine bestehende Website, die technische Umsetzung inklusive Onboarding in einem halben Tag. Internationale Urlaubsgäste buchen problemlos auf Englisch. Beim Checkout sehen sie: Kanuverleih 40 EUR + rund 2,40 EUR Buchungsgebühr. Lokale Stammkunden fragen manchmal nach, was die Gebühr bedeutet. Der Betreiber überlegt, die Gebühr intern zu absorbieren, aber dann müsste er seine Preise leicht anheben. Über FareHarbor Dock wickelt er auch Walk-in-Kunden direkt am Flussufer ab, kontaktlos mit Kartenlesegerät.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA. Laut Sub-Prozessorenliste hostet FareHarbor Cloud-Infrastruktur, Website und Kundendaten über Amazon Web Services mit Verarbeitungsregion USA. Kundendaten (Name, E-Mail, Zahlungsdaten) werden dort verarbeitet
  • Rechtsträger: Vertragspartner für EU-Kunden ist laut Datenschutzerklärung und DPA die FareHarbor B.V., Vijzelstraat 66-80, Amsterdam (Teil von Booking Holdings), nicht die US-Holding
  • Datenverarbeitungsvertrag (DPA): FareHarbor bietet einen Data Processing Agreement (DPA) an, für Betriebe im DACH-Markt vor Einsatz abzuschließen
  • DSGVO-Konformität: Juristisch nicht eindeutig. Standard Contractual Clauses (SCC) liegen laut DPA vor, das eigentliche Hosting läuft aber auf AWS in den USA, US-Datentransfers bleiben in Deutschland ein sensibles Thema. Unternehmen mit aktivem Datenschutzbeauftragten sollten anwaltliche Einschätzung einholen
  • KI-Sub-Prozessor: OpenAI Inc. (USA) wird laut Sub-Prozessorenliste eingesetzt, um Zugriff auf die interne Hilfe-Dokumentation zu geben und Fragen zu beantworten. Das Kernprodukt selbst ist ein klassisches Buchungssystem, kein KI-Tool
  • Zahlungsabwicklung: Über Stripe (USA) abgewickelt, Zahlungsdaten verlassen ebenfalls die EU
  • Datenlöschung: Möglich auf Anfrage, Fristen im DPA geregelt
  • Empfehlung: Für privat betriebene Erlebnisanbieter ohne Datenschutzbeauftragten in der Praxis nutzbar, wenn ein DPA abgeschlossen ist. Für öffentliche Einrichtungen, Schulen oder Unternehmen mit strengen Datenschutzanforderungen: TrekkSoft oder eine EU-gehostete Alternative wählen.

Gut kombiniert mit

  • TrekkSoft, falls du parallel einen DSGVO-konformen EU-Kanal für DACH-Buchungen aufbauen willst, während FareHarbor internationale Buchungen abwickelt
  • Viator / GetYourGuide (externe OTAs), FareHarbor bringt fertige Schnittstellen mit; OTA-Buchungen und eigene Website-Buchungen laufen im selben FareHarbor-Dashboard zusammen
  • Stripe (direkt, externe Integration), für Anbieter, die die Zahlungsabwicklung für einen Teil ihrer Buchungen direkt steuern wollen, ohne über FareHarbor zu gehen

Unser Fazit

FareHarbor erhält 3 von 5 Sternen. Das Nullkosten-Modell für Betreiber ist eine echte Innovation, die FareHarbor zu einer der meistgenutzten Buchungsplattformen für Touren weltweit gemacht hat. Für den DACH-Markt allerdings sind die Einschränkungen erheblich: keine belegbare deutschsprachige Betreiber-Oberfläche, US-Datenhaltung über AWS, fehlende Preistransparenz und eine sichtbare Buchungsgebühr, die lokale Kunden irritieren kann. Für international aufgestellte Erlebnisanbieter mit primär englischsprachigem Publikum ist es eine empfehlenswerte Wahl, für alle anderen gibt es besser angepasste Alternativen.

Was wir bemerkt haben

  • 2018: Booking Holdings (Booking.com, Kayak, OpenTable) übernahm FareHarbor. Einen Kaufpreis hat der Konzern nicht öffentlich beziffert. Seither profitiert FareHarbor von der Konzern-Infrastruktur, hat aber auch weniger Anreiz für aggressive Produktinnovation als unabhängige Wettbewerber.
  • Laufend: Die Buchungsgebühr von 6 bis 8% für Endkunden ist ein oft diskutiertes Thema in der Tourismus-Branche. Einige Anbieter berichten, dass sie die Gebühr in ihre Preise einkalkuliert haben, sodass der Endkunde den Unterschied nicht spürt. Dies ist de facto eine versteckte Preiserhöhung, für Verbraucher wichtig zu wissen.
  • Laufend: Anbieter wie TrekkSoft (Schweiz) positionieren sich gezielt mit EU-Hosting und Mehrsprachigkeit für den europäischen Markt. FareHarbor setzt laut Sub-Prozessorenliste weiter auf US-Hosting, die Lücke für DACH-Betriebe mit strengen Datenschutzanforderungen bleibt bestehen.
  • Juli 2026: Bei der Prüfung fiel auf, dass die für die EU verantwortliche Stelle die FareHarbor B.V. in Amsterdam ist, nicht die US-Holding. Das Hosting läuft laut Sub-Prozessorenliste dennoch über AWS mit Verarbeitungsregion USA. Zusätzlich ist OpenAI als Sub-Prozessor für die interne Hilfe-Dokumentation gelistet.

Was wir geprüft haben

Diese Seite bewertet ein reales Produkt eines realen Unternehmens. Damit jede bewertungsrelevante Aussage belegbar ist, haben wir am 30. Juli 2026 die folgenden Punkte gegen öffentlich zugängliche Primärquellen geprüft.

  • Eigentümer und Unternehmensdaten: Die Über-uns-Seite bestätigt Gründung 2013 auf Hawaii, Zugehörigkeit zu Booking Holdings seit 2018, Hauptsitz Amsterdam und über 23.000 Betriebe. Einen Kaufpreis der Übernahme nennt FareHarbor nicht, entsprechend haben wir die früher genannte Betragsangabe entfernt.
  • Preismodell: Kein Monatsabo, stattdessen eine im Checkout sichtbare Buchungsgebühr von 6 bis 8 Prozent zulasten des Endkunden, belegt über eine Preisanalyse eines Drittanbieters. Eine öffentliche Preisliste ist nicht einsehbar, der Satz wird individuell vereinbart.
  • Daten-Hosting: Die Sub-Prozessorenliste weist Amazon Web Services für Website- und Daten-Hosting mit Verarbeitungsregion USA aus, ebenso Stripe für Zahlungen (USA). Damit ist die Angabe zum US-Hosting belegt.
  • Rechtsträger und DSGVO: Datenschutzerklärung und Auftragsverarbeitungsvertrag nennen die FareHarbor B.V. in Amsterdam als verantwortliche Stelle für die EU. Wir haben die frühere Formulierung, FareHarbor sei ein US-amerikanisches Unternehmen, korrigiert. Ein DPA und die EU-Standardvertragsklauseln liegen vor, der Datentransfer in die USA bleibt der kritische Punkt.
  • Deutschsprachige Oberfläche: Eine durchgängige deutschsprachige Betreiber-Oberfläche konnten wir zum Prüfzeitpunkt nicht belegen. Wir formulieren diesen Punkt daher als Beobachtung, nicht als feste Tatsachenbehauptung.
  • OTA-Anbindung: Viator gehört zu Tripadvisor, nicht zu Booking Holdings. Wir haben Formulierungen korrigiert, die die OTA-Anbindung fälschlich der Konzernzugehörigkeit zuschrieben.

Grundlage der Bewertung sind öffentlich zugängliche Quellen, kein eigener Produkttest.

Quellen

  1. FareHarbor – Über uns. https://fareharbor.com/about/ (abgerufen am 2026-07-30). FareHarbor wurde 2013 auf Hawaii gegründet und ist seit 2018 Teil von Booking Holdings. Hauptsitz ist Amsterdam, weitere Büros in Honolulu, Boston, San Francisco, Denver und Sydney. Laut Anbieter nutzen über 23.000 Betriebe die Plattform. Ein Kaufpreis der Übernahme wird nicht genannt..
  2. FareHarbor – Sub-Prozessorenliste. https://fareharbor.com/legal/sub-processors/ (abgerufen am 2026-07-30). Amazon Web EMEA SARL wird für Cloud-Infrastruktur, Website- und Daten-Hosting mit Verarbeitungsregion USA gelistet. Zahlungen laufen primär über Stripe (Region USA). OpenAI Inc. wird eingesetzt, um Zugriff auf die interne Hilfe-Dokumentation zu geben und Fragen zu beantworten (Region USA). Damit ist die US-Datenhaltung belegt..
  3. FareHarbor – Datenschutzerklärung. https://fareharbor.com/privacy/ (abgerufen am 2026-07-30). Verantwortliche Stelle ist die FareHarbor B.V., Vijzelstraat 66-80, 1017 HL Amsterdam, Teil der Booking-Holdings-Gruppe. Personenbezogene Daten können in Länder ohne gleichwertiges Datenschutzniveau übertragen werden; als Schutzmechanismus nennt FareHarbor die EU-Standardvertragsklauseln. Ein Datenverarbeitungsvertrag wird separat angeboten..
  4. FareHarbor – Auftragsverarbeitungsvertrag (DPA). https://fareharbor.com/legal/data-processing-agreement/ (abgerufen am 2026-07-30). Der Vertrag benennt die FareHarbor B.V. als Auftragsverarbeiter, erkennt die DSGVO an und stützt internationale Datentransfers auf Mechanismen nach Kapitel 5 DSGVO, insbesondere die EU-Standardvertragsklauseln. Ein konkreter Serverstandort wird im DPA selbst nicht genannt, es verweist auf die Sub-Prozessorenliste..
  5. CaptainBook – FareHarbor Pricing & Fees Explained. https://www.captainbook.io/blog/fareharbor-pricing-fees-explained (abgerufen am 2026-07-30). FareHarbor erhebt keine monatliche Grundgebühr, sondern eine im Checkout sichtbare Buchungsgebühr von 6 bis 8 Prozent, die der Endkunde trägt (Beispiel: 50-Euro-Tour, Kunde zahlt 53 bis 54 Euro). Der genaue Satz hängt von der individuellen Vereinbarung ab, größere Betriebe verhandeln niedrigere Sätze. Kartengebühren des Zahlungsdienstleisters liegen bei rund 2,9 Prozent plus 0,30 US-Dollar in den USA und variieren je nach Region..

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Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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