shyftplan
shyftplan GmbH
shyftplan ist eine KI-gestützte Schichtplanungssoftware aus Berlin, spezialisiert auf Produktionsbetriebe und Schichtmodelle mit komplexen Qualifikationsanforderungen. Der Algorithmus berücksichtigt Qualifikationen, Verfügbarkeiten, Rotationsmuster und Rechtsvorschriften simultan und schlägt regelkonforme Pläne vor. Hosting in Deutschland, ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert, native SAP-SuccessFactors-Integration. Prominente Referenzkunden: Siemens Energy, Bosch, ZF, Mercedes, Miele, Krones, Hilton, McDonald's.
Kosten: Preise nur auf Anfrage; cloudbasiertes Lizenzmodell pro Mitarbeiter und Monat; Implementierungsprojekt separat. Marktbeobachtungen sehen den Einstieg typisch ab ca. 4–8 €/Mitarbeiter/Monat bei mittelgroßen Setups; Enterprise-Verträge mit SAP-Integration und Implementierungs-Service deutlich darüber.
Stärken
- KI-Algorithmus berücksichtigt Qualifikationsmatrix, Gesetzeskonformität und Verfügbarkeiten simultan
- Nachgewiesene Referenz bei Siemens Energy: 70 % Planungszeit gespart, 98 % Mitarbeiterzufriedenheit
- Spezialisiert auf Produktionsschichten mit komplexen Qualifikationsprofilen — nicht nur Gastronomie/Handel
- Hosting in Deutschland, DSGVO-konform; ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert
- Native SAP-SuccessFactors-Integration und Anbindung an SAP HCM, SAP APO, DATEV
- Breite Branchen-Validierung: Industrie, Healthcare, Hospitality (Bosch, ZF, Mercedes, Miele, Krones, Hilton)
Einschränkungen
- Keine öffentliche Preisliste — Angebot nur über Sales-Team
- Einführung erfordert vollständige Digitalisierung der Qualifikationsmatrix als Vorarbeit
- Kleinere Betriebe unter 50 Mitarbeitenden: Aufwand-Nutzen-Verhältnis schwierig
- Betriebsratsbeteiligung nach § 87 BetrVG zwingend — ohne frühe Einbindung droht Blockade
- Komplexes Onboarding mit Implementierungsprojekt — kein klassisches Self-Service-SaaS
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du planst Schichten mit komplexen Qualifikationsmatrizen (Schweißzertifikate, Anlagen-Berechtigungen, Maschinenführer-Stufen)
- Du brauchst Compliance-Konformität gegen Arbeitszeitgesetz, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarungen
- Du arbeitest in einem Konzern oder Industrie-KMU mit 50–2.000 Schichtmitarbeitenden
- Du brauchst native SAP-Integration ohne Middleware-Bastelei
Wann nein
- Du suchst eine einfache Schichtplan-App für Gastronomie unter 30 Mitarbeitenden (dafür: [Papershift](/tools/papershift/), [Deputy](/tools/deputy/))
- Du brauchst die volle HR-Suite inkl. Recruiting, Onboarding, Performance ([Personio](/tools/personio/), [SAP SuccessFactors](/tools/sap-successfactors/))
- Du willst ohne mehrwöchiges Implementierungsprojekt starten
- Du planst eher klassische Arbeitszeitmodelle ohne Schichtkomplexität ([ATOSS](/tools/atoss/))
Kurzfazit
shyftplan ist die spezialisierteste Lösung für komplexe Schichtplanung in der deutschen Produktionsindustrie — mit messbarer Wirkung bei prominenten Referenzkunden (Siemens Energy: 70 % Planungszeit gespart, 98 % Mitarbeiterzufriedenheit). Das Berliner Unternehmen ist ein Spezialist, kein Allrounder: Wer eine Schichtplanung mit zwanzig Qualifikationsstufen, fünf Rotationsmodellen, Tarifvertragsregeln und Arbeitszeitgesetz braucht, bekommt hier ein KI-gestütztes System, das Pläne in Minuten vorschlägt statt Tage von Hand zu basteln. Stärken: KI-Algorithmus mit echtem Mehrwert, ISO-27001- und SOC-2-Zertifizierung, Hosting in Deutschland, native SAP-SuccessFactors-Integration. Schwächen: kein Self-Service-Pricing, komplexes Onboarding mit Qualifikations-Vorarbeit, für Kleinbetriebe deutlich überdimensioniert. Für Industrie-KMU und Konzerne mit Schichtkomplexität ist shyftplan eine der wenigen ernsthaften Optionen am Markt.
Für wen ist shyftplan?
Produktionsbetriebe mit komplexen Qualifikationsprofilen: Wer in der Fertigung, Energieerzeugung, Chemie oder Pharmazie Schichten plant, kennt das Problem: Nicht jeder darf jede Maschine bedienen, Zertifikate laufen ab, Mindestbesetzungen pro Qualifikation pro Schicht müssen rechtssicher belegt sein. shyftplan automatisiert genau diese Logik — der Algorithmus prüft beim Planentwurf simultan Qualifikationsdeckung, Verfügbarkeit, Rechtskonformität und Rotationsmuster.
Konzerne und Industrie-KMU mit 50–2.000 Schichtmitarbeitenden: Die Sweetspot-Größe. Unter 50 Mitarbeitenden rechnet sich der Implementierungsaufwand selten; über 2.000 wandert man in der Regel ohnehin in SAP-Suite-Welten und nutzt shyftplan dort als spezialisiertes Modul.
SAP-SuccessFactors-Bestandskunden: Die native Integration zu SAP SuccessFactors ist ein echtes Differenzierungsmerkmal. Wer bereits in der SAP-HR-Welt lebt, kann shyftplan nahtlos einbinden — Mitarbeiterdaten, Abwesenheiten, Qualifikationen werden synchron gehalten, ohne separate Dateninseln.
Energie- und Versorgungsunternehmen mit 24/7-Betrieb: Schichtbetrieb rund um die Uhr, gesetzlich vorgeschriebene Pausen, Wechselschichtmodelle nach Ergonomie-Standards — alles Anforderungen, die in der Process-Industry typisch sind und die shyftplan strukturell adressiert.
Hospitality- und Healthcare-Betriebe der Großorganisation: Hilton und McDonald’s nutzen shyftplan im Hospitality-Bereich; im Gesundheitssektor löst die Plattform vergleichbare Probleme (Qualifikationsabdeckung pro Station, Compliance gegen Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung).
HR- und Workforce-Management-Leitungen: Wer im strategischen HR die Effizienz der Schichtplanung verantwortet, bekommt mit shyftplan messbare KPIs — Planungszeit, Compliance-Quote, Mitarbeiterzufriedenheit — und damit ein belastbares Argument für Budget-Diskussionen.
Weniger geeignet für: Gastronomie- und Einzelhandelsketten mit kleinen, einfachen Schichtbildern (für die ist Deputy oder Papershift deutlich passgenauer), klassische Bürobetriebe mit Gleitzeit (dafür: ATOSS im Mittelstand oder Personio im KMU), und alle, die ohne Implementierungsprojekt in zwei Wochen Live gehen wollen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Standard | Auf Anfrage (Marktbenchmark: ca. 4–8 €/Mitarbeiter/Monat) | KI-Algorithmus, Qualifikationsmatrix, Compliance-Engine, Mobile App, Standard-Integrationen |
| Enterprise | Auf Anfrage (deutlich höher) | Plus SAP-SuccessFactors-Native-Integration, Multi-Site-Management, erweiterte Reportings, SLA |
| Implementierungsprojekt | Einmal, separat | Qualifikationsmatrix-Modellierung, Integration mit SAP/DATEV, Betriebsrats-Begleitung, Training |
Einordnung: shyftplan ist ein klassisches Enterprise-SaaS — Pricing on Demand, Implementierungsprojekt separat. Realistische Größenordnung für ein Setup mit 200 Schichtmitarbeitenden, einer SAP-Integration und Betriebsrats-Begleitung liegt im fünfstelligen Bereich für die Implementierung plus laufende Lizenz im Bereich von 1.000–2.000 €/Monat. Für Konzerne mit 1.000+ Schichtmitarbeitenden kann das Gesamtbudget schnell in den sechsstelligen Jahresbereich wandern — gerechtfertigt nur, wenn der Status quo (Excel, ATOSS-Insellösung, manuelle Planungs-FTE) entsprechend hohe Opportunitätskosten verursacht. Vor dem Kauf ist eine Business-Case-Rechnung mit Planungszeit pro Schicht × Schichtanzahl × Stundensatz Planer Pflicht — das schafft die ehrlichste Grundlage für die Verhandlung.
Stärken im Detail
Echter KI-Algorithmus statt Regel-Engine. Viele Schichtplanungs-Tools werben mit “Automatisierung”, liefern aber im Kern eine regelbasierte Engine, die einfach Templates abprüft. shyftplan kombiniert mehrere Optimierungs-Dimensionen gleichzeitig: Qualifikationen, Verfügbarkeiten, Rotationsfairness, Wunschschichten, Arbeitszeitgesetz, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung. Der Output ist ein Vorschlag, den Planende prüfen und freigeben — kein autonomes System, sondern ein Co-Pilot mit menschlicher Kontrollschicht.
Spezialisierung auf Produktions-Schichtbetrieb. Anders als generische Workforce-Management-Tools (Quinyx, Deputy, Papershift) ist shyftplan explizit für die Komplexität der industriellen Schichtplanung gebaut — Mehrschichtbetrieb mit Wechselrhythmen, Qualifikationsstufen, Schichtprämien, Tarifrundungen. Das spart die typische “wir mussten viel anpassen”-Phase, die Generalist-Tools im Industrieeinsatz erleben.
Messbarer Referenzcase Siemens Energy. Die Einführung bei Siemens Energy ab Oktober 2020 (Berlin, dann Nürnberg, Mülheim) ist öffentlich dokumentiert: Planungszeit-Reduktion um bis zu 70 %, 98 % Mitarbeiterzufriedenheit gegenüber dem Vorprozess. Solche belastbaren Zahlen sind in der Workforce-Management-Branche selten — meist findet man nur Marketing-Floskeln. Das gibt der eigenen Business-Case-Argumentation Substanz.
Native SAP-Integration und Multi-Branchen-Validierung. Die Liste der Referenzkunden — Siemens Energy, Bosch, ZF, Mercedes, Miele, Krones, Hilton, McDonald’s — zeigt eine ungewöhnliche Branchenbreite. Das ist ein klares Signal, dass die Plattform sowohl in Process Manufacturing als auch in Serien-Produktion und im Service-Geschäft funktioniert. Die SAP-SuccessFactors-Partnerschaft ist dabei der wichtigste Hebel im SAP-zentrierten Mittelstand.
Solide Compliance-Basis. ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert, Hosting in Deutschland, DSGVO-konformer AVV als Standardbestandteil. Für Konzerneinkauf und IT-Security-Reviews ist das eine bestandene Eintrittsbedingung — viele direkte Wettbewerber im Mittelstand können hier nicht so umfassend liefern.
Hohe Mitarbeiterakzeptanz über native App. iOS-App mit 4,7/5 (rund 2.900 Bewertungen), Android mit 4,1/5 (1.600 Bewertungen). Das sind keine berauschenden, aber solide Werte — wichtiger als der Schnitt ist die hohe Zahl der Bewertungen, die zeigt, dass die App im Alltag wirklich genutzt wird. Schichtwechsel-Anträge, Verfügbarkeitsmeldungen und Kommunikation laufen mobil — das ist der Unterschied zwischen “Tool ist eingeführt” und “Tool wird angenommen”.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine öffentliche Preisliste. Wer ein Budget plant, kommt am Vertriebsgespräch nicht vorbei. Das ist im Enterprise-Segment branchenüblich, aber für Mittelständler, die Tools transparent vergleichen wollen, eine spürbare Hürde. Im Schichtplanungs-Markt sind ATOSS und Quinyx pricing-transparenter.
Komplexes Onboarding mit Qualifikationsmatrix-Vorarbeit. Bevor shyftplan überhaupt sinnvoll planen kann, muss die Qualifikationsmatrix vollständig digitalisiert vorliegen — wer darf was, welche Zertifikate laufen wann ab, welche Mindestbesetzung gilt pro Qualifikation pro Schicht. Diese Vorarbeit ist Domänenarbeit, nicht Softwarearbeit, und kostet bei mittelgroßen Betrieben erfahrungsgemäß 4–8 Wochen. Wer das unterschätzt, kommt nie in den produktiven Betrieb.
Für Kleinbetriebe überdimensioniert. Unter 50 Schichtmitarbeitenden ist das Aufwand-Nutzen-Verhältnis schwer rechtfertigbar. Die Lizenz mag noch erschwinglich sein, aber der Implementierungsaufwand und die Komplexität des Systems sind für ein kleines Team zu hoch — Deputy, Papershift oder eine schlichte Schichtplan-App liefern hier mehr Wert pro Euro.
Betriebsratsthematik braucht Vorlauf. Schichtplanungssysteme sind nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG mitbestimmungspflichtig — der Betriebsrat muss zustimmen. shyftplan ist hier kein Problem (im Gegenteil, es bietet aktiv Begleitung), aber wer die BR-Einbindung erst nach Vertragsabschluss startet, riskiert Verzögerungen von mehreren Monaten. Frühe Einbindung ist Pflicht, kein Optional.
Algorithmische Erklärbarkeit ist begrenzt. Wenn der KI-Algorithmus einen Schichtplan vorschlägt, ist nicht immer klar, warum genau dieser Plan und nicht ein anderer optimal ist. Das ist ein typisches LLM-/Optimierungs-Tool-Problem, aber in einem Umfeld mit Tarifvertrag und Betriebsrat ein potenzielles Konfliktthema — Planende sollten den Vorschlag immer prüfen und können nicht jeden Schritt rekonstruieren.
Schwerer Wechsel zu Konkurrenz. Ist die Qualifikationsmatrix einmal in shyftplan modelliert und die SAP-Integration eingerichtet, wird ein späterer Wechsel zu Quinyx, ATOSS oder einer SAP-Eigenlösung aufwendig. Wer einsteigt, sollte einen mehrjährigen Horizont planen und Datenexport-Möglichkeiten im Vertrag fixieren.
Spezialisierung = engerer Use-Case. shyftplan ist eine reine Workforce-Scheduling-Lösung — kein Recruiting, kein Onboarding, kein Performance-Management. Wer eine vollständige HR-Suite will, braucht zusätzlich Personio oder SAP SuccessFactors. Das ist konsequent (Spezialwerkzeug), aber im Multi-Tool-Setup ein zusätzlicher Integrationspunkt.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den deutschen Workforce-Management-Allrounder willst | ATOSS |
| In Gastronomie/Handel mit einfacher Schichtplanung arbeitest | Papershift oder Deputy |
| Internationale, mehrsprachige Lösung mit AI-Focus brauchst | Quinyx |
| Eine komplette HR-Suite suchst, nicht nur Schichtplanung | Personio (KMU) oder SAP SuccessFactors (Enterprise) |
| In US-/global aufgestelltem Konzern mit Workday-Setup arbeitest | Workday |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Ortec Workforce Management (niederländischer Spezialist für Verkehrs-/Logistikbetrieb), Veridian (skandinavischer Healthcare-Spezialist), UKG Pro (US-Schwergewicht mit europäischer Präsenz) und WorkSchedule.Net (kleinere US-Alternative). Für deutsche Industrieunternehmen mit komplexer Schichtplanung bleibt shyftplan oft die naheliegende Wahl — gerade wegen des SAP-Bezugs und der Hosting-Garantie in Deutschland. Wer aus einer ATOSS-Installation kommt und mehr KI-Optimierung will, ist hier richtig.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo mit konkretem Vorbereitungs-Pack. Kontaktiere shyftplan über shyftplan.com für eine Produktdemo. Bereite vor: Anzahl Schichtmitarbeitende, Anzahl Qualifikationsstufen, aktuelle Planungslösung (Excel, ATOSS, andere), vorhandenes SAP/DATEV-System und Status der Betriebsrats-Strukturen. Letzteres ist wichtig — shyftplan empfiehlt frühe Betriebsratseinbindung und bietet dafür Begleitung, weil Schichtplanung mitbestimmungspflichtig ist.
Schritt 2: Qualifikationsmatrix digitalisieren. Die Kernarbeit vor Go-Live ist nicht Softwarearbeit, sondern Domänenarbeit: Wer darf was? Welche Zertifikate (Schweißprüfung, Anlagenführer, Kran-Schein, Erste Hilfe, Brandschutzhelfer) laufen wann ab? Welche Mindestbesetzung gilt pro Qualifikation pro Schicht? Welche Tarifregeln und Betriebsvereinbarungen müssen abgebildet werden? Erfahrungsgemäß braucht das bei einem mittelgroßen Betrieb 4–8 Wochen mit aktiver Beteiligung von HR, Produktion und Betriebsrat.
Schritt 3: Pilot in einer Abteilung über 6–8 Wochen. Statt das ganze Unternehmen zu migrieren, beginne mit einer Abteilung oder Schichtgruppe. Der KI-Vorschlag wird von Planenden geprüft und freigegeben — das ist kein autonomes System, sondern ein Vorschlagssystem mit menschlicher Freigabe. Erfasse während der Pilotphase systematisch: Planungszeit pro Schicht, Quote regelkonformer Pläne, Mitarbeiter-Akzeptanz, technische Stabilität. Erst nach erfolgreicher Pilotauswertung Rollout auf alle Schichten — und auch dann gestaffelt nach Abteilungen.
Ein konkretes Beispiel
Siemens Energy führte shyftplan ab Oktober 2020 zunächst am Standort Berlin ein, gefolgt von Nürnberg und Mülheim an der Ruhr. Vor der Einführung war die Schichtplanung in Excel verwaltet: jede Woche mehrere Stunden Pflege pro Standort, jede Krankmeldung eine Rekonfiguration, jede Qualifikationsänderung manuelle Nachpflege. Mit shyftplan wurde der gesamte Workflow umgestellt: Die Qualifikationsmatrix aller Schichtmitarbeitenden liegt zentral, der Algorithmus schlägt einen Wochenplan vor, Planende prüfen und geben frei. Die Planungszeit sank um bis zu 70 Prozent, 98 Prozent der Mitarbeitenden bewerteten shyftplan als Verbesserung gegenüber dem Vorprozess — beides Werte aus der publizierten Siemens-Case-Study. Wichtig: Der Erfolg setzt voraus, dass die Vorbereitungs-Phase (Qualifikationsmatrix, Betriebsrats-Beteiligung, Pilot-Auswertung) sauber durchlaufen wurde — bei oberflächlichem Onboarding entstehen statt Einsparungen Friktionen.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. shyftplan hostet in deutschen Rechenzentren mit DSGVO-konformer Architektur.
- Datennutzung: Mitarbeiterdaten werden ausschließlich zur Schichtplanung verarbeitet, nicht zum Modelltraining ohne explizite vertragliche Vereinbarung.
- Compliance-Zertifikate: ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert. Beides relevante Standards für Konzerneinkauf und IT-Security-Reviews.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardbestandteil aller Verträge, in Deutsch.
- Mitbestimmungspflicht: Schichtplanungssysteme sind nach § 87 Abs. 1 Nr. 2 BetrVG mitbestimmungspflichtig — der Betriebsrat muss der Einführung zustimmen. shyftplan bietet aktive Begleitung im BR-Einbindungsprozess.
- Algorithmische Entscheidungen: Auch wenn der KI-Algorithmus Pläne vorschlägt, bleibt die Entscheidung bei einem menschlichen Planer. Damit ist Art. 22 DSGVO (Verbot ausschließlich automatisierter Entscheidungen) sauber gelöst — vorausgesetzt, die Freigabe-Praxis wird gelebt und dokumentiert.
- Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Industrie- und Energieunternehmen ist shyftplan datenschutzrechtlich solide aufgestellt. Eine Datenschutz-Folgenabschätzung lohnt sich, wenn Bewegungsdaten oder Gesundheitsdaten (Schwerbehinderung, Schichtprüfung) eine größere Rolle spielen.
Gut kombiniert mit
- SAP SuccessFactors — wenn die HR-Suite bereits aus SAP kommt, ist shyftplan der spezialisierte Schichtplanungs-Layer obendrauf. Die native Partnerschaft sorgt für saubere Datensynchronisation ohne Middleware-Bastelei.
- Personio — im KMU-Setup deckt Personio Recruiting, Onboarding, Personalakte und Abrechnung ab; shyftplan ergänzt die Schichtplanungs-Komplexität. Schnittstelle möglich, aber kein Out-of-the-box-Stack — Integration ist zu planen.
- ATOSS — in vielen größeren deutschen Industriebetrieben ist ATOSS bereits installiert (Zeitwirtschaft, Anwesenheitserfassung). shyftplan kann dann gezielt für die Schichtplanungs-Optimierung daneben gesetzt werden, mit ATOSS als Datenquelle für die Ist-Daten.
Unser Testurteil
shyftplan verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eine der wenigen ernsthaften deutschen Lösungen für KI-gestützte Schichtplanung in komplexen Produktionsumfeldern — mit messbarem Wirkungsnachweis, solider Compliance, Hosting in Deutschland und einer beeindruckenden Liste an Referenzkunden quer durch die deutsche Industrie. Den fünften Stern verliert die Plattform durch: 1) intransparente Preisgestaltung, 2) hohen Vorbereitungsaufwand bei der Qualifikationsmatrix-Digitalisierung, 3) Komplexität, die für Kleinbetriebe überdimensioniert ist, und 4) eine algorithmische Erklärbarkeit, die im BR-Umfeld manchmal nachgefragt werden muss. Für Konzerne und Industrie-KMU mit Schichtkomplexität ist shyftplan trotzdem in der Top-3-Engere-Auswahl in jeder seriösen Marktanalyse.
Was wir bemerkt haben
- Oktober 2020 — Siemens Energy startete die Einführung am Standort Berlin, gefolgt von Nürnberg und Mülheim an der Ruhr. Diese Referenz wurde zum öffentlichen Ankerprojekt für shyftplan und ist seither in Verkaufsgesprächen ein zentrales Argument — 70 % Planungszeit-Reduktion und 98 % Mitarbeiterzufriedenheit sind Zahlen, die in der Workforce-Management-Branche selten so publiziert werden.
- 2022–2024 — Schrittweise Erweiterung der Kundenbasis auf weitere große Industrieunternehmen (Bosch, ZF, Mercedes, Miele, Krones). Damit positioniert sich shyftplan zunehmend als Standard für die deutsche Industrie-Schichtplanung — nicht nur in Energie/Versorgung, sondern auch in der Fertigung.
- 2024 — Ausweitung auf Hospitality (Hilton, McDonald’s). Das ist eine bemerkenswerte Strategie-Ausdehnung — vom industriellen Spezialisten zum Multi-Branchen-Anbieter. Das birgt Chancen, aber auch Risiken einer thematischen Verwässerung.
- 2025 — Vertiefung der SAP-SuccessFactors-Partnerschaft. shyftplan positioniert sich zunehmend als bevorzugter Schichtplanungs-Add-on für SAP-HR-Kunden — das macht den Anbieter in SAP-zentrierten Häusern fast unausweichlich.
- 2025–2026 — Compliance-Profil ausgebaut: ISO 27001 und SOC 2 Type II Zertifizierungen werden prominent kommuniziert. Das ist im Enterprise-Einkauf zunehmend kein Plus mehr, sondern eine Voraussetzung — wer das nicht hat, fällt aus dem Beauty Contest.
- Mai 2026 — Eine öffentliche Preisliste fehlt weiterhin. Im Mittelstand ist das ein Hindernis für die Voreinschätzung, im Enterprise-Segment branchenüblich. Wer evaluiert, sollte parallel ATOSS und Quinyx anfragen, um realistische Markt-Benchmarks zu haben — shyftplan hat im Vertrieb wenig Verhandlungs-Druck, wenn keine echten Alternativangebote vorliegen.
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