Circula
Circula GmbH
Deutsches Spesenmanagement-Tool speziell für den DACH-Markt. Vollständig GoBD-konform, deutschsprachiger Support, Server in Deutschland. Erkennt automatisch Duplikate, Policy-Verstöße und ungewöhnliche Muster in Spesenabrechnungen. Besonders geeignet für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen und DATEV-Integration.
Kosten: Basic ab ca. 8,50 €/Nutzer/Monat (12-Monats-Vertrag), Professional und Enterprise auf Anfrage. Pauschaltarife für kleine Teams verfügbar.
Stärken
- Server und Datenverarbeitung ausschließlich in Deutschland — keine Daten in US-Cloud
- Native DATEV-Integration — Export direkt in Steuerberater-Software
- GoBD-konform und deutschsprachiger Support mit Steuerberatungs-Know-how
- Automatische Erkennung von Duplikaten und Policy-Verstößen bei der Einreichung
- Mobil-App mit OCR-Belegerfassung und automatischer Kategorisierung
Einschränkungen
- Weniger internationale Sprachunterstützung als globale Konkurrenten
- KI-Betrugserkennung weniger ausgereift als bei Rydoo Smart Audit oder SAP Concur
- Integration mit US-CRM-Systemen (Salesforce, HubSpot) erfordert Aufwand
Passt gut zu
Kurzfazit
Circula ist die ernstzunehmende DACH-Antwort auf SAP Concur: deutsches Hosting, native DATEV-Anbindung, GoBD-Zertifizierung und ein modernes Interface, das nicht aussieht wie Enterprise-Software aus den 2000ern. Die KI-Funktionen — OCR, Duplikat- und Policy-Prüfung, automatische Buchungsvorschläge — sind solide und sparen dem Finanzteam reale Stunden, kommen aber nicht an die Tiefe der Smart-Audit-Modelle globaler Anbieter heran. Für deutsche Unternehmen zwischen 20 und 1.000 Mitarbeitenden mit Steuerberater-Workflow ist Circula die naheliegende Wahl. Wer global tausende Reisen pro Monat abrechnet oder ausgeklügelte Betrugsmuster erkennen muss, bleibt bei Concur oder Rydoo.
Für wen ist Circula?
Deutscher Mittelstand mit DATEV-Workflow: Wenn dein Steuerberater oder deine interne Buchhaltung mit DATEV arbeitet, sparst du dir mit Circula den klassischen Excel-Belegberg. Der Export geht direkt in die Buchhaltung — ohne CSV-Bastelei.
Compliance-getriebene Branchen: Anwaltskanzleien, Steuerberatungen, Gesundheitswesen, öffentliche Hand. Überall dort, wo deutsches Hosting nicht „nice to have”, sondern Vergabe- oder Aufsichtskriterium ist.
Teams mit hoher Reisetätigkeit im DACH-Raum: Außendienst, Beratungen, Vertrieb. Pauschalen, Verpflegungsmehraufwand und Übernachtungssätze sind im deutschen Steuerrecht hinterlegt — Circula rechnet automatisch korrekt.
Wachsende Startups, die Pleo-Komfort wollen, aber GoBD brauchen: Die Karten- und App-Experience ist auf Augenhöhe mit modernen europäischen Spesentools, nur mit deutschem Compliance-Anker.
Weniger geeignet für: Konzerne mit globaler Reisepolicy in 30+ Ländern (Concur passt besser), Solo-Selbstständige (zu teuer für eine Person, da nutzt sich ein einfacher Beleg-Scanner besser), und Teams, die ihre Spesen tief in Salesforce oder NetSuite verzahnen wollen — die Konnektoren existieren, sind aber kein Schwerpunkt.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Für wen |
|---|---|---|
| Basic | ab ca. 8,50 €/Nutzer/Monat (12-Monats-Vertrag) | Kleine Teams, Standard-Spesen |
| Professional | auf Anfrage | Mittelstand mit erweiterten Workflows, Pauschalen, Multi-Approver |
| Enterprise | auf Anfrage | Große Teams, individuelle Compliance, SSO, dediziertes Onboarding |
| Circula Pay (Karte) | optional, transaktionsbasiert | Firmenkarten mit automatischer Belegzuordnung |
Einordnung: Mit 8,50 € pro Nutzer und Monat liegt Circula im europäischen Mittelfeld — günstiger als SAP Concur (oft 12–18 € effektiv inkl. Travel-Module), teurer als reine Beleg-Scanner. Der 12-Monats-Vertrag ist Standard, monatliche Kündigung gibt es typischerweise nicht. Wer mit weniger als 10 Nutzenden startet, sollte aktiv nach Pauschal-Konditionen fragen — die Listenpreise sind nicht in Stein gemeißelt. Pay-Karte und Mileage-Tracking kosten extra.
Stärken im Detail
Deutsches Hosting ist real, nicht Marketing. Server stehen in Deutschland, Datenverarbeitung läuft nach deutschem Recht, AVV ist Standard und nicht Verhandlungsposition. Für Branchen mit Aufsichtsanforderungen ist das ein Türöffner, der globalen Anbietern fehlt.
DATEV-Integration als nativer Workflow, nicht als Export-Krücke. Buchungssätze landen direkt im Format, das dein Steuerberater erwartet. Das spart pro Monat real 1–3 Stunden manueller Übertragung — bei 50 Mitarbeitenden rechnet sich das Tool allein über diese Zeit.
KI-Funktionen sinnvoll fokussiert. Beleg-OCR liest Betrag, Datum, Händler und MwSt. zuverlässig aus, auch bei zerknitterten Tankquittungen. Die Duplikatprüfung erkennt doppelt eingereichte Belege über Zeiträume und Reisende hinweg. Die Plausibilitätsprüfung markiert Einreichungen, die gegen eure Policy verstoßen — etwa Belege ohne Quittung über Freigrenzen oder doppelte Übernachtungen am gleichen Datum.
Mobile-First-App, die Mitarbeitende tatsächlich nutzen. Beleg fotografieren, abschicken, fertig. Das ist banal, aber genau hier scheitern viele Spesentools: zu viele Klicks, zu viele Pflichtfelder. Circulas App ist auf Erfassung in unter 30 Sekunden ausgelegt.
Pauschalen-Engine für deutsches Reiserecht. Verpflegungsmehraufwand, Übernachtungspauschalen, Auslandstagessätze sind aktuell hinterlegt und werden bei Steueränderungen automatisch nachgezogen. Das nimmt Diskussionen mit dem Finanzamt vorweg.
Schwächen ehrlich betrachtet
KI-Betrugserkennung ist solide, aber kein Smart Audit. Wer von SAP Concur oder Rydoo kommt, vermisst die feingranulare Anomalie-Erkennung über Mitarbeiter-Profile hinweg. Circula prüft regelbasiert und mit Pattern-Matching — die Ebene „Dieser Mitarbeiter weicht systematisch in seinem Restaurantverhalten ab” leistet das System nicht.
Internationale Reichweite ist begrenzt. Das Produkt ist auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar, aber Workflows, Belege und Pauschalentabellen sind primär auf DACH ausgelegt. Wer in 20 Ländern abrechnet, stößt an Grenzen.
Konnektoren-Ökosystem ist überschaubar. Personio, DATEV, TravelPerk, Workday, Google Calendar — solide DACH-Standard. Wer in Salesforce, HubSpot oder NetSuite tiefe Verzahnung sucht, baut über Webhooks oder API selbst, was bei Concur out-of-the-box käme.
Listenpreise sind nicht transparent öffentlich. Professional und Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Das ist Industriestandard, nervt aber bei Vergleichsrecherche und macht Budgetplanung im Vorfeld schwer.
Vertragsbindung 12 Monate. Wer Circula nur testen will, sollte die Demo- und Trial-Phase ausreizen, weil die produktive Nutzung typischerweise an einen Jahresvertrag gebunden ist.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du das willst | Nimm |
|---|---|
| Globalen Enterprise-Standard mit tiefer Smart-Audit-KI | SAP Concur |
| Rechnungseingang und Kreditorenbuchhaltung statt Spesen | Candis |
| Direkt in der Steuerberater-Software bleiben | DATEV |
Pleo (Kopenhagen) ist die naheliegende Alternative für moderne Karten-Experience mit Spesen-Workflow, hat aber schwächere DATEV-Tiefe als Circula. Spendesk und Yokoy zielen auf den europäischen Mittelstand mit ähnlicher Spend-Management-Logik. Mooncard kommt aus Frankreich mit Karten-Fokus. Wer reine OCR-Beleg-Scanner sucht, findet bei Expensify oder Klippa günstigere Lösungen — aber ohne deutsches Hosting und ohne Pauschalen-Engine.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich unter circula.com/de — der Einstieg ist kostenlos testbar. Erteile als erstes Zugriff für dein Finanzteam und definiere die Unternehmensrichtlinien (Tagessätze, Belegpflicht ab welchem Betrag, Genehmigungsstruktur).
Schritt 2: Verbinde Circula mit DATEV oder deiner Buchhaltungssoftware. Für DATEV-Nutzer ist der Export vollständig GoBD-konform und direkt verarbeitbar — kein manueller CSV-Import. Lege außerdem deine Kostenstellen und Sachkonten an, damit die KI-Vorschläge direkt korrekt buchen.
Schritt 3: Lade Mitarbeitende per App ein. Belege werden per Kamerascan erfasst, OCR liest Betrag, Datum und Händler aus, das System kategorisiert automatisch und prüft gegen eure Policy — alles vor dem ersten Klick des Buchhalters. Plane die ersten zwei Wochen aktives Nachfassen ein, damit alle die App auch tatsächlich auf dem Diensthandy installieren.
Ein konkretes Beispiel
Eine mittelständische Steuerberatungskanzlei in München mit 45 Mitarbeitenden setzt Circula ein, weil der Steuerberater ausschließlich DATEV nutzt. Die direkte Export-Schnittstelle spart 2 Stunden manuellen Datentransfers pro Monat. Die automatische Policy-Prüfung markiert monatlich 4–6 Einreichungen, die die 50-Euro-Belegrenze ohne Quittung überschreiten — ein Punkt, der bisher regelmäßig im Jahresabschluss aufgefallen war. Nach sechs Monaten meldet die Geschäftsführung: Die Bearbeitungszeit pro Spesenabrechnung ist von 9 auf 2 Minuten gefallen, und der Anteil verspätet eingereichter Belege liegt bei unter 5 Prozent — vorher waren es regelmäßig 20 bis 30 Prozent am Monatsende.
DSGVO & Datenschutz
- Hosting: Server und Datenverarbeitung ausschließlich in Deutschland (Frankfurt-Region).
- Auftragsverarbeitung: Standard-AVV nach Art. 28 DSGVO ist Bestandteil des Vertrags, keine Sonderverhandlung nötig.
- GoBD-Zertifizierung: Bestätigt durch deutsche Wirtschaftsprüfer — Belege werden revisionssicher und unveränderbar archiviert.
- Datennutzung: Keine Auswertung der Beleg-Daten zu Trainingszwecken für KI-Modelle. OCR läuft auf intern betriebener Infrastruktur, nicht über US-Cloud-APIs.
- Datenexport und Löschung: Vollständiger Datenexport jederzeit möglich, Löschung nach gesetzlicher Aufbewahrungsfrist (10 Jahre für Belege) automatisch oder auf Antrag.
- Empfehlung Enterprise: Für regulierte Branchen mit BAIT, KRITIS oder ähnlichen Anforderungen lohnt das Gespräch über Enterprise-Konditionen, die zusätzliche SLAs und Audit-Berichte beinhalten.
Gut kombiniert mit
DATEV: Der natürliche Buchhaltungs-Endpunkt. Circula liefert Belege und Buchungsvorschläge GoBD-konform, DATEV verarbeitet weiter — ohne Medienbruch.
Candis: Während Circula die Mitarbeiter-Spesen abdeckt, übernimmt Candis Eingangsrechnungen und Kreditorenbuchhaltung. Beide Tools zusammen decken das Belegmanagement eines Mittelständlers fast vollständig ab — Spesen plus Lieferantenrechnungen.
Personio: Wer ohnehin auf Personio als HR-Plattform setzt, integriert Circula direkt — neue Mitarbeitende werden automatisch angelegt, Austritte deaktiviert. Das spart Onboarding-Aufwand und schließt eine häufige Compliance-Lücke (Ex-Mitarbeitende mit aktiven Konten).
Unser Testurteil
4 von 5 Sternen. Circula ist eines der wenigen Tools, das deutschen Mittelstand wirklich verstanden hat: GoBD, DATEV, Pauschalen, deutsche Server, deutsche Sprache, deutscher Support. Die KI-Funktionen sind solide und sparen reale Zeit, ohne mit Smart-Audit-Buzzwords zu prahlen. Den fünften Stern kostet vor allem die im internationalen Vergleich noch begrenzte Tiefe der KI-Betrugserkennung und das überschaubare Konnektoren-Ökosystem jenseits der DACH-Standards. Für die Zielgruppe — deutsche KMU mit Steuerberater-Workflow — ist Circula trotzdem die naheliegende und ehrliche Empfehlung.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026 — Basic-Plan steht laut Vergleichsportalen weiterhin bei rund 8,50 €/Nutzer/Monat (12-Monats-Vertrag). Pricing für Professional und Enterprise wird konsequent nur auf Anfrage kommuniziert — Listenpreise sind nicht öffentlich.
- 2025 — Nutzerbewertungen (Q1/Q2 2025) verzeichnen spürbare UI- und App-Performance-Verbesserungen sowie ausgebauten Pauschalen-Workflow. Keine größeren Preisanpassungen kommuniziert.
- Beobachtung: DATEV-Partnerschaft ist seit Jahren etabliert — Circula ist eine der von DATEV explizit empfohlenen Reisekosten-Lösungen. Das ist im DACH-Mittelstand ein nicht zu unterschätzender Vertriebs- und Vertrauenskanal.
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