sevDesk
sevDesk GmbH
Deutsche Cloud-Buchhaltungssoftware mit KI-gestützter Belegerfassung per Smartphone-Foto, Online-Banking-Integration und DATEV-Export für Steuerberater. Speziell für Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen in Deutschland konzipiert.
Kosten: Kostenlos (3 Rechnungen/Monat); Rechnung ab 11,90 EUR/Monat; Buchhaltung ab 25,90 EUR/Monat; Buchhaltung Pro ab 34,90 EUR/Monat (jeweils monatlich kündbar)
Stärken
- KI-Beleglese: Foto der Quittung → Betrag, Datum und Kategorie werden automatisch erkannt und vorgebucht
- DATEV-Export für nahtlose Zusammenarbeit mit dem Steuerberater — spart typisch 20–40 % Steuerberaterkosten
- EU-Datenhosting auf deutschen Servern — DSGVO-konform ohne Kompromisse
- Kostenloses Basispaket für bis zu 3 Rechnungen/Monat — echter Einstieg ohne Kreditkarte
- Online-Banking-Integration mit 4.000+ Banken für automatischen Kontoabgleich
Einschränkungen
- KI-Kategorisierung noch nicht perfekt — bei ca. 15 % der Belege ist manuelle Korrektur nötig
- Für komplexe Buchhaltung (Lagerverwaltung, Projektkostenrechnung, GmbH mit Jahresabschluss) zu begrenzt
- Kein vollständiges ERP — Lager, Produktion oder Personalverwaltung sind nicht integriert
- Buchhaltungs-Plan (25,90 EUR/Monat) im Vergleich zu Lexware Office etwas teurer für gleichwertigen Funktionsumfang
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du bist Freiberufler oder Selbstständiger und willst Buchhaltung so einfach wie möglich halten
- Du fotografierst lieber Belege mit dem Smartphone als Tabellen zu pflegen
- Dein Steuerberater arbeitet mit DATEV und du willst Belege digital übergeben
- Datenschutz ist dir wichtig — du willst keine US-Hosting-Risiken eingehen
Wann nein
- Du brauchst internationale Buchhaltung mit Fremdwährungen oder mehreren Ländern
- Dein Unternehmen hat mehr als 50 Mitarbeiter oder komplexe Buchhaltungsanforderungen
- Du brauchst ein ERP mit Lagerverwaltung, Projektkostenrechnung oder Personalverwaltung
- Du suchst die günstigste Option — Lexware Office S startet bei 7,90 EUR/Monat
Kurzfazit
sevDesk macht Buchhaltung für Selbstständige so einfach wie möglich — und das gelingt ihm gut. Die Stärke liegt in der mobilen Belegerfassung per Foto und der nahtlosen DATEV-Übergabe an den Steuerberater. Wer Rechnungen schreiben und Belege verwalten will, ohne zum Buchhaltungsexperten werden zu müssen, ist hier gut aufgehoben. Für komplexere Anforderungen — mehrere Gesellschaften, Lager, umfangreiche Auswertungen — stößt sevDesk an Grenzen. Der direkte Vergleich mit Lexware Office lohnt sich immer.
Für wen ist sevDesk?
Freiberufler und Selbstständige: Der typische sevDesk-Nutzer ist Grafikdesigner, IT-Consultant, Trainer oder Berater — jemand, der 5–30 Rechnungen pro Monat schreibt, regelmäßig Betriebsausgaben hat und mit einem Steuerberater zusammenarbeitet. Das kostenlose Paket reicht für den Start, der Buchhaltungs-Plan für die tägliche Praxis.
Gründer in der Startphase: Das kostenlose Paket mit 3 Rechnungen/Monat ist ideal für den ersten Monat nach der Gründung. Keine Kreditkarte, kein Risiko — und wenn das Volumen steigt, wechselt man einfach in den bezahlten Plan.
Kleinunternehmen mit Steuerberater: Wer monatlich alle Buchungsdaten digital an den Steuerberater übergeben will — ohne Schuhkarton mit Belegen — profitiert vom DATEV-Export und der automatischen Belegerfassung erheblich. Die Steuerberater-Kosten sinken typischerweise, weil vorbereitete, geordnete Daten weniger Aufwand bedeuten.
Weniger geeignet für: Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern, GmbHs mit komplexem Jahresabschluss, Unternehmen mit Lagerhaltung oder Projektkostenrechnung. Hier braucht man entweder ein vollwertiges ERP oder direkten DATEV-Zugang.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Kostenlos | 0 EUR/Monat | 3 Rechnungen/Monat, ZUGFeRD und XRechnung, unbegrenzte Kontakte und Produkte |
| Rechnung | 11,90 EUR/Monat | Unbegrenzte Rechnungen und Angebote, DATEV/ADDISON-Integration, eigenes Briefpapier, Mahnungen |
| Buchhaltung | 25,90 EUR/Monat | Alles aus Rechnung + einfache/doppelte Buchführung, KI-Belegerfassung, UStVA, EÜR, Banking-Integration (4.000+ Banken) |
| Buchhaltung Pro | 34,90 EUR/Monat | Alles aus Buchhaltung + Kostenstellen, REST-API, Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) |
Einordnung: Der kostenlose Plan ist kein Marketing-Gimmick — 3 Rechnungen/Monat reichen für Gründer im ersten Monat. Für regulären Betrieb braucht man mindestens den Rechnung-Plan (11,90 EUR). Wer KI-Beleglese und Bankabgleich will — das sind die zentralen Zeitsparer — muss zum Buchhaltungs-Plan (25,90 EUR) greifen. Im Vergleich: Lexware Office bietet ab 7,90 EUR/Monat Rechnungen und ab 21,90 EUR/Monat vergleichbare Buchhaltungsfunktionen. Beide monatlich kündbar.
Stärken im Detail
Die KI-Beleglese ist der größte Zeitsparer. Quittungen und Eingangsrechnungen per Smartphone-Foto hochladen — Betrag, Datum, Lieferant und Kategorie werden automatisch erkannt und als Buchungsvorschlag angelegt. Bei ca. 85 % der Belege stimmt das auf Anhieb. Die restlichen 15 % korrigiert man in Sekunden am Desktop. Das eliminiert die wöchentliche “Zettelwirtschaft” komplett.
DATEV-Export ist keine Pflichtübung, sondern echter Mehrwert. Der Export im DATEV-Format bedeutet: Dein Steuerberater kann die Daten direkt in sein System übernehmen, ohne manuelle Nacherfassung. Keine Belege per E-Mail schicken, keine Fragen zu unlesbaren Quittungen. Das spart Zeit auf beiden Seiten — und der Steuerberater rechnet nach Zeitaufwand ab.
EU-Hosting mit deutschen Servern. sevDesk betreibt seine Infrastruktur in Deutschland und der EU. Für Unternehmen, die DSGVO-Compliance ernst nehmen oder in regulierten Branchen tätig sind, ist das ein echter Vorteil gegenüber US-basierten Tools.
Online-Banking-Integration ist nahtlos. 4.000+ Banken per HBCI/FinTS verbinden, Kontobewegungen täglich automatisch abrufen, Buchungsvorschläge per Klick bestätigen. Der Kontoabgleich, der früher eine Stunde pro Woche kostete, dauert jetzt 5 Minuten.
Schwächen ehrlich betrachtet
85 % KI-Treffsicherheit klingt gut — der Rest nervt. Bei 15 % der Belege liefert die KI eine falsche Kategorie oder erkennt Daten nicht korrekt. Bei 100 Belegen pro Monat sind das 15 manuelle Korrekturen — überschaubar, aber nicht null. Wer sehr strukturierte Belege (immer gleiche Lieferanten, klare Kategorien) hat, liegt näher bei 90 %. Wer unregelmäßige Ausgaben macht, näher bei 80 %.
Für komplexe Buchhaltung zu begrenzt. GmbHs mit Jahresabschluss, Unternehmen mit Lager oder mehr als 50 Mitarbeitern, Projektbuchhaltung — sevDesk ist hier nicht das richtige Tool. Das ist kein Fehler, sondern ein bewusstes Designentscheidung: sevDesk ist für Kleinunternehmer, nicht für mittelständische Buchhaltungsabteilungen.
Kein vollständiges ERP. Lager, Produktion, Personalabrechnung (Lohnbuchhaltung) sind nicht integriert. Wer das braucht, muss zusätzliche Tools kaufen oder zu einer ERP-Lösung wechseln.
Preisvergleich mit Lexware Office. Der Buchhaltungs-Plan (25,90 EUR) ist teurer als das vergleichbare Lexware Office L (21,90 EUR) — bei ähnlichem Funktionsumfang. Wer günstig starten will, sollte beide direkt testen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Günstiger einsteigen willst | Lexware Office (ab 7,90 EUR/Monat) |
| Direkt mit DATEV arbeiten willst (als Steuerberater) | DATEV |
| Eingangsrechnungen im Team freigeben willst | Candis |
| Ein vollständiges ERP für wachsende Unternehmen suchst | SAP oder Airtable als Hybrid |
sevDesk und Lexware Office sind direkte Wettbewerber — beide für die gleiche Zielgruppe. Die Wahl hängt oft von der Steuerberater-Präferenz ab: Manche Steuerberater bevorzugen das eine, manche das andere.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich kostenlos auf sevdesk.de — keine Kreditkarte nötig. Lege sofort deine Stammdaten an (Unternehmensname, Adresse, Steuernummer, USt-ID) und erstelle deine erste Rechnung. Das dauert unter 15 Minuten und zeigt dir direkt, ob die Oberfläche für dich funktioniert.
Schritt 2: Verknüpfe dein Geschäftskonto per Banking-Integration. sevDesk unterstützt HBCI/FinTS für 4.000+ Banken. Die erste Verbindung dauert 5 Minuten, danach werden Kontobewegungen täglich automatisch importiert. Teste die KI-Kategorisierung an deinen letzten 20 Transaktionen — so siehst du sofort, wie gut sie für deine typischen Ausgaben funktioniert.
Schritt 3: Richte den DATEV-Export für deinen Steuerberater ein. Frage deinen Steuerberater nach der DATEV-Beraternummer und gib sie in sevDesk ein. Statt Belege per E-Mail oder im Schuhkarton zu übergeben, exportierst du monatlich alle Buchungsdaten mit einem Klick im DATEV-Format. Die meisten Steuerberater honorieren das mit reduzierten Stundensätzen für Buchführung.
Ein konkretes Beispiel
Eine freiberufliche UX-Designerin aus München schreibt monatlich 10–15 Rechnungen und hat regelmäßige Betriebsausgaben (Software-Abos, Fachliteratur, Reisen, Arbeitsmittel). Sie fotografiert alle Quittungen direkt nach dem Kauf mit der sevDesk-App. Die KI bucht 87 % der Belege automatisch korrekt vor — die restlichen 13 % korrigiert sie in ca. 5 Minuten pro Woche am Laptop. Am Monatsende exportiert sie alle Daten per DATEV an ihre Steuerberaterin. Das hat die monatliche Steuerberater-Rechnung von 160 EUR auf 85 EUR gesenkt — die Software hat sich damit mehrfach refinanziert.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland und EU — keine US-Datenweitergabe
- Server-Standort: Rechenzentren in Deutschland (EU-Infrastruktur)
- AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag): Standardmäßig verfügbar, im Rahmen der Nutzungsbedingungen eingeschlossen
- GoBD-Konformität: sevDesk ist GoBD-konform — Belege sind revisionssicher archiviert
- Datenlöschung: Auf Anfrage jederzeit möglich
- Empfehlung: Für Steuerberater, Anwälte und andere Berufe unter Berufsgeheimnis ist deutsches Hosting relevant — sevDesk erfüllt diese Anforderung. Vor Einsatz für mandantenbezogene Daten (z.B. als Dienstleister für Dritte) den konkreten Einsatzfall mit einem Datenschutzbeauftragten klären.
Gut kombiniert mit
- Lexware Office — direkter Konkurrent, aber: Wer mit mehreren Freelancern zusammenarbeitet, bei denen manche sevDesk, manche Lexware nutzen, kann DATEV-Export als gemeinsamen Nenner nutzen
- DATEV — sevDesk exportiert direkt ins DATEV-Format; Steuerberater, die DATEV nutzen, können Mandantendaten ohne manuelle Eingabe übernehmen
- Candis — für Teams mit höherem Belegvolumen: Candis ergänzt sevDesk um strukturierte Freigabe-Workflows und mehrstufige Genehmigungsprozesse für Eingangsrechnungen
Unser Testurteil
sevDesk verdient 4 von 5 Sternen. Die App ist genuiner Mehrwert für Selbstständige und Kleinunternehmer — die KI-Beleglese und der DATEV-Export sparen spürbar Zeit und Geld. Deutsches Hosting, DSGVO-konform, kostenloser Einstieg: Das Gesamtpaket stimmt für die Zielgruppe. Einen Stern verliert es, weil Lexware Office für vergleichbare Anforderungen günstiger ist und der KI-Kategorisierung noch 15 % Fehlerquote anhaften. Wer die Wahl hat, sollte beide Tools in der kostenlosen Phase testen.
Was wir bemerkt haben
- Januar 2025 — Die E-Rechnungspflicht in Deutschland ist in Kraft getreten: Ab 2025 müssen B2B-Unternehmen elektronische Rechnungen empfangen können, ab 2027 auch senden. sevDesk hat ZUGFeRD und XRechnung bereits im kostenlosen Plan integriert — ein echter Vorteil gegenüber Tools, die das nur im Bezahltarif anbieten.
- 2024 — Zeitlich begrenzte Rabattaktionen von bis zu 50 % auf alle Tarife wurden mehrfach kommuniziert. Wer nicht eilt, lohnt es sich, auf eine solche Aktion zu warten, bevor man ein Jahresabo abschließt.
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