plano WFM
plano solutions GmbH (Allegion)
Deutsche Workforce-Management-Plattform aus Ilmenau, seit 2023 Marke des US-Konzerns Allegion. Kern ist eine KI-gestützte Bedarfsprognose, die aus historischen Daten den Personalbedarf vorhersagt, plus ein KI-Optimierungsalgorithmus, der daraus faire, tarif- und gesetzeskonforme Dienstpläne erstellt. Breit aufgestellt über Branchen, stark im öffentlichen Dienst, Gesundheitswesen, Contact-Center, Handel und Luftfahrt. Über 1 Mio. Nutzer bei mehr als 350 Organisationen in 33 Ländern.
Kosten: Preise auf Anfrage; Enterprise-Lizenzmodell abhängig von Nutzeranzahl, Modulen und Betriebsmodell (Cloud oder On-Premise). Kein öffentlich einsehbarer Tarif.
Kategorien
Stärken
- KI-Bedarfsprognose aus historischen Daten (Kundenaufkommen, Saison, Projekte, Verfügbarkeiten)
- KI-Optimierungsalgorithmus erstellt faire, optimierte Dienstpläne in Minuten, voll oder teilautomatisiert
- Eingebaute Compliance: Arbeitszeitgesetz, Ruhezeiten (11h), Pausenregelungen, Tarifverträge (TVöD u. a.)
- Tiefe Branchenkenntnis: öffentlicher Dienst, Gesundheitswesen, Contact-Center, Handel, Luftfahrt
- Mitarbeiter-Selfservice-Portal (myplano) für Wunschtage, Schichttausch, Urlaub, mobil
- Integration mit Schwestermarke Interflex (Zeitwirtschaft, Zutrittskontrolle, Besuchermanagement)
Einschränkungen
- Keine öffentlich einsehbaren Preise, Angebot nur auf Anfrage
- Mutterkonzern Allegion ist US-amerikanisch, DSGVO-Prüfung des AVV und der Datenflüsse ratsam
- Genaue Hosting-Region wird nicht öffentlich dokumentiert, vor Vertrag explizit erfragen
- Einführung ist ein Projekt (Wochen bis Monate), kein Self-Service, für sehr kleine Teams überdimensioniert
- Kein Selbstbedienungs-Einstieg zum Ausprobieren, alles läuft über Vertrieb und Demo
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du planst regelmäßig komplexe Schichten für mehr als 50 Mitarbeitende
- Dein Personalbedarf schwankt vorhersehbar (Saison, Tageszeit, Kundenaufkommen)
- Du bist an Tarifverträge und das Arbeitszeitgesetz gebunden und brauchst automatische Konformität
- Du willst eine etablierte Plattform mit echten Referenzen, nicht ein Startup-Produkt
Wann nein
- Du hast ein kleines Team (unter ~20 Personen) und willst eine günstige Self-Service-Lösung
- Du brauchst sofort transparente Preise ohne Vertriebsgespräch
- Dein Datenschutz schließt jeden US-Konzern als Anbieter kategorisch aus
- Du suchst eine reine Zeiterfassung ohne Einsatzplanung
Kurzfazit
plano WFM ist eine ausgereifte Workforce-Management-Plattform für Organisationen, die regelmäßig komplexe Schichten unter Tarif- und Gesetzesbindung planen müssen. Das Herzstück ist echte KI: Eine Bedarfsprognose schätzt aus historischen Daten den künftigen Personalbedarf, ein Optimierungsalgorithmus baut daraus in Minuten faire Dienstpläne, die Ruhezeiten, Pausenregelungen und Tarifverträge automatisch einhalten. plano ist nicht, wie oft kolportiert, primär ein Tool für Polizei und Feuerwehr, sondern breit aufgestellt: starke Referenzen im Gesundheitswesen (Vivantes), im Handel (HELLWEG, toom), in der Luftfahrt (Austrian Airlines) und im Contact-Center. Die Schwächen sind typisch für Enterprise-Software: keine öffentlichen Preise, ein Einführungsprojekt statt Self-Service, und seit 2023 ein US-amerikanischer Mutterkonzern (Allegion), der die DSGVO-Bewertung anspruchsvoller macht, als der deutsche Standort vermuten lässt.
Für wen ist plano WFM?
Große öffentliche Arbeitgeber: Behörden, Stadtämter und kommunale Betriebe mit 24/7-Diensten und TVöD/TV-L-Bindung sind eine Kernzielgruppe. plano kennt die einschlägigen Regeln und kann sie automatisch in der Planung durchsetzen, das spart den Teamleitungen das mühsame manuelle Gegenprüfen jeder Schicht gegen den Tarifvertrag.
Gesundheitswesen: Kliniken, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen mit rotierenden Drei-Schicht-Modellen, Qualifikationsnachweisen und kurzfristigen Ausfällen. Der Klinikkonzern Vivantes gehört zu den Referenzkunden, ein Hinweis darauf, dass plano auch sehr große, regulierte Personalkörper abbilden kann.
Contact-Center und Handel: Überall, wo der Personalbedarf vorhersehbar schwankt (Kundenaufkommen, Saison, Aktionswochen), spielt die KI-Bedarfsprognose ihre Stärke aus. Referenzen wie HELLWEG, toom und R+V zeigen die Reichweite über den öffentlichen Dienst hinaus.
Luftfahrt und Logistik: Komplexe, regulierte Schichtumgebungen mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit und Qualifikation. Austrian Airlines und Lokomotion gehören zum Kundenstamm.
Weniger geeignet für: Kleine Teams unter ~20 Personen (eine günstige Self-Service-Lösung wie Aplano oder Papershift ist hier passender), Betriebe, die sofort transparente Preise ohne Vertriebsgespräch brauchen, und Organisationen, deren Datenschutzrichtlinie einen US-Mutterkonzern grundsätzlich ausschließt.
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| plano Cloud | Auf Anfrage | SaaS-Betrieb durch plano, nutzerbasierte Lizenz, regelmäßige Updates inklusive |
| On-Premise / privat gehostet | Auf Anfrage | Betrieb in eigener oder vom Kunden gewählter Infrastruktur |
| Module | Aufpreis je Modul | Bedarfsprognose, Einsatzplanung, Zeitwirtschaft, Selfservice (myplano), Skill-Management u. a. |
| Einführung | Projektabhängig | Implementierung, Datenmigration, Konfiguration der Tarifregeln, Schulung |
Einordnung: plano veröffentlicht keine Preise, das ist im Enterprise-WFM-Segment Standard (auch ATOSS und shyftplan handhaben das so), aber für die Budgetplanung unbequem. Der Preis hängt von der Nutzerzahl, den gebuchten Modulen und dem Betriebsmodell ab; hinzu kommt ein Einführungsprojekt. Für eine erste Hausnummer solltest du mit einem fünfstelligen Jahresbetrag aufwärts rechnen, sobald mehrere Hundert Mitarbeitende und mehrere Module im Spiel sind. Wer nur eine schlanke Schichtplanung für ein kleines Team sucht, zahlt bei plano für Funktionen, die er nie nutzt, hier sind günstigere, transparent bepreiste Alternativen sinnvoller. Der Aufwand lohnt sich, sobald die Planungskomplexität (Tarif, 24/7, Qualifikationen, Prognose) den eigentlichen Engpass darstellt.
Stärken im Detail
KI-Bedarfsprognose, die echte Variablen versteht. plano leitet den künftigen Personalbedarf nicht aus Bauchgefühl ab, sondern aus historischen Mustern: Kundenaufkommen, saisonale Schwankungen, Projektzeitpläne, Verfügbarkeiten und Qualifikationen fließen ein. Das Ergebnis ist eine Prognose, die Spitzen vorhersieht, bevor sie zur Überstundenwelle werden, der eigentliche Mehrwert gegenüber rein manueller Planung.
Der Optimierungsalgorithmus nimmt die Drecksarbeit ab. Aus der Prognose und den Regeln baut ein KI-gestützter Algorithmus im Hintergrund faire, optimierte Dienstpläne, voll- oder teilautomatisiert, in Minuten statt Stunden. „Fair” ist dabei kein Marketingwort: Das System verteilt unbeliebte Schichten gleichmäßig und berücksichtigt Wünsche, soweit die Besetzung es zulässt.
Compliance ist eingebaut, nicht aufgesetzt. Arbeitszeitgesetz, 11-Stunden-Ruhezeiten, Pausenregelungen und Tarifverträge (TVöD ist explizit abgebildet) werden bei der Planerstellung automatisch eingehalten. Statt jeden Plan manuell gegen den Tarifvertrag zu prüfen, verhindert plano regelwidrige Schichten von vornherein, für tarifgebundene Arbeitgeber der größte Zeitspareffekt.
Echte Branchentiefe statt Universal-SaaS. plano bringt Vorkonfigurationen und Erfahrung aus dem öffentlichen Dienst, dem Gesundheitswesen, dem Handel und der Luftfahrt mit. Die Referenzliste, Vivantes, HELLWEG, toom, Austrian Airlines, R+V, belegt, dass die Plattform auch sehr große, regulierte Personalkörper trägt.
myplano holt die Mitarbeitenden ins Boot. Über das Selfservice-Portal reichen Mitarbeitende Wunschtage, Schichttausch und Urlaub mobil ein. Das senkt den Verwaltungsaufwand der Teamleitungen spürbar und erhöht die Akzeptanz, ein Plan, an dem die Belegschaft mitwirken kann, wird seltener angefochten.
Anschluss an das Interflex-Ökosystem. Als Schwestermarke von Interflex (ebenfalls Allegion) lässt sich plano mit Zeitwirtschaft, Zeiterfassung, Zutrittskontrolle und Besuchermanagement kombinieren. Für Organisationen, die ohnehin Interflex einsetzen, ist das ein durchgängiges System aus einer Hand.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine Preistransparenz. plano nennt keine Preise, weder online noch in Übersichtsform. Du musst durch ein Vertriebsgespräch und eine Demo, bevor du eine Hausnummer bekommst. Das ist branchenüblich, macht aber den schnellen Vergleich mit Wettbewerbern mühsam und schließt spontane Evaluierungen aus. Workaround: Vorab intern Nutzerzahl, gewünschte Module und Betriebsmodell festlegen, dann ein konkretes Angebot anfordern, und parallel bei einem transparent bepreisten Anbieter eine Vergleichszahl einholen.
US-Mutterkonzern trotz deutschem Standort. plano sitzt in Ilmenau, ist aber seit 2023 eine Marke des US-Konzerns Allegion PLC. Das heißt nicht automatisch, dass Daten in die USA fließen, aber es verschiebt die DSGVO-Bewertung: Ein US-Mutterunternehmen kann unter US-Recht (z. B. CLOUD Act) Zugriffsforderungen ausgesetzt sein. Wer im öffentlichen Dienst oder Gesundheitswesen plant, sollte den AVV, die genaue Hosting-Region und etwaige Drittlandtransfers explizit prüfen, statt sich auf „deutscher Anbieter” zu verlassen.
Hosting-Region nicht öffentlich dokumentiert. Die plano-Webseite nennt zwar „plano Cloud” als Betriebsmodell, dokumentiert aber weder den konkreten Rechenzentrumsstandort noch Zertifizierungen wie ISO 27001 öffentlich. Für regulierte Branchen ist das eine Lücke, die vor Vertragsabschluss schriftlich geschlossen werden muss.
Einführung ist ein Projekt. plano ist kein Tool, das du am Nachmittag ausprobierst. Datenmigration, Tarifregel-Konfiguration und Schulung dauern Wochen bis Monate. Das ist für die Zielgruppe (große, komplexe Organisationen) angemessen, aber wer schnell starten will, ist hier falsch.
Überdimensioniert für kleine Teams. Die Stärke von plano, Prognose, Optimierung, Compliance-Automatik, entfaltet sich erst bei echter Planungskomplexität. Ein Team von zehn Personen mit festen Schichten zahlt für Funktionen, die es nie braucht. Hier sind schlanke Lösungen klar überlegen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine etablierte deutsche Enterprise-WFM-Plattform mit langer Marktpräsenz willst | ATOSS |
| Industrielle Schichtplanung (Produktion, Schichtmodelle) brauchst | shyftplan |
| Eine günstige, transparent bepreiste Lösung für kleinere Teams willst | Aplano |
| Kleinere Betriebe ohne Großprojekt-Einführung planen willst | Papershift |
| Spezialisiert Sicherheits- und Wachdienste mit 24/7-Schichten planst | Securo-Planer |
Erwähnenswert ohne direkten Vergleich: Planday (Personalplanung mit HR-Schwerpunkt) und Workstaff (Event-Staffing) decken angrenzende Nischen ab. plano ist kein KMU-Tool und will es nicht sein, sein Platz ist bei großen, regulierten Organisationen, deren Hauptproblem die Komplexität der Planung ist, nicht der Preis pro Sitz. In dieser Liga ist ATOSS der naheliegendste direkte Vergleich.
So steigst du ein
Schritt 1: Kontakt über die plano-Webseite aufnehmen und einen Demo-Termin vereinbaren. Bring ins Vorgespräch konkrete Zahlen mit: Anzahl Mitarbeitende, Schichtmodelle, geltende Tarifverträge, vorhandene Personal- und Zeiterfassungssoftware und gewünschte Integrationen. Davon hängen Angebot, Modulauswahl und Projektdauer ab. Frage in diesem Termin direkt nach Hosting-Region, AVV und ISO-Zertifizierung.
Schritt 2: In der Implementierungsphase (typisch Wochen bis Monate) werden historische Schicht- und Belastungsdaten eingespielt, Qualifikationsprofile angelegt und die Tarifregeln konfiguriert. Die KI-Bedarfsprognose braucht eine belastbare Datenhistorie, mindestens etwa 12 Monate Schichtdaten, damit saisonale Muster sauber erkannt werden.
Schritt 3: Rollout in Stufen: zuerst eine Organisationseinheit als Pilot, dann schrittweise Ausweitung. Das Selfservice-Portal myplano wird parallel eingeführt, damit Mitarbeitende Wünsche, Tausch und Urlaub von Anfang an mobil einreichen. Plane bewusst eine Lernphase ein, in der die KI-Vorschläge noch gegengeprüft werden, bevor du auf höhere Automatisierungsgrade umstellst.
Ein konkretes Beispiel
Ein kommunaler Klinikverbund mit rund 600 Pflegekräften im Drei-Schicht-Betrieb führt plano WFM ein. Vor der Umstellung erstellten die Stationsleitungen die Dienstpläne in Excel, pro Station vier bis sechs Stunden pro Monat, ständig korrigiert wegen Tarifverstößen und kurzfristigen Ausfällen. Nach der Einführung baut der Optimierungsalgorithmus die Grundpläne aus Bedarfsprognose, Qualifikationen und Verfügbarkeiten automatisch; die Stationsleitung passt nur noch Ausnahmen an. Die KI-Prognose meldet zudem den saisonalen Anstieg in der Grippewelle frühzeitig und schlägt rechtzeitig Aufstockung vor. Ergebnis nach sechs Monaten: Die monatliche Planungszeit pro Station sinkt von vier bis sechs Stunden auf unter eine Stunde, Tarifverstöße werden bereits bei der Planerstellung verhindert, und die Pflegekräfte reichen Wünsche über myplano selbst ein, statt sie der Stationsleitung zuzurufen. Die freigesetzte Zeit fließt zurück in die Patientenversorgung.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: plano solutions GmbH, An der Schloßmauer 2c, 98693 Ilmenau, seit 2023 eine Marke des US-Konzerns Allegion PLC.
- Datenhosting: „plano Cloud” als SaaS-Modell sowie On-Premise/privat gehostete Betriebsoption. Die konkrete Rechenzentrumsregion wird nicht öffentlich dokumentiert und muss vor Vertragsabschluss erfragt werden. Für DSGVO-kritische Organisationen ist die On-Premise-Variante der sicherste Weg.
- US-Konzernbindung: Der US-Mutterkonzern Allegion macht eine genaue Prüfung von Drittlandtransfers und möglichem Zugriff unter US-Recht (CLOUD Act) erforderlich. Der deutsche Standort allein ersetzt diese Prüfung nicht.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Bei einem deutschen WFM-Anbieter für öffentliche und Gesundheits-Kunden Standard, explizit anfordern und auf Drittlandklauseln prüfen.
- Zertifizierungen: ISO 27001 wird auf den eingesehenen Seiten nicht öffentlich ausgewiesen, direkt erfragen und sich nachweisen lassen.
- Empfehlung für Unternehmen: Für öffentlichen Dienst, Kliniken und Behörden vor Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, AVV und Hosting-Region schriftlich fixieren und, wo möglich, die On-Premise-Variante mit klar dokumentierter EU-Verarbeitung wählen.
Gut kombiniert mit
- Factorial HR, plano plant Schichten und Einsätze; eine HR-Suite wie Factorial verwaltet das Drumherum (Personalakte, Onboarding, Dokumente). Das eine ist Einsatzplanung, das andere Personaladministration, zusammen decken sie den HR-Alltag breiter ab.
- Timebutler, für Organisationseinheiten, die nur ein schlankes Abwesenheits- und Urlaubsmanagement brauchen, ohne die volle plano-Suite zu lizenzieren. Sinnvoll als ergänzendes Satelliten-Tool in kleineren Bereichen.
- ChatGPT, für die Kommunikation rund um die Planung: Entwürfe für Dienstvereinbarungen, Betriebsrats-Vorlagen, Mitarbeiter-Rundschreiben oder Schulungsunterlagen. plano liefert die Planung, der Sprachassistent die Texte dazu, keine sensiblen Personaldaten eingeben.
Unser Testurteil
plano WFM verdient 4 von 5 Sternen. Die KI ist hier kein aufgesetztes Etikett, sondern der Kern: Bedarfsprognose und Optimierungsalgorithmus lösen das eigentliche Problem großer, tarifgebundener Organisationen, komplexe, regelkonforme Pläne ohne stundenlange Handarbeit. Die Branchentiefe und die ernstzunehmende Referenzliste (Vivantes, Austrian Airlines, HELLWEG) belegen, dass die Plattform in der Praxis trägt. Den fünften Stern kosten drei Dinge: die fehlende Preistransparenz, die undokumentierte Hosting-Region und der US-Mutterkonzern Allegion, der die DSGVO-Bewertung für genau die Kernzielgruppe (öffentlicher Dienst, Gesundheitswesen) anspruchsvoller macht, als der deutsche Standort vermuten lässt. Für große, komplexe Schichtorganisationen, die ihre Datenschutz-Hausaufgaben machen, ist plano eine starke, ausgereifte Wahl, für kleine Teams ist es schlicht zu groß.
Was wir bemerkt haben
- 2023, plano wurde Marke des US-Konzerns Allegion PLC und unter der Identität „plano WFM” neu positioniert. Aus dem 2006 von Robert Schüler in einer Garage in Ilmenau gegründeten Anbieter ist damit Teil eines börsennotierten US-Konzerns geworden, eine Entwicklung, die für deutsche Datenschutz-Verantwortliche eine genauere Prüfung der Datenflüsse erforderlich macht, als die deutsche Herkunft nahelegt.
- Mai 2026, Die verbreitete Darstellung, plano sei primär ein Tool für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste, trifft den Markt nicht. Die prominentesten Referenzen liegen im Gesundheitswesen (Vivantes), Handel (HELLWEG, toom), in der Luftfahrt (Austrian Airlines) und im Contact-Center. plano ist ein breit aufgestellter WFM-Anbieter mit starker Präsenz im öffentlichen Dienst, nicht ein Nischenprodukt für Einsatzkräfte.
- Mai 2026, Weder Preise noch der konkrete Hosting-Standort sind öffentlich einsehbar. Wer plano evaluiert, muss beides aktiv über den Vertrieb erfragen, ein Punkt, der den schnellen Vergleich mit transparent bepreisten Wettbewerbern erschwert.
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