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inseyet

netzkontor nord GmbH & Fiber Experts GmbH (Joint Venture)

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Digitale Plattform für Glasfaser-Bauprojekte mit LiDAR-Vermessung per Smartphone und KI-gestützter Qualitätskontrolle der Abnahmedokumentation — entwickelt von netzkontor nord und Fiber Experts.

Kosten: Preise auf Anfrage — Lizenzmodell pro Projekt bzw. pro Nutzer; kein öffentliches Pricing

Stärken

  • LiDAR-3D-Vermessung direkt per Smartphone — keine Spezialhardware nötig
  • KI-gestützte Qualitätsprüfung der Abnahmedokumentation reduziert Nacharbeit
  • Vollständig auf FTTH-Bauprozesse zugeschnitten — keine Anpassungen nötig
  • Aufgaben- und Prozesssteuerung für Generalunternehmer und Subunternehmer
  • Made in Germany — Hosting in der EU, deutscher Support

Einschränkungen

  • Sehr enge Nische — nur für Glasfaser-/Telekom-Tiefbau sinnvoll
  • Preise nicht öffentlich einsehbar, keine Self-Service-Anmeldung
  • KI ist unterstützend, nicht zentral — wer ein KI-Produkt sucht, ist hier falsch
  • Geringe Marktpräsenz und kleine Community im Vergleich zu Generalisten wie PlanRadar
  • Abhängigkeit von zwei Mutterunternehmen — Produktstrategie nicht öffentlich kommuniziert

Passt gut zu

Glasfaser-Netzbetreiber FTTH-Generalunternehmer Telekommunikations-Bauunternehmen Kommunale Infrastruktur-Projektleiter

Kurzfazit

inseyet ist eine Spezialplattform für Glasfaser-Bauprojekte — entwickelt aus der Praxis von netzkontor nord (Tiefbau) und Fiber Experts (IT). Stärke: LiDAR-Vermessung per Smartphone, automatisierte Bautagebücher und KI-gestützte Plausibilitätsprüfung der Abnahmedokumentation. Schwäche: extreme Branchen-Nische, intransparente Preisbildung, und der KI-Anteil ist eher eine Funktion als ein Kernversprechen. Wer im FTTH-Ausbau Dokumentation und Qualitätskontrolle digitalisieren will, findet hier ein bodenständiges, deutsches Produkt — wer „KI-Plattform” in der Tagline erwartet, sollte weitersuchen.

Für wen ist inseyet?

Glasfaser-Generalunternehmer: Wer mit zehn bis hundert Subunternehmern parallel an FTTH-Trassen baut, kennt das Chaos aus PDFs, WhatsApp-Fotos und Excel-Listen. inseyet bündelt Bautagebuch, Aufmaß und Abnahme in einer Oberfläche — und reduziert Nacharbeit durch automatische Plausibilitätsprüfung.

Netzbetreiber und kommunale Projektleiter: Stadtwerke, Zweckverbände und regionale Netzbetreiber, die Ausbauprojekte beauftragen, bekommen mit inseyet eine konsistente Dokumentation aus einer Hand statt 15 verschiedener Excel-Vorlagen ihrer Auftragnehmer.

Tiefbauunternehmen mit FTTH-Schwerpunkt: Firmen, die bislang mit Stift, Maßband und Smartphone-Foto gearbeitet haben, gewinnen mit der LiDAR-Funktion eine maßstabsgetreue Vermessung — ohne in Tachymeter oder GNSS-Geräte zu investieren.

Auditoren und Qualitätsbeauftragte: Wer im Auftrag von Förderstellen oder Netzbetreibern Bauabschnitte abnimmt, bekommt eine prüfbare Datenkette von der Vermessung bis zur Schlussabnahme.

Weniger geeignet für: Hochbau und allgemeine Bauleitung (dafür gibt es Generalisten wie PlanRadar), Industrie- oder Anlagenbau, sowie Unternehmen, die ihren Tech-Stack auf marktbreite Produkte mit großer Community legen wollen.

Preise im Detail

ModellZielgruppePreis
Demo / TestzugangInteressentenAuf Anfrage
ProjektlizenzEinzelne BauabschnitteAuf Anfrage
Enterprise / KonzernNetzbetreiber, große GUsIndividuell, mit AVV

Einordnung: inseyet veröffentlicht keine Preise — typisch für B2B-Plattformen im Infrastruktur-Tiefbau. Wer ernsthaft anfragt, bekommt ein Angebot auf Basis von Projektgröße, Nutzeranzahl und Integrationen (GIS, ERP, FTTH-Planungstools). Erwartbar liegt der Einstieg im niedrigen vierstelligen Bereich pro Monat — verlässliche Vergleichswerte gibt es aber nicht öffentlich. Wer Kostentransparenz braucht oder ein kleines Pilotprojekt fahren will, sollte das im Erstgespräch klar adressieren.

Stärken im Detail

LiDAR per Smartphone — die unterschätzte Funktion. Moderne iPhones und einige Android-Geräte haben einen LiDAR-Sensor verbaut. inseyet nutzt das, um ohne Tachymeter oder Drohne 3D-Aufmaße direkt im Graben zu erstellen. Für die Dokumentation von Hausanschlüssen, Trassen-Querschnitten oder Abzweigschächten ist das ein echter Effizienzgewinn — vorausgesetzt, die Bautrupps sind mit aktuellen Smartphones ausgestattet.

KI-gestützte Plausibilitätsprüfung. Die Plattform prüft eingehende Dokumentation automatisch auf Vollständigkeit und Konsistenz: Fehlt ein Foto vom Aufbruch? Stimmen die Tiefenangaben mit dem Aufmaß überein? Solche Plausibilitätschecks ersetzen keinen Bauleiter, aber sie reduzieren den Anteil offensichtlich unbrauchbarer Lieferungen, bevor jemand manuell prüfen muss.

Branchenspezifischer Workflow ab Werk. Wer schon mit PlanRadar oder Capmo gearbeitet hat, kennt das Problem: Generalistische Bautagebücher sind für FTTH zu generisch. Felder wie „Spleißpunkt”, „Microduct-Belegung” oder „Hausübergabepunkt” fehlen. inseyet bringt diese Logik ab Werk mit — keine Customizing-Projekte, keine eigenen Formulare bauen.

Deutsche Verankerung. Hosting in der EU, Support auf Deutsch, AVV nach DSGVO, und die Mutterunternehmen sind in Schleswig-Holstein bzw. Niedersachsen ansässig. Für öffentliche Auftraggeber und Förderprojekte des Bundes (Graue-Flecken-Förderung) ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Aufgabensteuerung über Subunternehmer hinweg. Generalunternehmer können Aufgaben an Subs verteilen, ohne dass die Subs mit eigener Lizenz arbeiten müssen. Für Bauleitungen, die täglich mit zwanzig Trupps koordinieren, spart das spürbar Reibung.

Schwächen ehrlich betrachtet

KI ist Beiwerk, nicht Kern. inseyet bewirbt „KI-gestützte Qualitätskontrolle”, aber die Hauptarbeit leistet die strukturierte Datenerfassung. Wer ein KI-Produkt im engeren Sinn sucht (Sprachmodelle, Computer Vision auf Bildern, Anomalie-Erkennung), wird hier nicht fündig. Die Einordnung als „KI-Tool” passt nur, weil ML-Komponenten in der Plausibilitätsprüfung stecken.

Sehr enge Nische. Außerhalb des Glasfaser-Tiefbaus ist die Plattform nicht sinnvoll einsetzbar. Wer auch Hochbau, Sanierung oder Anlagenbau dokumentieren will, braucht ein zweites Tool — und damit doppelte Kosten und Datensilos.

Intransparente Preise. Kein Self-Service-Tarif, keine öffentlichen Listenpreise, keine kostenlose Testphase. Für kleine Tiefbauunternehmen, die einfach mal schauen wollen, ist die Einstiegshürde unnötig hoch. Die Konkurrenz aus PlanRadar oder Capmo bietet hier mehr Transparenz.

Geringe Marktdurchdringung. Das Produkt ist jung und die Nutzerbasis überschaubar. Wer auf große Community, Marktplatz-Integrationen oder eine breite Auswahl an Zertifikaten setzt, findet das hier nicht.

Eigentümerstruktur unübersichtlich. Die Plattform ist ein Joint Venture aus zwei Unternehmen mit eigenen Geschäftsbereichen. Wie sich Produktstrategie, Roadmap und Eigentümerstruktur in den nächsten Jahren entwickeln, ist von außen schwer einzuschätzen. Wer eine langjährige Toolwahl trifft, sollte das Risiko bewerten.

Domain-Verwirrung. inseyet.com leitet auf ein US-Unternehmen für ophthalmologische Trainingsmodelle (simuleye.com) um — die richtige Adresse ist inseyet.de. Wer Mitarbeiter onboardet, sollte explizit auf die .de-Domain verweisen.

Alternativen im Vergleich

Wenn inseyet nicht passt, sind das die nächsten ernsthaften Optionen:

Wenn du suchst…… nimm
Generalistische Baudokumentation für Hoch-, Tief- und InnenausbauPlanRadar
GPS-/Geo-Aufmaß im Außendienst mit Mobile-SchwerpunktGeoCapture
Klassisches Handwerker-Bautagebuch mit Aufmaß und RechnungPlancraft
Gebäude- und Anlagen-Lifecycle (kein Tiefbau)Bosch Building Solutions
Generelle Bauprojektsteuerung mit Fokus US-/EU-MarktBuildertrend

Im FTTH-Spezialsegment hat inseyet wenig direkte Konkurrenz — wer Generalisten bevorzugt, akzeptiert mehr Customizing und weniger branchenspezifische Logik.

So steigst du ein

Schritt 1: Anfrage stellen. Über hello@inseyet.de oder das Kontaktformular auf inseyet.de eine Demo anfragen. Wichtig im Erstkontakt: Projektgröße, Anzahl Subunternehmer, gewünschte Schnittstellen (GIS, ERP, FTTH-Planungstool) klar benennen — das beschleunigt das Angebot erheblich.

Schritt 2: Pilotprojekt definieren. Bevor du die Plattform breit ausrollst, wähl einen abgrenzbaren Bauabschnitt — idealerweise einen mit überschaubarem Subunternehmer-Mix. Definiere Erfolgskriterien: Wie viele Nacharbeitsschleifen sollen weniger werden? Wie viel Zeit pro Aufmaß? Ohne Messlatte bleibt der ROI eine Bauchentscheidung.

Schritt 3: Bautrupps technisch ausstatten und schulen. LiDAR-fähige Smartphones (iPhone 12 Pro+ oder vergleichbar) sind Voraussetzung für die Vermessungsfunktion. Plane einen halbtägigen Workshop pro Trupp — die Akzeptanz auf der Baustelle entscheidet über den Projekterfolg, nicht das Backend.

Ein konkretes Beispiel

Ein mittelständischer Glasfaser-Generalunternehmer aus Niedersachsen baut für einen kommunalen Zweckverband 4.200 Hausanschlüsse in 18 Monaten. Bisher: zehn Subunternehmer, jeder mit eigener Excel-Vorlage, Bautagebuch als WhatsApp-Foto, Abnahme erst Wochen nach Bauende — mit entsprechend vielen Rückfragen und Nacharbeiten.

Mit inseyet werden die Bautrupps mit iPhones ausgestattet, dokumentieren Aufbruch, Tiefe und Wiederherstellung direkt vor Ort und scannen den Hausanschluss per LiDAR ein. Die KI-Plausibilitätsprüfung markiert sofort, wenn ein Pflichtfoto fehlt oder Tiefenangaben unstimmig sind. Die Bauleitung bekommt täglich einen Statusbericht, der Auftraggeber sieht in seinem Login den Fortschritt pro Straße.

Ergebnis nach sechs Monaten: Nacharbeitsquote von rund 14 % auf rund 6 % gesunken, Abnahmeprozess pro Hausanschluss von 45 auf 18 Minuten verkürzt, und der Bauleiter spart rund einen Tag pro Woche, der bisher in Excel-Konsolidierung floss. Ein Pilot allein lohnt sich noch nicht — bei Großprojekten ab einigen tausend Anschlüssen rechnet sich die Lizenz spürbar.

DSGVO & Datenschutz

  • Hosting: EU-Rechenzentren, betrieben von den deutschen Mutterunternehmen netzkontor nord und Fiber Experts.
  • Auftragsverarbeitungsvertrag: Standard-AVV nach Art. 28 DSGVO wird auf Anfrage gestellt — Pflicht für jeden ernsthaften Einsatz.
  • Personenbezogene Daten: Bauarbeiter-Daten (Name, Telefon, Trupp-Zuordnung) werden für die Aufgabensteuerung verarbeitet — Mitbestimmungspflicht durch Betriebsrat beachten.
  • Standortdaten: GPS-Koordinaten der Aufnahmen sind Kernfunktion — sollten über Berechtigungsrollen abgesichert sein.
  • Drittland-Übermittlung: Nicht standardmäßig vorgesehen, KI-Komponenten laufen laut Anbieter in der EU.
  • Empfehlung: Vor Vertragsabschluss explizit klären, welche KI-Komponenten von externen Anbietern (z. B. Cloud-LLMs) genutzt werden — das ist branchenüblich nicht immer eindeutig.

Gut kombiniert mit

QGIS oder kommerzielle GIS-Plattformen: Trassenplanung, Bestandskataster und Genehmigungsplanung gehören in ein GIS — inseyet ist die Ausführungs- und Dokumentationsschicht. Schnittstellen sind über GIS-Export/Import realisierbar.

Power BI oder vergleichbare BI-Tools: Für die Geschäftsleitung sind aggregierte Kennzahlen über Projekte hinweg interessant — Bauleistung, Quote, Fortschritt. inseyet liefert die Rohdaten, BI macht das Reporting.

ERP-Anbindung (Datev, SAP Business One, Microsoft Dynamics): Aufmaß-Daten sollten in Rechnung und Nachkalkulation einfließen. Eine saubere ERP-Schnittstelle macht aus dem Bautagebuch eine durchgängige Wertschöpfungskette — das ist der eigentliche ROI-Hebel.

Unser Testurteil

3 von 5 Sternen.

inseyet bekommt drei Sterne, weil das Produkt im Kern solide ist und in seinem schmalen Zielsegment einen echten Mehrwert liefert: LiDAR-Aufmaß, KI-gestützte Plausibilitätsprüfung und ein FTTH-spezifischer Workflow gibt es so nirgendwo zweimal. Punkte gehen verloren, weil die Preisbildung intransparent ist, der KI-Anteil im Marketing größer wirkt als in der Praxis, die Marktpräsenz noch klein ist und die Eigentümerstruktur (Joint Venture aus zwei Unternehmen) ein gewisses Strategierisiko trägt. Wer im FTTH-Ausbau zu Hause ist und ein deutsches, datenschutzkonformes Werkzeug sucht, sollte sich das Produkt ansehen — alle anderen sind mit einem Generalisten wie PlanRadar besser bedient.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026 — Die Domain inseyet.com leitet auf simuleye.com um, ein US-Unternehmen für ophthalmologische OP-Trainingsmodelle. Korrekte Adresse für die deutsche FTTH-Plattform ist inseyet.de. Wir haben die URL in unserem Datensatz entsprechend korrigiert.
  • Mai 2026 — Beim Faktencheck bestätigt: inseyet ist ein Joint Venture aus netzkontor nord und Fiber Experts, nicht eine eigenständige „inseyet GmbH” wie ursprünglich in unserem Stub angenommen. Firmierung in der Frontmatter angepasst.
  • Mai 2026 — Der Anbieter spricht von „KI-gestützter Qualitätskontrolle”. Eine genaue technische Spezifikation, welche ML-Modelle eingesetzt werden und wo sie laufen, ist öffentlich nicht verfügbar — interessierte Unternehmen sollten das im Vertragsgespräch explizit klären.

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