QGIS
QGIS Development Team / OSGeo
Das führende Open-Source-GIS-System für Desktop und Server. QGIS liest praktisch alle gängigen Geodatenformate (Shapefile, GeoPackage, GeoTIFF, GPX, WMS/WFS), verarbeitet GPS-Daten, berechnet Flächen und Volumina und erstellt druckfertige Karten. Für die Forstwirtschaft gibt es spezialisierte Plugins wie qForst und FIM.
Kosten: Vollständig kostenlos und Open Source (GPL). Keine Lizenzgebühren, auch nicht für kommerzielle Nutzung. Kosten entstehen nur für Schulungen und ggf. QGIS-basierte Plugin-Lösungen von Drittanbietern.
Stärken
- Vollständig kostenlos — keine Lizenzkosten, auch für kommerzielle Anwendung
- Liest alle gängigen Geodatenformate: Shapefile, GeoPackage, GPX, DXF, GeoTIFF, WMS/WFS
- Riesiges Plugin-Ökosystem mit spezialisierten Forstmodulen (qForst, FIM, ForestMetrix)
- Deutsche Benutzeroberfläche und deutschsprachige Community
- Hosting komplett lokal möglich — keine Daten verlassen das eigene Gerät
- OGC-konforme WMS/WFS-Einbindung — direkte Nutzung amtlicher Geodaten (BayernAtlas, NW-FVA)
Einschränkungen
- Steilere Lernkurve als kommerzielle GIS-Lösungen (ArcGIS, MapInfo)
- Keine native mobile App — Felderfassung über QField (separate App)
- Komplexe Analysen erfordern Python-Kenntnisse oder GRASS GIS-Integration
- Kein integriertes Cloud-Sync oder kollaboratives Bearbeiten ohne zusätzliche Infrastruktur
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Lade QGIS von qgis.org herunter — kostenlos, läuft unter Windows, macOS und Linux. Für Forstanwendungen empfohlen: die aktuelle LTR-Version (Long Term Release) für Stabilität.
Schritt 2: Lade über das Plugin-Manager-Menü die forstwirtschaftlichen Erweiterungen: qForst für Forstinventur und Forsteinrichtung, FIM (Forest Inventory and Monitoring) für Brandenburg/Deutschland-spezifische Inventurdaten. Beide sind über den QGIS Plugin Repository kostenlos verfügbar.
Schritt 3: Importiere deine GPS-Trackdaten (GPX-Format vom Gerät, oder CSV mit Koordinatenspalten) über Layer > Datei hinzufügen > Vektorlayer. Prüfe das Koordinatensystem (in Deutschland meist ETRS89/UTM, EPSG:25832) und berechne Bestandsflächen über Vektor > Geometrie-Werkzeuge > Fläche berechnen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Revierförster eines kommunalen Forstbetriebs mit 800 Hektar nutzt QGIS, um GPS-Tracks aus der Kluppung direkt zu importieren, Bestandsflächen automatisch zu berechnen und mit der amtlichen Waldfunktionenkarte (WMS-Einbindung) zu überlagern. Was früher 4 Stunden manuelle Kartenarbeit in Papierform war, ist jetzt in 45 Minuten erledigt — inklusive druckfertiger Bestandskarte.
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Empfohlen in 1 Use Cases
Forstwirtschaft
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