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Healico

URGO Medical (Vertrieb); imito AG (KI-Technologie)

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Healico ist eine kostenlose App für digitale Wunddokumentation und KI-gestützte Wundvermessung. Hinter der Lösung steht URGO Medical (Wundversorgungshersteller) als Vertriebspartner und die Schweizer imito AG als Technologie-Lieferant. KI berechnet Wundfläche und -umfang kontaktlos aus dem Foto, das spart pro Wundkontrolle 10–15 Minuten gegenüber manueller Dokumentation.

Kosten: 100 % kostenlos, kein Abo, kein Trial-Ablauf, keine Kreditkarte. Automatische KI-Wundvermessung inklusive. Für vollständige KIS-Integration: Konditionen auf Anfrage bei URGO Medical oder via imitoWound.

Kategorien

Stärken

  • 100 % kostenlos, kein Freemium-Limit, kein Trial, keine Kreditkarte
  • Kontaktlose KI-Wundvermessung (Fläche, Umfang) direkt aus dem Foto
  • PDF-Export für Krankenkassen, behandelnde Ärzte und Pflegeakten
  • DSGVO-konformes EU-Hosting, keine Speicherung auf dem Gerät
  • Team-Kollaboration mit Sprachnotizen und gemeinsamem Patientenzugriff
  • Neutraler Produktkatalog, kein Zwang zur URGO-Wundauflage
  • Erprobte Technologie-Basis: imito ist in 70+ Kliniken im Einsatz

Einschränkungen

  • Keine native KIS-Integration, für klinische Workflows mit HL7/FHIR ist imitoWound die richtige Wahl
  • KI-Klassifizierung von Gewebetypen (Granulation, Fibrin, Nekrose) eingeschränkter als bei Enterprise-Lösungen
  • Messgenauigkeit auf dunklen Hauttönen bekanntermaßen begrenzt (allgemeines Problem bildbasierter Wund-KI)
  • Finanzierungsmodell ist subventioniert (URGO als Hersteller von Wundauflagen), strategische Abhängigkeit zu beachten
  • Keine Web-Oberfläche, die App ist primär smartphone-zentrisch

Passt gut zu

Ambulante Pflegedienste mit 5–50 chronischen Wundpatienten Arztpraxen (Hausarzt, Chirurgie, Dermatologie) mit regelmäßiger Wundversorgung Wundmanagerinnen, die eine mobile Dokumentationslösung ohne Budget brauchen Einrichtungen, die KI-Wundvermessung vor einer Enterprise-Kaufentscheidung testen wollen

Kurzfazit

Healico ist die kostenfreie Einstiegsversion einer professionellen Wundmanagement-Software, vertrieben von URGO Medical als Wundversorgungshersteller, technologisch gestützt durch die imito AG aus Zürich. Die KI vermisst Wunden kontaktlos aus dem Foto, dokumentiert den Verlauf grafisch und exportiert PDF-Berichte, die direkt bei Krankenkassen oder behandelnden Ärzten eingereicht werden können. Für ambulante Pflegedienste, Hausarztpraxen und kleinere Wundsprechstunden ist das eines der seltenen wirklich kostenlosen, ernsthaften AI-Werkzeuge im deutschen Gesundheitsmarkt. Wer dagegen eine vollständige KIS-Integration mit HL7/FHIR braucht, ist mit imitoWound (kostenpflichtig, aber Enterprise-fähig) besser bedient.

Für wen ist Healico?

Ambulante Pflegedienste: Die Hauptzielgruppe. Wundmanagerinnen unterwegs, dokumentieren auf dem Smartphone, ohne Lineal, ohne Excel. Die Zeitersparnis pro Wundkontrolle (10–15 Minuten) summiert sich bei einem Pflegedienst mit 20 Wundpatienten schnell auf einen vollen Wochentag im Monat.

Hausärztliche und chirurgische Praxen: Praxen mit regelmäßiger Wundversorgung (chronische Ulzera, postoperative Wunden, Dekubitus-Patienten in Pflegeheimen) bekommen mit Healico ein normkonformes Dokumentations-Werkzeug, das den Aufwand für Krankenkassen-Berichte deutlich senkt.

Wundmanagerinnen in Kliniken (Außenstellen): Für Stationen, die nicht voll ins KIS angebunden sind oder spezielle Wundsprechstunden betreiben, ist Healico eine pragmatische Ergänzung. Wer das vollständige klinische Set braucht, wechselt zu imitoWound.

Pflegeheime und ambulante Einrichtungen: Wer mehrere Wundpatienten parallel versorgt und teilweise an externe Wundkonsile berichten muss, bekommt mit der Team-Kollaboration und dem PDF-Export ein nutzbares Werkzeug ohne Investitionsbudget.

Schulungen und Weiterbildung: Healico wird in mehreren Wundmanager-Weiterbildungen als Demo-App verwendet, weil sie kostenfrei zugänglich ist und die Kernkonzepte (Foto, Vermessung, Verlaufsdoku) anschaulich macht.

Weniger geeignet für:

  • Kliniken mit vollintegriertem KIS-Workflow, keine HL7/FHIR-Schnittstelle, manuelle Übertragung nötig. Hier gehört imitoWound oder eine vergleichbare Enterprise-Lösung in den Stack.
  • Forschungsstudien mit hohen Anforderungen an Mess-Reproduzierbarkeit, die KI ist gut, aber für klinische Studien fehlen Validierungs-Tools und Audit-Trails.
  • Datenschutz-Strenge mit On-Premise-Pflicht, Healico ist Cloud-basiert (EU-Hosting), wer reine On-Premise braucht, geht andere Wege.
  • Wundmanagement auf dunklen Hauttönen mit hohen Genauigkeitsanforderungen, bekannte Schwäche aller bildbasierten Wund-KI, hier brauchst du zusätzliche manuelle Validierung.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Healico App (iOS, Android)0 €Volle App: KI-Wundvermessung, Foto-Doku, Verlaufsvergleich, PDF-Export, Team-Funktionen, Sprachnotizen
URGO-Produktkatalog0 €Integrierter Verbandstoff-Katalog, Auswahl jedoch herstellerneutral konfigurierbar
KIS-Integration (über imitoWound)Auf AnfrageHL7/FHIR-Anbindung, klinische Workflows, Enterprise-Support
Enterprise-WorkflowsAuf AnfrageEigene Vorlagen, Rollenmodell, Mandantenfähigkeit

Einordnung: Healico ist eines der wenigen wirklich kostenlosen, professionell brauchbaren AI-Werkzeuge im deutschen Gesundheits-Tech-Markt. Das Geschäftsmodell ist transparent quersubventioniert, URGO Medical ist Hersteller von Wundauflagen und finanziert die App, weil sie dadurch in den Workflow der Wundversorger gelangt. Wer das problematisch findet, kann den Produktkatalog herstellerneutral konfigurieren und nutzt die App trotzdem. Wer eine klinikfähige Vollintegration braucht, sollte gleich imitoWound evaluieren, dort liegt das Pricing typischerweise im niedrigen vier- bis fünfstelligen Jahresbereich, abhängig von Klinikgröße.

Stärken im Detail

Kostenlos heißt hier wirklich kostenlos. Kein Freemium-Trick, kein „kostenlos für 30 Tage”, keine Funktion hinter Paywall. Die KI-Wundvermessung, das eigentliche Wertversprechen, ist im kostenlosen Plan enthalten. Das ist im deutschen Gesundheitsmarkt eine bemerkenswerte Ausnahme und macht die Adoption in finanzschwachen Strukturen (kleine Pflegedienste, Hausarztpraxen) überhaupt erst möglich.

Kontaktlose KI-Wundvermessung. Mit der Smartphone-Kamera erfasst Healico Wundfläche und Umfang ohne Lineal. Das spart nicht nur Zeit (eine Minute pro Messung), sondern erhöht auch die Hygiene, kein wiederverwendetes Lineal an chronischen Wunden. Die zugrundeliegende Technologie kommt von imito, die ihre Wund-KI in über 70 Kliniken und mit über 8 Millionen aufgenommenen Fotos validiert haben.

Erprobte Technologie-Basis. Healico ist nicht ein zusammengezimmertes Marketing-Tool, sondern nutzt eine etablierte Engine. Das ist wichtig: Bildbasierte Wund-KI ist nicht trivial, und neue Anbieter haben oft Probleme mit Ausreißern. Die imito-Technologie ist seit Jahren im klinischen Einsatz.

Verlaufsdokumentation grafisch. Wundflächen-Entwicklung über Wochen wird als Kurve dargestellt, das macht für Patienten, behandelnde Ärzte und Krankenkassen sofort sichtbar, ob die Therapie greift. Ein klassisches „bessere Daten führen zu besseren Entscheidungen”-Beispiel.

Direkt nutzbarer PDF-Export. Krankenkassen-Berichte, Arztbriefe, Pflegeakten, der PDF-Bericht ist so strukturiert, dass er ohne Nacharbeit in den Pflegeprozess einfließen kann. Wer früher Wundkarten manuell ausgefüllt hat, spart hier einen erheblichen Teil der Dokumentationszeit.

Team-Funktionen und Sprachnotizen. Mehrere Pflegekräfte können denselben Patienten gemeinsam betreuen, Sprachnotizen werden direkt mit dem Foto verknüpft. Das ist ein realistischer Workflow für ambulante Pflegedienste mit wechselnden Tour-Besetzungen.

EU-Datenhaltung, DSGVO-konform. Daten werden nicht auf dem Gerät, sondern auf EU-Servern gespeichert. Für eine kostenlose App ist das ein deutlich höherer Standard als üblich, und macht den Einsatz auch in datenschutz-strikten Pflege-Einrichtungen vertretbar.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine KIS-Integration. Wer in einer Klinik mit vollintegriertem Krankenhaus-Informations-System arbeitet, kann Healico nicht nativ einbinden. PDF-Export muss manuell ins KIS hochgeladen werden, was funktioniert, aber bei großen Patientenzahlen unwirtschaftlich wird. Hier ist imitoWound die kostenpflichtige Schwester-Lösung mit HL7/FHIR-Anbindung.

Gewebeklassifizierung weniger detailliert. Die Enterprise-Variante imitoWound bietet detaillierte KI-Klassifizierung von Granulations-, Fibrin- und Nekrose-Anteilen. In Healico ist diese Tiefe geringer, was für ambulante Routine ausreicht, für klinische Forschung oder hochkomplexe Wundbeurteilung aber an Grenzen kommt.

Messungenauigkeit bei dunklen Hauttönen. Dies ist kein Healico-spezifisches Problem, sondern ein bekanntes Bias-Thema in bildbasierter Wund-KI. Bei dunkler Haut sind die Kontraste zwischen Wundrand und gesundem Gewebe geringer, die Algorithmen wurden teilweise auf wenig diversen Trainingsdaten entwickelt. Healico/imito arbeiten an Verbesserungen, aber bis dahin: bei dunkleren Hauttönen Mess-Ergebnisse stichprobenartig manuell validieren.

Strategische Abhängigkeit von URGO. Die App ist kostenlos, weil URGO sie als Wundversorgungshersteller subventioniert, die Hoffnung ist, dass die App den Absatz von URGO-Wundauflagen fördert. Das ist transparent kommuniziert, aber wer prinzipielle Bedenken gegen herstellerfinanzierte Software hat, muss das einplanen. Praktisch lässt sich der Produktkatalog herstellerneutral konfigurieren.

Smartphone-zentrisch, keine Web-Oberfläche. Für mobile Pflegekräfte ist das Vorteil, für administrative Tätigkeiten am Desktop (z. B. Sammeldokumentation am Wochenende, Quartalsauswertungen) ein Nachteil. Auswertungen müssen über die App oder den PDF-Export laufen.

Begrenzte Reporting-Tiefe für Management. Wer als Pflegedienst-Leitung Quartalsstatistiken zu Wundverläufen über alle Patienten möchte (durchschnittliche Heilungsdauer, häufigste Wundtypen, Materialverbrauch), muss die Daten weiter aufbereiten. Healico ist primär ein operatives Werkzeug am Point-of-Care, kein BI-System.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
KIS-Integration mit HL7/FHIR brauchstimitoWound
Eine spezialisierte deutsche Wunddoku-Alternative suchstWound-Desk
Vollständige Pflegedoku inkl. Wundmanagement willstMediFox Dan
Eine medizinische Termin- und Praxis-App ergänzen willstsamedi

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: WoundGenius (neuere imito-Generation), Tissue Analytics (US-Anbieter, kürzlich von Net Health übernommen), Swift Medical (kanadisch, klinik-fokussiert). Wichtig zu wissen: Healico und imitoWound sind technologisch verwandt, wenn du mit Healico startest und später skalierst, ist der Wechsel zu imitoWound technisch und organisatorisch reibungsarm. Das macht Healico zu einer sinnvollen Einstiegsstufe in eine längerfristige Strategie.

So steigst du ein

Schritt 1: App installieren. Healico aus App Store oder Google Play laden, kostenlose Registrierung. Keine Kreditkarte, keine Lizenz-Aktivierung. In unter 5 Minuten startklar.

Schritt 2: Ersten Wundkontakt dokumentieren. Foto aufnehmen, automatische Vermessung (Measure-Funktion) starten, Wundmerkmale ausfüllen, Verbandstatus festhalten. Das erste vollständige Wunddokument ist in unter 5 Minuten erstellt. Tipp: Mit gleichmäßiger Beleuchtung (Tageslicht oder ringförmige Smartphone-Leuchte) wird die KI-Messung deutlich präziser.

Schritt 3: Nach 2–3 Kontrollen den Verlaufsvergleich prüfen. Healico zeigt die Flächenentwicklung über Zeit grafisch an. PDF-Export für Krankenkasse oder behandelnden Arzt nutzen, direkt verwendbar, kein Nachbearbeiten nötig.

Schritt 4: Team-Setup für die Praxis. Wenn mehrere Pflegekräfte denselben Patienten betreuen, gemeinsamen Zugriff einrichten. Sprachnotizen für komplexe Befunde nutzen, Vorlagen für wiederkehrende Wundtypen anlegen. Das hebt die Lösung von „nett für mich” zu „strukturierter Praxis-Workflow”.

Ein konkretes Beispiel

Eine Wundmanagerin in einem ambulanten Pflegedienst in Frankfurt betreut 14 chronische Wundpatienten (Dekubitus, venöse Ulzera, diabetische Fußsyndrome). Früher: Lineal, Wundkarte auf Papier, Foto auf den PC übertragen, manuelle Eingabe ins Dokumentationssystem, 18–20 Minuten pro Wundkontrolle. Mit Healico: Foto, automatische KI-Vermessung in 30 Sekunden, Formular in 4 Minuten ausgefüllt, PDF-Export per Klick, 6 Minuten gesamt. Bei zwei Kontrollen pro Patient und Woche summiert sich das auf rund 17 Stunden monatliche Zeitersparnis, mit einem kostenlosen Tool. Die PDF-Berichte gehen direkt an die behandelnden Ärzte und sparen zusätzlich Rückfragen. Nach sechs Monaten wertet die Pflegedienstleitung die Verlaufsdaten aus: chronische Wunden, die früher in 12–16 Wochen heilten, brauchen unter strukturierter Dokumentation und Therapie-Anpassung im Schnitt nur noch 9–11 Wochen, vor allem, weil die Verschlechterungen früher erkannt werden.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter / Vertrieb: URGO Medical (deutscher Vertrieb über URGO GmbH); KI-Technologie der imito AG, Zürich.
  • Datenhosting: EU-Region. Daten werden nicht auf dem Endgerät gespeichert, sondern auf zertifizierten EU-Servern. Konkrete Rechenzentrums-Lokation sollte vor dem Einsatz in Pflegeheimen/Kliniken im aktuellen Datenschutz-Hinweis nachgelesen werden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar. Für die Nutzung in Pflege-/Klinikeinrichtungen wird ein AVV nach Art. 28 DSGVO bereitgestellt.
  • Datennutzung: Patientendaten werden zur Erbringung des Dienstes verarbeitet. Eine Nutzung anonymisierter Aggregate für KI-Verbesserung ist in den Datenschutz-Bedingungen geregelt, vor Einsatz prüfen, ggf. opt-out vereinbaren.
  • Patient*innen-Einwilligung: Vor der Wunddokumentation mit Foto braucht es eine dokumentierte Einwilligung (Standard im Pflegeprozess). Healico bietet hierfür keine eigene digitale Einwilligungs-Workflow-Funktion, diese läuft prozessual über die Pflegedienst-/Praxis-Organisation.
  • Empfehlung: Vor Roll-out in größeren Einrichtungen Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO durchführen. Insbesondere die Verarbeitung besonderer personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO) verlangt erhöhte Sorgfalt.

Gut kombiniert mit

  • imitoWound, der natürliche Upgrade-Pfad. Wer mit Healico startet und in eine Klinik-/KIS-Welt wächst, wechselt nahtlos auf die kostenpflichtige Enterprise-Variante mit HL7/FHIR-Anbindung. Technologisch verwandt, gemeinsame Bedienlogik.
  • MediFox Dan, als vollständige ambulante Pflegedoku-Software ergänzt MediFox Dan Healico für die Tour- und Leistungs-Dokumentation. Healico bleibt der Wund-Spezialist, MediFox Dan der allgemeine Pflegeprozess.
  • Claude oder ChatGPT, für die Erstellung von Wundberichten in Klartext, das Verfassen von Schulungsmaterial oder die Aufbereitung von Quartalsauswertungen. Healico liefert die Daten und PDFs, generative KI macht daraus lesbare Geschichten, wichtig: keine personenbezogenen Daten in Cloud-LLMs einspielen.

Unser Testurteil

Healico verdient 4 von 5 Sternen. Eine vollständig kostenlose, KI-gestützte Wunddokumentations-App mit EU-Hosting und erprobter Technologie-Basis ist im deutschen Gesundheits-Tech-Markt eine echte Ausnahme. Was die Bewertung trägt: die echte KI-Wundvermessung, der reibungsarme Workflow für ambulante Pflegekräfte, die DSGVO-Konformität und die Tatsache, dass das Tool keine Mogelpackung ist. Was den fünften Stern kostet: die fehlende KIS-Integration (für die richtige Kliniknutzung muss man zu imitoWound wechseln), die strategische Quer-Subventionierung durch URGO (legitim, aber kein Geheimnis) und die bekannten Schwächen bildbasierter Wund-KI bei dunklen Hauttönen und komplexer Gewebeklassifizierung. Für ambulante Pflegedienste, Praxen und Wundsprechstunden ist Healico die naheliegende erste KI-Lösung, und ein guter Lackmustest, ob KI-gestützte Wunddokumentation für den eigenen Workflow überhaupt sinnvoll ist, bevor in eine kostenpflichtige Enterprise-Lösung investiert wird.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die Website healico.de bewirbt Healico weiterhin als „100 % kostenfrei” mit kompletter KI-Vermessung. Es gibt keine Anzeichen für einen Wechsel zu einem Freemium-Modell, was bemerkenswert ist, da viele initial-kostenfreie Health-Apps nach 2–3 Jahren in zahlpflichtige Modelle wechseln.
  • 2024–2026, imito hat seine Wund-KI-Suite um „WoundGenius” erweitert, die sich als neuer Standard positionieren will. Healico bleibt als kostenfreie Einsteiger-App im Portfolio, könnte aber mittelfristig technologisch von WoundGenius abgelöst werden, relevant für Anwender, die langfristig planen.
  • 2024–2026, Das Bias-Problem bildbasierter Wund-KI bei dunkleren Hauttönen wird in der Fachöffentlichkeit zunehmend diskutiert. imito und andere Anbieter arbeiten an diverseren Trainingsdaten, aber das Problem ist nicht gelöst, sollte in der Praxis durch manuelle Validierung bei dunkleren Hauttönen kompensiert werden.
  • Anhaltend, Über 70 Kliniken und 8 Millionen aufgenommene Fotos auf der imito-Plattform stützen die Glaubwürdigkeit der zugrundeliegenden Technologie. Healico profitiert direkt von dieser Skalierung, ohne sie selbst kommerziell rechtfertigen zu müssen.
  • DACH-Pflegemarkt 2026, Die Pflegekassen fordern zunehmend digitale Dokumentationsnachweise. Kostenfreie Werkzeuge wie Healico senken die Einstiegshürde für kleinere Pflegedienste erheblich, was zur Digitalisierung in einem strukturell unterfinanzierten Bereich beiträgt.

Quellen

  1. Healico – Offizielle Website. https://www.healico.de (abgerufen am 2026-06-13). 100 % kostenfrei, automatische und kontaktlose KI-Wundvermessung, datenschutzkonforme Speicherung in der EU, Vertrieb über URGO GmbH.
  2. imito – imitoWound. https://www.imito.io/imitowound (abgerufen am 2026-06-13). Zugrundeliegende Wund-KI-Technologie: 70+ Kliniken, 100.000+ Nutzer, 8 Mio.+ Fotos, FHIR/HL7/DICOM-Integration in der Enterprise-Variante, Gewebeklassifizierung als kommende Funktion.

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