WoundDesk
digitalMedLab GmbH (Schweiz)
WoundDesk ist eine browser- und mobilbasierte Wunddokumentationssoftware aus der Schweiz für ambulante Pflegedienste, Wundambulanzen und Pflegeheime. Fotodokumentation mit halbautomatischer Wundflächenmessung, Wundverlauf, strukturierte Dokumentationsbögen und Berichte für Krankenkassen, in DE/EN/FR. Die Free-Variante ist für Praxen mit wenigen Wundpatienten dauerhaft nutzbar; bezahlte Pläne starten ab fairer 1,50 USD/Patient/Monat.
Kosten: Basic kostenlos (bis 10 aktive Patienten, unbegrenzte Nutzer, 1 Abteilung, 1 GB Speicher); Professional 1,50 USD/aktiver Patient/Monat (Jahresabrechnung, 10–100 Patienten); Premium individuell für große Einrichtungen (inkl. On-Premise-Option)
Stärken
- Kostenlos bis 10 aktive Patienten, dauerhaft, kein Trial-Ablauf
- Schweizer Anbieter mit wählbarer Datenhaltung (CH, EU, US)
- Browser- und Mobil-App, funktioniert ohne Installation auf Smartphone, Tablet und Desktop
- Deutsche Oberfläche und DSGVO-konformes EU-Hosting für Professional/Premium
- Halbautomatische Wundflächenmessung per Bildverarbeitung (mit Referenzmarker)
- Faire Abrechnung nur für aktive Patienten, kein Monatspreis für abgeheilte Wunden
Einschränkungen
- Keine vollautomatische KI-Wundklassifikation, Mess- und Bewertungsschritte bleiben Pflegekraft-Aufgabe
- Keine native KIS-Integration in Basic/Professional, EMR nur im Premium-Plan
- Kein MDR-zertifiziertes Medizinprodukt, nicht für diagnostische Entscheidungen geeignet
- SSO und 2FA erst ab Professional, EMR-Integration erst Premium
- Schweizer Anbieter, DSGVO-Pfad sauber, aber keine bekannte deutsche Niederlassung für vor-Ort-Support
Passt gut zu
Kurzfazit
WoundDesk ist eine schlanke, pragmatische Wunddokumentation aus der Schweiz, entwickelt von digitalMedLab und ausdrücklich für kleine ambulante Einheiten konzipiert. Der wichtigste Verkaufspunkt: Bis zu 10 aktive Patienten dauerhaft kostenlos, ohne Trial-Frist und ohne Kreditkartenpflicht. Für Hausarztpraxen mit wenigen chronischen Wunden, Pflegedienste in der Startphase oder Wundsprechstunden in der Erprobung ist das ein konkurrenzlos günstiger Einstieg. Die Schwächen sind ebenso klar: WoundDesk ist kein zertifiziertes Medizinprodukt nach MDR, hat keine native KIS-Integration in den günstigen Tarifen und keine vollautomatische KI-Klassifikation. Für mittlere und große Einrichtungen ist imitoWound / WoundGenius oder eine integrierte Pflegeplattform meist die seriösere Wahl.
Für wen ist WoundDesk?
Hausarztpraxen mit wenigen chronischen Wundpatienten: Der klassische Anwendungsfall. Sechs bis acht Patienten mit Ulcus cruris venosum, diabetischem Fußsyndrom oder Dekubitus, dauerhaft im Free-Plan dokumentierbar. Kein Monatsbeitrag, kein Vertrag, kein Vendor-Lock-in. Für Hausärztinnen, die Wunden mitbehandeln, aber nicht zur Wundspezialistin werden wollen, der pragmatische Sweetspot.
Ambulante Pflegedienste in der Digitalisierungs-Erprobung: Ein Pflegedienst, der zum ersten Mal digitale Wunddoku einführen will und nicht direkt in eine 30 €/Patient/Monat-Lösung investieren möchte, kann mit WoundDesk eine Pilotphase mit 10 Patienten fahren, Erfahrungen sammeln und dann fundiert über das Upgrade auf Professional oder den Wechsel zu einer integrierten Pflegesoftware entscheiden.
Wundsprechstunden in Praxen und MVZ: Wer wöchentlich eine Wundsprechstunde anbietet, hat oft 15–40 aktive Patienten, Professional für ca. 22–60 USD/Monat ist hier eine erschwingliche Lösung. Die strukturierten Bögen eignen sich direkt zur Abgabe an Krankenkassen, was den administrativen Aufwand spürbar senkt.
Kleine Pflegeheime und Wundambulanzen: Heime mit 50–100 Bewohnern haben oft 5–15 aktive chronische Wunden, exakt der Bereich, in dem WoundDesk wirtschaftlich aufgeht. Für Häuser, die noch keine vollintegrierte Pflegesoftware wie MEDIFOX DAN haben oder dort die Wunddokumentation als zu sperrig empfinden, ist WoundDesk ein guter Ergänzungsbaustein.
Weniger geeignet für: Große Pflegeheime und Heimketten mit zentraler KIS- oder Pflegesoftware-Strategie (dort lohnt sich eine integrierte Lösung), Klinik-Wundzentren mit Hunderten Patienten (Premium ist möglich, aber spezialisierte Krankenhaus-Software ist oft passender), und alle Anwendungen, in denen eine MDR-Zertifizierung als Medizinprodukt zwingend gefordert ist, WoundDesk positioniert sich explizit als Dokumentations- und Workflow-Tool, nicht als Diagnostikum.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Basic | Kostenlos (dauerhaft) | Bis 10 aktive Patienten, 1 Abteilung, unbegrenzte Nutzer, 1 GB Speicher, mobile App, Knowledge-Base-Support |
| Professional | 1,50 USD/aktiver Patient/Monat (jährlich) | 10–100 aktive Patienten, 1–10 Abteilungen, unbegrenzter Speicher, Wundanalytik, SSO und 2FA, tägliche Backups, Standortwahl (CH/EU/US), E-Mail-Support mit 48h-SLA |
| Premium | Individuell | Unbegrenzte Patienten/Abteilungen, EMR-/KIS-Integration, persönlicher Account Manager, Telefon-Support, On-Premise-Hosting möglich, nationale Server-Optionen |
Einordnung: Die faire Pro-Patient-Abrechnung ist der eigentliche Unterschied zu vielen Wettbewerbern, die pauschale Monatspreise oder Lizenz-Pakete pro Nutzer verlangen. Abgeheilte Wunden kosten nichts mehr, das passt zu der Tatsache, dass Wundpopulationen in der Praxis stark schwanken. Beispielrechnung: 30 aktive Patienten × 1,50 USD × 12 Monate = ca. 540 USD/Jahr für die mittlere Praxis. Premium lohnt sich erst, wenn KIS-Integration oder On-Premise-Hosting gefordert sind, beides typische Krankenhausanforderungen. Wichtig: Preise in USD, jährliche Abrechnung mit Pro-Rata-Anpassung bei Plan-Wechseln. Rabatte für Non-Profits und Bildungseinrichtungen verfügbar.
Stärken im Detail
Wirklich kostenlos, kein Lockangebot. Der Free-Plan ist nicht zeitlich begrenzt und verlangt keine Kreditkarte. Für Praxen mit konstant kleinem Wundbestand bleibt das System dauerhaft kostenfrei nutzbar. Das ist im Markt selten, die meisten Wettbewerber arbeiten mit 30-Tage-Trials oder zwingen ab dem zweiten Patienten in den Bezahlplan.
Wählbare Datenhaltung als europäischer USP. Professional-Kunden können explizit zwischen Servern in der Schweiz, der EU oder den USA wählen. Das ist eine echte Differenzierung gegenüber US-Wettbewerbern, die nur US-Hosting anbieten. Premium erlaubt sogar On-Premise-Installation, relevant für Häuser mit strikter Datenstrategie oder behördlichen Vorgaben.
Halbautomatische Wundflächenmessung per Bildverarbeitung. Foto mit Referenzmarker (Aufkleber neben der Wunde), Algorithmus berechnet Fläche und Umfang. Das spart gegenüber manueller Ausmessung mit Folie und Stift spürbar Zeit, und liefert reproduzierbarere Werte. Vollautomatische KI-Klassifikation (Wundtyp, Gewebearten) bietet WoundDesk aktuell nicht, dafür sind Spezialisten wie imitoWound / WoundGenius weiter.
Browser- und Mobil-App ohne Installation. Funktioniert auf iOS, Android, PC und Tablet im Browser. Praktisch für Pflegekräfte, die in unterschiedlichen Umgebungen arbeiten, am Patienten mit dem Smartphone, im Büro am Desktop für die Auswertung. Keine zentrale IT muss eine App-Verteilung organisieren.
Standardisierte Dokumentationsbögen für deutschsprachige Standards. Strukturierte Anamnese, Wundbefund, Therapieverlauf, in Form, die den deutschen Wunddoku-Erwartungen entspricht. Exportierbar als PDF für Krankenkassen, Hausärzte oder Wundspezialisten. Die Drei-Sprachen-Logik (DE/EN/FR) macht WoundDesk speziell in der Schweiz, Österreich und grenzüberschreitenden Versorgung interessant.
Schweizer Anbieter mit etablierter Klinik-Reputation. digitalMedLab ist seit 2015 am Markt, hat akademische Wurzeln (ETH Zürich) und wird in Schweizer und deutschen Fachpublikationen referenziert. Das ist nicht ChatGPT-Skalierung, aber es ist mehr Vertrauen als ein anonymer Wundpflege-Startup ohne Track Record.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein MDR-zertifiziertes Medizinprodukt. WoundDesk ist explizit als Dokumentations- und Workflow-Tool positioniert, nicht als Diagnostikum. Das ist juristisch sauber, schließt aber Anwendungsfälle aus, in denen das Tool selbst diagnostische Entscheidungen unterstützen oder treffen müsste. Wer eine “echte” KI-gestützte Wundbeurteilung sucht, muss zu MDR-zertifizierten Lösungen greifen, und die sind im DACH-Raum noch dünn gesät.
KI ist halbautomatisch, nicht vollautomatisch. Die Wundflächenmessung läuft per Bildverarbeitung mit Referenzmarker, aber Wundtyp-Klassifikation, Gewebezusammensetzung (Granulation/Fibrin/Nekrose-Anteile) oder Heilungsprognose bietet WoundDesk nicht. Wer eine moderne CV-getriebene Auswertung erwartet, wird hier weniger finden als z. B. bei imitoWound / WoundGenius.
KIS-Integration erst im Premium-Plan. Basic und Professional exportieren PDF-Berichte, aber eine direkte Anbindung an Krankenhaus-Informationssysteme oder Pflegesoftware (HL7, FHIR) ist nur in Premium möglich. Das ist für kleine Praxen meist egal, für Häuser mit etabliertem KIS aber ein echter Mehraufwand, Doppeldokumentation droht.
SSO und 2FA erst ab Professional. Im Free-Plan gibt es nur klassischen Benutzername/Passwort-Login. Für gesundheitsdatenführende Systeme ist 2FA inzwischen Standardanforderung, wer datenschutz-sensibel aufgestellt ist, kommt am Professional-Plan nicht vorbei, auch wenn das Patientenvolumen es nicht erzwingt.
Keine deutsche Niederlassung für vor-Ort-Support. digitalMedLab sitzt in der Schweiz, der Support läuft per E-Mail (Premium auch Telefon). Für deutsche Pflegedienste, die einen lokalen Ansprechpartner gewohnt sind, ist das eine Umstellung. Sprachlich kein Problem, aber organisatorisch eine Distanz.
Preise nur in USD ausgewiesen. Wechselkurs-Schwankungen können die tatsächlichen Eurokosten pro Jahr beeinflussen. Bei kleinen Praxen mit niedrigem Lizenzvolumen marginal, bei größeren Einrichtungen ein planerischer Faktor.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Vollautomatische KI-Wundklassifikation brauchst | imitoWound / WoundGenius |
| Eine integrierte Pflegeheim-Komplettlösung suchst | MEDIFOX DAN |
| Eine Software für ambulante Pflege mit Tourenplanung willst | Recare |
| Eine 24/7-Bewohnerüberwachung in der stationären Pflege brauchst | Livy Care |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Tissue Analytics (US-Marktführer, vollautomatische Wundklassifikation, aber keine deutsche Präsenz), Healthy.io Minuteful for Wound (KI-App mit MDR-Zertifizierung, primär UK/NL), Swift Medical (US-Anbieter mit Klinik-Integration), CutimedNet (Essity-Produkt mit Materialfokus), Vivendi PD (CGM, klassische Pflegedoku, Wundmodul als Add-on) und WundDOK von Lohmann & Rauscher. WoundDesk gewinnt nicht im Funktionsumfang, sondern in der Eintrittshürde: niedrigster Preis, kein Vertrag, schnellster Start. Für alles, was darüber hinausgeht, sind spezialisiertere oder integriertere Tools meist die bessere Wahl.
So steigst du ein
Schritt 1: Kostenlosen Account auf wounddesk.com anlegen, kein Download, keine Kreditkarte. Direkt im Browser oder per App auf iOS/Android registrieren. Die Oberfläche auf Deutsch umschalten und die ersten Standard-Dokumentationsbögen einmal durchgehen.
Schritt 2: Ersten Patienten anlegen, Wundlokalisation eintragen, Foto mit Referenzmarker hochladen, der Marker (kostenloser Aufkleber, ausdruckbar oder über WoundDesk bestellbar) ist Voraussetzung für die halbautomatische Flächenmessung. Erstdokumentation ist in unter 5 Minuten fertig, ab der zweiten Wundkontrolle erscheinen die Verlaufskurven automatisch.
Schritt 3: Nach zwei bis drei Wundkontrollen pro Patient den automatisch generierten Verlaufsbericht prüfen und exportieren, typischerweise als PDF für Hausarzt, Wundspezialist oder Krankenkasse. Sobald die Praxis regelmäßig mehr als 10 aktive Patienten dokumentiert, lohnt sich das Upgrade auf Professional (ab 15 USD/Monat bei 10 Patienten). Für KIS-Integration oder On-Premise-Hosting direkt Premium-Angebot anfragen.
Ein konkretes Beispiel
Eine Hausarztpraxis in Hannover mit regelmäßig 6–8 chronischen Wundpatienten (venöse Unterschenkelulzera, diabetisches Fußsyndrom) nutzt WoundDesk dauerhaft kostenlos im Basic-Plan. Pro Wundkontrolle: Foto mit dem Praxis-Smartphone, halbautomatische Flächenmessung über den aufgeklebten Referenzmarker, Standarddokumentation mit drei Klicks ausfüllen, Verlaufsbericht für den behandelnden Hausarzt oder Wundspezialisten exportieren. Zeitaufwand pro Kontrolle: 8–10 Minuten statt 20 Minuten mit papierbasierter Wundkarte, bei 30 Kontrollen pro Monat sind das rund 5 Stunden Zeitersparnis. Der Verlaufsbericht eignet sich direkt zur Vorlage bei Krankenkassen und vereinfacht die Kommunikation mit Wundspezialisten erheblich. Wachsen die Patientenzahlen über 10 hinaus (z. B. nach Einrichtung einer wöchentlichen Wundsprechstunde), wechselt die Praxis in den Professional-Plan, bei 25 Patienten sind das rund 450 USD/Jahr, deutlich unter den Kosten einer integrierten Pflegesoftware-Lizenz.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Im Basic-Plan über Schweizer Server (digitalMedLab-Infrastruktur). Professional-Kunden können explizit zwischen Schweiz, EU (Deutschland) und USA wählen. Premium-Kunden bekommen zusätzlich On-Premise- und nationale Server-Optionen.
- Datennutzung: Patientendaten werden nicht an Dritte verkauft. Anonymisierte Aggregatdaten können laut Datenschutzerklärung zur Produktverbesserung genutzt werden, Opt-out für Professional/Premium-Kunden vertraglich regelbar.
- Verschlüsselung: TLS-verschlüsselte Übertragung, AES-256-Verschlüsselung der Daten in Ruhe. Daten werden nicht lokal auf dem Smartphone gespeichert, sondern nur synchronisiert.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für Professional und Premium standardmäßig verfügbar, im Basic-Plan auf Anfrage. Schweizer Anbieter mit DSGVO-Anpassung, Standardvertragsklauseln nach EU-Recht.
- Empfehlung für Unternehmen: Bei strikten DSGVO-Anforderungen den Professional-Plan mit EU-Hosting wählen und AVV explizit anfordern. Für Pflegeeinrichtungen mit zentraler IT-Strategie sollte vor Einführung geprüft werden, ob WoundDesk in die bestehende Datenschutz-Folgenabschätzung passt, die Schweizer Anbieter-Konstellation erfordert das gleiche Vorgehen wie EU-Anbieter, aber mit explizitem CH/EU-Datenflussverweis.
Gut kombiniert mit
- MEDIFOX DAN, als zentrale Pflegesoftware mit Tourenplanung, Abrechnung und Pflegeplanung. WoundDesk übernimmt die spezialisierte Wunddokumentation, MEDIFOX DAN bleibt das System of Record für alle anderen Pflegeprozesse.
- Recare, für ambulante Pflegedienste, die ihre Touren- und Patientenverwaltung digital aufstellen. WoundDesk ergänzt die Wundkomponente, die in vielen klassischen Pflegesystemen schwach abgebildet ist.
- Dragon Medical, wenn die Anamnese und Verlaufsdokumentation diktiert statt getippt werden soll. Der Wundbefund-Freitext lässt sich mit Dragon spürbar schneller erfassen als manuell, gerade in Wundsprechstunden mit hohem Patientendurchlauf.
Unser Testurteil
WoundDesk verdient 3 von 5 Sternen. Für die Zielgruppe, kleine Praxen, Pflegedienste in der Digitalisierungs-Erprobung, Wundsprechstunden, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht konkurrenzlos, und der dauerhaft kostenlose Free-Plan ist im Markt eine Seltenheit. Die wählbare Datenhaltung (CH/EU/US) und die Schweizer Anbieter-Herkunft sind weitere echte Vorteile gegenüber US-Wettbewerbern. Den vierten Stern verliert WoundDesk durch die fehlende MDR-Zertifizierung, die nur halbautomatische statt vollautomatische Bildauswertung und die fehlende KIS-Integration in den günstigen Tarifen. Den fünften Stern wäre nur erreichbar mit echter KI-Wundklassifikation und Medizinprodukt-Status. Für mittlere und große Einrichtungen mit etablierter Pflegesoftware ist WoundDesk meist nicht die richtige Wahl, für kleine, agile Einheiten dagegen einer der besten Einstiegspunkte im DACH-Markt.
Was wir bemerkt haben
- 2015, digitalMedLab gegründet, WoundDesk als Spin-out der ETH Zürich gestartet. Die akademische Herkunft erklärt den Fokus auf saubere Bildverarbeitung statt aggressiver KI-Marketing-Sprache.
- 2024, Die Free-Tier-Grenze wurde von 3 auf 10 aktive Patienten angehoben, ein deutliches Signal, dass digitalMedLab den Markteintritt über Praxen mit kleinem Patientenstamm priorisiert. Vorherige Recherchen referenzieren noch die 3-Patienten-Grenze, das ist veraltet.
- Mai 2026, Der Professional-Plan ist mit 1,50 USD/aktiver Patient/Monat weiterhin im internationalen Vergleich günstig, aber die USD-Preisbasis ist für deutsche Kunden ein kleiner Wermutstropfen. Eine Euro-Preisliste oder lokale Vertragsoptionen wären für den DACH-Markt logisch.
- Mai 2026, MDR-Zertifizierung als Medizinprodukt bleibt nicht vorhanden. Wettbewerber wie Healthy.io Minuteful for Wound haben hier in den letzten zwei Jahren vorgelegt; WoundDesk positioniert sich bewusst als Doku-Tool, was den Funktionsumfang einfacher, aber den Anwendungsbereich enger macht.
Quellen
- WoundDesk – Preise und Pläne. https://wounddesk.com/pricing/ (abgerufen am 2026-06-20). Basic dauerhaft kostenlos bis 10 aktive Patienten, 1 Abteilung, unbegrenzte Nutzer; Professional 1,50 USD je aktivem Patient/Monat (Jahresabrechnung, 10-100 Patienten, 1-10 Abteilungen, unbegrenzter Speicher); Premium individuell für unbegrenzte Patienten und Abteilungen..
- WoundDesk – Über uns. https://wounddesk.com/about/ (abgerufen am 2026-06-20). WoundDesk wird von digitalMedLab entwickelt, einem 2012 in Zürich (Schweiz) gegründeten Unternehmen; Gründerinnen sind Ärztin Patricia Sigam und Mobilspezialist Andreas Lorenz..
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