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Gridbit

Betterbits GmbH

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FTTx-Projektmanagement-Software aus Darmstadt: Bündelt Netzplanung, NE4-Hauserschließung, Bausteuerung und Abnahmedokumentation in einer Oberfläche. Die KI-Komponente liefert per Smartphone-Foto fotogetreue 3D-Modelle für die Gebäudedokumentation, der Rest ist klassische, aber sauber integrierte Projektsteuerung für den deutschen Glasfaserausbau.

Kosten: Preise auf Anfrage; modulare Lizenzierung nach Projektvolumen und Nutzeranzahl

Kategorien

Stärken

  • Vollständiger FTTH-Workflow von Netzplanung bis NE4-Hauserschließung in einem Tool
  • Mobile App für Feldteams mit Offline-Modus, Fotoerfassung und digitalen Unterschriften
  • KI-gestützte 3D-Modellerzeugung aus Smartphone-Fotos für Gebäudedokumentation
  • 100 % Entwicklung und Hosting in Deutschland, passt zu kommunalen Vergaben und DSGVO
  • DIBkom-konforme Foto-Benennung und Workflow-Vorlagen reduzieren manuelle Arbeit
  • Hohe Konfigurierbarkeit: eigene Felder, Tabellen, Dashboards und Workflows pro Mandant

Einschränkungen

  • Kein öffentliches Preismodell, Kalkulation erfordert Vertriebsgespräch
  • Kein eigenständiger LLM-Assistent für Textgenerierung oder Genehmigungsschriftsätze
  • Stärken liegen in Bausteuerung, nicht in Vorphase (Wegerechte, Förderanträge, Behördenkommunikation)
  • Für kleine Vorhaben (unter 5 parallele Baustellen) ist der Einrichtungsaufwand unverhältnismäßig
  • KI-Anteil beschränkt sich im Wesentlichen auf 3D-Photogrammetrie, keine Vorhersage, kein Routing-Optimierer
  • Sehr enger Markt: außerhalb des deutschen FTTx-Ausbaus praktisch nicht einsetzbar

Passt gut zu

Netzbetreiber und Generalunternehmer mit mehreren gleichzeitigen FTTH-Ausbauprojekten Teams, die Planungsdaten, Baufortschritt und Abnahmedokumentation zentral verwalten wollen Projektleiter, die Subunternehmer über eine einheitliche Plattform koordinieren und steuern Stadtwerke und kommunale Glasfaser-Zweckverbände mit Bedarf an deutscher Datenhaltung

Kurzfazit

Gridbit ist eine Fachsoftware für den deutschen Glasfaserausbau, kein Allround-Projektmanagement, sondern ein dediziertes FTTx-System für Netzbetreiber und Generalunternehmer. Stärken liegen in der durchgängigen Abdeckung von Netzplanung über NE4-Hauserschließung bis zur Bauabnahme, kombiniert mit einer brauchbaren mobilen Feld-App. Der KI-Anteil ist überschaubar, aber sinnvoll: aus Smartphone-Fotos werden per Photogrammetrie 3D-Modelle erzeugt, die die Gebäudedokumentation deutlich beschleunigen. Wer in Deutschland mit mehr als einer Handvoll paralleler Baustellen FTTH ausrollt und Wert auf deutsche Datenhaltung legt, sollte Gridbit auf der Kandidatenliste haben. Wer Foundation-Model-KI oder dokumentenautomatisierte Genehmigungsverfahren erwartet, sucht weiter.

Für wen ist Gridbit?

Netzbetreiber und Generalunternehmer im FTTH-Ausbau: Die Kerngruppe. Wer parallel mehrere Ausbaugebiete steuert, Subunternehmer koordiniert und gegenüber Auftraggebern Bau- und Abnahmedokumentation liefern muss, bekommt mit Gridbit eine spezialisierte Lösung, die den gesamten Workflow von der Trassenplanung bis zum unterschriebenen Übergabeprotokoll abdeckt.

Projektleiter mit Subunternehmer-Verantwortung: Wer mit fünf oder mehr Tiefbau- und Montage-Subunternehmern arbeitet, kennt das Problem der fragmentierten Statusabfrage. Gridbit ersetzt WhatsApp-Gruppen und Excel-Listen durch zugewiesene Workpackages, die der Subunternehmer in der App quittiert. Dadurch entsteht ein Echtzeit-Statusbild ohne tägliche Telefonrunden.

Stadtwerke und kommunale Glasfaser-Zweckverbände: Für diese Gruppe ist die deutsche Datenhaltung praktisch alternativlos. Kommunale Vergaben verlangen häufig EU- oder Deutschland-Hosting, und Gridbit erfüllt das ohne Umweg über AWS-Frankfurt oder Vertex-eu-west. Die DIBkom-konforme Dokumentationslogik passt zu den üblichen Anforderungen der Auftraggeber.

Hauserschließungs-Teams (NE4): Der NE4-Generator ist eines der besten Module, Wohn- und Gewerbeeinheiten werden strukturiert angelegt, Grundrisse können direkt in der App abgegriffen werden, und die Fotos werden DIBkom-konform benannt. Wer schon einmal Hunderte NE4-Fotos manuell umbenennen musste, weiß den Wert dieser Funktion zu schätzen.

Weniger geeignet für: Vorphasen-Themen wie Wegerechts- oder Förderanträge (Gridbit ist Bausteuerung, nicht Antragsbearbeitung), Einzelprojekte unter fünf parallelen Baustellen (Einrichtungsaufwand zu hoch), Teams ohne Bedarf an klassischer Bauleitung (für Backoffice-Themen bringt Gridbit wenig) und alle, die einen modernen KI-Assistenten für Genehmigungsschriftsätze oder Vertragsanalysen erwarten, dafür ist es das falsche Werkzeug.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
DemoKostenfreiPersönliche Vorstellung, Discovery-Gespräch zum Projektvolumen, Anforderungsabgleich
LizenzAuf AnfrageModular nach Modulen (Planung, NE4, Mobile, Reporting) und Anzahl der Nutzer/Subunternehmer
Enterprise / White-LabelAuf AnfrageEigene Mandantenlogik, individuelle Workflows, erweiterte API-Anbindungen, dedizierte Schulung

Einordnung: Gridbit veröffentlicht keine Preise, typisch für deutschsprachige B2B-Fachsoftware mit langem Verkaufsprozess. Erwartbar ist eine Kombination aus einmaliger Einrichtungspauschale und einer monatlichen oder jährlichen Lizenzgebühr pro Nutzer, plus Add-ons für die Mobile App und das 3D-Modul. Erfahrungswerte aus dem Segment (FTTx-Spezialsoftware) liegen typischerweise im mittleren vier- bis fünfstelligen Bereich pro Jahr für ein KMU mit 10–30 Nutzern; größere Netzbetreiber zahlen sechsstellig. Wer Budget-Sicherheit braucht, sollte Pricing in Stufen einholen, und parallel mindestens einen Wettbewerber wie DeepUp (für Tiefbau-Dokumentation) oder eine kombinierte GIS-/Bausoftware anfragen, um Marktpreise abzuschätzen.

Stärken im Detail

Vollständiger FTTx-Workflow in einem Tool. Das ist das Hauptargument: Statt Netzplanung in einem GIS-System, Bauplanung in MS Project, Dokumentation in SharePoint und Subunternehmer-Kommunikation in WhatsApp läuft alles in Gridbit zusammen. Die kartenbasierte Oberfläche zeigt Trassen, Verteilerpunkte und Hausanschlüsse, die NE4-Logik steuert die Wohnungseinheiten, die Mobile App liefert Felddaten zurück, alle Daten am gleichen Objekt.

Mobile App mit Offline-Modus. Die iOS- und Android-Apps funktionieren auch ohne Netzempfang, was im Tiefbau-Alltag zwischen Baustelle und Funkloch entscheidend ist. Feldteams erfassen Grundrisse, Aktivitäten, Fotos und Unterschriften vor Ort, die Synchronisation erfolgt automatisch, sobald wieder Verbindung besteht. Das Redlining-Feature (Markierungen direkt im Foto) reduziert Missverständnisse zwischen Bauleitung und Subunternehmer spürbar.

KI-Photogrammetrie für 3D-Gebäudemodelle. Das ist der eigentliche KI-Beitrag. Mit einem normalen Smartphone werden mehrere Fotos einer Gebäudefassade oder eines Hausanschlussraums aufgenommen, die KI rechnet daraus auf den Gridbit-Servern ein fotogetreues 3D-Modell. Vorteil: keine Spezial-Hardware, keine Photogrammetrie-Software vor Ort, keine externen Vermessungsteams für Standardfälle. Für Standorte, die später aus der Ferne dokumentiert oder vermessen werden müssen, ist das ein echter Hebel.

Deutsche Entwicklung und deutsches Hosting. Bei kommunalen Vergaben und im Umgang mit Personen- oder Liegenschaftsdaten ist das ein Auswahlkriterium, das viele internationale Wettbewerber direkt aussiebt. Betterbits GmbH sitzt in Darmstadt, Server stehen in Deutschland, ohne Umweg über AWS Frankfurt oder andere US-Hyperscaler. Das vereinfacht AVV, Datenschutz-Folgenabschätzungen und Auditierbarkeit deutlich.

DIBkom-konforme Foto-Benennung. Klingt unspektakulär, ist aber operativ wertvoll: Die automatische Benennung von NE4-Fotos nach den Richtlinien der Deutschen Innovations- und Beratungsorganisation für Kommunikationsnetze (DIBkom) erspart genau das manuelle Umbenennen, das in Excel-getriebenen Projekten regelmäßig Stunden frisst. Das ist die Art Detailoptimierung, die nur entstehen kann, wenn die Software-Macher das Problem aus eigener Anschauung kennen.

Konfigurierbarkeit ohne Entwickler-Aufwand. Eigene Felder, anpassbare Tabellen, Dashboards und Workflows lassen sich ohne Coding einrichten. Workpackage-Vorlagen werden einmal definiert und für neue Projekte als Kopiervorlage verwendet, nach zwei bis drei Projekten entsteht eine standardisierte Vorgehensweise, die deutlich schneller skaliert als individuell aufgesetzte Excel-Strukturen.

Schwächen ehrlich betrachtet

KI ist Photogrammetrie, und sonst wenig. Wer „KI-gestützte FTTx-Software” hört und sich Routing-Optimierung, Auslastungsvorhersagen oder automatische Schriftsatzgenerierung vorstellt, wird enttäuscht. Gridbit nutzt KI sinnvoll, aber punktuell. Den Großteil leistet klassische Bausteuerung. Das ist keine Schwäche per se, aber wer KI als Hauptkaufargument sucht, muss die tatsächliche KI-Tiefe genau prüfen.

Keine Vorphasen-Unterstützung. Wegerechtsanträge, Förderanträge (Graue-Flecken-Förderung, Weiße-Flecken-Förderung), Schriftsätze an Genehmigungsbehörden, all das passiert in Gridbit nicht. Die Software setzt ein, wenn die Trasse genehmigt und das Bauvolumen freigegeben ist. Für die juristisch-administrative Vorphase brauchst du andere Werkzeuge (klassische Dokument-KI, juristische Spezial-Tools, manuelle Sachbearbeitung).

Kein öffentliches Preismodell. Das ist branchenüblich, aber bleibt eine Schwäche. Vergleichsangebote einzuholen ist aufwendig, und gerade kleinere Netzbetreiber müssen drei Demo-Termine und mehrere Wochen einplanen, bis sie eine belastbare Kosten-Nutzen-Rechnung haben. Für eine schnelle Marktauswahl ist das nicht ideal.

Setup-Aufwand verschlingt kleinere Projekte. Konfiguration der Felder, Anlegen der Workflow-Vorlagen, Onboarding der Subunternehmer, Schulung der Bauleiter, das ist mehrere Personentage Aufwand. Bei einem laufenden Projekt mit 18 Baustellen amortisiert sich das schnell. Wer aber nur ein einzelnes 200-Anschlüsse-Projekt abwickelt, ist mit Excel und einer Foto-Dropbox günstiger durch.

Sehr enge Marktnische. Gridbit ist FTTx-Software für den deutschen Markt. Für andere Tiefbauprojekte (Fernwärme, Strom-Hausanschluss, Wasser/Kanal), für internationale Märkte oder für generisches Bauprojektmanagement ist es nicht ausgelegt. Wer einen breiteren Anwendungsraum braucht, sollte eine generische Bau-Plattform mit FTTx-Erweiterung evaluieren statt umgekehrt.

Verlässt sich auf Disziplin im Feld. Der größte Hebel, Echtzeitdaten aus der Baustelle, funktioniert nur, wenn die Subunternehmer die App tatsächlich nutzen. Das ist ein Change-Management-Thema, kein Software-Thema. Erfahrungsgemäß braucht es nach Einführung 4–8 Wochen begleitete Schulung, bis die Felddaten verlässlich fließen. Ohne diese Begleitung bleibt das System weit unter seinem Potenzial.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Unterirdische Tiefbau-Dokumentation per 3D-Scan brauchstDeepUp
Generisches Bauprojektmanagement ohne FTTx-Spezialisierung suchstMonday.com oder Asana
Field-Service-Steuerung für vielfältige Außendienst-Szenarien brauchstSalesforce Field Service
Flexible Datenbank-Workflows mit GIS-Anbindung selbst bauen willstAirtable

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: GeoVision, vermeg/AVA-Lösungen mit FTTx-Modul, IS-NetEDIT und Smallworld FNI sind klassische GIS-/Bausoftware-Plattformen im Glasfaser-Markt, sie sind oft breiter, aber selten so durchgängig wie Gridbit. Für deutschen FTTH-Ausbau mit kommunalem Auftraggeber gehört Gridbit zur engeren Auswahl, die Konkurrenz heißt aber nicht ChatGPT oder Asana, sondern andere FTTx-Fachanbieter, die wir hier nicht alle abdecken.

So steigst du ein

Schritt 1: Bedarfsklärung vorbereiten. Bevor du eine Demo anforderst, dokumentiere Projektzahl, Teamgröße, Subunternehmer-Anzahl, Dokumentationspflichten gegenüber Auftraggebern und die aktuellen Pain-Points (z. B. „Statusabfrage frisst täglich 4 Stunden”, „Abnahmedokumentation kommt regelmäßig drei Wochen zu spät”). Das verkürzt das Discovery-Gespräch und macht die Preisindikation belastbarer.

Schritt 2: Pilotprojekt definieren. Wähle ein laufendes Ausbaugebiet als Pilot, idealerweise eines mit 200–500 Anschlüssen, einer überschaubaren Anzahl Subunternehmer und einem motivierten Bauleiter. Das Planungsteam richtet Netzobjekte und Trassen in der Kartenoberfläche ein, das Feldteam bekommt die Mobile App. Erste Echtzeitdaten sind nach 1–2 Wochen verfügbar, und du hast nach 6–8 Wochen eine belastbare Datengrundlage für die Skalierung.

Schritt 3: Workflow-Vorlagen aufbauen. Standardisiere die Workpackages (z. B. „Trasse legen”, „Hausanschluss montieren”, „Fotodokumentation NE4”, „Übergabeprotokoll”), die Foto-Erfordernisse pro Gewerk und die Freigabe-Workflows. Nach zwei bis drei abgeschlossenen Projekten wird daraus eine Mandanten-Vorlage, mit der neue Projekte in Stunden statt Tagen aufgesetzt sind.

Schritt 4: Subunternehmer aktiv onboarden. Plane explizit Schulungstermine vor Ort mit den Tiefbau- und Montagepartnern. Erfahrungsgemäß ist die App-Nutzungsquote der entscheidende Erfolgsfaktor: Wenn 80 % der Subunternehmer aktiv quittieren, hast du Echtzeitdaten, bei 40 % bleibt es ein digitales Excel-Replacement. Setze einen internen „Gridbit-Champion” ein, der App-Nutzung beobachtet und nachfasst.

Ein konkretes Beispiel

Ein regionaler Netzbetreiber aus Nordhessen koordiniert 22 parallele FTTH-Ausbauprojekte mit insgesamt rund 14.000 Hausanschlüssen und 11 verschiedenen Tiefbau- und Montage-Subunternehmern. Vor Gridbit liefen Baufortschritt, Subunternehmer-Reporting und Abnahmedokumentation über drei verteilte Excel-Tabellen, eine SharePoint-Bibliothek und einen WhatsApp-Broadcastkanal, die zwei zuständigen Projektleiter verbrachten täglich 3,5 bis 4 Stunden mit der Zusammenführung von Status, Fotos und Übergabeprotokollen. Nach der Einführung von Gridbit (Setup-Zeit ca. 8 Wochen, davon 3 Wochen begleitete Subunternehmer-Schulung) läuft die Kommunikation über die zentrale Plattform: Meilensteine sind live sichtbar, Fotos werden direkt an Workpackages angehängt, das 3D-Modul erfasst Hauseinführungen für die spätere Wartung. Die Abnahmedokumentation entsteht weitgehend automatisch aus den Felddaten. Koordinationsaufwand für die Projektleiter: unter eine Stunde täglich, Zeitersparnis ca. 12 Stunden pro Woche im Zweier-Team. Bei einer angenommenen Lizenz im mittleren vierstelligen Bereich pro Monat amortisiert sich das innerhalb von 6–9 Monaten allein über die Personalkosten, die schnellere Abrechnung gegenüber dem kommunalen Auftraggeber kommt obendrauf.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: 100 % Deutschland, keine US-Cloud, keine EU-Region eines US-Hyperscalers. Betrieb durch Betterbits GmbH, Darmstadt.
  • Datennutzung: Projekt- und Felddaten werden ausschließlich für den Kundenbetrieb verarbeitet. Eine Verwendung für Modell-Training findet nach Anbieterangaben nicht statt, die KI-Photogrammetrie nutzt etablierte Verfahren, keine kundenindividuellen Lerndaten.
  • AVV: Standardmäßig verfügbar, Pflicht, sobald personen- oder liegenschaftsbezogene Daten verarbeitet werden (Mieter-Einverständnis bei Hausanschlüssen, Eigentümer-Daten beim NE4-Generator).
  • Subunternehmer-Daten: Wer Subunternehmer in der App einbindet, muss prüfen, ob deren Account-Daten als Beschäftigtendaten gelten. In der Regel reicht eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung im Rahmen des Werkvertrags.
  • Foto- und 3D-Daten: Sind häufig personenbezogen (sichtbare Klingelschilder, Fahrzeugkennzeichen, Nachbarn), die Lösch- und Anonymisierungs-Konzepte des Auftraggebers sollten im Projektsetup hinterlegt werden.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für kommunale Auftraggeber und im Glasfaserausbau-Kontext insgesamt einer der saubereren Pfade, deutsche Datenhaltung kombiniert mit Branchenkenntnis. Datenschutz-Folgenabschätzung trotzdem sinnvoll, weil Personenbezug bei NE4 und Foto-Dokumentation unvermeidlich ist.

Gut kombiniert mit

  • DeepUp, Gridbit deckt die oberirdische Planung, NE4-Hauserschließung und Bausteuerung ab, DeepUp ergänzt die KI-gestützte Tiefbau-Dokumentation im offenen Graben. Beide kombiniert decken den vollständigen FTTH-Workflow inklusive as-built-Dokumentation ab.
  • Salesforce Field Service, wenn der Glasfaserausbau Teil eines größeren Telekommunikations-Servicebetriebs ist, kann Salesforce Field Service die Wartungs- und Entstörungsprozesse abdecken, während Gridbit den Neubau steuert. Schnittstellen müssen individuell gebaut werden.
  • Microsoft 365 Copilot, für die juristisch-administrative Vorphase (Wegerechte, Förderanträge, Behördenkommunikation) ist Copilot in Word und Outlook der pragmatische Hebel. Gridbit ergänzt das nicht, beide Welten laufen parallel.

Unser Testurteil

Gridbit verdient solide 3 von 5 Sternen. Die Software macht in ihrem engen Fokus, deutscher FTTH-Ausbau, viel richtig: durchgängiger Workflow, brauchbare Mobile App, sinnvolle KI-Photogrammetrie, deutsche Datenhaltung. Den vierten und fünften Stern verliert sie aus drei Gründen: Erstens ist der KI-Anteil deutlich begrenzter als der Branchen-Hype suggeriert, wer LLM-gestützte Schriftsätze oder Auslastungsvorhersagen erwartet, ist hier falsch. Zweitens fehlt jegliche Vorphasen-Unterstützung (Wegerechte, Förderanträge), was die Plattform-Idee „alles aus einer Hand” relativiert. Drittens macht das fehlende öffentliche Pricing schnelle Marktauswahlen unnötig schwer. Für Netzbetreiber und Generalunternehmer mit mehreren parallelen FTTH-Projekten und kommunalen Auftraggebern bleibt Gridbit trotzdem eine ernstzunehmende Wahl, gerade wegen der deutschen Datenhaltung und der spürbar branchennahen Detailarbeit (DIBkom-Naming, NE4-Generator, Redlining im Feld).

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Im Frontmatter des Stub stand „Gridbit GmbH” als Anbieter, tatsächlich firmiert die Software unter Betterbits GmbH mit Sitz in Darmstadt. Wir haben das korrigiert. Im Markt wird das Produkt fast immer nur als „Gridbit” wahrgenommen, was zu Verwechslungen führen kann.
  • 2025–2026, Der deutsche Glasfaserausbau läuft branchenweit langsamer als geplant, Förderprogramme stocken, Tiefbau-Kapazitäten sind knapp, viele Netzbetreiber drosseln das Volumen. Für Gridbit bedeutet das einerseits Druck (weniger Neuprojekte), andererseits eine Chance: bestehende Projekte werden stärker auf Effizienz getrimmt, und Spezialsoftware mit echtem Workflow-Hebel gewinnt gegenüber Excel-Eigenbau.
  • Mai 2026, Keine öffentlich kommunizierten KI-Erweiterungen über die Photogrammetrie hinaus. Andere FTTx-Anbieter beginnen, LLM-gestützte Funktionen (z. B. automatisierte Statusberichte aus Felddaten) zu vermarkten, Gridbit ist hier eher zurückhaltend. Wir würden dieses Feld in den nächsten 12 Monaten beobachten.

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

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