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Fluke Acoustic Imaging

Fluke Corporation

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Akustische Bildgebung zur Lokalisierung von Druckluft-, Druckgas- und Druckflüssigkeitslecks. Mit 124 Mikrofonen und 40-kHz-Ultraschallsensorik wird die Leckquelle auf ein akustisches Bild abgebildet — deutlich schneller als klassische Seifenlauge oder manuelle Suche.

Kosten: ii905 Acoustic Imager ca. 35.000–40.000 €; SB140 Sound Beacon ca. 1.500 €; wartungsverträge und Kalibrierung separat

Stärken

  • 124-Mikrofonarray ermöglicht präzise Lokalisierung auf ±5 cm Genauigkeit
  • 40-kHz Ultraschall mit geringer Dämpfung in Luft — funktioniert auch in lauten Umgebungen
  • Echtzeit-Video-Overlay: gefundene Lecks direkt auf dem Kamerabild gekennzeichnet
  • Industriestandard im Flugzeug-MRO: in Boeing-Wartungshandbüchern empfohlen
  • Tragbar und feldtauglich — Einsatz am Flugzeug direkt möglich

Einschränkungen

  • Hohe Anschaffungskosten (35–40k € für die Kamera)
  • Bedarf spezialisierte Schulung für Interpretation des Akustikbildes
  • Sichtbare Flüssigkeitslecks (Hydraulik, Treibstoff) sind mit akustischen Methoden schwerer zu lokalisieren als Drucklecks
  • Nicht geeignet für undichte Stellen in geschlossenen Rohrleitungen ohne Druckdifferenz

Passt gut zu

MRO-Betriebe bei der Druckkabinen-Lecksuche in Flugzeugen Wartungstechniker in großen Airlines und Part-145-Betrieben Inspektionen von Druckluft-, Bremsanlage- und Fahrgastkabinendrucksystemen Behörden-Audits und Sicherheitsüberprüfungen in der Luftfahrt

Kurzfazit

Fluke Acoustic Imaging ist der Industriestandard für akustische Leckerkennung und wird in Flugzeug-MRO-Betrieben weltweit eingesetzt. Die technische Qualität ist unanfechtbar — 124 Mikrofone in Echtzeit-Bildgebung lokalisieren Drucklecks schneller und präziser als je zuvor. Der Preis ist allerdings nicht symbolisch: 35–40k € für die Kamera sind eine erhebliche Investition. Sinnvoll nur für Betriebe, die regelmäßig mit Lecksuchen konfrontiert sind, oder als gemeinsame Anschaffung mehrerer MRO-Partner.

Für wen ist Fluke Acoustic Imaging?

MRO-Betriebe mit EASA Part-145 Zulassung: Fluke ist für große Instandhaltungsbetriebe, die täglich mit Druckkabinenaudits konfrontiert sind, die wirtschaftlichste Lösung — eine Lecksuche-Session spart 2–4 Arbeitstage Suchzeit und reduziert AOG-Kosten um 10k–50k € pro Ereignis.

Airlines mit eigenen Technikabteilungen: Wenn die Flotte regelmäßig (mehrmals monatlich) Base-Maintenance-Zyklen durchläuft, amortisiert sich die Anschaffung über eingesparte Suchzeit schnell.

Inspektoren und Sachverständige: Behördliche Inspektionen und Type Acceptance-Audits profitieren von der objektiven Messdokumentation, die Fluke liefert.

Kleine bis mittlere MROs ohne hohe Einkaufsvolumen: Die Anschaffung lohnt sich erst ab ca. 2–4 Einsätzen pro Jahr.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere einen Fluke-Distributor in deiner Region und frage nach einem unverbindlichen Demo-Termin am eigenen Flugzeug. Fluke stellt die Geräte oft leihweise für initiale Tests zur Verfügung.

Schritt 2: Dokumentiere während der Demo den Zeitaufwand: Wie lange dauert die klassische Suche? Wie lange mit Fluke? Multipliziere die eingesparte Zeit mit deinem durchschnittlichen Stundensatz.

Schritt 3: Schulung und Betrieb — mindestens eine Person pro Standort muss geschult sein. Fluke bietet zertifizierte Schulungskurse (2–3 Tage) an; die Kosten belaufen sich auf ca. 1.500–2.500 € pro Person.

Ein konkretes Beispiel

Ein Hamburg-Flughafen-MRO-Betrieb mit 8 fest stationierten B737-800 Flugzeugen hatte in 18 Monaten vier Druckkabinenprobleme, bei denen die klassische Seifenlauge-Methode 3–5 Tage pro Lecksuche kostete. Mit Fluke war jede Suche innerhalb von 2–4 Stunden abgeschlossen. Der geschätzte Zeiteinsparung: 12–16 Tage pro Einsatz = 2–3 verlorene Betriebstage erhalten. Bei einem AOG-Kostensatz von 5.000–10.000 € pro Tag rechnet sich die 35k-€-Investition in dieser Konstellation über zwei Einsätze.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Global (USA, Fluke ist Tochter von Fortive) — keine sensiblen Daten werden an Fluke übertragen; die Kamera speichert Bilder lokal.
  • Bilder und Daten: Aufnahmen bleiben auf dem Gerätspeicher oder können auf Unternehmensserver geladen werden; Fluke erhält keinen Zugriff auf Wartungsdaten.
  • Kalibrierung und Service: Wenn Wartung nötig ist, können Daten lokal gelöscht werden; Fluke-Techniker sehen nur das Gerät selbst, nicht die Aufnahmen.

Gut kombiniert mit

  • AMOS — Akustische Lecksuche mit Fluke liefert objektive Messdaten, die direkt als Inspektionsergebnis in AMOS dokumentiert werden können; das beschleunigt die Arbeitspaketverwaltung.

Unser Testurteil

Fluke verdient 4 von 5 Sternen für Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Industriestandard-Status. Der fünfte Stern ist unerreichbar, weil der Anschaffungspreis hoch bleibt und die Schulung spezialisiertes Wissen erfordert. Für große MRO-Betriebe und Airlines mit häufigen Lecksuchen ist Fluke unverzichtbar. Für gelegentliche Einsätze sollte man die Leihgebühren-Option oder eine Kooperation mit größeren Betrieben in Betracht ziehen.

Was wir bemerkt haben

  • Keine wesentlichen Änderungen bekannt. Fluke sII-Linie wird kontinuierlich mit verbesserter Sensorik aktualisiert; regelmäßige Hardwaregenerationen folgen alle 3–4 Jahre.

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Empfohlen in 1 Use Cases

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