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FIDO Leak Locate

FIDO Tech Ltd.

4/5
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KI-gestützte akustische Leckortung, die Akustiksensor, Korrelator und Erdmikrofon in einem Gerät vereint. Die FIDO-AI-Engine klassifiziert Lecksignaturen aus den Akustikdaten und lokalisiert die Leckstelle samt geschätzter Größe, laut Anbieter mit über 93 % korrekten Leck/Kein-Leck-Entscheidungen und besonders stark auf Kunststoffleitungen, wo klassische Korrelation scheitert. Eingesetzt von Wasserversorgern auf fünf Kontinenten.

Kosten: Enterprise-Pricing auf Anfrage. Sensor-Kits in Staffeln von 4, 40 oder 75 Einheiten oder maßgeschneiderte Pakete; SaaS-Auswertung über FIDO Hub. Sensoren mit 5 Jahren Garantie.

Kategorien

Stärken

  • KI-Klassifikation funktioniert auch auf Kunststoffleitungen (PE, PVC), wo traditionelle Korrelation oft versagt
  • Kombiniert Akustiksensor, Korrelator und Erdmikrofon in einem einzigen Gerät
  • Cloud-Auswertung über FIDO AI: keine tiefe Korrelationsexpertise vor Ort nötig
  • FIDO AI schätzt Leckgröße und liefert Priorisierung (volumetrische Analyse)
  • Sensoren ohne Laden/Kalibrierung, 5 Jahre Garantie; skalierbar ab 4 Einheiten
  • Dokumentierte Referenzen und Microsoft-Partnerschaft (Lighthouse Award 2024)

Einschränkungen

  • Kein Direktvertrieb für Handwerksbetriebe, primär für Wasserversorger und Netzbetreiber
  • Kein deutschsprachiger Support, Oberfläche und Dokumentation auf Englisch
  • Preise nur auf Anfrage, kein transparentes Tarifmodell
  • Cloud-Auswertung: Akustik- und Geodaten gehen auf externe Server, AVV und DSGVO-Prüfung nötig
  • Abhängigkeit von der FIDO-Cloud; ohne aktiven SaaS-Vertrag bleibt die Hardware Stückwerk

Passt gut zu

Kommunale Wasserversorger mit Kunststofffernleitungen Netzbetreiber mit hohem Anteil nicht-entgeltlichen Wassers (Non-Revenue Water) Spezialisierte Leckortungsdienstleister auf Enterprise-Ebene

Kurzfazit

FIDO Leak Locate ist eines der wenigen Leckortungssysteme, bei dem die KI der eigentliche Kern ist, nicht ein nachträglich angeflanschtes Feature. Das Gerät vereint Akustiksensor, Korrelator und Erdmikrofon, doch der Mehrwert entsteht in der Cloud: Die FIDO-AI-Engine klassifiziert Lecksignaturen aus dem Akustikrauschen, schätzt die Leckgröße und priorisiert Reparaturen. Die große Stärke ist die Treffsicherheit auf Kunststoffleitungen (PE, PVC), wo klassische akustische Korrelation regelmäßig scheitert, weil das Material den Leckschall stark dämpft. Das ist ein Werkzeug für Wasserversorger und Netzbetreiber, nicht für den SHK-Betrieb um die Ecke, und der fehlende deutschsprachige Support sowie die intransparenten Enterprise-Preise sind die offensichtlichen Schwächen.

Für wen ist FIDO Leak Locate?

Kommunale Wasserversorger: Der Kernmarkt. Wer ein Verteilnetz mit hohem Anteil nicht-entgeltlichen Wassers (Non-Revenue Water) betreibt, bekommt mit FIDO ein System, das Lecks nicht nur findet, sondern nach Größe priorisiert. Das verändert die Arbeitsweise: Statt jedes Leck gleich zu behandeln, lassen sich die volumetrisch größten Verluste zuerst abarbeiten, der schnellste Hebel zur Senkung der Wasserverluste.

Netzbetreiber mit Kunststoffleitungen: Wer in den letzten 20 Jahren saniert oder neu verlegt hat, hat viel PE und PVC im Boden. Genau dort versagt klassische Korrelation oft, weil Kunststoff den Leckschall schlechter überträgt als Grauguss oder Stahl. FIDOs KI-Klassifikation ist auf dieses Problem trainiert und ist hier das stärkere Werkzeug.

Spezialisierte Leckortungsdienstleister: Subunternehmer, die für mehrere Versorger Netze absuchen, profitieren davon, dass die Auswertung in der Cloud läuft und nicht jeder Techniker ein erfahrener Korrelationsspezialist sein muss. Das senkt die Personalabhängigkeit und macht Ergebnisse zwischen Teams vergleichbarer.

Unternehmen mit Wasser-Stewardship-Zielen: Über die Schwesterprodukte Network Monitor und Aqua Plus adressiert FIDO auch Konzerne, die ihren Wasserfußabdruck in der Lieferkette dokumentieren müssen. Für reine Leckortung ist das Nebensache, für ESG-Berichterstattung kann es relevant werden.

Weniger geeignet für: Einzelne Handwerks- und SHK-Betriebe, die nur gelegentlich Lecks suchen, hier ist das System überdimensioniert und nicht im Direktvertrieb erhältlich. Wer ein klassisches, manuell bedienbares Bodenmikrofon ohne Cloud-Bindung sucht, ist mit Geräten wie dem besser bedient. Und wer EU-Datenhosting vertraglich garantiert braucht, muss das vorab explizit klären.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
Sensor-Kit (4 Einheiten)Auf AnfrageEinstiegspaket für kleine Netze oder Pilotbewertung, FIDOSmart-App, FIDO-Hub-Zugang
Sensor-Kit (40 Einheiten)Auf AnfrageMittelgroße Versorger, flächige Abdeckung eines Teilnetzes
Sensor-Kit (75 Einheiten)Auf AnfrageGroßflächige Netze, dauerhaftes Monitoring
Tailored PackageAuf AnfrageMaßgeschneiderte Stückzahl plus FIDO-AI-Auswertung, ggf. Schulung und Vor-Ort-Begleitung

Einordnung: FIDO verfolgt das übliche Enterprise-Muster, kein öffentlicher Preis, alles über den Vertrieb. Das macht den Vergleich mit Wettbewerbern mühsam und ist für kleinere Versorger eine Hürde. Positiv ist das Staffelmodell ab 4 Sensoren mit der Devise „klein anfangen, bei Bedarf nachkaufen”: Du kannst mit einem Pilotbereich starten und musst nicht das gesamte Netz auf einmal ausrüsten. Die Sensoren kommen mit 5 Jahren Garantie und benötigen weder Laden noch Kalibrierung, das senkt die Betriebskosten über die Laufzeit. Wichtig zu verstehen: Der eigentliche Wert steckt im SaaS-Teil (FIDO AI / FIDO Hub). Ohne aktiven Auswertungsvertrag ist die Hardware nur ein teures Mikrofon. Für eine seriöse Wirtschaftlichkeitsrechnung musst du also die laufenden Cloud-Kosten gegen den Wert des eingesparten Wassers (und vermiedener Rohrbrüche) stellen.

Stärken im Detail

KI-Klassifikation für Kunststoffleitungen. Das ist das stärkste Argument. Auf Grauguss oder Stahl funktioniert klassische akustische Korrelation gut, weil der Leckschall weit und klar durch das Material läuft. PE und PVC dämpfen den Schall dagegen massiv, hier produziert klassische Korrelation viele Fehlortungen. FIDO AI ist darauf trainiert, auch schwache und verrauschte Lecksignaturen aus den Akustikdaten herauszufiltern. Für Netze mit hohem Kunststoffanteil ist das der entscheidende Unterschied.

Drei Werkzeuge in einem Gerät. Akustiksensor, Korrelator und Erdmikrofon stecken in einer kompakten, robusten Einheit. Das spart Ausrüstung, vereinfacht die Logistik im Feld und reduziert Bedienfehler. Die Sensoren benötigen weder Aufladen noch Kalibrierung und tragen 5 Jahre Garantie, für den Dauereinsatz im Feld ein praktischer Vorteil.

Cloud-Auswertung senkt die Expertenabhängigkeit. Die eigentliche Leckerkennung läuft nicht im Kopf eines erfahrenen Spezialisten, sondern in der FIDO-AI-Engine. Laut Anbieter analysiert das System die Akustikdaten und trifft Leck/Kein-Leck-Entscheidungen mit über 93 % Genauigkeit. Damit können auch weniger erfahrene Techniker brauchbare Ergebnisse erzielen, und die Beurteilung wird zwischen Teams und Regionen vergleichbarer, ein realer Vorteil bei Personalknappheit.

Volumetrische Analyse und Priorisierung. FIDO AI schätzt nicht nur, ob ein Leck vorliegt, sondern auch dessen Größe und verifiziert nach der Reparatur die tatsächliche Einsparung. Diese „volumetrische” Sicht erlaubt es, Reparaturbudgets gezielt auf die größten Wasserverluste zu lenken, statt nach dem Zufallsprinzip oder nach Bürgerbeschwerden zu arbeiten.

Skalierbarkeit und Datenbasis. Das System wird auf fünf Kontinenten eingesetzt; die FIDO-AI-Datenbasis umfasst nach Anbieterangaben über 2,4 Millionen kuratierte Datenpunkte, allein 2023 wurden über 54 Millionen Datendateien analysiert. Je größer diese Basis, desto robuster die Klassifikation, ein klassischer Vorteil eines etablierten KI-Dienstes gegenüber Neueinsteigern.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Markt für kleine Betriebe. FIDO verkauft nicht an den einzelnen Handwerker. Das System ist auf Versorger und Netzbetreiber zugeschnitten, Vertriebsweg, Preismodell und Auswertungslogik passen schlicht nicht zum SHK-Alltag. Wer als Installateur gelegentlich ein Leck im Gebäude oder auf dem Grundstück sucht, ist mit einem klassischen Bodenmikrofon deutlich besser und günstiger bedient. Hier gibt es keinen sinnvollen Workaround, das ist schlicht das falsche Werkzeug.

Kein deutschsprachiger Support. FIDO Tech ist ein britisches Unternehmen, Oberfläche, Dokumentation und Support laufen auf Englisch. Für technisch versierte Versorgungs-IT ist das verkraftbar, im Tagesgeschäft mit Feldpersonal kann die Sprachbarriere aber bremsen. Workaround: Die Schulung im Onboarding nutzen und interne Kurzanleitungen auf Deutsch erstellen.

Intransparente Preise. Es gibt keinen veröffentlichten Tarif, weder für die Hardware-Kits noch für die SaaS-Auswertung. Das erschwert den Vergleich mit Wettbewerbern und macht es kleineren Versorgern schwer, vorab zu kalkulieren. Vor einem Pilotprojekt solltest du eine konkrete Drei-Jahres-Total-Cost-of-Ownership-Rechnung einfordern, inklusive laufender Cloud-Gebühren.

Cloud-Bindung und Datenfluss. Die Auswertung läuft zwingend in der FIDO-Cloud. Das heißt: Akustikdaten, und meist auch GPS-Koordinaten der Messpunkte, verlassen das eigene Netz. Für kritische Infrastruktur ist das ein Punkt, den IT-Sicherheit und Datenschutz vor dem Einsatz prüfen müssen. Ohne aktiven SaaS-Vertrag verliert die Hardware zudem ihren Nutzen, eine Abhängigkeit, die man vertraglich absichern sollte.

Wenig öffentlich nachprüfbare Detailmetriken. Der Anbieter nennt eine Gesamtgenauigkeit (>93 % Leck/Kein-Leck) und beeindruckende Datenmengen, aber unabhängige, peer-reviewte Vergleichsstudien gegen klassische Verfahren sind rar. Die Referenzen (Microsoft-Partnerschaft, Versorger-Case-Studies) sind glaubwürdig, ersetzen aber keine herstellerunabhängige Validierung. Ein eigenes Pilotprojekt mit Erfolgskontrolle bleibt Pflicht.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein manuelles akustisches Bodenmikrofon ohne Cloud-Bindung suchst
Eine generische IoT-Plattform für Sensorflotten brauchst
Sensorik für Kühlkette/HACCP statt Wassernetze suchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Klassische Korrelatoren und Datenlogger von Anbietern wie Gutermann (ZONESCAN), Sebakmt/Sewerin oder Aquarius-Spectrum decken die akustische Leckortung ohne KI-Cloud ab, günstiger und EU-näher, aber ohne die automatische Klassifikation und Priorisierung. Für Netze mit überwiegend metallischen Leitungen reicht das oft. FIDOs Alleinstellung ist und bleibt die KI-Klassifikation auf Kunststoff, dafür gibt es im deutschsprachigen Markt aktuell kaum gleichwertige Alternativen mit eigener Tool-Seite.

So steigst du ein

Schritt 1: Kontaktiere FIDO Tech über die Website für eine Demo oder Pilotbewertung. Definiere vorab einen klar abgegrenzten Teilbereich deines Netzes, idealerweise einen Abschnitt mit hohem Kunststoffanteil und bekanntem Wasserverlust, damit der Pilot eine ehrliche Erfolgskontrolle erlaubt.

Schritt 2: Lade die FIDOSmart-App (Android/iOS) und richte den Zugang zum FIDO Hub ein, dem Desktop-Dashboard, das die Auswertung rund um die Uhr visualisiert und per API anbindbar ist. Plane hier die Integration in dein bestehendes GIS/Netzinformationssystem mit ein.

Schritt 3: Nutze die im Onboarding enthaltene Schulung und lass dir bei Pilotprojekten einen FIDO-Techniker vor Ort geben. Lege Erfolgskriterien fest (gefundene Lecks, geschätztes vs. tatsächlich eingespartes Volumen, Trefferquote auf Kunststoffleitungen) und vergleiche das Ergebnis ehrlich mit deinem bisherigen Verfahren, bevor du auf das gesamte Netz skalierst.

Ein konkretes Beispiel

Ein kommunaler Wasserversorger im Ruhrgebiet betreibt ein Verteilnetz, das in den letzten beiden Jahrzehnten zu großen Teilen auf PE-Leitungen umgestellt wurde. Die Wasserverluste lagen hartnäckig im zweistelligen Prozentbereich, und das eigene Team fand mit klassischer Korrelation auf den Kunststoffsträngen kaum verwertbare Lecks. Im Pilotprojekt rüstet der Versorger einen kritischen Teilbezirk mit einem 40er-Sensor-Kit aus. Die FIDO-AI-Engine wertet die Akustikdaten aus, klassifiziert die Lecksignaturen und liefert eine nach Größe sortierte Liste. Statt wie bisher Verdachtsstellen abzulaufen, arbeitet der Trupp die zehn volumetrisch größten Lecks zuerst ab. Nach der Reparatur bestätigt die volumetrische Analyse die tatsächliche Einsparung. Der größte Gewinn ist nicht die Zahl der gefundenen Lecks, sondern die Priorisierung, das knappe Reparaturbudget fließt zuerst dorthin, wo am meisten Wasser verloren geht. Wichtig: Vor dem Rollout wurde mit der IT geklärt, dass Akustik- und GPS-Daten in die FIDO-Cloud fließen, und ein AVV abgeschlossen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Cloud-basierte Auswertung über FIDO AI / FIDO Hub. FIDO Tech ist ein britisches Unternehmen und unterliegt dem UK-Datenschutzrecht (Aufsichtsbehörde ICO). Laut Datenschutzerklärung bleiben Daten aus dem Website-Kontaktformular im EWR, der Speicherort für Kundendaten hängt jedoch vom gebuchten Service ab und wird erst in den Vertragsbedingungen festgelegt. EU-Hosting ist also nicht pauschal garantiert, sondern muss vor Vertragsschluss schriftlich vereinbart werden.
  • Datenfluss: Akustikdaten und in der Regel GPS-Koordinaten der Messpunkte werden an die FIDO-Cloud übertragen. Da die Leckorte Rückschlüsse auf die kritische Wasserinfrastruktur erlauben, sind hier neben Datenschutz auch IT-Sicherheits- und KRITIS-Aspekte zu prüfen.
  • Personenbezug: Leckortungsdaten sind primär Infrastruktur-, nicht Personendaten. Personenbezug kann aber entstehen, wenn Verbrauchsprofile (Consumption Profiling) einzelnen Anschlüssen zugeordnet werden, dieser Fall ist gesondert zu bewerten.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Vor dem Einsatz mit FIDO abschließen. Standardvertragsklauseln klären, falls Verarbeitungsschritte außerhalb der EU stattfinden (UK gilt als Drittland mit Angemessenheitsbeschluss).
  • Empfehlung für Versorger: Da es sich um kritische Infrastruktur handelt, vor dem Rollout eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, den EU-Hosting-Status vertraglich fixieren und die Cloud-Anbindung mit der eigenen IT-Sicherheit abstimmen.

Gut kombiniert mit

  • , wer neben den FIDO-Sensoren weitere Telemetrie (Druck, Durchfluss, Zählerstände) betreibt, kann eine übergreifende IoT-Plattform als Datendrehscheibe nutzen und FIDO-Erkenntnisse mit anderen Netzdaten korrelieren.
  • , als manuelles Bestätigungswerkzeug vor dem Aufgraben: FIDO AI liefert die priorisierte Leckliste aus der Cloud, das klassische Bodenmikrofon punktet bei der finalen Punktortung direkt an der Verdachtsstelle.
  • Ein GIS-/Netzinformationssystem, die FIDO-Hub-API lässt sich an das bestehende Geoinformationssystem anbinden, sodass Lecks direkt auf der Netzkarte erscheinen und in die Instandhaltungsplanung einfließen.

Unser Testurteil

FIDO Leak Locate verdient 4 von 5 Sternen. Es ist eines der wenigen Leckortungssysteme, bei denen die KI nicht Marketing-Beiwerk, sondern der eigentliche Funktionskern ist, und die Stärke auf Kunststoffleitungen löst ein reales Problem, an dem klassische Verfahren scheitern. Die Kombination aus All-in-one-Hardware, Cloud-Auswertung mit über 93 % Trefferquote und volumetrischer Priorisierung ist für Wasserversorger ein überzeugendes Paket. Den fünften Stern kostet die intransparente Preisgestaltung, der fehlende deutschsprachige Support, die zwingende Cloud-Bindung mit Datenabfluss in die FIDO-Infrastruktur und der Mangel an herstellerunabhängigen Vergleichsstudien. Für den engen, aber wichtigen Zielmarkt, Versorger mit Kunststoffnetzen und hohem Wasserverlust, ist FIDO trotzdem eine der ernstzunehmendsten KI-Lösungen am Markt.

Was wir bemerkt haben

  • 2023, FIDO Tech ist eine Partnerschaft mit Microsoft eingegangen (Wasser-Replenishment-Projekt in London). Das Projekt erhielt 2024 einen Microsoft-Lighthouse-Award. Die Einbindung in das Microsoft-Nachhaltigkeitsprogramm hat dem Anbieter erhebliche Sichtbarkeit verschafft.
  • 2023–2026, Das Produktportfolio wurde geschärft: Statt einzelner Geräte-Marken tritt FIDO heute mit drei klaren Lösungen auf, Leak Locate (Punktortung), Network Monitor (netzweites Monitoring) und Aqua Plus (Wasser-Stewardship für Unternehmen). Die KI-Engine FIDO AI ist die gemeinsame Klammer über allen Produkten.
  • 2024–2025, FIDO hat eine Kooperation mit Gap Inc. zur Wasser-Resilienz in der Lieferkette gestartet und Mitch Donnelly als CEO benannt. Das zeigt den Strategieschwenk vom reinen Leckortungs-Hardware-Anbieter hin zum daten- und KI-getriebenen Wasserdienstleister.
  • 2026, Die aktuellen Referenz-Case-Studies auf der Website nennen u. a. City of Highland Park (Chicago), Platte County (Missouri) und Northumbrian Water (UK). Die früher prominent beworbenen Beispiele (Thames Water, EPCOR Arizona) sind in den Hintergrund getreten, ein normaler Vorgang bei wachsendem Kundenstamm, aber ein Hinweis, dass man Referenzen immer aktuell beim Anbieter abfragen sollte.
  • Mai 2026, Konkrete Preise sind weiterhin nicht öffentlich. Wer kalkulieren will, kommt um eine individuelle Anfrage nicht herum, und sollte dabei explizit nach dem laufenden SaaS-Anteil und dem EU-Hosting-Status fragen.

Quellen

  1. FIDO – Leak Locate. https://fido.tech/leak-locate/ (abgerufen am 2026-06-13). Sensor-Kits in Staffeln von 4, 40 oder 75 Einheiten oder individuell; 5 Jahre Garantie, kein Laden/Kalibrieren; Akustiksensor, Korrelator und Erdmikrofon in einem Gerät; FIDOSmart-App, FIDO Hub und API; FIDO AI erkennt, dimensioniert und lokalisiert Lecks auf jedem Leitungsmaterial..
  2. FIDO Tech – Produktübersicht. https://fido.tech/ (abgerufen am 2026-06-13). Drei Produkte (Leak Locate, Network Monitor, Aqua Plus); Microsoft-Partnerschaft 2023 mit Londoner Replenishment-Projekt, Lighthouse Award 2024; Mitch Donnelly als CEO; FIDO Tech Ltd. mit Sitz in UK..
  3. FIDO Tech – Privacy Policy. https://fido.tech/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-13). Britisches Recht (ICO als Aufsichtsbehörde); Daten von Kontaktanfragen bleiben im EWR, der Speicherort für Kundendaten hängt vom gebuchten Service ab und wird in den Vertragsbedingungen festgelegt..

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