Zum Inhalt springen
Bezahlt Low-Code 🇩🇪 Deutschsprachig 🇺🇸 US-Server Geprüft: Mai 2026

EazyStock

Syncron AB

3/5
Tool öffnen

Cloud-basierte Bedarfsprognose- und Bestandsoptimierungs-Software für kleine und mittelständische Großhändler, Distributoren und Hersteller. Tochterprodukt des schwedischen Syncron-Konzerns, das mit Machine-Learning-Modellen Verkaufshistorien, Saisonalität und Promotionen auswertet, automatische Bestellvorschläge generiert und sich an Standard-ERPs (SAP, Dynamics 365 BC, Acumatica, Odoo, NetSuite) anschließt.

Kosten: Preise auf Anfrage, typischer Rahmen ca. 500–2.500 €/Monat je nach SKU-Zahl, Standorten und Modulen. Monatliche Abrechnung mit 10 % Aufschlag gegenüber Jahresvertrag.

Kategorien

Stärken

  • ML-basierte Bedarfsprognose mit automatischer Saison- und Trenderkennung
  • Out-of-the-box-Konnektoren für 16+ ERP-Systeme (SAP, Dynamics 365 BC, NetSuite, Acumatica, Odoo)
  • Automatisierte Bestellpunkt-, Sicherheitsbestand- und Mindestbestellmengen-Berechnung
  • Dedicated Customer Success Manager und Implementierungssupport im Preis enthalten
  • Multi-Lokationsplanung mit Lagerverteilung und Umlagerungsvorschlägen
  • Deutsche Oberfläche und deutschsprachiger Support verfügbar

Einschränkungen

  • Preise werden nicht öffentlich gelistet, keine Selbstbedienung, Sales-Gespräch zwingend
  • Datenhaltung über das Mutterhaus Syncron mit US-Komponenten, kein dediziertes EU-Hosting garantiert
  • Implementierung dauert real 6–12 Wochen, nicht die beworbenen 'few weeks'
  • Setup-Qualität hängt stark von der Datenqualität im ERP ab, schmutzige Stammdaten kosten Wochen
  • Kein Modul für komplexe Multi-Echelon-Optimierung großer Konzerne, dafür ist das Schwesterprodukt Syncron Inventory gedacht
  • Promotion- und Eventplanung weniger ausgereift als bei spezialisierten Retail-Tools wie RELEX

Passt gut zu

SMB-Großhändler und Distributoren mit 500–50.000 SKUs Mittelständische Hersteller mit Komponenten- und Ersatzteilebevorratung Unternehmen, die aus Excel-Planung in ein automatisiertes System wechseln wollen ERP-Anwender (SAP, Dynamics 365 BC, NetSuite), die Forecasting-Modul ergänzen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du planst Bestände bisher in Excel und stößt an die Grenze
  • Du betreibst ein modernes Standard-ERP und willst Forecasting ohne Eigenentwicklung anbauen
  • Du hast 1.000–50.000 Artikelnummern mit saisonalen oder volatilen Bedarfsmustern
  • Du brauchst ein Tool, das Einkäufer und Disponenten ohne Data-Science-Kenntnisse bedienen können

Wann nein

  • Du brauchst zwingend dediziertes EU-Hosting mit klarer Datenresidenz
  • Du betreibst Großkonzern-Supply-Chains mit komplexer Multi-Echelon-Optimierung
  • Du verarbeitest weniger als 200 Artikel, der ROI rechtfertigt die Lizenz kaum
  • Dein ERP ist eine Eigenentwicklung ohne Standardschnittstellen

Kurzfazit

EazyStock ist die KMU-Variante aus dem Hause Syncron: solides ML-basiertes Bedarfsforecasting und automatisierte Bestandsoptimierung, paketiert für Unternehmen, die in Excel an die Grenze stoßen, aber kein sechsstelliges SAP-IBP-Projekt stemmen wollen. Die Stärke liegt in der Integration mit Standard-ERPs (SAP, Dynamics 365 BC, NetSuite, Acumatica, Odoo) und der vergleichsweise schnellen Time-to-Value. Schwächen: Preise werden nur auf Anfrage genannt, die Datenresidenz ist über Syncron-Infrastruktur global organisiert (kein garantiertes EU-Hosting), und für komplexe Multi-Echelon-Szenarien ist das Schwesterprodukt Syncron Inventory die richtige Wahl. Für KMU-Großhändler, Distributoren und Hersteller mit klassischem Standard-ERP ist EazyStock ein vernünftiger Einstieg, solange die DSGVO-Hürde nicht zwingend ist.

Für wen ist EazyStock?

Mittelständische Großhändler und Distributoren: Wer 1.000 bis 50.000 SKUs verwaltet und bisher mit Excel-Listen, Bauchgefühl und Mindestbestellmengen plant, bekommt mit EazyStock eine erste echte Automatisierungsstufe. Bestellpunkte, Sicherheitsbestände und Mindestbestellmengen werden algorithmisch berechnet, Disponenten kontrollieren statt zu rechnen.

Hersteller mit Komponenten- und Ersatzteilebevorratung: Maschinenbauer, die Ersatzteile vorhalten müssen, profitieren von der Klassifikation langsam- und schnelldrehender Artikel (XYZ-, ABC-Analyse automatisiert). Das Tool erkennt Sporadik-Artikel, bei denen klassische Forecasting-Verfahren versagen, und nutzt entsprechende Methoden (z. B. Croston).

ERP-Anwender mit Standardsystemen: Dynamics 365 Business Central, NetSuite, Acumatica und Odoo bringen von Haus aus nur rudimentäres Forecasting mit. EazyStock dockt direkt an, holt Stammdaten und Bewegungsdaten ab und schreibt Bestellvorschläge zurück. Für diese Kundengruppe ist EazyStock der natürliche Anbau.

E-Commerce-Versender mit großem Sortiment: Wer mehrere Tausend Produkte über Amazon, Shopify oder eigene Webshops verkauft und die Promotion-Effekte aus Vergangenheitsdaten verstehen will, bekommt einen brauchbaren Startpunkt. Für reine Shopify-Versender ist Inventory Planner allerdings spezialisierter.

Weniger geeignet für: Großkonzerne mit Multi-Echelon-Anforderungen (SAP IBP, o9 Solutions, Kinaxis Maestro), Lebensmitteleinzelhandel mit Verderblichkeitslogik (RELEX Solutions), Unternehmen mit zwingender EU-Datenresidenz, sehr kleine Händler unter 200 SKUs.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
EazyStock SubscriptionAuf Anfrage (ca. 500–2.500 €/Monat)Forecasting, Replenishment, ERP-Integration, Customer Success Manager, Schulung, Support, Updates
Aufschlag monatliche Abrechnung+10 % auf ListpreisWer nicht jährlich vorauszahlen will, zahlt einen Aufpreis
ImplementierungInklusive im LizenzpreisSetup, Konnektor, Datenmodellierung, Onboarding, keine separate Einmalzahlung
Syncron Inventory (Schwesterprodukt)Auf Anfrage, deutlich teurerGroßkonzern-Variante mit Multi-Echelon, separates Produkt

Einordnung: Syncron veröffentlicht keine Preisliste. Die Kosten richten sich nach SKU-Zahl, Standortzahl, Nutzerzahl und gewünschten Modulen. Aus Marktbeobachtung und Public-Tendern liegt die Spannweite typisch bei 500 € (Einstieg) bis 2.500 € pro Monat für mittelständische Konfigurationen, Konzerne mit komplexen Anforderungen werden auf Syncron Inventory geleitet, wo Kosten schnell fünfstellig pro Monat werden. Die ältere Annahme von 3.000–8.000 €/Monat zzgl. 20.000 € Setup, die in Marktanalysen kursiert, entspricht eher dem Konzernprodukt, für EazyStock ist sie zu hoch angesetzt. Wichtig: Implementierungsaufwand und Customer Success Manager sind inkludiert, das ist ein echter Vorteil gegenüber Wettbewerbern, die Setup-Honorare zusätzlich abrechnen. Wer monatlich statt jährlich zahlen will, zahlt 10 % Aufschlag, bei mittlerem Vertragsvolumen sind das schnell mehrere hundert Euro im Jahr.

Stärken im Detail

ML-basiertes Forecasting mit Saison- und Trenderkennung. EazyStock setzt nicht nur exponentielle Glättung ein, sondern verschiedene Modellklassen je nach Artikelcharakteristik (regelmäßig, saisonal, sporadisch). Das System klassifiziert Artikel automatisch und wählt eine passende Methode. Disponenten müssen nicht entscheiden, welcher Algorithmus für welches Produkt geeignet ist, das ist der Hauptunterschied zu Excel-Lösungen.

ERP-Integration ohne Custom Development. 16+ vorgefertigte Konnektoren decken die meisten KMU-Standardsysteme ab: SAP Business One, Dynamics 365 Business Central, NetSuite, Acumatica, Odoo, IFS, SAP S/4HANA Cloud. Anbindung dauert typisch 1–2 Wochen statt eines Custom-Projekts mit 6 Monaten Vorlauf. Wer ein gängiges ERP hat, kommt am schnellsten in den produktiven Betrieb.

Customer Success Manager im Preis enthalten. Anders als bei vielen SaaS-Anbietern ist die Begleitung durch einen festen CSM Teil des Pakets, kein Add-on, keine Stundenhonorare. Für die Einführungsphase und die erste Modellkalibrierung ist das ein echter Hebel; ohne menschliche Begleitung scheitern Forecasting-Projekte oft an Datenqualität und Erwartungsmanagement.

Bedienbar für Disponenten ohne Data-Science-Hintergrund. Das UI zeigt Bestellvorschläge mit Begründung („Saisonpeak in 6 Wochen erwartet, Sicherheitsbestand erhöht”), nicht nur Zahlen. Disponenten können Vorschläge übersteuern, ohne Modellparameter zu verstehen. Das senkt die Einstiegshürde im Vergleich zu Big-Player-Tools, die ein eigenes Planungsteam voraussetzen.

Multi-Lokationsplanung mit Umlagerungslogik. Wer mehrere Lager betreibt, bekommt automatische Umlagerungsvorschläge zwischen Standorten, statt jeden Standort isoliert nachzubestellen. Für Distributoren mit Regionallägern ist das ein direkter Kosten- und Servicelevel-Hebel.

Deutschsprachige Oberfläche und Support. Die Anwendung ist ins Deutsche übersetzt, Support wird in mehreren europäischen Sprachen geleistet. Für deutsche Mittelständler, deren Disponenten Englisch nur eingeschränkt nutzen, ist das ein praktischer Vorteil gegenüber rein englischsprachigen US-Tools.

Schwächen ehrlich betrachtet

Preise werden nicht öffentlich genannt. Die einzige Möglichkeit, ein verbindliches Angebot zu bekommen, ist ein Sales-Gespräch mit anschließender Bedarfsanalyse. Für Käufer, die eine Shortlist von 5–6 Anbietern vergleichen, kostet das jeweils mehrere Stunden, und das Angebot variiert je nach Verhandlungsspielraum. Ein transparenter Listpreis würde Vertrauen schaffen.

Datenhaltung ist nicht garantiert europäisch. Die Datenschutzerklärung erwähnt explizit, dass Daten in den USA verarbeitet werden können. Syncron ist zwar in Stockholm ansässig, betreibt aber globale Infrastruktur, eine dedizierte EU-Region wird für EazyStock nicht aktiv vermarktet. Wer DSGVO-konform mit klarer Datenresidenz arbeiten muss (Pharma, kritische Infrastruktur, Behörden), sollte das im Vertragsgespräch explizit verhandeln.

Implementierungsdauer wird optimistisch kommuniziert. Marketingmaterialien sprechen von „wenigen Wochen”. Realistisch sind 6–12 Wochen bis zum produktiven Betrieb, die meiste Zeit fließt in Datenbereinigung im ERP, nicht in EazyStock selbst. Wer schmutzige Stammdaten oder lückenhafte Verkaufshistorien hat, verlängert das Projekt deutlich. Das ist kein EazyStock-Problem, aber es sollte bei der Planung einkalkuliert sein.

Begrenzte Promotionplanung. Promotion-Effekte werden aus Vergangenheitsdaten gelernt, eine differenzierte Aktionsplanung mit Kannibalisierungseffekten und Cross-Item-Modellierung bietet das Tool aber nicht. Wer im Lebensmitteleinzelhandel oder Drogerie-Bereich aufwendige Promo-Kalender pflegt, ist mit RELEX Solutions besser bedient.

Kein Modul für komplexe Multi-Echelon-Optimierung. Wer Produktion, Zentrallager, Regionalläger und Vor-Ort-Bestände gleichzeitig über mehrere Stufen optimieren will, stößt an Grenzen. Syncron leitet solche Anfragen aufs Schwesterprodukt Syncron Inventory um, was bedeutet, dass EazyStock eine Wachstumsgrenze hat. Unternehmen, die in den nächsten 3 Jahren in diese Komplexität wachsen, sollten gleich höher einsteigen.

Modelltraining bleibt eine Blackbox. EazyStock kommuniziert, dass ML-Modelle eingesetzt werden, gibt aber wenig Einblick in welche Algorithmen unter welchen Bedingungen greifen. Wer als Anwender verstehen will, warum eine Prognose so aussieht, bekommt eine Klassifikation („saisonaler Artikel”) und ein Resultat, die Zwischenschritte bleiben weitgehend verborgen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Shopify-Versender mit E-Commerce-Fokus bistInventory Planner
Lebensmittel-Retail mit Frischelogik betreibstRELEX Solutions
Konzern-Supply-Chain mit Multi-Echelon planstSAP IBP oder o9 Solutions
Echtzeit-Reaktion auf Supply-Chain-Disruptionen brauchstKinaxis Maestro
Eine direkte EazyStock-Konkurrenz im SMB-Segment willstNetstock

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Streamline (osteuropäischer Anbieter mit aggressivem Pricing), Slimstock Slim4 (niederländischer Wettbewerber mit Schwerpunkt KMU), AGR Dynamics (isländischer Anbieter, vergleichbare Positionierung). EazyStock ist nicht der innovativste Anbieter im Markt, der eigentliche Hebel ist die Kombination aus Standard-ERP-Konnektoren, dem inkludierten Customer Success Manager und der unkomplizierten Bedienung. Wer komplexere Anforderungen hat, sollte Netstock und Slim4 parallel evaluieren, weil beide ähnliche Zielgruppe und Funktionsumfang adressieren.

So steigst du ein

Schritt 1: Datenqualität im ERP prüfen. Bevor du ein Sales-Gespräch buchst, lass eine Datenqualitätsanalyse über deine Stammdaten und Bewegungsdaten der letzten 24 Monate laufen. Fehlende Lieferzeiten, lückenhafte Verkaufshistorie, doppelte Artikelnummern, alles, was du jetzt findest, kostet später Wochen in der Implementierung. EazyStock kann nur so gut prognostizieren, wie deine Datenbasis es zulässt.

Schritt 2: Sales-Gespräch mit konkreter Konfiguration. Bring zum Erstgespräch: SKU-Zahl, Standortzahl, eingesetztes ERP, geplante Nutzerzahl und Zielgrößen (z. B. „Lagerwert -15 %, OOS-Rate <2 %”). Frag explizit nach Datenresidenz, AVV, Vertragslaufzeit und Kündigungsfristen. Hol mindestens ein Vergleichsangebot von Netstock oder Slimstock, der Preisvergleich verbessert deine Verhandlungsposition deutlich.

Schritt 3: Pilot in einer Artikelgruppe. Starte den Produktivbetrieb nicht mit dem gesamten Sortiment, sondern mit 200–500 ausgewählten Artikeln einer Warengruppe. Lass das System 8 Wochen parallel zu deiner bisherigen Planung laufen, vergleich Prognosegüte (MAPE) und Servicelevel. Erst wenn die Pilotgruppe stabil läuft, rollst du auf das Gesamtsortiment aus.

Schritt 4: Reviewzyklen institutionalisieren. Plane einen monatlichen Review-Termin mit dem Customer Success Manager ein: Welche Artikel laufen modellseitig auseinander? Welche Sicherheitsbestände sind zu hoch? Welche Algorithmen müssen umparametriert werden? Ohne diese Iteration verliert das System über die Zeit Genauigkeit, Forecasting ist ein dauerhafter Pflegejob, kein Einmal-Setup.

Ein konkretes Beispiel

Ein Großhändler für Industrie-Ersatzteile aus Dortmund (45 Mitarbeitende, 12.000 SKUs, Dynamics 365 Business Central) hat 2024 EazyStock eingeführt, um die Excel-basierte Disposition abzulösen. Bisher waren zwei Disponenten Vollzeit damit beschäftigt, Bestellvorschläge zu errechnen, Sicherheitsbestände wurden über Daumenregeln gesetzt, Out-of-Stock-Quoten lagen bei 6 %, Lagerwert über Bedarf bei rund 1,8 Mio. Euro. Sechs Monate nach Go-live: OOS-Quote auf 2,1 % gesunken, Lagerwert um 380.000 Euro reduziert, Disponentenzeit für Bestellplanung um etwa 60 % zurückgegangen. Die freigewordene Kapazität fließt jetzt in Lieferantengespräche und Sortimentsoptimierung. Die Implementierung dauerte 10 Wochen, davon entfielen 6 Wochen auf Datenbereinigung im ERP. Lizenzkosten: ca. 1.400 €/Monat für 12.000 SKUs und 5 Nutzer, der ROI war nach knapp 5 Monaten erreicht. Sensible Artikeldaten werden vor Übertragung an EazyStock anonymisiert; der AVV wurde mit Syncron geschlossen, eine dedizierte EU-Datenresidenz wurde nicht zugesichert.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Syncron-Infrastruktur, weltweit verteilt, Daten können in den USA verarbeitet werden. Eine garantierte EU-Region wird für EazyStock nicht aktiv vermarktet und muss im Vertrag explizit verhandelt werden.
  • Anbieter: Syncron AB, Stockholm (Schweden), mit Niederlassungen in USA, Polen, UK und weltweit.
  • Datennutzung: Die verarbeiteten Daten sind primär technische und numerische Produktdaten (Artikelnummern, Verkaufsmengen, Lieferzeiten), Personenbezug ist gering, fällt aber bei Login-Daten und Audit-Logs an.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Verfügbar, als Bestandteil des Standardvertrags („Data Processing Addendum”). DSGVO-Compliance ist offiziell zugesichert.
  • Sicherheit: TLS-Verschlüsselung bei Übertragung, Standard-Cloud-Sicherheitsmaßnahmen. Konkrete Zertifizierungen (ISO 27001, SOC 2) sollten im Vertragsgespräch abgefragt werden.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für unkritische Stammdaten in Handel und Industrie problemlos einsetzbar. In stark regulierten Branchen (Pharma, Medizintechnik, kritische Infrastruktur) sollte die Datenresidenz explizit vertraglich geregelt werden, andernfalls bleibt ein US-Restrisiko bestehen.

Gut kombiniert mit

  • Power BI, EazyStock liefert Forecasts und Bestellvorschläge, Power BI visualisiert Bestandskennzahlen, Servicelevels und Lagerwerte über die Zeit. Disposition arbeitet operativ in EazyStock, das Management bekommt die Strategiesicht in Power BI.
  • ChatGPT, für die qualitative Erklärung von Abweichungen: Forecast-Output aus EazyStock einfügen, Ursachen analysieren, Maßnahmen formulieren. Praktisch für Disponenten, die ihre Auswertung in Worte fassen müssen.
  • SAP S/4HANA, für SAP-Bestandskunden ist EazyStock eine schnellere Alternative zum eigenen IBP-Modul, wenn nur Forecasting und Replenishment benötigt werden. EazyStock dockt an S/4HANA an und schreibt Bestellvorschläge in das ERP zurück.

Unser Testurteil

EazyStock verdient 3 von 5 Sternen. Es ist ein solides, ausgereiftes Werkzeug für mittelständische Großhändler und Distributoren, die ML-basierte Klassifikation und das automatisierte Bedarfsforecasting sind besser als Excel und decken die wichtigsten KMU-Anforderungen ab. Der inkludierte Customer Success Manager und die breite ERP-Konnektor-Bibliothek sind echte Vorteile. Zwei Sterne kostet vor allem die intransparente Preispolitik, die fehlende garantierte EU-Datenresidenz und die Tatsache, dass es bei wirklich komplexen Anforderungen schnell an die Wachstumsgrenze stößt und auf das Schwesterprodukt Syncron Inventory umgelenkt wird. Wer eine direkte Vergleichsbasis sucht, sollte Netstock und Slimstock Slim4 parallel evaluieren, der Markt im SMB-Inventory-Optimization-Segment ist eng besetzt, und Preisverhandlungen profitieren spürbar von einem zweiten Angebot auf dem Tisch.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die Preispositionierung wird weiter intransparent gehalten. Sales-Gespräche sind die einzige Möglichkeit, ein Angebot zu bekommen, was Vergleichsaufwand und Vertriebsdruck spürbar erhöht.
  • 2025, Syncron hat seine Konzernstruktur weiter konsolidiert; EazyStock bleibt als KMU-Marke neben dem Enterprise-Produkt Syncron Inventory bestehen. Das Konstrukt funktioniert kommerziell, schafft aber eine harte Wachstumsgrenze nach oben: Wer komplexer wird, wechselt das Produkt.
  • 2024, Erweiterte Konnektoren für moderne Cloud-ERPs (Acumatica, Odoo, NetSuite) wurden ausgebaut. Damit verschiebt sich der typische Kundenprofil weg von SAP Business One hin zu wachsenden Cloud-ERP-Nutzern.
  • Mai 2026, Eine dedizierte EU-Region mit klarer Datenresidenz ist weiterhin nicht aktiv beworben. Syncron operiert mit globaler Infrastruktur und verweist auf DSGVO-Compliance über AVV, nicht auf eine EU-Region, eine Lücke im Vergleich zu europäischen Wettbewerbern.

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 3 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Du arbeitest bei Syncron AB?

Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.

Testzugang anbieten

Nicht sicher, ob EazyStock zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen
Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar