Cloud-basierte Bestandsplanungs- und Demand-Forecasting-Plattform für mittelständische Hersteller und Händler. Netstock dockt als Schicht auf bestehende ERP-Systeme (SAP, Sage, NetSuite, Dynamics u.a.) auf und liefert KI-gestützte Bestellempfehlungen — ohne das ERP zu ersetzen.
Kosten: Preise auf Anfrage; typisch ab 500–1.500 USD/Monat für KMU (abhängig von SKU-Anzahl und ERP). Implementierung meist in 4–6 Wochen abgeschlossen.
Stärken
- Schnelle ERP-Integration: über 200 vorkonfigurierte Konnektoren, typisch 4–6 Wochen bis Go-live
- ABC/XYZ-Klassifizierung und automatische Sicherheitsbestand-Berechnung
- Demand Sensing: erkennt kurzfristige Abweichungen und passt Bestellpunkte automatisch an
- Bill-of-Materials (BOM)-Forecasting für Rohstoffe und Halbfertigprodukte
- S&OP-Dashboard für Abstimmung von Einkauf, Produktion und Vertrieb
Einschränkungen
- Kein deutschsprachiges Interface oder Support
- Preisnivear für sehr kleine Unternehmen (unter 10 Mitarbeitende) häufig schwer zu rechtfertigen
- Datenhosting außerhalb EU — DSGVO-Prüfung vor Einführung nötig
- Minimaler Nutzen bei unter 50 aktiven Materialien/Artikeln
- Keine branchenspezifischen Modelle für Druckereien — generisches Manufacturing-Modell
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kontaktiere Netstock für eine Demo und nenne konkret: Welches ERP nutzt ihr, wie viele aktive Materialien, und was kostet euch ein Stockout im Schnitt? Diese drei Zahlen bestimmen das Angebot direkt.
Schritt 2: Aktiviere den ERP-Konnektor. Netstock verbindet sich lesend mit dem ERP und analysiert Auftragshistorie, Bestandsbewegungen und Lieferzeiten. In der Regel dauert das 2–3 Wochen. In dieser Phase decken sich typische Datenlücken auf: Lieferzeiten nicht gepflegt, Materialstämme veraltet, Verbrauchsdaten zu lückenhaft für bestimmte Perioden.
Schritt 3: Validiere die ersten Bestellempfehlungen mit dem Einkaufsteam bevor du sie automatisierst. Passe Sicherheitsbestand und Wiederbestellpunkt für die A-Artikel manuell nach — das Modell lernt aus diesen Korrekturen. Erst nach 6–8 Wochen produktivem Betrieb lohnt es sich, auf automatisierte Bestellauslösung umzustellen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Verpackungshersteller aus Nordrhein-Westfalen mit 35 Mitarbeitenden und 120 aktiven Rohstoffsorten integriert Netstock mit dem bestehenden Sage-ERP. Die bisherige Praxis: Der Einkäufer bestellt nach Gefühl plus 20%-Puffer. Nach 8 Wochen mit Netstock sinkt der durchschnittliche Lagerbestand um 22 %, während keine einzige Produktionsunterbrechung durch Fehlmaterial entsteht. Der Einkäufer verbringt statt vier Stunden wöchentlich nur noch 90 Minuten mit der Bestellplanung — und hat jetzt eine Begründung für jede Bestellmenge, die er dem Geschäftsführer zeigen kann.
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