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Inventory Planner

Inventory Planner by Sage

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Inventory Planner (von Sage) ist eine KI-gestützte Bedarfsprognose- und Einkaufsplanungslösung für Shopify-, WooCommerce- und Amazon-Händler. Die Software analysiert Verkaufstrends, saisonale Muster und Lieferzeiten, um optimale Bestellzeitpunkte und -mengen zu empfehlen, und verhindert so sowohl Überbestände als auch Stockouts.

Kosten: Preise auf Anfrage, skalierend nach SKU-Anzahl und Bestellvolumen. Einstieg typischerweise ab ca. 299 USD/Monat für kleinere Shops.

Kategorien

Stärken

  • KI-Prognosemodell berücksichtigt Saisonalität, Trends und Werbeeffekte automatisch
  • Direkte Integration in Shopify, WooCommerce, Amazon, Walmart, NetSuite, Linnworks und 20+ weitere Plattformen
  • ABC-Klassifizierung und Margin-Analyse helfen beim Fokus auf profitable SKUs
  • Open-to-Buy-Planung und automatische Bestellempfehlungen an Lieferanten per E-Mail
  • Multi-Warehouse-Management mit Bestandssynchronisierung über Standorte hinweg

Einschränkungen

  • Preise nicht öffentlich, Evaluierung erfordert Demo und Vertriebsgespräch
  • Kein deutschsprachiges Interface oder lokaler deutschsprachiger Support
  • Für sehr kleine Shops (unter 100 SKUs) wenig Mehrwert bei dem Preisniveau
  • Historische Verkaufsdaten nötig, neues Sortiment ohne Vergangenheitswerte profitiert weniger
  • Benutzeroberfläche gilt im Vergleich zu neueren Tools als weniger intuitiv

Passt gut zu

Shopify- und Amazon-Händler mit 300+ SKUs E-Commerce-Unternehmen mit Saison- oder Werbeschwankungen Einkaufs- und Logistikteams, die manuelles Forecasting ersetzen wollen Multi-Channel-Händler mit komplexen Lagerstrukturen

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst einen Shopify- oder Multi-Channel-Shop mit 300+ aktiven SKUs
  • Saison- und Trendeffekte lassen dein manuelles Forecasting regelmäßig scheitern
  • Du willst Überbestände abbauen und gleichzeitig Stockouts vermeiden
  • Dein Team soll Bestellempfehlungen automatisiert per E-Mail an Lieferanten schicken können

Wann nein

  • Du betreibst einen sehr kleinen Shop mit weniger als 100 SKUs, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht
  • Du brauchst deutschsprachige Software oder lokalen Support
  • Dein primäres System ist kein E-Commerce-Shop (z. B. reine Stationärware ohne digitale Anbindung)
  • Du suchst eine Open-Source-Lösung oder ein Tool mit öffentlichem Preismodell

Kurzfazit

Inventory Planner ist eine der ausgereiftesten Bestandsprognose-Lösungen für mittelgroße E-Commerce-Händler, besonders im Shopify-Ökosystem. Das Tool löst das klassische Dilemma zwischen Überbestand und Stockout durch datengetriebene Bestellempfehlungen, die Saisonalität, Trends und Werbeeffekte automatisch einkalkulieren. Den vierten Stern verliert es durch den fehlenden deutschsprachigen Support, das intransparente Preismodell und die Tatsache, dass kleinere Shops bei den Kosten schlechter aussteigen. Für alle, die mehr als 300 SKUs managen und das manuelle Forecasting in Spreadsheets hinter sich lassen wollen, ist es eine ernsthafte Empfehlung.

Für wen ist Inventory Planner?

Wachsende Shopify-Händler ab 300 SKUs: Inventory Planner wurde für genau diesen Punkt im Wachstumszyklus gebaut: wenn Excel-Forecasting zu unzuverlässig und zu zeitaufwendig wird, aber ein ERP-System noch zu schwer und zu teuer ist. Die native Shopify-Integration ist der stärkste Integrationspfad.

Multi-Channel-Händler auf Amazon, Shopify und eBay: Wer auf mehreren Plattformen gleichzeitig verkauft, kämpft ständig damit, Lagerbestände kanalübergreifend zu synchronisieren. Inventory Planner zieht Verkaufsdaten aus allen Kanälen zusammen und gibt eine integrierte Bestellempfehlung, kein manuelles Zusammenführen mehr.

Saisonale Händler im Bereich Outdoor, Mode und Home: Für Sortimente mit stark schwankender Nachfrage, Sportartikel im Sommer, Weihnachtsdekorationen, Frühjahrsmode, ist maschinelles Lernen auf historischen Saisondaten ein echter Vorteil. Das Tool erkennt wiederkehrende Muster und rechnet sie in die Prognose ein.

Einkaufs- und Logistikteams in mittelständischen Retailunternehmen: Wenn ein dediziertes Einkaufsteam mehrere Lieferanten, unterschiedliche Mindestbestellmengen und variable Lieferzeiten managen muss, spart Inventory Planner erheblich Zeit: automatische Bestellvorschläge per E-Mail direkt an Lieferanten, Bestandsmonitoring über mehrere Lager.

Weniger geeignet für: Shops unter 100 SKUs (das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht), reine Stationäreinzelhandelsunternehmen ohne digitalen Kanal, Teams, die ein deutschsprachiges Interface benötigen, und Unternehmen, die eine Open-Source-Lösung bevorzugen.

Preise im Detail

PlanWas du bekommst
EinstiegDemand Forecasting, Bestellempfehlungen, Shopify/WooCommerce-Integration, ABC-Analyse, Lieferanten-E-Mails
WachstumAlles aus Einstieg + Multi-Channel (Amazon, eBay, Walmart), Multi-Warehouse, Open-to-Buy, erweiterte Berichte
EnterpriseAlles aus Wachstum + Custom Integrations, dedizierter Customer Success, SLA-Garantien

Einordnung: Inventory Planner veröffentlicht keine Listenpreise, Preise werden individuell auf Basis der SKU-Anzahl und des Bestellvolumens berechnet. In der Community wird der Einstieg häufig mit ca. 300–500 USD/Monat genannt, aber das kann je nach Shopgröße stark abweichen. Vor jedem Vergleich mit Wettbewerbern wie Relex oder Slimstock sollte eine konkrete Offerte eingeholt werden. Positiv: Inventory Planner betont explizit “unlimited users”, keine Kosten pro Nutzer-Seat, was für Teams mit mehreren Einkäufern ein Vorteil ist.

Stärken im Detail

Demand Forecasting mit transparenter Berechnung. Viele Prognosetools sind eine Blackbox. Inventory Planner zeigt, auf welchen Daten die Empfehlung basiert: Welche historischen Verkaufsperioden wurden verwendet, welche Ausreißer wurden bereinigt, welche Saisonalitätskoeffizienten fließen ein. Das macht die Empfehlung nachvollziehbar und erlaubt es Einkäufern, manuell einzugreifen, wo das Modell abweicht.

Breites Integrations-Ökosystem ohne Schnittstellenprojekt. Mit mehr als 30 nativen Integrationen, von Shopify und WooCommerce über Amazon, eBay und Walmart bis zu ERPs wie NetSuite, Microsoft Dynamics 365 und Brightpearl sowie Versanddienstleistern wie ShipBob und ShipStation, ist Inventory Planner in die meisten bestehenden E-Commerce-Stacks integrierbar, ohne ein eigenes Integrationsprojekt zu beauftragen.

Open-to-Buy-Planung für kaufmännische Steuerung. Über das klassische “wann und wieviel bestellen” hinaus bietet Inventory Planner Open-to-Buy-Planung: eine Budgetsteuerung, die Wareneinkauf mit verfügbarem Kapital und saisonalen Verkaufszielen abgleicht. Das ist besonders für Mode- und Homewares-Händler relevant, die Budgets über Kategorien und Saisons planen.

ABC-Klassifizierung und Margin-Fokus. Das Tool priorisiert automatisch nach Umsatz- und Margen-Relevanz. A-Artikel bekommen die höchste Prognosegenauigkeit, C-Artikel werden mit weniger Kapitalbindung bedient. Das hilft, das Forecasting-Budget auf die profitablen SKUs zu konzentrieren und Ladenhüter früh zu erkennen.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein öffentliches Preismodell, Evaluierung ist mühsam. Wer Inventory Planner in den Budgetprozess einbringen will, muss erst eine Demo buchen und den Vertriebsprozess durchlaufen, bevor er eine Zahl hat. Das kostet Zeit und macht den Vergleich mit transparenteren Alternativen schwierig. Gerade für mittelständische Einkäufer, die schnell entscheiden müssen, ist das ein echter Nachteil.

Kein deutschsprachiges Interface oder Support. Dashboard, Dokumentation, Onboarding und Support sind vollständig auf Englisch. Für deutsche E-Commerce-Teams mit gemischtem Personal, z. B. Lagerlogistik ohne Englischkenntnisse, ist das eine Adoptionsbarriere. Es gibt keinen Hinweis auf eine deutschsprachige Version in Planung.

Schwaches Fundament bei neuem Sortiment. Das Prognosemodell basiert auf historischen Verkaufsdaten. Wer neue Produktkategorien einführt, saisonale Neuheiten ohne Vergangenheitswerte testet oder nach einer Neupositionierung Verkaufsmuster gebrochen hat, bekommt nur eingeschränkte Prognosequalität. In diesen Fällen ist manuelle Schätzung weiterhin nötig.

Benutzeroberfläche gilt als lernintensiv. Nutzerbewertungen auf G2 und Capterra bemängeln konsistent, dass das Interface im Vergleich zu neueren Tools weniger intuitiv ist. Besonders der initiale Konfigurationsaufwand, Lieferzeiten je Lieferant, Mindestbestellmengen, Kanal-Verknüpfungen, ist zeitintensiv und erfordert eine solide Einarbeitung.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Großhandel und stationären Retail planst (nicht primär E-Commerce)Slimstock, stärker im klassischen B2B-Retail
Enterprise-Supply-Chain mit komplexen Produktionsstufen planstRelex, für Lebensmittelhandel und großflächigen Retail
Primär auf Amazon repricing und nicht Forecasting angewiesen bistRepricer Express
Multichannel-Auftragsverwaltung plus einfaches Reorder brauchstLinnworks, deckt Forecasting und OMS gleichzeitig ab

Inventory Planner ist in seinem Kernmarkt, Shopify-nativ, E-Commerce-fokussiert, mittelgroße Sortimente, eine der besten Optionen. Für Enterprise-Retail oder spezialisierte Branchen (Lebensmittel, Mode mit komplexen Saisons) gibt es stärker spezialisierte Alternativen.

So steigst du ein

Schritt 1: Installiere Inventory Planner über den Shopify App Store oder buche eine Demo auf inventory-planner.com für andere Plattformen. Die App benötigt Zugriff auf Bestellhistorie, aktuellen Lagerbestand und Lieferantenverknüpfungen. Plane 1–2 Stunden für die initiale Konfiguration und stelle sicher, dass du mindestens 6 Monate historische Verkaufsdaten im Shop hast, je mehr, desto besser die Prognosequalität.

Schritt 2: Hinterlege für jeden Lieferanten die Lieferzeit und Mindestbestellmengen. Inventory Planner berechnet daraus automatisch, wann du bestellen musst, damit kein Stockout entsteht. Die erste Bestellempfehlung siehst du meist nach wenigen Stunden. Überprüfe sie kritisch: Gibt es SKUs, bei denen du aus anderen Gründen (Promotionen, Produktauslauf) anders handeln würdest?

Schritt 3: Nutze die ABC-Analyse als Ausgangspunkt. Das Tool klassifiziert deine SKUs automatisch nach Umsatzbeitrag. Konzentriere dich in der Anfangsphase auf A-Artikel und verfeinere dort die Prognose-Einstellungen, wo das Tool historisch abweicht, etwa bei saisonalen Produkten mit kurzer Verkaufshistorie oder bei Artikeln, die durch Promotionen verzerrt sind.

Ein konkretes Beispiel

Ein Shopify-Händler für Outdoor-Sportartikel aus München mit 1.200 aktiven SKUs und starkem Saisongeschäft setzt Inventory Planner ein. Früher führten manuelle Bestellprognosen regelmäßig zu Überbeständen im Winter und Stockouts im Sommer bei Bestsellern. Nach drei Monaten mit Inventory Planner sinkt der gebundene Lagerkapitalwert um 18 %, weil das Tool Saisonalität und Werbeeffekte aus Google Shopping automatisch einrechnet. Die Einkäuferin spart außerdem rund 6 Stunden Planungsaufwand pro Woche, sie überprüft jetzt Empfehlungen, statt Tabellen zu pflegen. Besonders beim Frühjahrsstart, wenn neue Kollektionen reinlaufen, sind die Bestellvorschläge deutlich treffsicherer als die bisherige Bauchgefühl-Planung.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Inventory Planner nutzt die Sage-Cloud-Infrastruktur; die genauen Hosting-Regionen werden nicht explizit ausgewiesen, Sage ist ein britisches Unternehmen mit globaler Infrastruktur
  • Datenschutzrichtlinie: Verweist auf die zentrale Sage-Datenschutzrichtlinie unter sage.com/en-gb/legal/privacy/
  • DSGVO-Konformität: Als Sage-Tochter gilt europäisches Datenschutzrecht; konkrete Angaben zur EU-Datenhaltung sind nicht öffentlich dokumentiert
  • Auftragsverarbeitung: Für Enterprise-Kunden auf Anfrage verfügbar; Standardvertragsklauseln (SCC) sollten im Vertrag verankert werden
  • Empfehlung für Unternehmen: Vor Einführung Klarheit über Datenhosting-Region einholen; insbesondere für Händler in regulierten Branchen oder mit strikten DSGVO-Anforderungen eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen

Gut kombiniert mit

  • Linnworks, Inventory Planner übernimmt die Prognose, Linnworks die Auftragsverwaltung und Fulfillment-Koordination; für Multichannel-Händler mit Amazon und Shopify parallel die stärkste Kombination
  • Klaviyo, Restbestand-Alerts und “Back in Stock”-Kampagnen in Klaviyo kombinieren, um Nachfragepeaks vorherzusagen und Kunden bei Lagereingang automatisch zu benachrichtigen
  • Shopify, native Shopify-Integration ist der stärkste Integrationspfad; Bestellstatus, Lagerbestand und Verkaufsdaten fließen in Echtzeit in die Prognose

Unser Testurteil

Inventory Planner verdient 4 von 5 Sternen. Für seinen Kernmarkt, E-Commerce-Händler mit mindestens 300 SKUs, Shopify oder Multi-Channel, Saison- oder Trendgeschäft, ist es eines der ausgereiftesten Tools auf dem Markt. Die Kombination aus transparentem Forecasting, breitem Integrations-Ökosystem und Open-to-Buy-Planung ist schwer zu schlagen. Den fünften Stern verliert es durch das intransparente Preismodell, den fehlenden deutschsprachigen Support und die lernintensive Benutzeroberfläche. Wer diese Einschränkungen akzeptiert, bekommt ein solides Werkzeug, das sich für wachsende Shops nach kurzer Einarbeitungszeit deutlich auszahlt.

Was wir bemerkt haben

  • 2022, Inventory Planner wurde von Sage übernommen. Das Produkt läuft seitdem unter dem Namen “Inventory Planner by Sage” und hat Zugang zu Sages Enterprise-Vertrieb und Infrastruktur bekommen, die eigenständige Marke und das Produkt blieben aber weitgehend unverändert.
  • 2024, Die Integrationsseite wurde deutlich erweitert: Adobe Commerce, Walmart, Snowflake und mehrere neue ERP-Partner wurden hinzugefügt. Das Tool ist damit für größere Multichannel-Händler relevanter geworden.
  • April 2026, Pricing ist weiterhin nicht öffentlich einsehbar; Preise werden vollständig auf Anfrage kommuniziert. Berichte aus der Community deuten darauf hin, dass die Preise seit der Sage-Übernahme gestiegen sind, unabhängige Verifizierung nicht möglich.

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