BIMcollab
BIMcollab B.V. (KUBUS)
BIMcollab ist die führende cloudbasierte Plattform für BIM-Clash-Management und BCF-Workflow aus den Niederlanden. Teams erkennen Kollisionen im Koordinationsmodell, weisen Issues direkt an Fachplaner zu und tracken die Behebung bis zur Abnahme, kompatibel mit Navisworks, Solibri, Revit, ArchiCAD, Tekla und 30+ weiteren BIM-Tools via offenem BCF-Standard. Seit 2025/26 ist die Produktstruktur in Nexus (BIM-Koordination), Twin (Dokumentenkontrolle) und Zoom (Modell-Check) umstrukturiert.
Kosten: Basic 12,50 €/Nutzer/Monat (Jahreszahlung) bzw. 19 €/Monat; Advanced 18,75 €/Nutzer/Monat (Jahreszahlung) bzw. 29 €/Monat; Enterprise 25 €/Nutzer/Monat (Jahreszahlung) bzw. 39 €/Monat. Plattform umfasst BIMcollab Nexus (Koordination), Twin (Dokumente) und Zoom (Modell-Check). BIMcollab Zoom als separater Modell-Checker mit eigener Lizenzierung verfügbar. Frühere Tarife (Zero/Smart/Zoom als Plan-Namen) wurden 2025/26 abgelöst.
Kategorien
Stärken
- BCF-nativer Workflow: Clash-Issues werden direkt im 3D-Modell verortet und an Verantwortliche zugewiesen
- Kompatibel mit Navisworks, Solibri, Revit, ArchiCAD, Tekla und 30+ BIM-Tools via offenem BCF-Standard
- Transparente, konkrete Preise, von 12,50 €/Nutzer/Monat (Basic) bis 25 €/Nutzer/Monat (Enterprise)
- EU-Datenhosting (Niederlande), DSGVO-konform ohne Zusatzaufwand
- Strukturierte Koordinationsrunden: Status-Tracking von ‚aktiv' über ‚behoben' bis ‚geschlossen'
- 150.000+ Nutzer im AECO-Bereich, etablierte Marktposition
- BIMcollab Zoom als Modell-Check-Werkzeug ergänzt die Plattform um Clash-Erkennungs-Funktionen
Einschränkungen
- Kostenloser Zero-Plan wurde im Lauf der 2025er Restrukturierung abgelöst, Einstieg jetzt ab 12,50 €/Nutzer/Monat
- BCF-Workflow setzt BIM-Vorkenntnisse voraus, keine Plug-and-Play-Lösung für BIM-Einsteiger
- Clash-Erkennung selbst läuft primär über BIMcollab Zoom oder Drittwerkzeuge (Navisworks, Solibri), Nexus konzentriert sich auf Issue-Management
- Produkt-Restrukturierung 2025/26 (Nexus, Twin, Zoom) macht den Tarifvergleich mit älteren Quellen verwirrend
- KI-Anteil zurückhaltend, Kern ist strukturierter BCF-Workflow, keine ML-basierten Vorschläge
Passt gut zu
Kurzfazit
BIMcollab ist die etablierte Standard-Plattform für BCF-basiertes Clash- und Issue-Management in BIM-Projekten, niederländischer Anbieter (KUBUS), EU-Hosting, breite Kompatibilität mit allen relevanten BIM-Tools über den offenen BCF-Standard. Für BIM-Koordinatoren, die zwischen Fachplanern strukturiert Issues austauschen müssen, ist es eine ehrliche Empfehlung. Stark: offener BCF-Standard, breite Tool-Kompatibilität, EU-Hosting, jetzt transparente Preise. Schwach: der kostenlose Einstiegs-Plan wurde im Zuge der 2025er Restrukturierung abgelöst, die Produkt-Restrukturierung selbst (Nexus, Twin, Zoom statt Zero/Smart/Zoom-Plänen) ist verwirrend, und die Clash-Erkennung läuft entweder über das eigene Zoom-Werkzeug oder weiterhin über Drittwerkzeuge wie Navisworks und Solibri. Wichtige Einordnung zum KI-Anspruch: BIMcollab ist primär ein strukturierter BCF-Workflow, kein generatives KI-Tool. Die ML-Story bleibt zurückhaltend, wer im BIM-Bereich nach „echter KI” sucht, schaut auf andere Tool-Kategorien (z. B. KI-Modellanalyse, KI-Mengenermittlung).
Für wen ist BIMcollab?
BIM-Koordinatoren: Die Kernzielgruppe. Wer wöchentlich Kollisions-Auswertungen aus Navisworks oder Solibri in strukturierte Issues übersetzen, an Fachplaner verteilen und den Lösungsfortschritt tracken muss, bekommt mit BIMcollab Nexus genau dieses Werkzeug. Der BCF-native Workflow ist der zentrale Mehrwert, andere Tools (Excel-Listen, E-Mails, generische Issue-Tracker) liefern keine 3D-Verortung der Probleme.
Generalplaner mit vielen Fachplanern: In Projekten mit Architektur, Tragwerk, TGA, Elektrik, Brandschutz, Statik, also dem typischen DACH-Generalplaner-Setup, sind Koordinations-Issues ein zentrales Risikothema. BIMcollab strukturiert die Kommunikation zwischen diesen Disziplinen: jeder Issue hat Verortung, Zuweisung, Fälligkeit, Status. Eskalation wird transparent, nicht im E-Mail-Verkehr verloren.
Bauherren und Projektsteuerer: Wer das Recht und das Bedürfnis hat, den BIM-Koordinations-Stand im Projekt zu überblicken, bekommt mit BIMcollab eine zentrale Dashboard-Sicht: Wie viele offene Hard Clashes? Welche Disziplinen sind blockiert? Was wurde diese Woche behoben? Das ersetzt die wöchentliche „BIM-Status-Excel-Tabelle”, und ist für Bauherren mit Compliance-Anforderungen oft die einzig akzeptable Variante.
Architektur- und Ingenieurbüros mit gemischtem BIM-Stack: Wer Revit nutzt, mit Tekla-Tragwerks-Modellen arbeitet und TGA aus AutoCAD MEP bezieht, braucht eine Tool-übergreifende Koordinations-Sprache. BCF ist genau das, und BIMcollab ist die führende BCF-Plattform. Für reine Revit-Häuser ist Autodesk BIM 360 eine Alternative; bei gemischten Stacks wird BIMcollab überlegen.
DSGVO-sensitive Bauprojekte: Öffentliche Bauherren, Krankenhäuser, Behörden, alles Akteure, die Wert auf EU-Hosting legen. BIMcollab als niederländischer Anbieter mit EU-Rechenzentrum ist hier sauberer aufgestellt als US-Wettbewerber wie BIM 360 oder Procore.
Weniger geeignet für: kleine Sanierungs- und Umbau-Projekte ohne strukturiertes BIM-Vorgehen (Aufwand-Nutzen passt nicht), Teams ohne BIM-Vorerfahrung (die BCF-Workflow-Logik braucht Aufbau), Projekte, die einen integrierten Common Data Environment (CDE) mit Plan-, Modell- und Dokumenten-Workflow brauchen (Dalux oder Trimble Connect sind dort breiter), und Anwender, die ein modernes KI-Tool mit automatischen Clash-Vorschlägen erwarten.
Preise im Detail
| Plan | Jahres-Preis (€/Nutzer/Monat) | Monats-Preis (€/Nutzer/Monat) | Was du bekommst |
|---|---|---|---|
| Basic | 12,50 | 19 | BIM-Koordinations-Hub, essenzielle Collaboration & Coordination, BCF-Workflow |
| Advanced | 18,75 | 29 | Zusätzlich: automatisierte Workflows, Customization, Integrationen, vertrauliche Dokumente, benutzerdefinierte Metadaten |
| Enterprise | 25 | 39 | Zusätzlich: komplexe Projektstrukturierung, Work Packages, Multi-Level-Location-Organisation, organisatorische Governance |
| BIMcollab Zoom | Separate Lizenzierung | Separate Lizenzierung | Modell-Check, Clash-Management, Smart Properties, Smart Views, Listen, entweder als Standalone oder mit Plattform-Plan |
Einordnung: BIMcollab hat 2025/26 die Tarif-Struktur restrukturiert, der frühere kostenlose Zero-Plan ist abgelöst worden, das Einstiegs-Pricing liegt jetzt bei 12,50 €/Nutzer/Monat (Jahresabrechnung). Für ein Projekt mit 10 Beteiligten landen die jährlichen Kosten bei rund 1.500 € (Basic) bis 3.000 € (Enterprise). Der Sweetspot für mittlere Projekte ist Advanced (18,75 €/Nutzer/Monat), die automatisierten Workflows und Integrationen sind die zentralen Produktivitäts-Hebel gegenüber Basic. Enterprise lohnt sich erst bei sehr großen Projekten mit Work-Package-Strukturen oder Multi-Standort-Verwaltung. Im Vergleich zu Wettbewerbern: BIMcollab bleibt mit transparentem Pricing günstig, Autodesk BIM 360 oder Procore (Procore-Alternative) sind im Listenpreis meist deutlich teurer.
Stärken im Detail
BCF als offener Standard. Der entscheidende Differentiator ist der Industrie-Standard BCF (BIM Collaboration Format), mit dem BIMcollab nativ arbeitet. BCF erlaubt es, Clash-Issues mit 3D-Viewpoint, Beschreibung und Zuordnung zwischen unterschiedlichen BIM-Tools auszutauschen. Wer Revit + Tekla + AutoCAD MEP einsetzt, bekommt eine gemeinsame Issue-Sprache, kein proprietäres Format, das den Tool-Wechsel oder die Anbieter-Bindung erzwingt. Das ist im Gegensatz zu BIM 360 (Autodesk-zentriert) ein echter strategischer Vorteil.
Tool-Kompatibilität in der Breite. 30+ unterstützte BIM-Tools über BCF, von Navisworks und Solibri (die Erkennungs-Werkzeuge) über Revit, ArchiCAD, Tekla (Modell-Quellen) bis zu Spezialwerkzeugen wie MagiCAD, DDS-CAD und Allplan. Das macht BIMcollab zur Lingua franca der BIM-Koordination, unabhängig vom CAD-Stack der Beteiligten.
EU-Hosting in den Niederlanden. Für DSGVO-sensible Bauprojekte (öffentliche Bauherren, Krankenhäuser, Versorgungs-Infrastruktur) ist das ein klares Plus. Der DSGVO-Pfad ist sauberer als bei US-Anbietern, AVV ist standardmäßig verfügbar. Für deutsche Bauverwaltungen oft das ausschlaggebende Auswahlkriterium.
Strukturierte Koordinationsrunden. Die Status-Pflege („aktiv”, „in Bearbeitung”, „behoben”, „geschlossen”) und die Fälligkeitsdaten machen die Koordinationsbesprechung zur strukturierten Routine. Statt jede Woche neu zu fragen „was ist offen?”, liefert das Dashboard die Antwort. Das ist organisatorisch wertvoller, als die reine Funktion vermuten lässt.
Transparente, konkrete Preise. BIMcollab kommuniziert die Tarife (Basic 12,50 €, Advanced 18,75 €, Enterprise 25 €/Nutzer/Monat) öffentlich, selten in einem Segment, in dem viele Wettbewerber mit „auf Anfrage” arbeiten. Für Beschaffungs-Entscheidungen ein klarer Vorteil.
150.000+ Nutzer im AECO-Bereich. Die etablierte Markt-Position bedeutet: dichte Trainings- und Beratungs-Verfügbarkeit, viele Erfahrungsberichte, eine ausgereifte Plattform mit Jahren produktiver Nutzung. Für vorsichtige Beschaffungs-Entscheidungen ist das ein wichtiger Faktor.
Produkt-Restrukturierung 2025/26 stärkt Plattform-Anspruch. Mit Nexus (Koordination), Twin (Dokumentenkontrolle) und Zoom (Modell-Check) positioniert sich BIMcollab als integrierte Plattform statt als reines Issue-Tool. Für Großprojekte ist das ein klarer Ausbau, ob das auch kleinere Projekte besser bedient, ist offen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kostenloser Einstieg ist Geschichte. Der frühere Zero-Plan (BIMcollab Zero, kostenlos mit Limit auf 10 Issues) wurde im Zuge der 2025/26-Restrukturierung abgelöst. Wer das Tool kostenlos kennenlernen oder kleine Pilotprojekte starten will, hat diese Option nicht mehr im bisherigen Umfang. Der Einstieg liegt jetzt bei 12,50 €/Nutzer/Monat, fair für die gebotene Funktion, aber für Mikro-Projekte eine neue Hürde.
Produkt-Restrukturierung ist verwirrend. Die Umbenennung von „BIMcollab Zero/Smart/Zoom” (als Plan-Namen) zur neuen Architektur „Nexus/Twin/Zoom” (als Produkt-Säulen) mit „Basic/Advanced/Enterprise” als Plan-Stufen macht den Tarifvergleich mit älteren Quellen schwierig. Wer im Sommer 2024 ein Angebot eingeholt hat, muss 2026 neu lesen. Auch viele Online-Vergleichsseiten sind nicht aktualisiert.
Clash-Erkennung läuft nicht in Nexus selbst. Die eigentliche Kollisions-Erkennung passiert entweder im hauseigenen BIMcollab Zoom (separater Modell-Checker) oder weiterhin in Drittwerkzeugen wie Navisworks oder Solibri. Nexus ist primär das Issue-Management nach der Erkennung, wer eine integrierte „Erkennen + Verwalten”-Lösung sucht, muss Zoom zusätzlich lizenzieren oder das bestehende Drittwerkzeug einbinden.
BCF-Workflow setzt BIM-Reife voraus. Wer BCF noch nie eingesetzt hat, wer kein klares BIM-Koordinations-Konzept im Projekt hat, wer das Konzept „Issue mit 3D-Viewpoint” erst lernen muss, wird BIMcollab nicht produktiv nutzen können. Das Tool ist kein BIM-Einstiegs-Werkzeug; es setzt einen funktionierenden BIM-Prozess voraus und strukturiert ihn. Für reine BIM-Einsteiger ist eine begleitete Einführung sinnvoll.
KI-Anteil bleibt zurückhaltend. BIMcollab vermarktet sich nicht als KI-Tool, ehrlicherweise. Die Plattform ist solider strukturierter BCF-Workflow mit modernem UI, aber keine ML-basierte Vorschlags-Engine, kein generativer Co-Pilot, der Clash-Auflösungen vorschlägt. In einem Markt, in dem 2025/26 ML-Komponenten zur BIM-Modellanalyse (z. B. automatische Issue-Klassifikation, Vorschläge zur Verantwortlichkeitszuweisung) verstärkt diskutiert werden, ist BIMcollab eher Standard als Vorreiter.
Begrenzte CDE-Funktionalität. Wer eine vollwertige Common Data Environment (CDE) sucht, also Plan-, Modell- und Dokumenten-Workflows in einer Plattform, bekommt mit BIMcollab eher das Issue- und Koordinations-Element. Twin erweitert die Dokumenten-Seite, aber für integrierte CDE-Anwendungen sind Dalux, Trimble Connect oder Procore breiter aufgestellt.
Onboarding-Aufwand für volle BCF-Pflege. Die saubere Einrichtung eines BCF-Workflows mit klaren Disziplin-Verantwortlichkeiten, Status-Logik und Eskalations-Regeln braucht Vorarbeit, typisch 1 bis 2 Workshop-Tage mit allen Fachplanern. Wer das überspringt, riskiert, dass die Issues unstrukturiert ins Tool wandern und der Nutzen verpufft.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Komplette Autodesk-Stack-Integration brauchst | Autodesk BIM 360 |
| Tiefere Clash-Erkennungs-Funktionen direkt im Tool brauchst | Solibri (mit BCF-Export an BIMcollab oder andere) |
| Ein etabliertes Clash-Erkennungs-Werkzeug für gemischte Modelle suchst | Navisworks (Erkennung), kombiniert mit BIMcollab für Issue-Management |
| Eine Common Data Environment (CDE) mit Plan-, Modell- und Issue-Workflows brauchst | Dalux Field |
| Ein generelles Baustellen- und Mängelmanagement-Tool suchst | PlanRadar |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Trimble Connect (breit aufgestellte CDE mit BCF-Unterstützung), Procore (US-Marktführer für Construction Management, schwerer im DSGVO-Pfad), Bricsys 24/7 und Bluebeam Revu (eher 2D-Plan-Markup). Für reines BCF-basiertes Issue-Management mit EU-Hosting ist BIMcollab weiterhin die naheliegende Wahl, andere Tools sind entweder Autodesk-zentriert, US-zentriert oder breiter aufgestellt (CDE) als der BIMcollab-Fokus.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich auf bimcollab.com für eine Testphase. Der frühere kostenlose Zero-Plan ist abgelöst, aber typischerweise sind Trial-Zugänge verfügbar, frag den Vertrieb nach einer Demo-Phase, in der das echte Projektteam mit dem Tool arbeiten kann. Lege ein erstes Projekt an und füge die beteiligten Fachplaner per E-Mail-Einladung hinzu. Wichtig: vor der Tool-Einführung das Koordinations-Konzept klären, Welche Disziplinen? Welche Verantwortlichkeiten? Welche Status-Logik? Wer eskaliert wann?
Schritt 2: Exportiere die ersten Clash-Ergebnisse aus Navisworks, Solibri oder BIMcollab Zoom als BCF-Datei und importiere sie in BIMcollab Nexus. Die Issues erscheinen mit Viewpoint (3D-Verortung), Beschreibung und Gewerk-Zuweisung. Weise jeden Issue der verantwortlichen Person zu und setze einen Fälligkeitstermin, typisch 1 bis 2 Wochen je nach Komplexität. Issues sollten disziplinär klar getrennt sein, sonst verlieren sie ihre Steuerungswirkung.
Schritt 3: In der nächsten Koordinationsrunde prüfen die Fachplaner ihre zugewiesenen Issues, markieren behobene Kollisionen als „gelöst” und hängen Screenshots oder Kommentare an. Der BIM-Koordinator prüft und schließt abgearbeitete Issues. Wichtig: Ritualisierung der Routine, eine wöchentliche oder zweiwöchentliche Koordinationsrunde mit BIMcollab-Dashboard als Agenda ist der Schlüssel zum Erfolg.
Schritt 4 (für Großprojekte): Nach 2 bis 3 Monaten Produktivnutzung Advanced-Tarif evaluieren, automatisierte Workflows und Custom-Metadaten lohnen sich, sobald die Routine etabliert ist. Bei sehr großen Projekten (Work Packages, Multi-Standort-Strukturen) Enterprise-Tarif prüfen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Münchner Planungsbüro koordiniert ein Verwaltungsgebäude mit Architektur (Revit), Tragwerk (Tekla) und TGA (AutoCAD MEP). Nach dem wöchentlichen Navisworks-Clash-Lauf werden 43 neue Issues als BCF in BIMcollab Nexus importiert. Der BIM-Koordinator teilt die Issues in Kategorien auf: 8 kritische Hard Clashes zwischen Lüftungskanälen und Deckenträgern, 20 Soft Clashes wegen Wartungsabstand-Unterschreitungen, 15 Informations-Issues für die nächste Iteration. Die Elektro- und HLS-Planer erhalten automatisch ihre zugewiesenen Issues per E-Mail und beheben bis zum nächsten Montag 34 davon im Modell. Die verbleibenden 9 eskalieren in das Koordinationsmeeting mit Viewpoints direkt aus BIMcollab, Bildschirmpräsentation des 3D-Issues spart 10 Minuten Diskussion pro Punkt. Resultat: Was vor BIMcollab oft als „43 Excel-Zeilen” zwischen Disziplinen hin- und herwanderte (mit Verlust-Risiko und unklarem Status), läuft jetzt strukturiert mit klaren Fälligkeiten und Status-Tracking. Wöchentliche Koordinations-Aufwand sinkt nach Etablierung um geschätzt 30 bis 40 %. Kosten bei 8 aktiven BIMcollab-Nutzern im Projekt: ca. 1.800 €/Jahr (Advanced-Tarif, Jahreszahlung).
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Server innerhalb des EWR, Anbieter ist die niederländische Kubus B.V. mit Sitz in Eindhoven. Saubere EU-Konstellation für deutsche Bauprojekte; ein konkreter Cloud-Anbieter wird in der Datenschutzerklärung nicht namentlich genannt.
- Zertifizierungen: ISO 27001 (Informationssicherheit) und PCI-DSS werden in der Datenschutzerklärung als Sicherheitsmaßnahmen genannt.
- Datennutzung: Projekt- und Modelldaten ausschließlich für die Erbringung der Koordinations-Leistung. Keine Nutzung für KI-Modelltraining.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar, Pflichtbestandteil bei B2B-Verträgen.
- Zugriffskontrolle: Rollen- und projektbezogene Berechtigungen. Vertrauliche Dokumente und benutzerdefinierte Metadaten ab Advanced-Tarif.
- Datenlöschung: Project- und Issue-Löschung über Standard-Mechanismen. Aufbewahrungsfristen je nach Vertrag zu vereinbaren.
- Empfehlung für Unternehmen: EU-Anbieter mit EU-Hosting macht die DSGVO-Konstellation vergleichsweise einfach. Für öffentliche Bauherren und sicherheitssensitive Projekte den AVV im Detail prüfen, insbesondere zu Aufbewahrungsfristen und Backup-Strategien.
Gut kombiniert mit
- Navisworks oder Solibri, als Clash-Erkennungs-Werkzeuge. BIMcollab übernimmt das Issue-Management nach der Erkennung; die eigentliche Kollisions-Berechnung läuft in einem dieser Tools. Klassische Workflow-Trennung: Erkennen → Strukturieren → Verteilen → Lösen → Schließen.
- Revit, Tekla, ArchiCAD oder andere BIM-Modellierungs-Tools, als Modell-Quellen. BIMcollab arbeitet mit IFC und BCF und bindet sich über offene Standards an die Modellierungs-Tools an, ohne Anbieter-Lock-in.
- Dalux Field oder PlanRadar, für die Baustellen-Phase nach Abschluss der Planung. BIMcollab ist Planungs- und Koordinations-Tool; die Bauausführung mit Mängelmanagement läuft typischerweise in einem darauf spezialisierten Tool.
Unser Testurteil
BIMcollab verdient 4 von 5 Sternen. Die Plattform ist eine etablierte, ehrliche Standard-Lösung für BCF-basiertes Clash- und Issue-Management mit klarer Stärke im offenen BCF-Standard und EU-Hosting. Für BIM-Koordinatoren in DSGVO-sensitiven Projekten gehört sie zur Pflicht-Evaluation. Den fünften Stern verliert das Tool durch die Ablösung des kostenlosen Zero-Plans (Einstiegs-Hürde ist gestiegen), die verwirrende Produkt-Restrukturierung 2025/26 (Nexus/Twin/Zoom statt Zero/Smart/Zoom), die Tatsache, dass die Clash-Erkennung selbst weiterhin in Drittwerkzeugen oder dem separat lizenzierten Zoom läuft, und, im Kontext unserer KI-Tool-Liste, die zurückhaltende KI-Story. Wer einen modernen ML-basierten BIM-Assistant erwartet, sollte die Erwartungen kalibrieren. Wer struktureren BCF-Workflow mit EU-Hosting sucht, findet hier ein verlässliches Werkzeug.
Was wir bemerkt haben
- 2025/26, BIMcollab hat die Produkt- und Tarif-Struktur grundlegend umgebaut: Die früheren Plan-Namen Zero (kostenlos), Smart und Zoom wurden abgelöst. Neue Produkt-Säulen sind Nexus (Koordination), Twin (Dokumentenkontrolle) und Zoom (Modell-Check). Neue Plan-Stufen sind Basic (12,50 €/Nutzer/Monat), Advanced (18,75 €) und Enterprise (25 €). Wer Vergleichsmaterial aus 2023/24 liest, muss alles neu prüfen.
- 2025/26, Der kostenlose Zero-Plan ist in seiner alten Form Geschichte, der Einstieg liegt jetzt bei 12,50 €/Nutzer/Monat. Für Mikro-Projekte und Pilotbetriebe eine spürbare neue Hürde, in einem Markt, in dem Wettbewerber durchaus weiterhin kostenlose Einstiegs-Tarife anbieten.
- Mai 2026, Die KI-Story bleibt zurückhaltend: BIMcollab vermarktet sich nicht als KI-Tool, bei einem Werkzeug, das auf strukturiertem BCF-Workflow basiert, ist das ehrlich. Wettbewerber im BIM-Bereich experimentieren mit ML-basierten Vorschlägen (automatische Issue-Klassifikation, Verantwortlichkeits-Empfehlungen), BIMcollab bisher nicht in vergleichbarem Umfang.
- Mai 2026, Die Markt-Position als BCF-Plattform mit 150.000+ Nutzern bleibt unverändert stark. Im EU-Markt ist BIMcollab für strukturiertes Issue-Management die naheliegende Wahl, eine echte Verschiebung der Markt-Position ist im zurückliegenden Jahr nicht zu beobachten.
Quellen
- BIMcollab - Plattform-Tarife. https://www.bimcollab.com/en/plans/bimcollab-platform/ (abgerufen am 2026-06-13). Basic 12,50 €/Advanced 18,75 €/Enterprise 25 € pro Nutzer/Monat (Jahreszahlung) bzw. 19/29/39 € monatlich; kein kostenloser Plan, je Nutzer 1-2 Gast-Zugaenge inklusive.
- BIMcollab - Datenschutzerklaerung. https://www.bimcollab.com/en/terms-conditions/privacy-policy/ (abgerufen am 2026-06-13). Datenverarbeitung auf Servern innerhalb des EWR, ISO 27001 und PCI-DSS, Anbieter Kubus B.V. mit Sitz in Eindhoven (Niederlande).
- BIMcollab - Produktuebersicht. https://www.bimcollab.com/en/ (abgerufen am 2026-06-13). Produktstruktur Nexus (BIM-Koordination), Twin (Dokumentenkontrolle) und Zoom (Modell-Check).
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