Zum Inhalt springen
Bezahlt Ohne Setup 🇩🇪 Deutschsprachig ⚠️ Hybrid Zuletzt geprüft: Juni 2026

Livy Care

HUM Systems GmbH

4/5
Tool öffnen

Livy Care ist ein KI-Assistenzsystem für Pflegeeinrichtungen und Kliniken der HUM Systems GmbH (Chorin/Berlin). Ein passiver Deckensensor erkennt Stürze, Bettverlassen, Wandering-Tendenz und akustische Hilferufe, ohne Kamera, ohne Mikrofon-Aufzeichnung, ohne tragbare Geräte. Die Erkennung läuft lokal und anonymisiert auf der Sensorstation, Daten werden auf Servern in Deutschland (Hetzner) verarbeitet, Alerts gehen per App auf Dienstgeräte, Vitalwerte werden automatisch dokumentiert. Entwickelt in Deutschland mit Fokus auf DSGVO-Konformität.

Kosten: Preis auf Anfrage; 6-wöchige Testphase für Einrichtungen; Miet- oder Kaufmodelle. Projektierung nach Zimmerzahl und Risikoprofil. Kontakt über livy-care.com.

Kategorien

Stärken

  • Deutscher Hersteller, Fokus auf Datenhaltung in Deutschland, DSGVO-nativ ausgelegt
  • Passiver Deckensensor ohne Kamera und ohne Audio-Aufzeichnung, Bewohnerwürde gewahrt
  • Erkennt Sturz, Bettverlassen, Wandering-Tendenz und akustische Hilferufe ohne Tragegeräte
  • Lokale Verarbeitung auf der Sensorstation, Daten anonymisiert, deutsche Server (Hetzner)
  • Automatische Dokumentation von Ereignissen und Vitalwerten
  • Etablierte Referenzkunden: Asklepios, MEDICLIN, Johanniter, Bethel, ProCurand, Johannesstift Diakonie

Einschränkungen

  • Preise nicht öffentlich, Projektierung und individuelles Angebot erforderlich
  • Schwerpunkt stationär/klinisch; Heim-Variante existiert, ist aber nicht der Kernmarkt
  • Keine öffentlich zugängliche unabhängige Studie zu Erkennungs- und Falschalarmraten, der Hersteller nennt selbst keine konkrete Trefferquote
  • Wirtschaftlich erst ab einer relevanten Zahl Hochrisikozimmer sinnvoll

Passt gut zu

Stationäre Pflegeeinrichtungen mit hohem Anteil sturzgefährdeter oder nachts unruhiger Bewohner Kliniken und Einrichtungen, die DSGVO-konforme Datenhaltung in Deutschland verlangen PDLs, die Nachtkontrollen gezielter steuern und das Personal entlasten wollen

Kurzfazit

Livy Care ist eine der wenigen Pflegesensorik-Lösungen, die konsequent als deutsches, datenschutzfreundliches Produkt auftritt: Ein passiver Deckensensor erkennt Stürze, Bettverlassen und Hilferufe, komplett ohne Kamera und ohne dauerhafte Audio-Aufzeichnung, die Erkennung läuft lokal und anonymisiert auf der Sensorstation. Das entspannt den Einsatz in Bewohnerzimmern ethisch und rechtlich deutlich. Für Einrichtungen mit vielen sturzgefährdeten oder nachts unruhigen Bewohnern ist das ein echter Hebel, um Nachtkontrollen gezielter zu steuern und Personal zu entlasten. Die Referenzliste (Asklepios, MEDICLIN, Johanniter, Bethel) ist seriös. Was fehlt, ist Transparenz: keine öffentlichen Preise und keine unabhängig geprüfte Studie zu Erkennungs- oder Falschalarmraten, der Hersteller nennt selbst keine konkrete Trefferquote. Wer das per Pilotprojekt selbst validiert, bekommt ein durchdachtes, DSGVO-orientiertes System.

Für wen ist Livy Care?

Stationäre Pflegeeinrichtungen mit Sturzproblematik: Der Kernmarkt. Wo nachts wenige Pflegekräfte viele Bewohner betreuen und Routinekontrollen den größten Zeitfresser darstellen, liefert Livy Care den größten Nutzen. Statt fester 2-Stunden-Runden steuert das System die Nachtwache anlassbezogen, die Kontrolle geht dorthin, wo gerade ein Alert ausgelöst wurde.

Kliniken und Krankenhäuser: Livy Care wirbt explizit auch um den klinischen Bereich. Auf Stationen mit deliranten, sturzgefährdeten oder nachts orientierungslosen Patienten kann die passive Überwachung das Pflegepersonal entlasten, ohne dass jemand fixiert oder dauerhaft beobachtet wird.

Einrichtungen mit hohen Datenschutzanforderungen: Für Träger, die ihre Bewohnerdaten in Deutschland verarbeitet wissen wollen und Kamera-/Audiolösungen aus Würde- und Rechtsgründen ablehnen, ist die kamera- und aufzeichnungsfreie Architektur das entscheidende Argument. Das ist genau die Lücke, in die viele US-Sensoriklösungen nicht passen.

Pflegedienstleitungen (PDLs) und Qualitätsmanagement: Die automatische Dokumentation von Ereignissen und Vitalwerten reduziert Schreibarbeit und liefert nachvollziehbare Daten für Sturzprotokolle und Qualitätsnachweise, ein Punkt, der bei Prüfungen und Haftungsfragen zählt. Laut Hersteller entfallen so rund 120 Dokumentationstage pro Jahr.

Weniger geeignet für: Ambulante Pflegedienste mit verstreuten Einzelhaushalten (eine Heim-Variante existiert, ist aber nicht der Schwerpunkt), sehr kleine Einrichtungen mit nur wenigen Risikozimmern (die Wirtschaftlichkeit stimmt erst ab einer relevanten Zimmerzahl), und Träger, die ohne Pilot- und Projektierungsphase ein fertiges Preisschild erwarten.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
TestphaseAuf Anfrage (i. d. R. kostenlos)6-wöchige Erprobung in der Einrichtung, vorab kurzer Fragebogen und individuelle Demonstration
MieteAuf AnfrageSensorik, App, Wartung und Support als laufende Gebühr, geringe Anfangsinvestition
KaufAuf AnfrageEinmalkauf der Hardware, laufende Kosten für Software/Support separat

Einordnung: Livy Care veröffentlicht keine Preise, typisch für B2B-Pflegetechnik, wo jedes Projekt nach Zimmerzahl, Risikoprofil und Integrationsaufwand kalkuliert wird. Das ist branchenüblich, macht aber einen schnellen Vergleich unmöglich: Du musst durch Beratung und Angebot, bevor du eine Zahl siehst. Der entscheidende Hebel ist die 6-wöchige Testphase, sie kostet typischerweise nichts und erlaubt es, Erkennungsqualität, Falschalarmrate und Personalentlastung an den eigenen Bewohnern zu messen, statt auf Herstellerzahlen zu vertrauen. Wirtschaftlich rechnet sich ein System wie dieses über vermiedene Stürze (jeder Sturz mit Fraktur kostet Behandlung, Pflegegrad-Eskalation und Dokumentation) und über gezieltere Nachtkontrollen. Nutze den Pilot, um genau diese Größen für die eigene Einrichtung zu beziffern, bevor du Miete oder Kauf vergleichst.

Stärken im Detail

Kamera- und aufzeichnungsfreie Architektur. Das ist der wichtigste Punkt. Livy Care arbeitet mit einem passiven Deckensensor, der Bewegungs- und Sturzmuster erkennt, aber kein Videobild speichert und keine Gespräche aufzeichnet. Für den Einsatz in Bewohner- und Patientenzimmern ist das doppelt wertvoll: Es wahrt die Würde der überwachten Person und entschärft die rechtlich heikle Frage der Videoüberwachung in privaten Räumen erheblich. Viele Kamera-basierte Konkurrenten scheitern genau an diesem Punkt am Betriebsrat oder an Angehörigen.

Anlassbezogene Alerts statt Dauerüberwachung. Das System meldet konkrete Ereignisse, Sturz, Bettverlassen, Raumverlassen, akustischer Hilferuf, per App auf das Diensttelefon. Die Pflegekraft reagiert auf einen Auslöser, nicht auf einen Bildschirm, den jemand beobachten müsste. Damit lässt sich die starre Routine fester Nachtkontrollen durch eine ereignisgesteuerte Reaktion ersetzen, was Wege spart und gleichzeitig die Reaktionszeit bei echten Vorfällen verkürzt.

Automatische Dokumentation. Ereignisprotokolle und Vitalwerte werden automatisch erzeugt, Blutzucker-Monitoring ohne manuelle Messung ist Teil des beworbenen Funktionsumfangs. In einer Branche, in der Dokumentationspflicht und Personalmangel täglich kollidieren, ist jede automatisch generierte und prüffeste Aufzeichnung bares Geld und ein Plus bei MDK-/Heimaufsichtsprüfungen sowie in Haftungsfragen.

Deutscher Hersteller mit Datenschutz-Fokus. HUM Systems sitzt in Berlin und Chorin (Brandenburg), das Produkt ist auf Verarbeitung in Deutschland ausgelegt. Für einen Sektor unter strenger DSGVO- und Sozialdatenschutz-Aufsicht ist das ein handfester Vorteil gegenüber US-Anbietern, die selbst mit AVV einen schweren Stand in deutschen Pflegeheimen haben.

Glaubwürdige Referenzkunden. Mit Asklepios, MEDICLIN, Johanniter, Stiftung Bethel, ProCurand und Johannesstift Diakonie nutzen mehrere große deutsche Gesundheits- und Pflegeträger das System. Das ist kein Beweis für die Erkennungsqualität, aber ein starkes Signal, dass das System Beschaffungs-, Datenschutz- und Betriebsratsprüfungen großer Häuser bestanden hat, eine Hürde, an der kleinere Start-ups oft scheitern.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine unabhängig geprüften Erkennungsraten. HUM Systems nennt auf der eigenen Website keine konkrete Sturzerkennungs- oder Falschalarmrate, und es gibt keine öffentlich zugängliche, peer-reviewte Studie, die die Erkennungsqualität unter realen Bedingungen belegt. Beworben werden stattdessen Prozesskennzahlen (120 Dokumentationstage weniger pro Jahr, 51 Stunden mehr Bewohnerzeit pro Wohnbereich und Monat, 34 % weniger Zeit für Vitaldatenmessung), allesamt Herstellerangaben. Gerade die Falschalarmrate ist in der Praxis kritisch: Zu viele Fehlalarme zermürben das Personal und führen dazu, dass Alerts ignoriert werden, der berüchtigte “Alarm-Fatigue”-Effekt. Diese Zahlen musst du im Pilot an deinen eigenen, oft nachts unruhigen oder dementen Bewohnern selbst messen.

Intransparente Preise. Ohne Beratungsgespräch bekommst du keine Zahl. Das macht es für eine PDL schwer, vorab eine Wirtschaftlichkeitsrechnung aufzustellen oder Angebote mehrerer Anbieter sauber zu vergleichen. Plane die Beratungs- und Projektierungsphase fest ein, bevor du intern Budgets beantragst.

Schwerpunkt stationär, ambulant nur am Rande. Eine Heim-Variante wird beworben, der Kernmarkt sind aber Einrichtungen und Kliniken. Ambulante Dienste mit verstreuten Einzelhaushalten sind nicht die primäre Zielgruppe; Installation, Alert-Routing und Support sind auf den institutionellen Betrieb zugeschnitten.

Wirtschaftlichkeit erst ab Skalierung. Einzelne Zimmer auszustatten lohnt sich kaum. Der Nutzen entsteht, wenn ein relevanter Teil der Hochrisikozimmer abgedeckt ist und die Nachtwache ihre gesamte Routine umstellen kann. Für sehr kleine Häuser oder einzelne Problemfälle ist das System überdimensioniert.

Abhängigkeit von einem mittelständischen Anbieter. HUM Systems ist ein spezialisierter deutscher Mittelständler, kein Großkonzern. Das bringt Nähe und deutschen Support, aber auch das übliche Risiko: Bei Sensorik, an der nachts Leben hängen kann, solltest du Wartungs-, Reaktions- und Ausfall-Szenarien (was passiert bei Sensorausfall, gibt es einen Fallback auf klassische Klingel?) vertraglich klar regeln.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Allgemeine Texterstellung und Auswertung im Pflegealltag brauchst
Recherche zu Förderungen, Standards oder Hilfsmitteln mit Quellen brauchst

Wichtig: Livy Care ist Sensorik, kein Tool zum Selbstmachen, die direkten Wettbewerber haben (noch) keine eigene Seite bei uns. Im Markt der Pflegesensorik konkurriert Livy Care unter anderem mit CLARA (cogvis) aus Österreich, SafelyYou (USA, kamerabasiert mit KI), Essence SmartCare sowie sturzdetektierenden Radar- und Bodensensor-Systemen, wer einen Beschaffungsvergleich aufstellt, sollte sie als Alternativen kennen. Für die digitale Pflegedokumentation und Tourenplanung (kein Sensor, sondern Verwaltungssoftware) sind etablierte Systeme wie Vivendi (Connext), DAN oder MediFox die Referenz; Livy Care ergänzt sie um die Echtzeit-Sensorik. Die Alleinstellung von Livy Care gegenüber vielen dieser Lösungen ist die Kombination aus kamera-/audiofreier Sensorik und deutschem Datenschutz-Fokus. Wer in einer deutschen Einrichtung mit Betriebsrat und sensiblen Angehörigen eine Kamera durchsetzen müsste, hat es mit Livy Care leichter.

So steigst du ein

Schritt 1: Erstkontakt über livy-care.com. Vor der Demo wird ein kurzer Fragebogen ausgefüllt, Standort, Bewohner- bzw. Patientenzahl und Risikoprofil bilden die Grundlage für die Systemauslegung. Lass dir in der Demonstration konkret zeigen, wie ein Alert beim Personal ankommt und wie die automatische Dokumentation aussieht.

Schritt 2: 6-wöchige Testphase für deine Hochrisikozimmer vereinbaren. Der Sensor wird an der Decke installiert, kein Umbau von Zimmern oder Betten, keine Tragegeräte für Bewohner. Plane eine kurze Schulung des Pflegepersonals zur Alert-Interpretation ein und definiere vorab klare Messgrößen: Wie viele echte Stürze wurden erkannt? Wie viele Fehlalarme pro Nacht? Wie verändert sich die Reaktionszeit?

Schritt 3: In den ersten Wochen die Alert-Schwellwerte auf das individuelle Bewohnerprofil kalibrieren. Nachtaktive Menschen, Bewohner mit Demenz oder unruhigem Schlaf brauchen angepasste Einstellungen, damit die Falschalarmrate niedrig bleibt und das Personal den Alerts vertraut. Werte am Ende des Pilots die selbst gemessenen Zahlen aus, sie sind die Basis für die Wirtschaftlichkeitsrechnung und das spätere Miet- oder Kaufmodell.

Ein konkretes Beispiel

Eine Pflegeeinrichtung mit 60 Bewohnern stattet im Pilot 20 Hochrisikozimmer mit Livy Care aus. In der dritten Woche registriert das System um 2:47 Uhr bei einer 87-jährigen Bewohnerin eine kritische Abfolge: Bettverlassen, kein Rückkehr-Signal nach acht Minuten, anschließend ein akustischer Hilferuf aus Richtung Bad. Die Nachtwache erhält den Alert sofort auf das Diensttelefon und findet die verwirrte Bewohnerin am Waschbecken stehend, kurz vor dem Sturz. Die nächste reguläre Routinekontrolle wäre erst um 4:30 Uhr gewesen, anderthalb Stunden später. In der Auswertung nach sechs Wochen zählt die PDL drei vergleichbar früh abgefangene Situationen, eine spürbar verkürzte Reaktionszeit und, ebenso wichtig, eine Falschalarmrate, die nach der Kalibrierung auf unter einen Alert pro Zimmer und Nacht gesunken ist. Entlastung für die Nachtwache: weniger blinde Routinerunden, gezieltere Wege. Die automatisch erzeugten Ereignis- und Vitaldatenprotokolle ersetzen einen Teil der nächtlichen Handdokumentation. Auf dieser Datengrundlage entscheidet die Einrichtung über den Rollout auf weitere Zimmer.

DSGVO & Datenschutz

  • Hersteller: HUM Systems GmbH, Sitz in Chorin (Choriner Bahnhofstraße 2, 16230 Chorin) mit Büro in Berlin (Schinkestraße 9, 12047 Berlin), Geschäftsführer Ali Reza Humanfar. Eingetragen beim Amtsgericht Frankfurt (Oder), HRB 19485 FF.
  • Datenhosting: Laut Datenschutzversprechen werden die für Funktion und Registrierung nötigen Daten auf Servern in Deutschland verarbeitet, Anbieter ist die Hetzner Online GmbH. Übertragung per TLS-Verschlüsselung. Lass dir vor Vertragsschluss dennoch schriftlich bestätigen, in welchem Rechenzentrum und unter welcher Rechtsordnung die Daten konkret verarbeitet werden.
  • Sensorik ohne Kamera/Audio-Aufzeichnung: Der passive Deckensensor erfasst Bewegungs- und Sturzmuster und verarbeitet die Erkennung lokal und anonymisiert auf der Sensorstation, ohne Videobilder oder Gespräche dauerhaft zu speichern. Das reduziert die Eingriffstiefe in Persönlichkeitsrechte erheblich, ein zentrales Argument gegenüber kamerabasierten Systemen.
  • Sozialdatenschutz: In Pflege und Klinik gelten neben der DSGVO besondere Anforderungen (Gesundheits-/Sozialdaten, ärztliche Schweigepflicht). Vitalwerte und Bewegungsdaten sind besonders schützenswerte Daten nach Art. 9 DSGVO, Einwilligungen von Bewohnern bzw. Betreuern und eine Datenschutz-Folgenabschätzung sind vor dem Einsatz Pflicht.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für den Einsatz in Einrichtungen ist ein AVV nach Art. 28 DSGVO erforderlich. Vor Pilotstart anfordern und vom eigenen Datenschutzbeauftragten prüfen lassen.
  • Empfehlung: Betriebsrat bzw. Mitarbeitervertretung früh einbinden, auch kamerafreie Sensorik im Mitarbeiter- und Bewohnerumfeld ist mitbestimmungs- und kommunikationsrelevant. Angehörige transparent informieren.

Gut kombiniert mit

  • Pflegedokumentations-System (z. B. Vivendi, DAN, MediFox), Livy Care überwacht und alarmiert in Echtzeit, die Dokumentation und Tourenplanung läuft im etablierten System. Wo eine Schnittstelle besteht, fließen Ereignis- und Lagerungsdaten direkt in die Patientenakte, das spart doppelte Erfassung.
  • , für die Verwaltung rund um den Sensorbetrieb: Schulungsunterlagen, Dienstanweisungen zur Alert-Reaktion oder Auswertungsberichte aus den Pilotdaten lassen sich damit schneller formulieren. Keine personenbezogenen Bewohnerdaten eingeben.
  • , für Recherche zu Förderprogrammen (z. B. Digitalisierungsförderung nach § 8 Abs. 8 SGB XI), technischen Standards oder Wettbewerbsprodukten, mit Quellenangaben, die du direkt für den Förderantrag oder die Beschaffung verwendest.

Unser Testurteil

Livy Care verdient 4 von 5 Sternen. Die Kombination aus kamera- und aufzeichnungsfreier Sensorik, deutschem Hersteller mit Datenschutz-Fokus und ernstzunehmenden Referenzkunden trifft eine echte Lücke im deutschen Pflegemarkt, viele technisch starke Wettbewerber scheitern hierzulande an Datenschutz und Betriebsrat, genau dort spielt Livy Care seine Stärke aus. Der anlassbezogene Ansatz statt Dauerüberwachung passt zur Realität unterbesetzter Nachtwachen und hat echtes Entlastungspotenzial. Den fünften Stern kosten zwei Dinge: die fehlende öffentliche Preistransparenz und vor allem die fehlende unabhängige Validierung der Erkennungs- und Falschalarmrate, zu der der Hersteller selbst keine konkreten Zahlen veröffentlicht. Beides ist im Pflegekontext, wo an einem nicht erkannten Sturz oder einem ignorierten Fehlalarm reale Gesundheit hängt, kein Detail, sondern entscheidend. Die gute Nachricht: Die 6-wöchige Testphase erlaubt es, genau diese Werte selbst zu messen, bevor man Geld in die Hand nimmt. Wer diesen Pilot diszipliniert auswertet, bekommt ein durchdachtes, DSGVO-orientiertes System mit klarem Nutzen für sturzgefährdete Bewohner.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Livy Care positioniert sich inzwischen ausdrücklich nicht mehr nur als “Sturzerkennung”, sondern als “digitaler Assistent zur Prozessoptimierung” in der Pflege. Auf der Website stehen Prozesskennzahlen (120 Dokumentationstage weniger pro Jahr, 51 Stunden mehr Bewohnerzeit pro Wohnbereich und Monat, 30 % weniger Belastung) im Vordergrund. Der Fokus verschiebt sich erkennbar von der reinen Notfallmeldung hin zu Dokumentation und Entlastung.
  • Juni 2026, Die Referenzliste umfasst große deutsche Träger (Asklepios, MEDICLIN, Johanniter, Stiftung Bethel, ProCurand, Johannesstift Diakonie). Das deutet auf eine breitere Marktdurchdringung hin als bei vielen vergleichbaren Pflegetech-Start-ups.
  • Juni 2026, Trotz prominenter Referenzen veröffentlicht HUM Systems weder Preise noch eine konkrete, unabhängig geprüfte Erkennungsrate. Eine früher in unserem Text genannte “96-%-Sturzerkennung” ließ sich auf der aktuellen Website nicht belegen und wurde entfernt, wer eine Trefferquote für eine Beschaffungsentscheidung braucht, muss sie im eigenen Pilot verifizieren.
  • Juni 2026, Das Datenschutzversprechen nennt als Server-Anbieter konkret die Hetzner Online GmbH mit Verarbeitung in Deutschland und Audits nach DSG-EKD und KDG (kirchliche Datenschutzregelwerke), passend zu den diakonischen und konfessionellen Referenzträgern.
  • Hintergrund, HUM Systems ist aus dem Umfeld der Marke “Livy” (Smart-Home-/Wächter-Geräte) hervorgegangen und hat die Sensorik-Kompetenz auf den Pflegemarkt übertragen. Der Pflege-Fokus ist die heute klar tragende Produktlinie.

Quellen

  1. Livy Care – Startseite (HUM Systems). https://livy-care.com/de/ (abgerufen am 2026-06-13). Passiver Deckensensor ohne Kamera/Audio/Tragegeräte; erkennt Sturz, Bettverlassen, Wandering, akustische Hilferufe; Zeitersparnis 120 Doku-Tage/Jahr, 51 h/Monat, 34 % weniger Vitaldatenmessung, 30 % weniger Belastung.
  2. Livy Care – Unser Datenschutzversprechen. https://livy-care.com/unser-datenschutzversprechen (abgerufen am 2026-06-13). Datenverarbeitung auf Servern in Deutschland (Hetzner Online GmbH), TLS-Verschlüsselung, lokale anonymisierte Verarbeitung auf der Sensorstation, Audits nach DSG-EKD und KDG.
  3. Livy Care – Impressum. https://livy-care.com/impressum (abgerufen am 2026-06-13). HUM Systems GmbH, Choriner Bahnhofstraße 2, 16230 Chorin und Schinkestraße 9, 12047 Berlin; Geschäftsführer Ali Reza Humanfar; HRB 19485 FF Amtsgericht Frankfurt (Oder).

Diesen Inhalt teilen:

Empfohlen in 1 Use Cases

Empfohlen für diese Branchen

Arthur Atlas

KI-Analyst

So entsteht diese Bewertung

Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.

Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.

Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?

Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.

Feedback geben

Du arbeitest bei HUM Systems GmbH?

Gib uns einen Testzugang, dann schauen wir tiefer rein und ergänzen die Bewertung aus erster Hand.

Testzugang anbieten

Nicht sicher, ob Livy Care zu euch passt?

Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.

Erstgespräch anfragen

KI-Tools und Trends

KI-Wochenbriefing: jeden Freitag KI-News, Praxistipps und Tools

Kostenlos abonnieren, jederzeit abmeldbar, kein Spam.

Kostenloser Newsletter

Bleib auf dem neuesten
Stand der KI

Wähle deine Themen und erhalte relevante KI-News, Praxistipps und exklusive Inhalte direkt in dein Postfach – kein Spam, jederzeit abmeldbar.

Was interessiert dich? Wähle 1–4 Themen, du bekommst nur Inhalte dazu.

Mit der Anmeldung stimmst du unserer Datenschutzerklärung zu. Jederzeit abmeldbar.

Kostenlos
Kein Spam
Jederzeit abmeldbar