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cureVision

cureVision GmbH

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cureVision ist ein MDR-zertifiziertes Wundanalysesystem aus München. Der tragbare, kontaktlose Scanner erfasst Wunden ohne Lineal oder Marker, KI vermisst automatisch Wundgröße und -tiefe und dokumentiert sie. Mit dem optionalen BakterienScan macht das System bakterielle Belastung per Fluoreszenz-Bildgebung sichtbar. Der Anbieter gibt eine rund 10-fache Zeitersparnis (2 statt 20 Minuten pro Wunddokumentation) gegenüber manueller Vermessung an. Digitaler Wundreport und Übernahme in die Patientenakte gehören zum Funktionsumfang.

Kosten: SaaS-Modell mit Jahres-Lizenzvertrag; Preise auf Anfrage. Scanner-Hardware inklusive oder separat. Individuelle Pakete je nach Einrichtungsgröße, von kleiner Praxis bis Klinikverband.

Kategorien

Stärken

  • MDR-zugelassenes Medizinprodukt für die exakte Vermessung von Wundgröße und -tiefe
  • Kontaktlose, KI-gestützte Wunderfassung ohne Papierlineal, Marker oder Ummalen der Wunde
  • BakterienScan macht bakterielle Belastung per Fluoreszenz-Bildgebung sichtbar (violettes LED-Licht, ca. ab 10^4 KBE/g)
  • Rund 10-fache Zeitersparnis: 2 statt 20 Minuten pro Wunddokumentation, ca. 7,40 EUR Ersparnis pro Dokumentation laut Anbieter
  • Deutscher Anbieter (München und Potsdam), deutscher Support, EU-Datenhosting, sauberer DSGVO-Pfad
  • Mehrfach ausgezeichnet: Eugen-Muench-Preis 2023, Health-i Award 2023, Digitaler Gesundheitspreis 2023 (2. Platz), Innovationspreis Bayern 2024

Einschränkungen

  • Hardware-Investition erforderlich, keine reine Smartphone-Lösung wie [imitoWound](/tools/imito-wound/) oder [WoundDesk](/tools/wound-desk/)
  • Preise nur auf Anfrage, kein Self-Service-Start, keine öffentliche Preistransparenz
  • Scanner-basiertes Gerät weniger mobil als Smartphone-Apps bei Hausbesuchen ambulanter Dienste
  • KIS-Integration je nach Einrichtung mit Integrationsaufwand verbunden
  • Kleines deutsches Start-up, schmalere Marktdurchdringung als etablierte Schweizer oder internationale Lösungen

Passt gut zu

Wundambulanzen und Wundzentren mit hohem Patientenvolumen und Bedarf an exakter Tiefenmessung Krankenhäuser mit Wundmanagement-Programm, die teledermatologische Vernetzung suchen Einrichtungen, die MDR-konforme Messungen für Forschung oder Krankenkassen-Reporting brauchen

Kurzfazit

cureVision ist eines der technisch ambitioniertesten deutschen Wunddokumentationssysteme auf dem Markt, und einer der wenigen Anbieter, der dedizierte Hardware (einen tragbaren Scanner) statt einer reinen Smartphone-App liefert. Die Kombination aus MDR-Zulassung, exakter Tiefenmessung und dem optionalen BakterienScan (Fluoreszenz-Bildgebung) ist in dieser Form sonst kaum im deutschsprachigen Raum verfügbar. Für Wundambulanzen mit hohem Patientenvolumen lohnt sich das spürbar: Die Tiefenmessung wird zum reproduzierbaren Routine-Datenpunkt, bakterielle Belastung wird sichtbar gemacht, und die Dokumentation läuft in zwei statt zwanzig Minuten. Die Schwächen sind ebenso klar: kein Self-Service-Pricing, eine Hardware-Investition statt reiner Software-Subscription und weniger Mobilität als bei Smartphone-Lösungen wie imitoWound. Wer Tiefenmessung und BakterienScan wirklich braucht, findet hier den deutschen Spezialisten. Wer mit 2D-Fotodokumentation auskommt, fährt mit einer App-Lösung wirtschaftlicher.

Für wen ist cureVision?

Wundambulanzen und Wundzentren: Kliniken mit dedizierten Wundsprechstunden, in denen täglich 20+ chronische Wunden dokumentiert werden, sind die Kernzielgruppe. Hier amortisiert sich der Scanner schnell, die Zeitersparnis pro Befund (laut Hersteller ca. Faktor 10 gegenüber manueller Lineal-Vermessung, 2 statt 20 Minuten) summiert sich messbar. Die exakte Tiefenmessung ist gerade bei tiefen Ulcera (Dekubitus IV°, diabetisches Fußsyndrom) ein echter klinischer Mehrwert.

Krankenhäuser mit Teledermatologie-Strategie: Wenn das Wundmanagement strukturiert teledermatologisch arbeiten will, ist die strukturierte Weiterleitung von Scanergebnissen an externe Fachärzte ein konkreter Workflow-Hebel. Statt Foto plus handgeschriebener Notiz an die Praxis bekommt der Konsiliararzt einen kompletten digitalen Wundreport mit vermessenen Maßen und Verlaufsdaten, Telekonsultationen werden dadurch substanziell aussagekräftiger.

Forschung und Versorgungsstudien: MDR-zugelassene, reproduzierbare Messungen sind die Eintrittskarte für klinische Studien zur Wundheilung. Wer Studienteilnahmen plant oder mit Krankenkassen über strukturierte Reporting-Programme verhandelt, braucht ein dokumentationsfähiges Medizinprodukt, kein „Foto-Tool”. cureVision liefert exakt das.

Pflegeheime mit eigenem Wundmanager: Größere stationäre Einrichtungen mit dediziertem Wundmanager-Team und hohem chronischen Wundbelastung profitieren, vorausgesetzt, das Budget für die Hardware ist da. Für kleine Heime mit gelegentlichen Wunden ist der Aufwand überdimensioniert.

Weniger geeignet für: ambulante Pflegedienste mit vielen Hausbesuchen (imitoWound oder WoundDesk sind dort praktischer), kleine Praxen mit niedrigem Wundvolumen, Einrichtungen ohne Budget für Hardware-Investition und Anwender, die eine Smartphone-First-Lösung suchen.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Kostenlose Demo0 €Vorführung des Scanners und der Plattform, individuelle Bedarfsanalyse
PilotbetriebAuf AnfrageTestscanner für definierte Pilotphase in der Einrichtung, mit Schulung
Standard-PaketAuf Anfrage, Jahres-LizenzvertragScanner-Hardware + Software-Lizenz + Support + Cloud-Hosting in der EU
Klinik-/VerbundlösungIndividuell verhandeltMehrere Scanner, KIS-Anbindung, zentrale Verwaltung, erweiterter AVV

Einordnung: cureVision veröffentlicht bewusst keine Listenpreise, das ist im Medizinprodukte-Vertrieb verbreitet, schmälert aber die Vergleichbarkeit. Aus Branchen-Erfahrung liegen vergleichbare Scanner-basierte Systeme im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahr und Scanner (Hardware-Abschreibung, Software-Lizenz, Cloud-Hosting, Support). Wer ein konkretes Angebot will, muss die Demo durchlaufen, die Pilotphase ist allerdings tatsächlich risikoarm und für Einrichtungen, die ernsthaft ein Wundprogramm starten, ein vernünftiger Einstieg. Für kleine Wundsprechstunden ohne Hardware-Budget lohnt sich eher ein Smartphone-First-Tool wie WoundDesk Free (bis 10 Patienten kostenlos) oder imitoWound im Enterprise-Vertrag.

Stärken im Detail

Echtes Medizinprodukt mit MDR-Zulassung. Anders als viele Wettbewerber (siehe imitoWound, das laut eigener Marketing-Sprache explizit kein Medizinprodukt im MDR-Sinne ist) ist cureVision als Medizinprodukt für die exakte Vermessung von Wundgröße und -tiefe zugelassen. Für klinische Dokumentation mit Beweischarakter, Studienteilnahme oder Krankenkassen-Verhandlungen ist das ein echter Unterschied, die Messung ist rechtlich abgesichert, nicht „nur” eine Schätzung.

Tiefenmessung in Sekunden. Klassische Wunddokumentation kann zwar Länge und Breite gut per Foto vermessen, aber Tiefe nur per Sonde oder manuelle Messung. cureVision liefert die Tiefe als reproduzierbaren Routine-Datenpunkt aus einem Scan, was den Verlauf tiefer Ulcera (Dekubitus, diabetisches Fußsyndrom) deutlich präziser dokumentierbar macht. Für Fälle, in denen Tiefenveränderungen die Hauptmetrik der Heilungsentwicklung sind, ist das nicht nur Komfort, sondern klinischer Inhalt.

BakterienScan macht Keimbelastung sichtbar. Der optionale BakterienScan arbeitet mit Fluoreszenz-Bildgebung: gesundheitlich unbedenkliches violettes LED-Licht regt bakterielle Stoffwechselprodukte (Porphyrine, Pyoverdine) zum Leuchten an und macht Areale mit erhöhter bakterieller Last (laut Anbieter ab ca. 10^4 KBE/g) farbcodiert sichtbar. Das funktioniert ohne Abdunkeln des Raumes. Wichtig zur Einordnung: Es ist kein Ersatz für die Mikrobiologie, das System unterscheidet keine Bakterienarten und liefert keine exakten Keimzahlen, sondern zeigt, wo eine bakterielle Belastung wahrscheinlich ist. Ein Bereich, in dem klassische Wunddokumentation traditionell blind ist.

Kontaktlose, KI-gestützte Wunderfassung. Die Wunderkennung läuft ohne Papierlineal, Marker oder Ummalen der Wunde, hygienischer und schneller als die manuelle Methode. Die KI erkennt die Wunde automatisch und vermisst sie, das Wundassessment dauert laut Anbieter rund zwei statt zwanzig Minuten.

Deutscher Anbieter mit EU-Hosting. Sitz München und Potsdam, Support auf Deutsch, Daten innerhalb der EU, für DSGVO-sensible Branchen ein klares Plus. Der Pfad ist sauberer als bei US-Anbietern und klarer als bei Schweizer Lösungen (die zwar DSGVO-konform, aber im Schadensfall mit Drittlandsbezug arbeiten).

Strukturierte Weitergabe statt Zettelwirtschaft. Der digitale Wundreport lässt sich per Klick in die Patientenakte übernehmen und am PC über cureVision Web bearbeiten und herunterladen. Das ist substanziell hochwertiger als die Variante „Foto per E-Mail an die Praxis”, die in vielen Häusern noch Realität ist.

Schwächen ehrlich betrachtet

Hardware-Investition statt Software-Abo. cureVision ist kein „App im Store”-Tool. Du brauchst den Scanner, der laut Hersteller als Hardware separat oder im Paket kommt, eine Anschaffung, die budgettechnisch durch eine Investitionsentscheidung muss, nicht im Software-Etat verschwindet. Für Einrichtungen, die ihre IT pro Monat zahlen wollen, ist das ein anderes Modell. Wer ohnehin ein Scanner-basiertes Setup plant, bekommt dafür Tiefenmessung und BakterienScan, wer nur 2D-Foto braucht, zahlt für Funktionen, die er nicht nutzt.

Preis nicht öffentlich. Wie bei vielen Medizinprodukten gibt es kein Self-Service-Pricing. Du musst Demo + Angebot anfragen. Das ist Branchen-Standard, aber im KI-Tool-Vergleich auffällig, fast alle App-Wettbewerber haben mindestens eine Preisindikation öffentlich. Bei cureVision musst du in den Vertriebsprozess, bevor du weißt, was die Lösung kostet.

Mobilität eingeschränkt gegenüber Smartphone-Apps. Der Scanner ist tragbar und desinfizierbar, aber er ist eben ein Gerät, das du mit dir führen, einrichten und laden musst. Für ambulante Pflegedienste, die täglich 15 Patienten zu Hause besuchen, ist eine Smartphone-App wie WoundGenius (Nachfolger von imitoMeasure) praktischer. cureVision ist klar auf stationären oder semi-stationären Einsatz ausgelegt, Wundambulanz, Pflegeheim mit zentraler Sprechstunde, Klinikabteilung.

KIS-Integration kostet Projektzeit. Wie immer im deutschen Gesundheitswesen ist die saubere Anbindung an ORBIS, iMedOne oder ein anderes KIS nicht „Plug-and-Play”. Die Integrationsleistung muss eingeplant werden, Wochen bis Monate, je nach Einrichtung. cureVision unterstützt die Übernahme des Wundreports in die Patientenakte, aber die tiefe KIS-Anbindung bleibt Aufwand auf Krankenhausseite.

Junges Unternehmen, schmale Marktdurchdringung. Im Vergleich zu imito AG (Schweiz, 60+ Einrichtungen produktiv) ist cureVision ein deutsches Start-up mit kleinerer Installationsbasis. Das ist für Pioniere kein Argument, wer aber eine etablierte Lösung mit nachweisbarem Referenzpool sucht, muss prüfen, ob die Anzahl der Kundenreferenzen für seine Risikotoleranz reicht.

Spezialisierung statt Plattform. cureVision ist ein Wunddokumentationssystem, keine umfassende Pflegeplattform. Wer eine integrierte Lösung mit Pflegeprozess, Medikamentenmanagement, Doku und Wundscanner aus einer Hand sucht, kombiniert cureVision mit einem Pflegeprogramm, nicht in einem Tool.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine Smartphone-First-Lösung mit KIS-Integration brauchstimitoWound
Kostenlos starten und nur wenige Wundpatienten dokumentieren willstWoundDesk

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Tissue Analytics (US-Anbieter, Net Health, vor allem in den USA verbreitet), eKare InSight (US-Scanner mit Tiefenmessung, ähnliche Hardware-Logik), Silhouette (ARANZ Medical, etabliertes 3D-Messsystem aus Neuseeland mit klinischen Studien) und WoundMatrix (US-Plattform). Im deutschsprachigen Markt ist cureVision für die Kombination aus scanner-basierter Tiefenmessung und Fluoreszenz-BakterienScan derzeit eine der wenigen ernstzunehmenden Lösungen mit EU-Hosting, die internationalen Wettbewerber bringen Mehrwert, aber selten den DSGVO-Pfad, den eine deutsche Einrichtung sich wünscht.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo-Anfrage auf curevision.de, cureVision liefert für Pilotprojekte einen Testscanner direkt in die Einrichtung. Du kannst die Lösung im realen Wundsprechstunden-Alltag testen, bevor eine Kaufentscheidung getroffen wird. Beim Demo-Termin solltest du klar haben: durchschnittliches Wundvolumen pro Woche, vorhandenes KIS, Anbindungsanforderungen, Budget-Rahmen.

Schritt 2: Pilotbetrieb (4–8 Wochen): Scanner im Wundambulanz-Alltag einsetzen, KI-Messungen mit bisherigen Dokumentationswerten vergleichen, Workflow für das Pflegepersonal entwickeln. Ergebnis dieser Phase: belastbare Daten zur Zeitersparnis und ein Erfahrungsbericht aus dem realen Betrieb. Wichtig: einen Wundmanager als Pilot-Owner benennen, der den Prozess strukturiert dokumentiert.

Schritt 3: Jahres-Lizenzvertrag abschließen und die Anbindung an die Patientenakte in einem klar gerahmten Projekt umsetzen (Wundreport-Übernahme bzw. PDF-Berichte je nach KIS-Fähigkeit). Schulung des Pflegepersonals, laut Anbieter eine kurze Einweisung, was unsere Erfahrung bei Scanner-basierten Tools bestätigt. Danach Rollout schrittweise auf weitere Abteilungen.

Ein konkretes Beispiel

Ein Wundzentrum an einem Kreiskrankenhaus in Bayern dokumentiert wöchentlich 80 Wundkontrollen, überwiegend Dekubitus IV° und Ulcera bei diabetischem Fußsyndrom. Vor cureVision: 20 Minuten pro Wunde, manuelle Linealvermessung, beschreibende Textdokumentation, Tiefenangabe als Schätzung der Wundmanagerin. Mit cureVision: 2 Minuten pro Scan, automatischer digitaler Wundreport mit vermessenen Maßen, direkte Übernahme in die Patientenakte. Der BakterienScan macht in mehreren Fällen pro Monat eine erhöhte bakterielle Belastung sichtbar, bevor sie klinisch eindeutig war, sodass das Team gezielter reagieren und einen Abstrich anstoßen kann. Der Wundzentrum-Arzt bestätigt Empfehlungen per Telekonsultation aus seiner Praxis, kein zusätzlicher Krankenhausbesuch notwendig. Zeitersparnis pro Woche: ca. 24 Stunden Pflegezeit, die in Schulung, Patientenaufklärung und Wundtherapie zurückfließen.

DSGVO & Datenschutz

  • Anbieter und Standort: cureVision GmbH mit Sitz in München und Potsdam, Support auf Deutsch. Die Datenverarbeitung erfolgt innerhalb der EU.
  • Datennutzung: Patientendaten ausschließlich für die Erbringung der Wunddokumentationsleistung. Keine Nutzung für Modelltraining ohne explizite Vereinbarung mit der Einrichtung.
  • MDR-Status: Als Medizinprodukt für die exakte Vermessung von Größe und Tiefe zugelassen. Den genauen regulatorischen Status einzelner Funktionen (z. B. BakterienScan) im Vertriebsgespräch klären.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Bei Patientendaten Pflichtbestandteil, vor dem Pilotbetrieb mit dem Anbieter abschließen.
  • KIS-Integration: Übernahme des digitalen Wundreports in die Patientenakte; konkrete Anbindung an ORBIS, iMedOne oder andere KIS-Systeme einrichtungsspezifisch und mit Projektaufwand verbunden.
  • Empfehlung für Einrichtungen: Datenschutzbeauftragten und IT-Sicherheitsbeauftragten früh in den Pilotbetrieb einbinden. Insbesondere die Cloud-Synchronisation und der genaue Hosting-Standort gehören in die Datenschutz-Folgenabschätzung.

Gut kombiniert mit

  • Dedalus ORBIS oder ein anderes KIS, cureVision ist Doku-Werkzeug, kein Patienten-Verwaltungssystem. Die Verbindung zum KIS macht den Workflow erst durchgängig.
  • imitoWound, in größeren Einrichtungen denkbar als Ergänzung: cureVision für die Wundambulanz mit Tiefenmess-Bedarf, imitoWound als Smartphone-Tool für die Stationen mit 2D-Routine-Dokumentation.
  • Teledermatologie-Plattform (z. B. der eigenen Klinikgruppe), cureVision liefert den strukturierten Wundreport, die Teledermatologie-Plattform liefert die fachärztliche Konsultation. Beides ist ohne das andere weniger nützlich.

Unser Testurteil

cureVision verdient 4 von 5 Sternen. Die Lösung gehört zu den technisch ambitioniertesten deutschen Wunddokumentationssystemen am Markt, die Kombination aus MDR-zugelassener Tiefenmessung, kontaktloser KI-Erfassung und dem optionalen Fluoreszenz-BakterienScan findest du in dieser Form kaum im DACH-Raum. Für Wundambulanzen, Krankenhäuser mit Teledermatologie-Anbindung und Einrichtungen mit ernsthaftem Wundprogramm ist es eine ehrliche Empfehlung. Den fünften Stern verliert das System durch die fehlende Preistransparenz, die Notwendigkeit einer Hardware-Investition (statt SaaS-Abo) und die im Vergleich zur Schweizer Konkurrenz (imito AG) schmalere Installationsbasis. Für kleine Praxen oder mobile Pflegedienste sind Smartphone-First-Lösungen wirtschaftlicher. Für die Zielgruppe, für die cureVision gebaut ist, Wundzentren mit Volumen und Anspruch auf reproduzierbare Tiefen- und Keimdaten, gehört es zur klaren Empfehlungsliste.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Faktencheck korrigiert: cureVision arbeitet nicht mit einer Thermalkamera/Wärmebildkamera. Der dritte Differenzierer neben Größen- und Tiefenmessung ist der BakterienScan, der bakterielle Belastung per Fluoreszenz-Bildgebung (violettes LED-Licht) sichtbar macht. Frühere Versionen dieser Seite hatten irrtümlich eine Temperaturmessung beschrieben.
  • 2023/2024, cureVision wurde mehrfach ausgezeichnet: Eugen-Muench-Preis 2023 (bestes Start-up im Gesundheitswesen), Health-i Award 2023, Digitaler Gesundheitspreis 2023 (2. Platz, Novartis) und Innovationspreis Bayern 2024. Ein Indikator dafür, dass das Produkt im Innovations-Umfeld als belastbar wahrgenommen wird, nicht nur als Pitch-Idee.
  • Juni 2026, Die Preisstrategie ist weiterhin „auf Anfrage”. In einem Markt, in dem App-Wettbewerber zunehmend offen kommunizieren, ist das ein Wettbewerbsnachteil für kleine Einrichtungen, die ohne Vertriebsgespräch eine Investitionsentscheidung treffen müssten. Für Klinik-Beschaffungsprozesse ist das hingegen üblich.
  • Juni 2026, Die Marktposition im deutschen Wunddokumentations-Segment bleibt klar: cureVision ist die Premium-Hardware-Lösung, imitoWound die meistgenutzte Smartphone-First-Variante, WoundDesk der kostenlose Einstieg. Eine echte Verschiebung dieser Aufstellung war im zurückliegenden Jahr nicht zu beobachten.

Quellen

  1. cureVision – Startseite (Wundanalyse & Dokumentation). https://curevision.de/ (abgerufen am 2026-06-13). MDR-zugelassenes Medizinprodukt für Größen- und Tiefenmessung, kontaktlose KI-Wunderfassung, 2 statt 20 Minuten (10x schneller), ca. 7,40 EUR Ersparnis pro Wunddokumentation, Sitz München und Potsdam, Auszeichnungen (Eugen-Muench-Preis 2023, Health-i Award 2023, Digitaler Gesundheitspreis 2023 2. Platz, Innovationspreis Bayern 2024).
  2. cureVision – BakterienScan. https://curevision.de/bakterien-scan (abgerufen am 2026-06-13). BakterienScan nutzt Fluoreszenz-Bildgebung mit violettem LED-Licht (Porphyrine/Pyoverdine), erkennt bakterielle Belastung ab ca. 10^4 KBE/g, keine Speziesbestimmung; keine Thermalkamera.
  3. cureVision – Preise. https://curevision.de/preise (abgerufen am 2026-06-13). Preise auf Anfrage, individuelle Pakete, kostenlose Demo und Vertriebsberatung statt öffentlicher Listenpreise.

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Arthur Atlas

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