Swapcard
Swapcard SAS
Französische Event-Plattform mit AI-gestütztem Matchmaking für Messen, Konferenzen und Verbandsveranstaltungen. Swapcard analysiert Besucher- und Ausstellerprofile und schlägt relevante Begegnungen vor, der Fokus liegt auf messbaren, qualifizierten Kontakten statt zufälliger Standbesuche. Vollständig DSGVO-konform mit ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert, mehr als 4.000 Events jährlich, 7 Mio. Teilnehmer in 92+ Ländern. Seit 2023 mit Bizzabo-Konkurrenzdruck und 2024–2026 starkem Fokus auf Revenue-Generierung (Self-Service-Sponsorenpakete, Aussteller-Marktplatz).
Kosten: Preise auf Anfrage; gestaffeltes Modell: Starter (bis 1.000 Teilnehmer/Jahr), Professional (bis 10.000), Enterprise (unbegrenzt). Jährliche Lizenzgebühr plus volumenabhängige Teilnehmer-/Aussteller-Komponente. Typisch ab ca. 3.000–8.000 EUR/Event für kleinere Veranstaltungen, ab ca. 15.000–30.000 EUR/Jahr für regelmäßige Veranstalter.
Stärken
- KI-Matchmaking auf Basis von Besucherinteressen, Branche und gesuchten Lösungen, nicht nur Stichworten
- Integriertes Terminplanungssystem: Besucher buchen Slots direkt bei Ausstellern per App
- DSGVO-konform mit dediziertem DPO, ISO 27001:2022 und SOC 2 Type II zertifiziert
- White-Label-App unter eigenem Namen des Veranstalters publizierbar
- Self-Service-Aussteller-Marktplatz: durchschnittlich 180.000 EUR Zusatzumsatz pro Trade Show
- Analytics-Dashboard mit ROI-Metriken: Matches angeboten/angenommen/durchgeführt
- CRM-Integration mit Salesforce, HubSpot und weiteren, Leads landen direkt im Vertriebssystem
Einschränkungen
- Qualität des Matchmakings hängt stark von der Vollständigkeit der Besucherprofile ab, unvollständige Profile = schlechte Empfehlungen
- Aufwand für Veranstalter: Aussteller müssen Produkte und Lösungen strukturiert eingeben
- Für Besucher ohne Mobile-Affinität oder Vorab-App-Nutzung kaum nutzbarer Mehrwert vor Ort
- Preisstruktur auf Anfrage macht Budgetplanung schwer; jährliche Mindestlaufzeit, 90 Tage Kündigungsfrist
- AWS-Hosting ohne explizite EU-only-Garantie, die Multi-Zone-Architektur ist global angelegt
- Starker Wettbewerb (Bizzabo, Cvent, Hopin/RingCentral Events) treibt Feature-Konkurrenz und Vertragsgespräche
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du veranstaltest eine Fachmesse oder Konferenz, in der Networking-Qualität zählt
- Deine Aussteller wollen messbare Leads statt Standbesucher-Statistik
- Du brauchst eine moderne, DSGVO-konforme Event-App unter eigenem Branding
- Du willst Self-Service-Sponsorenpakete und Aussteller-Marktplatz monetarisieren
Wann nein
- Dein Event hat unter 200 Teilnehmer, der ROI rechnet sich nicht
- Deine Zielgruppe ist mobile-skeptisch oder offline-orientiert (z. B. Pharma-Ärzte ohne Smartphone-Affinität)
- Du brauchst On-Premise-Hosting oder garantiertes EU-only-Hosting mit deutschem Rechenzentrum
- Du machst nur ein Event pro Jahr und kannst die jährliche Lizenz nicht ausnutzen
Kurzfazit
Swapcard ist die naheliegende Event-App-Wahl für B2B-Fachmessen und Konferenzen mit Networking-Anspruch in Europa. Die französische Plattform liefert KI-gestütztes Matchmaking, eine White-Label-App, CRM-Integration und ein Veranstalter-Dashboard mit messbaren ROI-Metriken, alles DSGVO-konform mit ISO 27001 und SOC 2 Type II. Über 4.000 Events jährlich in 92+ Ländern, 7 Millionen Teilnehmer, 120.000 Aussteller, Swapcard gehört in derselben Liga wie Bizzabo, Cvent und Hopin/RingCentral Events. Das KI-Matchmaking ist real wirksam, wenn Profile vollständig sind, und sonst nicht. Die Schwächen: intransparente Preise, jährliche Mindestlaufzeit mit 90 Tagen Kündigungsfrist, und der AWS-Multi-Zone-Ansatz garantiert kein striktes EU-only-Hosting. Für Veranstalter ab ca. 1.000 Teilnehmern und einer strategischen Mehrjahresplanung ist Swapcard eine seriöse Wahl.
Für wen ist Swapcard?
Fachmessen-Veranstalter: Wenn du eine B2B-Fachmesse organisierst und deine Aussteller messbare Lead-Qualität verlangen (nicht nur Besucher-Counter), ist Swapcard die direkte Antwort. Das Matchmaking bringt Besucher mit Lösungssuche zu Ausstellern mit passendem Angebot, Aussteller mit vollständigem Profil berichten typisch von 8–10 qualifizierten Kontakten via App, statt 3–4 zufälligen Standbesuchen.
Konferenz- und Kongressorganisatoren: Wissenschaftliche Konferenzen, Branchen-Kongresse, Verbandstagungen, überall wo Netzwerken ein zentrales Ziel ist. Die Vorab-Terminplanung sorgt dafür, dass Teilnehmer mit ähnlichen Interessen sich tatsächlich treffen, statt nur zufällig nebeneinander zu sitzen.
Verbände mit wiederkehrenden Events: Wer als Verband regelmäßig Mitgliederversammlungen, Fachgruppentreffen und Jahrestagungen organisiert, profitiert von der Plattform-Logik: Teilnehmerprofile reichern sich über mehrere Events an, das Matchmaking wird mit jeder Veranstaltung besser.
Hosted-Buyer-Programme: Hochwertige Einkäufer (Buyer) bekommen vor dem Event eine kuratierte Liste passender Aussteller, mit denen automatisch Termine vereinbart werden. Das ist im IT-, Tourismus- und Industrie-Beschaffungsbereich Standard, Swapcard hat hierfür dedizierte Workflows.
Veranstalter mit Monetarisierungsambition: Der Aussteller-Marktplatz erlaubt Self-Service-Buchung von Sponsoring-Paketen, Logo-Platzierungen, Premium-Listings. Swapcard berichtet von durchschnittlich 180.000 EUR Zusatzumsatz pro Trade Show aus diesem Modul, für viele Veranstalter ein Game-Changer in der Erlösstruktur.
Weniger geeignet für: Kleine Events mit unter 200 Teilnehmern (ROI schwer), Veranstaltungen mit überwiegend nicht-affiner Zielgruppe (Senioren-Foren, regionale Vereinstagungen), Veranstalter mit zwingender On-Premise-Anforderung oder strenger deutscher Rechenzentrums-Pflicht (z. B. Behörden-Events), und Einmal-Events ohne Wiederholungsabsicht, die jährliche Lizenzstruktur verlangt eine gewisse Kontinuität.
Preise im Detail
| Plan | Teilnehmer-Volumen | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Starter | Bis 1.000 Teilnehmer/Jahr | Basis-Sicherheit, Account-Administration, begrenzte Add-ons |
| Professional | Bis 10.000 Teilnehmer/Jahr | Erweiterter Support, mehr Add-ons, erweiterte Analytics |
| Enterprise | Unbegrenzt | Vollständige Security-Review, MSA-Support, kompletter Funktionsumfang |
| Add-ons | Variabel | White-Label-App, gebrandete Mobile-App, Lead-Capture-Tools, Swapcard-Go-Hardware |
Einordnung: Swapcard veröffentlicht keine konkreten Preise, Vertriebsgespräch ist Pflicht. Das Modell besteht aus zwei Komponenten: (1) jährliche Lizenzgebühr je nach Plan, (2) volumenabhängige Komponente nach tatsächlicher Teilnehmer- und Ausstellerzahl pro Event. Faustregel: Für eine kleine Fachmesse mit 1.500 Teilnehmern und 80 Ausstellern bewegen sich die Kosten typisch im Bereich von 8.000–15.000 EUR pro Event. Für regelmäßige Veranstalter mit mehreren Events pro Jahr lohnt sich eine Jahreslizenz im Bereich 15.000–40.000 EUR. Enterprise-Verträge mit großen Messeveranstaltern (Messe Frankfurt, NürnbergMesse) liegen deutlich höher. Wichtig: Jährliche Mindestlaufzeit und 90 Tage Kündigungsfrist, wer kurzfristig planen muss oder unsichere Event-Pipelines hat, wird durch diese Vertragsstruktur eingeengt. Vor Vertragsabschluss parallel Bizzabo, Cvent und Hopin/RingCentral Events anfragen, der Wettbewerbsdruck verbessert die Konditionen messbar.
Stärken im Detail
KI-Matchmaking, das wirklich funktioniert, wenn Profile gepflegt sind. Das Algorithmus-Setup analysiert Branchenzugehörigkeit, gesuchte Themen, Job-Funktion und Self-Identification-Tags (z. B. “suche IT-Sicherheitslösungen”, “Interesse an EU AI Act”). Für Besucher und Aussteller mit vollständigen Profilen entstehen relevante Match-Vorschläge, typischerweise 5–15 pro Event. Das ist die Killer-Funktion, weshalb Swapcard kein normales Event-App-Tool ist, sondern eine ROI-Plattform.
Integrierte Terminplanung statt Visitenkarten-Roulette. Besucher buchen Slots direkt bei Ausstellern per App, vor und während des Events. Das ersetzt die klassische “drei Tage Standhopping und am Ende 80 Visitenkarten”-Logik durch geplante 15-Minuten-Termine mit echtem Briefing. Für Aussteller bedeutet das vorqualifizierte Gespräche statt Cold Approach.
Self-Service-Aussteller-Marktplatz als Erlösquelle. Aussteller buchen sich selbst zusätzliche Sichtbarkeit ein: Premium-Listings, Logo auf der Agenda, Sponsored Sessions, Lead-Capture-Hardware. Veranstalter berichten von durchschnittlich 180.000 EUR Zusatzumsatz pro Trade Show, das ist nicht trivial und kann die Plattformkosten allein durch Aussteller-Self-Service amortisieren.
CRM-Integration für direkte Lead-Übergabe. Salesforce, HubSpot und weitere CRMs sind nativ angebunden. Leads aus der App landen direkt im Vertriebssystem mit allen Engagement-Daten (Profil, App-Verhalten, gebuchte Sessions). Für Aussteller-Vertriebsteams ist das ein realer Hebel, keine manuellen Eingaben, keine Visitenkarten-OCR mehr.
White-Label und gebrandete App. Die Event-App läuft unter dem Namen und Branding des Veranstalters, nicht “Swapcard”. Für Marken-bewusste Messen und Verbände ist das ein wichtiger Punkt. Optionale gebrandete iOS/Android-Apps (Add-on) gehen einen Schritt weiter, eigene App im Store, eigener Markenauftritt.
Compliance-Stack, der für Großkunden taugt. ISO 27001:2022, SOC 2 Type II, DSGVO mit dediziertem DPO, PCI DSS v4.0, das ist die Liste, die Konzern-Beschaffung und IT-Security verlangen. Anders als viele kleinere Eventplattformen, die nur Marketing-DSGVO-Aussagen machen, hält Swapcard echte Audits aus.
Skalierung von 100 bis 100.000 Teilnehmer. Die Plattform trägt Events vom 200-Personen-Kongress bis zu Messe-Events mit zehntausenden Besuchern. Über 4.000 Events jährlich in 92+ Ländern, 7 Mio. Teilnehmer, 120.000 Aussteller, diese Skalierung ist Praxis-bewiesen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Matchmaking-Qualität steht und fällt mit Profil-Vollständigkeit. Die größte Schwäche ist nicht technisch, sondern menschlich: Wenn 40 % deiner Besucher kein vollständiges Profil ausfüllen, generiert die KI für sie keine sinnvollen Empfehlungen. Veranstalter müssen aktiv kommunizieren (“nutzt die App eine Woche vor dem Event”), sonst bleibt die Matchmaking-Funktion wirkungslos. Die Plattform allein löst das Problem nicht.
Mobile-Skeptische Zielgruppen profitieren wenig. Für Veranstaltungen mit überwiegend älterer oder offline-affiner Zielgruppe (manche Ärzte-Kongresse, Heimwerker-Messen, regionale Tagungen) bleibt der App-Mehrwert begrenzt. Wer App-Adoption von <40 % erwartet, sollte Swapcard kritisch prüfen, die Aussteller bekommen dann nicht den versprochenen Lead-Vorteil.
Vertragsstruktur ist starr. Jährliche Lizenz, 90 Tage Kündigungsfrist, Net-30-Zahlung. Für kleinere Veranstalter mit unsicherer Event-Pipeline (z. B. Verbände, die nach Bedarf Tagungen organisieren) ist das eine echte Hürde. Ein flexibles Pay-per-Event-Modell ohne Mindestlaufzeit fehlt im Standardangebot.
AWS-Multi-Zone ohne EU-only-Garantie. Swapcard läuft auf AWS-Infrastruktur mit Multi-Zone-Hosting und Backup in separater Region. Eine dokumentierte EU-only-Garantie (z. B. ausschließlich Frankfurt + Paris, keine Replikation außerhalb der EU) ist im Standardangebot nicht enthalten. Für Behörden- oder Verteidigungs-Events problematisch, für die meisten kommerziellen Events ausreichend, weil DSGVO-konform.
Preistransparenz fehlt. Keine Online-Preise, kein Self-Service-Checkout. Vertriebsgespräch ist Pflicht. Das macht den Vergleich mit Wettbewerbern aufwändig und verlängert Entscheidungszyklen, gerade für kleinere Veranstalter eine Hürde.
Wettbewerbsdruck wird härter. Bizzabo (US-Plattform mit aggressivem Marketing), Cvent (Marktführer mit Konzern-DNA), Hopin/RingCentral Events (durch RingCentral-Übernahme stabilisiert), Brella (skandinavischer Matchmaking-Spezialist), alle haben überschneidende Funktionen. Swapcard ist nicht klar überlegen, sondern eine starke Option unter mehreren. Der Vergleich lohnt sich.
Aussteller-Onboarding bleibt eine Hürde. Damit Matchmaking funktioniert, müssen Aussteller Produkte, Lösungen und Zielgruppen strukturiert eingeben. Viele Aussteller machen das halbherzig oder gar nicht, Veranstalter müssen aktiv begleiten, schulen, nachhaken. Ohne diese Begleitarbeit bleibt das KI-Versprechen leeres Marketing.
Hardware-Lock-in bei Lead-Capture. Wer das Swapcard-Go-Lead-Capture-System nutzt, bindet sich technisch an die Plattform. Wechsel zu einem anderen Event-App-Anbieter wird damit teurer und aufwändiger, strategisch zu beachten bei mehrjährigen Vertragsentscheidungen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine US-fokussierte Allround-Plattform für große Konzerne willst | Cvent (extern, Marktführer) |
| Aggressives Marketing und moderne UX bevorzugst | Bizzabo (extern) |
| Auch Live-Streaming und virtuelle Events brauchst | Hopin / RingCentral Events (extern) |
| Reines Matchmaking ohne Volumenkomponente suchst | Brella (extern, skandinavisch) |
| Open-Source und vollständige Kontrolle willst | Open Event (extern, sehr begrenzte Funktionen) |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Grip (UK, AI-Matchmaking-fokussiert, von Hyve übernommen), Webex Events (ehemals Socio, Cisco-Konzern), Eventbrite (eher Ticketing-fokussiert, keine echte Matchmaking-Tiefe) und Whova (US-Wettbewerber mit ähnlichem Funktionsumfang, schwächere DSGVO-Story). Swapcard ist die naheliegende Wahl für europäische Veranstalter, die Wert auf DSGVO-Compliance, ISO-Zertifizierung und französischen Anbieter-Sitz legen, wer US-zentriert plant, fährt mit Cvent oder Bizzabo besser.
So steigst du ein
Schritt 1: Demo-Termin über swapcard.com anfordern. Wichtige Punkte fürs Erstgespräch: Eventgröße (Teilnehmer + Aussteller), Anzahl Events pro Jahr, Matchmaking-Anforderungen, CRM-System, Branding-Anforderungen, Compliance-Vorgaben. Ohne diese Zahlen wird das Angebot ungenau und du verlierst Verhandlungsspielraum.
Schritt 2: Konfiguriere die Matchmaking-Taxonomie sorgfältig vor dem Event. Welche Aussteller-Kategorien gibt es? Welche Besucher-Ziele kannst du als Tags anbieten? Diese Struktur entscheidet, wie relevant die KI-Empfehlungen werden. Empfehlung: Mit dem Customer-Success-Team von Swapcard Workshops für die Taxonomie-Entwicklung durchführen, die haben Erfahrung aus tausenden Events.
Schritt 3: Starte die Vorab-Kommunikation mit Besuchern mindestens 4 Wochen vor der Messe. App-Download-Aufforderung in Anmeldebestätigung, Reminder-Mails (“Trefft eure idealen Aussteller, vervollständigt euer Profil jetzt”), Aussteller-eigene Einladungen über die App. Der Matchmaking-Effekt entsteht überwiegend in der Vorbereitung, nicht vor Ort. Veranstalter, die das nicht ernst nehmen, sehen die App-Adoption auf 20–30 % stecken bleiben und das KI-Versprechen scheitern.
Schritt 4: Aussteller aktiv begleiten. Webinare zur Profilerstellung, Vorlagen für gute Aussteller-Profile, individuelle Nachfragen bei Premium-Ausstellern. Wenn die Top-50-Aussteller vollständig sind, ziehen die anderen typischerweise nach. Ohne diese Begleitarbeit bleibt Matchmaking oberflächlich.
Ein konkretes Beispiel
Eine B2B-Fachmesse für industrielle Automatisierung mit 3.200 Fachbesuchern und 180 Ausstellern führt Swapcard ein. Vorbereitung: 4 Wochen vor Messeöffnung Push-Kommunikation an alle vorregistrierten Besucher mit Aufforderung zur Profilvervollständigung. Customer-Success-Webinare für Aussteller. Ergebnis: 68 % der Besucher erstellen vor der Messe ein Profil und setzen im Schnitt 2,3 Terminwünsche. Während der Messe: 412 Meetings wurden vorgebucht, davon laut Nachbefragung 89 % als “qualifiziert” eingestuft. Aussteller mit vollständigem Profil erhalten im Schnitt 8,4 qualifizierte Kontakte über die App, verglichen mit 3–4 zufälligen Gesprächseinstiegen ohne System. Zusatzumsatz über den Self-Service-Marktplatz: 22 Aussteller buchten Premium-Sichtbarkeit oder Sponsored Sessions, gesamt ca. 155.000 EUR. Investition: Swapcard-Lizenz für dieses Event ca. 18.000 EUR + 4.500 EUR White-Label-App-Add-on = 22.500 EUR. ROI: Marktplatz-Umsatz allein finanziert die Lizenz mehrfach. Die qualifizierten Aussteller-Leads schaffen langfristig den eigentlichen Mehrwert, Aussteller verlängern den Standbau für die Folgemesse häufiger.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: AWS-Multi-Zone-Hosting mit Autoscaling und Load Balancing, Backups in separater AWS-Region. Schwerpunkt EU-Hosting (Swapcard ist französisches Unternehmen), aber keine dokumentierte EU-only-Garantie im Standardvertrag, bei Bedarf explizit anfordern.
- Zertifizierungen: ISO 27001:2022 (Zertifikatsnummer 246369), SOC 2 Type II (jährliche Audits), DSGVO-konform mit dediziertem Data Protection Officer, PCI DSS v4.0 für Zahlungsdatenverarbeitung.
- Datenverschlüsselung: AES-256 für Daten at-rest, TLS 1.2+ für Daten in-transit. Multi-Faktor-Authentifizierung und Data Loss Prevention sind Standard.
- Datennutzung: Eventdaten gehören dem Veranstalter. Swapcard verarbeitet sie auftragsgemäß. Aggregierte und anonymisierte Daten können für Produktverbesserung genutzt werden, das ist im AVV regelbar.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardmäßig verfügbar. Für Enterprise-Kunden verhandelbar, inklusive Standardvertragsklauseln für Drittlandtransfers.
- Empfehlung für Veranstalter: Vor Vertragsabschluss klären, in welcher AWS-Region die Daten primär liegen (idealerweise eu-west-3 Paris oder eu-central-1 Frankfurt). Für Veranstaltungen mit besonders sensiblen Teilnehmern (Ärzte-Kongresse, Behörden-Veranstaltungen, vertrauliche Industrie-Events) eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen. Für Standard-B2B-Messen ist Swapcard aus DSGVO-Sicht unkompliziert.
Gut kombiniert mit
- Salesforce oder HubSpot, Native CRM-Integration für direkte Lead-Übergabe aus der App ins Vertriebssystem. Aussteller-Vertriebsteams profitieren am meisten, keine manuelle Eingabe, alle Engagement-Daten direkt mit dem Lead verknüpft.
- Eventbrite oder Cvent Registration, Für ausschließliches Ticketing, wenn die Registrierungs-Komponente von Swapcard nicht ausreicht oder bestehende Ticketing-Strukturen integriert werden müssen. Swapcard arbeitet hier kompatibel zusammen.
- ChatGPT oder Claude, Für die Erstellung von Aussteller-Onboarding-Anleitungen, Profil-Templates und Best-Practice-Dokumenten. Die App-Adoption ist die wichtigste Variable für Swapcard-Erfolg, gute Kommunikationsmaterialien helfen, die 60 %+ Profilvollständigkeit zu erreichen.
Unser Testurteil
Swapcard verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die naheliegende Event-App-Wahl für europäische B2B-Veranstalter mit Networking-Anspruch, KI-Matchmaking funktioniert wirklich (wenn Profile gepflegt sind), die DSGVO- und ISO-Compliance hält Konzern-Beschaffungsprozessen stand, und der Self-Service-Aussteller-Marktplatz schafft eine echte Erlösquelle für Veranstalter. Den fünften Stern verliert es durch die intransparente Preisstruktur, die jährliche Mindestlaufzeit mit 90 Tagen Kündigungsfrist, das AWS-Multi-Zone-Hosting ohne explizite EU-only-Garantie, und die Tatsache, dass Wettbewerbsdruck von Bizzabo, Cvent und Hopin/RingCentral Events real ist, Swapcard ist nicht klar überlegen, sondern eine starke Option unter mehreren. Für Events unter 200 Teilnehmern lohnt sich die Plattform-Investition nicht. Für regelmäßige Veranstalter ab 1.000+ Teilnehmern mit mehreren Events pro Jahr ist Swapcard eine seriöse Wahl, am besten mit parallelem Angebot von Bizzabo und Cvent verhandelt.
Was wir bemerkt haben
- 2023–2024, Swapcard hat den Aussteller-Marktplatz und Self-Service-Sponsorenpakete massiv ausgebaut. Veranstalter berichten von durchschnittlich 180.000 EUR Zusatzumsatz pro Trade Show, das hat das Produkt vom reinen Event-App-Tool zur Erlösplattform weiterentwickelt.
- 2024, Verbesserte CRM-Integrationen mit Salesforce und HubSpot. Lead-Capture-Daten landen jetzt mit allen Engagement-Metadaten direkt im Vertriebssystem, was die Plattform für Aussteller-Vertriebsteams deutlich attraktiver macht.
- 2025, ISO 27001:2022 Re-Zertifizierung (Zertifikatsnummer 246369). Die Compliance-Tiefe ist ein klarer Differenziator gegenüber kleineren Wettbewerbern, die nur DSGVO-Statements ohne Audit-Untermauerung bieten.
- 2024–2026, Bizzabo und Cvent haben ihre AI-Matchmaking-Features ausgebaut, was den Wettbewerbsdruck auf Swapcard erhöht hat. Funktional ist Swapcard nicht mehr eindeutig führend, sondern in der Spitzengruppe, Veranstalter sollten parallel verhandeln.
- Mai 2026, AWS-Multi-Zone-Hosting bleibt der Standard, ohne explizite EU-only-Garantie im Standardvertrag. Für strenge Anforderungen sollte das vor Vertragsabschluss ausverhandelt werden, Swapcard zeigt sich hier verhandlungsbereit, gerade bei Behörden- oder Gesundheits-Veranstaltern.
- Mai 2026, Die Plattform-Skalierung auf 4.000+ Events jährlich, 7 Mio. Teilnehmer und 120.000 Aussteller bestätigt die Marktposition als ernsthafter Wettbewerber von Cvent und Bizzabo. Für europäische Veranstalter mit DSGVO-Anspruch bleibt Swapcard die naheliegende erste Wahl.
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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