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optica

optica GmbH (Heilmittel-Abrechnung) / PRAXINO GmbH (Viva-Software)

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optica ist eine der etablierten Abrechnungs- und Praxisverwaltungslösungen für Heilmittelerbringer in Deutschland, speziell für Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie. Die Software deckt GKV-Abrechnung nach HeilM-RL, Verordnungsverwaltung, Terminplanung und Dokumentation ab. KI-Funktionen sind aktuell rudimentär, Stärke ist die regelbasierte Fehlerprüfung und die jahrzehntelange Marktkenntnis.

Kosten: Optica Viva (Praxissoftware): Praxisinhaber/Verwalter 38 €/Monat, Therapeut 30 € Vollzeit bzw. 17 € Teilzeit, Empfang 17 €/Monat; Heilmittel-Abrechnung: Provision auf Anfrage, modulare Pakete

Kategorien

Stärken

  • Spezialisiert auf Heilmittelerbringer, kennt GKV-Abrechnungsregeln nach HeilM-RL im Detail
  • Direkte elektronische Einreichung bei GKV-Kassen über den eAbrechnungsweg
  • Verordnungsprüfung auf Vollständigkeit, Fristen und Diagnosegruppen vor Einreichung
  • Komplettes Servicepaket aus Software (Viva) und Factoring/Abrechnungsdienst, alles aus einer Hand
  • Deutsches Hosting auf drei Rechenzentren, TI-Anbindung und KIM-Integration vorhanden
  • Breite Marktabdeckung, über Jahrzehnte etabliert in deutschen Therapiepraxen

Einschränkungen

  • KI-gestützte Funktionen rudimentär, keine echte Sprach-KI, kein LLM-gestützter Workflow
  • Preismodell intransparent für die Abrechnungsdienstleistung, Provisionen nur auf Anfrage
  • Zwei getrennte Produkte (Viva vs. Abrechnung) mit unterschiedlichen Betreibern (PRAXINO/optica)
  • Migration aus Bestandssoftware kostet extra (ab 75 €) und braucht Vorlaufzeit
  • Integration mit externen KI-Tools (Sprach-Assistenten, Dokumentations-KI) nicht nativ unterstützt
  • Funktional solide, aber nicht innovativ, wer Automatisierung à la Doctos oder Nabla erwartet, ist hier falsch

Passt gut zu

Physiotherapiepraxen mit GKV-Abrechnung nach HeilM-RL Heilmittelerbringer, die eine deutsche, etablierte Komplettlösung bevorzugen Praxen, die Abrechnung als Service auslagern wollen (Factoring/Vorfinanzierung)

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst eine Heilmittel-Praxis und brauchst GKV-Abrechnung samt eAbrechnungsweg
  • Du willst Software und Abrechnungsdienstleistung aus einer Hand
  • Du legst Wert auf deutsches Hosting und TI-Konformität
  • Du suchst eine stabile, etablierte Lösung statt eines KI-Vorzeige-Tools

Wann nein

  • Du erwartest moderne KI-Features wie Sprachdiktat oder intelligente Dokumentation
  • Du brauchst eine offene API für eigene KI-Integrationen
  • Du betreibst eine Arzt- oder Zahnarztpraxis (anderer Abrechnungsweg, KBV/KZBV)
  • Du willst transparentes Pricing, ohne ein Vertriebsgespräch zu führen

Kurzfazit

optica ist eine der etabliertesten Marken im deutschen Heilmittel-Markt, und genau das macht sie aus. Über Jahrzehnte gewachsen, deckt sie das ab, was eine Heilmittel-Praxis täglich braucht: Verordnungsmanagement, Terminplanung, Patientenakte, GKV-Abrechnung nach HeilM-RL und den elektronischen Einreichungsweg. Wer KI als Kernnutzen erwartet, ist hier falsch, die “intelligenten” Funktionen sind regelbasierte Plausibilitätschecks, kein LLM, kein Sprachdiktat, keine generative Komponente. Wer dagegen einen verlässlichen Komplettanbieter mit deutschem Hosting und ausgelagerter Factoring-Dienstleistung sucht, bekommt mit optica genau das.

Für wen ist optica?

Inhaber:innen von Physiotherapie-Praxen: Klassischer Anwendungsfall. GKV-Abrechnung nach HeilM-RL ist fehleranfällig, Verordnungsfristen, Diagnosegruppen, Frequenzobergrenzen müssen exakt stimmen. optica prüft das vor der Einreichung und reduziert Rückläufer von den Kassen merklich. In Verbindung mit der Factoring-Variante (optica zahlt sofort aus, holt das Geld bei der Kasse) wird daraus ein Liquiditätshebel.

Ergotherapeut:innen und Logopäd:innen: Die Software deckt alle vier Heilmittelberufe ab, Physio, Ergo, Logo, Podologie. Die Abrechnungslogiken unterscheiden sich, optica kennt sie alle. Für gemischte Praxen (z. B. Physio + Ergo unter einem Dach) ist das ein Vorteil gegenüber Nischenanbietern.

Praxen mit ausgelagerter Abrechnung: Wer den Abrechnungsprozess komplett abgeben will, kann optica als Dienstleister beauftragen. Praxis schickt Verordnungen, optica übernimmt Prüfung, Einreichung, Inkasso und ggf. Vorfinanzierung. Das spart eine halbe Stelle in der Verwaltung, und kostet eine Provision, die meist im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt.

Gemeinschaftspraxen und Filialbetriebe: Mehrere Therapeut:innen, mehrere Standorte, ein Verwaltungssystem. Viva ist cloud-basiert, die Rollenpreise (Inhaber, Verwalter, Therapeut, Empfang) erlauben eine saubere Skalierung. Tablet-Zugriff für Therapeut:innen in den Behandlungsräumen ist Standard.

Weniger geeignet für: Arzt- und Zahnarztpraxen (anderer Abrechnungsweg über KBV/KZBV, dafür gibt es medatixx, turbomed oder Doctos), Praxen, die KI-Diktat oder LLM-Funktionen brauchen, und Teams, die offene APIs für eigene Integrationen erwarten.

Preise im Detail

Plan / RollePreisWas du bekommst
Viva, Praxisinhaber38 €/MonatVollzugriff inkl. Verwaltung, Berichte, Abrechnung
Viva, Verwalter38 €/MonatAdministrationsrechte ohne Inhaber-Reporting
Viva, Therapeut Vollzeit30 €/MonatKalender, Dokumentation, Patientenakte
Viva, Therapeut Teilzeit17 €/MonatWie Vollzeit, reduzierter Tarif für ≤20 h/Woche
Viva, Empfang17 €/MonatTerminvergabe, Patienten-Check-in, kein Behandlungszugriff
Zusatzmoduleab 12,50 €/MonatSMS-Service, Kassenservice (TSE), Datenmigration ab 75 € einmalig
Heilmittel-AbrechnungsdienstProvision auf AnfrageeAbrechnung, Factoring/Vorfinanzierung, Inkasso, persönliche Beratung

Einordnung: Die Praxissoftware Viva ist transparent kalkulierbar, für eine vierköpfige Physiopraxis (Inhaberin + 2 Vollzeit-Therapeuten + 1 Empfang) kommen rund 115 €/Monat plus optionale Zusatzmodule zusammen. Das ist im Vergleich zu theorg oder epikur im üblichen Rahmen, Hauptunterschied ist nicht der Preis, sondern die Servicetiefe. Der Abrechnungsdienst ist der eigentliche Hebel und das Geschäftsmodell hinter optica: Wer Verordnungen komplett abgibt, zahlt eine Provision (typischerweise 2–4 % der Bruttoabrechnung, der genaue Satz hängt von Volumen und Factoring-Option ab und muss verhandelt werden). Für Praxen mit Liquiditätsproblemen oder ohne Verwaltungskraft kann sich das schnell rechnen.

Stärken im Detail

Tiefe Domänenkompetenz im Heilmittelmarkt. optica beschäftigt sich seit Jahrzehnten ausschließlich mit Heilmittelerbringern. Das merkt man an den Details: Diagnosegruppen-Logik, Frequenzkontrolle, Zuzahlungsmanagement, Quartalsabschlüsse, Korrektureinreichungen, alles drin, alles geprüft. Generalisten-Tools, die “auch Physiopraxen können”, haben hier regelmäßig Lücken.

Komplettpaket aus Software und Dienstleistung. Anders als reine Softwareanbieter bietet optica auch den vollständigen Abrechnungsservice als Dienstleistung. Du kannst entweder selbst über Viva abrechnen oder die Verordnungen physisch bzw. digital an optica geben und alles weitere, Prüfung, Einreichung, Mahnwesen, Vorfinanzierung, auslagern. Das ist für viele kleinere Praxen attraktiver als eine reine Self-Service-Software.

Deutsches Hosting auf drei Rechenzentren. Viva läuft auf deutschen Servern, automatische Backups verteilt auf drei Standorte. Für DSGVO-Anforderungen und Patientendaten ist das ein Vorteil gegenüber US-gehosteten Cloud-Lösungen. KIM-Integration für sichere Kommunikation mit Ärzten ist enthalten.

TI-Anbindung und eGK-Integration. Telematik-Infrastruktur ist seit 2023 für Heilmittelerbringer relevant, und optica unterstützt sie. Elektronische Gesundheitskarte lesen, KIM-Nachrichten empfangen, ePA-Vorbereitung, die Pflicht-Hausaufgaben sind erledigt. Das ist kein Differenzierungsmerkmal mehr (alle ernsthaften Anbieter haben das), aber Pflichterfüllung ohne Risse.

Verordnungsprüfung vor Einreichung. Bevor eine Abrechnung an die Kasse geht, prüft optica auf häufige Fehlerquellen: Frist abgelaufen? Diagnosegruppe passt nicht zur Leistung? Frequenz überschritten? Diese regelbasierten Checks sind keine “KI”, aber sie reduzieren Rückläufer und damit Nacharbeit deutlich.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine ernstzunehmende KI-Komponente. Wenn du diese Seite liest, weil du eine KI-Lösung suchst: optica ist sie nicht. Es gibt keine Sprach-KI für Behandlungsdokumentation (wofür Doctos oder Nabla gemacht sind), keine LLM-gestützte Befundauswertung, keine automatische Verordnungs-OCR mit semantischer Prüfung. Die “intelligente” Terminplanung ist eine regelbasierte Engine, kein lernendes System. Auf einer KI-fokussierten Plattform wie KI-Syndikat ist das ein gewichtiger Punkt, wir empfehlen optica deshalb nur dann, wenn die anderen Stärken (Heilmittel-Spezialisierung, Komplettservice, deutsches Hosting) für dich wirklich zählen.

Zwei Welten, ein Markenname. optica.de bündelt zwei Produkte mit unterschiedlichen Betreibern: Die Abrechnungsdienstleistung läuft über die optica GmbH (Stuttgart), die Praxissoftware Viva wird von der PRAXINO GmbH verantwortet. Beide gehören zur gleichen Gruppe, aber die Trennung ist organisatorisch real, Verträge, Support-Hotlines und teils auch Datenflüsse sind getrennt. Wer alles “aus einer Hand” erwartet, sollte das im Vertrag klar regeln.

Pricing für die Abrechnungsdienstleistung ist intransparent. Provisionen werden nur im Angebot verhandelt. Das ist branchenüblich, aber unangenehm, vergleichendes Shopping ist ohne mehrere Gesprächstermine kaum möglich. Wer keine Erfahrung mit Factoring-Verhandlungen hat, muss sich auf den ersten Vorschlag verlassen oder explizit nachverhandeln.

Migration kostet extra und braucht Zeit. Wechsel aus einer Bestandssoftware (z. B. theorg, epikur) ist möglich, aber kostenpflichtig (ab 75 €) und mit Übergangszeit verbunden. Manche Datenformate werden besser unterstützt als andere, das gehört in das initiale Beratungsgespräch.

Kein offenes Ökosystem. Wenn du eigene Workflows mit KI-Tools verknüpfen willst (etwa: Patient:innenkommunikation über einen KI-Chatbot, automatische Übungsplan-Erstellung mit Physitrack, Voice-to-Text in der Dokumentation), bist du auf das angewiesen, was optica vorgesehen hat. Eine offene REST-API für eigene Integrationen ist nicht standardmäßig im Angebot, was die Lock-in-Wirkung erhöht.

Funktionsumfang stabil, aber nicht visionär. optica entwickelt sich solide weiter, aber ohne erkennbare Strategie für die nächste KI-Generation. Wer in 3–5 Jahren mit Sprachassistenz, automatischer Befundinterpretation und KI-Triagierung arbeiten will, wird vermutlich parallel eine zweite Lösung brauchen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine direkte Heilmittel-Software-Alternative mit ähnlichem Funktionsumfang willsttheorg
Eine zweite etablierte Heilmittel-Lösung gegenüberstellen möchtestepikur
Eine Arztpraxis statt Heilmittel-Praxis betreibstmedatixx
Sprach-KI für Behandlungsdokumentation in einer Zahnarztpraxis suchstDoctos
Eine starke Online-Terminbuchung mit Patientenakquise willstDoctolib

Erwähnenswert ohne dedizierten Vergleich an dieser Stelle: turbomed (weitere Arztpraxis-Software), Nabla (Sprach-KI für Allgemeinmedizin), samedi (alternative Terminplattform) und Physitrack (Heimübungs-Plattform), alle auf KI-Syndikat mit eigenen Reviews vertreten, aber nicht direkte Konkurrenten zu optica. Buchner & Partner, Noventi, starke-praxis und appointmed sind weitere Marktbegleiter im Heilmittel-Segment, zu denen wir aktuell keine eigenen Reviews führen. Wer aktiv mit KI arbeiten will und nicht zwingend eine deutsche Komplettlösung braucht, prüft besser einen Hybrid-Aufbau: leichtgewichtige Praxissoftware plus separate KI-Tools für Dokumentation und Patientenkommunikation.

So steigst du ein

Schritt 1, Bedarf klar machen. Bevor du eine Demo buchst, beantworte für dich: Willst du nur Software (Viva) oder auch den Abrechnungsservice? Wie viele Therapeut:innen, welche Berufe? Brauchst du Vorfinanzierung? Diese Fragen entscheiden über die Tarifstruktur, und über die Provision, falls du Factoring willst.

Schritt 2, Demo und Angebot anfragen. Über optica.de oder Hotline (0711 99 373-2000) eine Demo buchen. Das Vertriebsteam zeigt Viva live, erklärt die GKV-Anbindung und macht ein individuelles Angebot. Bestehe auf konkrete Zahlen für die Abrechnungsprovision, pauschale “im niedrigen einstelligen Bereich”-Aussagen reichen nicht. Vergleiche mit mindestens einem Wettbewerber (theorg oder Noventi), bevor du unterschreibst.

Schritt 3, Parallelbetrieb statt Stichtagswechsel. Wenn du aus einer Bestandssoftware wechselst, führe den ersten Abrechnungszeitraum parallel: alte und neue Software gleichzeitig. So fallen Differenzen auf, bevor sie zu echten Cash-Problemen werden. optica unterstützt Datenmigration (gegen Gebühr), aber Rest-Bugs sind im ersten Quartal normal.

Ein konkretes Beispiel

Eine Physiotherapiepraxis mit Inhaberin, drei Vollzeit-Therapeuten und einer Empfangskraft in Erfurt (rund 180 Behandlungseinheiten pro Woche, Mischung aus GKV und Selbstzahlern) wechselt von einer älteren Buchner-Lösung zu optica Viva plus Abrechnungsservice. Softwarekosten: 38 € (Inhaberin) + 3×30 € (Therapeuten) + 17 € (Empfang) = 145 €/Monat. Plus SMS-Modul und Kassenservice (rund 50 €/Monat) ergibt rund 195 €/Monat für die komplette Praxisverwaltung. Die Abrechnungsdienstleistung übernimmt optica, die Praxis schickt wöchentlich gescannte Verordnungen, optica prüft, reicht ein, finanziert vor (Auszahlung nach 5 Werktagen statt 4–6 Wochen). Provision: 3,2 % der GKV-Bruttoabrechnung. Effekt: Die Inhaberin spart wöchentlich 4–6 Stunden Verwaltungsarbeit, die Liquidität ist planbar, die Rückläufer-Quote fällt von 4 % auf unter 1 %. Demgegenüber stehen Provisionskosten von rund 850 €/Monat, bei einem GKV-Umsatz von 26.500 € rechnet sich das, weil die zurückgewonnene Zeit der Inhaberin direkt in zusätzliche Behandlungen fließt.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Deutschland, Viva-Daten werden auf drei deutschen Rechenzentren mit automatischer Sicherung gehostet. Anbieter: PRAXINO GmbH (Viva) bzw. optica GmbH (Abrechnungsdienst).
  • TI-Konformität: Telematik-Infrastruktur-Anschluss, KIM für sichere ärztliche Kommunikation, ePA-Vorbereitung, alles enthalten.
  • Verschlüsselung: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung laut Anbieter; SSL-Transport; Zugriff über rollenbasierte Authentifizierung.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Wird mit Vertragsabschluss bereitgestellt, Pflicht für jede Praxis nach Art. 28 DSGVO. Beim Abrechnungsservice ist optica eigenständiger Verantwortlicher für Teile der Verarbeitung (Inkasso), nicht nur Auftragsverarbeiter, das sollte im Vertrag klar getrennt sein.
  • Unterauftragsverarbeiter: Übliche Web-Dienste (Google Analytics, Adobe, Usercentrics) werden auf der optica.de-Website eingesetzt, für die Anwendung selbst ist die Subprozessor-Liste auf Anfrage erhältlich.
  • Empfehlung: Vor Vertragsschluss AVV im Detail prüfen, insbesondere die Regelungen zur Abrechnungsprovision und Inkasso-Verantwortung. Für Praxen mit Berufsgeheimnis (Schweigepflicht nach § 203 StGB) ist die Trennung zwischen Auftragsverarbeitung (Software-Hosting) und eigenverantwortlicher Verarbeitung (Inkasso, Abrechnungseinreichung) juristisch relevant.

Gut kombiniert mit

  • Doctos, wenn du Sprach-KI für Behandlungsnotizen brauchst, ergänzt Doctos das Diktat-Loch von optica. Hinweis: Doctos ist primär für Zahnärzte, für Heilmittelerbringer aktuell keine direkte Entsprechung mit gleicher Reife.
  • Physitrack, als digitale Übungsverordnung für Patient:innen. optica deckt Abrechnung und Verwaltung ab, Physitrack die Therapiebegleitung außerhalb der Praxis. Beide Systeme arbeiten parallel, die Übertragung erfolgt manuell.
  • Doctolib, wenn die in Viva enthaltene Terminbuchung nicht reicht und du eine öffentliche Online-Terminseite mit Patientenakquise willst. Doctolib ergänzt optica auf der Marketing-Seite, die Abrechnung bleibt bei optica.

Unser Testurteil

optica bekommt 3 von 5 Sternen, als deutsche Heilmittel-Lösung verlässlich, als KI-Tool aber unterdurchschnittlich. Auf einem klassischen Praxissoftware-Vergleichsportal wären 4 Sterne fair: tiefer Markt-Fit, deutsches Hosting, TI-konform, Komplettservice. Auf KI-Syndikat zählt eine andere Latte: Wir bewerten, wie viel KI-Wert das Tool für die Praxis liefert, und da reicht regelbasierte Verordnungsprüfung nicht für 4 Sterne. Wer optica einsetzt, sollte parallel überlegen, wie er KI über andere Werkzeuge in den Praxisalltag bringt (Sprachdiktat, automatisierte Patientenkommunikation, Übungsempfehlung). Drei Sterne sind ehrliches Mittelfeld: solide Software, kein KI-Vorreiter.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026, Die Praxissoftware Viva wird formal von der PRAXINO GmbH betrieben, nicht direkt von der optica GmbH. Beide Firmen gehören zur gleichen Gruppe, aber Verträge, AVV und Support-Verantwortlichkeiten sind getrennt, wichtig zu wissen, wenn Datenschutz-Audits anstehen.
  • 2023–2024, optica hat den TI-Anschluss (Telematik-Infrastruktur) für Heilmittelerbringer flächendeckend ausgerollt, inklusive KIM-Integration. Das war Pflichtprogramm für alle Anbieter, optica hat es ohne große Verzögerungen umgesetzt.
  • 2024, Die Konkurrenz im Heilmittel-Software-Markt hat sich verdichtet: theorg, epikur, Buchner und Noventi positionieren sich alle mit ähnlichem Funktionsumfang. optica differenziert sich primär über den Abrechnungsservice, die Software allein ist austauschbar.
  • Mai 2026, Keine erkennbaren öffentlichen Ankündigungen zu KI-Funktionen (Sprachdiktat, LLM-Integration, intelligente Befundauswertung). Während Wettbewerber wie Doctos oder Nabla aktiv in Richtung KI-gestützter Dokumentation entwickeln, bleibt optica funktional traditionell. Das mag sich ändern, ist aber Stand heute nicht erkennbar.

Quellen

  1. Optica – Praxissoftware Optica Viva (Produktseite). https://www.optica.de/software/optica-viva (abgerufen am 2026-06-20). Lizenzpreise Optica Viva: Praxisinhaber 38 EUR/Monat, Therapeut Vollzeit 30 EUR/Monat, Therapeut Teilzeit 17 EUR/Monat, Empfang 17 EUR/Monat; Hosting ausschließlich auf deutschen Servern mit automatischen Backups an drei Standorten; Betreiber PRAXINO GmbH, Teil der Optica Abrechnungszentrum Dr. Güldener GmbH..
  2. Optica – FAQ Optica Viva im Überblick. https://www.optica.de/wissenswert/detail/faq-optica-viva-im-ueberblick (abgerufen am 2026-06-20). Speicherung der Patientendaten in der Cloud eines deutschen Rechenzentrums; Verschlüsselung nach höchsten Sicherheitsanforderungen; browserbasierte Software ohne Installation, kompatibel mit Windows, macOS, Linux, iOS und Android..

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Arthur Atlas

KI-Analyst

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