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Bezahlt Ohne Setup 🇪🇺 EU-Server Zuletzt geprüft: Juni 2026

Physitrack

Physitrack Ltd

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Spezialisierte Plattform für Physiotherapeuten, Reha-Fachkräfte und Sporttherapeuten zum Erstellen, Versenden und Nachverfolgen von Heimübungsprogrammen. Über 18.000 Übungsvideos, KI-gestützter Programmbau (PhysiAssistant), Patienten-App mit Schmerztracking und Compliance-Monitoring. AWS-Hosting in Frankfurt verfügbar, ISO 27001/27018 zertifiziert.

Kosten: Standard-Plan pro Therapeut, monatlich oder jährlich (10 % Rabatt), Listenpreis je nach Region, in UK 210,49 GBP/Jahr pro Therapeut, unter 20 Therapeuten. Enterprise ab 20 Therapeuten auf Anfrage, Studierendenangebot, 2-wöchige kostenlose Testphase

Stärken

  • Über 18.000 Übungsvideos in professioneller Qualität, keine eigene Kameratechnik nötig
  • PhysiAssistant: KI-gestützte Programmerstellung und Übungssuche reduziert die Vorbereitungszeit
  • Patienten-App (PhysiApp) mit Schmerz- und Compliance-Tracking, Therapeut sieht, wer welche Übungen macht
  • EU-Hosting in Frankfurt verfügbar, ISO 27001 und ISO 27018 zertifiziert
  • Patienten-App auf Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch und Spanisch verfügbar
  • EMR-Integrationen und API-Anbindung an gängige Praxisverwaltungssysteme (Enterprise)

Einschränkungen

  • Therapeuten-Oberfläche und Support nur auf Englisch, kein deutsches Onboarding
  • Keine GKV-Erstattung in Deutschland, Praxis trägt die Lizenzkosten selbst
  • Ältere Patienten brauchen Begleitung bei der App-Installation
  • KI-Funktionen sind Assistenz, kein autonomer Therapieplan, Fachurteil bleibt nötig
  • Listenpreise je nach Region (GBP/USD/EUR), kein dediziertes DACH-Vertriebsteam vor Ort
  • Kein Telemedizin-Vertrag mit deutschen KVen, Videosprechstunde nicht kassenkonform

Passt gut zu

Physiotherapiepraxen mit hohem Heimübungsanteil (Schulter, Knie, Rücken, Reha) Selbstzahler- und Privatpraxen ohne GKV-Abrechnungsfokus Sport- und Rehakliniken mit Nachsorge-Programmen Praxen mit Mehrsprachigkeit im Patientenstamm

Kurzfazit

Physitrack ist die international etablierte Lösung für digital begleitete Heimübungsprogramme in Physiotherapie, Reha und Sporttherapie. Über 18.000 Übungsvideos, eine ausgereifte Patienten-App mit Schmerz- und Compliance-Tracking und seit 2025/26 ein KI-Assistent (PhysiAssistant), der Programmaufbau und Übungssuche beschleunigt. Stärken: EU-Hosting in Frankfurt, ISO 27001/27018, mehrsprachige Patienten-App (inkl. Deutsch). Schwächen: Die Therapeuten-Oberfläche bleibt englisch, es gibt keinen deutschen Support vor Ort und keine GKV-Anbindung, die Lizenz zahlt die Praxis selbst. Für selbstzahlende Praxen, Reha-Kliniken und Sporttherapie ein solides Werkzeug; für eine durchschnittliche Kassenpraxis ein Effizienz-Hebel, der wirtschaftlich kalkuliert werden muss.

Für wen ist Physitrack?

Privat- und Selbstzahlerpraxen: Wer überwiegend Privatpatienten oder Selbstzahler behandelt, kann die Lizenzkosten von rund 20 EUR pro Therapeut/Monat sauber einpreisen. Die Heimübungsbegleitung wird zum Differenzierungsmerkmal gegenüber Standardpraxen, Patienten erleben professionelle Videos statt fotokopierter Übungszettel.

Reha- und Sportkliniken: Nachsorgeprogramme nach Operationen (Schulter, Knie, Hüfte, Wirbelsäule) sind das Kerneinsatzgebiet. Compliance-Tracking macht sichtbar, welche Patienten in der häuslichen Phase aktiv mitarbeiten, entscheidend für Outcome-Daten, Studien und Qualitätsberichte.

Sport- und Leistungssport-Physiotherapie: Trainings- und Aufbauprogramme lassen sich strukturiert teilen. Athleten erhalten Übungen mit klarer Ausführungsanleitung auf dem Smartphone, Trainer und Therapeuten sehen Trainingsfortschritt und Schmerzwerte in Echtzeit.

Mehrsprachige Praxen: Die PhysiApp gibt Übungen auf Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch und Spanisch aus. Für Praxen mit internationalem Patientenstamm (Grenzregionen, Großstädte, Tourismusregionen) ein praktischer Vorteil.

Hochschulen und Ausbildung: Studierende der Physiotherapie und verwandter Berufe erhalten kostenlosen Zugang über das Studentenprogramm, sinnvoll für Lehrpraxen, die Auszubildende einbinden.

Weniger geeignet für: Reine GKV-Kassenpraxen mit knapper Marge (Lizenzkosten lassen sich nicht direkt abrechnen), Praxen ohne Englischkenntnisse beim therapeutischen Personal (Admin-Oberfläche ist englisch), Behandler, die ausschließlich manualtherapeutisch arbeiten und keine Heimübungen verordnen, und Anwender, die einen vollständig KI-generierten Therapieplan erwarten, Physitrack assistiert, ersetzt das Fachurteil aber nicht.

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Testphase0, 2 WochenVoller Funktionsumfang, kostenlos, keine Kreditkarte nötig
Standard (jährlich)210,49 GBP pro Therapeut/Jahr (UK-Listenpreis, 10 % Rabatt ggü. monatlich)Übungsbibliothek (18.000+ Übungen), kostenlose PhysiApp für Patienten, Fortschritts- und Compliance-Tracking, Telehealth-Trial, monatliche Zahlweise möglich, unter 20 Therapeuten
Standard (monatlich)wie Standard jährlich, ohne 10 % RabattWie jährlich, aber monatlich kündbar
EnterpriseAuf AnfrageAb 20 Therapeuten, individuelles Onboarding, EMR-Integration, Customer Success Manager, integrierte UI in der eigenen App
StudierendeSonderangebotVergünstigter Vollzugang für eingeschriebene Physiotherapie-Studierende (Details über die Support-Seite)

Einordnung: Die 2-wöchige Testphase ohne Kreditkarte ist fair und reicht, um den Workflow im Praxisalltag zu prüfen. Standard ist der Sweetspot für die meisten Praxen. Der Listenpreis liegt in UK bei 210,49 GBP pro Therapeut und Jahr, also rund 17–18 GBP/Monat, umgerechnet grob 20 EUR/Monat. Wichtig: Physitrack weist die Preise je nach Region in unterschiedlichen Währungen (GBP, USD, EUR) aus, der Euro-Listenpreis kann abweichen und Wechselkurse spielen eine Rolle, prüfe vor Abschluss den konkreten Angebotspreis für deine Region. Bei einer kleinen Praxis mit drei Therapeuten landen die Kosten bei rund 60 EUR/Monat, ein Niveau, das eine selbstzahlende Praxis über zwei Patienten pro Therapeut/Monat refinanziert. Für Praxen ab 20 Therapeuten ist Enterprise Pflicht, dann werden EMR-Anbindung und Onboarding-Begleitung relevant.

Stärken im Detail

Eine der größten Übungsbibliotheken am Markt. Über 18.000 Übungsvideos in einheitlich professioneller Qualität, gefilmt von Fachpersonal, mit klaren Anweisungen zu Ausführung, Sets, Wiederholungen und Pausen. Für eine durchschnittliche Praxis ist die Bibliothek größer, als sie jemals selbst produzieren könnte, und sie wird kontinuierlich erweitert. Eigene Videos lassen sich ergänzen, wenn ein spezielles Protokoll fehlt.

PhysiAssistant als KI-gestützter Programmbauer. Seit 2025/26 unterstützt der Assistent beim Zusammenstellen passender Übungsserien, etwa anhand von Diagnose, Beschwerdebild oder Therapiephase. Die KI liefert Vorschläge, der Therapeut entscheidet, was ins Programm geht. Das ist die richtige Aufgabenteilung für ein regulierter Bereich: Geschwindigkeit von der Maschine, Verantwortung beim Behandler. Im April 2026 wurde PhysiAssistant 1.4.0 mit verbesserter Programmverwaltung und neuem Mobile-UI veröffentlicht.

Patienten-App mit echter Adhärenz-Wirkung. Die PhysiApp (laut Anbieter über 526.000 Nutzer) zeigt Übungen mit Video, dokumentiert jeden Durchgang, fragt Schmerzlevel ab und meldet bei kritischen Werten zurück an die Praxis. Praxiserfahrungen schwanken, aber Sprünge in der Übungstreue von rund 50 % auf 70–75 % sind in der Branche gut dokumentiert. Für die Outcome-Qualität ist das ein echter Hebel. Global werden laut Physitrack über 715.000 Programme pro Monat erstellt, die Plattform ist also breit im Einsatz.

EU-Hosting in Frankfurt ist real verfügbar. Anders als viele US-fokussierte Plattformen betreibt Physitrack physisch getrennte EU-Instanzen, unter anderem in Frankfurt, Dublin, Mailand, Stockholm und Zürich. Backups bleiben in derselben Jurisdiktion. Das ist für eine medizinische Anwendung mit Patientendaten kein Detail, sondern ein DSGVO-relevantes Hardkriterium.

ISO 27001 und ISO 27018 zertifiziert. Informationssicherheits-Managementsystem (27001) und spezifischer Cloud-Datenschutzstandard (27018) sind beide aktuell zertifiziert. Dazu kommen TLS-1.2+-Transportverschlüsselung, AES-256-Verschlüsselung at-rest, regelmäßige Penetrationstests und HIPAA-Konformität. Für eine Praxis, die ein Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten führt, ist das die richtige Dokumentationslage.

EMR- und PVS-Integration im Enterprise-Plan. Anbindung an gängige Praxisverwaltungs- und EMR-Systeme ist Teil des Enterprise-Pakets, sinnvoll für Kliniken und Ketten, die nicht doppelt erfassen wollen. Für Einzelpraxen weniger relevant, aber sobald 20+ Therapeuten parallel arbeiten, ist die saubere Anbindung an die Stammakte ein deutlicher Effizienzhebel.

Schwächen ehrlich betrachtet

Therapeuten-Oberfläche bleibt englisch. Die PhysiApp für Patienten ist auf Deutsch verfügbar, die Backend-Software, in der Therapeuten Programme bauen, ist es nicht. Wer nicht sicher in englischen Fachbegriffen ist, hat eine Einarbeitungshürde. Der Support kommuniziert ebenfalls auf Englisch. Für die DACH-Region ein klarer Standortnachteil gegenüber heimischen Alternativen wie Caspar.

Keine direkte GKV-Anbindung in Deutschland. Physitrack ist kein DiGA, keine DiPA und keine kassenkonforme Telemedizinplattform. Die Lizenzkosten zahlt die Praxis aus eigener Tasche, Refinanzierung läuft über Therapieeffizienz, Patientenbindung oder Selbstzahlerleistungen. Wer auf Erstattung hofft, muss diesen Pfad mit Caspar Health, eVita oder GKV-zugelassenen Alternativen prüfen.

KI ist Assistenz, nicht Autopilot. PhysiAssistant beschleunigt die Programmerstellung, ersetzt aber nicht die fachliche Bewertung. Wer einen “Diagnose rein, Plan raus”-Workflow erwartet, wird enttäuscht, und sollte das auch sein, denn ein vollautomatisierter Therapieplan ist in einem regulierten Heilberuf weder sinnvoll noch rechtssicher. Die Erwartungshaltung sollte ehrlich kommuniziert werden.

Ältere Patienten brauchen Hilfe. Für die Zielgruppe 65+ ist die App-Installation auf dem eigenen Smartphone oft die größere Hürde als die Übung selbst. Praxen, die mit der Altersgruppe arbeiten, sollten 5–10 Minuten Onboarding pro Patient einplanen, sonst landet das Programm auf einem ausgedruckten PDF, und der digitale Mehrwert verpufft.

Regionale Preise, kein DACH-Vertrieb vor Ort. Es gibt kein deutsches Vertriebs- oder Onboarding-Team. Physitrack stellt die Listenpreise je nach Region in GBP, USD oder EUR dar, was die Vergleichbarkeit erschwert, und Vertragsfragen müssen über das internationale Team geklärt werden. Für Einzelpraxen tolerierbar, für Kliniken mit Beschaffungsprozessen unhandlich.

Telehealth-Modul nicht kassenkonform für Deutschland. Die integrierte Videosprechstunde erfüllt nicht die KBV-Anforderungen für deutsche Videosprechstunden. Wer Telemedizin kassenkonform abrechnen will, braucht eine zertifizierte Alternative, die Physitrack-Telehealth ist eher für Selbstzahler- und Privatleistungen geeignet.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Terminmanagement und Patientenkommunikation integriert haben willstDoctolib

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Caspar Health (deutsche, GKV-zugelassene Reha-Plattform mit Therapie-Apps), Kaia Health (deutschsprachige Patienten-App für Rücken-, Knie- und Hüftbeschwerden, DiGA-zugelassen), Vivira (DiGA für Rückenschmerzen), medo.ai (KI-gestützte Bewegungsanalyse), Exorlive (norwegische Übungsbibliothek mit deutschem Markt) sowie Theraplus und Physiotools (klassische Übungsbibliotheken ohne KI-Fokus). Physitrack ist die international skalierende Plattform mit EU-Hosting, Caspar und Vivira sind die GKV-fähigen deutschen Alternativen, die Wahl hängt fast immer am Erstattungsmodell, nicht am Funktionsumfang. Wer überwiegend Privat- und Selbstzahlerleistungen erbringt, fährt mit Physitrack meist besser; wer Kassenleistungen abrechnen will, mit Caspar.

So steigst du ein

Schritt 1: 14-Tage-Testphase starten. Auf physitrack.com ohne Kreditkarte registrieren. Lege zwei bis drei reale Patientenfälle in der Testumgebung an, idealerweise Indikationen, die du häufig behandelst (z. B. Schulter-Impingement, Knie-Reha, lumbaler Rückenschmerz). So testest du die Bibliothek dort, wo sie wirklich liefern muss.

Schritt 2: PhysiAssistant ausprobieren. Statt manuell durch die Bibliothek zu klicken, beschreibe dem KI-Assistenten das Beschwerdebild und die Therapiephase. Vergleiche den Vorschlag mit dem, was du selbst zusammengestellt hättest. Ziel ist nicht, blind zu übernehmen, sondern abzuschätzen, ob die Vorauswahl wirklich Zeit spart oder mehr Nachbearbeitung kostet.

Schritt 3: Mit einem Patienten in Echteinsatz. Wähle einen technikaffinen Patienten mit klarer Heimübungs-Indikation als Pilot. Installiere die App gemeinsam in der Praxis, weise das Programm zu und vereinbare nach einer Woche einen kurzen Check-in. Werte den Compliance-Report aus, und besprich mit dem Patienten, was funktioniert hat und was nicht. Dieser eine Fall ist mehr wert als zehn Demovideos.

Schritt 4 (optional, ab 20 Therapeuten): Enterprise-Gespräch mit EMR-Integration. Wenn deine Praxis oder Klinik schon mit einem Praxisverwaltungs- oder Klinikinformationssystem arbeitet, frage gezielt nach Integrationen, eine doppelte Datenpflege ist auf Dauer der größte Effizienz-Killer.

Ein konkretes Beispiel

Eine orthopädisch-physiotherapeutische Praxis in Stuttgart mit sechs Therapeuten und Schwerpunkt Schulter- und Kniereha hat Physitrack im Frühjahr 2026 eingeführt. Vorher wurden Heimübungen über ausgedruckte Übungsblätter aus einer alten Software verteilt, laut interner Schätzung lag die Adhärenz bei etwa 45 Prozent. Nach drei Monaten Physitrack-Einsatz: Compliance laut App-Daten zwischen 68 und 75 Prozent, durchschnittliche Behandlungsdauer pro Verordnung um knapp eine Sitzung verkürzt, weil Patienten zu Hause besser nachgearbeitet haben. Lizenzkosten: rund 120 EUR/Monat für sechs Therapeuten. Rückgewinn: Eine eingesparte Behandlungssitzung pro zwei Patienten/Monat amortisiert die Lizenz vollständig. Das Schreiben des Behandlungsplans dauert mit PhysiAssistant rund vier statt acht Minuten, bei 80 Heimübungs-Verordnungen pro Monat sind das mehr als fünf Stunden gesparte Therapeutenzeit. Wermutstropfen: Drei ältere Patienten (über 70) wollten oder konnten die App nicht installieren, für diese Gruppe blieb es bei ausgedruckten Übungsplänen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: AWS-Regionen in der EU verfügbar, Frankfurt (eu-central-1), Dublin, Mailand, Stockholm, Zürich. Backups bleiben in derselben Jurisdiktion. Bei Vertragsabschluss explizit EU-Region wählen, damit Patientendaten nicht in die USA fließen.
  • Zertifizierungen: ISO/IEC 27001 (Informationssicherheit), ISO/IEC 27018 (Cloud-Datenschutz), HIPAA-konform, ausgerichtet am NHS DSP Toolkit.
  • Verschlüsselung: TLS 1.2+ im Transport, AES-256 at-rest. Regelmäßige externe Penetrationstests und wöchentliche Vulnerability-Scans.
  • Auftragsverarbeitung (AVV/DPA): Standard-DPA verfügbar, beim Vertragsabschluss anfordern und Anlage 1 (Subunternehmer-Liste, technisch-organisatorische Maßnahmen) prüfen.
  • Datennutzung: Patientendaten werden nicht für KI-Training oder Marketing verwendet. Anonymisierte Aggregate können für Produktverbesserung genutzt werden, Details im DPA.
  • Empfehlung für Praxen: Vor Einsatz Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten ergänzen, Patienteneinwilligung in die Nutzung der PhysiApp dokumentieren, AVV mit ausdrücklicher Wahl der EU-Hosting-Region abschließen. Für besonders sensible Indikationen (psychosomatische Reha, sexuelle Funktionsstörungen) gesonderte Risikoabwägung dokumentieren.

Gut kombiniert mit

  • Doctolib, Terminmanagement und Patientenkommunikation laufen in Doctolib, die Übungsbegleitung in Physitrack. Beide Tools überschneiden sich kaum und ergänzen sich gut im Praxisalltag.
  • ChatGPT, für administrative Aufgaben rundherum: Patientenanschreiben formulieren, FAQ-Texte für die eigene Webseite erstellen, Übersetzungen ins Englische für internationale Patienten. Das ersetzt keinen Therapieprozess, spart aber Zeit in der Praxisorganisation.
  • Claude, wenn längere Texte sauber formuliert werden müssen (Patientenbroschüren, Aufklärungsbögen, Beschwerdeantworten), liefert Claude im deutschen Sprachfluss oft die natürlicheren Ergebnisse. Patientendaten gehören dabei nicht in den Prompt, nur generische Templates und Tonalitätsbeispiele.

Unser Testurteil

Physitrack verdient 4 von 5 Sternen. Die Übungsbibliothek, die Patienten-App-Qualität, das EU-Hosting in Frankfurt und die ISO-Zertifizierungen sind im internationalen Vergleich Spitzenklasse. PhysiAssistant ist ein sinnvoll integrierter KI-Assistent, der real Zeit spart, ohne die fachliche Verantwortung des Therapeuten zu unterlaufen. Den fünften Stern verliert Physitrack durch drei strukturelle Lücken: keine deutsche Therapeuten-Oberfläche, keine GKV-Anbindung im deutschen Gesundheitssystem und kein DACH-Vertriebsteam vor Ort. Für selbstzahlende Privatpraxen, Reha-Kliniken und Sporttherapie ist das eine sehr empfehlenswerte Lösung; für die durchschnittliche Kassenpraxis ein Werkzeug, das man wirtschaftlich gegen Caspar Health und vergleichbare deutschsprachige Alternativen abwägen sollte. Wer den englischen Workflow nicht scheut und Privatpatienten bedient, bekommt eine ausgereifte, datenschutzkonforme und international bewährte Plattform.

Was wir bemerkt haben

  • Juni 2026, Preisangabe korrigiert: Die zuvor genannten USD-Beträge (18,99 USD/Monat) ließen sich auf der Preisseite nicht bestätigen. Physitrack weist die Preise je nach Region in unterschiedlichen Währungen aus, der UK-Listenpreis liegt bei 210,49 GBP pro Therapeut und Jahr (Standard, jährlich, 10 % Rabatt). Wir nennen den Preis jetzt regionsneutral und empfehlen, den konkreten Angebotspreis vor Abschluss zu prüfen.
  • Juni 2026, Nutzungszahlen laut Preisseite: über 58.000 Therapeuten, 962.000 Patienten, 526.000 PhysiApp-Nutzer und mehr als 715.000 erstellte Programme pro Monat. Die früher genannten “3 Millionen App-Downloads” konnten wir nicht belegen und haben sie durch die offizielle Nutzerzahl ersetzt.
  • April 2026, PhysiAssistant 1.4.0 veröffentlicht: erweiterte Programmverwaltung, flexible Zuweisung und überarbeitetes Mobile-UI. Der KI-Assistent rückt damit vom Beta-Feature zum festen Bestandteil des Programmaufbau-Workflows.
  • März 2026, Patientenseite global überarbeitet (UK, US, Australien). Modernisiertes Layout, bessere Typografie und klarere Informationshierarchie, sichtbares Zeichen, dass Physitrack das Produkt aktiv pflegt.
  • 2025, Übungsbibliothek von rund 15.000 auf über 18.000 Videos ausgebaut. Die Erweiterung kam ohne Aufpreis im Standard-Plan, ein Pluspunkt im Vergleich zu Anbietern, die zusätzliche Inhalte separat abrechnen.
  • September 2024, Telehealth 2.0 mit überarbeiteter Videosprechstunden-Oberfläche eingeführt. Funktional brauchbar, aber weiterhin nicht KBV-konform für deutsche Kassen-Videosprechstunden, Einsatz im DACH-Raum bleibt auf Selbstzahler beschränkt.
  • August 2024, EasyAssign-Feature: vereinfachte Zuweisung von Standardprogrammen an mehrere Patienten. Spart messbar Zeit bei wiederkehrenden Indikationen (z. B. postoperative Schulter-Standards).
  • Mai 2026, Der Therapeuten-Workflow ist weiterhin nur auf Englisch verfügbar. Trotz mehrsprachiger Patienten-App fehlt eine deutsche Backend-Oberfläche, ein bekanntes Manko, an dem Physitrack seit Jahren nichts geändert hat.

Quellen

  1. Physitrack – Pricing (UK). https://www.physitrack.com/physitrack-pricing (abgerufen am 2026-06-14). Standard-Plan unter 20 Therapeuten, jährlich 210,49 GBP pro Therapeut (10 % Rabatt), 2-wöchige kostenlose Testphase, 18.000+ Übungen, kostenlose Patienten-App, Telehealth-Trial, Enterprise ab 20 Therapeuten mit EMR-Integration und Customer Success Manager, Studierendenangebot.
  2. Physitrack – Nutzungszahlen. https://www.physitrack.com/physitrack-pricing (abgerufen am 2026-06-14). 58.000+ Therapeuten, 962.000+ Patienten, 526.000+ PhysiApp-Nutzer, 715.000+ erstellte Programme pro Monat global.

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