nuwacom
nuwacom GmbH
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnennuwacom im Überblick: KI-Arbeitsplattform aus Koblenz mit Wissensdatenbank, Agenten und Workflows ab 25 Euro pro Nutzer und Monat. Der Business-Plan läuft auf Azure in Europa, Hosting auf STACKIT in Deutschland, eigene Instanzen und On-Premises gibt es nur im Enterprise-Vertrag. Modelle von OpenAI, Google, Anthropic und Mistral sowie Open-Weight-Modelle stehen in einer Oberfläche, dazu über 40 Konnektoren wie SharePoint, Confluence, Teams und Salesforce. Betreiber ist die nuwacom GmbH in Koblenz.
Kosten: 7 Tage kostenlos testen ohne Kreditkarte. Business 25 €/Nutzer/Monat bei jährlicher Abrechnung, Upgrade einzelner Nutzer auf Premium (49 €) oder Power (99 €) pro Monat. Enterprise auf Anfrage ab 20 Nutzern, mit Hosting in Europa oder Deutschland (STACKIT). Alternativ zentrales KI-Budget für das ganze Unternehmen. Stand 30. September 2026.
Kategorien
Stärken
- Öffentlicher Einstiegspreis von 25 € pro Nutzer und Monat, dazu 7 Tage Testphase ohne Kreditkarte mit allen Business-Funktionen
- Breiter Funktionsumfang in einem Plan: Chat, Agenten, Workflows, Meeting-Notetaker, Dokument- und Folienerstellung, Wissensdatenbank mit Enterprise-Suche und App-Baukasten
- Einzige KI-Arbeitsplattform in unserem Katalog mit Hosting-Option auf STACKIT in Deutschland (Enterprise)
- Klare Betriebsstufen bis zur eigenen Infrastruktur: Single-Tenant, eigene Cloud ab 2.000 und On-Premises ab 4.000 Nutzern
- Modellunabhängig mit Modellen von OpenAI, Google, Anthropic und Mistral sowie Open-Weight-Modellen, Modellfreigabe je Anwendungsfall steuerbar
Einschränkungen
- Der Business-Plan läuft auf Azure, deutsches Hosting auf STACKIT gibt es erst im Enterprise-Plan mit Preis auf Anfrage
- Automatische Synchronisierung der Wissensdatenbank aus SharePoint, Google Drive und Confluence steht nur im Enterprise-Plan
- ISO 27001, BSI C5 und DORA-Konformität sind Herstellerangaben, Zertifikat, Zertifizierer und Geltungsbereich stehen nicht auf den öffentlich abrufbaren Seiten
- Unterauftragsverarbeiter und der Ort der Modellverarbeitung stehen nicht im AVV, sondern nur im Trust Center, das sich ohne Browser nicht lesen lässt
- Referenzkunden wie Lufthansa, Booking.com und Debeka erscheinen als Logos, öffentliche Fallstudien oder Kundenaussagen haben wir nicht gefunden
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du willst Chat, Agenten, Workflows und Meeting-Mitschriften in einer Plattform statt in vier Einzelwerkzeugen
- Deine Datenschutzabteilung verlangt Hosting in Deutschland bei einem deutschen Cloud-Betreiber und du hast mindestens 20 Nutzer
- Du planst mittelfristig eine eigene Instanz oder On-Premises-Betrieb und willst dafür nicht die Plattform wechseln
- Du willst vor dem Vertrag eine Woche ohne Kreditkarte mit dem Team ausprobieren
Wann nein
- Du willst im Business-Plan Hosting in Deutschland, dort läuft nuwacom auf Azure in Europa
- Deine Einkaufsrichtlinie verlangt vor dem Test öffentlich prüfbare Zertifikate und eine offene Liste der Unterauftragsverarbeiter
- Du brauchst nur einen DSGVO-konformen Chat für ein kleines Team, dann sind schlankere Plattformen günstiger
- Du arbeitest komplett in Microsoft 365 und brauchst KI direkt in Word, Excel und Outlook
Kurzfazit
nuwacom ist eine KI-Arbeitsplattform der nuwacom GmbH aus Koblenz, die Chat, Agenten, Workflows, Meeting-Mitschriften und eine Wissensdatenbank mit über 40 Konnektoren bündelt. Der Business-Plan kostet 25 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung und läuft auf Azure in Europa, Hosting auf STACKIT in Deutschland gibt es erst im Enterprise-Plan ab 20 Nutzern. Zertifikate und Unterauftragsverarbeiter sind öffentlich kaum prüfbar. Wer nur einen DSGVO-konformen Team-Chat braucht, bekommt ihn bei innoGPT günstiger.
Für wen ist nuwacom?
Mittelständler mit verstreutem Wissen: Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitenden, deren Wissen über SharePoint, Confluence, Google Drive und Teams-Kanäle verteilt ist. Die sogenannte Context Engine soll dieses Wissen für Chat, Agenten und Workflows nutzbar machen. Voll ausspielen lässt sich das allerdings erst im Enterprise-Plan, weil nur dort die Wissensdatenbank automatisch aus SharePoint, Google Drive und Confluence synchronisiert wird.
Regulierte Unternehmen mit Anspruch auf deutsche Cloud: Versicherer, Banken, Krankenkassen und öffentliche Einrichtungen, deren Datenschutzabteilung einen deutschen Cloud-Betreiber verlangt. Im Enterprise-Plan bietet nuwacom Hosting auf STACKIT an, der Cloud der Schwarz-Gruppe. Das ist in unserem Katalog bisher ein Alleinstellungsmerkmal.
Finanzdienstleister unter DORA: Wer seit Januar 2025 die Anforderungen des Digital Operational Resilience Act an IKT-Dienstleister nachweisen muss, findet bei nuwacom eine ausdrücklich auf DORA ausgerichtete Governance im Enterprise-Plan. Wie weit diese reicht, musst du im Vertrag prüfen, auf den öffentlichen Seiten steht dazu nur das Schlagwort.
Konzerne mit Plänen für den Eigenbetrieb: Wer heute in der Cloud startet und die Plattform später selbst betreiben will, bekommt eine dokumentierte Stufenleiter: eigene Instanz, eigene Cloud ab 2.000 Nutzern, On-Premises auf eigener Kubernetes-Infrastruktur ab 4.000 Nutzern.
Weniger geeignet für: Einzelpersonen und kleine Teams, die nur einen datenschutzfreundlichen Chat mit mehreren Modellen suchen (dafür ist der Funktionsumfang überdimensioniert), Unternehmen, die komplett in Microsoft 365 arbeiten und KI direkt in Word und Excel wollen, sowie Einkaufsabteilungen, die Zertifikate vor dem ersten Gespräch öffentlich prüfen wollen.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was dahintersteckt |
|---|---|---|
| Testphase | 0 € für 7 Tage | alle Business-Funktionen, Basis-KI-Nutzung inklusive, keine Kreditkarte nötig |
| Business | 25 €/Nutzer/Monat, jährliche Abrechnung | Chat mit den verfügbaren Modellen, Agenten, Skills, Workflows, Meeting-Notetaker, Dokument- und Folienerstellung, Wissensdatenbank mit Enterprise-Suche, Business-Apps, Rollen und Freigaben, Hosting auf Azure in Europa |
| Upgrade Premium | 49 €/Nutzer/Monat | Upgrade-Stufe für einzelne Nutzer im Business-Plan, Umfang auf der Preisseite nicht aufgeschlüsselt |
| Upgrade Power | 99 €/Nutzer/Monat | höchste Upgrade-Stufe für einzelne Nutzer, Umfang ebenfalls nicht aufgeschlüsselt |
| Enterprise | auf Anfrage, ab 20 Nutzern | alles aus Business plus automatische Synchronisierung aus SharePoint, Google Drive und Confluence, PII-Scrubbing, DORA-Governance, eigene Integrationen, SLAs, Hosting in Europa oder Deutschland (STACKIT) |
| Zentrales KI-Budget | auf Anfrage | Budget für das ganze Unternehmen, das Teams flexibel nutzen, statt einzelne Nutzer hochzustufen |
Einordnung: Mit 25 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung liegt nuwacom im Business-Plan leicht über den direkten Wettbewerbern: innoGPT kostet bei jährlicher Zahlung 22,92 Euro, Langdock 23,20 Euro, jeweils mit KI-Modellen inklusive (Stand unseres Vergleichs vom September 2026). Die Preisseite nennt für Business nur den Jahrespreis, einen Monatspreis und einen Hinweis zur Mehrwertsteuer haben wir nicht gefunden. Wie viel KI-Nutzung im Grundpreis steckt, beziffert nuwacom nicht: Die Testphase spricht von „Basis-KI-Nutzung“, die Preisseite erwähnt flexible Zusatznutzung sowie die Upgrades Premium mit 49 Euro und Power mit 99 Euro pro Nutzer, ohne deren Umfang aufzuschlüsseln. Frag vor dem Vertrag, ab welcher Nutzung ein Upgrade fällig wird, sonst ist der Preis pro Kopf für Vielnutzer nicht planbar. Der eigentliche Preissprung liegt beim Wechsel zu Enterprise: Genau die Funktionen, mit denen nuwacom wirbt, also automatische Wissenssynchronisierung und Hosting auf STACKIT, gibt es nur dort, und dort steht kein Preis.
Stärken im Detail
Vier Werkzeuge in einer Oberfläche. Chat, Agenten, Workflows mit menschlicher Freigabe und ein Meeting-Notetaker mit Transkript, Zusammenfassung und Aufgabenliste stecken schon im Business-Plan. Dazu kommen Dokument- und Folienerstellung und ein Baukasten für kleine Business-Apps in natürlicher Sprache. Wer heute für Chat, Protokolle und Automatisierung drei Verträge hat, kann auf einen konsolidieren.
Hosting auf STACKIT als Option. Im Enterprise-Plan läuft nuwacom auf Wunsch in Deutschland auf STACKIT, der Cloud der Schwarz-Gruppe. Für Datenschutzbeauftragte, die bei Azure, AWS oder Google Cloud auf den US CLOUD Act verweisen, ist das ein echtes Argument. Keine der deutschen KI-Arbeitsplattformen in unserem Katalog nennt diese Option: meinGPT und Nele.ai nutzen Hetzner, innoGPT AWS in Frankfurt, DeutschlandGPT die Open Telekom Cloud.
Eine dokumentierte Stufenleiter bis in den Eigenbetrieb. nuwacom nennt öffentlich Schwellen für jede Betriebsform: eigene Instanz, eigene Cloud ab 2.000 Nutzern, On-Premises zum Beispiel auf Kubernetes ab 4.000 Nutzern. Für Konzern-IT ist das planbar, weil die Plattform mitwachsen kann, ohne dass Nutzer umziehen müssen.
Modellunabhängig mit Steuerung je Anwendungsfall. Modelle von OpenAI, Google, Anthropic und Mistral stehen neben Open-Weight-Modellen. Admins steuern laut Anbieter, welches Modell für welchen Anwendungsfall freigegeben ist, dazu kommen Rollen und Audit-Logs. So lässt sich etwa festlegen, dass Personaldaten nur mit einem Open-Weight-Modell verarbeitet werden.
Niedrige Einstiegshürde. Sieben Tage mit allen Business-Funktionen ohne Kreditkarte reichen, um zwei oder drei echte Arbeitsabläufe durchzuspielen. Viele Enterprise-Plattformen verlangen dafür ein Vertriebsgespräch.
Schwächen ehrlich betrachtet
Das deutsche Hosting gibt es nicht im Standardplan. Die Preisseite schreibt beim Business-Plan ausdrücklich „Hosted in Europe on Azure“. STACKIT taucht erst bei Enterprise auf. Wer auf der Startseite „souverän aus Europa“ liest und mit 25 Euro rechnet, bekommt Microsoft-Infrastruktur in der EU, nicht die deutsche Cloud. Das ist nicht falsch, aber ein Unterschied, den du im Einkauf kennen musst.
Compliance-Aussagen ohne öffentlichen Beleg. ISO 27001, BSI C5, § 203 StGB und DORA stehen auf der Sicherheitsseite als Liste, ohne Zertifizierer, Zertifikatsnummer oder Geltungsbereich. Beim BSI-C5-Testat bleibt offen, ob es für nuwacom selbst gilt oder für das Rechenzentrum darunter. Das Trust Center ist nur im Browser lesbar. Das kann alles stimmen, prüfen konnten wir es nicht. Workaround: Lass dir Zertifikat und Testatbericht vor der Pilotphase schriftlich geben.
Unterauftragsverarbeiter und Modellwege stehen nicht im AVV. Der Auftragsverarbeitungsvertrag (Stand 9. September 2026) verweist für die Liste der Unterauftragsverarbeiter auf das Trust Center und regelt Übermittlungen in Drittländer über EU-Standardvertragsklauseln. Wo GPT, Claude und Gemini verarbeitet werden, steht nicht im Vertragstext. Auf der Sicherheitsseite steht zwar die Frage „Are the LLM models hosted in the EU?“, eine Antwort war im abrufbaren Seitentext aber nicht enthalten.
Widersprüchliche Schwellen. Die Sicherheitsseite nennt Single-Tenant ab 250 Nutzern, die Preisseite ein dediziertes Deployment ab 1.000 Nutzern. Vielleicht meinen beide verschiedene Dinge, erklärt wird es nicht. Für eine Ausschreibung solltest du die gültige Schwelle schriftlich festhalten.
Referenzen nur als Logos. Lufthansa, Booking.com, Debeka, IONOS und weitere Namen stehen als Logos auf der Website. Eine öffentliche Fallstudie, eine Pressemitteilung eines dieser Kunden oder eine Aussage über Umfang und Dauer der Nutzung haben wir nicht gefunden. Ob es um einen Konzernrollout oder einen Abteilungspiloten geht, bleibt offen. Frag im Vertriebsgespräch nach Referenzkontakten in deiner Größenordnung.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den etabliertesten deutschen Wettbewerber mit großer Modellauswahl und veröffentlichtem Security-Profil willst | Langdock |
| Hosting in Deutschland schon im Standardplan und eine Mengenstaffel willst | meinGPT |
| Etwas günstiger einen schlichteren Team-Chat mit § 203-Lizenz suchst | innoGPT |
| Eine deutsche Cloud ohne US-Mutterkonzern auch ohne Enterprise-Vertrag brauchst | DeutschlandGPT auf der Open Telekom Cloud |
| Vor allem Unternehmenssuche über viele Systeme hinweg brauchst und US-Hosting akzeptierst | Glean |
nuwacom sitzt zwischen zwei Lagern. Im Business-Plan ist es eine weitere deutsche Multi-Modell-Plattform auf Azure, vergleichbar mit Langdock und innoGPT. Im Enterprise-Plan wird es zur Wissensplattform mit STACKIT-Option und Eigenbetrieb, also eher eine Alternative zu Glean oder zu Eigenbauten auf Basis von Aleph Alpha. Die Entscheidung hängt deshalb weniger am Listenpreis als an der Frage, welchen der beiden Pläne du wirklich brauchst.
Wie die deutschen Plattformen bei Preis, Hosting, AVV und Single Sign-on nebeneinander stehen, zeigt unser DSGVO-Vergleich der KI-Assistenten für Unternehmen. nuwacom ist dort mit dem Business-Plan aufgenommen.
So steigst du ein
Schritt 1: Kläre vor der Testphase, welchen Plan du wirklich brauchst. Wenn deine Datenschutzabteilung Hosting in Deutschland verlangt oder Wissen automatisch aus SharePoint und Confluence kommen soll, läuft es auf Enterprise hinaus. Dann ist ein Demo-Termin mit Angebot der sinnvollere Start als die 7-Tage-Testphase, weil du dort genau die Funktionen, auf die es ankommt, nicht siehst.
Schritt 2: Nutze die sieben Tage mit drei Personen und drei echten Aufgaben, zum Beispiel ein Meeting protokollieren lassen, eine Kundenanfrage mit Material aus der Wissensdatenbank beantworten und einen wiederkehrenden Ablauf als Workflow bauen. Lade die Dokumente dafür vorher gesammelt hoch, sonst verbrauchst du die Testwoche mit der Einrichtung. Notiere, wie schnell Nutzer an die Grenze der Basis-Nutzung stoßen, das entscheidet zwischen Business, Premium und Power.
Schritt 3: Fordere vor dem Vertrag vier Dokumente an: das ISO-27001-Zertifikat mit Geltungsbereich, den BSI-C5-Bericht mit Angabe, wofür er gilt, die aktuelle Liste der Unterauftragsverarbeiter und eine schriftliche Aussage, in welcher Region jedes freigegebene Modell verarbeitet wird. Erst mit diesen Unterlagen kann deine Datenschutzabteilung die Plattform freigeben.
Ein konkretes Beispiel
Ein Maschinenbau-Zulieferer aus der Region Koblenz mit 80 Mitarbeitenden will seinen Innendienst entlasten. Angebotsvorlagen liegen in SharePoint, technische Datenblätter in Confluence, und neue Kolleginnen suchen Wochen, bis sie wissen, wo was steht. Das Unternehmen startet mit 15 Nutzern im Business-Plan, zu 25 Euro pro Kopf also 375 Euro im Monat oder 4.500 Euro im Jahr. In der Pilotphase lädt der Innendienst die 200 wichtigsten Dokumente von Hand in die Wissensdatenbank und lässt sich Kundenanfragen vorformulieren. Spart jede der 15 Personen dadurch eine Stunde Suche pro Woche, sind das rund 60 Stunden im Monat. Nach drei Monaten zeigt sich der Haken: Die Dokumente veralten, weil die automatische Synchronisierung mit SharePoint und Confluence erst im Enterprise-Plan steckt. Der Zulieferer muss also entweder einen Pflegeprozess etablieren oder ein Enterprise-Angebot ab 20 Nutzern einholen, dessen Preis vorher niemand kennt.
Nicht sicher, ob nuwacom zu euch passt?
Wir helfen bei der Tool-Auswahl und begleiten die Einführung in euren Arbeitsalltag, unverbindlich und kostenlos im Erstgespräch.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting Business: Azure in Europa, laut Preisseite „Hosted in Europe on Azure“
- Datenhosting Enterprise: wahlweise Europa oder Deutschland auf STACKIT, dazu Single-Tenant, eigene Cloud ab 2.000 und On-Premises ab 4.000 Nutzern
- Verarbeitung: Laut Anbieter werden Daten ausschließlich in der EU verarbeitet und gespeichert, Kundendaten fließen nicht ins Modelltraining (Herstellerangabe)
- Modellwege: Modelle von OpenAI, Google, Anthropic, Mistral und Open-Weight-Modelle; in welcher Region die jeweilige Modellverarbeitung stattfindet, nennen die öffentlich abrufbaren Seiten nicht
- AVV: öffentlich abrufbar, Stand 9. September 2026, Drittlandübermittlungen über EU-Standardvertragsklauseln; die Liste der Unterauftragsverarbeiter steht nur im Trust Center
- Zertifizierungen: ISO 27001, BSI C5, § 203 StGB und DORA sind Herstellerangaben, Zertifizierer, Zertifikatsnummer und Geltungsbereich sind nicht veröffentlicht
- Verschlüsselung: AES-256 für gespeicherte Daten, TLS 1.3 für die Übertragung (Herstellerangabe)
- Anbieter: nuwacom GmbH, Universitätsstraße 3, 56070 Koblenz, Amtsgericht Koblenz HRB 30143
- Empfehlung für Unternehmen: Wenn Hosting in Deutschland ein Muss ist, verhandle Enterprise mit STACKIT und lass dir Zertifikate, Unterauftragsverarbeiter und Modellregionen vor dem Pilot schriftlich geben. Berufsgeheimnisträger sollten die Zusage zu § 203 StGB im Vertrag festhalten, nicht nur auf der Website.
Gut kombiniert mit
- Microsoft 365 Copilot: nuwacom als Wissens- und Workflowplattform über alle Systeme, Copilot für die Arbeit direkt in Word, Excel und Outlook. Sinnvoll, wenn nur ein Teil der Belegschaft Copilot-Lizenzen bekommt und der Rest trotzdem auf Unternehmenswissen zugreifen soll.
- DeepL: nuwacom erstellt Entwürfe und Protokolle auf Deutsch, DeepL übernimmt die Übersetzung für ausländische Kunden und Werke in gleichbleibender Qualität.
- NotebookLM: Für die tiefe Analyse einzelner, sehr langer Dokumente wie Studien oder Verträge ist NotebookLM spezialisierter. nuwacom bleibt das Werkzeug für den Arbeitsalltag mit dem gesamten Unternehmenswissen.
Häufige Fragen zu nuwacom
Was kostet nuwacom?
Der Business-Plan kostet 25 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung. Einzelne Nutzer lassen sich auf Premium für 49 Euro oder Power für 99 Euro pro Monat hochstufen. Enterprise gibt es ab 20 Nutzern auf Anfrage, einen Preis nennt nuwacom dafür nicht.
Gibt es eine kostenlose Testversion?
Ja, nuwacom bietet 7 Tage kostenlos mit allen Business-Funktionen und Basis-KI-Nutzung, eine Kreditkarte ist dafür nicht nötig. Die Enterprise-Funktionen wie automatische Synchronisierung aus SharePoint und Confluence oder Hosting auf STACKIT sind in der Testphase nicht enthalten.
Wo hostet nuwacom die Daten?
Der Business-Plan läuft auf Azure in Europa. Im Enterprise-Plan wählst du zwischen Europa und Deutschland auf STACKIT, ab 2.000 Nutzern ist auch die eigene Cloud möglich, ab 4.000 Nutzern On-Premises.
Ist nuwacom ISO-27001-zertifiziert?
nuwacom nennt ISO 27001 auf seiner Sicherheitsseite. Zertifizierer, Zertifikatsnummer und Geltungsbereich sind auf den öffentlich abrufbaren Seiten nicht angegeben. Lass dir das Zertifikat vor Vertragsschluss vorlegen.
nuwacom oder Langdock?
Im Standardplan sind beide deutsche Multi-Modell-Plattformen auf Azure in der EU. Bei jährlicher Zahlung ist Langdock mit 23,20 Euro etwas günstiger als nuwacom mit 25 Euro, nuwacom bringt dafür Meeting-Notetaker und Workflows schon im Business-Plan mit. Langdock veröffentlicht mehr zu Sicherheit und Modellen. Brauchst du eine deutsche Cloud, spricht die STACKIT-Option im Enterprise-Plan für nuwacom.
Unser Fazit
nuwacom bekommt 3 von 5 Sternen. Die Plattform bietet viel für 25 Euro: Chat, Agenten, Workflows, Meeting-Notetaker und Wissensdatenbank in einem Plan, mit einer Testphase ohne Kreditkarte. Mit der STACKIT-Option und der Stufenleiter bis zum On-Premises-Betrieb hat nuwacom außerdem ein Argument, das keine der anderen deutschen KI-Arbeitsplattformen in unserem Katalog bietet. Sterne kostet die Lücke zwischen Werbung und Standardplan: Deutsches Hosting und automatische Wissenssynchronisierung, die zwei stärksten Verkaufsargumente, gibt es nur im Enterprise-Plan ohne öffentlichen Preis. Dazu kommen Compliance-Angaben ohne öffentlich prüfbaren Beleg, eine Liste der Unterauftragsverarbeiter, die nicht im AVV steht, widersprüchliche Schwellen für eigene Instanzen und Referenzkunden, die nur als Logos auftauchen. Langdock, meinGPT und innoGPT liefern im Standardplan mehr Belege für ihre Aussagen. Legt nuwacom Zertifikate, Unterauftragsverarbeiter und Modellregionen offen, ist ein vierter Stern realistisch.
Was wir bemerkt haben
- September 2026: nuwacom hat uns selbst angeschrieben und die Aufnahme vorgeschlagen, mit Verweis auf Lufthansa, Booking.com und Debeka als Referenzen. Wir haben diese Namen nur als Logos auf der Website des Anbieters gefunden, nicht in Fallstudien, Pressemitteilungen oder Aussagen der Kunden selbst. Wir führen sie deshalb nicht als belegte Kunden.
- September 2026: Die Startseite wirbt mit Souveränität aus Europa, der Business-Plan läuft laut Preisseite aber auf Azure. Hosting in Deutschland auf STACKIT steht nur beim Enterprise-Plan. Die Sicherheitsseite nennt für die geteilte Plattform dagegen „zum Beispiel Azure, STACKIT“, ohne zu sagen, welcher Plan wo läuft.
- September 2026: Zwei Seiten, zwei Schwellen. Die Sicherheitsseite nennt eine eigene Instanz ab 250 Nutzern, die Preisseite ein dediziertes Deployment ab 1.000 Nutzern.
- September 2026: Der Auftragsverarbeitungsvertrag wurde am 9. September 2026 aktualisiert. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter steht weiterhin nicht im Vertrag selbst, sondern im Trust Center.
Quellen
- nuwacom: Preise. https://nuwacom.com/en/pricing (abgerufen am 2026-09-30). Testphase 7 Tage, 0 €, ohne Kreditkarte, mit allen Business-Funktionen und Basis-KI-Nutzung; Business 25 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung mit Chat, Agenten, Skills, Workflows, Meeting-Notetaker, Dokument- und Folienerstellung, Wissensdatenbank mit Enterprise-Suche, Business-Apps und Rollen, „Hosted in Europe on Azure“; Upgrades Premium 49 € und Power 99 € pro Nutzer und Monat; Enterprise auf Anfrage ab 20 Nutzern mit automatischer Synchronisierung aus SharePoint, Google Drive und Confluence, PII-Scrubbing, DORA-Governance, SLAs, „Hosted in Europe or Germany (STACKIT)“, dediziertes Deployment ab 1.000 Nutzern; zentrales KI-Budget als Alternative..
- nuwacom: Sicherheit und Betrieb. https://nuwacom.com/en/secure-ai-for-business (abgerufen am 2026-09-30). Multi-Tenant „Hosted on European cloud infrastructure (e.g. Azure, STACKIT)“; Single-Tenant ab 250 Nutzern, Bring Your Own Cloud ab 2.000, On-Premises (zum Beispiel Kubernetes) ab 4.000 Nutzern; Verarbeitung und Speicherung ausschließlich in der EU, kein Training mit Kundendaten; genannte Standards ISO 27001, DSGVO, BSI C5, § 203 StGB, DORA ohne Zertifizierer oder Zertifikatsnummer; AES-256 und TLS 1.3; Logos KVNO, Lufthansa, IONOS, Debeka, BHB & Partners..
- nuwacom: Startseite. https://nuwacom.com/ (abgerufen am 2026-09-30). Plattform mit Context Engine, KI-Chat, Apps, Agenten, Workflows und Meeting-Notetaker; Modelle von OpenAI, Google (Gemini), Anthropic (Claude), Mistral und Open-Weight-Modelle; über 40 Konnektoren, darunter Slack, Teams, Outlook, SharePoint, Google Drive, Notion, Jira, Confluence und Salesforce; Rollen, Audit-Logs, Modellsteuerung je Anwendungsfall; Kundenlogos unter anderem Lufthansa, Booking.com, Debeka, Forvia, fischerAppelt, IONOS und Schalke 04..
- nuwacom: Auftragsverarbeitungsvertrag. https://nuwacom.com/en/data-processing-agreement (abgerufen am 2026-09-30). AVV mit Stand 09.09.2026; Liste der Unterauftragsverarbeiter nur über trust.nuwacom.ai; Übermittlungen in Drittländer über EU-Standardvertragsklauseln (Modul 2); keine Angabe zu Modellanbietern oder zum Ort der Modellverarbeitung im Vertragstext..
- nuwacom: Impressum. https://nuwacom.com/en/imprint (abgerufen am 2026-09-30). nuwacom GmbH, Universitätsstraße 3, 56070 Koblenz, Amtsgericht Koblenz HRB 30143, Geschäftsführer Sascha Böhr, Alexander Kleinen und Christophe Folschette..
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