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Bezahlt ⚠️ Hybrid Geprüft: Mai 2026

Moldex3D IC Packaging

CoreTech System Co., Ltd.

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Branchenstandard für FEA-basierte Simulation der Chip-Verkapselung. Das IC-Packaging-Modul berechnet Wire Sweep, Paddle Shift und Lufteinschlüsse während Transfer-Mold-, Compression-Mold- und Underfill-Prozessen — inklusive Wire-Sweep-Index-Farbcodierung und Drahtüberschneidungsdetektion. Strukturanalysen sind als Co-Simulation mit ANSYS und ABAQUS koppelbar.

Kosten: Modulare Lizenzstruktur (Jahres- oder Dauerlizenz), Preise nur auf Anfrage. Das IC-Packaging-Modul ist eine kostenpflichtige Zusatzlizenz zur Basis-Moldex3D-Plattform. Branchenrichtwert für vergleichbare Halbleiter-Simulationssuiten: ab ca. 25.000 €/Jahr pro Arbeitsplatz, Enterprise-Lizenzen deutlich höher.

Stärken

  • Physikbasierte Simulation: Vorhersage von Wire Sweep und Paddle Shift vor dem ersten Prototyp
  • Wire Crossover Detection: Erkennt sich überschneidende Drähte in der Visualisierung (rot markiert)
  • Co-Simulation mit ANSYS und ABAQUS für nichtlineare Strukturanalyse
  • Drag-Force-Analyse je Draht über den gesamten Füllverlauf
  • Abdeckung mehrerer Verkapselungsverfahren: Transfer Mold, Compression Mold, Capillary Underfill, Potting
  • Post-Mold-Cure-Analyse mit Spannungsrelaxation und Verzugsvorhersage
  • De-facto-Standard bei OSAT-Unternehmen und Outsourced Assembly & Test Providern

Einschränkungen

  • Kein Echtzeit-Produktionsmonitoring — rein simulationsbasiert, kein Feedback aus laufender Fertigung
  • Hohe Lernkurve: erfordert Experten-Know-how in FEM, Halbleiter-Packaging und Moldex3D-Workflow
  • Preise und Lizenzen nur auf Anfrage — Mittelstand mit kleinem Budget bleibt außen vor
  • Kein deutschsprachiger Support, Dokumentation und Schulungen primär in Englisch und Chinesisch
  • Materialdatenbank für EMCs muss vom Lieferanten in Moldex3D-Format eingespielt werden
  • Rechenintensiv — komplexe Packages laufen auch auf Workstations mehrere Stunden

Passt gut zu

Entwicklung neuer IC-Gehäusegeometrien mit unbekanntem Wire-Sweep-Risiko OSAT-Unternehmen und Chip-Hersteller, die Mold-Prozesse für neue Packages optimieren Qualifizierungsprojekte: Nachweis der Wire-Sweep-Konformität vor Serienanlauf High-Pin-Count-Packages (LQFP, QFN, BGA) mit engen Drahtabständen EMC-Materialwechsel und Validierungen vor Großserienfreigabe

Kurzfazit

Moldex3D IC Packaging ist in seinem Spezialgebiet konkurrenzlos etabliert: Die physikbasierte Simulation von Wire Sweep, Paddle Shift und Lufteinschlüssen während der Chip-Verkapselung ersetzt teure Prototypen-Iterationen durch virtuelle Optimierungsrunden. CoreTech System aus Taiwan hat seit über zwei Jahrzehnten enge Kontakte zu OSAT-Großunternehmen, die Materialdatenbank für EMCs ist breiter als bei jedem Konkurrenten, und die Co-Simulation mit ANSYS und ABAQUS ist Industrie-Realität. Den fünften Stern verhindern fehlende Preistransparenz, harte Lernkurve und fehlender deutschsprachiger Support — für KMU oder Hochschulen außerhalb des Halbleiter-Ökosystems ist Moldex3D kaum sinnvoll zu betreiben. Wer im IC-Packaging entwickelt, hat aber praktisch keine ernsthafte Alternative.

Für wen ist Moldex3D IC Packaging?

OSAT-Unternehmen (Outsourced Assembly & Test): Wenn dein Kerngeschäft die Verkapselung fremder Chip-Designs ist, ist Moldex3D Pflichtwerkzeug. Wire-Sweep-Probleme im Bondbereich, Paddle Shift bei dünnen Leadframes, Voids unter dem Die — alles Themen, die du im Quote-Prozess simulieren musst, bevor du eine Charge zusagst.

IDM-Hersteller mit eigener Backend-Fertigung: Integrated Device Manufacturer (Infineon, STMicro, NXP), die Packaging in-house betreiben, nutzen Moldex3D in der Package-Entwicklung — neue Pin-Counts, neue EMC-Materialien, neue Gehäusegeometrien werden simulativ qualifiziert, bevor das Werkzeug zerspant wird.

Design-Houses und Fabless-Anbieter: Auch wer das Packaging outsourct, gewinnt durch Simulationsergebnisse Verhandlungsmacht im Co-Engineering-Prozess. Mit einer Wire-Sweep-Analyse im Gepäck wirst du im OSAT-Gespräch deutlich ernster genommen.

Halbleiter-Forschungsinstitute: IZM, Fraunhofer EMFT, IMEC und vergleichbare Einrichtungen nutzen Moldex3D für Materialentwicklung, neue Verkapselungsverfahren (Fan-Out Wafer-Level, Chip-Last) und Studien zu mechanischen Spannungen im Package. Akademische Lizenzen sind günstiger, aber immer noch budgetrelevant.

EMC-Hersteller (Materiallieferanten): Compoundeure wie Sumitomo Bakelite, Hitachi Chemical oder Henkel pflegen ihre Materialdatenbanken in Moldex3D-Format ein und liefern sie Kunden mit — Materialcharakterisierung und Simulation greifen ineinander.

Weniger geeignet für: KMU außerhalb des Halbleiter-Ökosystems (zu spezialisiert), Werkzeugbauer für klassischen Spritzguss (für die ist Moldex3D oder Autodesk Moldflow richtiger), Echtzeit-Prozessoptimierung in der Serienfertigung (dafür ist Moldex3D-IC-Packaging das falsche Werkzeug — siehe Stärken/Schwächen) und Einsteiger ohne FEM-Vorkenntnisse.

Preise im Detail

LizenzmodellPreisWas du bekommst
IC Packaging Add-onAuf AnfrageZusatzlizenz zur Basis-Moldex3D-Plattform — Wire Sweep, Paddle Shift, Underfill, Compression Mold
Floating LicenseAuf AnfrageMehrere Arbeitsplätze mit Lizenz-Pool — typisch für Konstruktionsteams mit wechselnden Nutzern
Akademische LizenzReduziert auf AnfrageFür Hochschulen und Forschungsinstitute; Lehrnutzung mit Einschränkungen bei kommerzieller Verwendung
Enterprise / Site LicenseVerhandlungssacheSite- oder Enterprise-Lizenzen mit dediziertem Support, regionalem Engineering und Trainings

Einordnung: Halbleiter-Simulationssoftware spielt grundsätzlich in einer eigenen Preisliga. Branchenrichtwert für vergleichbare High-End-Simulationssuiten: ab ca. 25.000 €/Jahr pro Arbeitsplatz für die Basisplattform plus Modul-Aufschläge im niedrigen fünfstelligen Bereich. Für ein OSAT mit Dutzenden Engineers ist das Floor — Enterprise-Verträge mit Site-Lizenz, Schulungspaket und CoreTech-Vor-Ort-Support landen im sechsstelligen Bereich. Wer Moldex3D IC Packaging evaluieren will, sollte mindestens eine Jahreszahl-Budgetphase einplanen — die Tool-Kosten sind aber praktisch immer ein Bruchteil der Werkzeug- und Prototypenkosten, die dadurch eingespart werden.

Stärken im Detail

Wire-Sweep-Vorhersage als Killer-Feature. Die Verformung von Bonddrähten unter dem Strömungsdruck des flüssigen Mold-Compounds ist der häufigste Yield-Killer bei High-Pin-Count-Packages. Moldex3D berechnet Drag-Force und Wire-Sweep-Index (WSI) pro Draht über den gesamten Füllverlauf — Werte über 20 % gelten als kritisch und können vor dem Werkzeugbau adressiert werden. Diese Vorhersage-Tiefe gibt es bei Konkurrenten nur in deutlich reduzierter Form.

Wire Crossover Detection visuell. Über das reine WSI hinaus erkennt Moldex3D, wenn sich zwei Drähte während des Mold-Prozesses zu nah kommen oder überschneiden — die roten Markierungen in der 3D-Visualisierung machen das Problem auch für nicht-Simulations-Experten sofort sichtbar. In Design Reviews ist das ein konkretes Diskussionswerkzeug zwischen Package-Engineer und Bonding-Spezialist.

Co-Simulation mit ANSYS und ABAQUS. Wire Sweep ist ein Strömungsproblem, die Warpage des fertigen Packages aber ein Strukturproblem. Moldex3D-Ergebnisse lassen sich als Initialspannungsfelder an ANSYS oder ABAQUS übergeben — damit hast du eine geschlossene Kette von Mold-Füllung über Cure-Spannungen bis zur final-Package-Verformung unter Lötbedingungen. Diese Kette ist in der Halbleiterindustrie der De-facto-Standard.

Mehrere Verkapselungsverfahren abgedeckt. Klassisches Transfer Mold ist die Basis, aber Compression Mold (für große BGAs und Fan-Out), Capillary Underfill (für Flip-Chip) und Potting (für Power-Module) sind ebenfalls modelliert. Wer mehrere Backend-Verfahren betreibt, deckt das mit einer Tool-Familie ab.

Tiefe EMC-Materialdatenbank. Die rheologische Charakterisierung von Mold Compounds (Viskosität, Cure-Kinetik, Wärmedehnung) ist aufwändig — Moldex3D pflegt seit Jahren Materialkarten direkt mit den großen EMC-Lieferanten. Für eine ehrliche Simulation ist das entscheidend; ohne korrektes Materialmodell ist auch der beste Solver wertlos.

Post-Mold-Cure-Analyse. Nach dem Mold-Schritt folgt der Cure-Ofen, in dem Spannungen relaxieren und sich Verzug aufbauen kann. Moldex3D simuliert auch diese Phase — relevant für dünne Packages und große Wafer-Level-Designs, in denen Warpage zum Bestückungsproblem werden kann.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein Echtzeit-Monitoring. Moldex3D ist ein Simulationswerkzeug, kein MES und kein Produktionsüberwachungssystem. Wer in der laufenden Backend-Fab die aktuelle Prozessstabilität messen will, braucht zusätzliche Werkzeuge (Inline-Sensorik, statistische Prozesskontrolle, MES). Die Simulation ist offline — sie schaut nicht ins Werk.

Hohe Lernkurve. Solides FEM-Wissen, Verständnis der Mold-Prozessphysik und Erfahrung mit der Moldex3D-Bedienoberfläche sind nötig. Schulung über CoreTech oder regionale Reseller (Werkzeugbau-Akademie für DACH) ist Standard. Für einen produktiven Engineer realistisch: 3–6 Monate, bis Wire-Sweep-Studien selbstständig durchgeführt werden.

Keine deutsche Dokumentation. CoreTech ist ein taiwanisches Unternehmen — Dokumentation und Trainings sind primär englisch- und chinesischsprachig. Der Support für DACH läuft über regionale Reseller (z. B. SimpaTec, INAS), die Qualität schwankt. Wer auf deutschsprachigen Erstklassen-Support angewiesen ist, sollte das vor Lizenzkauf klären.

Materialdatenbank-Abhängigkeit. Ohne korrekte EMC-Materialkarte vom Lieferanten ist die Simulation Schätzung. Die guten Compoundeure liefern Karten, aber bei kleineren Lieferanten oder neuen Materialien musst du eventuell selbst charakterisieren — Kosten und Zeitaufwand nicht unterschätzen.

Rechenintensiv. Ein vollständig modelliertes LQFP-128 mit feinem Drahtmodell läuft auf einer Workstation typischerweise mehrere Stunden bis einen Tag. Cluster oder GPU-Beschleunigung helfen, aber sind Zusatzinvest. Für schnelle Iterationen im frühen Design-Stadium ist Moldex3D damit nicht das ideale Werkzeug — eher für die finale Validierungsphase.

Preisintransparenz. Wie in der gesamten High-End-Simulationswelt gibt es keine Listenpreise. Wer evaluieren will, muss durch Sales — und das ist mit erheblichem Zeitinvest verbunden, bevor klar wird, ob das Budget überhaupt reicht.

Kein agentisches Modell — klassische Engineering-Software. Moldex3D ist KI-relevant durch die physikalische Modellierung und das Optimierungsumfeld, nicht durch generative KI oder LLM-Workflows. Wer eine KI erwartet, die “das beste Gate vorschlägt”, wird ernüchtert — das Tool simuliert, die Optimierung bleibt Ingenieursarbeit.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Klassischen Spritzguss (Konsumgüter, Automotive) simulieren willstMoldex3D oder Autodesk Moldflow
Strukturanalyse statt Strömungsanalyse brauchstANSYS LS-DYNA oder Altair HyperWorks
Halbleiter-Layout-Design simulieren willst (kein Encapsulation)Cadence Allegro X
EDA-getriebene Halbleiterprozess-Optimierung brauchstSynopsys Odyssey

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: ANSYS Sherlock (Reliability-Analyse von Elektronik-Packages), Coventor SEMulator3D (Prozess-Simulation auf Silizium-Ebene), Siemens Simcenter 3D (multidisziplinäre Simulation), Sigrity (Cadence-Signal-Integrity-Suite) und Mentor Calibre (Lithografie-Verifikation). Im engen Feld der EMC-basierten Encapsulation-Simulation hat Moldex3D faktisch keinen direkten Konkurrenten in dieser Tiefe — die anderen Tools lösen verwandte, aber nicht dieselbe Aufgabe.

So steigst du ein

Schritt 1: Use Case klären — willst du Wire Sweep optimieren, Voids vermeiden, Warpage minimieren, oder die ganze Prozesskette durchspielen? Davon hängt die Modul-Auswahl ab. CoreTech-Sales oder regionaler Reseller (für DACH: SimpaTec, INAS) bietet typischerweise eine Demo mit einem deiner echten Packages an — das ist die fairste Evaluations-Grundlage.

Schritt 2: Materialdaten besorgen. Sprich mit deinem EMC-Lieferanten — die meisten großen Compoundeure liefern Moldex3D-Karten direkt mit. Ohne kalibrierte Materialdaten ist die erste Simulation Show, nicht Substanz. Wenn du mit einem Spezialcompound arbeitest, plane Charakterisierungs-Kosten ein.

Schritt 3: Pilotprojekt mit 2–3 echten Packages aus deinem aktuellen Portfolio. Vergleiche die Simulationsergebnisse mit Messungen aus deiner Fertigung — bei Wire Sweep mit Röntgen-Inspektion, bei Voids mit SAM-Scans, bei Warpage mit interferometrischer Vermessung. Erst wenn die Korrelation belastbar ist, lohnt sich der Roll-out in die Standard-Engineering-Pipeline.

Schritt 4: Schulungsplan aufsetzen. Für ein produktives Engineering-Team realistisch: 2 Wochen initiale Schulung pro Engineer, dann 3–6 Monate Praxis bis zur Eigenständigkeit. Wer das unterschätzt, wundert sich später über Lizenzkosten ohne entsprechende Nutzung.

Ein konkretes Beispiel

Ein deutscher Halbleiter-Hersteller entwickelt ein neues LQFP-128-Package mit vergoldeten Bonddrähten für einen Automotive-Mikrocontroller. Erste Simulation: Zwei Drähte nahe der Gate-Position weisen einen Wire-Sweep-Index von 34 % auf — weit über der internen 20-%-Grenze. Iteration 1: Gate-Position um 8 mm verschoben → maximaler WSI sinkt auf 22 %, immer noch knapp. Iteration 2: Einspritzgeschwindigkeit reduziert, Drahtschleifenhöhe minimal angepasst → maximaler WSI 12 %, alle Drähte im grünen Bereich. Aufwand: 3 Simulationsläufe, 2 Arbeitstage. Ohne Simulation: Werkzeug wäre nach klassischem Design-Empfehlungswert produziert worden, Wire-Sweep-Problem wäre erst nach Erstmuster aufgefallen — Werkzeug-Umrüstung und Verzögerung von 4–6 Wochen plus EMC-Verbrauch im fünfstelligen Bereich. Eingesparte Kosten: rund 80.000 € pro Werkzeugzyklus, plus deutlich kürzere Time-to-Market. Bei 6–10 neuen Package-Designs pro Jahr amortisiert sich die Moldex3D-Lizenz schnell.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Moldex3D ist klassische On-Premises-Software — Simulationen laufen auf der eigenen Workstation oder dem internen Cluster. Kein Cloud-Zwang, keine Telemetrie-Pflicht.
  • Lizenzserver: FlexLM- oder vergleichbare Lizenzserver können on-prem oder über CoreTech-gehostete Dienste betrieben werden. Für IP-sensible Halbleiterprojekte ist on-prem-Lizenzierung Standard.
  • Materialdaten und Designdaten: Bleiben beim Kunden — CoreTech hat keinen Zugriff. Bei Cloud-Bursting (gelegentlich für sehr große Simulationen genutzt) gelten die jeweiligen Cloud-Anbieter-Vereinbarungen.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Nicht typischer Vertragsbestandteil bei On-Premises-Lizenzen. Bei Beratungsprojekten oder Cloud-Nutzung individuell zu verhandeln.
  • Empfehlung für Unternehmen: Halbleiter-IP ist hochsensibel — on-prem-Installation, dedizierter Lizenzserver und klare interne Zugriffskontrolle sind Pflicht. CoreTech-Trainings und Reseller-Support unter NDA abwickeln.

Gut kombiniert mit

  • ANSYS LS-DYNA — für die Strukturanalyse-Seite der Co-Simulation. Moldex3D liefert Druck- und Temperaturfelder, LS-DYNA berechnet die strukturelle Antwort des Packages unter Loading-Szenarien.
  • Cadence Allegro X — für die Layout-Seite: Wer Package-Layout und Verkapselungs-Simulation verbindet, schließt die Lücke zwischen Design und Fertigung. Datenaustausch über IPC-2581- oder STEP-Formate.
  • Klassische FEM-Pre/Postprocessor (HyperMesh, ANSA) — für komplexe Mesh-Aufbereitung vor der Moldex3D-Simulation. Wer große Modelle baut, profitiert von einem dedizierten Pre-Processing-Werkzeug neben dem Moldex3D-eigenen.

Unser Testurteil

Moldex3D IC Packaging verdient 4 von 5 Sternen. In seinem Spezialgebiet — Strömungs- und Strukturanalyse der Chip-Verkapselung — ist es der unbestrittene Industriestandard. Wire-Sweep- und Paddle-Shift-Vorhersage in dieser Tiefe gibt es bei keinem ernsthaften Konkurrenten; die Co-Simulation mit ANSYS und ABAQUS ist Industrie-Realität; die EMC-Materialdatenbank ist branchentief. Den fünften Stern verhindern die fehlende Preistransparenz, die harte Lernkurve, der nicht vorhandene deutschsprachige Erstklassen-Support und die fehlende Echtzeit-Verbindung in die Fertigung. Für OSAT-Unternehmen, IDMs mit Backend-Fertigung und Halbleiter-Forschungsinstitute ist Moldex3D IC Packaging dennoch unverzichtbar — alle Alternativen lösen verwandte, aber nicht dieselbe Aufgabe.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025 — CoreTech hat die Materialdatenbank für moderne EMCs (insbesondere für Fan-Out Wafer-Level Packaging und High-Bandwidth-Memory-Stacks) deutlich ausgebaut. Damit deckt das Tool die aktuell wichtigen Wachstumsfelder der Backend-Industrie ab.
  • 2024 — Verstärkter Push in Richtung Underfill-Simulation für Flip-Chip und Compression Mold für Fan-Out-Packages. Das Modul “Capillary Underfill” wurde rheologisch verfeinert — relevant für AI-Beschleuniger-Packages mit hoher Pin-Dichte.
  • 2025 — Co-Simulation-Schnittstellen zu ANSYS und ABAQUS wurden modernisiert; native STEP-Importe für Package-Geometrie sind robuster geworden. Das senkt die Eintrittshürde für Teams, die bereits andere FEM-Werkzeuge im Einsatz haben.
  • Mai 2026 — Deutschsprachiger Erstklassen-Support fehlt weiterhin. DACH-Reseller wie SimpaTec füllen die Lücke; für Großkunden ist das akzeptabel, für Mittelstand bleibt es eine spürbare Hürde.

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