Ansys LS-DYNA ist der Industriestandard für nichtlineare explizite FEM-Simulationen in der Fahrzeugentwicklung. Nahezu alle globalen OEMs und Tier-1-Zulieferer nutzen LS-DYNA als Referenz-Solver für Crashtest-Simulationen gemäß Euro NCAP, FMVSS und UN-Regelungen. ML-Surrogate-Frameworks wie NVIDIA PhysicsNeMo und Neural Concept trainieren ihre Modelle primär auf LS-DYNA-Simulationsdaten.
Kosten: Preise nur auf Anfrage; Jahreslizenzen typisch im sechs- bis siebenstelligen Bereich; günstigere Einstiegslizenzen für kleinere Teams auf Anfrage verfügbar
Stärken
- Industriestandard-Solver für Crash, Impact und nichtlineare Dynamik — anerkannt von Euro NCAP und allen globalen Zulassungsbehörden
- Breite Materialmodell-Bibliothek für Stahl, Aluminium, CFK, Schaum und Verbundwerkstoffe
- Vollständige Integration in NVIDIA PhysicsNeMo für KI-Surrogate-Training
- Skaliert auf High-Performance-Computing-Cluster für Parallelberechnungen
- Standardformat für FEM-Simulationsdaten — Voraussetzung für alle KI-Surrogate-Workflows
Einschränkungen
- Sehr hohe Lizenzkosten — für KMU ohne CAE-Kerngeschäft kaum wirtschaftlich
- Steile Lernkurve: Vollständige Nutzung erfordert mehrjährige CAE-Erfahrung
- Keine öffentliche Preisinformation — Enterprise-Preisverhandlung notwendig
- US-Datenhosting bei Ansys-Cloud-Diensten
- Trainings- und Validierungsaufwand für neue Fahrzeugplattformen erheblich
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Über das Ansys-Partnerportal oder direkt beim Vertrieb eine Evaluierungslizenz anfragen — Ansys bietet für qualifizierte Automotive-Projekte zeitlich begrenzte Test-Lizenzen. Student- und Academic-Versionen sind kostenlos verfügbar unter ansys.com/academic.
Schritt 2: Bestehende Crash-Simulationsmodelle im K-File-Format einlesen und mit der Testlizenz validieren. LS-DYNA liest native .k und .key Formate sowie Abaqus .inp für Konvertierungen.
Schritt 3: Für den KI-Surrogate-Aufbau: FEM-Simulationsdaten mit dem NVIDIA PhysicsNeMo Curator preprocessing-Pipeline vorbereiten (VTP oder Zarr-Format). Mindestens 20–100 historische Simulationsläufe als Trainingsgrundlage benötigt.
Ein konkretes Beispiel
Ein Tier-1-Zulieferer hat für eine neue Stoßfänger-Baugruppe 80 LS-DYNA-Crashsimulationen mit variierenden Wandstärken und Geometrieparametern durchgeführt. Mit diesen Daten wird ein Neural-Concept-Surrogate trainiert, der neue Design-Varianten in unter 3 Sekunden bewertet — statt 4–6 Stunden pro LS-DYNA-Lauf. Die finale Homologationssimulation und ein physischer Bestätigungstest laufen trotzdem noch auf dem vollen LS-DYNA-Modell.
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