Moldex3D
CoreTech System Co., Ltd.
Moldex3D ist eine führende taiwanesische CAE-Software für Spritzguss-Simulation, die besonders in Asien und bei Automobilzulieferern verbreitet ist. Sie bietet vollständige Analyse von Füllung, Kühlung, Verzug und Faserverstärkungseffekten sowie ein integriertes Optimierungsmodul. Moldex3D unterstützt auch ML-basierte Surrogatmodelle für parametrische Optimierung in Forschungsprojekten.
Kosten: Listenpreise auf Anfrage; Marktniveau ähnlich wie Autodesk Moldflow Insight (geschätzt 5.000–10.000 €/Jahr); Cloudlizenz und on-premise verfügbar
Stärken
- Starke Faserorientirungs- und Kurzglas-Verstärkungs-Analyse (relevant für technische Kunststoffe)
- 3D-Schmelzefluss-Simulation mit hoher Genauigkeit für dickwandige Bauteile
- Gute Integration in CATIA, SOLIDWORKS und NX
- Forschungsaktive Plattform: Viele akademische ML-Surrogatmodell-Studien auf Moldex3D-Daten
- Starke Präsenz bei Automobilzulieferern (Tier-1 und Tier-2)
Einschränkungen
- Datenhosting global — für rein europäische Datenhaltung klären
- Primäre Support-Basis in Taiwan/Asien — deutschsprachige Unterstützung über Reseller, nicht direkt
- Community-Dokumentation weniger umfangreich als Autodesk Moldflow auf Deutsch
- Preisintransparenz: Kosten erst nach Partnerkonktakt ermittelbar
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Kostenlose Testversion bei moldex3d.com anfragen (erfordert Kontaktformular und Beratungsgespräch). Offizielle Reseller in Deutschland führen Demo-Workshops durch.
Schritt 2: Erstes Bauteil-Modell importieren (SOLIDWORKS, CATIA oder neutrale Formate) und Materialparametrierung aus der integrierten Datenbank durchführen. Besonders hilfreich: die Faserorientieurungsanalyse für glasfaserverstärkte Compounds.
Schritt 3: Füll-, Kühl- und Verzugsanalyse zusammen starten. Ergebnisvergleich zwischen Materialvarianten mithilfe des integrierten DOE-Moduls. Für ML-Surrogatmodell-Integration ist Entwickler-Know-how notwendig — Moldex3D bietet offene Schnittstellen für Datenaustausch.
Ein konkretes Beispiel
Ein Tier-2-Automobilzulieferer in Sachsen berechnet mit Moldex3D die Verzugstoleranz eines PP-GF20-Strukturteils unter realen Serienbedingungen. Die Faserorientierngsanalyse zeigt anisotropes Schrumpfverhalten, das klassisch nicht in Simulationen erfasst wurde — Werkzeugkorrekturen waren die Folge. Nach Integration der Faserverstärkungseffekte sinken die Korrekturläufe von durchschnittlich 2,3 auf 0,9 pro Neuentwicklung.
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Kunststoff & Gummi
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