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Bezahlt Low-Code 🇺🇸 US-Server Geprüft: April 2026

MachineMetrics

MachineMetrics, Inc.

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Cloud-basierte Maschinendatenerfassung und OEE-Monitoring-Plattform für produzierende Unternehmen. Verbindet heterogene Maschinenparks schnell und liefert Echtzeit-Transparenz auf dem Shop Floor — US-gehostet ohne deutsche Sprachunterstützung.

Kosten: Volumenbasiertes Pricing je nach Maschinenzahl — Preise auf Anfrage (Demo erforderlich). Drei Pläne: Core Platform, Intelligent MES, Enterprise.

Stärken

  • Universelle Maschinenanbindung — funktioniert mit legacy und modernen CNC-Maschinen ohne Herstellerbindung
  • Schnelle Inbetriebnahme in Tagen statt Monaten dank Hardware-Adapter und vorkonfigurierten Dashboards
  • Breite ERP-Integration: SAP, Oracle, Microsoft Dynamics 365, Epicor u.a. out-of-the-box
  • Condition-based Maintenance reduziert ungeplante Ausfälle durch automatische Arbeitsaufträge in CMMS-Systemen
  • Echtzeit-OEE-Tracking mit automatischer Stillstandsklassifikation und Schichtvergleich

Einschränkungen

  • Kein deutschsprachiger Support — Einrichtung, Schulung und Helpdesk ausschließlich auf Englisch
  • US-Hosting ohne EU-Datenhaltungsoption — DSGVO-Risikoanalyse für deutsche Betriebe zwingend erforderlich
  • Keine öffentlichen Preise — Angebotsprozess erfordert Demo und Verkaufsgespräch
  • Für klassische ERP-zentrierte Fertigungssteuerung (PPS) kein Ersatz — Fokus auf Maschinendaten, nicht auf Auftragsplanung
  • Weniger geeignet für Einzelstückfertigung mit sehr kurzen Rüstzyklen

Passt gut zu

OEE-Monitoring Predictive Maintenance CNC-Betriebe Maschinendatenerfassung Shop-Floor-Transparenz

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du willst schnell Echtzeit-Transparenz über deinen Maschinenpark ohne monatelanges IT-Projekt
  • Du betreibst heterogene CNC- und Produktionsmaschinen verschiedener Hersteller und Baujahre
  • Du suchst eine cloud-native IIoT-Lösung mit ERP-Anbindung an SAP, Dynamics oder Epicor
  • Predictive Maintenance und automatische CMMS-Arbeitsaufträge sind dein Hauptziel

Wann nein

  • Dein Unternehmen hat strikte EU-Datenhaltungsvorgaben oder arbeitet unter Geheimhaltungsanforderungen
  • Du brauchst deutschsprachigen Support und lokale Betreuung vor Ort
  • Du suchst ein vollwertiges MES mit integrierter Produktionsplanung und Feinplanung
  • Dein Budget ist eng und du kannst keine Listenpreise im Vorfeld vergleichen

Kurzfazit

MachineMetrics ist die beste Wahl, wenn du schnell Transparenz über deinen Maschinenpark gewinnen willst, ohne ein monatelanges IT-Großprojekt anzustoßen. Die Plattform verbindet CNC-Maschinen aller Hersteller und Baujahre über Hardware-Adapter, liefert sofort OEE-Kennzahlen und kann Stillstände automatisch an CMMS-Systeme weitergeben. Schwächer ist MachineMetrics dort, wo ein vollständiges MES mit Produktionsplanung und -steuerung gefragt ist — und das US-Hosting ist für DSGVO-sensible Fertigungsbetriebe ein echtes Hindernis.

Für wen ist MachineMetrics?

Zerspanungsbetriebe und CNC-Shops: Unternehmen mit heterogenem Maschinenpark aus Fanuc-, Mazak-, Haas- oder DMG-Maschinen profitieren sofort: MachineMetrics liest Spindeldrehzahl, Vorschub und Signalzustände direkt aus und baut daraus OEE-Werte — ohne den Maschinenhersteller einbinden zu müssen.

Fertigungsleitung und Werksleitung: Wer heute noch auf Schichtzettel und manuelle Stillstandsmeldungen angewiesen ist, bekommt mit MachineMetrics ein Echtzeit-Dashboard, das Maschinen-Verfügbarkeit, Leistung und Qualität auf einen Blick zeigt. Schichtvergleiche und Trendanalysen lassen sich ohne Datenbankabfragen direkt im Browser abrufen.

Instandhaltungsabteilungen: Die automatische Erkennung von Anomalien und die Anbindung an CMMS-Systeme wie Fiix oder UpKeep ermöglicht zustandsbasierte Instandhaltung. Statt nach Intervallen zu warten, löst das System Arbeitsaufträge aus, wenn Maschinendaten auf verschlissene Werkzeuge oder ungewöhnliche Vibrationsmuster hindeuten.

Fertigungsunternehmen mit ERP-Anbindungsbedarf: Die native Integration in SAP, Oracle, Microsoft Dynamics 365 und Epicor macht MachineMetrics attraktiv für Betriebe, die Maschinendaten in bestehende ERP-Prozesse einbinden wollen — etwa für Soll-Ist-Vergleiche bei Fertigungsaufträgen.

Weniger geeignet für: Kleinbetriebe mit wenigen Maschinen (ROI-Rechnung schwierig), Unternehmen mit strikten EU-Datenhaltungsvorschriften, Betriebe, die eine deutschsprachige Betreuung und lokale SLAs brauchen, sowie alle, die ein vollwertiges MES mit Feinplanung suchen.

Preise im Detail

PlanPreisEnthaltene Funktionen
Core PlatformAuf AnfrageMaschinenanbindung, Echtzeit-Dashboards, historisches Reporting, Stillstandsauswertung, Alerts & Benachrichtigungen, offene API, unbegrenzte Nutzer
Intelligent MESAuf AnfrageAlles aus Core + bidirektionale ERP-Integration, Fertigungsauftrags-Tracking, Arbeitszeiterfassung, Fertigstellungsvorschau, Drag-and-drop-Einplanung
EnterpriseAuf AnfrageAlles aus Intelligent MES + Multi-Site-Unterstützung, BI-Integration (Power BI, Tableau), erweiterte Sicherheitsoptionen, erweiterte Nutzerverwaltung

Einordnung: MachineMetrics veröffentlicht keine Listenpreise mehr — das Pricing ist volumenbasiert, d.h. der Stückpreis pro Maschine sinkt mit wachsender Flotte. Frühere Marktschätzungen lagen bei 50–100 USD pro Maschine und Monat, aktuelle Angebote können je nach Maschinenzahl, Vertragslaufzeit und gewählten Integrationen erheblich abweichen. Für eine fundierte Entscheidung ist ein Demo-Gespräch mit dem Vertrieb unumgänglich — ein direkter Preisvergleich mit Wettbewerbern wie Evomecs oder Siemens Opcenter ist ohne Angebot nicht möglich.

Stärken im Detail

Universelle Maschinenanbindung ist der Kern-Vorteil. MachineMetrics verbindet CNC-Maschinen unterschiedlichster Hersteller und Baujahre über Hardware-Adapter, die an vorhandene Signalausgänge angeschlossen werden — ohne Maschinensteuerung zu modifizieren oder den Hersteller zu involvieren. Das ist entscheidend für Betriebe mit gewachsenem Maschinenpark, wo Alter und Herkunft der Anlagen stark variieren.

Schnelle Time-to-Value dank vorkonfigurierter Dashboards. Während klassische MES-Projekte sechs bis zwölf Monate Implementierung erfordern, können erste OEE-Daten bei MachineMetrics innerhalb weniger Tage nach Hardwareinstallation fließen. Die vorkonfigurierten Dashboards für Schichtauswertung, Maschinenvergleich und Stillstandsanalyse sind sofort nutzbar.

Breite ERP- und CMMS-Integration ohne Middleware. Die out-of-the-box Konnektoren für SAP, Oracle, Microsoft Dynamics 365, Epicor und CMMS-Lösungen wie Fiix oder MaintainX ersparen aufwendige Schnittstellenprogrammierung. Bidirektionale ERP-Integration im Intelligent-MES-Plan erlaubt außerdem, Fertigungsaufträge aus dem ERP an MachineMetrics zu übergeben und den Fortschritt zurückzumelden.

Zustandsbasierte Instandhaltung statt Intervallwartung. Die Plattform analysiert Maschinendaten kontinuierlich und erkennt Anomalien — ungewöhnliche Vibrationen, Spindellasten oder Druckverläufe — bevor es zu einem Ausfall kommt. In Verbindung mit angebundenen CMMS-Systemen werden automatisch Arbeitsaufträge generiert, was die Reaktionszeit der Instandhaltung drastisch verkürzt.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein deutschsprachiger Support ist im produzierenden Mittelstand ein echtes Problem. Die Einrichtung, Schulung der Maschinenführer und der laufende Helpdesk funktionieren ausschließlich auf Englisch. Für Betriebe, in denen ein Großteil der Belegschaft kein Englisch spricht, bedeutet das erheblichen internen Übersetzungsaufwand und erschwert die Akzeptanz auf dem Shop Floor.

US-Hosting ohne EU-Option erfordert intensive DSGVO-Prüfung. Maschinendaten gelten in vielen Fällen als Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse. Sobald Maschinendaten mit Personaldaten verknüpft werden — etwa über die Schichtzuordnung — entsteht DSGVO-Relevanz. Ohne EU-Datenhaltung ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung und ggf. ein Standardvertragsklausel-Setup nötig, bevor MachineMetrics produktiv eingesetzt werden darf.

Fehlende Transparenz beim Pricing erhöht den Evaluierungsaufwand. Ohne öffentliche Preisliste ist ein schneller ROI-Vergleich mit alternativen Lösungen nicht möglich. Interessenten müssen Zeit in Demo-Gespräche und Angebotsprozesse investieren, bevor sie wissen, ob MachineMetrics im Budget liegt.

Kein vollständiges MES. MachineMetrics ist ein exzellentes Monitoring- und Konnektivitätswerkzeug, aber kein Ersatz für eine Produktionsplanung. Feinplanung, Kapazitätseinsatz, Betriebsmittelreservierung und Qualitätssicherungs-Workflows fehlen im Kern — der Intelligent-MES-Plan bietet zwar Auftrags-Tracking, kann aber ein dediziertes MES nicht ersetzen.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein vollständiges MES mit Fertigungssteuerung und Qualitätssicherung brauchstSiemens Opcenter
SAP-zentrierte Fertigung hast und eine native SAP-Integration bevorzugstSAP Digital Manufacturing
Eine KI-gestützte Prozessoptimierung für die laufende Produktion suchstProcessMiner
Anlagendaten langfristig archivieren und im historischen Kontext analysieren willstAVEVA PI System
Eine Instandhaltungsplattform mit globalen Asset-Management-Fähigkeiten suchstIBM Maximo Application Suite

MachineMetrics positioniert sich als schneller IIoT-Einstieg — kein Großprojekt, sondern plug-and-play-nahe Maschinentransparenz. Wer tiefer in MES-Funktionalität oder EU-konforme Datenhaltung muss, sollte die genannten Alternativen ernsthaft prüfen.

So steigst du ein

Schritt 1: Buche eine Demo auf machinemetrics.com und bereite konkrete Maschinendaten vor — Hersteller, Baujahr, Steuerungstyp (Fanuc, Siemens Sinumerik, Mitsubishi etc.) und Stückzahl. Je präziser deine Angaben, desto konkreter kann der Vertrieb den Installationsaufwand und das Angebot kalkulieren. Frage direkt nach dem volumenbasierten Pricing für deine Maschinenanzahl.

Schritt 2: Starte mit einem Pilot auf 3–5 Maschinen, die repräsentativ für deinen Park stehen. Damit lässt sich der tatsächliche OEE-Ist-Wert messen — ohne Annahmen. Nutze diese Phase, um Stillstandsgründe zu kategorisieren und die Datenqualität zu validieren, bevor du die Integration in dein ERP angehst.

Schritt 3: Binde die Instandhaltungsabteilung frühzeitig ein. Die größten Quick Wins entstehen, wenn Maschinendaten direkt CMMS-Arbeitsaufträge erzeugen. Konfiguriere Anomalie-Schwellenwerte auf Basis der Pilotdaten und trainiere die Maschinenführer auf die Shop-Floor-Dashboards — auch wenn das auf Englisch dokumentiert ist.

Ein konkretes Beispiel

Ein Zerspanungsbetrieb aus dem Raum Stuttgart mit 45 CNC-Maschinen verschiedener Hersteller — Mazak, DMG Mori und Haas — hatte keinen systematischen Überblick über seine tatsächliche Maschinenauslastung. Der OEE wurde grob auf 65 % geschätzt, aber ungeplante Stillstände führten regelmäßig zu Lieferverzögerungen. Nach der MachineMetrics-Pilotinstallation auf zehn Maschinen zeigte sich: Der tatsächliche OEE lag bei nur 52 %, und der größte Verlustposten war nicht Ausschuss, sondern ungeplante Rüstzeiten durch fehlende Werkzeugvorbereitung. Die Instandhaltung bekam automatische Alerts, wenn Spindellasten auf Werkzeugverschleiß hindeuteten. Nach sechs Monaten waren die ungeplanten Ausfälle um 30 % gesunken — und der OEE auf 61 % gestiegen.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: USA — MachineMetrics nutzt US-amerikanische Cloud-Infrastruktur. Keine EU-Datenhaltungsoption verfügbar.
  • Personenbezug: Maschinendaten werden erst dann DSGVO-relevant, wenn sie mit Schichtdaten oder Bedienerkennungen verknüpft werden. Bei reiner Maschinenzustandsüberwachung ist der Personenbezug gering, sollte aber im Einzelfall rechtlich geprüft werden.
  • Datennutzung: MachineMetrics verarbeitet Kundendaten zur Erbringung des Dienstes. Für eine Nutzung der Daten zu eigenen Zwecken (Produktverbesserung) sollte der Vertrag genau geprüft werden.
  • Auftragsverarbeitung: Ein Datenverarbeitungsvertrag (Data Processing Agreement) ist im Enterprise-Vertrag verhandelbar — für den Standard-Plan auf Anfrage.
  • Sicherheitszertifizierungen: SOC 2 Type II-Zertifizierung ist branchenüblich für US-SaaS in diesem Segment; aktuelle Zertifizierungsstatus direkt bei MachineMetrics anfragen.
  • Empfehlung für deutsche Betriebe: Vor produktivem Einsatz eine Datenschutz-Folgenabschätzung (DSFA) durchführen, insbesondere wenn Maschinendaten mit HR-Systemen oder Schichtplänen verknüpft werden. Standardvertragsklauseln (SCC) nach Art. 46 DSGVO prüfen.

Gut kombiniert mit

  • SAP Digital Manufacturing — MachineMetrics liefert die Echtzeit-Maschinendaten, SAP Digital Manufacturing schließt die Lücke zur Fertigungsauftragssteuerung und Qualitätssicherung im SAP-Umfeld
  • IBM Maximo Application Suite — Maschinendaten aus MachineMetrics füttern Maximo mit präzisen Zustandsinformationen für vorausschauende Instandhaltungsplanung auf Asset-Ebene
  • Power BI — MachineMetrics-Daten über die offene API in Power-BI-Reports einbinden, um OEE-Trends mit Auftrags- und Lieferdaten aus dem ERP zu kreuzen

Unser Testurteil

MachineMetrics verdient 3 von 5 Sternen. Die Plattform löst ein echtes Problem — schnelle Maschinentransparenz ohne IT-Großprojekt — und tut das technisch überzeugend: universelle Konnektivität, sauber aufgebaute Dashboards, breite ERP-Integration. Den vierten Stern verhindert das Zusammenspiel aus drei Nachteilen: kein deutschsprachiger Support, US-Hosting ohne EU-Option und fehlende Preistransparenz. Für US-amerikanische oder englischsprachig geführte Betriebe mit weniger DSGVO-Druck würde die Bewertung höher ausfallen. Deutsche mittelständische Fertigungsunternehmen sollten vor dem Kauf Alternativen mit EU-Hosting und deutschem Support ernsthaft evaluieren.

Was wir bemerkt haben

  • 2023–2024 — MachineMetrics hat sein Produkt schrittweise von reinem OEE-Monitoring in Richtung “Intelligent MES” erweitert. Der mittlere Plan enthält nun bidirektionale ERP-Integration und Auftragsplanung — damit dringt MachineMetrics in Territorium vor, das bisher klassischen MES-Anbietern wie Siemens Opcenter gehörte.
  • 2024 — Die öffentliche Preisliste (die früher grobe Richtwerte von 50–100 USD/Maschine/Monat enthielt) wurde von der Website entfernt. Pricing erfolgt jetzt ausschließlich über individuelle Angebote nach Demo. Das erschwert den Direktvergleich für Evaluierungsteams erheblich.
  • April 2026 — Kein deutschsprachiger Support, keine EU-Datenhaltungsoption. Wer auf DSGVO-konforme Cloud-Haltung angewiesen ist, muss derzeit auf Alternativen mit EU-Hosting ausweichen.

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