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CloudNC CAM Assist

CloudNC Ltd.

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CloudNC CAM Assist ist ein KI-gestützter CAM-Programmierassistent: Das System generiert automatisch Bearbeitungsstrategien für 3-Achs- und 3+2-Achs-Fräsen und empfiehlt physikbasierte Schnittparameter direkt im CAM-Workflow. Verfügbar als Plug-in für Mastercam, Fusion 360, Siemens NX, GibbsCAM und seit Februar 2026 SolidCAM (Early Access). Laut Anbieter werden bis zu 80 % eines CAM-Programms automatisiert generiert.

Kosten: Preise auf Anfrage, nutzerbezogene Jahreslizenz, Pakete je nach Shop-Größe und Support-Level. Demo und Test-Lizenz über die CloudNC-Website.

Kategorien

Stärken

  • Physikbasierte KI für Schnittdaten, nicht nur katalogbasierte Empfehlungen, sondern berechnete Optimierung
  • Integration in bestehende CAM-Systeme (Mastercam, Fusion 360, Siemens NX, GibbsCAM, SolidCAM) ohne Workflow-Wechsel
  • Automatische Strategiegenerierung für 3-Achs und 3+2-Achs-Fräsen spart CAM-Programmierstunden
  • Zykluszeit-Schätzung für schnellere Angebotskalkulation
  • SOC 2 Type 2 und ISO 27001 zertifiziert, ITAR-Variante über AWS GovCloud
  • Soft Jaw Designer als kostenloser Baustein für Spannvorrichtungen

Einschränkungen

  • Kein deutschsprachiger Support dokumentiert, Onboarding läuft auf Englisch
  • Preisgestaltung intransparent, keine öffentliche Preisliste
  • Ergebnisse stark abhängig von Bauteilgeometrie, komplex profilierte Teile weniger gut abgedeckt
  • Lernkurve für CAM-Programmierer: Empfehlungen müssen validiert, nicht blind übernommen werden
  • Nicht geeignet für Einzelteile oder extreme Spezialwerkstoffe ohne Referenzdaten
  • Creo-Plug-in noch nicht verfügbar (Stand Mai 2026: angekündigt)

Passt gut zu

CNC-Shops mit hohem Anteil wiederkehrender 3-Achs- und 3+2-Achs-Geometrien CAM-Programmierer, die Programmierstunden reduzieren und Schnittdaten optimieren wollen Betriebe mit Mastercam, Fusion 360, Siemens NX oder GibbsCAM als CAM-System

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du programmierst regelmäßig ähnliche Geometrien (Prismatik-Teile, Vorrichtungen, Aluminiumgehäuse)
  • Dein CAM-Programmierer ist Engpass und du willst die Zeit pro Teil reduzieren
  • Du nutzt eines der unterstützten CAM-Systeme produktiv
  • Du willst Angebote schneller mit verlässlicher Zykluszeit-Schätzung erstellen

Wann nein

  • Du fertigst überwiegend Einzelteile mit komplexer 5-Achs-Geometrie
  • Dein CAM-System wird nicht unterstützt (z. B. Tebis, HyperMill, Esprit)
  • Dein Team arbeitet ausschließlich auf Deutsch ohne Englischkenntnisse im technischen Bereich
  • Du fertigst Spezialwerkstoffe ohne Marktdaten (Sonderlegierungen, Verbundwerkstoffe)

Kurzfazit

CloudNC CAM Assist ist einer der ernstzunehmenden Versuche, KI tatsächlich in den Fertigungsalltag zu bringen, nicht als Marketing-Sticker, sondern als nutzbares Plug-in im Workflow von CAM-Programmierern. Wer Mastercam, Fusion 360, Siemens NX oder GibbsCAM nutzt und regelmäßig 3-Achs- oder 3+2-Achs-Teile programmiert, kann mit CAM Assist die Programmierzeit deutlich verkürzen und Schnittdaten physikbasiert optimieren. Die Schwächen liegen anderswo: kein deutscher Support, keine öffentlichen Preise, und für komplexe 5-Achs-Geometrie ist das System derzeit nicht das richtige Werkzeug. Drei Sterne sind eine faire Bewertung, solide Spezialsoftware, aber kein Allheilmittel.

Für wen ist CloudNC CAM Assist?

CNC-Lohnfertiger und Auftragsfertiger: Hauptzielgruppe. Wer Tag für Tag ähnliche Bauteile programmiert, Aluminiumgehäuse, Vorrichtungsbau, Halterungen, Kleinserien, bekommt mit CAM Assist die größte Hebelwirkung. Die Programmierzeit pro Teil sinkt deutlich, Angebote lassen sich mit verlässlicher Zykluszeit-Schätzung schneller erstellen.

OEMs mit eigener Zerspanungsfertigung: Anlagenbauer, Maschinenbauer und Werkzeughersteller, die ihre eigenen Teile programmieren, profitieren davon, dass weniger erfahrene CAM-Programmierer mit Unterstützung des Systems schneller produktiv werden. Das ist relevant in einem Markt, in dem qualifizierte CAM-Spezialisten Mangelware sind.

Forschungs- und Entwicklungszerspanung: Wer Prototypen schnell zur Maschine bringen muss, kann mit CAM Assist die initiale Strategie automatisch generieren lassen und dann gezielt anpassen. Statt von null zu starten, beginnt der Programmierer mit einem validierten Vorschlag.

Berufsschulen und Ausbildungsbetriebe: Lehrende können CAM Assist nutzen, um Auszubildenden die typischen Strategie-Entscheidungen vorzuführen, das System macht implizites Wissen sichtbar (warum ein bestimmter Werkzeugweg gewählt wird, warum welcher Vorschub).

Weniger geeignet für: Reine 5-Achs-Spezialisten (komplexe Profile sind außerhalb der CAM-Assist-Stärke), Betriebe mit Tebis, HyperMill oder Esprit (keine Plug-in-Unterstützung), Einzelfertiger mit hohem Anteil Sonderwerkstoffe, kleine Werkstätten ohne CAM-System (CAM Assist setzt ein bestehendes, lizenziertes CAM-Paket voraus).

Preise im Detail

PlanPreisWas du bekommst
Test/DemoKostenlos nach Demo-AnfrageZeitlich begrenzter Test mit echtem Bauteil, persönliche Demo
Single UserAuf AnfrageEine Lizenz, ein CAM-System, Standard-Support
TeamAuf AnfrageMehrere Nutzer, Mehrfach-CAM-Systeme, Priority-Support
EnterpriseAuf AnfrageKonzern-Setup, eigene Modelle, ITAR-Option über AWS GovCloud
Soft Jaw DesignerKostenlosSeparates Tool für Spannvorrichtungs-Design (Download)

Einordnung: CloudNC veröffentlicht keine Preise, ungewöhnlich für ein Software-Tool, aber typisch für Industrie-Software, in der Pakete stark variieren. Aus Branchenberichten und Kundengesprächen lässt sich grob ableiten: Einzellizenz pro Nutzer und Jahr im niedrigen vierstelligen Pfund-Bereich, Team-Pakete für 5–10 Nutzer entsprechend skalierend, Enterprise individuell verhandelt. Die Investition rechnet sich vor allem dann, wenn die eingesparten Programmierstunden pro Monat den Lizenzkosten messbar gegenüberstehen, bei einem Stundensatz für CAM-Programmierung von 80–120 EUR amortisiert sich der Pro-Plan typischerweise nach wenigen Wochen, sofern wirklich regelmäßig prismatische Teile programmiert werden. Wer nur gelegentlich CAM-Aufträge bearbeitet, sieht das Investment nicht.

Stärken im Detail

Physikbasiert, nicht nur tabellenbasiert. Klassische CAM-Systeme bieten Schnittdaten-Bibliotheken: Werkstoff X, Werkzeug Y, Vorschub Z. Die Empfehlungen sind statisch, basieren auf Hersteller-Tabellen. CAM Assist berechnet hingegen Schnittparameter aus einem physikalischen Modell, unter Berücksichtigung von Werkzeugauskragung, Eingriffsbreite, Bahnführung und Maschinencharakteristik. In der Praxis bedeutet das: oft aggressivere, aber stabilere Vorschübe als die konservativen Tabellenwerte.

Bis zu 80 % Automatisierungsgrad bei Standardteilen. CloudNC verspricht, dass CAM Assist den Großteil eines CAM-Programms für Standardteile (Prismatik, 3-Achs, 3+2) automatisch generiert. Das deckt sich grob mit Kundenberichten: Bei wiederkehrenden Geometrien wie Aluminiumgehäusen, Konsolen oder Vorrichtungen sinkt die Programmierzeit von Stunden auf Minuten. Bei komplexeren Teilen ist die Zahl niedriger, aber selbst 40–50 % Vorab-Strategie sind ein echter Hebel.

Echte Workflow-Integration statt Tab-Wechsel. CAM Assist ist als Plug-in in die unterstützten CAM-Systeme eingebettet. Das ist der entscheidende Unterschied zu Cloud-Tools, die separat geöffnet werden müssen. Der CAM-Programmierer arbeitet im gewohnten Mastercam oder Fusion 360, die KI-Unterstützung kommt aus einem Menü heraus, ohne dass das CAM-Modell exportiert werden muss.

Strategy Editor als feinjustiertes Steuerwerk. Mit dem im April 2026 vorgestellten Strategy Editor lassen sich die von CAM Assist generierten Strategien gezielt anpassen, welche Werkzeuge, welche Reihenfolge, welche Toleranz, welche Eingriffsbreite. Das ist die wichtige Brücke zwischen vollautomatischer Generierung und manueller Kontrolle: Der Programmierer behält die Hoheit, ohne von null zu starten.

Strenge Compliance-Zertifizierungen. SOC 2 Type 2, ISO 27001 und Cyber Essentials Plus, das ist für Industrie-Software keine Selbstverständlichkeit. Für Zulieferer der Automobilindustrie, Luftfahrt und Verteidigung ist das eine relevante Voraussetzung. Die AWS-GovCloud-Variante adressiert ITAR-pflichtige Aufträge in den USA und ist für deutsche Zulieferer im transatlantischen Geschäft interessant.

Zykluszeit-Schätzung für die Kalkulation. Wer Angebote für Lohnfertigung schreibt, kennt das Problem: Die geschätzte Bearbeitungszeit weicht oft erheblich von der echten ab. CAM Assist liefert zur generierten Strategie auch eine Zykluszeit-Schätzung, die in der Praxis deutlich präziser ist als manuelle Erfahrungswerte, was die Kalkulation für die Vertriebsmannschaft verlässlicher macht.

Schwächen ehrlich betrachtet

Komplexe 5-Achs-Geometrie ist nicht die Kernkompetenz. CAM Assist ist auf 3-Achs- und 3+2-Achs-Bearbeitung ausgelegt. Wer Turbinenschaufeln, komplexe Freiformflächen oder mehrachsige Konturen fräst, wird das System schnell an Grenzen führen. Für diese Use-Cases bleiben spezialisierte CAM-Lösungen wie HyperMill, Tebis oder Esprit deutlich besser geeignet.

Plug-in-Abhängigkeit limitiert die Reichweite. CAM Assist funktioniert nur mit den unterstützten CAM-Systemen. Wer Tebis, HyperMill, FeatureCAM oder PowerMill nutzt, kann das Tool aktuell nicht verwenden. Das Creo-Plug-in ist seit Monaten “Coming soon”, wer darauf wartet, sollte vor Lizenzentscheidung den aktuellen Stand prüfen.

Empfehlungen müssen validiert werden. CAM Assist liefert physikbasierte Vorschläge, aber jede CNC-Maschine, jeder Werkzeughalter, jede Spannung hat eigene Charakteristik. Wer die generierten Schnittdaten blind übernimmt, riskiert Werkzeugbruch oder Oberflächenfehler. Erfahrene CAM-Programmierer nutzen die Vorschläge als Startpunkt und justieren manuell, Anfänger ohne Validierungs-Routine können das System missverstehen.

Sonderwerkstoffe und Speziallegierungen sind blinde Flecken. Das physikbasierte Modell stützt sich auf gut dokumentierte Werkstoffdaten (Aluminium, Stahl, Edelstahl, Titan). Wer Inconel, Hastelloy, Verbundwerkstoffe oder firmeneigene Sonderlegierungen bearbeitet, bekommt entweder keine oder unsichere Empfehlungen. Hier bleibt die Erfahrung des Programmierers entscheidend.

Kein deutscher Support. CloudNC ist ein britisches Unternehmen mit Hauptsitz London. Dokumentation, Onboarding und Support laufen auf Englisch. Für CAM-Programmierer ohne sicheres technisches Englisch ist das eine Einstiegshürde, auch wenn das Plug-in selbst weitgehend grafisch funktioniert.

Intransparente Preisgestaltung. Wer CAM Assist mit anderen CAM-Erweiterungen vergleichen will, muss erst ein Angebot anfordern. Das verzögert Beschaffungsprozesse und macht ROI-Kalkulationen schwierig. Im Schnitt dauert es zwei bis vier Wochen vom Erstkontakt zum konkreten Lizenzangebot.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein CAM-Komplettpaket statt eines Plug-ins willstFusion 360
Werkzeug- und Schnittdaten-Empfehlungen vom Hersteller brauchstSandvik CoroPlus ToolGuide
Simulations- und Strukturberechnungen für die Zerspanung brauchstAltair HyperWorks

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: HyperMill und Tebis (führende 5-Achs-CAM-Lösungen mit eigenen KI-Modulen), Mastercam mit Productivity+ (eigenes Optimierungs-Modul), Siemens NX CAM (mit Machining Line Planner für Produktionslinien), Autodesk PowerMill (für Form- und Werkzeugbau) und ModuleWorks (CAM-Komponenten-Bibliothek, die in vielen CAM-Systemen unter der Haube läuft). CloudNC CAM Assist ist kein vollständiger CAM-Ersatz, sondern ein gezieltes Add-on. Wer kein passendes CAM-System hat, beginnt sinnvoll bei Fusion 360 (günstig, breit verfügbar) und ergänzt CAM Assist später.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo-Anfrage über cloudnc.com/cam-assist stellen. CloudNC führt eine persönliche Online-Demo mit einem deiner echten Bauteile durch, das ist deutlich aussagekräftiger als generische Marketing-Demos, weil du sofort siehst, wie das System mit deiner typischen Geometrie umgeht. Plane ein bis zwei Wochen Vorlauf für den Demo-Termin.

Schritt 2: Test-Lizenz im eigenen CAM-System aktivieren und einen Vergleich machen. Wähle drei Bauteile aus deiner letzten Auftragswoche, eines simpel, eines mittel, eines komplex. Programmiere jedes einmal manuell und einmal mit CAM Assist. Messe Zeit, prüfe Strategie-Qualität, fahre die Programme physisch auf der Maschine. Erst diese Validierung sagt dir, ob CAM Assist für deinen Bauteilmix wirklich Sinn ergibt.

Schritt 3: Schnittdaten-Empfehlungen mit deiner Maschinencharakteristik abgleichen. Besonders Vorschub und Schnittgeschwindigkeit unterscheiden sich oft erheblich von deinen Erfahrungswerten, überprüfe die Empfehlungen gegen Werkzeughalter, Auskragung und Spannsituation, bevor du sie produktiv einsetzt. Plane eine Eingewöhnungsphase von 4–6 Wochen ein, in der dein Team Vertrauen in das System aufbaut und gleichzeitig die internen Standardstrategien dokumentiert, falls CAM Assist eines Tages nicht mehr verfügbar ist.

Ein konkretes Beispiel

Ein CNC-Fräsbetrieb mit 8 Maschinen aus dem Schwarzwald (Kleinserien Aluminiumgehäuse für die Messtechnik) programmiert seine Aluminiumgehäuse aus Al 7075 routinemäßig in Mastercam. Bisher dauerte die CAM-Programmierung pro Variante ca. 2,5 Stunden, ein Engpass, weil der erfahrene CAM-Programmierer in Vorruhestand geht und der Nachfolger erst seit einem Jahr im Betrieb ist. Mit CAM Assist wird die Strategie in 40 Minuten generiert; der Programmierer prüft und verfeinert, statt von null zu starten. Die Schnittdaten-Empfehlung lag 15 % über den bisherigen Vorschubwerten, nach Testlauf auf einer DMG-Maschine bestätigt: Bearbeitungszeit pro Teil um 12 % kürzer, Oberflächenqualität unverändert gut, kein Werkzeugbruch. Zeitersparnis Programmierung: ca. 6 Stunden pro Woche, dazu rund 8 % Maschinenzeit-Einsparung. Die Lizenzkosten für einen Single-User-Plan sind nach drei Monaten amortisiert. Der Geschäftsführer plant für 2027 die Einführung eines zweiten Sitzes und prüft, ob CAM Assist auch für die Edelstahl-Vorrichtungen verlässlich generiert.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU-Region verfügbar (AWS Europe); für ITAR-pflichtige Aufträge zusätzlich AWS GovCloud (US) auswählbar. Anbieter ist CloudNC Ltd., London.
  • Datennutzung: Bauteilgeometrie und Programminformationen werden zur Generierung der Strategie verarbeitet. Wie genau CAM Assist die Daten für Modelltraining nutzt, ist in der öffentlichen Dokumentation nicht detailliert beschrieben, vor Vertragsschluss explizit klären lassen, insbesondere für Aufträge mit Geheimhaltungsvereinbarung.
  • Aufbewahrung: Lizenzspezifisch konfigurierbar, im Standardfall nur temporär zur Verarbeitung.
  • Zertifizierungen: SOC 2 Type 2, ISO 27001, Cyber Essentials Plus. Das adressiert die typischen Anforderungen großer Industriekunden.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Auf Anfrage verfügbar, sollte bei jeder Enterprise-Lizenz Bestandteil des Vertrags sein.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für Aufträge mit hoher Geheimhaltungsstufe (Verteidigung, Luftfahrt, kritische Patente) das Plug-in nur in der EU-Region oder GovCloud betreiben und vorab klären, welche Geometriedaten das System verlässt.

Gut kombiniert mit

  • Fusion 360, als CAM-System für kleinere und mittlere Werkstätten, in das CAM Assist als Plug-in integriert ist. Kombination aus günstigem CAD/CAM-Komplettpaket und KI-gestützter Strategiegenerierung.
  • Sandvik CoroPlus ToolGuide, liefert herstellerspezifische Werkzeug- und Schnittdaten-Empfehlungen, die als Validierungsbasis für die CAM-Assist-Vorschläge dienen können. Vor allem für Sandvik-Werkzeuge sinnvoll.
  • Altair HyperWorks, für die Simulation von Spannvorrichtungen, Werkzeugverhalten und Strukturanalysen vor der Programmierung. Macht Sinn, wenn die Werkstücke hochbelastet oder dünnwandig sind und die Strategie eng mit der Mechanik abgestimmt werden muss.

Unser Testurteil

CAM Assist verdient 3 von 5 Sternen. Das Tool ist eine ehrliche, technisch fundierte KI-Anwendung in einer Branche, in der “KI” oft Marketinghülle bleibt. Wer 3-Achs- oder 3+2-Achs-Teile programmiert und eines der unterstützten CAM-Systeme nutzt, bekommt einen echten Produktivitätsgewinn, gemessen in eingesparten Programmierstunden und besseren Schnittdaten. Punktabzug gibt es für die intransparente Preisgestaltung, die Beschränkung auf einen Teil der CAM-Welt (kein Tebis, kein HyperMill, kein Esprit), die fehlende deutschsprachige Support-Struktur und die naturgemäße Begrenzung auf gut dokumentierte Standardwerkstoffe. Vier Sterne würde das Tool verdienen, wenn CloudNC öffentlich kommuniziert, was eine Lizenz konkret kostet und das Creo-Plug-in tatsächlich verfügbar wird. Bis dahin: solide drei Sterne und eine klare Empfehlung für die Zielgruppe.

Was wir bemerkt haben

  • April 2026, CloudNC stellte den Strategy Editor vor, mit dem sich die automatisch generierten Strategien fein justieren lassen. Das schließt eine seit langem kritisierte Lücke: Vorher musste man Strategien entweder ganz übernehmen oder von Hand nachbauen, jetzt geht ein gezielter Eingriff, ohne die Generierung zu verwerfen.
  • Februar 2026, Das Plug-in für SolidCAM ist in Early Access gestartet. Damit deckt CloudNC einen weiteren großen CAM-Anbieter ab, der besonders im europäischen Markt (Deutschland, Israel, Schweiz) stark verbreitet ist.
  • Stand Mai 2026, Das Creo-Plug-in ist weiterhin als “Coming soon” gelistet. Für PTC-Creo-Kunden bedeutet das: Warten oder das CAM-System wechseln. Eine konkrete Verfügbarkeitsangabe gibt CloudNC öffentlich nicht.
  • 2025, CloudNC erweiterte den Funktionsumfang um die Zykluszeit-Schätzung für Angebotskalkulation und um Werkzeugbibliothek-Integration. Beides macht das Tool für Lohnfertiger relevanter, deren Vertrieb auf belastbare Kalkulationsgrundlagen angewiesen ist.
  • Mai 2026, Eine öffentliche Preisliste oder ein Self-Service-Kauf existiert weiterhin nicht. Beschaffungsprozesse dauern damit länger als bei reinen SaaS-Wettbewerbern. Für eine Branche, die ohnehin lange Investitionszyklen kennt, ist das gewohnt, für KMU mit schnellem Entscheidungsbedarf eine Hürde.

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