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LiveEO

LiveEO GmbH

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Berliner KI-Unternehmen für satellitengestützte Risikoerkennung an Infrastruktur, Wäldern und Lieferketten. Kombiniert Sentinel-1-Radar, Sentinel-2-Optik und kommerzielle Satellitendaten mit eigenen KI-Modellen, um Vegetationseinwuchs an Stromleitungen, Pipeline-Risiken (SurfaceScout), Baumkrankheiten (Treeline) und Entwaldung in Lieferketten (TradeAware, EUDR) automatisiert zu erkennen. Kunden: Energieversorger, Bahnbetreiber, Pipeline-Operator, EUDR-Compliance-Teams.

Kosten: Preise auf Anfrage; abhängig von Fläche, Revisionsintervall und Analyseumfang. Einstiegsprojekte typisch ab mittleren fünfstelligen EUR-Jahresbeträgen. Kein Self-Service-Tarif.

Kategorien

Stärken

  • Deutsches Unternehmen mit Hauptsitz Berlin, EU-Hosting und deutschsprachigem Support
  • Treeline-Plattform für Vegetationsmanagement an Strom- und Bahnleitungen, automatisches Encroachment-Monitoring
  • TradeAware für EUDR-Compliance: Entwaldungsnachweise für europäische Importketten (Kakao, Kaffee, Holz, Soja, Palmöl, Rind, Kautschuk)
  • SurfaceScout: Pipeline-Monitoring mit Erkennung von Drittparteien-Aktivitäten (Bauarbeiten, Grabungen) bevor Schäden entstehen
  • Radar (SAR) + optische Daten kombiniert, zuverlässiger bei Bewölkung als rein optische Systeme
  • SOC-2-Type-II-zertifiziert mit In-Region-Datenverarbeitung

Einschränkungen

  • Preise nicht öffentlich, nur auf Anfrage; wirtschaftlich erst ab größeren Infrastruktur- oder Forstflächen sinnvoll
  • Kein Self-Service, Onboarding läuft über das LiveEO-Team, keine eigenständige Plattform-Anmeldung
  • Für schnelle Sturmschadens-Ersteinschätzung (innerhalb 24 Std.) gelten reguläre Revisionszyklen, kein Notfall-SLA out-of-the-box
  • Schwerpunkt auf laufendes Monitoring, weniger auf einmalige Schadensbegutachtung
  • Branchenfokus liegt auf Utilities, Rail, Pipelines und EUDR, klassische Privatforstler sind nicht die primäre Zielgruppe

Passt gut zu

Energieversorger und Bahnbetreiber mit langen Leitungstrassen und Vegetationspflichten Pipeline-Operator mit Trassen-Überwachungspflichten und Drittparteien-Risiko EUDR-Compliance-Teams in Handel und Rohstoffhandel Forstbetriebe und FBGs ab mehreren hundert Hektar mit regelmäßigem Sturmschadens- und Borkenkäfer-Monitoringbedarf

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst Infrastruktur mit langen Trassen und brauchst automatisches Vegetationsmonitoring
  • Dein Unternehmen importiert EUDR-relevante Rohstoffe und muss Entwaldungs-Sorgfaltspflicht nachweisen
  • Du willst Pipeline-Trassen auf Drittparteien-Aktivitäten überwachen, bevor Schäden entstehen
  • Du brauchst eine in der EU gehostete Lösung mit deutschsprachigem Support

Wann nein

  • Du betreibst eine kleine Waldfläche und brauchst nur gelegentlich eine Schadensschätzung
  • Du brauchst minutenschnelle Notfall-Alerts (z. B. unmittelbar nach Sturmereignis) als SLA
  • Dein Budget liegt im niedrigen vierstelligen Jahresbereich
  • Du brauchst eine fertige Lösung zum Selbstbedienen und willst keinen Sales-Prozess durchlaufen

Kurzfazit

LiveEO ist Deutschlands sichtbarstes Earth-Observation-Startup für Infrastruktur- und Lieferketten-Risikomanagement, gegründet 2017 in Berlin, mit Treeline (Vegetationsmonitoring), SurfaceScout (Pipeline-Überwachung) und TradeAware (EUDR-Compliance) als Produktsäulen. Wo andere Anbieter rohe Satellitendaten verkaufen, liefert LiveEO fertige Risiko-Insights, verarbeitet, klassifiziert, in bestehende GIS- oder Compliance-Workflows einspeisbar. Für Energieversorger, Bahnbetreiber, Pipeline-Operator und EUDR-pflichtige Importeure ist LiveEO eine erstklassige Wahl, besonders im europäischen Raum mit EU-Hosting und SOC-2-Zertifizierung. Klassische kleine Privatforstbetriebe und Notfall-Schadensschätzer sind nicht die primäre Zielgruppe, dafür sind Spezialwerkzeuge wie Forstify oder Forst-GIS Bayern günstiger und workflownäher.

Für wen ist LiveEO?

Energieversorger (Treeline): Wer hunderte oder tausende Kilometer Stromtrassen betreibt, hat eine kontinuierliche Vegetationspflicht. Treeline überwacht Trassen automatisch, identifiziert Stellen mit kritischem Bewuchsabstand und priorisiert Schnittmaßnahmen, statt jährlich pauschal jeden Mast manuell begehen zu lassen. Für US- und europäische Utilities ein etablierter Workflow-Hebel.

Bahnbetreiber: Vegetationsmanagement an Bahntrassen ist sicherheitskritisch (umstürzende Bäume, Bewuchs auf Lichtraumprofil). LiveEO liefert das Monitoring satellitengestützt, schneller, vollflächig und billiger als manuelle Trassenbegehung. Mehrere europäische Bahnbetreiber zählen zu den Kunden.

Pipeline-Operator (SurfaceScout): Pipelines werden meist nicht durch Materialermüdung, sondern durch Drittparteien-Aktivität beschädigt (Bagger, Grabungen, unautorisierte Baustellen). SurfaceScout erkennt diese Aktivitäten auf Satellitenbildern, bevor sie zum Schaden führen, und erlaubt präventive Intervention.

EUDR-Compliance-Teams (TradeAware): Die EU-Entwaldungsverordnung verlangt für sieben Rohstoffkategorien (Kakao, Kaffee, Holz, Soja, Palmöl, Rind, Kautschuk) eine Sorgfaltspflichterklärung mit geocodierten Herkunftsflächen. TradeAware prüft satellitengestützt, ob auf der angegebenen Fläche zwischen 2020 und Importdatum Entwaldung stattfand, und liefert den Nachweis als Compliance-Dokument.

Größere Forstbetriebe und FBGs: Für Forstbetriebe ab mehreren hundert Hektar mit regelmäßigem Sturmschadens- und Borkenkäfer-Monitoringbedarf bietet LiveEO ein vollautomatisches Service-Modell, keine GIS-Eigenarbeit, fertige Alerts. Wirtschaftlich rechtfertigbar ab ca. 500 Hektar aufwärts.

Weniger geeignet für: Privatwaldbesitzer mit wenigen Hektar (zu teuer), Wildschadens-Schätzer (falsche Datenquelle, dafür KWF Wildschadens-Rechner), Behörden, die bayernweit ohnehin auf Forst-GIS Bayern zugreifen können, und Anwender, die unter 24 Stunden nach Sturmereignis automatische Alerts brauchen, die kommerziellen Satellitenrevisionszyklen erlauben das aus dem Stand nicht.

Preise im Detail

ModellPreisWas du bekommst
Treeline (Vegetationsmonitoring)Auf AnfrageTrassen-weite Bewuchsüberwachung, Risiko-Klassifizierung, Schnitt-Priorisierung, GIS-Export
SurfaceScout (Pipeline)Auf AnfrageDrittparteien-Aktivitätserkennung auf Pipeline-Trassen, Alerts, Workflow-Integration
TradeAware (EUDR)Auf AnfrageEntwaldungs-Sorgfaltspflichtprüfung auf Plot-Ebene, Compliance-Dokumentation, Lieferantenbewertung
Forst-Monitoring (Custom)Auf AnfrageSturmschaden, Borkenkäfer, Verbiss, EUDR-Nachweis für Holzketten

Einordnung: LiveEO ist kein Self-Service-Produkt mit transparenter Preisliste, sondern ein Enterprise-Anbieter mit Lösungsverkauf. Realistische Einstiegspakete liegen typischerweise im mittleren bis hohen fünfstelligen EUR-Jahresbereich, abhängig von Fläche, Revisionsintervall und Analyseumfang. Für ein Pipeline-Netzwerk mit mehreren tausend Kilometern Trasse oder eine EUDR-Compliance-Implementierung in einem großen Handelsunternehmen können die Jahresbeträge schnell sechsstellig werden. Für kleinere Anwendungen lohnt sich der Sales-Prozess nicht, wer nur ein paar hundert Hektar Wald überwachen möchte, ist mit nationalen Lösungen wie Forstify oder qForst deutlich schlanker bedient. Für Enterprise-Kunden ist der Sales-zentrische Ansatz Standard, für KMU ist er eine echte Einstiegshürde.

Stärken im Detail

Drei klar profilierte Produktsäulen. LiveEO hat sich vom generischen Erdbeobachtungs-Anbieter zum spezialisierten Lösungsanbieter entwickelt: Treeline für Vegetation, SurfaceScout für Pipelines, TradeAware für EUDR. Statt eines schwammigen “Wir können alles mit Satellitendaten”-Pitchs gibt es drei konkrete Use Cases mit nachvollziehbarem ROI. Das macht den Sales-Prozess kürzer und die Implementierung erfolgreicher.

EUDR-Lösung mit echtem Compliance-Wert. Die EU-Entwaldungsverordnung ist seit Ende 2024 in Kraft (Anwendungsbeginn schrittweise verschoben, aktuell für viele Unternehmen 2026). TradeAware löst eine konkrete regulatorische Pflicht, und ist eines der wenigen Tools, das die geocodierten Flächenangaben gegen Satellitenmonitoring abgleichen kann. Für Handelsunternehmen, die EUDR-konform sein müssen, ist das nicht nice-to-have, sondern Pflicht.

Radar + Optik in Kombination. Sentinel-1 (Radar/SAR) und Sentinel-2 (optisch) ergänzen sich: Sentinel-2 liefert die hochauflösenden Farb- und Multispektralbilder, ist aber bei Wolken nutzlos. Sentinel-1-Radar durchdringt Wolken und liefert auch bei schlechtem Wetter Daten. LiveEO kombiniert beide, was im wolkenreichen Mitteleuropa der entscheidende Hebel ist, um zuverlässiges Monitoring zu bekommen.

SOC-2-Type-II-Zertifizierung und EU-Hosting. Für Enterprise-Kunden, die Sicherheits- und Compliance-Anforderungen stellen, ist die SOC-2-Type-II-Zertifizierung Standard und LiveEO hält sie. EU-Hosting ist DSGVO-relevant, insbesondere für deutsche Energieversorger und Behörden, für die US-basierte Wettbewerber oft ausscheiden.

Berlin-Sitz und deutscher Support. Anders als US-Anbieter wie Planet oder Maxar sitzt LiveEO in Berlin. Verträge sind nach deutschem Recht, Support ist deutschsprachig erreichbar, Projektgespräche laufen in derselben Zeitzone. Das ist für DACH-Kunden ein realer Vorteil im Tagesgeschäft.

Eigene Satellitenkonstellation in Planung. LiveEO hat 2024 eine Finanzierungsrunde von 25 Mio. EUR abgeschlossen und investiert in eine eigene Konstellation, um die Revisionsfrequenz unabhängig von ESA- und Drittanbieter-Daten zu erhöhen. Das ist ein strategisch wichtiger Schritt, höhere Revisionsfrequenz ist die größte Limitation aktueller Satellitenmonitoring-Anbieter.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine Self-Service-Plattform. Du kannst dich nicht einfach anmelden, eine Trial starten und schauen, ob LiveEO für dich funktioniert. Jeder Einstieg beginnt mit einem Sales-Discovery-Call, Pilotbereich-Definition und Custom-Vertrag. Das ist Standard für B2B-Enterprise, aber für mittelständische Anwender eine echte Hürde, und macht Marktvergleiche aufwendig.

Preise nicht transparent. Wer ein erstes Bauchgefühl für die Kostenstruktur bekommen will, muss erst durch einen Discovery-Call. Die Realität ist: Einstiegspakete liegen im mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahr. Wer ein Budget unter 30.000 EUR Jahresvolumen hat, sollte sich erst gar nicht melden, die Reibungskosten passen nicht zur Lösung.

Kein Notfall-SLA out-of-the-box. Wer nach einem Sturm innerhalb von 24 Stunden eine fertige Schadensflächenkarte braucht, ist mit den regulären Revisionszyklen nicht gut bedient. Sentinel-2 hat eine Wiederkehrzeit von 5 Tagen, kommerzielle hochauflösende Daten sind teuer und nicht garantiert verfügbar. LiveEO kann Notfall-Tasking organisieren, aber das ist kein Standard-SLA, sondern zusätzlicher Aufwand und Kosten.

Fokus auf Großkunden, KMU werden nicht primär bedient. Die drei Produktsäulen (Treeline, SurfaceScout, TradeAware) sind auf Großkunden mit großen Trassen oder Lieferketten zugeschnitten. Ein Forstbetrieb mit 800 Hektar oder ein regionaler Stromversorger mit 50 km Trasse wird zwar bedient, aber der Sales-Prozess ist auf Großkunden ausgelegt, und der Aufwand passt für kleinere Kunden oft nicht.

Bei Forst-Monitoring: kein Ersatz für lokale Begehung. Satellitendaten erkennen Bestandsveränderungen, Verfärbungen, Lücken, aber nicht jeden einzelnen befallenen Baum sicher. Borkenkäfer-Frühdetektion vor Verfärbungsbeginn ist Forschungsstand, in der Praxis bleibt es ein Risikohinweis, keine Diagnose. LiveEO ist Ergänzung zur Begehung, kein Ersatz.

Eigene Konstellation noch nicht im Betrieb. Die 2024 angekündigte Konstellation ist Investitionsthema, nicht operative Realität. Aktuelle Datenbasis: ESA-Sentinel + kommerzielle Drittanbieter. Wer eine drastisch höhere Revisionsfrequenz braucht, muss warten, bis LiveEOs Konstellation tatsächlich Daten liefert, Zeitpunkt unklar.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Behördlich-amtliche Forstkartendaten und Standort-GIS in Bayern brauchstForst-GIS Bayern
Eine schlanke Felderfassungs- und Holzvermessungs-App brauchst (kleinere Forstbetriebe)Forstify
Forsteinrichtung und Inventur per QGIS-Plugin selbst machen willstqForst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Planet Labs (US-amerikanischer Rohdatenanbieter mit täglicher Revisionsfrequenz, aber kein fertiges Insight-Produkt, du brauchst eigene Auswertekompetenz), Maxar (hochauflösende Satellitendaten, Premium-Preise), OroraTech (Münchner Startup, fokussiert auf Waldbrand-Frühdetektion mit Thermalsatelliten), Skyfora und CollectiveCrunch (finnische Forst-KI-Anbieter mit europäischem Fokus). Wer Rohdaten und eigene Analyseteams hat, kann mit Planet oder Maxar günstiger fahren, wer fertige Insights und Workflow-Integration will, ist bei LiveEO besser aufgehoben.

So steigst du ein

Schritt 1: Demo anfragen auf live-eo.com. Beschreibe deinen Use Case möglichst konkret: Welche Infrastruktur oder Fläche? Welche Größe (Trassenkilometer, Hektar, Lieferanten)? Welches primäre Ziel (Vegetation, Pipeline, EUDR)? Je präziser die Anfrage, desto schneller das passgenaue Angebot.

Schritt 2: Pilotbereich definieren. LiveEO empfiehlt für Forst- und Trassen-Monitoring den Start mit einem Teilbereich (z. B. eine Region, 100–500 Hektar oder ein Trassenabschnitt), um Detektionsqualität und Lieferformat zu validieren, bevor das Monitoring auf den gesamten Betrieb ausgedehnt wird. Bei EUDR: starte mit einer Lieferkette und einem Rohstoff (z. B. Kakao aus einem Lieferantencluster).

Schritt 3: Integration in bestehende Workflows planen. LiveEO liefert Ergebnisse wahlweise über eine Weboberfläche, GIS-kompatible Daten (Shapefile, GeoTIFF) oder API. Vor dem Vollausbau: kläre, wer die Daten konsumiert (GIS-Abteilung, Compliance-Team, Forstbetriebsplaner), in welches System die Alerts fließen sollen und welcher SLA für Reaktionszeit gilt. Schlechte Integration ist der häufigste Grund, warum gute Satellitendaten ungenutzt versanden.

Ein konkretes Beispiel

Ein deutscher Holzimporteur mit 14 Sägewerken und Bezugsquellen in Rumänien, Polen, Tschechien und Lateinamerika muss ab 2026 die EUDR-Sorgfaltspflicht für Holzimporte nachweisen. Mit TradeAware werden die geocodierten Herkunftsflächen seiner Lieferanten gegen Satellitendaten von 2020 bis Importdatum geprüft: Wurde auf dieser Fläche zwischen 2020 und heute Wald gerodet? Bei 3.400 Lieferantenflächen ergibt das pro Charge eine Compliance-Bewertung, risikofreie Flächen werden grün markiert, Verdachtsfälle bekommen einen manuellen Review-Workflow. Was früher eine manuelle Vor-Ort-Prüfung mit lokalen Auditoren erforderte (Wochen pro Charge, fünfstellige Kosten pro Audit), läuft jetzt als satellitengestützte Erstprüfung in Stunden durch. Audit-Kosten pro Jahr: Reduktion um ca. 70 %, bei gleichzeitig höherer Konsistenz und revisionssicherer Dokumentation, die TradeAware-Berichte werden als Anhang zur EUDR-Erklärung beim Behördenverfahren eingereicht.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: EU (Hauptsitz Berlin, infrastrukturelle “in-region”-Verarbeitung gemäß SOC-2-Type-II-Audit).
  • Datenverarbeitung: LiveEO verarbeitet Satellitendaten (Sentinel, kommerziell) und kundenspezifische Geodaten (Trassen, Lieferantenflächen, Parzellen). Personenbezogene Daten fallen nur in Form von Kontaktdaten der Ansprechpartner an, keine systematische Personendatenverarbeitung.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Für Enterprise-Kunden Standard. Wird im Rahmen des Vertragsabschlusses bereitgestellt und an die jeweiligen Use Cases angepasst.
  • Lieferantendaten (TradeAware): Geocodierte Lieferantenflächen sind regulatorisch durch die EUDR vorgesehen. LiveEO verarbeitet sie als Auftragsverarbeiter, Datenhoheit bleibt beim Importeur.
  • SOC 2 Type II: Zertifiziert, mit dokumentierten Kontrollen zu Sicherheit, Verfügbarkeit, Vertraulichkeit. Wichtig für regulierte Branchen.
  • Empfehlung für Unternehmen: Für deutsche Energieversorger, Bahnbetreiber und Behörden ist LiveEO eines der wenigen Earth-Observation-Tools, die ohne Compliance-Vorbehalte einsetzbar sind. Für EUDR-Anwendungen sollten der Daten-Lifecycle, die Aufbewahrungsfristen und der Reporting-Workflow im AVV explizit dokumentiert werden.

Gut kombiniert mit

  • Forst-GIS Bayern, für bayerische Forstbetriebe ist die Kombination “amtliche Geobasis aus Forst-GIS + LiveEO-Sturm- und Käfermonitoring” eine starke Ergänzung. Forst-GIS liefert die rechtssichere Basis, LiveEO die dynamische Veränderungserkennung.
  • Forstify, kleinere Forstbetriebe nutzen Forstify zur Felderfassung und Holzvermessung, LiveEO ergänzt das große Bild auf Bestandsebene. Beide Tools überschneiden sich kaum und liefern komplementäre Datenebenen.
  • qForst, wer in QGIS arbeitet und Forsteinrichtung mit eigenem Geodatenmanagement betreibt, ergänzt qForst um LiveEO-Monitoringdaten als zusätzliche Layer.

Unser Testurteil

LiveEO verdient 4 von 5 Sternen. Es ist in Deutschland und Europa der profilierteste Anbieter für KI-basiertes satellitengestütztes Risikomonitoring, mit klar definierten Produktsäulen, EU-Hosting, deutscher Rechtskonstruktion und SOC-2-Zertifizierung. Für Energieversorger, Bahnbetreiber, Pipeline-Operator und EUDR-Compliance-Teams gehört LiveEO zur engeren Auswahl, oft als beste Option im DACH-Markt. Den fünften Stern verliert es durch die Enterprise-Vertriebsstruktur (kein Self-Service, intransparente Preise, hohe Einstiegshürde für KMU), die fehlende Notfall-SLA-Option und den noch nicht operativen Status der eigenen Konstellation. Wer in die Zielgruppe fällt, sollte LiveEO ernsthaft evaluieren, wer nicht in die Zielgruppe fällt (Kleinforstler, gelegentliche Anwender), sollte sich gar nicht erst auf den Sales-Prozess einlassen und stattdessen schlankere Spezialwerkzeuge nutzen.

Was wir bemerkt haben

  • 2024, LiveEO hat eine Finanzierungsrunde über 25 Mio. EUR abgeschlossen und investiert in eine eigene Satellitenkonstellation. Damit positioniert sich das Unternehmen langfristig unabhängig von ESA- und Drittanbieter-Daten, operative Realität dieser Konstellation ist allerdings noch offen.
  • 2024–2026, Die Produktportfolio-Schärfung auf drei klar getrennte Produktsäulen (Treeline, SurfaceScout, TradeAware) ist erkennbar. Das ist ein deutlicher Reifegrad-Sprung gegenüber dem früheren “Wir machen alles mit Satellitendaten”-Marketing.
  • 2025, TradeAware ist als EUDR-Lösung positioniert und gewinnt mit dem schrittweisen Inkrafttreten der EU-Entwaldungsverordnung Relevanz. Für Importeure von Kakao, Kaffee, Holz, Soja, Palmöl, Rindfleisch und Kautschuk wird das zur Pflichtaufgabe, LiveEO ist einer der besser positionierten Anbieter.
  • Bekannte Lücke, Notfall-SLA für unmittelbare Schadenserfassung nach Sturmereignissen ist weiterhin kein Standardprodukt. Wer das braucht, muss Custom-Vereinbarungen verhandeln oder ergänzende Anbieter (Drohnen, lokale Begehung) einkalkulieren.

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