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qForst

map-site.de Geoinformatik (Martin Höpke)

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Spezialisierte QGIS-Erweiterung für Forsteinrichtung, Forstinventur und Bestandskartografie. qForst ergänzt QGIS 3.28+ um eine vereinfachte forstspezifische Oberfläche: Bestandserfassung, automatische Flächenberechnung, integrierte Hintergrundkarten (Sentinel-NDVI, TopPlusOpen, OpenStreetMap), standardisierte Kartenausgaben und Shapefile-/GeoPackage-Export. Komplett lokal, keine Cloud, keine KI, das ehrliche Werkzeug der unteren bis mittleren Forstebene.

Kosten: Kostenlos als QGIS-Erweiterung mit Python-Macros. Lernplattform und Dokumentation unter CC BY-NC 4.0 (nicht-kommerzielle Nutzung der Inhalte). Benötigt QGIS 3.28+ (ebenfalls kostenlos). Keine Lizenzgebühren, auch nicht für Forstbetriebe.

Kategorien

Stärken

  • Kostenlos und vollständig lokal, keine Cloud, keine Datenweitergabe, kein Vendor-Lock-in
  • Forstspezifische Eingabemasken für Bestandserfassung und Inventurparameter
  • Integrierte Hintergrunddaten: Sentinel-NDVI (Vitalität), TopPlusOpen, OpenStreetMap, sofort nutzbar
  • Standardisierte Kartenausgaben für Forstgrundkarte, Wirtschafts- und Übersichtskarte
  • Shapefile- und GeoPackage-Export für Übergabe an Landesforstverwaltungen
  • Deutsche Oberfläche, deutschsprachige Dokumentation und Lernplattform
  • Automatische Flächen- und Beschriftungsfunktionen reduzieren manuelle Arbeit

Einschränkungen

  • Keine KI- oder ML-Funktionen, qForst ist klassisches GIS, kein KI-Tool
  • Erfordert QGIS-Grundkenntnisse, kein eigenständiges Programm
  • Keine integrierte automatische Vorratskalkulation (separater BDAT-Lauf oder Python-Skript nötig)
  • Community-/Einzelautor-Projekt, kein kommerzieller Support, Roadmap an Bandbreite des Autors gebunden
  • Felderfassung nur über QField (separate Companion-App für mobile Geräte)
  • Nicht für grossflächige Landes- oder Bundeswald-Inventuren ausgelegt (Landesforsten nutzen FOKUS, SILVA)
  • Inhalts-Lizenz CC BY-NC 4.0, Dokumentation darf nicht kommerziell weiterverwendet werden

Passt gut zu

Private Forstbetriebe ab ca. 50 Hektar Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) und Waldgenossenschaften Revierförster, die eigenständig Forsteinrichtung durchführen Forstdienstleister ohne teure kommerzielle GIS-Lizenz Forstliche Ausbildung, Lehre und Hochschulkurse

Kurzfazit

qForst ist die wahrscheinlich pragmatischste Lösung für Forsteinrichtung im Privat- und Kommunalwald, ein QGIS-Plugin von Martin Höpke (map-site.de Geoinformatik), das genau die Aufgaben löst, für die kommerzielle Forst-GIS wie FOKUS oder SILVA-NRW überdimensioniert und unbezahlbar sind. Bestandserfassung, integrierte Hintergrundkarten (inklusive Sentinel-NDVI), standardisierte Kartenausgaben, alles lokal, kostenlos, deutsch. Was qForst ehrlicherweise nicht ist: ein KI-Tool. Es enthält keine ML-Modelle für Baumart-Klassifikation oder Ertragsprognose. Es ist klassisches GIS mit forstlicher Spezialisierung. Wer das versteht und sucht, bekommt ein hervorragendes Werkzeug. Wer eine KI-Forstplattform sucht, sucht woanders.

Für wen ist qForst?

Private Forstbetriebe (50–500 ha): Die klassische Zielgruppe. Wer alle 10 Jahre eine Forsteinrichtung erstellen muss, aber keine kommerzielle GIS-Lizenz im Hochpreissegment finanzieren will, bekommt mit qForst praktisch alles, was sonst eine externe Forstplanung leisten würde, zu Selbstkosten.

Forstbetriebsgemeinschaften (FBG) und Waldgenossenschaften: Mehrere kleine Waldbesitzer organisieren sich gemeinschaftlich. qForst eignet sich für solche kollaborativen Setups, weil GeoPackages problemlos zwischen Mitgliedern und Geschäftsführung ausgetauscht werden können, ohne dass jemand teure Software lizenzieren muss.

Revierförster im kommunalen oder kirchlichen Wald: Kommunalwald-Förster machen Forsteinrichtung oft selbst, weil externe Planung das Budget sprengt. qForst ist hier zum De-facto-Standard geworden, auch deshalb, weil es genau die Kartentypen ausgibt, die Forstämter für Antragsverfahren akzeptieren.

Forstdienstleister ohne grosse GIS-Infrastruktur: Kleine Forstplanungsbüros, die für mehrere Kunden Einrichtungen erstellen, brauchen kein teures Tool, qForst plus QGIS genügt für die meisten Aufträge. Wer mehr braucht (z. B. Holzlogistik-Optimierung), kombiniert mit Spezialwerkzeugen.

Forstliche Ausbildung und Lehre: Berufsschulen, Forst-Studiengänge an Fachhochschulen, weiterbildende Kurse, qForst ist eines der wenigen GIS-Werkzeuge, die Lernenden eine echte praxisrelevante Toolchain bieten, ohne Schullizenz-Verhandlungen mit kommerziellen Anbietern.

Weniger geeignet für: Landesforstverwaltungen (haben FOKUS, SILVA), Forstbetriebe ohne IT-/GIS-Grundverständnis (Lernkurve QGIS), grossflächige Inventur-Projekte (Bundeswaldinventur und vergleichbare Skalen), und alle, die KI-gestützte Auswertungen (automatische Baumart-Erkennung aus Drohnenbildern, ML-Ertragsprognosen) erwarten, qForst hat das nicht.

Preise im Detail

KomponentePreisHinweis
qForst-Plugin0 EURÜber QGIS-Plugin-Manager installierbar
QGIS (Basis-Software)0 EUROpen Source, alle Plattformen
Lernplattform & Dokumentation0 EURCC BY-NC 4.0 (nicht-kommerzielle Inhaltsnutzung)
QField (mobile Felderfassung)0 EUR (Basis), optional bezahltCompanion-App für Tablet/Smartphone
Schulung / Support (optional)individuellmap-site.de bietet Schulungen und Beratung als kommerzielle Dienstleistung an
WMS-Layer (z. B. BayernAtlas, NW-FVA)meist kostenlosJe nach Land via Behörden-WMS

Einordnung: qForst ist eines der wenigen wirklich kostenlosen Profi-Werkzeuge für Forsteinrichtung. Das einzige, was Geld kostet, ist die Lernkurve und ggf. eine Schulung beim Anbieter. Im Vergleich zu kommerziellen Forst-GIS-Lösungen (4-stellige bis 5-stellige Lizenzgebühren pro Jahr) ist die Ersparnis enorm, besonders für kleine Betriebe, die solche Lizenzen nie amortisieren könnten. Achtung: Die Inhalte der Lernplattform stehen unter CC BY-NC 4.0, Schulungsunterlagen dürfen nicht kommerziell weitergegeben werden. Wer als Dienstleister Schulungen anbieten will, sollte eigene Materialien erstellen oder map-site.de direkt einbinden.

Stärken im Detail

Kostenlos und vollständig lokal. Alle Daten bleiben auf dem eigenen Gerät. Kein Cloud-Upload, kein Datenabfluss, keine Lizenzgebühren. Für Forstbetriebe, die Bestands- und Flächendaten als sensibles Geschäftsgeheimnis behandeln (Ertragsschätzungen, Holzpreise, Eigentumsverhältnisse), ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Forstspezifische Eingabemasken. Die wichtigste Reduktion gegenüber „nacktem” QGIS: qForst liefert vorkonfigurierte Felder für Baumart, Bestockungsgrad, Alter, Bonität, Bestockungstyp. Wissenschaftler ohne GIS-Vorbildung wären mit der Standardoberfläche überfordert, die qForst-Vereinfachung macht es Förstern ohne Programmierkenntnisse nutzbar.

Integrierte Hintergrunddaten. Sentinel-NDVI (Pflanzenvitalität), TopPlusOpen (deutsche Bundesländer-Basisdaten), OpenStreetMap sind direkt eingebunden. Das spart die typische Stunde Konfigurationsarbeit, die jedes neue QGIS-Projekt sonst kostet, und macht NDVI-Auswertungen (Schadflächenerkennung, Vitalitätskartierung) auch ohne Drittanbieter zugänglich.

Standardisierte Kartenausgaben. Forstgrundkarte, Wirtschaftskarte, Übersichtskarte, exakt die Formate, die Forstämter und Landesforstverwaltungen sehen wollen. Mit vorgefertigten Drucklayouts entfällt die fummelige Layoutarbeit, die normalerweise einen halben Tag pro Karte kostet.

Stabile, etablierte Datenformate. Output als Shapefile und GeoPackage, beides Industrie-Standard, auch von kommerzieller Forstsoftware (FOKUS, SILVA) lesbar. Wer später migriert oder Daten an die Landesforst übergeben muss, hat keine Konvertierungsprobleme.

Deutsche Oberfläche und Dokumentation. Selten in der Open-Source-Welt, qForst und seine Lernplattform sind komplett auf Deutsch. Für die Zielgruppe (private Forstbesitzer, Förster, Auszubildende in der DACH-Region) ist das ein entscheidender Adoptionsfaktor. Englischsprachige Open-Source-Forsttools (z. B. die forst.org-Suite) erreichen diese Zielgruppe schlicht nicht.

Schwächen ehrlich betrachtet

Keine KI- oder ML-Funktionen, und das soll man wissen. qForst ist klassisches GIS, kein KI-Tool. Es enthält keine automatische Baumartenerkennung aus Drohnenbildern, keine ML-basierten Ertragsprognosen, keine Holzlogistik-Optimierung. Wer aus dem KI-Kontext kommt und qForst nutzen will, sollte das als Grundlagenwerkzeug verstehen, KI-Aufgaben gehen drumherum (z. B. mit getrennten Python-Skripten oder QGIS-Plugins wie Semi-Automatic Classification Plugin für Fernerkundung).

QGIS-Grundkenntnisse vorausgesetzt. Wer noch nie mit Layer-Konzepten, Koordinatenreferenzsystemen oder Attributtabellen gearbeitet hat, braucht eine Einarbeitung von 1–2 Tagen, qForst vereinfacht zwar viel, aber nicht alles. Die Lernplattform von map-site.de hilft, aber Selbststudium gehört dazu.

Keine automatische Vorratskalkulation. Stammzahl-, Volumen- und Vorratsberechnungen müssen separat erfolgen, entweder über BDAT (Bundes-Datenbank für Bestockungsaufnahme), eigene Python-Skripte oder R-Pakete. Für klassische Forstplanung ist das machbar; wer eine integrierte „Inventur klicken, Vorrat sehen”-Erfahrung erwartet, ist enttäuscht.

Einzelautor-Projekt. qForst wird im Wesentlichen von Martin Höpke gepflegt, das ist Stärke und Schwäche zugleich. Stärke: klare Vision, schnelle iterative Verbesserung. Schwäche: keine garantierte Roadmap, keine institutionelle Förderung, das Projekt steht und fällt mit der Bandbreite des Autors. Wer langfristig auf qForst aufbaut, sollte den Code zumindest spiegeln und ggf. Schulungsverträge mit map-site.de eingehen.

Felderfassung über QField benötigt Setup. Die mobile Erfassung läuft nicht in qForst selbst, sondern in der QGIS-Companion-App QField. Die Datenbrücke funktioniert, aber das Einrichten von QField-Projekten ist eine zusätzliche Lernschleife.

Lizenz-Reibung bei kommerziellen Schulungen. Die Inhalte der Lernplattform sind CC BY-NC 4.0 (nicht-kommerziell). Wer als Forstdienstleister oder Berufsschule Schulungen mit den map-site.de-Materialien geben will, bewegt sich in einer Grauzone und sollte direkt mit dem Autor sprechen.

Nicht für grossflächige Landesinventuren ausgelegt. Bundeswaldinventur und grosse Landesforst-Inventuren laufen nicht mit qForst, sondern mit etablierten Spezial-Plattformen. qForst bleibt im Privat- und Kommunalwaldsegment, und sollte dort auch bleiben.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Eine kommerzielle Forst-GIS mit vollem Service brauchst oder Specht/SDV-Forst
Eine reine QGIS-Grundlage ohne forstspezifische Erweiterung willst (gleiche Basis, mehr Selbstkonfiguration)
Eine KI-gestützte Drohnenbild-Auswertung suchst oder vergleichbare Forst-Fernerkundung
Mobile Felderfassung mit Cloud-Synchronisation brauchstQField (Companion zu qForst) oder kommerzielle Lösungen

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: FOKUS (Landesforst Bayern und andere), SILVA-NRW (NRW), opentrails-Forst (Open-Source-Initiativen), R-Pakete wie lidR für lidarbasierte Forst-Auswertung, und das BDAT-Tool für Vorratskalkulation. qForst ist der pragmatische Mittelweg, günstiger und freier als kommerzielle Forst-GIS, deutlich nutzerfreundlicher als „nacktes” QGIS, ohne die KI-Komplexität von Fernerkundungs-Plattformen.

So steigst du ein

Schritt 1: QGIS installieren und qForst aktivieren. Installiere QGIS 3.28+ von qgis.org, kostenlos für Windows, macOS und Linux. Öffne dann den Plugin-Manager (Erweiterungen → Erweiterungen verwalten und installieren), aktiviere ggf. das experimentelle Repository und suche nach „qForst”. Installation in zwei Klicks. Das Plugin erscheint als neues Menü in der QGIS-Oberfläche.

Schritt 2: Ausgangsdaten importieren. Lade deine Ausgangsdaten ein: GPS-Tracks aus der Geländeaufnahme (GPX-Format), bestehende Bestandsgrenzen als Shapefile oder aus dem Liegenschaftskataster, optional Luftbilder oder WMS-Layer (BayernAtlas, NW-FVA, LGLN-Niedersachsen). Stelle das korrekte Koordinatensystem ein, Deutschland Standard: EPSG:25832 (ETRS89/UTM Zone 32N), in Süddeutschland teils auch EPSG:25833.

Schritt 3: Bestände erfassen und Karten ausgeben. Nutze die qForst-Digitalisierungswerkzeuge, um Bestandsgrenzen topographisch sauber einzuzeichnen. Trage die Inventurparameter (Baumart, Bestockungsgrad, Alter, Bonität) in das forstspezifische Attributformular ein. Für den Kartendruck nutzt du das QGIS-Druckkompositions-Werkzeug mit vorgefertigten qForst-Vorlagen, Forstgrundkarte, Wirtschaftskarte und Übersichtskarte sind in Minuten exportierbar.

Ein konkretes Beispiel

Ein privater Forstbetrieb mit 350 Hektar in Thüringen steht vor der turnusmässigen Forsteinrichtung. Externer Planer hatte vor 10 Jahren rund 12.000 EUR berechnet. Der heutige Inhaber, ein technikaffiner Försterssohn, entscheidet sich für die Eigenleistung mit qForst. Workflow: GPS-Tracks aus der manuellen Kluppierung (10 Tage Feldarbeit) werden importiert, Bestandsgrenzen mit qForst überarbeitet, Inventurparameter (Baumart, Alter, Bonität, Bestockungsgrad) eingetragen. Über den eingebauten Sentinel-NDVI-Layer identifiziert er drei Schadflächen, die er bei der Begehung noch nicht hatte. Ergebnis: druckfertige Forstgrundkarte in 2 Stunden statt 2 Tage manueller Kartenarbeit, GeoPackage-Export direkt an das zuständige Forstamt. Gesamtersparnis gegenüber externer Planung: rund 9.000 EUR; investierte Zeit für die Plugin-Einarbeitung: ca. 3 Tage. Folgenutzung: Die digitalen Karten sind die Basis für jährliche Holzeinschlagsplanung und Bestandspflege, die Vorabarbeit hat sich langfristig verzinst.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Vollständig lokal auf dem Gerät des Nutzers. Keine Cloud-Verbindung, keine Telemetrie. Forstbestandsdaten verlassen das eigene Gerät nicht.
  • Hintergrundkarten via WMS: Bei Nutzung externer WMS-Dienste (BayernAtlas, NW-FVA u. a.) werden Kartenanfragen an die jeweiligen Behörden-Server gesendet. Personenbezug entsteht in der Regel nicht.
  • Lernplattform: Die Dokumentation läuft auf map-site.de (gehostet klimaneutral in Finnland gemäss eigener Angabe). Dort fallen normale Browser-Logs an.
  • Datenfreigaben: Wer GeoPackages oder Shapefiles an Forstämter, Förderstellen oder Holzkäufer übermittelt, gibt damit forstliche Daten frei, relevant für interne Vertraulichkeitsregeln, weniger für DSGVO im engeren Sinn.
  • Empfehlung für Forstbetriebsgemeinschaften: Klare interne Regel definieren, wer welche Geo-Daten teilen darf, qForst gibt dafür den technischen Rahmen, nicht die organisatorische Regelung.

Gut kombiniert mit

  • , die Grundlage. qForst ist eine Spezialisierungsschicht, wer GIS-Grundwissen aufbaut, profitiert auch ausserhalb der Forstaufgaben (Liegenschaftsmanagement, Wegeplanung, Naturschutzauflagen).
  • QField, die Companion-App für mobile Felderfassung. Inventurpunkte direkt am Standort erfassen, Synchronisation mit dem qForst-Projekt im Büro. Standard-Tooling für moderne Forst-Aussendienstarbeit.
  • R / Python (lidR, FORTRAN-basiertes BDAT), wer aus Bestandsdaten Vorräte und Wachstumsmodelle berechnen will, ergänzt qForst mit eigenen Skripten. Sinnvoll für Forstbetriebsleiter mit IT-Affinität.

Unser Testurteil

qForst verdient 4 von 5 Sternen. Es löst eine reale Schmerzstelle (Forsteinrichtung im Privat- und Kommunalwald) mit minimalem Kostenaufwand und maximaler Datenhoheit. Die deutsche Oberfläche, die forstspezifischen Eingabemasken, die integrierten Hintergrundkarten und die standardisierten Kartenausgaben machen es zur pragmatischsten Lösung in seinem Marktsegment. Den fünften Stern verliert qForst durch zwei strukturelle Punkte: Es ist kein KI-Tool (und sollte nicht als solches verkauft werden), und es bleibt an die Pflege durch einen einzelnen Autor gebunden, ohne institutionelle Förderung oder kommerzielle Backing-Struktur ist die langfristige Roadmap unsicher. Wer das versteht und sucht, bekommt für 0 EUR ein Werkzeug, für das andere Anbieter vier- bis fünfstellige Lizenzgebühren verlangen. Die Empfehlung steht, mit dem expliziten Hinweis, dass „KI-Forst” parallel mit anderen Tools abgedeckt werden muss.

Was wir bemerkt haben

  • 2024–2025, qForst wurde auf QGIS 3.28+ angehoben und integriert nun Sentinel-NDVI als Standard-Hintergrundlayer. Damit ist eine grobe Vitalitäts- und Schadflächenkartierung ohne Drittanbieter direkt verfügbar, ein klarer Mehrwert für Borkenkäfer-Monitoring und Trockenstress-Erkennung.
  • Mai 2026, Die Lernplattform ist weiter gewachsen, mehrere Forstberufsschulen nutzen die Materialien in der dualen Ausbildung. Die CC-BY-NC-Lizenz limitiert kommerzielle Weiterverwendung, sollte bei eigenen Schulungsangeboten beachtet werden.
  • Seit 2023, Wachsende Adoption in Forstbetriebsgemeinschaften: qForst etabliert sich in vielen FBG als Standard-Werkzeug. Die Folge: GeoPackages werden de facto zum gemeinsamen Austauschformat zwischen Mitgliedern.
  • Mai 2026, Eine integrierte automatische Vorratskalkulation fehlt weiterhin und ist nicht für absehbare Zukunft angekündigt. Wer das braucht, kombiniert qForst weiterhin mit externen BDAT- oder R-/Python-Workflows.
  • Wichtige Korrektur, In früheren Hinweisen wurde gelegentlich „Mathias Gröbe” als Autor genannt. Korrekt ist: qForst wird von Martin Höpke (map-site.de Geoinformatik) entwickelt und gepflegt, Kontakt: info@map-site.de.

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