qForst
map-site.de (Mathias Gröbe)
Spezialisiertes QGIS-Plugin für Forsteinrichtung und Forstinventur. qForst ergänzt QGIS um eine reduzierte, forstspezifische Benutzeroberfläche: Bestandserfassung, Inventurauswertung, Bestandskarten (Grundkarte, Wirtschaftskarte, Übersichtskarte) sowie Shapefile/GeoPackage-Export. Komplett kostenlos, läuft lokal — keine Daten verlassen das Gerät.
Kosten: Kostenlos als QGIS-Plugin. Benötigt QGIS 3.16+ (ebenfalls kostenlos). Keine Lizenzgebühren für kommerzielle Nutzung.
Stärken
- Kostenlos und vollständig lokal — keine Cloud, keine Datenweitergabe
- Forstspezifische Eingabemaske für Bestandserfassung und Inventurparameter
- Standardisierte Kartenausgaben: Forstgrundkarte, Wirtschaftskarte, Übersichtskarte
- Shapefile und GeoPackage-Export für Übergabe an Landesforstverwaltungen
- Deutsche Benutzeroberfläche und deutschsprachige Dokumentation
- Topographisch korrekte Bestandsdigitalisierung mit Werkzeugunterstützung
Einschränkungen
- Erfordert QGIS-Grundkenntnisse — kein eigenständiges Programm
- Keine integrierte automatische Vorratskalkulation (muss separat z. B. mit BDAT oder Python berechnet werden)
- Community-Projekt — kein kommerzieller Support
- Felderfassung nur über QField (separate QGIS-Companion-App für mobile Geräte)
- Nicht für großflächige nationale Inventuren ausgelegt (staatliche Betriebe nutzen FOKUS, SILVA)
Passt gut zu
So steigst du ein
Schritt 1: Installiere QGIS (kostenlos, qgis.org). Öffne im QGIS Plugin-Manager unter Erweiterungen > Erweiterungen verwalten und installieren das Repository und suche nach qForst. Installieren — fertig. Das Plugin erscheint als neues Menü in der QGIS-Oberfläche.
Schritt 2: Importiere deine Ausgangsdaten: GPS-Tracks aus der Geländeaufnahme (GPX-Format), bestehende Bestandsgrenzen als Shapefile oder aus dem Liegenschaftskataster, und ggf. Luftbilder oder WMS-Layer (z. B. BayernAtlas, NW-FVA). Stelle das korrekte Koordinatensystem ein (Deutschland: EPSG:25832 ETRS89/UTM Zone 32N).
Schritt 3: Nutze die forstspezifischen Digitalisierungswerkzeuge, um Bestandsgrenzen topographisch korrekt einzuzeichnen und die Inventurparameter (Baumart, Bestockungsgrad, Alter, Bonität) in das Attributformular einzutragen. Der Kartendruck läuft über das QGIS-Druckkompositions-Werkzeug mit vorgefertigten qForst-Vorlagen.
Ein konkretes Beispiel
Ein Forstbetrieb mit 350 Hektar in Thüringen nutzt qForst nach der alle-10-Jahre-Forsteinrichtung: GPS-Tracks aus der Kluppierung werden importiert, Bestandsgrenzen überarbeitet, Inventurparameter eingetragen. Ergebnis: druckfertige Forstgrundkarte in 2 Stunden statt 2 Tage manueller Kartenarbeit. Der GeoPackage-Export geht direkt an das Forstamt.
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Empfohlen in 1 Use Cases
Forstwirtschaft
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