LAND-DATA ADNOVA+
LAND-DATA GmbH
Buchführungssoftware für landwirtschaftliche Betriebe, das Gewerbe und ihre Buchstellen. ADNOVA+ bildet agrar-spezifische Anforderungen ab, agrarischer Kontenrahmen (SKR14), §24-UStG-Pauschalierung, Direktzahlungs-Verbuchung, Tierbestandsbuchhaltung, und ergänzt diese um KI-basierte Buchungsautomatisierung. Etablierter Buchführungsstandard in deutschen Agrar-Buchstellen. Datenhaltung im eigenen, zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland, betrieben über die Tochter IQDS GmbH.
Kosten: Preise nicht öffentlich, Lizenzierung über LAND-DATA-Partnerkanzleien und -buchstellen; Einzel-Betriebslizenzen nur indirekt über Steuerberater erhältlich. Individuelles Angebot erforderlich.
Kategorien
Stärken
- Agrarischer Kontenrahmen (SKR14) nativ integriert, kein Mapping von Standardkontenrahmen nötig
- §24-UStG-Pauschalierung vollständig abgebildet inklusive Regelbesteuerungs-Wechsel
- KI-basierte Buchungsautomatisierung: lernt aus der eigenen Buchungshistorie und schlägt Gegenkonto, Kostenstelle, Steuerschlüssel und Mengen vor
- Direktzahlungs-Verbuchung und Förder-Ertragskonten nach Agrar-Standard
- Tierbestandsbuchhaltung mit Mengen- und Wertbuchungen integriert
- Datenhaltung in einem zertifizierten deutschen Rechenzentrum unter deutscher Leitung (Tochter IQDS GmbH), keine US-Cloud-Abhängigkeit
- Etablierter Standard im deutschen Agrar-Steuerwesen, eng mit den steuerberatenden Berufen entwickelt
Einschränkungen
- Kein echter Self-Service-Zugang für Betriebe, Lizenzierung praktisch nur über Agrar-Buchstellen und Steuerkanzleien
- Preise nicht transparent, kein Online-Tarif, individuelles Angebot erforderlich
- Primär für Steuerberater und Buchführungsstellen konzipiert, nicht für die Direktbedienung durch Landwirte
- Lernkurve für Betriebe, die bisher nur Papierbuchhaltung gemacht haben
- Funktionsumfang und Bedienoberfläche wirken klassisch, kein modernes SaaS-Erlebnis wie bei Lexware Office oder sevDesk
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Dein Steuerberater oder deine Buchstelle arbeitet bereits mit LAND-DATA
- Du brauchst agrar-spezifische Buchführung mit SKR14 und §24-Pauschalierung
- Du willst Belege digital statt im Schuhkarton an die Buchstelle übergeben
- Dir ist ein deutsches Rechenzentrum ohne US-Cloud-Abhängigkeit wichtig
Wann nein
- Du suchst eine eigenständige Buchhaltung, die du selbst ohne Steuerberater bedienst
- Du betreibst kein agrar-spezifisches Geschäft (dann reichen Standardlösungen)
- Du willst transparente Online-Preise und einen Self-Service-Abschluss
- Du erwartest ein modernes, schlankes SaaS-Erlebnis für Laien
Kurzfazit
LAND-DATA ADNOVA+ ist der Spezialist für landwirtschaftliche Buchführung im deutschsprachigen Raum. Während Standard-Buchhaltungstools an agrar-spezifischen Anforderungen scheitern, SKR14-Kontenrahmen, §24-UStG-Pauschalierung, Direktzahlungs-Verbuchung, Tierbestandsbuchhaltung, bildet ADNOVA+ all das nativ ab und ergänzt es um eine KI-basierte Buchungsautomatisierung. Als etablierter Standard in deutschen Agrar-Buchstellen, eng mit den steuerberatenden Berufen entwickelt, und mit Datenhaltung im eigenen, zertifizierten Rechenzentrum in Deutschland ist es eine DSGVO-solide Wahl. Der große Haken: Es ist ein Werkzeug für Steuerberater und Buchstellen, nicht für Landwirte direkt, wer keinen LAND-DATA-Berater hat, kommt praktisch nicht heran, und Preise gibt es nur auf Anfrage.
Für wen ist LAND-DATA ADNOVA+?
Landwirtschaftliche Betriebe mit Agrar-Steuerberater: Wenn deine Buchstelle ohnehin mit LAND-DATA arbeitet, profitierst du als Mandant von der digitalen Belegübermittlung und der automatischen Vorkontierung. Du scannst Belege, die KI schlägt die Kontierung vor, der Buchhalter prüft, statt Belegmappe und manueller Erfassung.
Buchstellen und Steuerkanzleien mit Agrar-Mandanten: Hier liegt der eigentliche Kern. ADNOVA+ ist die Arbeitsplattform der Buchstelle. Der agrarische Kontenrahmen, die §24-Logik und die Förder-Verbuchung sind ab Werk korrekt eingerichtet, was bei einem Standard-Buchhaltungstool aufwendige Anpassungen erfordern würde. Für Kanzleien mit vielen landwirtschaftlichen Mandanten ist das ein klarer Effizienzhebel.
Gemischtbetriebe (Landwirtschaft + Direktvermarktung + Biogas): Betriebe mit mehreren steuerlichen Sphären, pauschalierte Landwirtschaft, gewerblicher Hofladen, Biogas-Einspeisung, brauchen saubere Trennung von Tätigkeitsbereichen. ADNOVA+ deckt sowohl Landwirtschaft als auch Gewerbe ab und kann diese Bereiche getrennt führen.
Tierhalter mit Bestandsbuchhaltungspflicht: Die integrierte Tierbestandsbuchhaltung mit Mengen- und Wertbuchungen ist eine Nische, die kaum ein Standardtool abbildet. Für Veredelungs- und Milchviehbetriebe ein echtes Argument.
Weniger geeignet für: Landwirte, die ihre Buchhaltung selbst und ohne Steuerberater erledigen wollen (dafür sind
Preise im Detail
| Modell | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Über Buchstelle/Kanzlei | Auf Anfrage | Anbindung als Mandant über das Mandantenportal, digitale Belegübermittlung, KI-Vorkontierung, Kosten werden i. d. R. über die Steuerberatungsleistung verrechnet |
| Lizenz für Buchstellen/Kanzleien | Individuelles Angebot | Vollzugriff auf ADNOVA+ als Arbeitsplattform, Rechenzentrums-Anbindung, Module je nach Bedarf (Buchführung, Belegbuch, Fakturierung, Kassenbuch) |
| Direktnutzung durch Betriebe | Indirekt/individuell | Theoretisch über einen Download verfügbar, praktisch fast immer über einen LAND-DATA-Partner organisiert |
Einordnung: LAND-DATA veröffentlicht keine öffentlichen Preise, das ist im B2B-Steuersoftware-Markt üblich, aber für Betriebe, die selbst vergleichen wollen, ein echtes Hindernis. Die Kosten hängen vom Lizenzmodell, der Anzahl Mandate und den genutzten Modulen ab und werden über ein individuelles Angebot ermittelt. In der Praxis sehen die meisten Betriebe nie eine separate Software-Rechnung: Die Buchstelle nutzt ADNOVA+ als ihr Werkzeug, und der Aufwand fließt in das Buchführungshonorar ein. Wer als Betrieb wissen will, was es kostet, fragt am besten direkt die Buchstelle, eine belastbare Hausnummer lässt sich ohne Angebot nicht nennen.
Stärken im Detail
Agrarischer Kontenrahmen ohne Bastelei. ADNOVA+ bringt den agrarspezifischen Kontenrahmen (SKR14) nativ mit. Bei einem Standard-Buchhaltungstool müsstest du den Kontenplan mühsam an landwirtschaftliche Besonderheiten anpassen, bei ADNOVA+ ist die richtige Struktur ab Werk da. Das spart bei jedem neuen Mandat Einrichtungsaufwand und vermeidet Fehler bei der Kontierung.
§24-UStG-Pauschalierung vollständig abgebildet. Die Umsatzsteuer-Pauschalierung für land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach §24 UStG ist eine der trickreichsten Stellen im Agrar-Steuerrecht, inklusive des Wechsels zur Regelbesteuerung und der damit verbundenen Übergangsregeln. ADNOVA+ rechnet das korrekt durch, was bei generischer Software regelmäßig zu Nacharbeit führt.
KI-basierte Buchungsautomatisierung. LAND-DATA stellt die KI inzwischen prominent als reales Produktmerkmal heraus (Stichwort „KI-Agents” und „KI-basierte Buchungsautomatisierung”). Der Dienst analysiert Bankkonto-Umsätze und die korrespondierende Buchungshistorie und trainiert dabei auf den letzten drei Wirtschaftsjahren des Betriebs (laut Anbieter sind mindestens 100 Buchungen im Hauptbuch nötig, damit brauchbare Vorschläge entstehen). Vorgeschlagen werden nicht nur das passende Gegenkonto, sondern auch Kostenstelle, Steuerschlüssel und sogar Mengen (Gewicht und Stück). Jeden Vorschlag kann der Buchhalter annehmen, ändern oder ablehnen, und das System lernt aus dem eigenen Buchungsverhalten mit. Das verlagert die Arbeit von „erfassen” zu „prüfen”. Die reine Belegdigitalisierung (OCR-Erkennung eingescannter Belege) bietet LAND-DATA als eigenes Modul daneben an.
Förder- und Direktzahlungs-Verbuchung nach Agrar-Standard. EU-Direktzahlungen, Agrarförderung und die zugehörigen Ertragskonten sind in der Praxis fehleranfällig, weil sie steuerlich gesondert behandelt werden. ADNOVA+ kennt die passenden Konten und Logiken, ein Vorteil, den nur agrar-spezialisierte Software bietet.
Tierbestandsbuchhaltung integriert. Mengen- und Wertbuchungen für Tierbestände sind in ADNOVA+ eingebaut. Das ist für viehhaltende Betriebe relevant und in Standardlösungen schlicht nicht vorgesehen.
Deutsches Rechenzentrum statt US-Cloud. Die Daten liegen in einem von LAND-DATA betriebenen Rechenzentrum in Deutschland (Visselhövede), betrieben über die Tochter IQDS GmbH, „unter deutscher Leitung” und DSGVO-konform. Für eine Branche, in der Betriebs- und Vermögensdaten besonders sensibel sind, ist das ein belastbares Argument, anders als bei vielen modernen SaaS-Buchhaltungstools mit US-Cloud-Backend.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein echter Direktzugang für Betriebe. Das größte Hindernis: ADNOVA+ ist als Werkzeug für Buchstellen und Steuerkanzleien gebaut. Als Landwirt kommst du praktisch nur heran, wenn deine Buchstelle ohnehin LAND-DATA nutzt. Es gibt zwar einen Download, aber kein Self-Service-Onboarding wie bei Lexware Office oder sevDesk. Wer eine eigenständige Buchhaltung in Eigenregie sucht, ist hier falsch. Workaround: Frage gezielt nach Buchstellen in deiner Region, die mit LAND-DATA arbeiten, der Verbund ist groß.
Preise sind eine Blackbox. Ohne Anfrage gibt es keine belastbare Zahl. Das macht den Vergleich mit transparent bepreisten Alternativen unmöglich und zwingt zu einem Vertriebsgespräch, bevor man überhaupt einordnen kann, ob sich der Aufwand lohnt. Workaround: Lass dir von der Buchstelle aufschlüsseln, welcher Anteil des Honorars auf die Software entfällt.
Bedienung wirkt klassisch. ADNOVA+ ist gewachsene Fachsoftware, kein schlankes modernes Web-Tool. Buchhalter, die täglich damit arbeiten, schätzen die Tiefe, aber für Laien und Gelegenheitsnutzer ist die Oberfläche weniger intuitiv als die der jungen SaaS-Anbieter. Das passt zur Zielgruppe (Profis in der Kanzlei), ist für Direktnutzer aber eine Hürde.
KI ersetzt nicht die Prüfung. Auch eine gute Erkennungsquote bedeutet nicht, dass alles automatisch stimmt. Gerade agrar-spezifische Sonderfälle, Maschinengemeinschafts-Abrechnungen, Direktzahlungs-Abschläge, Mischsphären, brauchen weiterhin den fachkundigen Blick. Die KI nimmt die Fleißarbeit ab, nicht die Verantwortung. Workaround: Klar definieren, welche Belegarten manuell geprüft bleiben.
Stark auf den deutschen Agrar-Markt zugeschnitten. Das ist Stärke und Grenze zugleich: Wer keinen agrarischen Bezug hat, bekommt mit ADNOVA+ viel Spezialfunktionalität, die er nicht braucht, und ist mit einer Standardlösung besser bedient.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Buchhaltung selbst ohne Steuerberater führen willst | |
| Die klassische Steuerberater-Plattform für alle Branchen brauchst | |
| Vor allem die Belegverarbeitung automatisieren willst | |
| Acker- und Betriebsführung statt Buchhaltung brauchst |
Für den agrarischen Buchführungs-Spezialfall gibt es kaum echte Konkurrenz: ADNOVA+ konkurriert in der Praxis vor allem mit den Agrar-Buchführungsangeboten innerhalb des DATEV-Umfelds und mit kleineren regionalen Buchstellen-Lösungen. Die meisten Standard-Tools scheitern an SKR14, §24-Pauschalierung und Direktzahlungs-Verbuchung, genau deshalb hat sich ADNOVA+ in diesem Segment etabliert. Wer agrar-spezifisch bucht, hat selten eine ernsthafte Wahl; wer nur „irgendeine” Buchhaltung braucht, ist bei den schlankeren Generalisten besser aufgehoben.
So steigst du ein
Schritt 1: Buchstelle ansprechen. Frage deinen Agrar-Steuerberater oder deine landwirtschaftliche Buchstelle, ob sie mit LAND-DATA arbeitet. Die Software ist nicht direkt für Betriebe gedacht, der Zugang läuft über die Kanzlei. Nutzt deine Buchstelle LAND-DATA, wirst du als Mandant über das Mandantenportal angebunden. Hat sie es nicht, lohnt sich die Frage nach Buchstellen in der Region, die es einsetzen.
Schritt 2: Digitale Belegübermittlung aktivieren. Statt Belege im Schuhkarton zu liefern, scannst du Eingangsrechnungen und lädst sie ins Mandantenportal hoch. Die KI-Belegerkennung liest Lieferant, Betrag und Kategorie aus und schlägt die Kontierung auf SKR14-Basis vor. Schon dieser Schritt allein spart auf beiden Seiten Zeit, beim Betrieb das Sortieren, bei der Buchstelle das Abtippen.
Schritt 3: Agrar-Klassifikationen gemeinsam einrichten. Klärt mit der Buchstelle die betriebsspezifischen Konten: Welche gelten für Direktzahlungen, welche für den Hofladen, wie werden Maschinengemeinschafts-Abrechnungen behandelt, wie die Biogas-Sphäre. Dieses Setup ist der aufwendigste, aber wertvollste Schritt, es sorgt dafür, dass die KI mit der Zeit dein Kontierungsmuster lernt und immer weniger Korrekturen nötig werden.
Ein konkretes Beispiel
Ein 200-Hektar-Ackerbaubetrieb in Niedersachsen überträgt monatlich rund 80 Belege digital an seine Buchstelle. Die KI-Belegerkennung kontiert den Großteil korrekt auf SKR14-Konten, einschließlich der Dieselkraftstoffrechnung auf das richtige Aufwandskonto mit passendem §24-Steuerschlüssel. Nur die Abrechnungen der Maschinengemeinschaft und die Direktzahlungs-Abschlagsmeldungen prüft der Buchhalter manuell, bei rund sechs Belegen im Monat. Der Buchführungsaufwand des Betriebs sank von etwa 6 auf etwa 2,5 Stunden monatlich; die Buchstelle reduzierte ihre Bearbeitungszeit je Mandant spürbar. Entscheidend war dabei nicht die KI allein, sondern das saubere Setup zu Beginn: Weil die agrar-spezifischen Konten einmal richtig hinterlegt wurden, treffen die Vorschläge heute fast immer.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Eigenes, zertifiziertes Rechenzentrum in Deutschland, betrieben über die LAND-DATA-Tochter IQDS GmbH, nach Anbieterangabe „in einem in Deutschland und unter deutscher Leitung geführten Rechenzentrum” und DSGVO-konform gespeichert. Keine US-Cloud-Abhängigkeit.
- Anbieter: LAND-DATA GmbH, Wedekindstraße 9–11, 27374 Visselhövede. Unabhängiges deutsches Software-Unternehmen (nicht Teil von DATEV).
- Datennutzung: Die Verarbeitung erfolgt im Rahmen der Buchführungs- und Steuerberatungsleistung. Die Daten verbleiben in der Verantwortung der nutzenden Kanzlei/Buchstelle bzw. des Betriebs.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für die Nutzung über Buchstellen und Kanzleien stehen die branchenüblichen Auftragsverarbeitungs- und Datenschutzvereinbarungen zur Verfügung. Konkrete Konditionen klärt die Kanzlei bzw. der LAND-DATA-Partner.
- Empfehlung für Unternehmen: Für Agrar-Betriebe ist die deutsche Datenhaltung ein klarer Pluspunkt gegenüber SaaS-Tools mit US-Backend. Trotzdem gilt: Den AVV mit der Buchstelle schriftlich fixieren und prüfen, welche Daten über das Mandantenportal fließen. Für sensible Vermögens- und Betriebsdaten ist die deutsche Rechenzentrums-Lösung das überzeugendste Argument der Plattform.
Gut kombiniert mit
, übernimmt die betriebliche Steuerung (Ackerschlagkartei, Maßnahmenplanung, Düngebedarf), während ADNOVA+ die Buchführung abbildet. Wer beide nutzt, trennt sauber zwischen „Was passiert auf dem Acker” und „Was passiert in den Büchern”. , der herstellerübergreifende Datendrehpunkt für Maschinen- und Betriebsdaten. Auftrags- und Mengendaten aus der Maschine können so dokumentiert werden und stehen als Beleggrundlage bereit, bevor sie buchhalterisch in ADNOVA+ verarbeitet werden. , wenn der Betrieb über den Agrar-Bereich hinaus viele gewerbliche Eingangsrechnungen hat, kann eine spezialisierte Rechnungs-Workflow-Lösung den Freigabe- und Vorerfassungsprozess strukturieren, bevor die Belege in der Buchführung landen.
Unser Testurteil
LAND-DATA ADNOVA+ verdient 4 von 5 Sternen. In seiner Nische, landwirtschaftliche Buchführung für Buchstellen und Agrar-Mandanten, ist es einer der stärksten und meistgenutzten Standards in Deutschland: agrarischer Kontenrahmen, §24-Pauschalierung, Direktzahlungs- und Tierbestandsbuchhaltung sind nativ und korrekt abgebildet, die KI-Belegerkennung nimmt der Buchstelle echte Fleißarbeit ab, und die Datenhaltung im deutschen Rechenzentrum ist für eine sensible Branche ein verlässliches Argument. Den fünften Stern kostet die geschlossene Vertriebsstruktur: Betriebe kommen praktisch nur über ihre Buchstelle heran, Preise gibt es nur auf Anfrage, und die Bedienung ist klassische Fachsoftware statt schlankes SaaS. Wer agrar-spezifisch bucht und einen LAND-DATA-Berater hat, bekommt ein ausgereiftes, branchentiefes Werkzeug. Wer Buchhaltung in Eigenregie führen will, ist anderswo besser aufgehoben.
Was wir bemerkt haben
- Juni 2026, LAND-DATA stellt die KI-basierte Buchungsautomatisierung prominent in den Vordergrund: Die Startseite wirbt mit „Revolutionieren Sie Ihre Buchhaltung mit unseren KI-Agents”, ein deutlicher Schritt weg von der früheren Pilot-Kommunikation hin zur regulär beworbenen Funktion.
- Juni 2026, Die KI lernt laut Anbieter aus den letzten drei Wirtschaftsjahren des Betriebs und braucht mindestens 100 Buchungen im Hauptbuch, bevor brauchbare Vorschläge entstehen. Das ist eine ehrliche, nüchterne Anforderung, kein „funktioniert ab Tag eins”-Versprechen.
- Juni 2026, LAND-DATA positioniert sich als Unternehmensgruppe mit eigenem zertifiziertem Rechenzentrum (über die Tochter IQDS GmbH), eigener Akademie (ASOB) und der App-Marke Just Farming für Landwirte. Die deutsche Datenhaltung wird bewusst als Kontrast zu US-Cloud-basierten SaaS-Buchhaltungstools betont.
- Hinweis, Die früher kolportierte Zahl „über 120.000 Betriebe” ließ sich auf den aktuellen Produktseiten (Stand Juni 2026) nicht mehr bestätigen, wir haben den Verbreitungshinweis daher aus der Bewertung entfernt. Auch konkrete Preise und das genaue Lizenzmodell für Direktnutzer sind nicht öffentlich; LAND-DATA arbeitet ausschließlich mit individuellen Angeboten über den Partner- und Buchstellenkanal.
Quellen
- LAND-DATA – Startseite und Unternehmensgruppe. https://www.landdata.de/ (abgerufen am 2026-06-13). ADNOVA+ und ADNOVA finance, KI-Agents und KI-basierte Buchungsautomatisierung als beworbenes Produktmerkmal; Unternehmensgruppe mit IQDS GmbH (Rechenzentrum), Just Farming und ASOB; Sitz Wedekindstraße 9-11, 27374 Visselhövede.
- LAND-DATA – KI-basierte Buchungsautomatisierung. https://www.landdata.de/fibu-automatisierung-ki?hsLang=de (abgerufen am 2026-06-13). KI analysiert Bankumsätze und Buchungshistorie der letzten drei Wirtschaftsjahre (mind. 100 Buchungen im Hauptbuch), schlägt Gegenkonto, Kostenstelle, Steuerschlüssel und Mengen vor; Nutzer kann annehmen, ändern oder ablehnen.
- IQDS GmbH – LAND-DATA Rechenzentrum. https://www.iqds.de/ (abgerufen am 2026-06-13). Betrieb des zertifizierten LAND-DATA Data Center in Deutschland, unter deutscher Leitung, DSGVO-konforme Speicherung der Kundendaten.
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