Interamt
DVZ M-V GmbH (Landesunternehmen Mecklenburg-Vorpommern)
Das Karriereportal des öffentlichen Dienstes, mit rund 60.000 Stellenangeboten jährlich die größte deutschsprachige Jobbörse für Behörden, Kommunen, Länder und Bundesbehörden. Betrieben von der DVZ M-V GmbH, einem 100-prozentigen Landesunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Kein eigenes KI-Werkzeug, aber der naheliegende Veröffentlichungskanal, sobald du eine Stellenanzeige mit KI getextet hast.
Kosten: INTERAMT.kompakt 948 €/Jahr (unbegrenzte Anzeigen), zwei Anzeigen kostenlos zum Testen (verfallen nach 6 Monaten); INTERAMT.professional individueller Preis auf Anfrage (mit Bewerbermanagement, Talentsuche, Multiposting)
Kategorien
Stärken
- Größte öffentliche Jobbörse Deutschlands, höchste Reichweite bei Bewerberinnen und Bewerbern, die gezielt in den öffentlichen Dienst wechseln wollen
- Bewerbermanagement-System (in professional) inklusive: Bewerbungseingang, Statusverwaltung, Kommunikation mit Kandidaten
- Betrieben als öffentliches Landesunternehmen, Datenhosting in Deutschland, buchbar auch über die Deutsche Verwaltungscloud (DVC)
- INTERAMT.kompakt: zwei Anzeigen kostenlos zum Testen, danach 948 €/Jahr für unbegrenzte Ausschreibungen
- Vorbildliche Barrierefreiheit: Hochkontrast, Gebärdensprache, Leichte Sprache, Pflichtkriterien für den öffentlichen Dienst
Einschränkungen
- Keine KI-Funktionen integriert, Stellenanzeigen müssen vollständig manuell erfasst werden
- Klassische Oberfläche, technisch in die Jahre gekommen, INTERAMT 2.0 läuft erst als Beta
- INTERAMT.professional: Preise nur auf Anfrage, keine öffentliche Preistransparenz
- Kaum aussagekräftige Analytik zur Ausschreibungsperformance in der kompakt-Variante
- Keine Schnittstellen zu gängigen KI-Tools für automatische Texterzeugung oder Bewerber-Screening
Passt gut zu
Kurzfazit
Interamt ist die mit Abstand größte Stellenbörse des öffentlichen Dienstes in Deutschland, rund 60.000 Stellenangebote im Jahr, betrieben von einem Landesunternehmen mit Datenhaltung in Deutschland. Wer als Behörde, Kommune oder öffentliches Unternehmen Personal sucht, kommt an der Reichweite praktisch nicht vorbei. Aber: Interamt ist kein KI-Werkzeug. Es gibt keine automatische Anzeigentexterstellung, kein KI-gestütztes Bewerber-Screening, keine Schnittstellen zu Sprachmodellen. Die Oberfläche ist solide, aber technisch in die Jahre gekommen (die Modernisierung läuft erst als „INTERAMT 2.0 Beta”). Für unsere Leserschaft ist Interamt deshalb weniger ein KI-Tool als der naheliegende Veröffentlichungskanal, die eigentliche KI-Arbeit (das Texten der Anzeige) erledigst du davor mit ChatGPT oder Claude.
Für wen ist Interamt?
Kommunen und Landkreise: Das Hauptpublikum. Gemeindeverwaltungen, Ämter und kommunale Eigenbetriebe erreichen über Interamt genau die Zielgruppe, die aktiv in den öffentlichen Dienst will, und die auf privaten Jobbörsen seltener gezielt sucht. Für eine einzelne Verwaltung mit überschaubarem Anzeigenaufkommen ist INTERAMT.kompakt (948 €/Jahr, unbegrenzte Anzeigen) wirtschaftlich attraktiv.
Bundes- und Landesbehörden: Größere Dienststellen mit laufendem Personalbedarf. Hier lohnt sich INTERAMT.professional mit vollwertigem Bewerbermanagement, Talentsuche und Multiposting auf weitere Portale. Viele Bundesbehörden haben bereits einen eingerichteten Arbeitgeber-Account, vor einer Neuregistrierung lohnt der Blick, ob die Dienststelle schon angebunden ist.
Öffentliche Arbeitgeber ohne eigenes BMS: Wer (noch) kein Bewerbermanagementsystem hat, kann Interamt professional als solches nutzen: Bewerbungseingang, Statusverwaltung, Kommunikation mit Kandidaten und Dokumentation des Auswahlverfahrens laufen zentral im Portal. Das spart die Anschaffung einer separaten Recruiting-Software.
HR-Teams, die KI fürs Texten einsetzen wollen: Interamt liefert das strukturierte Formular und die Reichweite, den Anzeigentext, die Anforderungsprofile und die Ansprache schreibst du effizient mit ChatGPT oder Claude vor und überträgst sie. So verbindest du moderne KI-Textarbeit mit dem etablierten Veröffentlichungskanal.
Weniger geeignet für: Privatwirtschaftliche Arbeitgeber (die Zielgruppe sucht woanders, hier sind StepStone, Indeed oder LinkedIn passender), Recruiter, die ein KI-gestütztes Matching oder automatisches Screening erwarten, und alle, die ein modernes, schnelles Kandidatenerlebnis als Wettbewerbsvorteil brauchen.
Preise im Detail
| Paket | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Testphase | 0 € | Zwei Stellenanzeigen kostenlos zum Ausprobieren; ungenutztes Kontingent verfällt 6 Monate nach Auftragserteilung |
| INTERAMT.kompakt | 948 €/Jahr | Unbegrenzte Online-Stellenausschreibungen, Anzeigenverwaltung, „smarter Einstieg” in die Online-Ausschreibung |
| INTERAMT.professional | Individueller Preis (auf Anfrage) | Alles aus kompakt + vollständiges Bewerbermanagement, Bewerberprofile, Talentsuche, Multiposting auf externe Portale, eigene Behörden-Karriereseite, Statistiken und Reporting, persönlicher Support |
| Über die DVC | Auf Anfrage | Buchbar als Cloud-Service über die Deutsche Verwaltungscloud / den DVZ-Marktplatz, relevant für Dienststellen mit DVC-Anbindung |
Einordnung: Die häufig kolportierte Annahme „Interamt ist kostenlos für zwei Anzeigen pro Monat” stimmt so nicht, es handelt sich um ein einmaliges Test-Kontingent von zwei Anzeigen, das nach sechs Monaten verfällt. Wer regelmäßig ausschreibt, landet bei INTERAMT.kompakt für 948 €/Jahr, und das ist für unbegrenzte Anzeigen ein fairer, transparenter Preis, gerade im Vergleich zu den Pro-Anzeige-Tarifen privater Jobbörsen. Sobald du Bewerbermanagement, Talentsuche oder Multiposting brauchst, führt kein Weg an professional vorbei, und genau dort endet die Preistransparenz: Der Tarif wird individuell verhandelt, gestaffelt nach Behördengröße und Funktionsumfang. Für eine seriöse Budgetplanung musst du das Angebot direkt anfordern.
Stärken im Detail
Konkurrenzlose Reichweite im öffentlichen Dienst. Mit rund 60.000 Stellenangeboten jährlich ist Interamt die größte öffentliche Jobbörse Deutschlands. Wer gezielt in den öffentlichen Dienst wechseln will, und das ist eine sehr spezifische, aktiv suchende Zielgruppe, schaut hier zuerst. Diese Reichweite kann keine private Jobbörse für den Behördensektor bieten. Für viele Stellen ist Interamt schlicht der Ort, an dem die passenden Bewerber tatsächlich suchen.
Bewerbermanagement ohne separate Software. INTERAMT.professional bringt ein vollwertiges Bewerbermanagementsystem mit: Bewerbende reichen ihre Unterlagen direkt im Portal ein, du siehst alle Eingänge zentral, versendest Statusmeldungen und dokumentierst das Auswahlverfahren rechtssicher. Gerade kleinere Dienststellen, die sich keine dedizierte Recruiting-Software leisten wollen, bekommen hier eine solide Grundausstattung.
Öffentlicher Betreiber, Hosting in Deutschland. Interamt wird von der DVZ M-V GmbH betrieben, dem zentralen IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zu 100 Prozent in öffentlicher Hand. Es gibt keine US-Konzernstruktur, kein Datenabfluss in Drittländer, und das Portal ist zusätzlich über die Deutsche Verwaltungscloud buchbar. Für Behörden mit strengen Vorgaben zur Datenhoheit ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber privatwirtschaftlichen Plattformen.
Vorbildliche Barrierefreiheit. Hochkontrast-Modus, Informationen in Gebärdensprache, Leichte Sprache, eine eigene Erklärung zur Barrierefreiheit, Interamt erfüllt die Anforderungen, die für öffentliche Stellen verpflichtend sind, sichtbar ernsthaft. Das ist kein Marketing, sondern gelebte Pflichterfüllung und ein Punkt, an dem viele kommerzielle Tools scheitern.
Faire, planbare Grundkosten. 948 € im Jahr für unbegrenzte Anzeigen ist ein klar kalkulierbarer Posten, anders als bei privaten Portalen, wo jede einzelne Anzeige Geld kostet und Reichweiten-Upgrades schnell ins Vierstellige gehen. Für Verwaltungen mit mehreren Ausschreibungen im Jahr rechnet sich das schnell.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine KI, Punkt. Das ist für ein KI-Toolverzeichnis die zentrale Einschränkung: Interamt hat keinerlei integrierte KI-Funktion. Keine automatische Anzeigentexterstellung, kein KI-Vorschlag für Anforderungsprofile, kein intelligentes Bewerber-Matching, kein Screening. Jede Anzeige wird vollständig manuell ins Formular eingetragen. Wer KI im Recruiting nutzen will, muss das vorgelagert tun (Text mit ChatGPT/Claude) und das Ergebnis von Hand übertragen. Workaround: Anzeigentext in einem Sprachmodell erzeugen, Anforderungsprofil und Formulierungen prüfen lassen, dann in Interamt einpflegen.
Technisch in die Jahre gekommen. Die klassische Oberfläche basiert auf älterer Web-Technologie (Wicket-Portal) und wirkt im Vergleich zu modernen Karriereportalen schwerfällig. Die Modernisierung läuft, „INTERAMT 2.0” ist seit 2025/26 als Beta verfügbar, befindet sich aber noch im Testbetrieb. Wer ein zeitgemäßes, schnelles Kandidatenerlebnis als Argument im Wettbewerb um Fachkräfte braucht, bekommt es hier (noch) nicht.
Intransparente Professional-Preise. Während kompakt klar mit 948 €/Jahr ausgewiesen ist, gibt es für professional keinen öffentlichen Preis, alles läuft über individuelle Angebote. Das erschwert die Budgetplanung und den Vergleich mit Alternativen erheblich. Du musst aktiv anfragen, um überhaupt eine Hausnummer zu bekommen.
Schwache Analytik. Reporting und Performance-Auswertung zu Ausschreibungen sind in der kompakt-Variante kaum vorhanden, und auch in professional nicht der Schwerpunkt. Wer datengetrieben recruiten und Kanäle, Klickraten oder Conversion vergleichen will, findet hier wenig. Interamt ist auf Veröffentlichung und Verwaltung ausgelegt, nicht auf Recruiting-Analytics.
Eng auf den öffentlichen Dienst zugeschnitten. Das ist Stärke und Schwäche zugleich. Privatwirtschaftliche Arbeitgeber haben hier nichts zu suchen, die Zielgruppe ist Bewerber für den öffentlichen Dienst, und das Pflicht-Formular ist auf Tarif- und Beamtenrecht ausgelegt (Entgeltgruppen, Dienstverhältnisse, Ausschreibungsfristen). Für andere Kontexte ist das Korsett zu eng.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den Anzeigentext mit KI schreiben willst, bevor du veröffentlichst | |
| Anforderungsprofile und Formulierungen differenziert ausarbeiten willst | |
| Vor dem Texten Markt- und Gehaltsdaten mit Quellen recherchieren willst |
Interamt hat im KI-Sinn keine direkten Wettbewerber in unserem Verzeichnis, es ist eine Jobbörse, kein KI-Werkzeug. Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite sind die klassischen Jobbörsen für die Privatwirtschaft (StepStone, Indeed, LinkedIn), die für den öffentlichen Dienst aber deutlich weniger zielgerichtete Reichweite bieten, sowie spezialisierte Bewerbermanagementsysteme wie Personio, rexx systems oder d.vinci, die mehr Komfort und teils KI-Funktionen mitbringen, dafür aber teurer sind und nicht die Interamt-Reichweite im Behördenmarkt erreichen. Die ehrlichste Einordnung: Interamt ist der Reichweitenkanal, die KI sitzt davor. Kombiniere beides, statt zu ersetzen.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich als Arbeitgeber auf interamt.de. Für Bundes- und Landesbehörden ist Interamt häufig bereits eingerichtet, prüfe, ob deine Dienststelle schon einen Arbeitgeber-Account hat, bevor du einen neuen anlegst. Über die kostenlose Testphase kannst du zwei Anzeigen schalten, ohne dich sofort festzulegen (das Kontingent verfällt nach sechs Monaten).
Schritt 2: Texte die Anzeige mit KI vor. Bevor du das Interamt-Formular ausfüllst, lass dir den Anzeigentext, das Anforderungsprofil und eine ansprechende Stellenbeschreibung von ChatGPT oder Claude entwerfen, gib Entgeltgruppe, Aufgaben und gewünschte Qualifikation als Kontext mit. Prüfe das Ergebnis auf Tarif- und Ausschreibungskonformität, dann überträgst du es in die Pflichtfelder. Eine direkte KI-Integration bietet Interamt (Stand Mai 2026) nicht.
Schritt 3: Aktiviere bei Bedarf das Bewerbermanagement (INTERAMT.professional). Bewerbende erhalten dann einen Link, über den sie ihre Unterlagen direkt im Portal einreichen. Du siehst alle Bewerbungen zentral, versendest Statusmeldungen und dokumentierst den Auswahlprozess rechtssicher. Für laufenden Personalbedarf fordere ein professional-Angebot an, kompakt reicht, wenn du nur veröffentlichen willst.
Ein konkretes Beispiel
Eine Gemeindeverwaltung im Landkreis Schwerin schreibt über INTERAMT.kompakt zwei offene Stellen aus, eine Sachbearbeitung im Ordnungsamt und eine Stelle in der Finanzbuchhaltung. Die HR-Referentin lässt sich beide Anzeigentexte vorab von Claude entwerfen: Sie gibt Entgeltgruppe, Aufgabenprofil und ein paar Stichworte zur Gemeinde vor, prüft die Entwürfe auf tarifrechtliche Korrektheit und überträgt die fertigen Texte ins Interamt-Formular. Die Veröffentlichung selbst ist über das Jahres-Abo (948 €) abgedeckt, beide Anzeigen kosten keinen Aufpreis. Innerhalb von drei Wochen gehen 23 Bewerbungen ein, davon 18 über das Interamt-Portal. Ohne Interamt wären die Anzeigen nur auf der eigenen Gemeinde-Website und bei der Arbeitsagentur erschienen, mit deutlich geringerer Sichtbarkeit bei Bewerbern, die gezielt eine Stelle im öffentlichen Dienst suchen. Zeitersparnis beim Texten durch KI: rund 45 Minuten pro Anzeige, die Veröffentlichung selbst bleibt manuelle Formulararbeit.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. Betreiber ist die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH, ein zu 100 Prozent landeseigenes Unternehmen. Keine US-Konzernstruktur, kein Drittlandtransfer.
- Öffentliche Cloud-Option: Interamt ist zusätzlich als Cloud-Service über die Deutsche Verwaltungscloud (DVC) buchbar, relevant für Dienststellen mit DVC-Anbindung und entsprechenden Sicherheitsanforderungen.
- Datennutzung: Als öffentliches Portal für Behörden ist Interamt auf datensparsame Verarbeitung ausgelegt. Die Website setzt ausschließlich notwendige Cookies, kein Tracking, keine Werbe-Cookies.
- Bewerberdaten: Im Bewerbermanagement (professional) werden Bewerbungsunterlagen im Portal verarbeitet. Die Verantwortung für Aufbewahrungsfristen und Löschung nach AGG-Vorgaben liegt beim ausschreibenden Arbeitgeber.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Als Dienstleister für öffentliche Auftraggeber stellt die DVZ M-V entsprechende Verträge bereit, vor produktivem Einsatz mit Bewerberdaten beim Betreiber anfordern und intern prüfen.
- Empfehlung für Behörden: Datenschutzrechtlich ist Interamt durch den öffentlichen Betreiber und das deutsche Hosting unkritischer als viele kommerzielle Recruiting-Tools. Wer KI zum Texten vorschaltet, sollte dort darauf achten, keine personenbezogenen Bewerberdaten einzugeben, beim Anzeigentexten ist das ohnehin nicht nötig.
Gut kombiniert mit
, schreibt den Anzeigentext und das Anforderungsprofil vor: differenziert, im richtigen Tonfall und auf Wunsch geschlechtergerecht formuliert. Du prüfst die tarifrechtliche Korrektheit und überträgst das Ergebnis ins Interamt-Formular. , schnelle Alternative zum Texten, besonders praktisch für Varianten („formuliere drei verschiedene Einleitungen”) und für die Übersetzung von Behördensprache in eine ansprechende Bewerberansprache. , recherchiert mit Quellen die marktüblichen Anforderungen, vergleichbare Stellenprofile oder Gehaltsbänder, bevor du die Anzeige textest. So baust du Anforderungen ein, die realistisch und wettbewerbsfähig sind.
Unser Testurteil
Interamt verdient 3 von 5 Sternen. Als Jobbörse für den öffentlichen Dienst ist es in seiner Kategorie konkurrenzlos: größte Reichweite, fairer und transparenter kompakt-Tarif, öffentlicher Betreiber mit deutschem Hosting und vorbildliche Barrierefreiheit. Wer im Behördenumfeld Personal sucht, sollte Interamt nutzen, daran gibt es nichts zu deuteln. Die zwei verlorenen Sterne erklären sich aus der Perspektive dieses Verzeichnisses: Interamt ist kein KI-Werkzeug. Es bietet keine automatische Texterstellung, kein KI-Screening, keine Schnittstellen zu Sprachmodellen, die gesamte intelligente Arbeit muss vorgelagert und manuell übertragen werden. Hinzu kommen die technisch gealterte Oberfläche (die Modernisierung läuft erst als Beta) und die fehlende Preistransparenz beim professional-Tarif. Unser Urteil ist deshalb klar: Interamt ist der richtige Veröffentlichungskanal, aber die KI sitzt davor. Kombiniere es mit ChatGPT oder Claude für die Texterstellung, dann hast du das Beste aus beiden Welten.
Was wir bemerkt haben
- Mai 2026, Korrektur eines verbreiteten Irrtums: Interamt ist nicht dauerhaft „kostenlos für zwei Anzeigen pro Monat”. Tatsächlich gibt es ein einmaliges Test-Kontingent von zwei Anzeigen, das sechs Monate nach Auftragserteilung verfällt. Danach kostet INTERAMT.kompakt 948 €/Jahr für unbegrenzte Ausschreibungen. Viele ältere Quellen (auch unsere frühere Version) gaben das falsch wieder.
- 2025/2026, Mit „INTERAMT 2.0” läuft eine grundlegende Modernisierung von Oberfläche und Funktionen, derzeit als öffentliche Beta unter karriere.interamt.de. Das alte Portal bleibt parallel produktiv. Ein Termin für die vollständige Ablösung ist nicht öffentlich kommuniziert.
- Januar 2020, Der Betrieb ging von Vivento (Deutsche-Telekom-Tochter) auf die DVZ M-V GmbH über, ein zu 100 Prozent landeseigenes Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns. Damit liegt Interamt seither vollständig in öffentlicher Hand, ein Pluspunkt für Datenhoheit und Unabhängigkeit von privaten Konzernstrukturen.
- Mai 2026, Trotz mehrfacher KI-Welle im Recruiting-Markt hat Interamt weiterhin keinerlei integrierte KI-Funktion. Weder Texterstellung noch Bewerber-Matching sind eingebaut. Für ein Portal dieser Größe ist das auffällig, und der Grund, warum wir Interamt nur als Veröffentlichungskanal, nicht als KI-Tool empfehlen.
Quellen
- DVZ M-V GmbH – Interamt Produktseite. https://www.dvz-mv.de/interamt (abgerufen am 2026-06-20). DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH betreibt Interamt seit 2020 vollständig; jährlich über 90.000 Stellenanzeigen von mehr als 3.000 öffentlichen Arbeitgebern; INTERAMT.kompakt bietet zwei kostenlose Testanzeigen, danach jährliches Abo..
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