Interamt
DVZ M-V GmbH (Landesunternehmen Mecklenburg-Vorpommern)
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenDas Karriereportal des öffentlichen Dienstes, laut Betreiber mit über 90.000 veröffentlichten Stellen jährlich die größte deutschsprachige Jobbörse für Behörden, Kommunen, Länder und Bundesbehörden. Betrieben von der DVZ M-V GmbH, einem 100-prozentigen Landesunternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern. Kein eigenes KI-Werkzeug, aber der naheliegende Veröffentlichungskanal, sobald du eine Stellenanzeige mit KI getextet hast.
Kosten: INTERAMT.kompakt wird vom Betreiber als kostenloses Basismodell zur Online-Veröffentlichung von Stellenanzeigen beschrieben (zwei Anzeigen kostenlos testen); INTERAMT.professional als Premium-Modell mit Bewerberprofilen, Talentsuche und Multiposting, Preis nur auf Anfrage (nicht öffentlich ausgewiesen)
Kategorien
Stärken
- Größte öffentliche Jobbörse Deutschlands, höchste Reichweite bei Bewerberinnen und Bewerbern, die gezielt in den öffentlichen Dienst wechseln wollen
- Bewerbermanagement-System (in professional) inklusive: Bewerbungseingang, Statusverwaltung, Kommunikation mit Kandidaten
- Betrieben als öffentliches Landesunternehmen, Datenhosting in Deutschland (Rechenzentrum Schwerin)
- INTERAMT.kompakt vom Betreiber als kostenloses Basismodell zur Online-Veröffentlichung von Stellenanzeigen beschrieben (zwei Anzeigen kostenlos testen)
- Barrierefreiheit nach den für den öffentlichen Dienst verpflichtenden Vorgaben (BITV)
Einschränkungen
- Keine KI-Funktionen integriert, Stellenanzeigen müssen vollständig manuell erfasst werden
- Klassische, technisch in die Jahre gekommene Oberfläche auf älterer Wicket-Technik
- Wenig Preistransparenz: professional nur auf Anfrage, auch die genauen Konditionen von kompakt weist Interamt öffentlich nicht klar aus
- Kaum aussagekräftige Analytik zur Ausschreibungsperformance in der kompakt-Variante
- Keine Schnittstellen zu gängigen KI-Tools für automatische Texterzeugung oder Bewerber-Screening
Passt gut zu
Kurzfazit
Interamt ist die mit Abstand größte Stellenbörse des öffentlichen Dienstes in Deutschland, laut Betreiber über 90.000 veröffentlichte Stellen im Jahr, betrieben von einem Landesunternehmen mit Datenhaltung in Deutschland. Wer als Behörde, Kommune oder öffentliches Unternehmen Personal sucht, kommt an der Reichweite praktisch nicht vorbei. Aber: Interamt ist kein KI-Werkzeug. Es gibt keine automatische Anzeigentexterstellung, kein KI-gestütztes Bewerber-Screening, keine Schnittstellen zu Sprachmodellen. Die Oberfläche ist funktional, aber technisch in die Jahre gekommen (das Portal läuft weiterhin auf der älteren Wicket-Technik). Für unsere Leserschaft ist Interamt deshalb weniger ein KI-Tool als der naheliegende Veröffentlichungskanal, die eigentliche KI-Arbeit (das Texten der Anzeige) erledigst du davor mit ChatGPT oder Claude.
Für wen ist Interamt?
Kommunen und Landkreise: Das Hauptpublikum. Gemeindeverwaltungen, Ämter und kommunale Eigenbetriebe erreichen über Interamt genau die Zielgruppe, die aktiv in den öffentlichen Dienst will, und die auf privaten Jobbörsen seltener gezielt sucht. Für eine einzelne Verwaltung mit überschaubarem Anzeigenaufkommen ist INTERAMT.kompakt der günstige Einstieg, der Betreiber beschreibt das Basismodell als kostenlos.
Bundes- und Landesbehörden: Größere Dienststellen mit laufendem Personalbedarf. Hier lohnt sich INTERAMT.professional mit vollwertigem Bewerbermanagement, Talentsuche und Multiposting auf weitere Portale. Viele Bundesbehörden haben bereits einen eingerichteten Arbeitgeber-Account, vor einer Neuregistrierung lohnt der Blick, ob die Dienststelle schon angebunden ist.
Öffentliche Arbeitgeber ohne eigenes BMS: Wer (noch) kein Bewerbermanagementsystem hat, kann Interamt professional als solches nutzen: Bewerbungseingang, Statusverwaltung, Kommunikation mit Kandidaten und Dokumentation des Auswahlverfahrens laufen zentral im Portal. Das spart die Anschaffung einer separaten Recruiting-Software.
HR-Teams, die KI fürs Texten einsetzen wollen: Interamt liefert das strukturierte Formular und die Reichweite, den Anzeigentext, die Anforderungsprofile und die Ansprache schreibst du effizient mit ChatGPT oder Claude vor und überträgst sie. So verbindest du moderne KI-Textarbeit mit dem etablierten Veröffentlichungskanal.
Weniger geeignet für: Privatwirtschaftliche Arbeitgeber (die Zielgruppe sucht woanders, hier sind StepStone, Indeed oder LinkedIn passender), Recruiter, die ein KI-gestütztes Matching oder automatisches Screening erwarten, und alle, die ein modernes, schnelles Kandidatenerlebnis als Wettbewerbsvorteil brauchen.
Preise im Detail
| Paket | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| INTERAMT.kompakt | Vom Betreiber als kostenloses Basismodell beschrieben | Online-Stellenausschreibung, Stellenangebotsverwaltung, Einbindung von Medienpartnern, Verlinkung zur eigenen Homepage; zwei Anzeigen kostenlos testen |
| INTERAMT.professional | Preis auf Anfrage (nicht öffentlich ausgewiesen) | Alle kompakt-Leistungen + interne und externe Jobbörse, Bewerberprofile, Talentsuche, Multiposting, Einbindung in die eigene Karriereseite, eigenes Dashboard, zusätzlicher Support |
Einordnung: Der Betreiber (DVZ) beschreibt INTERAMT.kompakt auf seiner Produktseite als „kostenloses Basismodell” für die Online-Veröffentlichung von Stellenanzeigen und lässt Arbeitgeber zwei Anzeigen kostenlos testen. Wie sich die Nutzung über diese Testanzeigen hinaus im Detail gestaltet und welche Konditionen für den laufenden Betrieb gelten, weist Interamt öffentlich nicht klar aus, das solltest du vor einer Entscheidung direkt beim Betreiber erfragen. Für INTERAMT.professional (mit Bewerbermanagement, Talentsuche und Multiposting) nennt der Betreiber generell keinen öffentlichen Preis: Der Tarif wird individuell vereinbart. Für eine seriöse Budgetplanung musst du das Angebot direkt anfordern. Einen früher kursierenden Jahrespreis von 948 € für kompakt konnten wir gegen die aktuelle Betreiberseite nicht bestätigen und führen ihn deshalb nicht mehr.
Stärken im Detail
Konkurrenzlose Reichweite im öffentlichen Dienst. Laut Betreiber werden jährlich über 90.000 Stellen veröffentlicht und rund 500.000 Bewerbungen eingereicht, damit ist Interamt die größte öffentliche Jobbörse Deutschlands. Wer gezielt in den öffentlichen Dienst wechseln will, und das ist eine sehr spezifische, aktiv suchende Zielgruppe, schaut hier zuerst. Diese Reichweite kann keine private Jobbörse für den Behördensektor bieten. Für viele Stellen ist Interamt schlicht der Ort, an dem die passenden Bewerber tatsächlich suchen.
Bewerbermanagement ohne separate Software. INTERAMT.professional bringt ein vollwertiges Bewerbermanagementsystem mit: Bewerbende reichen ihre Unterlagen direkt im Portal ein, du siehst alle Eingänge zentral, versendest Statusmeldungen und dokumentierst das Auswahlverfahren rechtssicher. Gerade kleinere Dienststellen, die sich keine dedizierte Recruiting-Software leisten wollen, bekommen hier eine solide Grundausstattung.
Öffentlicher Betreiber, Hosting in Deutschland. Interamt wird von der DVZ M-V GmbH betrieben, dem zentralen IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, zu 100 Prozent in öffentlicher Hand, aus dem Rechenzentrum in Schwerin. Es gibt keine US-Konzernstruktur und keinen Datenabfluss in Drittländer. Für Behörden mit strengen Vorgaben zur Datenhoheit ist das ein entscheidender Vorteil gegenüber privatwirtschaftlichen Plattformen.
Barrierefreiheit als öffentliche Pflicht. Als Portal des öffentlichen Dienstes unterliegt Interamt den gesetzlichen Barrierefreiheitsvorgaben (BITV) und stellt eine eigene Erklärung zur Barrierefreiheit bereit. Das ist kein Marketing, sondern Pflichterfüllung, und ein Punkt, an dem viele rein kommerzielle Tools schwächeln.
Günstiger Einstieg ohne Pro-Anzeige-Kosten. Der Betreiber positioniert INTERAMT.kompakt als kostenloses Basismodell für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen. Das unterscheidet sich deutlich von privaten Portalen, wo jede einzelne Anzeige Geld kostet und Reichweiten-Upgrades schnell ins Vierstellige gehen. Wer nur veröffentlichen will, kommt hier mit sehr geringem Budget aus, die genauen Konditionen jenseits der beiden kostenlosen Testanzeigen solltest du vorab beim Betreiber erfragen.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine KI, Punkt. Das ist für ein KI-Toolverzeichnis die zentrale Einschränkung: Interamt hat keinerlei integrierte KI-Funktion. Keine automatische Anzeigentexterstellung, kein KI-Vorschlag für Anforderungsprofile, kein intelligentes Bewerber-Matching, kein Screening. Jede Anzeige wird vollständig manuell ins Formular eingetragen. Wer KI im Recruiting nutzen will, muss das vorgelagert tun (Text mit ChatGPT/Claude) und das Ergebnis von Hand übertragen. Workaround: Anzeigentext in einem Sprachmodell erzeugen, Anforderungsprofil und Formulierungen prüfen lassen, dann in Interamt einpflegen.
Technisch in die Jahre gekommen. Die Oberfläche basiert erkennbar auf älterer Web-Technologie (das Portal läuft als Apache-Wicket-Anwendung) und wirkt im Vergleich zu modernen Karriereportalen schwerfällig. Wer ein zeitgemäßes, schnelles Kandidatenerlebnis als Argument im Wettbewerb um Fachkräfte braucht, bekommt es hier nicht ohne Weiteres.
Wenig Preistransparenz. Für professional gibt es keinen öffentlichen Preis, alles läuft über individuelle Angebote. Aber auch beim kostenlosen Basismodell kompakt bleibt unklar, welche Konditionen jenseits der beiden kostenlosen Testanzeigen gelten. Das erschwert die Budgetplanung und den Vergleich mit Alternativen. Du musst aktiv anfragen, um überhaupt eine belastbare Hausnummer zu bekommen.
Schwache Analytik. Reporting und Performance-Auswertung zu Ausschreibungen sind in der kompakt-Variante kaum vorhanden, und auch in professional nicht der Schwerpunkt. Wer datengetrieben recruiten und Kanäle, Klickraten oder Conversion vergleichen will, findet hier wenig. Interamt ist auf Veröffentlichung und Verwaltung ausgelegt, nicht auf Recruiting-Analytics.
Eng auf den öffentlichen Dienst zugeschnitten. Das ist Stärke und Schwäche zugleich. Privatwirtschaftliche Arbeitgeber haben hier nichts zu suchen, die Zielgruppe ist Bewerber für den öffentlichen Dienst, und das Pflicht-Formular ist auf Tarif- und Beamtenrecht ausgelegt (Entgeltgruppen, Dienstverhältnisse, Ausschreibungsfristen). Für andere Kontexte ist das Korsett zu eng.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Den Anzeigentext mit KI schreiben willst, bevor du veröffentlichst | ChatGPT oder Claude |
| Anforderungsprofile und Formulierungen differenziert ausarbeiten willst | Claude |
| Vor dem Texten Markt- und Gehaltsdaten mit Quellen recherchieren willst | Perplexity |
Interamt hat im KI-Sinn keine direkten Wettbewerber in unserem Verzeichnis, es ist eine Jobbörse, kein KI-Werkzeug. Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite sind die klassischen Jobbörsen für die Privatwirtschaft (StepStone, Indeed, LinkedIn), die für den öffentlichen Dienst aber deutlich weniger zielgerichtete Reichweite bieten, sowie spezialisierte Bewerbermanagementsysteme wie Personio, rexx systems oder d.vinci, die mehr Komfort und teils KI-Funktionen mitbringen, dafür aber teurer sind und nicht die Interamt-Reichweite im Behördenmarkt erreichen. Die ehrlichste Einordnung: Interamt ist der Reichweitenkanal, die KI sitzt davor. Kombiniere beides, statt zu ersetzen.
So steigst du ein
Schritt 1: Registriere dich als Arbeitgeber auf interamt.de. Für Bundes- und Landesbehörden ist Interamt häufig bereits eingerichtet, prüfe, ob deine Dienststelle schon einen Arbeitgeber-Account hat, bevor du einen neuen anlegst. Der Betreiber lässt dich zwei Anzeigen kostenlos testen, so kannst du das Portal ausprobieren, ohne dich sofort festzulegen.
Schritt 2: Texte die Anzeige mit KI vor. Bevor du das Interamt-Formular ausfüllst, lass dir den Anzeigentext, das Anforderungsprofil und eine ansprechende Stellenbeschreibung von ChatGPT oder Claude entwerfen, gib Entgeltgruppe, Aufgaben und gewünschte Qualifikation als Kontext mit. Prüfe das Ergebnis auf Tarif- und Ausschreibungskonformität, dann überträgst du es in die Pflichtfelder. Eine direkte KI-Integration bietet Interamt (Stand Juli 2026) nicht.
Schritt 3: Aktiviere bei Bedarf das Bewerbermanagement (INTERAMT.professional). Bewerbende erhalten dann einen Link, über den sie ihre Unterlagen direkt im Portal einreichen. Du siehst alle Bewerbungen zentral, versendest Statusmeldungen und dokumentierst den Auswahlprozess rechtssicher. Für laufenden Personalbedarf fordere ein professional-Angebot an, kompakt reicht, wenn du nur veröffentlichen willst.
Ein konkretes Beispiel
Ein illustratives Szenario, das den typischen Ablauf zeigt: Eine Gemeindeverwaltung im Landkreis Schwerin schreibt über INTERAMT.kompakt zwei offene Stellen aus, eine Sachbearbeitung im Ordnungsamt und eine Stelle in der Finanzbuchhaltung. Die HR-Referentin lässt sich beide Anzeigentexte vorab von Claude entwerfen: Sie gibt Entgeltgruppe, Aufgabenprofil und ein paar Stichworte zur Gemeinde vor, prüft die Entwürfe auf tarifrechtliche Korrektheit und überträgt die fertigen Texte ins Interamt-Formular. Die Veröffentlichung läuft über INTERAMT.kompakt, das der Betreiber als kostenloses Basismodell führt. Innerhalb von drei Wochen gehen (illustrativ) rund zwei Dutzend Bewerbungen ein, der Großteil über das Interamt-Portal. Ohne Interamt wären die Anzeigen nur auf der eigenen Gemeinde-Website und bei der Arbeitsagentur erschienen, mit deutlich geringerer Sichtbarkeit bei Bewerbern, die gezielt eine Stelle im öffentlichen Dienst suchen. Zeitersparnis beim Texten durch KI: rund 45 Minuten pro Anzeige (illustrativ), die Veröffentlichung selbst bleibt manuelle Formulararbeit.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Deutschland. Betreiber ist die DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH, ein zu 100 Prozent landeseigenes Unternehmen, mit Betrieb aus dem Rechenzentrum in Schwerin. Keine US-Konzernstruktur, kein Drittlandtransfer.
- Öffentlicher IT-Dienstleister: Die DVZ M-V ist der zentrale IT-Dienstleister des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Für Dienststellen mit besonderen Sicherheitsanforderungen ist der konkrete Leistungs- und Betriebsrahmen direkt beim Betreiber zu erfragen.
- Datennutzung: Als öffentliches Portal für Behörden ist Interamt auf datensparsame Verarbeitung ausgelegt. Die konkreten Cookie- und Tracking-Einstellungen prüfst du am besten in der Datenschutzerklärung des Portals.
- Bewerberdaten: Im Bewerbermanagement (professional) werden Bewerbungsunterlagen im Portal verarbeitet. Die Verantwortung für Aufbewahrungsfristen und Löschung nach AGG-Vorgaben liegt beim ausschreibenden Arbeitgeber.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Als Dienstleister für öffentliche Auftraggeber stellt die DVZ M-V entsprechende Verträge bereit, vor produktivem Einsatz mit Bewerberdaten beim Betreiber anfordern und intern prüfen.
- Empfehlung für Behörden: Datenschutzrechtlich ist Interamt durch den öffentlichen Betreiber und das deutsche Hosting unkritischer als viele kommerzielle Recruiting-Tools. Wer KI zum Texten vorschaltet, sollte dort darauf achten, keine personenbezogenen Bewerberdaten einzugeben, beim Anzeigentexten ist das ohnehin nicht nötig.
Gut kombiniert mit
- Claude, schreibt den Anzeigentext und das Anforderungsprofil vor: differenziert, im richtigen Tonfall und auf Wunsch geschlechtergerecht formuliert. Du prüfst die tarifrechtliche Korrektheit und überträgst das Ergebnis ins Interamt-Formular.
- ChatGPT, schnelle Alternative zum Texten, besonders praktisch für Varianten („formuliere drei verschiedene Einleitungen”) und für die Übersetzung von Behördensprache in eine ansprechende Bewerberansprache.
- Perplexity, recherchiert mit Quellen die marktüblichen Anforderungen, vergleichbare Stellenprofile oder Gehaltsbänder, bevor du die Anzeige textest. So baust du Anforderungen ein, die realistisch und wettbewerbsfähig sind.
Unser Fazit
Interamt verdient 3 von 5 Sternen. Als Jobbörse für den öffentlichen Dienst ist es in seiner Kategorie konkurrenzlos: größte Reichweite, ein vom Betreiber als kostenlos beschriebenes Basismodell (kompakt), öffentlicher Betreiber mit deutschem Hosting und die für Behörden verpflichtende Barrierefreiheit. Wer im Behördenumfeld Personal sucht, sollte Interamt nutzen, daran gibt es nichts zu deuteln. Die zwei verlorenen Sterne erklären sich aus der Perspektive dieses Verzeichnisses: Interamt ist kein KI-Werkzeug. Es bietet keine automatische Texterstellung, kein KI-Screening, keine Schnittstellen zu Sprachmodellen, die gesamte intelligente Arbeit muss vorgelagert und manuell übertragen werden. Hinzu kommen die technisch gealterte Oberfläche und die geringe Preistransparenz. Unser Urteil ist deshalb klar: Interamt ist der richtige Veröffentlichungskanal, aber die KI sitzt davor. Kombiniere es mit ChatGPT oder Claude für die Texterstellung, dann hast du das Beste aus beiden Welten.
Was wir bemerkt haben
- Juli 2026, Preiskorrektur: Eine frühere Version dieser Seite nannte für INTERAMT.kompakt einen Jahrespreis von 948 €. Auf der aktuellen Betreiberseite (DVZ) findet sich dieser Preis nicht, im Gegenteil wird kompakt dort als „kostenloses Basismodell” für die Veröffentlichung von Stellenanzeigen beschrieben. Wir haben die 948-Euro-Angabe entfernt, bis sie wieder belegbar ist, und weisen die Preise nur noch so aus, wie der Betreiber sie kommuniziert.
- Juli 2026, Zahlenkorrektur: Die Betreiberseite nennt inzwischen über 90.000 veröffentlichte Stellen pro Jahr und rund 500.000 Bewerbungen von mehr als 3.000 öffentlichen Arbeitgebern. Ältere Quellen (u. a. Wikipedia) sprechen noch von rund 60.000 Anzeigen jährlich. Wir folgen der aktuellen Betreiberangabe.
- Januar 2020, Der Betrieb ging von Vivento (Deutsche-Telekom-Tochter) auf die DVZ M-V GmbH über, ein zu 100 Prozent landeseigenes Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns. Damit liegt Interamt seither vollständig in öffentlicher Hand, ein Pluspunkt für Datenhoheit und Unabhängigkeit von privaten Konzernstrukturen.
- Juli 2026, Trotz mehrfacher KI-Welle im Recruiting-Markt zeigt die Betreiberseite weiterhin keinerlei integrierte KI-Funktion. Weder Texterstellung noch Bewerber-Matching sind eingebaut. Für ein Portal dieser Größe ist das auffällig, und der Grund, warum wir Interamt als KI-relevant nur „adjacent” einstufen und nur als Veröffentlichungskanal, nicht als KI-Tool empfehlen.
Quellen
- DVZ M-V GmbH – Interamt Produktseite. https://www.dvz-mv.de/interamt (abgerufen am 2026-07-18). DVZ Datenverarbeitungszentrum Mecklenburg-Vorpommern GmbH betreibt Interamt seit 2020 vollumfänglich; Interamt besteht seit 2008; jährlich über 90.000 veröffentlichte Stellen von mehr als 3.000 öffentlichen Arbeitgebern, rund 500.000 Bewerbungen pro Jahr; INTERAMT.kompakt wird als kostenloses Basismodell (zwei Anzeigen kostenlos testen) beschrieben, INTERAMT.professional als Premium-Modell ohne öffentlichen Preis, keine KI-Funktionen..
- Wikipedia – Interamt. https://de.wikipedia.org/wiki/Interamt (abgerufen am 2026-07-18). Interamt wurde bis Ende 2019 von Vivento (Deutsche Telekom AG) betrieben; seit 1. Januar 2020 ist die DVZ M-V GmbH, ein 100-prozentiges Landesunternehmen Mecklenburg-Vorpommerns, alleinige Betreiberin; Betrieb aus dem Rechenzentrum in Schwerin; ältere Angabe von rund 60.000 Stellenanzeigen jährlich..
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