EPLAN Electric P8
EPLAN GmbH & Co. KG (Friedhelm Loh Group)
EPLAN Electric P8 ist die De-facto-Standard-Software für Elektro-Engineering im DACH-Maschinenbau. Schaltplan, Klemmenplan, Kabelplan und SPS-Konfiguration entstehen aus einer gemeinsamen Datenbasis — mit automatischer Dokumentation nach VDE/DIN/IEC.
Kosten: Keine öffentlichen Preise. In der Praxis: Subscription ab ca. 3.500–5.000 €/Jahr pro Arbeitsplatz; Altverträge mit Dauerlizenz ca. 5.000–10.000 € einmalig plus SMI-Wartung ~20%/Jahr. Module (Pro Panel, Preplanning, Harness proD) kosten extra.
Stärken
- Objektorientiertes Engineering — Schaltplan, Stückliste, Klemmenplan und Kabelliste werden aus einer Datenbasis erzeugt
- EPLAN Data Portal mit über 4 Millionen konfigurierbaren Komponenten von 500+ Herstellern (Siemens, Phoenix Contact, Rittal, Weidmüller …)
- Durchgängige Integration mit TIA Portal, Rockwell Studio 5000, SAP, Teamcenter und 85+ weiteren Partnern
- Deutscher Hersteller (Monheim am Rhein), deutschsprachiger Support, Hosting der Cloud-Apps in Azure Europe
- Cogineer und eBUILD automatisieren die Schaltplan-Generierung aus Makros und Konfigurationen
Einschränkungen
- Intransparente Preisgestaltung — Listenpreise nur auf Anfrage, große Spanne je nach Unternehmensgröße und Modul
- Steile Lernkurve — produktiver Einsatz erst nach 5–10 Tagen Schulung plus mehreren Projekten
- Seit 2022 Pflicht-Subscription bei Neulizenzen, Dauerlizenzen werden auslaufen — höhere laufende Kosten
- Performance wird bei Projekten mit 5.000+ Seiten spürbar träge, besonders bei Querverweis-Updates
- Makros und Stammdaten sind EPLAN-proprietär — Wechsel zu WSCAD oder Zuken bedeutet komplette Neuerstellung
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du arbeitest im DACH-Maschinenbau oder Schaltanlagenbau und musst mit Kunden/Zulieferern EPLAN-Daten austauschen
- Du brauchst automatische VDE/DIN/IEC-konforme Dokumentation (Klemmenpläne, Stücklisten, Revisionslisten)
- Du willst Schaltpläne aus Makros und Konfigurationen generieren, statt jeden Plan händisch zu zeichnen
- Du integrierst mit TIA Portal, SAP oder Teamcenter — EPLAN ist hier der kleinste gemeinsame Nenner
Wann nein
- Du bist Ein-Mann-Elektrobetrieb oder machst nur vereinzelt Schaltpläne — zu teuer und zu komplex
- Dein Budget liegt unter 3.000 €/Jahr für ECAD — dann ist SEE Electrical oder WSCAD realistischer
- Du machst reine Leiterplatten-/PCB-Entwicklung — dafür sind Altium, KiCad oder Eagle gebaut
- Du arbeitest international ohne DACH-Bezug — in Frankreich dominiert SEE Electrical, in den USA AutoCAD Electrical
Kurzfazit
EPLAN Electric P8 ist im deutschsprachigen Maschinenbau der De-facto-Standard für Elektro-CAD — wer Schaltanlagen für Siemens-, BMW-, VW- oder Trumpf-Zulieferketten baut, kommt praktisch nicht daran vorbei. Die Software ist technisch ausgereift, dokumentiert normkonform und integriert sich nahtlos in TIA Portal, SAP und Teamcenter. Der Preis dafür: intransparente Lizenzkosten, eine spürbar steile Lernkurve und seit 2022 die Verpflichtung zum Subscription-Modell. Wer die Projektfrequenz hat, amortisiert das schnell — für Kleinbetriebe ist es Overkill.
Für wen ist EPLAN Electric P8?
Maschinen- und Anlagenbau: Der klassische Anwendungsfall. Sondermaschinenbauer, Serienhersteller und Schaltanlagenbauer nutzen EPLAN, weil die Kunden (Automobilkonzerne, Energieversorger, Lebensmittelindustrie) es als Datenaustauschformat verlangen. Wer EPLAN-Projekte liefern muss, kommt um die Original-Software nicht herum.
Systemintegratoren und Schaltschrankbauer: Werkstätten, die pro Jahr 30+ Schaltschränke bauen, profitieren massiv von Cogineer und Pro Panel. Aus einer Konfigurationsmaske wird der komplette Stromlaufplan inklusive 3D-Schrankaufbau, Klemmenplan und Fertigungsdaten für die Bohrautomaten.
Planungsbüros und Ingenieurgesellschaften: Für Planer von Gebäudeautomation, Prozessanlagen oder Energietechnik ist EPLAN das Austauschformat mit Kunden und Bauherren. Die revisionssichere Dokumentation ist bei Ausschreibungen öffentlicher Auftraggeber oft Pflicht.
Automotive- und Energietechnik-Zulieferer: Wer an die deutsche Industrie liefert, bekommt EPLAN-Makros und Komponentenvorgaben mitgeliefert. Ohne kompatible Software ist die Zusammenarbeit praktisch unmöglich.
Weniger geeignet für: Ein-Mann-Elektrobetriebe (zu teuer), reine PCB-/Leiterplatten-Entwickler (dafür gibt es Altium und KiCad), Gebäudetechniker im Wohnungsbau (hier reicht oft ein simples CAD-Tool), Unternehmen ohne DACH-Kundenstamm (im Ausland gibt es gleichwertige Alternativen).
Preise im Detail
EPLAN veröffentlicht keine Listenpreise. Die folgenden Werte basieren auf Rückmeldungen aus dem deutschen Maschinenbau und sind als Richtwerte zu verstehen.
| Paket | Modell | Ungefähr | Was enthalten ist |
|---|---|---|---|
| Electric P8 Compact | Subscription (12–36 Monate) | 3.500–5.000 €/Jahr pro Seat | Schaltplanerstellung, Basis-Reports, Data Portal, Cloud-Apps |
| Electric P8 Professional | Subscription | 5.500–8.000 €/Jahr pro Seat | Zusätzlich Messaging, Übersetzung, erweiterte Makrotechnik |
| Electric P8 + Pro Panel | Subscription | 8.000–14.000 €/Jahr pro Seat | 3D-Schrankaufbau, Fertigungsdaten, NC-Export für Steinhauer, Rittal Perforex |
| Dauerlizenz (Altbestand) | Perpetual + SMI | 5.000–10.000 € einmalig + ~20%/Jahr | Nur für Bestandskunden verfügbar, Neuabschluss seit 2022 nicht mehr möglich |
| Education-Lizenz | Jährlich | kostenlos | Nur für Hochschulen und Ausbildungsbetriebe, ohne kommerzielle Nutzung |
| EPLAN eBUILD | Teil der Platform-Subscription | im Paket | Cloud-basierte Makro-Generierung, Schaltplan-Assistent |
Einordnung: Die Subscription ist deutlich teurer als das alte Modell, dafür inkludiert sie Updates, Cloud-Apps und das Data Portal. Für einen 20-Mann-Schaltanlagenbauer mit fünf Arbeitsplätzen landet man schnell bei 25.000–40.000 €/Jahr reinen Software-Kosten — plus Schulung und Implementierung. Wer weniger als 15–20 Projekte pro Jahr macht, sollte sehr genau rechnen, ob sich der Wechsel von SEE Electrical oder WSCAD rentiert. Cogineer und eBUILD sind in neueren Paketen enthalten, müssen aber vorher durch Makro-Aufbau erschlossen werden — das ist ein mehrmonatiges Projekt.
Stärken im Detail
Objektorientiertes Engineering ist der eigentliche Gamechanger. Du zeichnest nicht mehr jede Seite einzeln, sondern pflegst einmal eine Komponente — und Schaltplan, Klemmenplan, Kabelliste, Stückliste und Fertigungsdaten aktualisieren sich automatisch. Ein Querverweis zeigt dir bei jedem Relais, auf welcher Seite die Spule gezeichnet ist und wo die Kontakte benutzt werden. Das eliminiert die häufigste Fehlerquelle im klassischen Schaltplan: inkonsistente Dokumentation.
Das EPLAN Data Portal ist der Netzwerkeffekt. Über 500 Hersteller — Siemens, Phoenix Contact, Rittal, Weidmüller, ABB, Schneider, Eaton — pflegen dort die Macros und 3D-Modelle ihrer Komponenten. Mehr als 4 Millionen konfigurierbare Datensätze sind sofort verfügbar. Bei WSCAD oder KiCad musst du viele Komponenten selbst modellieren, bei EPLAN klickst du sie aus dem Portal in dein Projekt.
Integration mit TIA Portal, SAP und Teamcenter. Das ist der eigentliche Grund, warum EPLAN in Deutschland dominiert. Die Siemens-SPS-Konfiguration aus TIA wird direkt als Schaltplan gezogen, Bestellungen gehen per Knopfdruck an SAP, Revisionsstände synchronisieren mit Teamcenter. Keine andere ECAD-Software hat ein so dichtes Integrationsnetz — EPLAN nennt offiziell 85+ Partnerintegrationen.
Cogineer und eBUILD heben die Schaltplan-Automatisierung auf ein neues Level. Wer einmal eine Makro-Bibliothek aufgebaut hat, erzeugt aus einer Excel-Tabelle oder einer Konfigurationsmaske im Browser den kompletten Schaltplan inklusive 3D-Schrankaufbau. Was früher drei Tage Arbeit war, dauert jetzt 20 Minuten. eBUILD macht das zusätzlich cloud-basiert verfügbar — auch für Vertriebsmitarbeiter ohne EPLAN-Installation.
Normkonforme Dokumentation ab Werk. VDE 0113, DIN EN 61082, IEC 60617, NFPA 79 — die Normen sind in den Standardberichten hinterlegt. Klemmenpläne, Revisionslisten, Kabellisten, Stücklisten werden automatisch erzeugt und sind ab Werk ausschreibungs- und audit-tauglich. Das spart bei großen Projekten pro Woche mehrere Stunden manuelle Dokumentationsarbeit.
Schwächen ehrlich betrachtet
Die Preisgestaltung ist intransparent bis undurchsichtig. Du bekommst kein Angebot ohne Vertriebsgespräch, die Modulzusammenstellung ist komplex, und dieselbe Konfiguration kann für zwei vergleichbare Firmen unterschiedlich bepreist sein. Das ist Industriestandard, aber frustrierend — und macht Budgetierung zum Ratespiel. Als Workaround: Angebote von mindestens zwei autorisierten EPLAN-Distributoren (Lino GmbH, Mengeler, andersdevelopment) einholen.
Die Lernkurve ist steil. Wer EPLAN zum ersten Mal öffnet, ist überfordert. Die offizielle Grundlagenschulung dauert fünf Tage, der produktive Einsatz setzt weitere zwei bis drei Monate Projektarbeit voraus. Ohne zertifizierten Schulungspartner (ca. 1.500–2.500 €/Teilnehmer) ist das Risiko groß, dass die Software nur zu 30% ihrer Möglichkeiten genutzt wird. Als Workaround: mindestens einen Mitarbeiter als EPLAN-Certified-Engineer ausbilden, der intern schult.
Das Subscription-Modell hat die Gesamtkosten erhöht. Seit 2022 gibt es bei Neuabschlüssen keine Dauerlizenzen mehr. Wer früher einmalig 8.000 € gezahlt und dann 20% SMI pro Jahr, zahlt jetzt dauerhaft 5.000–8.000 €/Jahr — ohne je Eigentum zu erwerben. Für Bestandskunden mit alten Dauerlizenzen ist die Zukunft unklar: EPLAN hat angekündigt, dass diese weiter laufen, aber neue Features zunehmend subscription-only werden.
Performance bei Großprojekten. Bei Projekten mit 3.000–5.000 Seiten merkst du es: Querverweis-Updates dauern Minuten, Öffnen des Projekts ebenso, und die Datenbank wird träge. EPLAN arbeitet daran (Version 2025 hat spürbare Fortschritte gemacht), aber wer Kraftwerke, große Prozessanlagen oder Bahntechnik-Projekte plant, stößt regelmäßig an Grenzen. Als Workaround: Projekte in Teilprojekte splitten und über Querreferenzprojekte verknüpfen.
Vendor-Lock-in ist real. EPLAN-Makros, -Stammdaten, -Berichtsvorlagen und -Symbolbibliotheken sind proprietär. Ein Wechsel zu WSCAD, Zuken E3.series oder SEE Electrical bedeutet faktisch Neuerstellung — Daten lassen sich zwar als DXF exportieren, die intelligente Objektstruktur (Querverweise, Makros, Projektlogik) geht dabei verloren. Das ist der wichtigste strategische Grund, die Wahl gründlich zu überlegen.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| deutsche ECAD-Alternative suchst, günstiger und schlanker | WSCAD |
| bereits stark in Siemens-PLM-Umgebung bist | Siemens Teamcenter mit Capital-Integration |
| eng mit Mechanik-Konstruktion und 3D-CAD verzahnen willst | SolidWorks Electrical oder 3DEXPERIENCE |
Weitere Alternativen außerhalb unseres Katalogs: Zuken E3.series (technisch auf Augenhöhe, stärker in Automotive und Bahn verbreitet), AutoCAD Electrical (vor allem USA und Asien, im DACH-Raum auf dem Rückzug), SEE Electrical (IGE+XAO, französischer Standard, günstigere Einstiegsvariante), KiCad (Open Source, aber primär PCB und ohne Klemmenplan-/Schaltanlagen-Funktionalität).
Die ehrliche Einordnung: Wenn du im DACH-Maschinenbau arbeitest und EPLAN-Austauschformate schicken oder empfangen musst, ist EPLAN die einzige realistische Wahl. In allen anderen Konstellationen lohnt ein gründlicher Alternativen-Vergleich — besonders WSCAD ist in kleineren Betrieben zunehmend ernstzunehmend.
So steigst du ein
Schritt 1: Hol dir die 30-Tage-Testversion direkt über eplan.com und parallel ein Angebot von einem zertifizierten Distributor (Lino, Mengeler oder MENGER & Mosler). Vergleiche nicht nur die Lizenzpreise, sondern frag explizit nach Schulungs-, Implementierungs- und Makro-Erstellungskosten — die machen im ersten Jahr oft 50% des Gesamtbudgets aus.
Schritt 2: Plane die Grundlagenschulung als Pflicht ein. Fünf Tage für Elektrokonstrukteure, dazu ein zweitägiger Aufbaukurs zu Makros und Berichten. Ohne Schulung bleibt die Produktivität bei 20–30% des Möglichen hängen — das ist die teuerste Art, EPLAN zu nutzen. Die offizielle EPLAN-Akademie bietet auch Online-Formate.
Schritt 3: Baue in den ersten drei Monaten eine firmenspezifische Makro-Bibliothek auf. Die Standard-Komponenten aus dem Data Portal reichen nicht — ihr braucht eigene Makros für Motorabgänge, Sicherheitskreise, SPS-Konfigurationen, die euren Standard abbilden. Wer hier zwei bis drei Wochen investiert, hat danach 60–70% Zeitersparnis pro Schaltplan.
Ein konkretes Beispiel
Ein Sondermaschinenbauer mit 85 Mitarbeitern aus dem Raum Stuttgart baut Verpackungsanlagen für Lebensmittelhersteller. Vor der EPLAN-Einführung arbeitete die vierköpfige Elektrokonstruktion mit AutoCAD und Excel-Stücklisten — ein 1.200-seitiger Schaltplan für eine mittlere Anlage kostete rund 18 Arbeitstage, plus weitere 4 Tage für Klemmenplan und Stückliste manuell. Nach dem Umstieg auf EPLAN Electric P8 Professional mit Pro Panel (vier Seats, Subscription ca. 38.000 €/Jahr plus 45.000 € Implementierung im ersten Jahr) dauerte das gleiche Projekt 11 Tage — weil die Dokumentation automatisch aus dem Schaltplan fällt und ein Großteil der Motorabgänge per Makro aus der Stückliste generiert wird. Der ROI wurde nach 14 Monaten erreicht. Besonders wertvoll: Wenn der Kunde in der Abnahme eine Änderung verlangt, wirken sich Schaltplan-Änderungen automatisch auf Klemmenplan, Kabelliste und Fertigungsdaten aus — früher ein Tagesprojekt, heute eine halbe Stunde.
DSGVO & Datenschutz
- Hersteller: EPLAN GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein — Teil der Friedhelm Loh Group (Rittal). Deutscher Konzern, deutsches Recht.
- Datenhaltung der Software: Projektdaten liegen standardmäßig lokal beim Kunden (on-premise). Cloud-Apps (Collaboration, eBUILD, Data Portal) werden auf Microsoft Azure in Europa gehostet.
- Auftragsverarbeitung: Für die Cloud-Dienste steht ein AVV nach Art. 28 DSGVO zur Verfügung, muss aber aktiv angefordert werden.
- Telemetrie und Nutzungsdaten: EPLAN sammelt Telemetrie zur Produktverbesserung. In den Einstellungen deaktivierbar, im Admin-Rollout unternehmensweit per Gruppenrichtlinie.
- Datenschutz-Empfehlung: Unproblematisch für industrielle Konstruktionsdaten. Kritisch nur, wenn in Projektdaten personenbezogene Informationen (Mitarbeiterzuordnungen, Kundenangaben) gespeichert werden — dann AVV abschließen und Zugriffsberechtigungen sauber konfigurieren.
- Export und Datenportabilität: DXF-, PDF-, XML- und Excel-Exporte sind nativ möglich. Die intelligente Objektstruktur ist proprietär und nicht portabel.
Gut kombiniert mit
- Siemens Teamcenter — als PLM-Backbone für Revisionsführung und Freigabe-Workflows. EPLAN liefert Schaltplandaten und Stücklisten, Teamcenter verwaltet die Freigabestände und synchronisiert mit der Mechanik-Konstruktion.
- WSCAD — als kostengünstigere Zweitlizenz für Sachbearbeiter oder Vertriebsmitarbeiter, die EPLAN-Projekte nur lesen und kommentieren müssen. Der WSCAD-Viewer liest bestimmte EPLAN-Formate, was Lizenzen spart.
- SolidWorks — für die 3D-Mechanik-Konstruktion parallel zur Elektrik. EPLAN Pro Panel platziert Komponenten im Schaltschrank, SolidWorks baut den Anlagenrahmen. Über die Schnittstelle Electrical 3D lassen sich Kabelwege konsistent halten.
Unser Testurteil
EPLAN Electric P8 bekommt von uns 4 von 5 Sternen. Die Software ist im DACH-Maschinenbau der berechtigte Standard — technisch ausgereift, dokumentiert normkonform, integriert sich in praktisch jede deutsche Industrie-IT-Landschaft. Das Data Portal und die Integrationspartner sind ein echter Burggraben, den keine Alternative bietet. Den fünften Stern verliert EPLAN durch die intransparente Preisgestaltung, die erzwungene Subscription-Umstellung, die steile Lernkurve und den harten Vendor-Lock-in. Wer in dieser Industrie arbeitet, hat faktisch wenig Wahl — und das weiß der Hersteller. Wer nicht in dieser Industrie arbeitet, sollte die Alternativen sehr ernsthaft prüfen.
Was wir bemerkt haben
- 2022 — EPLAN hat bei Neuabschlüssen die Dauerlizenzen abgeschafft und auf reine Subscription umgestellt (12–36 Monate Mindestlaufzeit). Bestandskunden mit Perpetual-Lizenzen dürfen diese weiternutzen, bekommen aber neue Features zunehmend nur noch im Subscription-Modell. Für viele mittelständische Kunden hat das die Gesamtkosten in den ersten fünf Jahren um 30–50% erhöht.
- 2024 — EPLAN eBUILD wurde stark ausgebaut: Die cloudbasierte Schaltplan-Generierung läuft jetzt komplett im Browser und ist mit Cogineer integriert. Erste generative KI-Funktionen (Komponentenvorschläge, Makro-Empfehlungen) sind in den Preview-Kanälen verfügbar — noch nicht produktreif, aber ein klares Signal, wohin EPLAN die Platform entwickelt.
- 2024 — EPLAN hat die Zusammenarbeit mit Rockwell Automation (Studio 5000) vertieft und ist dort jetzt auch außerhalb des DACH-Raums der empfohlene ECAD-Partner. Das ist ein strategischer Schritt Richtung US-Markt, wo AutoCAD Electrical noch dominiert.
- 2025 — Die Version EPLAN Electric P8 2025 brachte erstmals spürbare Performance-Verbesserungen bei Großprojekten (schnelleres Querverweis-Update, besseres Mehrbenutzerlocking). Ein konkreter Pain-Point der letzten Jahre wurde damit adressiert — für Kunden mit 3.000+-Seiten-Projekten ein echtes Argument zum Update.
- April 2026 — Listenpreise sind weiterhin nicht öffentlich. Alle Preisangaben in dieser Review stammen aus Branchenquellen und Anwenderberichten und sind als Richtwerte zu verstehen. Für ein belastbares Angebot führt kein Weg am Vertriebsgespräch vorbei.
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