epilot
epilot GmbH
Redaktionelle Einschätzung auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen (Anbieterangaben, Preislisten, unabhängige Bewertungsplattformen), kein Hands-on-Produkttest, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Die Sternebewertung ist eine Meinung der Redaktion.
Tool öffnenBranchenplattform für Stadtwerke, Energieversorger und Netzbetreiber. Bündelt Kundenportal, Produktkatalog, CRM und Workflow-Automatisierung in einer Low-Code-Oberfläche. Über die epilot Blueprints, vorkonfigurierte End-to-End-Vorlagen nach Branchenstandard, gehen Kunden mit kompletten Use Cases in Tagen live. Seit 2025 mit der branchenspezifischen KI 'Luna': autonome Service-, Sales- und Data-Lake-Agenten plus Dokumentenextraktion, gehostet in Deutschland, ISO 27001-zertifiziert.
Kosten: Modulare SaaS-Lizenz auf Anfrage in vier Stufen (Starter, Business, Professional, Enterprise). Preis richtet sich nach Anzahl der Prozesse und gebuchten Modulen. Kein öffentlicher Preis; Einstieg über die Starter-Stufe mit bis zu 3 Prozessen.
Kategorien
Stärken
- Vertikale KI 'Luna' speziell für Energiemärkte, Service-Agent, Sales-Agent und Data-Lake-Agent statt generischer Chatbot
- epilot Blueprints: vorkonfigurierte End-to-End-Vorlagen nach aktuellem Branchenstandard, komplette Use Cases in Tagen statt Monaten live
- Branchenspezifisch für Energieversorger konzipiert, kein Verbiegen eines allgemeinen CRM nötig
- Self-Service-Portal für Endkunden: digitale Antragstellung, Statusverfolgung, Dokumentenupload
- Hosting ausschließlich in Deutschland, DSGVO-konform, ISO 27001 zertifiziert
- Workflows per Low-Code konfigurierbar, keine Softwareentwicklung für Standardprozesse
- Breites Ökosystem an Standardschnittstellen: ERP-Systeme (Wilken, lima, Schleupen, SAP-Templates wie TAP und TENTAC), weitere Fachsysteme, plus API, Webhooks und App Store
Einschränkungen
- Ausschließlich auf die Energiewirtschaft zugeschnitten, für andere Branchen ungeeignet
- Preise und Pakete völlig intransparent, kein öffentlicher Preis, Einstiegskosten nur über Vertrieb
- Reine SaaS-Plattform, kein Self-Hosting: Betrieb ausschließlich in der (deutschen) epilot-Cloud
- Physikalische Netzberechnung (Lastfluss, Netzkapazität) läuft in angebundenen Fachsystemen, nicht in epilot selbst
- Hohe Plattform-Bindung: einmal eingerichtete Prozesse lassen sich nicht trivial migrieren
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du betreibst ein Stadtwerk oder einen Netzbetreiber und willst Antragsstrecken digitalisieren
- Du suchst KI, die Energieprozesse versteht, nicht einen aufgesetzten Allzweck-Chatbot
- Deutsches Hosting und ISO-27001-Zertifizierung sind harte Anforderungen
- Du willst mehrere Prozesse (Netzanschluss, Vertrieb, Service) auf einer Plattform vereinen
Wann nein
- Du brauchst eine Lösung außerhalb der Energiewirtschaft
- Du willst transparente Preise vorab vergleichen, ohne ins Vertriebsgespräch zu gehen
- Du benötigst eine On-Premise-Installation im eigenen Rechenzentrum statt einer Cloud-Plattform
- Du suchst eine reine Netzberechnungs- oder Engineering-Software statt einer Prozess- und Kundenplattform
Kurzfazit
epilot ist die spezialisierteste Plattform am Markt für die Digitalisierung von Vertriebs-, Service- und Netzprozessen in der Energiewirtschaft. Wo Stadtwerke früher generische CRM-Systeme mühsam für Netzanschlussanträge umbauen mussten, liefert epilot eine fertige Branchenlösung mit Kundenportal, Produktkatalog, Workflow-Engine und Partnerintegration, alles ohne klassische Softwareentwicklung. Über die epilot Blueprints, vorkonfigurierte End-to-End-Vorlagen nach aktuellem Branchenstandard, gehen Kunden mit kompletten Use Cases innerhalb von Tagen live, statt Prozesse erst monatelang selbst zu definieren. Der entscheidende Sprung kam 2025 mit der vertikalen KI „Luna”: autonome Agenten, die Kundenanfragen beantworten, Cross-Selling-Empfehlungen aussprechen und Daten ohne Data-Scientist auswerten. Stark ist epilot bei deutschem Hosting, ISO-27001-Zertifizierung, der Branchentiefe und dem schnellen Go-live per Blueprint. Schwach bleibt es bei der intransparenten Preisgestaltung und der hohen Plattform-Bindung, und es ist konsequent ein Nischenwerkzeug: Außerhalb der Energiewirtschaft hat es keinen Platz.
Für wen ist epilot?
Stadtwerke über alle Geschäftsbereiche: epilot bildet die ganze Breite der Versorger-Prozesse ab, vom Commodity-Vertrieb über Energiedienstleistungen bis zu sämtlichen Netzprozessen mit Kunden- und Partner-Involvement. Der oft genannte Netzanschluss ist dabei nur ein Beispiel: Die Energiewende hat die Antragsflut für PV-Anlagen, Wärmepumpen und Wallboxen vervielfacht, und epilot digitalisiert diese Strecke vom Online-Formular bis zur Entscheidung inklusive automatischer Vollständigkeitsprüfung und Statuskommunikation. Ebenso lassen sich Vertrieb, Service und weitere Netzprozesse auf derselben Plattform abbilden.
Verteilnetzbetreiber: Self-Service-Portal, automatisierte Kommunikation und Standardschnittstellen zu den Fach- und ERP-Systemen des Versorgers machen epilot zum Rückgrat eines durchgängig digitalen Anschluss- und Netzprozesses. Netzplaner bekommen nur noch die Fälle auf den Tisch, die echte manuelle Beurteilung brauchen.
Vertriebsorientierte Energieversorger: Über Product Hub und Customer Portal lassen sich komplexe Energieprodukte und -tarife verkaufen, mit Cross- und Upselling. Der Luna Sales-Agent schlägt passende Zusatzprodukte vor, interessant für Versorger, die Service und Vertrieb auf einer Plattform vereinen wollen.
IT-Verantwortliche mit DSGVO-Pflichten: Deutsches Hosting, ISO 27001 und ein klares Branchenfokus-Versprechen sind genau das, was die Compliance-Abteilung eines kommunalen Versorgers hören will. Hier punktet epilot gegenüber US-Plattformen deutlich.
Weniger geeignet für: Unternehmen außerhalb der Energiewirtschaft (epilot ist eine reine Vertikallösung), Organisationen, die eine On-Premise-Installation statt einer Cloud-Plattform brauchen, und alle, die vorab transparente Preise vergleichen wollen, ohne ins Vertriebsgespräch einzusteigen. Der Start mit einem einzelnen Use Case ist dagegen kein Problem: Dank der Blueprints geht auch ein einzelner Prozess in kurzer Zeit live.
Preise im Detail
| Plan | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| Starter | Auf Anfrage | Bis zu 3 Prozesse, Lead-Generierung, Kundenportal mit Self-Services, 360°-Kundenservice (Dokumente, E-Mail), Partner-Zusammenarbeit, individuelle Prozesskonfiguration |
| Business | Auf Anfrage | Bis zu 10 Prozesse, zusätzlich Cross-/Upselling, automatische Angebots- und Dokumentenerstellung, Zugang zum Partnernetzwerk, Report-Export, Rollen/Rechte und MFA |
| Professional | Auf Anfrage | Unbegrenzte Prozesse, Drittsystem-Integration, automatische Auftragszuweisung an Partner, APIs und Webhooks, Zugang zum App Store |
| Enterprise | Auf Anfrage | Mehrmarken-/Mehrgesellschaften-Verwaltung, Data-Lake-Zugriff für Analytics, eigene Business Objects, „grenzenlose” Use-Cases |
Einordnung: epilot veröffentlicht keine konkreten Preise, alle vier Stufen laufen über „Auf Anfrage”, und der Einstieg führt zwingend über ein Vertriebsgespräch. Das ist branchenüblich für B2B-Plattformen dieser Klasse, aber für eine schnelle Vorabkalkulation ärgerlich. Aus dem Markt ist bekannt, dass mittlere Stadtwerke je nach Modulumfang und Prozessanzahl im mittleren vierstelligen Bereich pro Monat landen, diese Größenordnung kann aber je nach Verhandlung und Onboarding stark schwanken und ist nicht offiziell bestätigt. Die Staffelung nach Anzahl der Prozesse (3 / 10 / unbegrenzt) ist sinnvoll: Wer nur den Netzanschluss digitalisiert, fährt mit Starter, wer Vertrieb, Service und Netz bündelt, braucht Professional oder Enterprise. Der Data Lake und damit die volle Analytics-Tiefe ist erst in Enterprise enthalten.
Stärken im Detail
Vertikale KI „Luna” statt generischem Chatbot. Der größte Sprung der letzten Jahre: epilot hat 2025 mit Luna eine branchenspezifische KI eingeführt, die Energieprozesse versteht. Der Service-Agent beantwortet und löst Kundenanfragen autonom (Tarifwechsel, Statusabfragen, Standardrückfragen). Der Sales-Agent schlägt personalisierte Cross- und Upselling-Angebote vor. Der Data-Lake-Agent liefert Auswertungen, ohne dass ein Data-Scientist SQL schreiben muss. Dazu kommt Dokumentenextraktion, die eingehende Anträge und Unterlagen automatisch ausliest. Das ist deutlich mehr als ein aufgesetztes „KI-Feature”, die Agenten sind in die Branchenprozesse eingebettet.
Blueprints machen Go-live zur Frage von Tagen. Generische CRM-Systeme wie Salesforce müssen für Netzanschlussanträge, Zählerprozesse und Versorgertarife aufwändig umgebaut werden, und die Prozesse dafür erst mühsam selbst definiert werden. epilot bringt die Energie-Logik von Haus aus mit: epilot Blueprints sind vorkonfigurierte End-to-End-Vorlagen für komplette Use Cases nach aktuellem, rechtskonformem Branchenstandard, quasi Plug & Play. Kunden müssen ihre Prozesse also nicht selbst definieren, sondern gehen mit einem fertigen Standardprozess innerhalb von Tagen live. Wer bewusst stark individuelle, vom Standard abweichende Prozesse abbilden will, wird vom Customer-Success-Team nicht nur beraten, sondern aktiv bei der Konfiguration unterstützt. Dazu kommt ein Produktmodell, das komplexe Tarife abbildet.
Self-Service-Portal als echter Entlastungshebel. Endkunden stellen Anträge online, laden Dokumente hoch und verfolgen den Status selbst. Das nimmt der Sachbearbeitung den Großteil der Rückfragen ab und reduziert die unstrukturierte E-Mail-Flut, die in vielen Stadtwerken der eigentliche Engpass ist.
Deutsches Hosting und ISO 27001. Die Daten liegen ausschließlich auf deutschen Servern, die Plattform ist ISO-27001-zertifiziert und DSGVO-konform. Für kommunale Versorger, die unter strenger Aufsicht stehen, ist das kein „Nice-to-have”, sondern oft eine Vergabebedingung, und ein klarer Vorteil gegenüber US-zentralen Plattformen.
Offenes Ökosystem mit breiter Schnittstellen-Basis. APIs, Webhooks, ein App Store und ein Partnerportal für Installateure machen epilot anschlussfähig. Besonders für ERP- und Bestandssysteme bietet epilot ein breites Set an Standardschnittstellen, etwa zu Wilken, lima, Schleupen und diversen SAP-Templates wie TAP oder TENTAC, dazu weitere Fachsysteme wie Greengate. Die Liste ist nicht abschließend, sondern wächst mit dem Ökosystem. epilot positioniert sich bewusst als Orchestrierungsschicht, nicht als geschlossenes Monolith.
Schwächen ehrlich betrachtet
Keine transparenten Preise, gar keine. epilot nennt für keine der vier Stufen einen öffentlichen Preis. Wer vergleichen will, muss durch das Vertriebsgespräch. Das macht eine schnelle Make-or-Buy-Entscheidung unmöglich und verschiebt die Bewertung in eine intransparente Verhandlungssituation. Workaround: Bei der Demo direkt die Größenordnung für das eigene Prozessvolumen erfragen und ein schriftliches Angebot verlangen, bevor Aufwand in die Bewertung fließt.
Reine SaaS, kein Self-Hosting. epilot läuft ausschließlich als Cloud-Plattform in der eigenen (deutschen) Infrastruktur. Für die allermeisten Versorger ist das dank ISO-27001-Zertifizierung und deutschem Hosting unkritisch, wer aber aus regulatorischen oder strategischen Gründen zwingend eine On-Premise-Installation im eigenen Rechenzentrum braucht, findet die bei epilot nicht. Workaround: In der Ausschreibung früh klären, ob Cloud-Betrieb zulässig ist, das ist bei kommunalen Versorgern meist der Fall.
Netzberechnung liegt außerhalb. epilot orchestriert die Netz- und Antragsprozesse end-to-end, die physikalische Netzberechnung selbst (Lastfluss, Netzkapazität) läuft in den angebundenen Fach- und Engineering-Systemen des Versorgers. Das ist konzeptionell sauber (Trennung von Prozess-Orchestrierung und technischer Berechnung), heißt aber: Für die automatisierte technische Prüfung muss das entsprechende Berechnungssystem des Versorgers angebunden sein.
Hohe Plattform-Bindung. Einmal in epilot konfigurierte Prozesse, Produkte und Kundendaten lassen sich nicht trivial woanders hin migrieren. Wer epilot zur zentralen Vertriebs- und Serviceplattform macht, geht eine langfristige Abhängigkeit ein. Das ist bei jeder Branchenplattform so, sollte aber bei der Entscheidung bewusst eingepreist werden.
Reine Nischenlösung. Außerhalb der Energiewirtschaft hat epilot keinen Anwendungsfall. Wer Prozesse über mehrere Branchen hinweg digitalisieren will, braucht eine allgemeinere Plattform. Das ist kein Mangel, sondern Programm, aber es schränkt den Einsatzbereich hart ein.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Abrechnung und Vertragsmanagement für Energieversorger suchst | powercloud |
| Eine branchenübergreifende CRM-Plattform mit KI-Agenten willst | Salesforce Einstein & Agentforce |
| Freie Workflow-Automatisierung ohne Branchenbindung brauchst | Make.com oder n8n |
| Komplexe Geschäftsprozesse modellieren und steuern willst | ProcessMaker |
powercloud deckt mit Abrechnung und Vertragsmanagement einen benachbarten Teil der Versorger-IT ab, epilot und powercloud ergänzen sich oft, statt sich zu ersetzen. Generische Plattformen wie Salesforce Energy & Utilities Cloud oder SAP IS-U adressieren denselben Markt von der anderen Seite: mehr Tiefe in Standardprozessen, aber weniger fertige Energie-Logik als epilot. epilots Stärke ist die Branchenspezialisierung, und genau das macht es zur ersten Wahl für Versorger, die nicht jahrelang ein generisches System umbauen wollen.
So steigst du ein
Schritt 1: Passenden Blueprint und Use Case wählen. Du musst deine Prozesse nicht erst monatelang selbst definieren: Überlege, welcher Use Case dir am meisten weh tut (oft der Netzanschluss-Antrag, ebenso gut Vertrieb, Service oder ein anderer Netzprozess). Für die Standardfälle liefert epilot fertige Blueprints nach aktuellem Branchenstandard. Nur wenn du bewusst stark vom Standard abweichen willst, lohnt es sich, die Besonderheiten vorab zu skizzieren, das übernimmt sonst das Customer-Success-Team mit dir.
Schritt 2: Demo buchen und Module eingrenzen. Buche über epilot.cloud eine Demo und schildere deinen konkreten Use Case. Lass dir anhand deines Falls zeigen, welche Stufe (Starter bis Enterprise) und welche Module realistisch sind. Verlange ein schriftliches Angebot mit der erwarteten Prozessanzahl, das ist der einzige Weg zu einer belastbaren Kostengröße.
Schritt 3: Mit einem Use Case starten, dann ausbauen. Beginne per Blueprint mit einem einzelnen Use Case statt alles auf einmal zu digitalisieren, dank der vorkonfigurierten Vorlage geht das in kurzer Zeit live. Binde dein ERP- bzw. Kundenmanagementsystem (z. B. Wilken, Schleupen, SAP-Templates oder powercloud) über die Standardschnittstellen an. Erst wenn dieser Use Case läuft, kommen weitere Prozesse dazu, und Luna lässt sich gezielt auf einzelne Anwendungsfälle aufschalten.
Ein konkretes Beispiel
Ein bayerisches Stadtwerk mit rund 80.000 Haushaltsanschlüssen hat seinen Netzanschluss-Antragsprozess für PV und Wärmepumpen über epilot automatisiert und dafür den passenden Blueprint als Ausgangspunkt genutzt, sodass der Prozess in wenigen Tagen live war. Anträge bis 11 kW Niederspannung laufen jetzt vollständig digital: Der Antragsteller gibt Adresse und Anlagentyp im Self-Service-Portal ein, der Luna-Dokumentenextraktor liest die hochgeladenen Unterlagen aus und prüft auf Vollständigkeit, das angebundene Netzberechnungssystem prüft die Netzkapazität, und die Genehmigung kommt automatisch per E-Mail, typischerweise innerhalb von 24 Stunden. Der Service-Agent beantwortet Standardrückfragen zum Status, ohne dass ein Sachbearbeiter eingreifen muss. Der Rückstand im Postfach der Netzabteilung, der zuvor 6–8 Wochen betrug, ist seit der Einführung auf 3–5 Werktage für Komplexfälle gesunken. Die Netzplaner sehen nur noch die Fälle, die echte technische Beurteilung brauchen, der Rest läuft durch. Die genaue Zeitersparnis hängt vom Antragsvolumen ab, aber die Entlastung der Sachbearbeitung ist der eigentliche Hebel.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Ausschließlich in Deutschland. Anbieter ist die epilot GmbH mit Sitz in Köln.
- Zertifizierung: ISO 27001 für Informationssicherheit. Die Plattform ist auf DSGVO-Konformität ausgelegt und richtet sich an regulierte kommunale Versorger.
- Datennutzung: Als B2B-Plattform verarbeitet epilot personenbezogene Endkundendaten (Antragsteller) im Auftrag des Versorgers. Die KI-Funktionen (Luna) arbeiten auf den Prozessdaten des jeweiligen Kunden, vor Einsatz sollte vertraglich geklärt werden, ob und wie Daten zum Modelltraining genutzt werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Für eine Plattform mit Endkundendaten zwingend erforderlich und Teil des Standardvertrags. Konkrete Ausgestaltung im Vertragsgespräch prüfen.
- Empfehlung für Unternehmen: Vor dem Rollout der KI-Agenten eine Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen, insbesondere für den autonomen Service-Agent. Klären, welche Entscheidungen vollautomatisch fallen dürfen und welche eine menschliche Kontrolle behalten müssen, gerade bei Anträgen mit rechtlicher Wirkung.
Gut kombiniert mit
- powercloud, für Abrechnung und Vertragsmanagement. epilot deckt Akquise, Antrag und Service ab, powercloud die nachgelagerte Abrechnung. Über die Standardschnittstelle wird aus beiden eine durchgängige Versorger-IT-Landschaft.
- ERP- und Fachsysteme wie Wilken, lima, Schleupen oder SAP-Templates (TAP, TENTAC): Über die epilot-Standardschnittstellen fließen Stamm- und Bewegungsdaten zwischen der Prozessplattform und dem führenden System, ohne dass Sachbearbeiter doppelt pflegen.
- Make.com, für Verbindungen zu Spezialtools, die epilot nicht nativ anbindet. Wer einzelne Nebenprozesse (Benachrichtigungen, Datenübergaben an Drittsysteme) automatisieren will, ergänzt epilots Webhooks mit einer flexiblen Automatisierungsschicht.
Unser Fazit
epilot verdient 4 von 5 Sternen. Es ist die spezialisierteste und ausgereifteste Plattform für die Digitalisierung von Energieprozessen im deutschsprachigen Raum, mit über 200 Energieunternehmen als Kunden (darunter Stadtwerke München, RheinEnergie und badenova) und einer 2025 eingeführten vertikalen KI, die echte Branchenagenten statt eines generischen Chatbots liefert. Deutsches Hosting, ISO-27001-Zertifizierung, die Branchentiefe und der schnelle Go-live per Blueprint sind genau die Punkte, die einen kommunalen Versorger überzeugen. Den fünften Stern kostet die vollständig intransparente Preisgestaltung (kein einziger öffentlicher Preis), die reine Cloud-Ausrichtung ohne Self-Hosting und die hohe Plattform-Bindung. Für Stadtwerke und Netzbetreiber, die ihre Antrags-, Vertriebs- und Serviceprozesse ernsthaft digitalisieren wollen, ist epilot die klare erste Adresse.
Was wir bemerkt haben
- 2025, epilot hat mit „Luna” eine vertikale, energiespezifische KI eingeführt: ein autonomer Service-Agent für Kundenanfragen, ein Sales-Agent für Cross-Selling und ein Data-Lake-Agent für Auswertungen ohne Data-Scientist. Damit verschiebt sich epilot von einer reinen Workflow-Plattform zu einer KI-getriebenen Branchenlösung, der Grund, warum wir die Bewertung von 3 auf 4 Sterne angehoben haben.
- Oktober 2025, Vattenfall ist eine Partnerschaft mit epilot eingegangen, um eines der leistungsstärksten digitalen Ökosysteme für Energiedienstleistungen aufzubauen. Dass ein Konzern dieser Größe auf epilot setzt, ist ein deutliches Signal für die Marktreife der Plattform.
- Juni 2026, epilot weist auf der eigenen Website inzwischen über 200 Energieunternehmen als Kunden aus, darunter Stadtwerke München, RheinEnergie und badenova. Bei einer früheren Prüfung lag die kommunizierte Zahl noch bei rund 60, die Marktdurchdringung ist also spürbar gewachsen.
- Juni 2026, epilot nennt nach wie vor keine öffentlichen Preise. Alle vier Stufen (Starter, Business, Professional, Enterprise) laufen über „Auf Anfrage”, die Staffelung erfolgt nach Anzahl der Prozesse. Wer vergleichen will, kommt um das Vertriebsgespräch nicht herum, eine Schwäche, die seit Jahren unverändert ist.
- Juli 2026, wir haben diese Seite nach einer fachlichen Rückmeldung von epilot korrigiert. Zentrale Klarstellung: Über die epilot Blueprints, vorkonfigurierte End-to-End-Vorlagen nach aktuellem Branchenstandard, gehen Kunden mit kompletten Use Cases innerhalb von Tagen live und müssen ihre Prozesse nicht selbst definieren. Unsere frühere Darstellung eines hohen Implementierungsaufwands und die Behauptung, ein einzelner Use Case sei überdimensioniert, waren damit nicht korrekt. Ebenso haben wir die Schnittstellen-Beschreibung um weitere Systeme ergänzt (u. a. Wilken, lima, Schleupen, SAP-Templates wie TAP und TENTAC) und die Nennung von pandapower entfernt: Zwischen epilot und pandapower besteht keine Partnerschaft und keine Standardschnittstelle.
Quellen
- epilot – Preise. https://epilot.cloud/preise (abgerufen am 2026-06-13). Vier Stufen (Starter, Business, Professional, Enterprise), alle ohne öffentlichen Preis; Staffelung nach Prozessanzahl (3 / 10 / unbegrenzt), Data Lake erst in Enterprise.
- epilot – Produktübersicht. https://epilot.cloud (abgerufen am 2026-06-13). Branchenplattform (XRM) für Energieversorger, Stadtwerke und Netzbetreiber mit über 200 Kunden; vertikale KI Luna mit Service-, Sales- und Data-Lake-Agent; Hosting in Deutschland, ISO 27001, DSGVO-konform.
- epilot – Impressum. https://epilot.cloud/impressum (abgerufen am 2026-06-13). epilot GmbH, Im Mediapark 8a, 50670 Köln, Amtsgericht Köln HRB 95505.
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Arthur Atlas
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So entsteht diese Bewertung
Diese Seite bewerten wir redaktionell, mit kräftiger Unterstützung von Arthur Atlas, unserem KI-Analysten. Er prüft Bewertungen nach und markiert veraltete Angaben, sobald sich der Markt dreht. Unsere Angaben stammen überwiegend aus öffentlich zugänglichen Quellen wie Anbieter-Website, Doku und Preislisten. Preise und Funktionen können sich ändern.
Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
Preise geändert, Feature veraltet oder etwas fehlt?
Wir freuen uns über Hinweise und Ergänzungen.
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