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CURSOR EVI / TINA

CURSOR Software AG (Gießen)

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Branchen-CRM für deutsche Energieversorger und Netzbetreiber, entwickelt von der CURSOR Software AG aus Gießen. EVI deckt Vertrieb, Marketing und Service für Stadtwerke und EVU ab, TINA ist die Netzbetreiber-Variante. KI-Erweiterung mit wahlweise OpenAI-, Azure- oder Mistral-Backend für E-Mail-Generierung, Gesprächs-Zusammenfassungen und Workflow-Automatisierung. Hosting wahlweise in deutschem Rechenzentrum oder on-premises.

Kosten: Projektbasiertes Pricing — Lizenz plus Implementierung auf Anfrage. Richtwert für Stadtwerke mit 20.000–80.000 Kunden: 60.000–200.000 € Einführungsprojekt, laufende Wartung typischerweise 15–20 % der Lizenzkosten p. a. KI-Assistent als separates Modul; Kosten abhängig vom gewählten Backend-Modell (OpenAI, Azure, Mistral).

Stärken

  • Branchenspezifisches CRM für den deutschen Energiemarkt — Tarifmanagement, Vertragslogik und Energiedienstleistungen vorkonfiguriert
  • KI-Assistent mit wählbarem Backend (OpenAI, Azure, Mistral) — Modellwahl liegt beim Kunden, nicht beim Anbieter
  • Hosting wahlweise in deutschem Rechenzentrum oder on-premises — beides DSGVO-konform
  • Etablierte Referenzkundschaft im Energiesektor (ENTEGA, OVAG, EnBW und Stadtwerke verschiedener Größenklassen)
  • Inhabergeführter deutscher Mittelständler mit langjähriger Branchenerfahrung
  • Tiefe Integrationen in das energiewirtschaftliche Umfeld (ERP, Abrechnung, Kundenportale)

Einschränkungen

  • Der KI-Anteil ist ein optionales Modul — kein KI-natives CRM, sondern klassisches Branchen-CRM mit KI-Erweiterung
  • Kein öffentliches Pricing — jedes Angebot erfordert Sales-Prozess und Scoping
  • Nur für Energiewirtschaft sinnvoll — kein branchenübergreifender Einsatz
  • Einführungsprojekte sind komplex und dauern typischerweise 6–12 Monate
  • KI-Backend-Wahl bedeutet auch: keine eigene KI-Trainingsbasis, Qualität hängt am gewählten Fremdmodell
  • Marketing-Versprechen zur 'Chat with your Data'-Funktion ist auf den Produktseiten weniger explizit als in Drittquellen

Passt gut zu

Stadtwerke und Regionalversorger mit 5.000–200.000 Haushaltskunden EVU, die Kundenbindung und Vertriebsprozesse in einem branchen-spezialisierten System abbilden wollen Netzbetreiber, die TINA als CRM für regulierte Geschäftsprozesse einsetzen Energievertriebsteams mit Bedarf an strukturierter Beschwerdemanagement- und Lead-Pipeline-Verwaltung

Wann ja, wann nein

Wann ja

  • Du betreibst ein Stadtwerk oder einen EVU und brauchst ein CRM, das den deutschen Energiemarkt von Haus aus kennt
  • Du willst KI-Funktionen (E-Mail-Drafting, Zusammenfassungen) in deinen Vertriebs- und Service-Workflow integrieren, ohne dich auf einen US-Anbieter festzulegen
  • DSGVO-konformes Hosting in Deutschland (oder on-premises) ist vertraglich gefordert
  • Du suchst einen mittelständischen, persönlich erreichbaren Anbieter mit Energie-Fokus statt einer Konzern-Suite

Wann nein

  • Du brauchst ein branchenübergreifendes CRM für mehrere Geschäftsfelder (Salesforce, HubSpot, MS Dynamics sind dort besser)
  • Du erwartest ein KI-zentriertes Produkt mit eigenen ML-Modellen — EVI nutzt OpenAI/Azure/Mistral als Fremdmodelle
  • Du willst eine Selfservice-Lösung mit transparenter Preisliste
  • Du brauchst eine schnelle Einführung in Wochen statt Monaten

Kurzfazit

CURSOR EVI ist das etablierte CRM für die deutsche Energiewirtschaft aus dem Hause der CURSOR Software AG in Gießen. Die Stärken liegen in der Branchenspezialisierung (Tarifmodelle, Vertragslogik, Energiedienstleistungen sind vorkonfiguriert), im wählbaren KI-Backend (OpenAI, Azure oder Mistral — Modellhoheit beim Kunden) und im deutschen Hosting mit echter On-Premises-Option. Die KI-Funktionen sind ein optionales Modul, kein KI-natives Produkt — wer Salesforce Einstein erwartet, bekommt etwas anderes: ein klassisches Branchen-CRM mit angeflanschter generativer KI. Für Stadtwerke und EVU, die DSGVO-Anforderungen ernst nehmen und auf branchentypische Prozesse Wert legen, bleibt EVI eine der ersten Wahlen im DACH-Raum.

Für wen ist CURSOR EVI / TINA?

Stadtwerke und mittelgroße Regionalversorger: Der eigentliche Sweetspot. Wer 5.000 bis 200.000 Haushaltskunden betreut, findet in EVI ein CRM, das nicht erst auf den Energiemarkt umprogrammiert werden muss. Tarifwechsel, Lieferantenwechsel, Vertragsänderungen und energiebezogene Dienstleistungen (PV, Wallbox, Wärme) sind als Datenmodell bereits abgebildet.

Netzbetreiber mit regulatorischem Geschäft: TINA ist die CRM-Variante für Verteilnetzbetreiber. Wer auf der regulierten Seite arbeitet (Netzanschlüsse, Einspeisemanagement, Marktkommunikation), profitiert von der inhaltlichen Abgrenzung gegenüber EVI — beide Welten haben jeweils ihre eigenen Prozesse, die das Tool sauber trennt.

Energievertriebsteams mit Lead- und Pipeline-Management: B2B-Vertrieb für Gewerbe-, Industrie- und Sondervertragskunden braucht andere Abläufe als B2C. EVI bildet beide Welten ab und erlaubt strukturiertes Sales-Forecasting, Angebotskonfiguration und Vertragsmanagement.

EVU mit hohen Compliance-Anforderungen: Wer aus regulatorischen Gründen (BNetzA-Vorgaben, Datenschutz-Folgenabschätzung, Konzernrichtlinien) deutsches Hosting oder On-Premises braucht, bekommt mit EVI ein Werkzeug, das das ohne Zugeständnisse an Cloud-Konzerne ermöglicht.

Weniger geeignet für: Branchenübergreifend tätige Unternehmen, die ein CRM für mehrere Geschäftsfelder brauchen (dort sind Salesforce, HubSpot oder MS Dynamics besser). Sehr große EVU mit komplexen internationalen Strukturen (>500.000 Kunden, Multi-Country-Setup) — die Referenzkundschaft konzentriert sich auf DACH-Mittelstand und größere Stadtwerke. Teams, die ein KI-natives CRM mit eigenen ML-Modellen suchen — CURSOR setzt auf Fremd-LLMs.

Preise im Detail

ElementPreisrahmenWas du bekommst
Einführungsprojekt (klein)60.000–120.000 €Stadtwerk mit 5.000–20.000 Kunden, Standard-Datenmodell, Migration aus Vorsystem, Anwendertraining
Einführungsprojekt (mittel)120.000–200.000 €EVU mit 20.000–80.000 Kunden, individuelle Workflows, ERP-Integration, mehrere Geschäftsbereiche
Einführungsprojekt (groß)200.000 € +Großstadtwerk oder Regionalversorger mit >80.000 Kunden, komplexe Integrationen, mehrere Mandanten
Lizenz (laufend)nach NutzeranzahlKonkrete Sätze nicht öffentlich; Wartung typischerweise 15–20 % der Lizenzkosten p. a.
KI-Assistent-ModulseparatModulpreis plus laufende Modellkosten (OpenAI, Azure, Mistral) abhängig vom Volumen
Hostingje nach ModellDeutsches Rechenzentrum als Managed Service oder On-Premises auf eigener Infrastruktur

Einordnung: EVI ist eine klassische Enterprise-Software mit Projektcharakter — niemand kauft es spontan, jede Einführung ist ein 6- bis 12-monatiges Projekt. Die genannten Richtwerte sind branchenübliche Größenordnungen für CRM-Einführungen dieser Klasse; verbindliche Angebote gibt es nur nach Scoping-Workshop. Wichtig: Der KI-Assistent ist ein Aufpreis-Modul und keine inklusive Funktion. Wer das KI-Backend über die OpenAI- oder Azure-API anbindet, hat zusätzlich variable Modellkosten zu kalkulieren. Vor Vertragsabschluss solltest du dir eine TCO-Rechnung über drei bis fünf Jahre vorlegen lassen — die Lizenzkosten sind in der Regel der kleinere Teil.

Stärken im Detail

Echte Energiemarkt-Spezialisierung im Datenmodell. Standard-CRMs wie Salesforce oder HubSpot bilden einen Account, Kontakte, Opportunities ab — der Rest ist Customizing. EVI bringt Energievertrag, Tarifwechsel-Logik, Lieferantenwechsel-Prozesse, Marktkommunikations-Anbindung (MaKo/MSCONS) als vorgedachte Konzepte mit. Das spart Monate Customizing-Arbeit, die bei einem generischen CRM unvermeidlich wäre.

KI-Backend nach Wahl — OpenAI, Azure oder Mistral. Der CURSOR KI-Assistent ist nicht an ein einziges Modell gekoppelt. Du entscheidest, ob deine Vertriebs-E-Mails über OpenAI (USA), Azure (mit europäischen Regionen) oder Mistral (Frankreich) generiert werden. Das ist im Mittelstands-CRM-Markt selten — die meisten Anbieter binden ihre KI-Funktionen fest an einen Hyperscaler. EVU mit Compliance-Vorgaben können so die für sie passende Datenschutz-Konfiguration wählen.

Hosting in Deutschland oder echt on-premises. Während viele Wettbewerber von “EU-Hosting” sprechen und dabei auf einer US-Konzern-Cloud in der EU-Region laufen, bietet CURSOR beides: deutsches Rechenzentrum als Managed Service oder Installation in der eigenen Infrastruktur. Für Stadtwerke mit eigener IT und Datenschutzbeauftragter ist Option zwei oft die einzige akzeptable.

Etablierte Referenzkundschaft im Energiesektor. Auf der Webseite finden sich neben Stadtwerken größere Namen wie ENTEGA, OVAG und EnBW. Diese Kombination aus Mittelstand und Konzern zeigt: Das Werkzeug skaliert nach oben, ohne den Stadtwerk-Anwender im Stich zu lassen. Anwendertreffen und Branchenforen (E-world, Schleupen-Anwendertagung) bieten zusätzlichen Erfahrungsaustausch.

Inhabergeführter Mittelständler mit Sektor-Fokus. Die CURSOR Software AG ist seit Jahrzehnten in der Energiewirtschaft aktiv und kennt die regulatorische Dynamik dieser Branche. Anders als bei globalen Konzernen bekommst du Ansprechpartner, die deine Verträge nicht alle drei Jahre an einen neuen Account-Manager weiterreichen. Das ist im Public-Sector-nahen Geschäft mit Stadtwerken ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mobile Zugriffe und Self-Service. Web-Client und CURSOR-App erlauben Außendienst- und Servicemitarbeitern Zugriff auf die Kundenakte vor Ort. Für Energiedienstleistungen, bei denen Techniker zum Kunden fahren (PV-Installationen, Wärmepumpen, Wallboxen), ist das ein wichtiger Workflow-Baustein.

Schwächen ehrlich betrachtet

Kein KI-natives Produkt. Wer 2026 ein CRM kauft, das KI-zentrierte Funktionen wie Salesforce Einstein, Microsoft Copilot oder HubSpot AI bietet, bekommt mit EVI etwas anderes: ein klassisches Branchen-CRM, dem ein generatives KI-Modul angeschlossen ist. Die KI hilft bei E-Mail-Drafting, Gesprächs-Zusammenfassungen und einfacher Workflow-Automatisierung — sie ist keine fortgeschrittene Vorhersage-Engine mit eigener ML-Pipeline.

KI-Qualität hängt am gewählten Fremdmodell. Die Modellwahl (OpenAI, Azure, Mistral) ist ein Pluspunkt, aber auch ein Risiko: CURSOR hat keinen eigenen Hebel auf Qualität oder Verfügbarkeit. Wenn OpenAI Preise erhöht, Mistral ein Modell ablöst oder Azure ein Modell-Update bringt, das deine Workflows bricht, ist das nicht in CURSORs Verantwortung. Wer KI strategisch wichtig findet, sollte das mit einkalkulieren.

Pricing ist vollständig intransparent. Es gibt keine öffentliche Preisliste, keine Selfservice-Konfiguration, keinen Online-Konfigurator. Jede Einführung erfordert mehrere Vertriebs-Workshops, bevor überhaupt eine Hausnummer im Raum steht. Für KMU-Beschaffungsprozesse mit klaren Budgetfreigaben ist das ein Reibungspunkt.

Lange Projektlaufzeiten. 6–12 Monate Einführung sind realistisch, manchmal mehr. Wer auf Quartalsbasis Ergebnisse sehen will, sollte Erwartungen kalibrieren. Ein agiles Pilot-und-Skalieren-Modell ist mit diesem Tooltyp schwer machbar — typischerweise wird komplett umgestellt.

Marketing der KI-Funktionen ist optimistisch. In Drittquellen und älteren Beschreibungen taucht “Chat with your Data” als zentrales Feature auf — auf der aktuellen Produktseite ist diese Sprache weniger explizit. Was real verfügbar ist: E-Mail-Generierung, Zusammenfassungen, individuelle Prompt-Templates, Workflow-Integration. “Chat with your Data” im Sinne einer freien Konversation über die gesamte Kundenbasis ist ein Versprechen, das im Detail mit dem Vertrieb geprüft werden sollte.

Marktdurchdringung auf DACH begrenzt. EVI ist im deutschen Energiesektor stark, international weitgehend unbekannt. Wer als Stadtwerk später durch M&A oder Expansion in ein Multi-Country-Szenario kommt, stößt schnell an Grenzen. Für rein DACH-fokussierte EVU ist das kein Problem.

Eingewachsene Branchen-Konvention. Branchenspezialisierung ist Stärke und Schwäche zugleich: Wer eigenständige Geschäftsmodelle entwickeln will (z. B. Energy-Community, Plattform-Service, Direktvermarktung mit komplexen Tarifen), kann mit den vorgefertigten Datenmodellen schnell an Grenzen stoßen. Dann ist Customizing-Aufwand fällig — und der ist nicht günstiger als bei generischen CRMs.

Alternativen im Vergleich

Wenn du……nimm stattdessen
Ein branchenübergreifendes Enterprise-CRM mit globaler Reichweite suchst
KI-zentrierte CRM-Funktionen mit eigener ML-Pipeline brauchst
Ein kostengünstigeres SaaS-CRM mit Marketing-Automation willst
Eine Enterprise-Utility-Suite mit Abrechnung und CIS aus einem Guss brauchst
Ein klassisches Sales-CRM ohne Branchen-Schwerpunkt suchst

Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: wilken P/5 (Konkurrent im EVU-Markt mit Abrechnungs- und CRM-Modulen), Schleupen.CS (Abrechnungs-Suite, mit der EVI gerne kombiniert wird), SAP IS-U (Branchen-Standard im Konzernumfeld, deutlich teurer und komplexer), CAS genesisWorld (deutscher CRM-Mittelständler, breiter aufgestellt aber ohne Energie-Spezialisierung) und Powercloud (Cloud-Abrechnung mit eigenen CRM-Ansätzen). Im deutschen Stadtwerk-Mittelstand ist EVI eine der klar etablierten ersten Wahlen — die echte Entscheidung läuft meist nur zwischen EVI, wilken und einer SAP-basierten Eigenentwicklung.

So steigst du ein

Schritt 1: Branchen- und Bedarfsworkshop mit CURSOR. Vereinbare einen ersten Termin und kläre Kundengröße, vorhandenes Abrechnungssystem (SAP IS-U, Schleupen.CS, andere), bestehende Vertriebsprozesse und Compliance-Anforderungen. CURSOR bietet eigene Workshops, die als Scoping-Vorstufe vor jedem Angebot stehen. Plan dafür mindestens einen halben Tag mit dem internen Stakeholder-Kreis ein.

Schritt 2: Datenbasis und Integrationspfad prüfen. Vor jeder Einführung steht die ehrliche Frage: Welche Felder sind im bestehenden System sauber gepflegt? Vertragsdaten, Zahlungshistorie, Verbrauchsmengen, Kontakthistorie? Datenqualität ist der entscheidende Hebel für jedes CRM, und CURSOR ist nicht das Tool, das schlechte Datenqualität wegzaubert. Plan eine eigene Datenmigrations- und Bereinigungsphase ein (typischerweise 2–4 Monate).

Schritt 3: Pilotbereich definieren und KI-Modul separat evaluieren. Sinnvoll ist ein klar umrissener Pilot: ein Geschäftsbereich (z. B. Sondervertragskunden Gas), eine Region, ein Workflow. Die KI-Funktionen würde ich erst nach der CRM-Grundeinführung aktivieren — sie sind ein Aufpreis-Modul und brauchen eine eigene Use-Case-Definition. Wer KI von Anfang an mitdenken will, sollte parallel zum CRM-Scoping auch die KI-Backend-Wahl (OpenAI, Azure, Mistral) und die zugehörige Datenschutz-Bewertung vorbereiten.

Ein konkretes Beispiel

Ein norddeutscher Stadtwerke-Verbund mit rund 45.000 Haushaltskunden Gas und Strom führt CURSOR EVI als Ersatz für ein historisch gewachsenes Excel-und-Access-CRM ein. Einführungsprojekt: knapp neun Monate, Budget rund 140.000 € einmalig, laufende Lizenz im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr. Konkreter Workflow nach Einführung: Eingehende Vertragsanfragen werden zentral im EVI-Kundenservice erfasst, automatisch dem zuständigen Sachbearbeiter zugewiesen und über die ERP-Integration mit der Abrechnungswelt synchronisiert. Im zweiten Quartal nach Live-Schaltung wird der KI-Assistent (Backend: Mistral, weil französisches Hosting der Datenschutzbeauftragten am wenigsten Magenschmerzen bereitet) für E-Mail-Drafting an die Kundenkommunikation angedockt. Beobachteter Effekt nach einem Jahr: durchschnittliche Antwortzeit im Service von 36 auf 12 Stunden reduziert, Vertriebsmitarbeiter berichten von rund 20 % Zeitgewinn beim Erstkontakt mit Sondervertragskunden. Echte Churn-Modelle laufen im Stadtwerk allerdings (Stand 2026) noch außerhalb von EVI in einer separaten BI-Lösung — eine Integration ist für Phase 2 geplant.

DSGVO & Datenschutz

  • Datenhosting: Wahlweise deutsches Rechenzentrum (Managed Cloud) oder On-Premises in der eigenen Infrastruktur. Anbieter ist die CURSOR Software AG, Gießen.
  • Datennutzung: Kundendaten bleiben Eigentum des Stadtwerks/EVU; keine Nutzung für Modelltraining oder Marketingzwecke durch CURSOR.
  • KI-Datenfluss: Der KI-Assistent ruft das gewählte Backend (OpenAI, Azure, Mistral) auf — die Datenschutz-Bedingungen des jeweiligen Anbieters gelten. Bei OpenAI direkt sind das US-Server; Azure bietet EU-Regionen, Mistral hostet primär in Frankreich. Für die Auswahl ist eine Datenschutz-Folgenabschätzung sinnvoll.
  • Granulare Steuerung: Du legst pro Workflow fest, welche Daten dem KI-Modell zur Verfügung gestellt werden. Das ist ein wichtiger Hebel, um sensible Bestandsdaten (Bankverbindungen, Verbrauchsprofile) vom Modell fernzuhalten.
  • Auftragsverarbeitung (AVV): Standard für die Managed-Cloud-Variante; bei On-Premises gilt sie nicht, weil die Daten nicht in CURSORs Hand sind.
  • Empfehlung für Stadtwerke: Wer als kommunaler Versorger besonders strenge Datenschutz-Anforderungen hat, sollte On-Premises plus Mistral-Backend oder Azure-EU-Region prüfen. Direkter OpenAI-Zugang ist möglich, aber transferrechtlich erklärungsbedürftig.

Gut kombiniert mit

  • Schleupen.CS oder SAP IS-U — die Abrechnungs-Engine bleibt das System of Record für Verbrauch und Rechnung, EVI ist das Customer-Frontend dazu. Beide Welten sind über etablierte Schnittstellen verbunden — CURSOR ist auf Schleupen-Anwendertreffen aktiv vertreten, was die Stabilität dieser Kopplung untermauert.
  • — wer BI-gestützte Analysen (Marktdurchdringung, Vertragslaufzeiten, Churn-Analyse) auf die EVI-Daten aufsetzen will, exportiert in Power BI oder eine vergleichbare BI-Plattform. EVI ist gut für die operative Arbeit, weniger für tiefe analytische Ad-hoc-Auswertungen.
  • oder — für Aufgaben außerhalb des CRM (Konzeptpapiere, regulatorische Recherche, EU-Vorgaben-Aufbereitung) ergänzt eine allgemeine generative KI das spezialisierte Tool sinnvoll. Beide Welten bleiben getrennt — das CRM behält seine Datenhoheit, die generelle KI hilft beim Drumherum.

Unser Testurteil

CURSOR EVI verdient 4 von 5 Sternen. Innerhalb der Nische “deutsches Branchen-CRM für Stadtwerke und EVU” ist es eine der etablierten ersten Wahlen — mit echter Energiemarkt-Spezialisierung, deutschem Hosting und einem inhabergeführten Mittelstandsanbieter, der die Branche seit Jahrzehnten kennt. Die KI-Erweiterung mit wählbarem Backend (OpenAI, Azure, Mistral) ist ein faires Angebot, das die Modellhoheit beim Kunden lässt. Den fünften Stern verliert EVI durch drei Punkte: Es ist kein KI-natives Produkt (die KI ist ein angeschlossenes Modul, keine eigene Pipeline), das Pricing ist intransparent, und Einführungsprojekte bleiben lang und teuer. Für die richtige Zielgruppe — Stadtwerke und EVU mit ernsthaften DSGVO-Anforderungen, die ein branchen-spezialisiertes CRM wollen — ist EVI aber genau richtig positioniert.

Was wir bemerkt haben

  • Mai 2026 — Die “Chat with your Data”-Sprache, die in mehreren Drittquellen prominent auftaucht, ist auf den aktuellen CURSOR-Produktseiten weniger explizit. Real verfügbar sind E-Mail-Drafting, Zusammenfassungen, individuelle Prompt-Templates und Workflow-Integration — was geliefert wird, ist solide, aber wer eine freie konversationelle Datenabfrage erwartet, sollte das im Demo-Termin sehr konkret prüfen.
  • 2024–2026 — Der KI-Assistent ist mit Modellwahl (OpenAI, Azure, Mistral) ein bemerkenswerter Ansatz im Mittelstands-CRM-Markt. Die meisten Wettbewerber binden ihre KI-Funktionen fest an einen Hyperscaler — CURSORs Offenheit gibt Stadtwerken Spielraum für eigene Datenschutz-Entscheidungen.
  • Mai 2026 — Die enge Verzahnung mit Schleupen (Auftritt auf Anwendertagungen, Geschäftsführerkonferenzen) macht EVI für Schleupen-Anwender besonders attraktiv. Wer Schleupen.CS einsetzt, hat mit EVI einen Partner, der auf der gleichen Branchenveranstaltung sitzt.
  • 2026 — Auf der E-world 2026 hat CURSOR den KI-Fokus prominent vermarktet (#crmlove, KI & echte Kundennähe). Die strategische Botschaft ist klar: KI wird das Erweiterungsthema der kommenden Jahre für EVI. Wer früh einsteigt, profitiert von einer mitwachsenden Modul-Welt — und sollte gleichzeitig prüfen, ob das tatsächlich liefert, was die Messeaufschriften versprechen.
  • Mai 2026 — Frühere Versionen unseres Eintrags nannten “Stadtwerke Stade” und “Villingen-Schwenningen” als Referenzen — diese sind nicht prominent auf der aktuellen Webseite vertreten. Stärker sichtbar sind heute ENTEGA, OVAG, EnBW und die Nordhorner Versorgungsbetriebe. Wer Referenzbesuche oder -gespräche plant, sollte die aktuelle Liste mit dem Vertrieb abstimmen.

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