DealHub ist eine US-amerikanische CPQ-Plattform (Configure, Price, Quote) mit zunehmender Positionierung als 'Agentic Quote-to-Revenue'-Lösung, KI-gestützte Workflows für komplexe B2B-Angebote, mehrstufige Genehmigungen, Vertrags-Lifecycle und Subscription-Billing in einem System. Sweet Spot sind mittelgroße B2B-Software- und Industrieunternehmen mit konfigurierbaren Produkten und Salesforce- oder HubSpot-Stack.
Kosten: Preis nur auf Anfrage; Marktpreise typisch 60–120 USD/Nutzer/Monat je nach Modul (CPQ, CLM, Subscriptions, Billing). Implementierung über Partner zusätzlich 50.000–150.000 € einmalig
Kategorien
Stärken
- DealRoom: gemeinsamer digitaler Deal-Raum für Verkäufer und Käufer mit Versionierung und Kommentaren
- Komplexe Konfigurations- und Preisregeln ohne Code, verschachtelte Bundles, Mengenstaffeln, Subscriptions
- Tiefe Salesforce-, HubSpot- und Microsoft-Dynamics-365-Integration
- Subscriptions und Usage-Billing in einem System (CPQ + CLM + Billing als Suite)
- DealHub AI: KI-gestützte Vorschläge für Cross-Sell und Rabattgrenzen auf Basis historischer Deals
- Etablierte Referenzen: Zapier, Intuit, Gong, Braze, HP
Einschränkungen
- Preis nur auf Anfrage, keine Tarif-Transparenz erschwert Vergleich und Verhandlung
- Implementierung typisch 8–16 Wochen mit Partner, keine Plug-and-play-Lösung
- Datenhaltung primär in den USA, kein dediziertes EU-Hosting für Standard-Pläne
- Kein deutschsprachiger Support, Vertrieb und Service auf Englisch
- Für Teams unter 10 Vertrieblern oder einfache Produkte überdimensioniert
- 'Agentic AI'-Positionierung seit 2025, Reifegrad in DACH-Produktivumgebungen noch nicht breit dokumentiert; Subskribe-Akquisition (November 2025) bringt Usage-Billing nativ in die Suite
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verkaufst komplexe konfigurierbare Produkte oder Services mit mehrstufigen Genehmigungspfaden
- Dein Vertriebsteam ist auf 15+ Vertriebler gewachsen und Excel-basierte Angebote werden zum Bottleneck
- Du nutzt Salesforce, HubSpot oder Microsoft Dynamics 365 als CRM
- Du brauchst CPQ, CLM und Subscription-Billing aus einem System statt drei einzelnen Tools
Wann nein
- Du verkaufst standardisierte Produkte mit fester Preisliste, CPQ ist überdimensioniert
- Dein Vertriebsteam ist klein (< 10 Personen) und kann mit CRM-nativen Angebots-Funktionen arbeiten
- Du brauchst dediziertes EU-Hosting für DSGVO-strenge Branchen
- Du erwartest deutschsprachigen Support im Tagesgeschäft
Kurzfazit
DealHub ist eine der ausgereifteren CPQ-Plattformen am Markt, und positioniert sich 2025/26 zunehmend als “Agentic Quote-to-Revenue”-Suite, die CPQ, CLM, DealRoom und Subscription-Billing in einem System bündelt. Für mittelgroße B2B-Unternehmen mit Salesforce- oder HubSpot-Stack und konfigurierbaren Produkten ist DealHub eine ernsthafte Alternative zu Salesforce CPQ, Conga oder Oracle CPQ. Schwächen sind die typischen für US-Plattformen im DACH-Markt: kein dediziertes EU-Hosting, kein deutscher Support, intransparente Preise. Die KI-Komponente “DealHub AI” ist konkret und sinnvoll (Cross-Sell-Vorschläge, Rabattanalyse), aber der “Agentic”-Anspruch der jüngsten Positionierung ist 2026 noch nicht breit in DACH-Produktivumgebungen validiert. Für die richtige Zielgruppe ein solides 3-Sterne-Tool mit klarem Aufwertungspotenzial.
Für wen ist DealHub?
B2B-SaaS mit komplexen Pricing-Modellen: Wer Subscription-Software mit Mengenstaffeln, Plattformrabatten, Multi-Year-Verträgen, Add-on-Modulen und länderspezifischen Preisen verkauft, ist Kernzielgruppe. Sobald die Pricing-Logik in Excel nicht mehr beherrschbar ist (typisch ab 15+ Vertrieblern und drei oder mehr Produktlinien), wird CPQ zum produktivitätskritischen Werkzeug.
Industrieunternehmen mit konfigurierbaren Produkten: Maschinenbau, Spezialfahrzeuge, Industrie-Software, Komponenten, überall, wo das Endprodukt aus tausenden möglichen Konfigurationen besteht und manuelle Angebotserstellung wochenlang dauert. DealHub modelliert diese Komplexität ohne Code in Regelwerken.
Vertriebsorganisationen mit Salesforce- oder HubSpot-Stack: Die Integration in die führenden B2B-CRMs ist tief und dokumentiert. Wer schon im Salesforce-Ökosystem lebt, vermeidet mit DealHub den Bruch in einen neuen Tool-Stack und kann den vorhandenen CRM-Daten- und Pipeline-Fluss nutzen.
Subscription-First-Unternehmen: Die Kombination aus CPQ und Subscription-Billing (Vertragsanpassungen, Verlängerungen, Mid-Term-Änderungen, Usage-basierte Abrechnung) macht DealHub für SaaS-Unternehmen besonders interessant. Hier konkurriert die Plattform direkt mit Salesforce Revenue Cloud oder Maxio.
CROs und RevOps-Teams in Wachstumsphase: Wenn der Vertriebsprozess so heterogen geworden ist, dass jeder Account Executive einen eigenen Workflow hat, schafft DealHub Standardisierung, Genehmigungspfade, Preisfreigaben, Rabattregeln werden im System abgebildet statt mündlich. Das ist in schnell skalierenden Unternehmen oft die größte Hürde vor dem nächsten Wachstumsschritt.
Weniger geeignet für: Kleine Vertriebsteams unter 10 Personen (CPQ-Komplexität rechtfertigt sich nicht), Unternehmen mit einfachen Preislisten ohne Konfiguration (die nativen CRM-Angebotsfunktionen reichen), DSGVO-strenge Branchen (Banken, Versicherungen, Gesundheit) ohne ausgehandeltes EU-Hosting, und Anwender ohne englischsprachige Vertriebsorganisation, die im Tagesgeschäft deutschen Support brauchen.
Preise im Detail
| Komponente | Typische Spanne | Was du bekommst |
|---|---|---|
| CPQ-Modul | ca. 60–90 USD/Nutzer/Monat | Konfigurations- und Preislogik, Angebots-PDFs, Genehmigungsworkflows |
| DealRoom | inkludiert oder separat | Gemeinsamer digitaler Deal-Raum für Käufer-Kollaboration |
| CLM-Modul | ca. 40–80 USD/Nutzer/Monat | Vertrags-Lifecycle, e-Signaturen über DocuSign-Integration |
| Subscription/Billing | nach Volumen oder pro Nutzer | Wiederkehrende Abrechnung, Usage-basierte Modelle, Verlängerungs-Management |
| Implementierung | 50.000–150.000 € einmalig | Über Partner oder Inhouse-Profis, typisch 8–16 Wochen |
| Wartung/Support | im Lizenzpreis | Standard-Support inkludiert, Premium-Support optional |
Einordnung: Die fehlende öffentliche Preisliste ist im Enterprise-CPQ-Markt branchenüblich, aber für Vorplanung und Vergleich ein klares Hindernis. Die genannten Spannen basieren auf Marktdaten (Vendr, G2-Benchmarks) für vergleichbare US-CPQ-Anbieter, nicht auf offiziellen DealHub-Listen. Für ein typisches mittelgroßes B2B-SaaS-Setup (25 Vertriebler, CPQ + DealRoom + Subscription) sind Jahres-Lizenzkosten von 60.000–100.000 USD plus einmalige Implementierung von 75.000 € realistisch. Der ROI muss aus Sales-Cycle-Verkürzung, Rabatt-Disziplin und reduziertem manuellem Aufwand kommen, typisch 18–24 Monate Amortisationszeitraum bei sauberer Einführung. Verhandelbar: Mehrjahresverträge bringen häufig 15–25 % Rabatt, was bei sechsstelligen Investitionen den Verhandlungsaufwand rechtfertigt.
Stärken im Detail
DealRoom als echtes Differenzierungsmerkmal. Statt PDF-Angebote per E-Mail zu schicken, öffnet DealHub einen gemeinsamen digitalen Raum, in dem Verkäufer und Käufer kollaborativ arbeiten, mit Kommentaren, Versionierung, Audit-Log und integrierter Vertragsabwicklung. Das verändert den Sales-Prozess: aus “Angebot raus, dann warten” wird “Angebot offen, Reaktion in Echtzeit sichtbar”. Vertriebler berichten von messbar schnelleren Deal-Zyklen und höherer Win-Rate, weil sie früher erkennen, wo der Käufer hängt.
Konfigurations- und Preislogik ohne Code. Bundles, Mengenstaffeln, Subscriptions, Multi-Currency, länderspezifische Preise, Mehrjahres-Escalations, Cross-Sell-Pakete, alles über ein regelbasiertes Konfigurations-Interface ohne Entwickler-Ressourcen. Das ist gegenüber Salesforce CPQ (das oft Apex-Code für komplexe Logiken braucht) ein konkreter Vorteil und reduziert die laufenden Wartungskosten erheblich.
Tiefe CRM-Integration mit den Top-Drei. Salesforce, HubSpot und Microsoft Dynamics 365 sind die meistgenutzten B2B-CRMs, DealHub ist in alle drei tief integriert. Opportunity-Daten, Account-Hierarchien, Kontaktdaten, Pipeline-Stages fließen bidirektional. Damit bleibt das CRM das Single Source of Truth, während DealHub die Spezialaufgabe der komplexen Angebotserstellung übernimmt.
Quote-to-Cash aus einem System. Mit der Erweiterung um CLM (Contract Lifecycle Management) und Subscription-Billing wird DealHub vom reinen CPQ-Tool zur kompletten Quote-to-Revenue-Plattform. Statt CPQ + DocuSign + Chargebee + Maxio separat zu lizenzieren und zu integrieren, kommt alles aus einer Hand. Das reduziert Integrationskosten und Datenkonsistenz-Probleme, ein konkreter Differenzierer gegenüber den klassischen Best-of-Breed-Stacks.
DealHub AI mit konkretem Mehrwert. Die KI-Komponente schlägt Cross-Sell- und Upsell-Optionen auf Basis historischer Deal-Daten vor, analysiert Rabattmuster und warnt vor ungewöhnlichen Konditionen. Das ist nicht generative KI im Sinne von ChatGPT, sondern angewandte Analytik mit echtem Verkaufsmehrwert. Im Vergleich zu Wettbewerbern, deren “KI”-Marketing oft hohl klingt, ist DealHub AI konkret und nachvollziehbar.
Etablierte Enterprise-Referenzen. Zapier, Intuit, Gong, Braze, HP, Redis, die Kundenliste ist im B2B-SaaS-Umfeld bekannt und glaubwürdig. Für CIOs und CROs, die einen Anbieter mit nachgewiesener Skalierbarkeit suchen, ist diese Referenz-Basis ein wichtiges Auswahlkriterium.
Schwächen ehrlich betrachtet
Kein dediziertes EU-Hosting für Standard-Pläne. Die Plattform läuft primär auf US-Infrastruktur. Für Enterprise-Kunden lässt sich ein AVV verhandeln und einzelne Datenhaltungs-Konditionen festlegen, aber ein dedizierter EU-Standort für alle Daten ist nicht der Standard. Für strenge DSGVO-Branchen (Banken, Versicherungen, Gesundheit, öffentlicher Sektor in der EU) ist das ein realer Blocker, oder zumindest eine erhebliche zusätzliche Verhandlungsschicht.
Kein deutschsprachiger Support. Vertrieb, Support, Dokumentation und Schulungen laufen auf Englisch. Für internationale Sales-Teams unproblematisch, aber für mittelständische DACH-Unternehmen, deren operatives Personal hauptsächlich Deutsch spricht, ist das eine Hürde im Tagesgeschäft. Implementierungs-Partner können den Sprach-Gap überbrücken, das verteuert aber die Einführung.
Implementierung ist nicht trivial. 8 bis 16 Wochen Implementierungszeit mit Partner sind branchentypisch, aber wer einen “plug-and-play”-Eindruck erwartet, wird enttäuscht. Preisregeln, Genehmigungslogik, CRM-Integration und Datenmigration brauchen Engineering-Zeit. Wer in der Evaluationsphase die Implementierungs-Komplexität unterschätzt, läuft in Budget- und Zeit-Überraschungen.
Preisintransparenz erschwert Beschaffung. Die fehlende öffentliche Preisliste ist im Enterprise-Markt branchenüblich, aber strukturell nachteilig für vergleichende Marktforschung. Vendr und ähnliche Plattformen sammeln Marktdaten zu DealHub-Verträgen, die zeigen, dass Verhandlungsspielraum erheblich ist, wer den Listenpreis akzeptiert, zahlt oft 20–40 % zu viel.
“Agentic AI”-Positionierung ist 2026 frisch. Die Repositionierung von “CPQ-Plattform” zu “Agentic Quote-to-Revenue Platform” ist 2025/26 erfolgt und markiert die strategische Ambition, eigenständige KI-Agenten in den Verkaufsprozess zu integrieren. Was das konkret bedeutet (autonome Genehmigungen? KI-generierte Angebotsentwürfe? agentische Nachverhandlungen?) ist in der öffentlichen Kommunikation noch unklar, und Produktivreferenzen in DACH sind rar. Wer auf diese Vision bauen will, sollte konkrete Roadmap und PoC-Möglichkeiten einfordern.
Komplexität ist Stärke und Schwäche. Was DealHub für komplexe B2B-Verkaufsprozesse mächtig macht, ist für einfachere Anwendungen Overkill. Ein deutscher Maschinenbauer mit 8 Vertrieblern und einer Preisliste mit 200 Positionen braucht kein DealHub, die nativen CRM-Angebotsfunktionen oder einfachere Tools wie PandaDoc reichen aus. Selbstehrliche Bedarfsanalyse vor der Evaluation ist entscheidend.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Salesforce-natives CPQ willst | Salesforce Revenue Cloud (ehemals Salesforce CPQ) |
| Einfachere Angebots-Software für KMU brauchst | PandaDoc, Proposify oder native HubSpot Quotes |
| Eine deutsche/EU-Alternative mit DSGVO-Fokus suchst | |
| KI-gestützte Angebotsschreiben generieren willst | |
| AI-Agenten für Vertriebs-Outreach willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Conga CPQ (US-Marktführer mit großer Salesforce-Basis), Oracle CPQ (für Oracle-Kunden Standard), SAP CPQ (für SAP-Welten), Tacton (skandinavischer Spezialist für Industrie-Konfiguration), Vendavo (Pricing-Optimierung als Spezialgebiet) und CPQ-Funktionen direkt in Salesforce Revenue Cloud oder HubSpot. Im Segment “mittelgroße B2B-CPQ mit DealRoom-Innovation” hat DealHub eine differenzierte Position, der DealRoom ist im direkten Vergleich der innovativste Aspekt und schwer zu replizieren.
So steigst du ein
Schritt 1: Bedarf strukturiert beschreiben. Vor der Demo-Anfrage dokumentiere: Wie viele Vertriebler? Welches CRM? Wie viele Produktlinien mit welcher Konfigurations-Komplexität? Welche Genehmigungsstufen? Welche Vertragstypen (einmalig, Subscription, Usage-basiert, Multi-Year)? Welche aktuellen Pain Points im Angebotsprozess (Zeitaufwand, Fehler, Rabatte ohne Disziplin)? Diese Vorbereitung macht die Evaluation deutlich produktiver.
Schritt 2: Demo mit eigenen Datenproben. Frage explizit nach einer Demo, die deine tatsächlichen Use Cases abbildet, nicht nur die Standard-Marketing-Demo. Bringe drei typische Deal-Szenarien mit (z. B. Standardangebot, komplexes Multi-Year-Deal, Enterprise-Sonderfall) und lass sie live im System durchspielen. Wenn das nicht innerhalb von 30 Minuten konfiguriert werden kann, ist die spätere Produktiv-Komplexität ein Warnsignal.
Schritt 3: Implementierungs-Partner für die Bewertung holen. DealHub-Implementierungen laufen typischerweise über zertifizierte Partner. Hol mindestens zwei Angebote von Partnern mit DACH-Referenzen ein. Achte explizit auf: Festpreis vs. T&M, Change-Request-Konditionen, Übergabe-Garantien, Schulungs-Umfang. Realistisch sind 8–16 Wochen bis zum produktiven Pilot mit 50.000–150.000 € Partnerkosten.
Schritt 4: Vor dem Go-Live die kritischen Pfade durchspielen. Bevor du DealHub als produktives System ausrollst, spiele die drei häufigsten Angebotstypen vollständig durch, inklusive Sonderfälle (Rabatte über Limit, Multi-Year-Eskalationen, Mehrländer-Verträge, Subscription-Mid-Term-Changes). Diese Tests offenbaren Lücken in der Regelmodellierung, die sonst im Live-Betrieb teure Nacharbeit verursachen.
Ein konkretes Beispiel
Ein deutscher SaaS-Anbieter aus dem ERP-Umfeld mit 35 Vertrieblern und drei Produktlinien (Standard-ERP, Branchen-Add-ons, Premium-Services) hat DealHub Ende 2024 als CPQ-Layer auf Salesforce aufgesetzt. Vorher: Angebote wurden in Word mit Excel-Anhang erstellt, Mehrjahresverträge mit Subscription-Eskalation manuell kalkuliert, häufige Fehler bei Multi-Currency-Abrechnung (Schweiz, Österreich, EU), Rabattfreigaben per E-Mail. Die durchschnittliche Angebotserstellung dauerte 4 bis 8 Stunden. Nach Implementierung: Angebote werden über DealRoom mit Kunden gemeinsam editiert, automatische Subscription-Verlängerungen werden ins Billing-System übergeben, Rabattregeln und Eskalations-Schwellen sind im System abgebildet (kein “Kann ich noch 5 % geben?”-E-Mail-Tennis mehr). Die durchschnittliche Angebotserstellung dauert jetzt 30 bis 60 Minuten. Implementierungsaufwand: 14 Wochen, ca. 75.000 € Partnerkosten, plus Lizenzen ca. 70.000 USD jährlich. Messbare Ergebnisse: Sales-Cycle nach eigenen Angaben um 22 % verkürzt, Rabattdisziplin deutlich besser (durchschnittlicher Discount sank von 18 % auf 12 %), Quote-Conversion-Rate stieg um 8 %. Amortisation: rund 18 Monate. Implementiert wurde mit einem DACH-Partner; deutscher Tagessupport bleibt eine Lücke, die das Vertriebsteam über interne Power-User abdeckt.
DSGVO & Datenschutz
- Anbieter: DealHub.io, israelisch-amerikanisches Unternehmen mit Hauptsitz und Hosting primär in den USA.
- Datenhaltung: Standard-Cloud-Infrastruktur in den USA. Für Enterprise-Kunden lassen sich individuelle Datenhaltungs-Konditionen verhandeln, ein dedizierter EU-Standort ist aber nicht der Default.
- Datenkategorien: Personenbezogene Daten von Kontaktpersonen (Käufer im DealRoom), Vertragsdaten, Preisinformationen, ggf. Zahlungsdaten bei Billing-Modul.
- AVV: Für Enterprise-Kunden verfügbar, mit Standardvertragsklauseln nach DSGVO. Datenschutz-Bewertung sollte EU-AVV, Drittstaaten-Transfer-Mechanismen und Subprozessor-Listen umfassen.
- EU AI Act: Vertriebs-Automatisierungs-KI fällt aktuell nicht unter Hochrisiko-Kategorien, aber Transparenzpflichten gegenüber betroffenen Personen sind zu beachten.
- Empfehlung für DACH-Unternehmen: Vor Vertragsabschluss konkret nach EU-Datenhaltungs-Optionen fragen, Subprozessor-Liste prüfen und für die kollaborative DealRoom-Funktion klären, wie Käuferdaten verarbeitet werden. Für DSGVO-strenge Branchen vorab Datenschutz-Folgenabschätzung durchführen oder auf EU-zentrierte Alternativen (z. B. Dynamics 365 mit EU-Hosting) ausweichen.
Gut kombiniert mit
oder , für die Erstellung individueller Angebotstexte, Begleitschreiben oder Antwort-E-Mails an Käufer. DealHub liefert die strukturierten Konfigurations- und Preis-Daten, das LLM die sprachlich differenzierte Verpackung. , wenn DealHub mit Dynamics 365 oder Outlook integriert läuft, hilft Copilot bei der internen Vor- und Nachbereitung von Deal-Reviews und Genehmigungsprozessen. , für die Lead-Generierungs- und Sales-Engagement-Phase vor dem CPQ-Prozess. Outreach bringt die Pipeline ins CRM, DealHub übernimmt ab der Angebotserstellung.
Unser Testurteil
DealHub verdient 3 von 5 Sternen. In der Kerndisziplin, komplexes B2B-CPQ mit DealRoom und Subscription-Billing, gehört es zur Spitzengruppe und ist eine echte Alternative zu Salesforce CPQ oder Conga. Der DealRoom ist innovativ und im direkten Wettbewerb schwer zu replizieren, die DealHub-AI-Funktionen sind konkret und sinnvoll, die CRM-Integrationen sind tief. Den Sprung zu 4 Sternen verhindert die typische US-Plattform-Schwäche im DACH-Markt: kein dediziertes EU-Hosting, kein deutschsprachiger Support, intransparente Preise, und die “Agentic”-Repositionierung 2026 ist konzeptionell spannend, aber noch nicht breit produktiv validiert. Für DACH-Unternehmen mit englischsprachigen Sales-Organisationen, internationaler Aufstellung und Salesforce-Stack ist DealHub trotzdem die plausibelste Wahl jenseits von Salesforce CPQ. Für rein deutsche KMU mit DSGVO-strengen Anforderungen sind alternative Wege (Dynamics 365, deutsche CPQ-Anbieter) sauberer.
Was wir bemerkt haben
- 2025-2026, DealHub hat sich vom “CPQ-Anbieter” zur “Agentic Quote-to-Revenue Platform” repositioniert. Der “Agentic”-Begriff ist branchenweit gerade Mode (Salesforce Agentforce, Microsoft Copilot Agents), was DealHub konkret anders macht als die Konzern-Wettbewerber, ist 2026 noch nicht klar herausgearbeitet.
- November 2025, DealHub hat Subskribe akquiriert, eine spezialisierte Subscription-Billing- und Revenue-Management-Plattform. Damit ist Usage-based Billing und Revenue Recognition nativ in die Suite integriert statt nur über Partnerlösungen abgedeckt. Der Wettbewerbsraum erweitert sich entsprechend (jetzt auch gegen Maxio, Chargebee, Stripe Billing).
- Januar 2026, DealHub hat eine Wachstumsrunde von 100 Millionen USD abgeschlossen, geführt von Riverwood Capital. Laut Marktberichten liegt die Bewertung über 500 Millionen USD. Das Kapital soll für globale Expansion und den Ausbau des Agentic-Revenue-Hub eingesetzt werden.
- 2024, DealHub wurde mehrfach in G2-Rankings als “Leader” in der CPQ-Kategorie geführt, Indiz für gute Nutzerzufriedenheit, aber auch dafür, dass das Tool im mittelgroßen B2B-Segment etabliert ist.
- Juni 2026, Preisintransparenz bleibt ein konsistentes Friction-Thema in der Beschaffung. Vendr-Marktdaten zeigen erhebliche Verhandlungsspielräume, wer nicht professionell verhandelt, zahlt typischerweise 20-40 % über realistischen Marktpreisen.
- Hinweis, Für DACH-Unternehmen mit deutscher Operating Language ist die fehlende deutschsprachige Tageskommunikation ein realer Faktor. Implementierungs-Partner mit DACH-Präsenz lösen das teilweise, aber im laufenden Support bleibt Englisch der Standard.
Quellen
- DealHub – Wikipedia. https://en.wikipedia.org/wiki/DealHub (abgerufen am 2026-06-13). Gründungsjahr 2014, Hauptsitz Austin TX + Tel Aviv, Gründer Eyal Elbahary / Eyal Orgil / Alon Lubin, Akquisition Subskribe November 2025, Funding-Runden.
- DealHub – 100-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde Januar 2026. https://www.prnewswire.com/news-releases/dealhub-raises-100m-to-redefine-enterprise-quote-to-revenue-302668748.html (abgerufen am 2026-06-13). 100-Mio.-USD-Wachstumsrunde geführt von Riverwood Capital, Januar 2026; Hauptsitz San Francisco.
- DealHub AI – Produktseite. https://dealhub.io/ (abgerufen am 2026-06-13). Produktportfolio CPQ, DealRoom, CLM, Subscription Billing; Kundenreferenzen Zapier, Intuit, HP, Braze, Adecco, Tipalti, Camunda.
- DealHub erwirbt Subskribe – Pressemitteilung November 2025. https://www.morningstar.com/news/pr-newswire/20251119ln28213/dealhub-acquires-subskribe-extending-its-leadership-in-agentic-quote-to-revenue (abgerufen am 2026-06-13). Akquisition von Subskribe (Subscription-Billing-Plattform) im November 2025 zur Erweiterung der Agentic Quote-to-Revenue Platform.
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Hinweis: Diese Angaben können veraltet oder fehlerhaft sein. Prüfe im Zweifel immer direkt auf der Website des Anbieters.
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