camos CPQ
camos Software und Beratung GmbH
Spezialisierter CPQ-Anbieter aus Stuttgart für technisch komplexe Industrieprodukte. Regelbasierte Konfigurationslogik generiert aus Kundenwünschen automatisch gültige Varianten, Preise, Angebote und Fertigungsdokumente. Wird seit Jahrzehnten im deutschen Maschinen- und Anlagenbau eingesetzt und unterscheidet sich von Wettbewerbern durch Wahlfreiheit zwischen Cloud und On-Premise sowie deutschen Support.
Kosten: Enterprise-Preise auf Anfrage; CPQ Compact als SaaS-Abo in drei Stufen (Intro, Plus, Advanced); CPQ 365 individuell kalkuliert. Erfahrungswerte: Lizenz ab ca. 2.000 EUR/Monat, Implementierung 30.000–200.000 EUR je nach Komplexität
Stärken
- Regelbasierte KI-Konfiguration — verhindert ungültige Produktkombinationen automatisch
- Wahlfreiheit zwischen Cloud-Hosting und On-Premise-Installation
- Deutscher Hersteller mit Sitz in Stuttgart, AVV und deutschsprachigem Support
- Tiefe SAP-, ERP-, PLM- und CAD-Integration über camos Connect CPQ
- Bewährt bei tausenden Konfigurationsregeln und Engineer-to-Order-Prozessen
- CPQ Compact als schnell einführbare Variante für den Mittelstand
Einschränkungen
- Preise werden nicht öffentlich kommuniziert — Aufwandsabschätzung nur nach Erstgespräch
- Implementierung von CPQ 365 dauert je nach Komplexität 6–18 Monate
- Eigene Modellierungssprache erfordert geschulte Produktmodellierer im Haus oder Partner
- Für einfache Konfigurationen (Möbel, Küchen, Konsumgüter) deutlich überdimensioniert
- Marktbekanntheit außerhalb der DACH-Region begrenzt
- UI-Modernisierung ist sichtbar im Gange, wirkt im Vergleich zu jungen SaaS-CPQ-Anbietern aber stellenweise konservativ
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du verkaufst technisch komplexe Maschinen oder Anlagen mit tausenden Varianten
- Du brauchst eine CPQ-Lösung mit Wahlfreiheit zwischen Cloud und On-Premise
- Du willst einen deutschen Anbieter mit AVV und deutschsprachigem Support
- Du hast SAP als Backbone und brauchst eine erprobte Integration
Wann nein
- Du konfigurierst einfache Produkte (Möbel, Apparel, Konsumgüter)
- Du brauchst eine SaaS-Lösung in unter 4 Wochen produktiv
- Dein Vertriebsvolumen rechtfertigt keine sechsstellige Implementierung
- Du suchst ein Self-Service-Tool ohne IT- oder Modellierungs-Know-how
Kurzfazit
camos CPQ ist die richtige Wahl, wenn du im deutschen Maschinen- und Anlagenbau komplexe Produkte verkaufst und einen CPQ-Anbieter aus Deutschland mit Wahlfreiheit zwischen Cloud und On-Premise brauchst. Der Stuttgarter Anbieter ist seit über drei Jahrzehnten im Markt, betreut mehr als 200 Kunden — darunter Siemens Energy, Voith, Festo, ABB, DMG MORI, Liebherr und Schindler — und gehört in seinem Marktsegment zu den etablierten Spezialisten. Die regelbasierte Konfigurationslogik erzeugt nur technisch gültige Produktvarianten und treibt daraus automatisch Preise, Angebote und Fertigungsdokumente. Schwächen sind die intransparente Preisgestaltung, die im Vergleich zu modernen SaaS-Anbietern konservativ wirkende Oberfläche und die für einfache Konfigurationen klar überdimensionierte Komplexität.
Für wen ist camos CPQ?
Maschinenbauer und Anlagenbauer: Der Kernmarkt. Wer Pumpen, Werkzeugmaschinen, Aufzüge, Verpackungsanlagen oder Antriebslösungen verkauft — Produkte mit tausenden Komponenten, technischen Abhängigkeiten und langen Angebotsprozessen — bekommt mit camos CPQ eine spezialisierte Plattform, die genau für diese Komplexität gebaut ist. Die Constraint-Logik verhindert, dass Vertriebsmitarbeiter Angebote erstellen, die in der Fertigung nicht herstellbar sind.
Industrie-Mittelstand mit Engineer-to-Order: Wenn jedes Kundenprojekt im Detail anders konfiguriert ist, aber auf einem standardisierten Baukasten basiert, ist CPQ Compact eine schnellere und günstigere Einstiegsvariante. Drei Lizenztiers (Intro, Plus, Advanced) decken vom reinen Quote-Tool bis zur 3D-Visualisierung mit Guided Selling alle Stufen ab.
Unternehmen mit SAP als Backbone: camos pflegt seit Jahren tiefe SAP-Integrationen. Konfigurationsergebnisse fließen automatisch in SAP-Aufträge, BOMs, Kalkulationen und Fertigungsbelege. Wer SAP S/4HANA oder ECC produktiv im Einsatz hat, findet hier eine erprobte Andockung statt einer Eigenentwicklung.
Branchen mit hoher Regulierungs- und Dokumentationspflicht: Maschinenbau für Pharma, Lebensmittel, Luft- und Raumfahrt — überall, wo jede Produktvariante nachvollziehbar dokumentiert und revisionssicher abgelegt werden muss. Die regelbasierte Modellierung erzeugt automatisch eine prüfbare Konfigurationshistorie pro Angebot.
Weniger geeignet für: KMU mit unter 100 Angeboten pro Monat (ROI kaum erreichbar), Möbel- und Küchenbetriebe (für diese Anwendungsfälle ist
Preise im Detail
camos veröffentlicht keine öffentlichen Listenpreise. Aus Marktbeobachtung und Erfahrungswerten lassen sich folgende Orientierungswerte nennen:
| Komponente | Orientierungswert |
|---|---|
| camos CPQ Compact — Intro | SaaS-Abo, ca. 1.500–2.500 EUR/Monat (Schätzung) — reine Configure/Price/Quote-Funktionen |
| camos CPQ Compact — Plus | Aufpreis für UI-Designer, Ersatzteilkatalog, Service-Pricing |
| camos CPQ Compact — Advanced | 3D-Visualisierung, Guided Selling, Omnichannel-Funktionen |
| camos CPQ 365 (Enterprise) | Individuelle Lizenz, üblich ab 30.000–80.000 EUR/Jahr je nach Nutzeranzahl |
| Implementierung Compact | 5–10 Tage Beratung, Pauschalpakete im niedrigen fünfstelligen Bereich |
| Implementierung 365 | 6–18 Monate Projektlaufzeit, 50.000–250.000 EUR je nach Modellkomplexität |
| Hosting | Wahlweise Cloud (camos-Partner-Rechenzentren in der EU) oder On-Premise im eigenen Haus |
Einordnung: Der entscheidende Unterschied zu vielen Wettbewerbern: camos CPQ Compact senkt die Einstiegshürde für Mittelständler erheblich. Wer früher nur die Wahl zwischen einem überdimensionierten Enterprise-CPQ oder Excel-Tabellen hatte, bekommt mit Compact eine produktive SaaS-Lösung in wenigen Tagen — bei einer Lizenzbelastung, die ein gut funktionierender Vertrieb in einem Quartal wieder einspielt. CPQ 365 lohnt sich erst bei dreistelliger Variantenzahl pro Produkt und mehreren hundert Angeboten pro Monat. Darunter ist Compact die kaufmännisch saubere Wahl. Die Preisintransparenz bleibt ein Wermutstropfen — bei vergleichbaren US-CPQ-Anbietern (etwa
Stärken im Detail
Regelbasierte Konfiguration als Kernstück. Statt eine fertige Variantenliste vorzudefinieren, modelliert camos die Konstruktionslogik des Produkts: Abhängigkeiten zwischen Komponenten, technische Restriktionen, Kompatibilitäten und Ausschlüsse. Aus diesem Modell heraus errechnet die Engine in Sekundenbruchteilen, welche Konfigurationen technisch gültig sind. Vertriebsmitarbeiter können nicht mehr versehentlich nicht herstellbare Maschinen verkaufen — ein häufiger Fehler in Excel-basierten Prozessen, der in der Fertigung später teure Nacharbeit oder Stornierungen verursacht.
Wahlfreiheit zwischen Cloud und On-Premise. Anders als die meisten internationalen SaaS-CPQ-Anbieter erlaubt camos beide Deployment-Modelle. Für viele deutsche Maschinenbauer ist das ein echter Hebel: Wer aus regulatorischen Gründen (z. B. Rüstungsindustrie, Behördenkunden) Daten nicht in Hyperscaler-Clouds geben darf, kann camos im eigenen Rechenzentrum betreiben. Wer Betriebskosten statt Anlagekosten bevorzugt, nimmt die Cloud-Variante.
Deutscher Anbieter mit deutschem Support. camos sitzt in Stuttgart, kommuniziert auf Deutsch, kennt die typischen Strukturen deutscher Industrieunternehmen und liefert Implementierung, Schulung und Support durch eigene Berater. AVV nach DSGVO ist Standard, nicht Sonderwunsch. Für viele Mittelständler ist die kürzere Eskalations- und Kommunikationskette gegenüber einem US-Anbieter einer der wichtigsten Kaufgründe.
SAP-Integration als Reife-Vorteil. Über die Schnittstellenschicht “camos Connect CPQ” werden Konfigurationen direkt in SAP S/4HANA oder ECC übergeben — als Variantenkonfiguration, Auftrag, BOM oder Kalkulation. Auch CAD-Systeme (z. B. Autodesk Inventor, SolidWorks, Creo) und PLM-Plattformen lassen sich anbinden, sodass eine konfigurierte Maschine eine fertigungsfertige Stückliste und Zeichnung erzeugt. Diese End-to-End-Kette ist bei deutschen Maschinenbauern Pflicht, bei jungen CPQ-Anbietern oft erst in Aufbau.
KI-gestützte Funktionen werden ausgebaut. Neben der klassischen Constraint-Engine hat camos in den letzten Jahren KI-basierte Komponenten ergänzt — etwa Rabattvorschläge auf Basis historischer Angebotsdaten und ein “AI-basierter Konfigurationsansatz”, bei dem Varianten nicht vorab definiert werden, sondern sich entlang gepflegter Regeln entwickeln. Das ist kein Generative-AI-Sprung wie bei reinen LLM-Anbietern, sondern ein evolutionärer Ausbau der Engine — für die typische Maschinenbau-Anwendung aber praxisrelevanter als ein Chatbot vor dem Konfigurator.
CPQ Compact als Mittelstands-Brücke. Lange Zeit war camos eine reine Enterprise-Marke mit sechs- bis siebenstelligen Projektbudgets. Mit CPQ Compact hat der Anbieter eine SaaS-Variante mit drei klaren Lizenztiers (Intro, Plus, Advanced) und 5- bis 10-Tage-Implementierungs-Paketen geschaffen. Damit wird camos für Mittelständler erstmals realistisch erreichbar — ein wichtiger strategischer Schritt, der den Anbieter aus seiner Nische öffnet.
Schwächen ehrlich betrachtet
Preisintransparenz. Auf der camos-Website findest du keine Sticker-Preise — auch nicht für CPQ Compact, das technisch ein SaaS-Produkt ist. Jede Anfrage läuft über das Vertriebs-Team. Das ist im Enterprise-CPQ-Markt nicht unüblich, aber es erschwert die Erst-Sondierung und erzwingt Sales-Calls, bevor du seriös budgetieren kannst. Wer schnell eine Orientierung braucht, sollte parallel mindestens zwei Wettbewerber anfragen, um Hausnummern zu vergleichen.
Lange Implementierungsprojekte für CPQ 365. Die Enterprise-Variante ist kein Klick-und-fertig-Tool. Bis ein produktives Produktmodell mit allen Regeln, Preislogiken und Schnittstellen läuft, vergehen erfahrungsgemäß 6 bis 18 Monate — je nach Komplexität der Produkte und Anzahl der zu integrierenden Backend-Systeme. Wer eine kurzfristige Lösung in unter drei Monaten braucht, sollte CPQ Compact prüfen oder zu einem schlankeren Anbieter wechseln.
Eigene Modellierungssprache. Die Produktmodellierung in camos ist mächtig, aber sie folgt einer eigenen Logik, die geschulte Modellierer voraussetzt. Du brauchst entweder interne Mitarbeitende, die camos-Modellierung lernen, oder du arbeitest dauerhaft mit camos-Beratern bzw. Implementierungspartnern. Das ist ein üblicher CPQ-Branchen-Tradeoff (auch
UI-Modernisierung läuft, ist aber nicht fertig. camos investiert sichtbar in Oberflächen-Modernisierung, aber im direkten Vergleich zu jungen SaaS-CPQ-Anbietern wirkt die Oberfläche stellenweise konservativ. Für interne Vertriebsmitarbeiter ist das selten ein Showstopper — sie werden auf das Tool geschult und arbeiten damit täglich. Für Self-Service-Konfiguratoren im B2C-Web ist die Customizability inzwischen gut, aber Anbieter wie
Marktbekanntheit außerhalb DACH begrenzt. camos hat den Schwerpunkt klar in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wer als international expandierender Konzern eine globale CPQ-Plattform mit lokalen Support-Hubs in den USA und Asien sucht, findet bei
Kein echtes Selbstbedienungs-Onboarding. Anders als bei modernen SaaS-Tools kannst du dich nicht einfach registrieren, eine kostenlose Testumgebung starten und produktiv loslegen. camos ist ein Projektgeschäft — selbst Compact läuft über Beratung, Implementierung und Schulung. Wer eine “AusprobierGenossensschaft” sucht, findet sie hier nicht.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Internationale Reichweite und stärker etablierten globalen Footprint brauchst | |
| Möbel, Küchen, Konsumgüter oder einfache Produkte konfigurierst | |
| Bereits tief in Salesforce lebst und CPQ direkt im CRM willst | |
| Hauptsächlich Preisfindung und Pricing-Optimierung suchst (kein Konfigurator) | |
| SAP-natives CPQ direkt aus dem SAP-Stack willst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Configit (dänischer Anbieter, stark im virtuellen Tuning und Produktentwicklung), PROS Smart CPQ (US-Anbieter mit Pricing-Schwerpunkt), Oracle CPQ (für Oracle-Stack-Unternehmen), encoway (Bremer Anbieter, ebenfalls mit Maschinenbau-Fokus) und die jüngeren KI-CPQ-Newcomer wie Dassault CPQ. camos ist der profilierteste deutsche Spezialist in seinem Marktsegment — wenn die Kriterien “deutscher Hersteller”, “SAP-Integration”, “Wahl zwischen Cloud und On-Premise” und “Maschinenbau-Tiefe” zusammenfallen, steht camos meist auf der Shortlist.
So steigst du ein
Schritt 1: Anwendungsfall und Komplexitätsgrad ehrlich definieren. Bevor du camos anfragst, kläre intern: Wie viele konfigurierbare Produkte hast du, wie viele Varianten pro Produkt, wie viele Angebote pro Monat? Welche Backend-Systeme (SAP, CRM, PLM, CAD) müssen angebunden werden? Liegen die Produktinformationen schon strukturiert vor oder verteilen sie sich auf Excel, Word und Tribal Knowledge im Vertrieb? Diese Antworten entscheiden, ob CPQ Compact reicht oder ob du CPQ 365 brauchst.
Schritt 2: Compact zuerst — wenn die Komplexität es zulässt. Wenn du unter ca. 50 Produktfamilien und unter 200 Angeboten pro Monat hast, beginne mit einem CPQ-Compact-Pilotprojekt für ein einzelnes Produkt. Die 5- bis 10-Tage-Implementierung erlaubt es dir, in wenigen Wochen produktiv zu sein und den realen Nutzen vor einer Großinvestition zu validieren. Aus dem Pilot lernst du, ob die Modellierungsdisziplin im Haus tragfähig ist.
Schritt 3: Für CPQ 365 — Mehrjahresprojekt aufsetzen. Wenn du Engineer-to-Order mit tausenden Konfigurationsregeln betreibst, plane realistisch mit 12–18 Monaten bis zum Produktivbetrieb. Reserviere mindestens zwei interne Vollzeit-Modellierer (oder externen Partner), klare Ownership im Vertrieb und einen Sponsor auf C-Level. Die häufigste Ursache für gescheiterte CPQ-Projekte ist nicht die Software, sondern fehlende interne Ressourcen für die Produktmodellierung.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Pumpenhersteller in Baden-Württemberg (350 Mitarbeitende, ca. 4.000 Angebote pro Jahr) hatte bis 2023 seine Konfiguration in einer Kombination aus Excel-Templates und Outlook-Workflows abgebildet. Folge: jede sechste konfigurierte Pumpe war in der Fertigung nicht oder nur mit Sondergenehmigung herstellbar, die durchschnittliche Angebotsdurchlaufzeit lag bei vier Tagen. Nach einer neunmonatigen Implementierung von camos CPQ 365 (Lizenz und Beratung zusammen ca. 180.000 EUR) ist die Angebotszeit auf unter zwei Stunden gesunken, die Quote technisch ungültiger Konfigurationen liegt bei nahe null, und der Vertrieb erstellt Angebote inzwischen direkt im Kundengespräch. Zeitersparnis pro Angebot: ca. 6 Stunden. Reduzierte Fertigungsnacharbeit: rund 350.000 EUR pro Jahr. Die Lizenz amortisiert sich im ersten Jahr — die echte Wirkung entfaltet sich danach, weil der Vertrieb schneller reagiert und der Kunde nicht mehr abwandert, während er auf das Angebot wartet.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Wahlweise Cloud-Hosting in EU-Rechenzentren (camos-Partner) oder On-Premise im eigenen Rechenzentrum. Anbieter ist camos Software und Beratung GmbH, Stuttgart.
- Datennutzung: camos verarbeitet ausschließlich die Kundendaten, die für Betrieb und Support der Lösung notwendig sind. Konfigurations- und Angebotsdaten bleiben Eigentum des Kunden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standard bei Cloud-Hosting. Bei On-Premise nicht erforderlich, weil keine Datenverarbeitung durch camos stattfindet — nur die Software wird betrieben.
- Datenübermittlung Drittstaaten: Bei reinem EU-Hosting nicht relevant. Wenn Kunden zusätzliche US-Dienste (z. B. KI-Komponenten Dritter) integrieren wollen, ist das eine separate Datenschutz-Prüfung wert.
- Auftragsbeendigung: Bei Cloud-Verträgen erhalten Kunden ihre Daten zum Vertragsende strukturiert exportiert, danach werden sie nach AVV-Vereinbarung gelöscht.
- Empfehlung für Unternehmen: Für DSGVO-sensible Branchen ist camos eine der saubersten CPQ-Optionen am Markt — deutscher Anbieter, EU-Hosting und auf Wunsch komplett On-Premise. Für Rüstungs- und Sicherheitsindustrie ist das On-Premise-Modell oft die einzige zulässige Variante.
Gut kombiniert mit
— camos CPQ und SAP S/4HANA bilden eine klassische Konfiguration-zu-Auftrag-Kette: camos modelliert die Variantenlogik und erstellt das Angebot, SAP übernimmt Auftrag, Disposition, Fertigungsbeleg und Buchhaltung. Die Integration läuft über camos Connect CPQ direkt in die SAP-Variantenkonfiguration. — Wenn ein PLM-System die Produktstruktur und CAD-Daten führt, wird Teamcenter zur Single Source of Truth für die Baukasten-Definitionen, camos übersetzt sie in vertriebsrelevante Konfigurationsoptionen. So bleibt die Engineering-Welt synchron zur Vertriebs-Welt. — Für Unternehmen, die Salesforce als CRM nutzen, ist camos als CPQ-Engine im Hintergrund eine sinnvolle Ergänzung: Salesforce hält Account-, Opportunity- und Pipeline-Daten, camos erzeugt die technische Konfiguration und reicht das fertige Angebot zurück.
Unser Testurteil
camos CPQ verdient 4 von 5 Sternen. In seinem Segment — komplexe Industrieprodukte, deutscher Markt, SAP-Backbone, Wahlfreiheit Cloud/On-Premise — ist camos einer der wenigen wirklich überzeugenden Anbieter. Die regelbasierte Konfigurationslogik ist ausgereift, der deutsche Support ist ein echter Wert, und mit CPQ Compact wurde die Mittelstandsbrücke endlich geschlagen. Den fünften Stern verliert camos durch die intransparente Preisgestaltung, die für Enterprise-Projekte lange Time-to-Value und eine Oberfläche, die im direkten Vergleich zu jungen SaaS-CPQ-Anbietern stellenweise konservativ wirkt. Wer einen reinen B2C-Konfigurator sucht, ist anderswo besser aufgehoben. Wer Maschinen, Anlagen oder komplexe Industrieprodukte verkauft und einen verlässlichen deutschen Partner sucht: kaum eine bessere Option in Reichweite.
Was wir bemerkt haben
- 2024–2025 — camos hat die Marke CPQ Compact deutlich ausgebaut und die SaaS-Variante in drei klaren Lizenztiers (Intro, Plus, Advanced) positioniert. Das senkt die Einstiegshürde für den Mittelstand spürbar, der zuvor nur die Wahl zwischen einem sechsstelligen Enterprise-Projekt oder Excel hatte.
- 2024–2025 — KI-Funktionen werden konsequent ausgebaut: KI-basierte Rabattvorschläge auf Basis historischer Angebote, “AI-basierter Konfigurationsansatz” bei dem Varianten nicht vorab definiert, sondern aus Regeln entwickelt werden. Das ist kein LLM-Sprung wie bei reinen GenAI-Anbietern, aber für klassischen Maschinenbau-CPQ praxisrelevant.
- Mai 2026 — Die Kundenliste ist mit Siemens Energy, Voith, Festo, ABB, DMG MORI, KONE, Liebherr und Schindler weiterhin von industriellen Schwergewichten geprägt. Eine starke Indikation für die Reife der Lösung — gleichzeitig ein Hinweis darauf, dass camos primär für seriöse Industrieprojekte gedacht ist, nicht für Quick-Wins.
- Mai 2026 — Preise werden weiterhin nicht öffentlich kommuniziert. Diese Praxis ist im Enterprise-CPQ-Markt üblich, hat sich aber bei den moderneren SaaS-Wettbewerbern teilweise geändert — hier hinkt camos der Marktentwicklung hinterher.
- Mai 2026 — Keine wesentlichen Änderungen am Geschäftsmodell oder an der Hosting-Politik bekannt. Der Anbieter bleibt eigenständig, in Stuttgart ansässig und nicht von einem Konzern übernommen — für Kunden eine willkommene Konstante in einem Markt, in dem viele Wettbewerber durch Acquisitions ihre Roadmap mehrfach neu definiert haben.
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