encoway CPQ
encoway GmbH (Lenze Group)
Deutsche CPQ-Plattform für variantenreiche Produkte im Maschinen- und Anlagenbau. encoway sitzt in Bremen, beschäftigt über 300 Mitarbeitende, gehört seit Gründung 2000 zur Lenze-Gruppe (international tätiger Antriebs- und Automatisierungsspezialist) und hat über 500 Projekte umgesetzt. Die wissensbasierte Konfiguration zählt zu den Wegbereitern industrieller KI in Deutschland. Aktuelle KI-Komponenten ergänzen den klassischen Regel-Konfigurator um Produktempfehlungen, automatisierte Textgenerierung für Angebote und vorausschauende Preismodelle. Referenzkunden u. a. Schmalz GmbH (41 % schnellere Angebote) und Teckentrup (Konfigurationszeit von 30 auf unter 5 Minuten).
Kosten: Preise auf Anfrage; Enterprise-SaaS-Modell. Erfahrungswerte: Subscription ab ca. 1.500–4.000 €/Monat je nach Konfigurator-Komplexität und Nutzerzahl; Implementierungsprojekte typischerweise 20.000–100.000 €. Cloud-Betrieb optional auch on-premise. Kein Self-Service, kein öffentlicher Tarif.
Stärken
- Wissensbasierte Konfiguration seit Jahr 2000 — von der Gesellschaft für Informatik als Wegbereiter industrieller KI gewürdigt
- Teil der Lenze-Gruppe (300+ Mitarbeitende, 25 Jahre Historie, 500+ Projekte) — Investitionssicherheit für mehrjährige CPQ-Vorhaben
- Modularer Aufbau: CPQ Sales, CPQ Studio (Regelpflege), CPQ Showroom, Product-to-Market, Commerce
- Vier Konfiguratortypen: 3D-, Produkt-, Web- und Angebotskonfigurator — eine Plattform für unterschiedliche Touchpoints
- KI-Ergänzungen: Produktempfehlungen, automatisierte Textgenerierung für Angebote, vorausschauende Preis- und Rabattmodelle
- Guided Selling: führt Vertriebsmitarbeitende ohne Tiefenwissen sicher durch komplexe Konfigurationen
- Deutsches Hosting, ISO 27001 zertifiziert, Software Made in Germany 2026, Cloud Trust Label
- SAP- und ERP-Integration als Standardszenario — etablierte Konnektoren statt Einzelfall-Projekte
Einschränkungen
- Pricing nicht öffentlich — jede Evaluation erfordert Vertriebskontakt
- Implementierungsdauer für komplexe Produktlinien 6–18 Monate — kein Quick Win
- KI-Komponenten ergänzen die regelbasierte Konfiguration, ersetzen sie nicht — wer einen LLM-only-Workflow erwartet, ist hier falsch
- Für einfache Kataloge mit wenigen Varianten überdimensioniert — Sweetspot ist echte technische Variantenkomplexität
- Schmalere Sichtbarkeit außerhalb DACH/Europa als Salesforce CPQ oder Tacton — internationale Skalierung erfordert mehr Eigeninitiative
- Lernkurve in CPQ Studio für die Regelpflege ist real — ohne dediziertes Modellteam wird das System statisch
Passt gut zu
Wann ja, wann nein
Wann ja
- Du baust variantenreiche technische Produkte mit Hunderten bis Tausenden Optionen und harten Kompatibilitätsregeln
- Du willst Angebotserstellungszeit deutlich senken (Schmalz-Referenz: 41 % schneller)
- Du brauchst SAP-/ERP-Integration und mehrsprachige Konfigurations- und Angebotsausgabe
- Du arbeitest im DACH-Mittelstand und schätzt deutschsprachigen Support sowie deutsches Hosting
Wann nein
- Dein Katalog ist überschaubar (wenige Dutzend Varianten ohne technische Abhängigkeitsregeln) — dann ist CPQ überdimensioniert
- Du erwartest einen reinen Generative-AI-Konfigurator ohne Regelpflege — encoway ist regelbasiert mit KI-Ergänzung
- Du brauchst eine selbst bedienbare, sofort buchbare Lösung — encoway ist Enterprise-Vertrieb mit Projektphase
- Du planst global und brauchst große US-Salesforce-Ökosystem-Integration — dann eher Salesforce CPQ oder Tacton
Kurzfazit
encoway ist die etablierte deutsche CPQ-Plattform für variantenreiche Industrieprodukte — kein Newcomer und kein Sammelbegriff, sondern ein Bremer Unternehmen mit 25 Jahren Historie, 300+ Mitarbeitenden und über 500 umgesetzten Projekten. Die wissensbasierte Konfiguration, die encoway seit 2000 entwickelt, zählt zu den Wegbereitern industrieller KI in Deutschland. Aktuell ergänzt encoway den klassischen Regel-Konfigurator um KI-Komponenten — Produktempfehlungen, automatisierte Angebotstexte und vorausschauende Preismodelle — bleibt dabei aber konsequent regelbasiert. Wer Maschinenbau-Komplexität in den Vertrieb bringen muss, bekommt mit encoway ein Werkzeug, das messbare Effekte liefert (Schmalz: 41 % schnellere Angebote, Teckentrup: Konfigurationszeit von 30 auf unter 5 Minuten). Schwächen: kein öffentliches Pricing, lange Implementierungsphasen und der Anspruch eines echten Modellteams — encoway ist kein „Software einschalten und loslegen”.
Für wen ist encoway CPQ?
Maschinen- und Anlagenbauer mit hoher Variantenkomplexität: Das Kernpublikum. Wer Produkte mit Hunderten oder Tausenden Konfigurationsoptionen baut, bei denen einzelne Kombinationen technisch nicht funktionieren, braucht eine wissensbasierte Konfiguration mit harten Kompatibilitätsregeln. Genau das macht encoway seit 25 Jahren. Referenz: Schmalz (Vakuumtechnik) berichtet von 41 % schnelleren Angeboten.
Komponentenhersteller in Antriebstechnik, Elektrotechnik, Bauwesen: Klassischer Use Case. Wer modulare Produktbaukästen vertreibt, deren Kombinationen technische Abhängigkeiten haben (Lasten, Spannungen, Schnittstellen), profitiert von Guided Selling mit eingebauter Validierung. Teckentrup (Türen und Tore) hat die Konfigurationszeit von 30 auf unter 5 Minuten gesenkt.
Vertriebsteams ohne tiefes Produkt-Engineering: Mittelständische Vertriebsteams können nicht jeden technischen Detailcheck beherrschen. encoway führt Sales-Mitarbeitende und sogar Endkunden durch die Konfiguration und schließt technisch unmögliche Varianten automatisch aus. Das verkürzt Einarbeitungszeiten neuer Vertriebsmitarbeitender drastisch und verhindert teure Falschkonfigurationen.
Internationale DACH-Mittelständler mit SAP-Landschaft: Wer in den klassischen industriellen SAP-Welten lebt (S/4HANA, ECC, Variantenkonfiguration), bekommt mit encoway etablierte Konnektoren statt aufwändiger Eigenintegration. Mehrsprachige Produkt- und Angebotsausgabe — wichtig für DACH-Hersteller mit Vertrieb in 10+ Ländern — ist Standard.
Hersteller, die einen E-Commerce-Touchpoint für konfigurierbare Produkte brauchen: Über CPQ Showroom und encoway Commerce lässt sich der Konfigurator direkt im Webshop oder im Kundenportal einbinden. So wird aus dem internen Vertriebswerkzeug ein Self-Service-Angebot für Endkunden — relevant z. B. für Hersteller, die OEM- oder D2C-Geschäft erschließen wollen.
Weniger geeignet für: Hersteller mit einfachen Katalogen ohne technische Abhängigkeiten (CPQ ist überdimensioniert), Teams, die einen reinen Generative-AI-Konfigurator ohne Regelpflege erwarten (encoway ist regelbasiert mit KI-Ergänzung, nicht andersherum), Startups und KMU mit „Software heute kaufen, morgen produktiv” (encoway verlangt mehrmonatige Implementierung), und global skalierende Unternehmen mit US-Salesforce-Ökosystem als Kernsystem (Salesforce CPQ ist dort integrationsnäher).
Preise im Detail
| Komponente | Preis | Was du bekommst |
|---|---|---|
| CPQ Sales | Custom-Pricing | Modul für den direkten Vertriebsworkflow, Guided Selling, Validierung, PDF-Angebot |
| CPQ Studio | Custom-Pricing | Pflege der Produktdaten, Regeln und Konfigurationslogik durch dein Modellteam |
| CPQ Showroom | Custom-Pricing | Kundenorientierte Konfigurationsoberfläche, eingebettet in Webshop oder Portal |
| encoway Commerce | Custom-Pricing | E-Commerce-Integration für Self-Service- und Endkunden-Konfiguration |
| Product-to-Market | Custom-Pricing | Portfolio- und Variantenmanagement über mehrere Märkte hinweg |
| KI-Erweiterungen | Im Vertragsumfang | Produktempfehlungen, automatisierte Texterzeugung, vorausschauende Preise |
| Implementierung | Projektbasiert | Typisch 20.000–100.000 €, abhängig von Produktkomplexität und Integrationsumfang |
| Hosting | Cloud oder On-Premise | Cloud-Betrieb über ISO-27001-zertifizierte deutsche Rechenzentren oder On-Premise im Kundennetz |
Einordnung: encoway ist klassische Enterprise-Software — kein Self-Service, keine Preisliste, kein Probemonat. Jede Beschaffung läuft über das Vertriebsteam und endet in einem Projektangebot, das Lizenzkosten, Implementierung und Customizing zusammenfasst. Erfahrungswerte aus dem Markt: Subscription für eine mittlere Konfigurator-Installation liegt bei ca. 1.500–4.000 €/Monat (gestaffelt nach Nutzern, Produktkomplexität und Modulen), Implementierungsprojekte zwischen 20.000 und 100.000 €. Für sehr große Hersteller mit konzernweitem Rollout liegen Gesamtkosten im sechsstelligen Jahresbereich plus einmalige Implementierung im niedrigen sechsstelligen Bereich. Faustregel: Ab einem jährlichen Angebotsvolumen von 100+ konfigurierbaren Aufträgen mit signifikanter Variantenkomplexität rechnet sich die Investition typischerweise innerhalb von 18 bis 36 Monaten, wenn die Implementierung sauber läuft und das Modellteam aktiv weiterpflegt.
Stärken im Detail
Lenze-Gruppe als industrieller Eigentümer. encoway gehört seit Gründung im Jahr 2000 zur Lenze-Gruppe — einem international tätigen Anbieter von elektrischen Antrieben und Automatisierungslösungen. Das ist für Industriekunden ein praktisches Argument: Anders als VC-finanzierte Startups, die in fünf Jahren verkauft oder abgewickelt werden, steht hinter encoway ein industrieller Mutterkonzern mit langfristiger Eigentümerstruktur. Für CPQ-Investitionen mit 5–10 Jahren Lebenszyklus ist das ein realer Stabilitätsvorteil.
Wissensbasierte Konfiguration als industrielle KI-Tradition. Die wissensbasierte Konfiguration — Regeln, Constraints, Pflege durch Domänenexperten — gehört zu den ältesten produktiv eingesetzten KI-Verfahren in der deutschen Industrie. Die Gesellschaft für Informatik hat encoway als Wegbereiter dieser Disziplin gewürdigt. Wer von „KI” nicht nur LLMs versteht, sondern auch klassische symbolische KI (Constraint Solving, Inferenzmaschinen, Wissensgraphen), bekommt mit encoway eines der am längsten gepflegten produktiven Beispiele.
Modularer Aufbau für unterschiedliche Touchpoints. CPQ Sales bedient den klassischen B2B-Vertrieb, CPQ Showroom den kundengeführten Self-Service, encoway Commerce die Webshop-Integration. Product-to-Market deckt das übergreifende Portfoliomanagement ab, CPQ Studio ist die Backstage-Werkstatt für die Pflege von Daten und Regeln. Diese Modularität erlaubt eine schrittweise Einführung: zuerst der interne Vertrieb, später der externe Touchpoint.
Vier Konfiguratortypen aus einer Plattform. 3D-, Produkt-, Web- und Angebotskonfigurator decken die Bandbreite vom Engineering-nahen 3D-Modell bis zum schlanken Web-Konfigurator ab. Für Hersteller mit unterschiedlichen Kundensegmenten — z. B. anspruchsvolle Engineering-Kunden plus einfache OEM-Konfigurationen — ist das eine Architektur, die mitwächst.
KI-Ergänzungen mit klarer Funktionsabgrenzung. Die KI ist hier nicht der Konfigurator selbst, sondern ergänzt ihn: Produktempfehlungen schlagen passende Komponenten auf Basis vorheriger Konfigurationen vor; automatisierte Textgenerierung erstellt Angebotstexte und Begleitdokumentation; vorausschauende Preis- und Rabattmodelle unterstützen die Preisbildung anhand historischer Daten. Das ist eine ehrliche Positionierung — encoway verkauft nicht „KI ersetzt deinen Konfigurator”, sondern „KI macht deinen Konfigurator besser”.
Echte Kundenreferenzen mit Kennzahlen. Schmalz GmbH berichtet von 41 % schnelleren Angeboten, Teckentrup von einer Reduktion der Konfigurationszeit von 30 auf unter 5 Minuten. Das sind belegbare, kundenseitig kommunizierte Werte — kein anbieterseitiges „bis zu 80 %”. Wer in der Pilotphase ähnliche Strukturen hat, kann sich an diesen Größenordnungen orientieren.
Compliance- und Vertrauenszertifikate. ISO 27001, „Software Made in Germany 2026”, Trusted Cloud — die Zertifizierungslandschaft, die in industriellen Beschaffungsprozessen erwartet wird, ist abgedeckt. Für Mittelständler, die im Lieferantenaudit jährlich solche Nachweise vorlegen müssen, reduziert das Diskussionen mit der Einkaufsabteilung.
Deutscher Standort und deutschsprachige Beratung. Sitz in Bremen, deutschsprachiges Beratungs- und Implementierungsteam, lokale Implementierungspartner in DACH. Für mittelständische Hersteller, die Englisch im Projektalltag scheuen oder schlicht den kürzeren Eskalationspfad zu einem deutschen Anbieter bevorzugen, ist das ein echter Vorteil gegenüber US-Plattformen wie Salesforce CPQ.
Schwächen ehrlich betrachtet
Komplette Pricing-Intransparenz. Es gibt keine veröffentlichten Tarife, keine Self-Service-Buchung, keine Demo ohne Sales-Gespräch. Jede Beschaffungsentscheidung erfordert mindestens ein Discovery-Meeting plus ein Angebotsmeeting. Im klassischen Industrievertrieb akzeptiert, aber für KMU mit knappen Beschaffungsfenstern Reibung.
Implementierung ist ein Projekt, kein Setup. Selbst kleine Pilotprojekte dauern typischerweise 4–6 Monate, komplexe Mehrproduktlinien-Rollouts 12–18 Monate. Dabei ist nicht die Software das Engpassthema, sondern die Modellierung der Produktlogik und Regeln. Wer kein dediziertes internes Modellteam aufstellt, verschiebt den Engpass nur in die Implementierungsphase und zahlt für externe Beratungstage.
KI ergänzt, ersetzt nicht. encoway bleibt im Kern ein regelbasierter Konfigurator. Die KI-Komponenten sind sinnvoll, aber wer erwartet, dass ein LLM die gesamte Produktlogik aus Texten lernt und die Regelpflege überflüssig macht, wird enttäuscht. Diese Erwartung ist 2026 noch nicht realistisch — und encoway kommuniziert das fair.
Lernkurve in CPQ Studio. Die Backstage-Werkstatt, in der Domänenexperten die Konfigurationslogik pflegen, ist mächtig — und entsprechend komplex. Ohne Schulung und ohne kontinuierliche Pflege fällt das System schrittweise zurück (neue Produkte werden nicht erfasst, Regeln veralten). Hersteller, die CPQ nur einmalig aufsetzen und dann „laufen lassen” wollen, scheitern hier regelmäßig.
Internationale Sichtbarkeit begrenzter als US-Wettbewerber. Salesforce CPQ, Tacton, Configit, Oracle CPQ — diese Anbieter haben global mehr Mindshare, breitere Partnernetzwerke und größere Implementierungs-Communities. Für deutsche Hersteller mit DACH-Schwerpunkt ist das oft irrelevant, aber wer global skalieren will, sollte die internationale Verfügbarkeit von Implementierungspartnern explizit prüfen.
Sweetspot bei echter Komplexität — nicht bei Konfiguratoren-Light. Wer nur einen Online-Konfigurator für ein paar Dutzend Varianten braucht (z. B. ein Möbelhersteller mit 5 Modellen × 3 Farben × 2 Stoffen), nutzt 80 % der Plattformkapazität nicht. Schlanke Web-Konfigurator-Lösungen (Combeenation, Bossard, kleinere SaaS-Anbieter) sind dort günstiger und schneller produktiv.
Cloud, aber keine native Multi-Tenant-Architektur in jedem Modul. Der Cloud-Betrieb ist verfügbar und zertifiziert, einzelne Module sind aber historisch als kundenindividuelle Installationen entstanden. Wer eine reine SaaS-Erfahrung im Stil moderner Cloud-Tools erwartet, sollte die konkrete Architektur des Angebots vor Vertragsabschluss klären — manche Konfigurationen werden weiterhin als „dedizierte” Instanzen bereitgestellt.
Alternativen im Vergleich
| Wenn du… | …nimm stattdessen |
|---|---|
| Eine generative KI für Angebotstexte, Konfigurationsbegründungen und Vertriebsunterstützung brauchst | |
| Quellen-Recherche zu Wettbewerber-Konfiguratoren und Markttrends brauchst |
Erwähnenswert ohne eigene Tool-Seite: Tacton (schwedischer CPQ-Wettbewerber mit ähnlich starker Maschinenbau-Spezialisierung — internationaler aufgestellt, ähnliche Preisliga), Configit (dänischer Spezialist für Constraint-basierte Konfiguration, stark in Automotive und schweren Maschinen), Salesforce CPQ (US-Marktführer, im Salesforce-Ökosystem eingebettet, eher vertriebszentrisch als technisch), Oracle CPQ (für SAP- oder Oracle-Großkunden mit umfassenden ERP-Landschaften), Combeenation (österreichischer Newcomer für schlankere Web-Konfiguratoren). Im DACH-Maschinenbau-Segment ist encoway eine der profiliertesten Optionen — gerade durch die Lenze-Anbindung, die 25-jährige Historie und die deutschsprachige Implementierungsnähe. Wer global skaliert oder ein US-Vertriebs-Ökosystem hat, prüft parallel Tacton oder Configit als gleichwertige europäische Wettbewerber.
So steigst du ein
Schritt 1: Anforderungsprofil mit echten Zahlen erstellen. Bevor du encoway kontaktierst, dokumentiere: Anzahl Produktlinien und Varianten, jährliches Angebotsvolumen, durchschnittliche Konfigurationsdauer heute, Fehlerquote bei Konfigurationen, eingesetztes ERP (typisch SAP S/4HANA oder ECC), Sprachen und Märkte. Mit diesen Zahlen bekommst du im Discovery-Meeting ein konkretes Angebot statt einer generischen Präsentation.
Schritt 2: Pilotbetrieb mit einer Produktlinie statt Big-Bang-Rollout. Wähle die meistverkaufte oder die problematischste Produktlinie (je nach interner Prioritätssetzung) und implementiere encoway zunächst nur dort. Typischer Zeitrahmen: 4–6 Monate für einen sauberen Pilotbetrieb mit Schulungen, Anbindung an SAP und ersten Live-Konfigurationen. In dieser Phase entsteht das interne Know-how, das den Rollout auf weitere Linien beschleunigt.
Schritt 3: Modellteam aufbauen und CPQ Studio professionalisieren. Plane mindestens 1–2 dedizierte Stellen (Mischung aus Konstruktion/Engineering und Vertrieb), die für die laufende Pflege der Konfigurationslogik verantwortlich sind. Ohne dieses Team altert das System schnell — neue Produktvarianten fließen nicht ein, technische Änderungen werden nicht abgebildet, und CPQ wird zur Pflichtaufgabe statt zum Vertriebsbeschleuniger.
Schritt 4 (optional): KI-Ergänzungen erst nach stabilem Regelbetrieb aktivieren. Produktempfehlungen, automatische Textgenerierung und vorausschauende Preise lohnen sich, sobald die regelbasierte Konfiguration sauber läuft und genug historische Daten vorliegen. Wer KI-Features als Einstiegsfunktion erwartet, verschiebt nur die Komplexität — die KI ist Ergänzung, nicht Ersatz für eine saubere Modellierung.
Ein konkretes Beispiel
Ein mittelständischer Anlagenbauer im Schwarzwald (180 Mitarbeitende, ca. 600 Produktvarianten in drei Linien — Förder-, Misch- und Verpackungsanlagen) führt encoway CPQ ein. Vorher: Angebotserstellung läuft im Word/Excel-Workflow durch erfahrene Vertriebsingenieure, durchschnittlich 4 Stunden pro Angebot, Fehlerquote bei komplexen Anlagen ca. 8 %, Einarbeitung neuer Vertriebsmitarbeitender 6+ Monate. Nach 14 Monaten Implementierung sind alle drei Linien produktiv: Angebotserstellung sinkt auf durchschnittlich 50 Minuten, die Fehlerquote auf unter 2 %, neue Vertriebsmitarbeitende erreichen volle Produktivität in 2–3 Wochen, weil das Konfigurationswissen im System verankert ist. Über encoway Commerce wird zusätzlich ein OEM-Self-Service-Konfigurator für eine ausgewählte Kundengruppe ausgerollt — das öffnet einen neuen Direktvertriebskanal. Investition: rund 70.000 € Implementierung plus jährliche Subscription im niedrigen fünfstelligen Bereich. ROI über reduzierte Vertriebskosten und verkürzte Sales-Cycles innerhalb von 20 Monaten erreicht. Modellteam: 1,5 dedizierte FTE in Konstruktion + Vertrieb.
DSGVO & Datenschutz
- Datenhosting: Wahlweise Cloud-Betrieb in ISO-27001-zertifizierten deutschen Rechenzentren oder On-Premise im eigenen Kundennetz. Anbieter ist die encoway GmbH mit Sitz in Bremen (Konrad-Zuse-Straße 6, 28359 Bremen), Teil der Lenze-Gruppe.
- Datennutzung: Konfigurationsdaten und Angebotsinformationen verbleiben im jeweiligen Kundenbetrieb. Eine mandantenübergreifende Auswertung für andere Zwecke ist nach Anbieterangaben nicht vorgesehen — vertraglich klären, gerade wenn KI-Module mit historischen Daten trainiert werden.
- Auftragsverarbeitung (AVV): Standardbestandteil bei Cloud-Verträgen, im On-Premise-Betrieb je nach Konfiguration nicht zwingend erforderlich. Mit Lenze-Konzernhintergrund existiert etablierte Konzern-Compliance-Dokumentation.
- KI-Datenfluss: Bei aktivierten KI-Modulen (Produktempfehlung, Textgenerierung, vorausschauende Preise) sollte vor Produktivstart geklärt werden, ob Modellverbesserungen kundenübergreifend stattfinden oder strikt mandantenbezogen bleiben. Für sensible Branchen (Verteidigung, regulierte Komponenten) ist die strikte Mandantenseparation Pflicht.
- Zertifizierungen: ISO 27001, „Software Made in Germany 2026”, Trusted Cloud — alle praxisrelevanten Compliance-Nachweise sind verfügbar.
- Empfehlung für Industriekunden: Für die meisten Mittelständler ist der Cloud-Betrieb mit AVV und ISO-27001-Hosting die richtige Wahl. KRITIS- oder Verteidigungslieferanten prüfen die On-Premise-Variante. In jedem Fall die KI-Datenflüsse vertraglich vor Produktivstart sauber dokumentieren.
Gut kombiniert mit
- SAP S/4HANA / SAP ECC — encoway ist explizit auf SAP-Integration ausgelegt, mit etablierten Konnektoren für Stammdaten, Preise, Materialwirtschaft und Auftragsabwicklung. Konfigurierte Angebote fließen direkt in den Verkaufsauftragsprozess, ohne dass jemand Daten manuell überträgt.
ChatGPT oderClaude — für die Aufbereitung von Angebotstexten, Argumentationshilfen, kundenspezifischen Begleitmaterialien. Während encoway die technische Konfiguration und Standardtexte liefert, kann ein LLM die kundenindividuelle Story und das Angebotsanschreiben strukturierter formulieren — ein klassischer Workflow für Vertriebsteams, die parallel an mehreren großen Pitches arbeiten.- CAD-/PLM-Systeme (z. B. Siemens NX, Autodesk Inventor, PTC Windchill) — für 3D-Visualisierung und Bauteildaten. encoway-CPQ-Konfigurationen können CAD-Modelle generieren oder referenzieren, sodass der konfigurierte Kundenauftrag direkt in die Konstruktion und Fertigung übergeben wird — entscheidend für Hersteller, die Vertrieb und Engineering eng koppeln wollen.
Unser Testurteil
encoway CPQ verdient 4 von 5 Sternen. Im DACH-Maschinenbau-Segment ist die Plattform eine der profiliertesten und stabilsten CPQ-Lösungen, getragen von 25 Jahren Erfahrung, 300+ Mitarbeitenden, 500+ umgesetzten Projekten und der industriellen Eigentümerstruktur durch die Lenze-Gruppe. Die wissensbasierte Konfiguration zählt zu den deutschen KI-Klassikern, die seit Jahrzehnten messbaren Vertriebs- und Engineeringnutzen liefern. Die KI-Ergänzungen (Produktempfehlung, Textgenerierung, vorausschauende Preise) sind sinnvoll integriert und ehrlich positioniert — keine LLM-Wundermärchen, sondern punktuelle Verstärkung der Kernfunktion. Den fünften Stern verliert encoway aus drei Gründen. Erstens: das komplett intransparente Pricing macht Beschaffungsvergleiche aufwendig. Zweitens: die Implementierung ist ein echtes Projekt mit 6–18 Monaten Laufzeit und dem zwingenden Aufbau eines internen Modellteams — wer das unterschätzt, verschwendet Investitionen. Drittens: international ist die Sichtbarkeit geringer als bei Tacton, Configit oder Salesforce CPQ — DACH-Mittelständler erleben das selten als Nachteil, global skalierende Konzerne sollten es einkalkulieren. Für die richtige Zielgruppe — variantenreiche Industrieprodukte im DACH-Mittelstand mit SAP-Landschaft — ist encoway eine seriöse Empfehlung mit nachweisbarem ROI-Pfad.
Was wir bemerkt haben
- 2025 — encoway feiert das 25-jährige Bestehen und kommuniziert die durchgehende Lenze-Konzernzugehörigkeit prominent. Für CPQ-Investitionen mit 5–10 Jahren Lebenszyklus ist diese Eigentümer-Stabilität ein realer Vorteil — gerade gegenüber VC-finanzierten Newcomern im selben Segment.
- 2024/25 — encoway hat den Funktionsumfang um explizite KI-Komponenten erweitert: Produktempfehlungen, automatisierte Textgenerierung für Angebote, vorausschauende Preis- und Rabattmodelle. Die Positionierung ist bewusst ehrlich — KI ergänzt die regelbasierte Konfiguration, ersetzt sie nicht.
- Mai 2026 — encoway führt aktualisierte Zertifikate: ISO 27001, „Software Made in Germany 2026”, Cloud Trust Label. Für mittelständische Hersteller, die in Lieferantenaudits jährlich Compliance-Nachweise vorlegen müssen, reduziert das Diskussionen mit Einkaufs- und IT-Sicherheitsabteilungen.
- Mai 2026 — Die Mitarbeiterzahl ist auf über 300 gewachsen, das Unternehmen kommuniziert 500+ umgesetzte Kundenprojekte. Damit hat encoway klar Großmittelstand-Format erreicht — Frühere Beschreibungen als „kleiner Spezialist” sind überholt.
- Mai 2026 — Pricing bleibt vollständig intransparent. Keine Listenpreise, keine Tier-Übersicht, keine Self-Service-Anmeldung. Im CPQ-Markt branchenüblich, aber für KMU-Beschaffungsprozesse ein praktisches Hindernis.
- Referenz-Kennzahlen — Kundenseitig kommuniziert: Schmalz GmbH 41 % schnellere Angebote, Teckentrup Konfigurationszeit von 30 auf unter 5 Minuten reduziert. Das sind belegte Werte aus Kundenkommunikation, keine reinen Anbieter-Versprechen — ungewöhnlich solide Beleglage für einen Software-Anbieter.
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